❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

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    • ___ Shin ___
      Er hatte Kinder geholt, ausgerechnet Kinder. Die kleinen Wesen, kaum älter als 6 oder 7 Jahre stampften durch den riesigen Saal, betrachteten mit leuchtenden und unschuldigen Augen die Welt, nichts ahnend das sie gerade nichts weiter waren als ein Druckmittel. Bauernopfer, sollte es doch eskalieren. während ein "Awww." durch den Saal ertönte und selbst der ein oder andere Verbrecher hier im Raum tatsächlich weich wurde und dem ein oder anderen Kind durch das Haar wuschelte, wurde Shin regelrecht schlecht. Seine Hand, welche an einem Dolch ruhte, denn er unter seinem Hemd so versteckt hatte, dass dieser sich nicht abzeichnete, verharrte.
      "Weil er genau weiß, dass Shin an diesem Punkt eine Grenze zieht. Shin hasst Menschen abgrundtief und hat kein Problem damit selbst Zivilisten einfach umzulegen, die nichts mit der Sache zu tun haben. Allerdings sind Kinder ein anderes Thema und mit dem Waisenhaus hat er gerade die perfekte Schutzmauer gezogen. Shin und ich sind Waisenkinder. Wenn Shin diese Grenze überschreitet, dann wird er sich das niemals verzeihen.", antwortete Seiya auf die Worte von Taejin hin erschreckend ruhig. Sein Blick ruhte während er mit dem Lover seines besten Freundes sprach, dennoch nur auf Shin, der auf der Bühne in seiner Position verharrt war. "Im Augenblick würde er sie überschreiten und das kann ich nicht zulassen."
      Shins Augen waren leer, während er zuerst in den Raum mit den Kindern blickte und dann zu seinem vermeintlichen Bruder, welcher ein diabolisches Grinsen auf den Lippen trug, dass er schnell wieder in ein strahlendes Lächeln verwandelte, kaum blickte er zum Publikum. "Darum meine Freunde gehen heute alle Einnahmen an die beiden Waisenhäuser und an diese zuckersüßen Kinder. Das war Tomoes Idee, ist er nicht ein lieber Kerl.", er wandte sich zu dem Japaner und grinste, während er klatschte.
      Shin rührte sich nicht, sein Blick haftete einzig und allein auf Hisoka und der sonst so amüsierte Blick in seinen Augen war verschwunden. Es lag kein freches Grinsen mehr auf seinen Lippen und er äußerte sich auf keines der Worte. Sein Körper entspannte sich wieder, während der Griff um den Dolch wieder fester wurde.
      Etwas in Shin hatte auf Autopilot geschaltet. Vielleicht war er einfach viel zu lange in diesem Geschäft tätig. Vielleicht war er wirklich einfach nur ein Monster, dass keine Unterschiede mehr machte und im Augenblick war es ihm egal.
      Das schien Hisoka nicht erwartet zu haben, dessen Gesicht plötzlich aschfahl wurde und er einige Schritte zurück machte.
      Ohne die Treppen zu benutzen, war jemand mit nur einem einzigen Sprung auf der Bühne gelandet, hatte das Handgelenk von Shin gepackt und so nach hinten auf den Rücken gedreht, dass dieser sich nicht mehr rühren konnte.
      Mit eiskalten Gesichtsausdruck drehte sich Shin zu dem Störenfried.
      "Starr mich nicht so an. Du wirst mir dankbar sein." knurrte Seiya und sein Blick wanderte zu Hisoka, welcher sich aufgrund der Situation wieder deutlich entspannt hatte. Seiya lächelte so strahlend, dass das Lächeln von Hisoka verschwand. Die Leute die das Schauspiel beobachtet hatte, griffen zu ihren Waffen, die Kinder verstanden die Situation nicht und offenbar wollte auch der Gastgeber zum Showdown ausrufen, ehe sich Seiya das Mikrofon griff. Ob hier alle Englisch verstanden war relativ egal.
      "Was für ein wundervoller Abend. Habt ihr die Käseplatte gesehen? Ein Traum. Tomoe ist nicht geschaffen für die Bühne, er ist unglaublich schüchtern, wisst ihr? Bitte applaudiert doch für meinen Freund. "
      Die Menge war verwirrt, aber offenbar entspannte sich die Situation zumindest für den Augenblick, während Seiya Hisoka einfach nur das Mikrofon zuwarf, dass er gerade so auffangen konnte. Seiya schnappte sich Shin und mit gekonnten Griffen hatte er ihn von der Bühne geholt.
      "Seiya, ich bring dich..."
      Daraufhin hatte ihm Seiya einen solchen Schlag in die Magengrube verpasst, dass sich der Japaner krümmte und hustete.
      Seiya lächelte. "Wieder beruhigt und den Berserker-Modus abgeschalteten? Hier sind Kinder, meine Güte. Du bist doch nicht Hulk."
      Shin blinzelte....er hätte fast....vor den Kindern.....
      Der Japaner hielt sich die Hand vor den Mund und starrte seinen Liebsten und Seiya an.
      Seiya neigte sich zu Taejin. "Wir haben ihn wieder. So jetzt da alle wieder normal im Kopf sind. Was machen wir mit unserem Phantom der Oper auf der Bühne? Vorschläge? Planung ist nicht so mein Ding. Ihn einfach abzumurksen scheint ja nicht zu funktionieren und um es heimlich zu machen müsste er von dieser beschissenen Bühne runterkommen."


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    • Taejin
      Er blickte zu Shin, um zu sehen, wie dieser mit der Situation aufgrund ihrer Geiseln nun reagieren würde, als dieser allerdings dennoch seinen Dolch zückte und unbeirrt stoisch mit kaltem Blick auf seinen Bruder zuschritt, stürmte Seiya fast schon vor und riss ihn förmlich von dem anderen mit Gewalt weg, um sicherzugehen, dass dieser keinen gewaltigen Fehler beging. Shins Hass hatte soeben fast sein Gewissen überwogen, was ein echtes Risiko darstellte und bei Taejin zu klarer Sorge führte. Während Seiya dem Auftragskiller also in die Magengrube schlug und Taejin kurz davor war aus Instinkt dem Cagefighter eine reinzuhauen, nur um sich im gleichen Moment daran zu erinnern, dass der andere dies nicht aus Böswilligkeit getan hatte, sondern um Shin wieder dazu zu bringen klar zu denken... das schien der Dunkelhaarige nömlich aktuell nicht ganz zu können. In seinem Blick erkannte Taejin den Horror, als Shin realisierte, was er da beinahe getan hätte und während Taejin ja durchaus Seiya dankbar war, dass dieser das nicht zugelassen hatte, zog der Chaebol dennoch seinen Liebhaber ein wenig zu sich, bevor sie jetzt einen neuen Plan in aller Öffentlichkeit schmieden mussten, während aller Augen auf ihnen lagen. "Normalerweise wären Gifte meine Wahl, aber das würde sich jetzt doch deutlich schwieriger gestalten.", flüsterte der Hellhaarige, während sein Blick durchgehend umherglitt, um keinen plötzlichen Angriff zu übersehen. "Ich könnte meine Familie kontaktieren und versuchen etwas auf Zeit zu spielen, um die Kinder hier irgendwie sicher herauszubekommen. Hat der Idiot irgendwelche Lieblingsgesprächsthemen?", schnaubte Taejin schließlich und hatte bereits versteckt sein Handy gezückt, um mit einem simplen Tastendruck eine Meldung an seinen Clan auszusenden mit den dazugehörigen Koordinaten. Zugegeben sah der Chaebol es grad durchaus als Problem, dass sie nur zu dritt waren.
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    • ___ Shin ___

