Grayson hatte sich, grundsätzlich und ziemlich simpel, mehr von Rain erwartet, obwohl er wusste, dass die wenigen Tricks, die er konnte, nicht viel wert waren. Er lebte nur, weil man es in seinem Leben immer gut mit ihm gemeint hatte und das wusste der Fürst von Lavern, weil er es selbst nur gut mit Rain meinte, oder es sich zumindest einredete, dass er das tat. Womöglich belog er sich aber gerne selbst, nannte sich einen Samariter und seine Gräueltaten Tugenden, obwohl alledem nicht so war. Es war dumm, glaubte er daran, dass er selbst mehr hatte, als ihm der König gab und es war noch viel dümmer, sich selbst einzureden, dass die Wahrheit nur ein Stück von der Lüge entfernt war, die man ihnen allen auftischte. Grayson murrte, als er Rain endlich losließ, aber nicht, weil es ihm so wenig Spaß bereitete, sondern eben deswegen, wie Rain reagierte. "Zwei Peitschenhiebe und du kommst mir vor, als würde ein Dritter wie ein Gnadenstoß für dich sein. Wie langweilig bist du eigentlich?", murrte er, bevor er ein Klopfen an der Tür vernahm. Was zum Teufel sollte das bloß werden? Er hatte darum gebeten, dass man ihn alleine ließ, aber irgendwie hatte das wohl nicht so ganz funktioniert, oder irgendeiner dieser Spatzenhirne hatte vorhin nicht zugehört. "Soldaten sind auch zu nichts zu gebrauchen ... ja!?", fauchte Grayson gegen die Holztür, kaum klopfte er sich den imaginären Dreck von der Kleidung. Wunderbar, dann konnte - wer auch immer es war - gleich Rain davontragen, damit er ihn nicht weiter ansehen musste.
Beinahe schon lähmend langsam öffnete sich die Tür, stand sperrangelweit offen und Grayson, der sich nicht sicher war, wer sich mit ihm einen Schabernack erlaubte, erkannte keinen - es war zu hell, um sich zu verstecken und keiner wäre so dumm, sich mit ihm einen Scherz zu erlauben, außer er lechzte nach dem Tod durch die Hand seines eigenen Fürsten. Das ihm all das suspekt vorkommen sollte, das war ihm wohl selbst klar, und stattdessen war er wohl auch dumm genug, um einen Schritt an die offene Tür heranzutreten, nur, damit er sie schließen konnte. Vermutlich hätte er doch Umsicht zeigen sollen, denn das Nächste, was er wahrnahm, war ein dumpfer Schmerz in seinem Gesicht und die Tatsache, dass er gerade auf den Boden befördert war. "Was im N-", wollte er gerade noch ausstoßen, da türmte sich auch schon jemand vor ihm auf, den er hier gar nicht erwartete. Er war zu groß, um einer seiner Soldaten zu sein und doch war er, wenn auch nur halbherzig, in die Farben Laverns gehüllt - und nebst dem waren es die schwarzen, langen Haare und der grimmige Gesichtsausdruck, der Grayson selbst panisch werden ließ. "Ich wusste doch, dass Rain dich hier ver-", weiter kam er wohl auch gar nicht, denn der Wolf, der sich vor ihm aufgetürmt hatte, ließ die Tür hinter ihm ins Schloss fallen. Schwert? Fehlanzeige. Peitsche? Außer Reichweite. "Bleib von mir weg, du Biest!", zischte er nur, als er einige Schritte zurückweichen wollte, aber lediglich einen unsanften Tritt kassierte, bevor der Wolf es war, der an seinen braunen Haaren riss und ihn, trotz eigenen Widerstandes, zu seiner Peitsche zerrte. Was war das hier, ein Albtraum? Nun, das wusste er selbst nicht, aber spätestens als der Wolf die Peitsche nahm, sie um seinen Hals festzog und an ihr zog, während er ihn mit einem Bein gen Boden drückte, ging Grayson die Luft aus - er sah Sterne, ehe alles um ihn herum schwarz wurde.