      Man sah es Taejin förmlich an, dass er Seiya gerade am liebsten umbringen würde, weil er es gewagt hatte Hand an seinen Liebsten zu legen. Etwas das den Cagefighter in Wahrheit ziemlich freute. Weniger das umbringen, sondern das es noch jemanden im Leben von Shin gab, der sich aufrichtig um ihn sorgte. Seiya mochte den Kerl, Hintergründe und Kriminalität spielten bei ihm da keinerlei Rolle. Erstens war er selbst kriminell, nicht das das ein Wettbewerb war oder er in der Schiene von Taejin oder Shin mithalten konnte, wollte er auch nicht, das war ihm zu stressig. Zweitens machte er Leute anhand ihres Charakters fest und nicht an dem was sie so taten und Seiya hatte entschieden, dass er Taejin Hwang mochte. So einfach war das.
      Allerdings kannte Seiya seinen besten Freund und er wusste, dass er Shin anders nicht wieder in das Hier und Jetzt bekam. Shin war schon immer ein sehr gefährlicher Mensch gewesen. Er hatte kein Problem damit das Leben anderer zu beenden und sein Moralkodex war äußerst fragwürdig. Er war jemand der im Schatten lebt und auch im Schatten sterben würde. Das jemand wie er gelernt hatte zu lieben, machte Seiya glücklich, denn er sah Shin deutlich an, dass er Taejin tatsächlich liebte, aufrichtig. Er schmunzelte anhand des bösen Blickes von Taejin und hob beschwichtigend die Hand. "Nimm es mir nicht übel Taejin, aber anders funktioniert es bei ihm nicht. Du darfst mir später eine reinhauen, wenn wir dann wieder Freunde sind,mh?" Seiya hatte Shin schon einmal in diesem Modus erlebt und tatsächlich hatte er ihn K.O. schlagen müssen, weil er mit Worten nicht weitergekommen war. Vielleicht hätte er auf den Koreaner gehört, aber hätte Shin ihn ignoriert, hätte er nicht nur mit dem Gewissen leben müssen Kinderleben ruiniert zu haben, sondern auch Taejin vor den Kopf gestoßen zu haben und das war es was Shin noch davon abhielt in einer echten Finsternis zu versinken. Er hatte eine Grenze, er konnte Kindern nichts antun und er hatte eine neue Grenze, diese war Taejin und Seiya konnte es nicht riskieren, dass Shin eine dieser Grenzen überschritt. Er fühlte sich für den Kerl verantwortlich, nicht nur als Freund. Er war es der Shin das Kämpfen beigebracht hatte und er war es auch, der Shin noch tiefer in dieses finstere Leben geholt hatte. Allerdings hatte Seiya auch nur das geweckt, was schon immer in dem Japaner geschlummert hatte. Shin war ein Mörder und doch war er einfach immer noch ein Kind, das viel zu schnell hatte erwachsen werden müssen.
      Shin hatte sie beide angesehen, als wäre in ihm gerade etwas zerbrochen und er schämte sich. Er schämte sich, dass er bereit war noch den letzten Funken zu verlieren, der ihn nicht zu so jemanden machte wie Hisoka es war.
      Sein Blick wanderte zu Seiya. "Danke...", es war ein Flüstern, aber es reichte damit Seiya es verstand. Als Taejin ihn näher an sich gezogen hatte, zitterten die Hände des Japaners, aber er schaffte es gerade so, seinen Liebsten davon abzuhalten auf eine Taste zu drücken, um seinen Clan auf die Matte zu holen.
      "Das ist mein Problem." Taejin wollte ihm helfen, weshalb Shin tief ein atmete, dass Zittern seiner Hände unterdrückte und seine Übelkeit auf später verschob. "Bitte lass es mich nochmal versuchen. Ich verspreche, dass das gerade eben nicht mehr vorkommen wird. Es ist schlimm genug für mich, dass ich euch beide da mit reinziehe."
      Seiya schmunzelte und sah zu dem Koreaner. "Wir kriegen das schon hin. Überlasst die Kinder mir. Kinder lieben mich. Kümmert ihr euch um diesen Vollidioten." Shin war niemand der jemals jemanden um Hilfe bat. Er war ein Einzelkämpfer, hatte sein Leben immer allein verbracht und war so in sich selbst verschlossen, dass es schwer war sich einzugestehen, etwas nicht alleine zu schaffen. Bislang hatte er sich immer nur auf sich selbst verlassen können. Seiya hatte sich in sein Leben geschlagen wie eine Brechstange und Taejin? Dieser hatte etwas in Shin erreicht, von dem er glaubte es nicht zu besitzen: sein Herz. Darum bat Shin das erste Mal in seinem Leben jemand anderen um Hilfe, in dem nach den Händen seines Freundes griff. "Bitte halte deinen Clan da raus, aber....deine Hilfe....." sein Blick senkte sich, da ihm das gerade alles andere als leicht fiel. Nicht weil es Taejin war, sondern weil er es nicht gewohnt war. Er kannte es nicht und er hatte nie Schwäche gezeigt. "Ich brauche deine Hilfe Taejin. Deine und Seiyas."


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    • Taejin
      Er war drauf und dran seine Leute zu mobilisieren. Verdammt nochmal, er würde den ganzen Hwang Clan, sowie alle dazugehörigen Unterorganisationen hierher beordern, wenn nötig und Taejin hätte absolut kein Problem hier alles niederzubrennen... Er war ein Mafiaboss, der ganz nach dem Motto lebte: "Go big or go home...", weshalb es nicht seine Art war versteckte Angriffe oder Hinterhalte zu planen. Wenn es nach ihm ginge, würde er dieses Gebäude stürmen lassen und die Hinrichtung... oder was auch immer sein Liebster genau mit diesem Vollidioten vorhatte... voll und ganz Shin überlassen, während er hinter ihm stand und die restlichen Massen unterdrückte... Das wäre nicht nur eine recht schnelle Exekution, sondern ebenso ein ganz klares Statement und Taejin liebte es schließlich bekanntermaßen Statements zu setzen und scheute sich nicht davor den Hwang Clan im Untergrund noch berühmter und berüchtigter werden zu lassen... doch Shin hielt ihn davon ab, weshalb Taejin langsam die Hand mit seinem Smartphone sinken ließ und mit einem unguten Gefühl in der Magengegend das Gerät wieder einsteckte, nur um angespannt seinen Liebhaber anzuschauen. Der Chaebol biss sich leicht auf die Lippe, stieß dann aber ein schweres Seufzen aus und unterdrückte den Drang den Japaner noch etwas mehr an sich zu ziehen. Seiya wollte sich um die Kinder kümmern, was bedeutete, dass Taejin und Shin sich um ihren Gastgeber und dessen Leute kümmern musste und den Worten von Shin zufolge, hatte dieser womöglich sogar bereits einen Plan. "Sag mir was ich tun soll oder wie ich helfen kann.", erwiderte Taejin schließlich beinahe resignierend und fuhr sich mit seiner Hand über seine Gesicht bevor er erneut seinen Blick durch den Raum wandern ließ und versuchte die Situation ausgiebiger abzuschätzen. Solange Seiya die Kinder beschützte, könnten sie tatsächlich einen kleinen Angriff starten, doch bei so vielen bewaffneten Leuten in den Mengen, würde es nichts desto trotz schwieriger gestalten.
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    • ___ Shin ___

      Es drehte ihm den Magen um und im Augenblick wusste Shin nicht genau was für ihn schlimmer war. Das Hisoka tatsächlich Kinder in die Sache hineingezogen hatte, welche nur sie beide etwas anging oder das der Schwarzhaarige bereit war diese zu opfern, nur damit sein vermeintlicher Bruder endlich von der Bildfläche verschwand. Shin wusste das die Grenze sehr schmal war, die ihn davon abhielt nicht einfach nur ein Monster zu sein und er hatte es verdient, dass halb Japan hinter seinem Kopf her war, inzwischen wohl auch Südkorea und wenn er diesen verkorksten Tao weiter ärgerte, würde auch China dazukommen. Vielleicht wartete Shin ja wirklich nur darauf, dass er eines Tages dem Feind gegenüberstand, der ihm das Licht ausknipste? Nicht das der Japaner lebensmüde war, eigentlich lebte er sogar ziemlich gern, nur verdient hatte er es nicht. Allerdings war durch seine Bindung zu Taejin sein Egoismus noch größer geworden, da er nicht vor hatte den Koreaner zu verlassen. Er begehrte diesen Mann mehr als ihm lieb war und der pure Gedanke, dass er nicht mehr an seiner Seite sein könnte, machte ihm deutlich mehr Angst als jede Waffe der Welt. Er fürchtete sich nicht vor dem Tod, er wollte nicht mehr in dieses Dunkelheit ohne Taejin zurück. Scheiße ein Glück konnte niemand in seinen Kopf schauen, er würde vor Scham im Boden versinken. Ein Auftragsmörder ohne Gewissen entwickelt Gefühle. Das war so makaber, dass nicht einmal Shin darüber lachen konnte. Allerdings hatte ihn Seiya der Arsch so wissend angesehen, dass es den Japaner schüttelte. Der Typ war gerissener als jeder Fuchs...
      Wieso zog Shin nur immer diese Art von Mensch an? Taejin und Seiya strahlten heller als jeder verfluchte Scheinwerfer auf einem Konzert. Seine Hände hatten die von seinem Liebsten umklammert und er hoffte inständig, dass der Hellhaarige seiner Bitte nachkam nicht den Hwang-Clan auf die Matte zu rufen. Das hier ging nicht die Mafia etwas an. Es war schon schlimm genug für den Schwarzhaarigen, dass die einzigen Menschen die er auf diesen beknackten Planten mochte in die Sache hinein gezogen wurden.
      Seiya hatte ihnen versichert, dass er sich um die Kinder kümmerte und Taejin hatte nachgegeben. Langsam ließ er seine Hände und sein Handy sinken. "Danke...", flüsterte er der Japaner leise.
      Sein Blick ruhte auf seinem Liebsten. "Mach das was du am Besten kannst, zieh die Aufmerksamkeit auf dich. Alle sollen sie dich ansehen und weg von Hisoka. Ich brauche nur einen kleinen Moment. Einen winzigen Moment der Unaufmerksamkeit, dann hab ich ihn. Dank Seiya glauben zumindest noch ein paar, dass das hier alles nur Show ist. Es gibt natürlich auch Leute die darauf nicht hereinfallen, aber wenn wir irgendwie dafür sorgen können, dass die Leute mich nicht sehen......" Shin blickte auf. "Der Lichtschalter. Am Haupteingang gibt es einen Lichtschalter der alle Lampen umfasst, wenn du es schaffst diesen irgendwie zu erwischen."
      Im Hintergrund hörte man Seiya wie er tatsächlich die Kinder vereinnahmte...und die ein oder andere Dame. Diese schienen zumindest weitestgehend aus der Schussbahn zu sein, vorübergehend jedenfalls, wenn man das überhaupt so bezeichnen konnte.


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    • Taejin
      Er sollte die Aufmerksamkeit auf sich ziehen... na gut, das war definitiv etwas, das der Hwang-Erbe besser als alles andere konnte und er würde ohne zu zögern sein Talent dafür einsetzen, um seinem Liebsten so gut es ging Zeit zu verschaffen, damit dieser sich um Hisoka kümmern könnte und niemand in den Massen davon etwas mitbekommen würde. Dass Taejin sich dafür von Shin trennen müsste, um ihn alleine weiter interagieren zu lassen gefiel dem Chaebol wiederum ganz und gar nicht... Shin war ein wirklich guter Auftragskiller... verdammt er gehörte zu den Besten... nichtsdestotrotz schien Hisoka ebenso nicht leicht zu killen zu sein, weshalb Taejin nicht ausschließen wollte, dass auch dieser einige Asse im Ärmel hatte und womöglich Shin sogar auch gefährlich werden könnte. Schließlich wusste er sehr wohl, dass sein Bruder ihn unbedingt tot sehen wollte. Aber diese Ablenkung war definitiv die bessere Chance für Shin, als wenn sich der halbe Raum auf den Japaner gleichzeitig stürzte. EInen kurzen Moment sah der Chaebol ihn nur an, verdrehte leicht die Augen und hauchte ihm dann einen kleinen Kuss auf die Lippen. Eine Geste, die sich mittlerweile mehr als natürlich anfühlte... normaler und gewöhnlicher, als irgendetwas in dem Leben des Mafiabosses sein sollte... aber vielleicht tat es genau deshalb auch so verdammt gut...
      "Ich verschaffe dir Zeit und du bleibst dafür unbeschadet, verstanden?" Taejin wartete keine Antwort oder Widersprüche ab, sondern ließ stattdessen langsam Shin los und lief anschließend entspannt in Richtung der Menschenmengen, kurz vor das Podest, welches gerade noch immer mehr an die Bühne eines Theaterstückes erinnerte, wenn man ihren Gastgeber in dessen lächerlichen Aufzug betrachtete. Na gut... dann wollte Taejin mal den herablassenden, narzistischen Chaebol heraushängen lassen... das lag ihm schließlich im Blut.
      "Ich möchte dieses Schauspiel ja nur ungerne stören, aber wenn ich ein schlechtes Theaterstück hätte sehen wollen, dann wär ich sicher nicht zu einer Benefiz-Veranstaltung gegangen.", schallte Taejins vor Sarkasmus triefender Stimme durch den Saal, und er musterte langsam die ganze Räumlichkeit, während er sich drehte. "Und was ist das überhaupt hier für eine erbärmliche Aufmachung? Offenbar hat unser werter Gastgeber noch nicht einmal Ansatzweise die Mittel um eine ordentliche Benefizveranstaltung auf die Beine zu stellen, geschweige denn um Spenden bereitzustellen... Wieviel wurde bisher gespendet? 5 Millionen Won? 10 Millionen Won? Lausige 20 Millionen Won?"
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    • ___ Shin ___

      Aus den Augenwinkel beobachtete er wie Seiya sich um die Kinder kümmerte, welche ihm merkwürdigerweise alle in einen anderen Raum folgten, als hätte er Zauberkräfte oder was wahrscheinlicher war, er hatte sie mit irgendetwas bestochen. Was auch immer es war, Shin war dankbar für ein weiteres ominöses Talent seines besten Freundes. Seiya war ihm nach all den Jahren immer noch ein absolutes Rätsel und das lag nicht daran, dass der Kerl irgendwelche Geheimnisse hatte wie Shin, sondern das er beim besten Willen nicht verstand, was in dem Kopf des anderen vor sich ging und das sollte schon was heißen, da sich der Japaner als ziemlich talentiert darin sah Menschen lesen zu können wie irgendwelche Zeitschriften. Er atmete gedanklich erleichtert aus, dass wenigstens die Kinder aus der Schussbahn waren. Das er aber auch seinen Liebsten in die Sache hinein gezogen hatte und nun auch um einen Gefallen bitten musste, lag ihm unsagbar schwer im Magen. Es lag ihm schwerer im Magen als dieses fragwürdige Etwas, dass Hayato damals als er Taejin besuchen gekommen war gekocht hatte, weil er der Meinung war sein Freund hätte ihm Kochen beigebracht. Das war einer der wenigen Momente im Leben des Auftragsmörders, in dem er tatsächlich um sein eigenes Leben besorgt war. Shin sah seinem Lover in die wunderschönen Augen, die ihn immer wieder um den Verstand brachten, ebenso wie diese sündigen Lippen, die ihn küssten, während er ihm zusicherte ihm zu helfen. Taejin würde sein wahrscheinlich größtes Talent nutzen: Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Der Koreaner hatte viele Talente, aber nichts übertraf seine Aura, wirklich alles und jeden auf sich aufmerksam zu machen. Taejin Hwang konnte und wollte man nicht übersehen. Dieser Mann war eine absolute Erscheinung und Shin glaubte immer noch nicht, dass gerade jemand der so im Schatten lebte wie er sich einen solchen Mann auf sich aufmerksam machen konnte. Gut Shin war verflucht gut in seinem Job und eine Begegnung mit ihm überlebte man in der Regel nicht, aber reichte das wirklich aus, dass gerade jemand wie Taejin Hwang ihn wollte? Okay, er sah auch gut aus, dass war sicherlich auch ein Faktor, aber mein Gott Taejin konnte verflucht nochmal jeden haben.
      "Du kennst mich doch. Mich kriegt man nicht kaputt." antwortete Shin auf die Forderung seines Liebsten und strich ihm über die Wange. Dann folgte sein Blick dem attraktiven Koreaner, welcher allein schon alle Blicke auf sich lenkte, weil er sich bewegte und damn....
      Shin war wirklich absolut verkorkst, aber gerade war Taejin so dermaßen heiß wie er prinzipiell jedes Individuum hier herabwürdigte, dass er sich wieder ins Gedächtnis rufen wollte, was er hier eigentlich zu tun hatte. Er hoffte, dass Taejin es schaffte irgendwie an den Lichtschalter zu kommen...
      Hisoka konnte diese Worte wohl nicht auf sich sitzen lassen, schließlich fühlte sich der innerliche Narzist gerade extrem angegriffen, dennoch rang er sich ein Lächeln ab.
      "Werter Herr Hwang, es lag sicherlich nicht in meiner Absicht, eine solche Berühmtheit wie sie zu verärgern oder zu langweilen. Bitte erweisen sie uns die Ehre und tragen sie ihre Vorschläge vor."
      Während dieses merkwürdige Geplänkel von statten ging, scannte Shin den Raum und bewegte sich unbemerkt und lautlos an den Rand des Saals.