Nayantai hingegen trat noch einmal gegen den ohnmächtigen Fürsten, bevor er sich sicher war, dass dieser ihm nicht weiter auf die Pelle rückte. "Verfluchte Schafe", zischte er, wohlwissend darüber, dass er hier nicht allein war - aber für sein eigenes Wohl, damit er sich nicht benahm wie ein aufgescheuchtes, rabiates Tier, hatte er bis jetzt den Mund gehalten. Dass der Anblick, das Blut, das von Rains Rücken triefte und allgemein alles, worüber Nayantai nachdenken konnte, nicht gut für ihn war, das wusste er selbst, aber er wusste auch, dass er nicht genug Zeit hatte, um sich länger hier aufzuhalten, als nötig. Deswegen, und vermutlich auch allein deswegen, hob er das Lamm auf, vorsichtig genug, um es nicht an den wunden Stellen zu berühren. "Kannst du dich festhalten?", wollte der Wolf wissen, der Rain am liebsten die Tränen aus den Augen gewischt hätte, aber beide seiner Hände damit beschäftigen musste, ihn überhaupt auf den Beinen zu halten. "Wenn nicht, dann lasse ich mir etwas anderes einfallen." Dass an seiner eigenen Kleidung Blut klebte, das störte ihn gar nicht, viel eher störte es ihn, dass er keine Zeit hatte, diesen Schnösel in der Luft zu zerreißen - aber Rain war wichtiger.
Beinahe schon lähmend langsam öffnete sich die Tür, stand sperrangelweit offen und Grayson, der sich nicht sicher war, wer sich mit ihm einen Schabernack erlaubte, erkannte keinen - es war zu hell, um sich zu verstecken und keiner wäre so dumm, sich mit ihm einen Scherz zu erlauben, außer er lechzte nach dem Tod durch die Hand seines eigenen Fürsten. Das ihm all das suspekt vorkommen sollte, das war ihm wohl selbst klar, und stattdessen war er wohl auch dumm genug, um einen Schritt an die offene Tür heranzutreten, nur, damit er sie schließen konnte. Vermutlich hätte er doch Umsicht zeigen sollen, denn das Nächste, was er wahrnahm, war ein dumpfer Schmerz in seinem Gesicht und die Tatsache, dass er gerade auf den Boden befördert war. "Was im N-", wollte er gerade noch ausstoßen, da türmte sich auch schon jemand vor ihm auf, den er hier gar nicht erwartete. Er war zu groß, um einer seiner Soldaten zu sein und doch war er, wenn auch nur halbherzig, in die Farben Laverns gehüllt - und nebst dem waren es die schwarzen, langen Haare und der grimmige Gesichtsausdruck, der Grayson selbst panisch werden ließ. "Ich wusste doch, dass Rain dich hier ver-", weiter kam er wohl auch gar nicht, denn der Wolf, der sich vor ihm aufgetürmt hatte, ließ die Tür hinter ihm ins Schloss fallen. Schwert? Fehlanzeige. Peitsche? Außer Reichweite. "Bleib von mir weg, du Biest!", zischte er nur, als er einige Schritte zurückweichen wollte, aber lediglich einen unsanften Tritt kassierte, bevor der Wolf es war, der an seinen braunen Haaren riss und ihn, trotz eigenen Widerstandes, zu seiner Peitsche zerrte. Was war das hier, ein Albtraum? Nun, das wusste er selbst nicht, aber spätestens als der Wolf die Peitsche nahm, sie um seinen Hals festzog und an ihr zog, während er ihn mit einem Bein gen Boden drückte, ging Grayson die Luft aus - er sah Sterne, ehe alles um ihn herum schwarz wurde.
Nayantai hingegen trat noch einmal gegen den ohnmächtigen Fürsten, bevor er sich sicher war, dass dieser ihm nicht weiter auf die Pelle rückte. "Verfluchte Schafe", zischte er, wohlwissend darüber, dass er hier nicht allein war - aber für sein eigenes Wohl, damit er sich nicht benahm wie ein aufgescheuchtes, rabiates Tier, hatte er bis jetzt den Mund gehalten. Dass der Anblick, das Blut, das von Rains Rücken triefte und allgemein alles, worüber Nayantai nachdenken konnte, nicht gut für ihn war, das wusste er selbst, aber er wusste auch, dass er nicht genug Zeit hatte, um sich länger hier aufzuhalten, als nötig. Deswegen, und vermutlich auch allein deswegen, hob er das Lamm auf, vorsichtig genug, um es nicht an den wunden Stellen zu berühren. "Kannst du dich festhalten?", wollte der Wolf wissen, der Rain am liebsten die Tränen aus den Augen gewischt hätte, aber beide seiner Hände damit beschäftigen musste, ihn überhaupt auf den Beinen zu halten. "Wenn nicht, dann lasse ich mir etwas anderes einfallen." Dass an seiner eigenen Kleidung Blut klebte, das störte ihn gar nicht, viel eher störte es ihn, dass er keine Zeit hatte, diesen Schnösel in der Luft zu zerreißen - aber Rain war wichtiger.
Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.