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    • Taejin
      Er hatte sich von Shin gelöst und die Stimme erhoben, um die Aufmerksamkeit im Raum voll und ganz auf sich zu ziehen... das war definitiv etwas, das der Chaebol sehr gut konnte und da musste er noch nicht einmal ein Wort sprechen. Er spürte, wie mehrere Augenpaare an ihm hingen, viele davon folgten ihm bereits, seit er die Veranstaltung mit Shin betreten hatte, doch einige hatte er nun durch den Beginn seiner narzistischen Ansprache auf sich gelenkt und wenngleich ihr Gastgeber offensichtlich versuchte dem Koreaner nonchalant zu kontern, sah man ihm an, wie sehr ihm dieser Umschwung der Dynamik im Raum widerstrebte und wie wenig er davon hielt, dass Taejin nun die Aufmerksamkeit locker auf sich lenkte, obwohl Hisoka doch der Mann des Abends sein sollte. Ein kleines Grinsen schlich sich auf Taejins Lippen... perfekt! Da hatte er wohl einen wunden Punkt erwischt... na dann, wollte er in der Wunde ruhig noch ein wenig herumstochern.
      Ein amüsiertes Schnauben folgte den Worten ihres Gastgebers und Taejin verdrehte amüsiert die Augen, als könnte er diesen Mann einfach nicht ernst nehmen, während der Blonde entspannt einige weitere Schritte durch den Saal machte und Hisoka nicht einmal die Beachtung schenkte ihn anzusehen. "Mal ehrlich... sollte der Gastgeber nicht ein großes Beispiel für die anderen Sponsoren setzen? Stattdessen treffen wir uns hier in einer eher mittelklassigen Location, schicke Abendgarderobe wird wohl vom Organisator mit billigen Halloweenkostümen verwechselt und während ein Spendenziel an erster Stelle stehen sollte, habe ich bisher mit keinem Wort gehört, wieviel heute gesammelt werden soll und wieviel bereits geschafft wurde. Stattdessen scheint das hier wohl eher eine traurige Zur-Schau-Stellung von Gestalten zu sein, die sonst in ihrem Leben nicht viel zu sagen zu haben... ich bin mir also ehrlich nicht sicher, wo ich mit auflisten von Veränderungen anfangen soll, denn sonst werden wir damit heute Abend nicht mehr fertig. Stattdessen würde ich mal als einziger heute auch wirklich etwas für die Sache tun..." Taejin ließ erneut den Blick schweifen, unter dem Vorwand die anwesenden zu mustern, wobei er allerdings nach dem Lichtschalter ausschau hielt, allerdings ein Stromkasten entdeckte... nun der könnte auch funktionieren...
      "Wenn der Gastgeber schon kein Vorbild ist, dann möchte ich versuchen eines zu sein. Und damit spende ich im Namen des Hwang-Kristallimperiums 500 Millionen Won. Für jeden Sponsor, der diese Summe ebenfalls spendet, verdoppel ich meine Spende..."
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    • ___ Shin ___

      Es war schwierig sich zu konzentrieren, wenn sein Liebster gerade in seinem absoluten Element so verflucht heiß war, dass Shin gute Lust hatte ihn einfach auf der Stelle die Klamotten vom Leib zu reißen. Da hier allerdings Zuschauer waren und er niemanden gestatten würde seinen Geliebten ohne schützende Stoffe zu erblicken, würde es unweigerlich doch zu einem Kampf kommen. Nein, das wäre eher ein Massaker. In der Stimme des Koreaners schwang so eine berechtigte Arroganz mit, dass sich Shin fragte, was für einen kranken Kink er eigentlich hatte, dass er sich so an dieser Szene erfreute. Naja....Taejin stand auf einen Killer, der Leute auf regelmäßiger Basis ausschalte. Sie schenkte sich beide mit ihren Vorlieben nicht viel.
      Er rief sich also selbst zur Ordnung und machte sich an die Arbeit auf leisen Sohlen durch den Raum zu wandern. Der Schwarzhaarige musste sich dabei nicht viel Mühe geben, da die Aufmerksamkeit sowieso komplett bei Taejin lag. Als dieser allerdings von der Summe sprach, welche er spenden wollte, wäre Shin fast über seine eigenen Füße gestolpert. Er verdiente zwar als Auftragsmörder ziemlich gut, aber wenn man daran zurückdachte aus welchen Verhältnissen Shin stammte, wurde ihm nach wie vor bei solchen Zahlen schwindelig.
      Konzentration!
      Er atmete tief durch und fokussierte sich nun nur noch auf sein Ziel. Das hier war seine Arbeit, es ging nicht mehr nur um seinen Bruder, das hier war ein Job und Shin war ein verfluchter Perfektionist. Mit diesen Gedankengängen einem Mantra gleichend wartete er darauf, dass Taejin das Licht löschte, damit er zuschlagen konnte. Der Japaner hatte die perfekte Position auf der Bühne gefunden und blickte nun zu seinem Liebsten.
      Komm schon Tae, du kriegst das hin.
      Ein Raunen ging bei der Ansprache von Taejin Hwang durch die Menge. Im ersten Moment fühlten sich zunächst alle beleidigt, aber bei der Summe die der Hwang-Erbe mal eben so in den Raum warf, stöhnten alle auf.
      "Welch Großzügigkeit. Herr Hwang sie sind uns alle ein Vorbild.", versuchte Hisoka offenbar irgendwie seine Würde zu bewahren, offensichtlich ging ihm das Ganze dermaßen gegen den Strich, weil er nicht mit dieser Art Machtkampf gerechnet hatte. Allerdings blinzelte sein vermeintlicher Bruder nun perplex. Dämmerte ihm was hier eigentlich los war? Zuerst suchte er den Raum nach den Kindern ab, diese waren mit Seiya bereits verschwunden.
      Ruckartig versuchte sich Hisoka nun umzudrehen und nach Shin zu suchen.


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    • Taejin
      Er spürte die hasserfüllten Blicke vieler in den Mengen, als er sich selbst ein wenig mehr aufspielte, um Hisoka nicht nur schlechter dastehen zu lassen, sondern sich selbst dadurch wie den größten Gönner zu inszenieren. Ganz ehrlich, die Tatsache, dass viele zwar durch die genannte Summe geschockt schienen, aber niemand sich meldete, die gleiche Summe oder höher zu spenden, sprach Bände und würde Taejin diese Inszenierung gerade nicht nur für eine Ablenkung darbieten, würde er ja ehrlich daran zweifeln, ob die anwesenden Gäste überhaupt mit dem Gedanken gespielt haben, etwas gutes bei dieser Benefiz-Veranstaltung zu tun, denn ganz offensichtlich waren nicht alle anwesenden in den Plan des Gastgebers eingeweiht. Doch vermutlich versuchte der Rest der Gäste sich nur auf dieser Veranstaltung besser darzustellen, als sie eigentlich waren... Es gab halt Gesindel in allen Gesellschaftsschichten...
      Zu seiner Enttäuschung schien allerdings Hisoka mittlerweile den Blick von Taejin abgewendet zu haben und schien nun realisiert zu haben, dass er Shin nirgends mehr sah. Nun gut, das war ein Zeichen für Taejin diese Sache schnellstens zu beenden. "Um meinen Worten folge zu leisten, habe ich außerdem für diese Veranstaltung eine kleine Überraschung vorbereitet." Taejin deutete in Richtung der Eingangstüren, zu welchen sich nun alle Anwesenden umzudrehen schienen, in Erwartung wer oder was diese Überraschung sein konnte und was sie erwarten würde. Taejin wiederum nutzte diese Chance, zückte seine Handfeuerwaffe, noch während Hisoka nach Shin Ausschau hielt und der Chaebol zielte mit seiner Waffe geradewegs auf den Stromkasten, der mit einem lauten Knall und einigen riesigen Funken komplett den Geist aufgab und gleichzteitig sämtlicher Strom im gesamten Gebäude ausfiel... und damit eben auch das Licht.
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    • ___ Shin ___

      Als sich alle Beteiligten, inklusive dem Gastgeber aufgrund besagter Überraschung zum Eingang drehten, nutzte Taejin direkt die Chance. Er war wirklich der perfekte Partner für Shin. Perfekter hätte er diesen Moment nicht abpassen können. Es gab einen lauten Knall, der komplette Saal wurde in die Shin so geliebte Finsternis getaucht und bereits die ersten Schreie ertönten. Einige schrien lautstark Schimpfworte, welche der Japaner inzwischen auf koreanisch gelernt hatte und die ach so perfekte Fassade, der so freundlichen und großzügigen Gönner, die alle nicht einmal im Ansatz versuchten Taejin Hwang die Stirn zu bieten und ebenfalls zu bieten, zeigten nun ihr wahres Gesicht. Das Gesicht welches Shin in seiner Kindheit ertragen musste, während er zur Schau gestellt wurde, als ´Projekt für gute Zwecke´, war er doch ein armes Waisenkind. Da sich der Schwarzhaarige sowohl den Aufbau des Raums als auch die direkte Position seines Ziels eingeprägt hatte, hatte er sich direkt bei Eintritt der Dunkelheit in Bewegung gesetzt. Eine Schusswaffe war in der Dunkelheit absoluter Quatsch und würde nur unnötig aufsehen erregen, weshalb Shin zu einem seiner Messer gegriffen hatte. Nicht umsonst hatte er mehr als nur eine Waffe bei seiner Arbeit und diese hereinzuschmuggeln, war die leichteste Übung. Gerade als er mit dem Messer sein Ziel attackieren wollte, spürte er Gegenwehr und vernahm eine japanische Stimme. "Netter Trick von deinem neuen Gönner, aber ich wusste von Anfang an, was du vorhast, süßer kleiner Bruder."
      Seine Stimme zitterte, er bluffte. Shin hatte sich jahrelang mit den Emotionen von Menschen beschäftigt und auch wenn es die ein oder andere Ausnahme gab, welche er nur begrenzt ergründen konnte, gehörte Hisoka nicht dazu. Er hatte von diesem Trick keine Ahnung. Das er wusste, dass Shin ihm auflauerte, ja aber nicht das genaue Vorgehen.
      Dennoch hatte es sein werter Bruder geschafft ihn zu fassen zu bekommen und auch wenn Shin von Seiya im Kampfsport unterrichtet worden war, war er im ersten Moment in der Dunkelheit ohne Orientierung mit plötzlicher Gegenwehr nicht mehr im Gleichgewicht. Gemeinsam krachten sie von der Bühne herunter auf den harten marmorierten Boden. Okay, das gab blaue Flecken. Ganz unbeschadet kam er also nicht davon, aber das war meckern auf hohen Niveau. Schnell drehte sich der Schwarzhaarige mit seinem Bruder, kassierte einen Schlag ins Gesicht, was zugegeben tatsächlich ein wenig Anerkennung verdiente, aber schaffte es sich auf Hisoka mit vollen Gewicht zu drücken, ehe er zustach. Damit Hisoka keine Geräusche von sich gab, drückte er ihm mit der Handfläche auf den Mund, während er die grausame Tat vollbrachte.
      Im Gegensatz zu damals aber prüfte er den Puls und testete, ob es wirklich vorbei war und....das war es.....
      Shin machte keinen Fehler zwei Mal und dieses Mal würde er dafür sorgen, dass dieser Mann tot blieb.
      "Gute Nacht....Bruder...."
      Da Shin befürchtete, dass das Licht bald anging, richtete er sich schnell auf, spürte einen Schmerz in der Seite, welchen er ignorierte und setzte sich blitzschnell in Bewegung. In der Hoffnung, das Taejin noch an derselbe Stelle stehen geblieben war, wie zuvor, erinnerte sich Shin erneut an den Aufbau des Raums und hastete auf seinen Liebsten in der Dunkelheit zu.
      Parfüm....
      Dieses Parfüm würde er überall erkennen. "Taejin..." schnell schnappte er sich die Hand seines Freundes. "Wir verschwinden." Seinen Geliebten mich sich ziehend, vernahm er mitten in der Dunkelheit, welche wohl nicht nur den Saal sondern das komplette Gebäude beeinflusst hatte eine Gesangsstimme. Daneben schluchzen von Kindern, aber sie wurden offensichtlich von der wunderschönen Stimme beruhigt, dass kein Geschrei ausbrach.
      Er kannte die Stimme....
      Eine Stimme so unpassend zum Fakt, dass der Besitzer auf Regelmäßiger Basis Leute verprügelte.
      Glücklicherweise waren in den Räumen zahlreiche Fenster die irgendwie Licht spendeten, sei es von Straßenlaternen die hinein schienen, dass sich Shin bei diesem spärlichen Licht zurecht fand. Dem schönen Lied folgend platzte er in den Raum, in dem der Besitzer dieser Stimme mit einer Scharr Kinder verharrte. Glücklicherweise konnten sie in der Dunkelheit nicht das Blut erkennen, welches an Shin haftete.
      "Seiya...."
      Shin wandte sich an Taejin. "Tae...ich brauch dich. Sag den Kindern und der Betreuerin auf koreanisch , dass sie hier schnell verschwinden müssen. Sie sollen keine Fragen stellen, aber direkt ins Waisenhaus zurück. Sie sollen sich verdammt nochmal beeilen. Seiya wir verschwinden."


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    • Taejin
      Dunkelheit legte sich über das gesamte Gebäude, nachdem Taejin recht gezielt auf den besagten Stromkasten geschossen hatte, nachdem er einen der billigsten Ablenkungsversuche überhaupt gestartet hatte... aber es hatte funktioniert. "Oh nein... wie konnte das nur passieren?", rief der Chaebol in einem übertrieben, sarkastischen Tonfall, während sich die Unruhe in der Menge ausbreitete und Taejin sich ziemlich sicher war, dass Shin sich gerade ausgiebig um ihren Gastgeber kümmerte. Taejin konnte nichts erkennen und in den panischen Rufen und eiligen Schritten der anderen Gäste, war es schwer etwas anderes auszumachen, weshalb der Blonde sich für das einzig sinnvolle entschied... er blieb an Ort und Stelle stehen, seine Handfeuerwaffe in einer Hand und die andere an seiner Hüfte, wo ein hässliches, gezacktes Messer schnell zum Vorschein kommen konnte, sollte er es benötigen, während er auf seinen Liebhaber wartete, der bei erfolgreichem Erledigen der Mission ihn bestimmt holen würde. Also wartete Taejin entspannt, lauschte währendessen, wie die Stimmen der Anwesenden weniger wurden, während sie durch die Dunkelheit versuchten aus dem Gebäude zu irren oder einen Lichtschalter zu finden, der wiederum aus Mangel an Strom absolut nutzlos war. Eine besonders hysterische Dame schrie die ganze Zeit "Feuer"... keine Ahnung, ob sie dachte, dass sie dann jemand schneller rettete oder ob dadurch auf magische Art und Weise das Licht wieder angehen sollte... so oder so, schien niemand sie wirklich zu beachten und die Beleuchtung blieb aus. Taejin überlegte gerade ob er sich auf einen der Stühle setzen sollte, die in der Nähe standen, doch da hatte ihn plötzlich jemand an der Hand gegriffen und während sein Gehirn sagte, dass er sich verteidigen sollte, schien der Rest seines Körpers die Person bei sich sehr schnell zu identifizieren, wodurch der Chaebol sich direkt entspannte und dem Japaner zügig folgte. "Ist es erledigt?", erkundigte sich Taejin bei ihm, während sie hinaus eilten und sich in Richtung einer sanften Gesangsstimme bewegten, die Taejin nicht erwartet hatte, aber dort war Seiya, wie er für die Kinder und ihre Betreuer sang und die Anwesenden damit zu beruhigen wusste. Überrascht starrte Taejin auf dieses dämmrig beleuchtete Szenario, ehe Shin ihn aus seinen Gedanken riss und er nach einem kurzen Nicken dem Wunsch von Shin nachkam und so diplomatisch wie möglich auf koreanisch zu verstehen gab, dass es gerade einen Nitfall gab und alle schnellstens das Gebäude verlassen mussten, um sich in Sicherheit zu bringen. Die Betreuer verstanden, sammelten schnell die Kinder ein und begaben sich zum Ausgang.
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    • ___ Shin ___

      Es sprach ziemlich gegen seine Erfolgsquote und ´guten´ Ruf, dass er Eisen in seinem Mund schmeckte und das Image bei seiner Arbeit nie verletzt zu werden, war erneut ins Wanken geraten. Für einen elenden Perfektionisten wie Shin ein einziger Albtraum. Wenn man allerdings die Umstände betrachtete, war es dennoch professionell gelöst worden. Mehr oder weniger jedenfalls. Diese ganze Mission war in den Augen des Japaners ein einziges Desaster und vieles hätte vermieden werden können. Allerdings war das Ziel erreicht und im Augenblick musste er sich damit zufrieden geben. Wichtig war jetzt nur noch, dass er seinen Geliebten und Seiya hier unbeschadet herausbrachte. Alles andere war nebensächlich. Okay und das dieser Sack dieses Mal definitiv tot blieb! Shin hatte wirklich keine Lust all das nochmal durchzustehen, denn ganz gleich wie entspannt der Japaner auf sein Umfeld wirkte, dieser Abend hatte ihn etliche Nerven gekostet und das ihm die Emotionen durchgegangen sind, was praktisch nie vorkam, hatte seinen Tribut gefordert. Er war unendlich müde und wollte nichts anderes mehr als nur noch bei Taejin zu sein und diesen elenden Abend zu vergessen.
      Es war beeindruckt was für ein Vertrauen sein Geliebter in ihn hatte, denn Taejin war wirklich einfach an Ort und Stelle stehen geblieben. War sich der Koreaner so sicher, dass Shin ihn in der Dunkelheit einsammelte? Auch wenn die ganze Situation so makaber war und der Schwarzhaarige am Ende seiner Kräfte war, musste er bei diesem Gedanken lächeln. Okay, er gab es ja zu, er war einfach verrückt nach Taejin Hwang und wer konnte es ihm auch verdenken?
      Shin hatte sich also den Blonden geschnappt, der ihm direkt folgte, als hätte er wirklich nichts anderes erwartet. Auf die Frage hin, schnaubte der Japaner. "Also bitte, ich mache keine Fehler zwei Mal. Es ist schlimm genug, dass ich überhaupt so einen Fehler gemacht habe. Bitte schreib das nicht in deine Bewertung über mich und vergib dennoch 5 Sterne, ja?"
      Wenigstens hatte er seinen miesen Humor behalten. Gemeinsam mit Taejin begab er sich auf die Suche nach Seiya und es war irgendwie recht praktisch, dass er die Stimme seines besten Freundes so gut kannte und auch das der Typ merkwürdigerweise extrem gut singen konnte. So war dieses Paradoxon auf zwei Beinen, welches sich Seiya schimpfte ziemlich schnell ausfindig gemacht. Er bat Taejin erneut um Hilfe, während er Seiya zu verstehen gab, dass sie hier verschwinden mussten.
      Dieser stand tiefenentspannt auf, klopfte sich den Staub von der Hose und wuschelte einem der Kinder vor sich durch das Haar. Diese klammerten sich regelrecht an ihn. Die Erzieherinnen schienen erleichtert, dass sie endlich mit den Kindern von diesem merkwürdigen Ort verschwinden konnten, sie sammelten die Kinder ein, welche nicht von Seiya weichen wollten, verbeugten sich vor Taejin, Shin und ihm und machten sich schnell auf den Weg zum Ausgang. Das Ziel, welches auch Shin mit den beiden wichtigsten Menschen in seinem Leben im Schlepptau ansteuerte. Kaum waren sie endlich aus diesem verfluchten Höllenloch, atmete Shin erleichtert die raue Nachtluft ein.
      Obwohl er der Jüngste in der Runde war fühlte er sich gerade zig Jahre älter.
      Seiya musterte ihn einen Moment. "Du solltest heute wohl das Licht meiden. Dein hübsches Gesicht rettet dich gerade nicht wirklich. Du siehst aus wie ein wandelnder Tatort."
      Shin welcher unter der Straßenlaterne stand bemerkte, dass sein kompletter Anzug voller Blut war, glücklicherweise nicht sein eigenes. Die einzigen Blessuren die er davon getragen hatte, waren eine aufgeplatzte Lippe und Schmerzen in den Rippen vom Sturz von der Bühne, welche sicherlich einen scheiß großen blauen Fleck als Souvenir erhalten hatten.
      Dafür das Shin in der Regel sehr sauber arbeitete und nie Spuren hinterließ, war der Anblick komplett Blutverschmiert zu sein, selbst für ihn als Auftragsmörder extrem neu. Mit dem Daumen strich er sich über die Wange und hatte direkt Blut am Finger.
      Scheiße, zum Glück war hier kein Spiegel...er sah nun wahrscheinlich wirklich aus wie das Monster, welches er nun einmal war.


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    • Taejin
      Die Kinder und ihre Betreuer waren in Sicherheit und auch Shin, Seiya und Taejin hatten es sicher aus dem Gebäude geschafft, bevor womöglich einer der bewaffneten Idioten darin noch auf die Idee gekommen wäre, wild um sich zu schießen, sobald sie realisierten, wer dort drinnen ermordet wurde... und Bestechung hin oder her, Taejin würde es hier sicher auch nicht so leicht schaffen, die Cops loszuwerden. Korupte Cops, die bei einem Einbruch in ein offensichtlich illegales Lokal wegsahen, war die eine Sache... aber der Mord an dem Gastgeber eine Benefiz Gala, welcher offenbar auch ein Teil der unteren Schicht der High Society war, war dann doch eine komplett andere Geschichte... und warum sein Liebster in Blut förmlich getränkt war, würde umso schwieriger zu erklären sein. Sie hatten sich weit genug vom Gebäude entfernt, während Sirenen in der Ferne ertönten und nun betrachtete Taejin das erste Mal den Japaner ein wenig eingehender, als sie unter einer Laterne stehen geblieben waren und Seiya kaum anders konnte, als die Optik seines besten Freundes zu kommentieren. Der Chaebol scannte seinen Lover sichtlich besorgt ab, erkannte aber keine größeren offenen Wunden, was seine Vermutung nur bestätigte, dass das Blut ausschließlich zu dessen Opfer gehören musste, allerdings schien der Schwarzhaarige etwas Schmerzen bei bestimmten Bewegungen zu haben... nun, es wäre auch mehr als erstaunlich wenn Shin komplett unbeschadet diese Nacht überstanden hätte. Instinktiv streckte Taejin seine Hand nach Shin aus und legte sie auf dessen Arm, während er ihn immer weiter musterte und dabei seine Augenbrauen leicht zusammenzog. "Ich kenne jemanden in der Nähe... er kann sich deine Verletzungen anschauen und dir frische Kleidung geben. Ich befürchte, wenn wir nämlich weiter so hier herumlaufen, werden wir definitiv von jemandem entdeckt und sobald die Leiche gefunden wird, werden mit Sicherheit auch all Fahrzeuge in der Nähe überprüft..."
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    • ___ Shin ___

      Auch ohne Spiegel oder Seiyas Bemerkung wusste er, dass er gerade absolut schrecklich aussah. Wenn er wirklich so sehr in Blut getränkt war wie er sich fühlte, fragte er sich mit wie viel unnötigen Gefühlen, welche für Shin absolut untypisch sind, er eigentlich auf seinen Bruder eingestochen hatte. Das war ein verflucht langer Abend gewesen und der Japaner war psychisch absolut am Ende und das sollte schon etwas heißen, da er eine sehr starke mentale Verfassung besaß. Anders hätte er sein Leben auch nicht führen können, dennoch war es ihm nicht wohl dabei, dass ihn Taejin gerade berührte. "Nicht. Ich will nicht, dass du das Blut dieses Bastards auf dir hast." Er der in der Regel an Taejin haftete wie ein Magnet - zugegeben ein sehr hübscher Magnet - trat einen Schritt von seinem Liebsten zurück. Der pure Gedanke, dass das Blut dieses Mannes auch nur ansatzweise in die Nähe von Taejin kam, war für ihn kaum zu ertragen. Es war schon schlimm genug, dass er sowohl seinen Geliebten als auch Seiya da mit hinein gezogen hatte und das sie ihn so sehen mussten, mehr würde er heute wahrscheinlich nicht mehr verkraften. "Es geht mir gut, aber aus den Klamotten würde ich wirklich gerne raus." murmelte Shin und seufzte dankbar bei der Vorstellung, dass er aus den Sachen herauskam. "Dir geht es also gut,mh?" Die Unaufmerksamkeit seines besten Freundes ausgenutzt, stupste ihm Seiya in die Rippen, woraufhin Shin das Gesicht schmerzhaft verzog.
      "Soviel dazu.", brummte der Japaner, woraufhin ihm Shin einen finsteren Blick zu warf, den wahrscheinlich jeden einschüchterte, außer eben Seiya. "Seiya, ich bring dich um."
      "Jaja..." der Underground-Kämpfer winkte lässig ab und blickte mit einem sanften Lächeln, welcher mal wieder so überhaupt nicht zum Image eines Typen der andere Leute verprügelte passte, zu Taejin.
      "Bitte pass auf den Sturkopf auf und lass ihn von einem Arzt untersuchen. Ich denke ich werde jetzt dann mal verschwinden, passt auf euch auf. " er griff kurz nach der Hand des Koreaners um diese zu schütteln. "Ich hab mich gefreut dich kennenzulernen Taejin. Du bist echt süß, kein Wunder, dass du Shin so den Kopf verdrehst hast."
      "Seiyaaaaa..."kam es mahnend von Shin, woraufhin sein bester Freund nur lachte. "Schon gut, ich fass deinen Freund ja nicht an." dennoch beugte er sich kurz zu Taejin, um ihm etwas ins Ohr zu flüstern, dass Shin nicht verstand. "Danke Taejin, wirklich." daraufhin löste er sich von ihm, grinste seinen besten Freund provokativ an. Einfach nur weil er ihn so gerne ärgerte.
      "Was hast du ihm gesagt?!"
      "Gar nichts. Du bist echt niedlich, wenn du so böse schaust."
      Shin seufzte schwer, während Seiya nur lachend die Hand zum Abschied hob und sich von den beiden entfernte. Shin blickte nun doch fragend zu Taejin. "Was hat er dir gesagt?"


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    • Taejin
      Er war gar nicht erst für Diskussionen in diesem Moment aufgelegt, stattdessen hatte Taejin nur die Augen verdreht als Shin darauf bestand, dass er nicht das Blut berühren sollte und als er auch noch beteuerte, dass es ihm gut ging, hätte der Chaebol ihm am liebsten ins Gesicht geschrien, wie lächerlich er gerade klang. Zum Glück schien Seiya allerdings Taejins Meinung zu teilen und ebenso zu sehen, dass der Auftragskiller eben nicht topfit war, weshalb er ohne zu zögern ein wenig nachhalf, um die verletzte Stelle des Japaners ausfindig zu machen. Noch während Shin mit schmerzverzerrtem Gesicht zusammenzuckte und seinen besten Freund verfluchte, verschränkte Taejin die Arme vor der Brust und war sich nur umso sicherer, dass er den anderen schnellstens untersuchen lassen würde. "Denk gar nicht erst dran, das herunter zu spielen, sonst trete ich nochmal richtig nach, damit ich dich dann zu einem Arzt schleifen kann...", murrte Taejin in diesem Moment wenig für Späße zu haben, aufgrund seiner Mischung von ehrlicher Sorge und Frustration, dass Shin sich ernsthaft hatte verletzen lassen. Als Seiya sich dann aber verabschiedete, Taejin als süß betitelte (was er nur mit einer erhobenen Augenbraue kommentierte) und sich dann aber bei dem Koreaner bedankte... schlich sich doch zumindest ein kleines Lächeln auf seine Lippen und er winkte nur ab. "Ich kümmer mich schon um ihn...", war alles was er dem anderen erwiderte, ehe dieser nun tatsächlich sich auf den Weg machte und Shin versuchte aus Tae herauszubekommen, was Seiya gesagt hatte. "Das ist grad bestimmt nicht dein Problem.", erwiderte Taejin mahnend, funkelte Shin sogar streng und ein wenig angepisst an, während er erneut nach dessen Arm griff und sich diesmal nicht abwimmeln ließ. "Mitkommen.", war alles was der Chaebol sagte, während er seinen Liebsten durch dunkle Gassen zerrte, nur um wenige Minuten später vor einer heruntergekommenen Tür eines kleinen Häuschens stehen blieb, über dessen Eingang eine Straßenlaterne immer wieder flackerte und dabei ein surrendes Geräusch von sich gab. Ein kleines Neonschild in Form eines grün-weißen Kreuzes schilderte das Gebäude aus, wenngleich die Neonröhren darin defekt schienen. Taejin zögerte nicht und klopfte einmal... zweimal... dreimal stark an die Tür, wobei das "geschlossen"-Schild auf der Rückseite des Fensters fast schon unter der Vibration zu wackeln schien. Als Taejin dazu ansetzte ein viertes Mal zu klopfen, vernahm er von der anderen Seite genervtes, japanisches Fluchen, während die Tür geöffnet wurde und Taejin und Shin von einem paar Augen eingehend gemustert wurden, während das dazugehörige Gesicht klare Müdigkeit und Genervtheit ausstrahlten. "Wieso habe ich das Gefühl, dass du mich nicht nur aus Freundschaft besuchst?", murrte der junge Mann auf koreanisch mit starkem japanischen Akzent, während er sich mit seiner Hand über das Gesicht fuhr und ohne zu fragen, wer Shin war und warum er blutüberströmt war, öffnete er die Tür weiter und kehrte selbst in die Räumlichkeiten zurück mit den Worten. "Kommt rein."

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    • ___ Shin ___

      Taejin war wirklich richtig wütend, dabei war die Wunde von Shin wirklich nur halb so wild. Sie war ja nicht einmal von seinem bescheuerten Bruder gekommen, sondern weil er mit ihm von der Bühne gefallen war. Höchstwahrscheinlich geprellt, also nicht der Rede wert. Klar war es nicht gerade angenehm, wenn der Idiot Seiya da einfach mit seinen Hulk-Kräften dagegen piekte, aber Shin entschied, dass es klüger war jetzt einfach den Mund zu halten. Zwar war sein Liebster selbst verärgert eine absolute Augenweide, aber wenn er ihm das nun mit seinem typisch frechen Grinsen sagen würde, würde ihn der Koreaner umbringen und das Problem war, dass Shin nicht wusste, ob er sich gegen Taejin wehren würde. Scheiße, der Japaner hatte wirklich nie vor seine Gefühle so tief gehen zu lassen. Während Seiya noch ein Lächeln bekommen hatte, war der Schwarzhaarige förmlich mit Blicken bestraft worden. Shin verabschiedete sich daher fast ein wenig schmollend von seinem besten Freund während Taejin hinterher trottete, der ihn gerade ein wenig an einen fiesen blonden Tornado erinnerte. Er war sich nicht ganz sicher wohin ihn sein Freund führte. Diese geheimnissolle Gasse wirkte eher wie der perfekte Ort um jemanden abzustechen. Jetzt war es soweit, Taejin erschlug ihn. Fast hätte Shin Witze gerissen, aber der Ältere brodelte immer noch vor sich hin und er wollte nicht wie die arme Tür enden, der es sicherlich Leid tat, dass sie überhaupt existierte. Shin hatte tatsächlich Mitleid mit dem armen Holzstück, so wie Tae dagegen hämmerte, könnte man glauben das Stück wäre sein neuer Todfeind.
      Ein wenig erinnerte ihn diese verratzte Hütte an früher und es fühlte sich glatt ein wenig nostalgisch und nach Heimat an. Schließlich hatte Shin jahrelang in solchen Gegenden gewohnt. Seine Zeit auf der Straße würde man aus ihm nicht mehr herausbekommen. Seiya hatte ihn oft als Straßenkatze betitelt. So merkwürdig war der Vergleich nicht einmal. Als er ein lautes genervtes japanisches Fluchen vernahm, zauberte ihm das direkt ein Grinsen ins Gesicht. Der Mann der ihnen die Tür öffnete war anders als erwartet. Irgendwie hatte Shin bei der Vorstellung eines Arztes im letzten Loch von Korea irgendwie einen ergrauten Typen erwartet, humorlos und komplett durchgeknallt. Der Kerl der ihnen die Tür öffnete war jung und abgesehen von krassen Augenringen die darauf deuten ließen, dass er kaum geschlafen hatte, sah er extrem gut aus.
      "Du hast echt einen Hang zu den merkwürdigsten Leuten, Süßer." murmelte Shin als er mit seinem Freund dem merkwürdigen ominösen Arzt folgte.


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    • Taejin
      Er schleifte Shin förmlich mit sich, was der Auftragskiller geschehen ließ... nun ja, hätte er sich weiter gewehrt, hätte er sich nicht nur sicher sein können, dass Taejin ihm nochmal einen kräftigen Kick auf seine Rippen versetzen würde, sondern auch, dass er mit Sicherheit nicht im selben Bett wie der Chaebol schlafen würde... was wahrscheinlich die schlimmere Strafe war. Zielstrebig ging Taejin voran, nur um wenig später an einer alten Tür, in einer schäbigen Gasse zu hämmern, als würde er sie eintreten, wenn der Besitzer dieser Praxis nicht schnellstens die Tür aufmachte. Zu seinem Glück hatte sich der schwarzhaarige, übermüdete Arzt nach dem dritten Hämmern an der Tür doch entschieden diese zu öffnen, wenngleich er wenig begeistert wirkte Taejin mit Anhang zu sehen... so wie er aussah, war er vermutlich gerade aus seinem Bett gekrochen...
      Shins Bemerkung strafte Taejin nur mit einem strengen Blick. Er war immernoch sauer und würde es erst nicht mehr sein, wenn sein Lover behandelt war.
      "Haben wir dich geweckt...?", fragte Taejin währendessen eher beiläufig ihren Gastgeber auf japanisch, als wäre das eine ganz normale Begrüßungsfloskel und als würde er die Antwort eigentlich nicht unbedingt hören wollen. Besagter Japaner wiederum drehte sich gar nicht erst für eine Antwort um, sondern lief geradewegs an einem kleinen heruntergekommenen Wartezimmer, sowie an einer Tür mit einer aufgedruckten "1" vorbei, ehe er eine kleine, schäbige Küche betrat, deren einzige Einrichtung aus einem kleinen Tisch, einem Stuhl, einer Kaffeemaschine, sowie einem Tiernapf auf dem Boden bestand. Taejin hob eine Augenbraue und musterte letzteren Gegenstand, welcher als einziges recht neu und gut gefüllt mit Trockenfutter war. Das war neu...
      "Muss er zusammengeflickt werden?", kam der junge Arzt wiederum direkt zum Punkt und deutete mit seinem Kinn in Richtung von Shin, während er seine Kaffeemaschine mit Pulver befüllte und unabhängig von der Uhrzeit die Maschine ansetzte...
      "Das Blut ist nicht von ihm, er ist aber trotzdem an den Rippen verletzt.", erwiderte Taejin geradezu, was zu einem leichten Aufblitzen in dem Blick des Mannes führte, als er realisierte, dass jemand so nah an Shin so viel Blut verloren hatte... vermutlich konnte er sich etwas denken, doch er sagte nichts weiter dazu. Stattdessen blickte der Schwarzhaarige zu Shin. "Koreanisch? Japanisch? Englisch?"
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    • ___ Shin ___

      Verteidigend hob er die Hände. Er sollte wohl besser nichts mehr von sich geben, bis sein Liebster nicht seinen Willen bekommen hatte. Der Japaner hatte Taejin ja schon ab und an die geladen erlebt, allerdings war dafür bislang noch nie er der Grund gewesen. Ziel der Wut von Taejin Hwang zu sein, war alles andere als angenehm. Allerdings viel mehr aus dem Grund, dass er wenn er jetzt nicht nachgab, heute von dem Koreaner nicht mehr viel haben würde und nach dem Abend war ihm definitiv nicht danach auf dem Sofa zu schlafen. So viel zu seinem Ziel heute ein wenig von seinem Liebsten betüdelt zu werden. So schloss der Japaner also seinen Mund, seufzte und folgte dem Hellhaarigen Wirbelwind. Es war ja süß, dass sich er sich solche Sorgen um ihn machte, aber die ganze Geschichte war wirklich halb so wild. Ja, sein Ruf ohne einen Kratzer aus Missionen herauszukommen hatte extrem gelitten und vor allem sein Ego, aber das wars dann auch schon wieder. Wenigstens hatte Taejin ein neues Opfer gefunden und Shin war sich sicher, dass die arme Tür gerade ihr komplettes Dasein verfluchte. Der Besitzer war wahrscheinlich auch nicht gerade glücklich darüber, dass jemand um die Uhrzeit wie ein Berserker an seiner ohnehin schon ramponierten Türe hämmerte. Noch etwas mehr und diese krachte zusammen.
      Besagter Besitzer, ein wortkarger attraktiver Mann hatte sich als zwielichtiger Arzt herausgestellt, aber in Anbetracht der aktuellen Situation und Shins Berufswahl konnte er sich nun wirklich nicht leisten wählerisch zu sein. Außerdem war er schon in weitaus heruntergekommeneren Arztpraxen. Tatsächlich hatte all das hier einen nostalgischen Charakter für ihn. Während er sich also interessiert umblickte um vielleicht Hinweise auf die Identität dieses Mannes zu erhaschen, war er fast schon perplex als man endlich mal ihn wieder ansprach. Shin hätte am Liebsten seinen Geliebten gefragt, ob er jetzt wieder sprechen durfte, aber Taejin war eindeutig noch nicht in Stimmung für Shins Sarkasmus, also schluckte er es hinunter. Schweren Herzens, die Vorlage war so gut und doch fiel ihm die Entscheidung ziemlich leicht, wenn die Gefahr bestand heute nicht im Bett von dem hübschen Koreaner schlafen zu dürfen. Also hielt Shin die Klappe. Wann war er eigentlich so handzahm geworden?
      Sein Blick richtete sich auf besagten Arzt. "Japanisch oder englisch.", antwortete er also knapp. Die Vorsicht bekam man aus Shin nicht heraus und als er bemerkte das nun Dr. Strange hier seine Aufmerksamkeit nicht mehr Taejin sondern ihm widmete, beobachtete Shin absolut jede Bewegung. Er hatte einfach zu viel in seinem Leben erlebt, um fremden Leuten zu vertrauen. Arzt hin oder her. Würde er etwas dummes versuchen, würde er ihn töten.


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    • Taejin
      "Nun das macht es zumindest leichter...", erwiderte der Doc nun in seiner Muttersprache und nickte leicht, ehe er seinen fertig gefilterten Kaffee in eine Tasse goss, diese in seine Hand nahm und dann voran ging, um den Raum mit der aufgedruckten "1" zu betreten. Auch dieser Raum war nicht mehr der neuste, dennoch aber sauber und roch nach Desinfektionsmittel. In der Mitte des Raumes stand eine metallene Liege, die ein paar bedenkliche Dellen aufwies, welche Faustabdrücken beinahe zu ähneln schienen. Der schwarzhaarige Doc stellte seine Tasse auf dem nahegelegenen Tisch ab, sobald er einen Schluck von dem Heißgetränk genommen hatte und nachdem Taejin und Shin ebenfalls den Raum betreten hatten, ging er zu der Tür hinüber, zu welcher sie soeben hineingekommen waren, und verriegelte sie. Taejin Augenbrauen zogen sich dabei sofort zusammen und kurz fragte er sich, ob es eine gute Idee gewesen war hierher zu kommen? "Müssen wir Angst haben?", fragte Taejin ein wenig verwirrt, woraufhin er ein Augenrollen erntete, während der Doc wieder in Richtung von Shin lief und ihm mit einer einfachen Geste bedeutete sein blutgetränktes Oberteil auszuziehen. "Ich bin mir sehr sicher, dass in einem verschlossenen Raum mit euch beiden... ICH eher das Opfer wäre.", murrte der Dunkelhaarige in Andeutung auf die blutdurchtränkte Kleidung, die Waffen die Tae und Shin an sich trugen und die Tatsache, dass seine Kampfskills bei Null lagen. "Spaß beiseite... ER kann Türen öffnen...", war schließlich das letzte Argument des Mannes, weshalb er gerade die Tür geschlossen hatte und Taejin dachte an den Napf zurück... In der Zwischenzeit zog der Doc ein paar sterile Handschuhe über seine Hände und machte sich bereit Shin zu untersuchen.
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