❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • ___ Seongwha ___

      Da zum Abend der Club mit Leuten überfüllt sein würde, hatte Mingi vorgeschlagen sich am frühen Morgen zu treffen. Es war ein stürmischer Wind aufgezogen, welcher so stark war, dass kein Haarspray dieser Welt hätte die Haare des Mafiabosses retten können. Er seufzte regelrecht deprimiert, während er in einem schwarzen Trenchcoat und Sonnenbrille an einer Backsteinwand eines alten Hauses gegenüber des Clubs lehnte und versuchte sein Haar irgendwie davon abzuhalten ihn wie eine Wetterhexe wirken zu lassen. Alles in allem sah er zwar immer noch aus, als würde er sich gerade für den Laufsteg fertig machen, aber eitel wie er nun einmal war, störte ihn der Fakt seiner fliegenden Haare. Zudem war es scheiße kalt, weshalb er sich ein wenig mehr in den hohen Kragen seiner Jacke kuschelte. Warum musste es auch in dieser Herrgottsfrühe sein? Er hatte mit dem Polizisten vereinbart, dass sie durch das Fenster, welches Seongwha bereits das letzte Mal als Eingangstür verwendet hatte, in das Gebäude einstiegen und das ganz ohne Durchsuchungsbefehl. Der Mafiaboss war richtig stolz auf seinen schlechten Einfluss. Wenn er schon mit einem Bullen arbeiten musste, dann wenigstens auf seine Art. Gut zugegeben hatte Mingi verlangt, dass sie absolut niemanden verletzen durften, ganz gleich was passierte, aber sollte jemand ihnen eine Waffe vor die Nase halten, würde er den Polizisten vor sich schieben. Schließlich wollte der sich nicht wehren. Seongwha hatte nicht vor durchlöchert zu werden. Von Weitem erkannte er bereits den strengen Gang des Polizisten und grinste leicht. Ob das wohl noch eine alte Angewohnheit vom Militär war? Seongwha stieß sich von der Wand ab und lief über die Straße und somit Mingi entgegen. Er war definitiv kein Morgenmensch, hatte aber glücklicherweise bereits einige Tassen Kaffee intus bevor er sich mit Mingi hier getroffen hatte. Dennoch überkam ihn ein Gähnen. Wenigstens war es um sie herum extrem ruhig, fast beängstigend ruhig und Seongwha wurde das Gefühl nicht los, dass sie beide noch eine böse Überraschung erwartete.



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    • Mingi
      Er war sehr zeitig aufgestanden, hatte vor seinem Treffen mit Seongwha noch einmal einen Abstecher auf das Revier gemacht, wo um diese Uhrzeit noch niemand anzutreffen war, ehe er sich auf den Weg zu ihrem Treffpunkt begeben hatte. Er hatte sich auf halbem Weg noch einen Kaffee geholt, den er nach kürzester Zeit vernichtet hatte und wenngleich er kurz erwogen hatte Seongwha ebenfalls einen mitzubringen, passte das doch kaum zur Situation. Sie wollten schließlich in ein Gebäude einbrechen und da würde eine Kaffeepause wohl kaum Sinn machen. Also hatte er sich dagegen entschieden und war schlichtweg zu ihrem verabredeten Ort beim Club gekommen, wo Seongwha bereits auf ihn zu warten schien. Mingi musterte Seongwha knap als er sich ihm näherte, ehe er ihm zur Begrüßung knapp zunickte. "Steht dir.", entgegnete er schlicht und geradezu sachlich, als wäre es eine Tatsache und kein Kompliment, ehe er auch schon seine gesamte Aufmerksamkeit dem Club widmete, der aktuell zu war und in dessen Nähe sich auch kaum Leute befanden. Die wenigen Leute die um diese Uhrzeit auf den Straßen unterwegs waren, waren entweder jene, die auf den Weg auf Arbeit waren oder von ihrer Nachtschicht auf dem Heimweg waren.
      " Bist du schon lange hier? Gab es bisher irgendwelche nennenswerte Bewegung?" Zugegeben machte es Mingi immer noch nicht sonderlich glücklich illegal in einen Club einzusteigen, egal wie legitim ihr Grund dafür auch war, allerdings hatte er durchaus eingesehen, dass ein Durchsuchungsbefehl wahrscheinlich zu lange dauern würde und ihre Täter auch definitiv vorgewarnt werden würden. Mingi hatte nach wie vor keine Zweifel, dass irgendjemand im Revier ein Maulwurf war, wenngleich er noch nicht genau wusste, wer es war. Solange würde er einfach niemanden vertrauen...

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    • ___ Seongwha___

      Das Mafiaoberhaupt gehörte eher zur verfrorenen Sorte, was wohl auch der Grund war, weshalb ihm Hongjoon chronisch irgendwelche Mäntel, Jacken oder Handschuhe schenkte, als hätte er Angst sein Boss und bester Freund könnte jämmerlich erfrieren. Zugegeben war das irgendwie niedlich, vor allem wenn das von jemanden kam, der lautstark fluchte und sich ständig aufregte. Hongjoon war auch der einzige, der Seongwha überhaupt Geschenke machen durfte, ohne das sich der Schwarzhaarige unwohl fühlte. Er wurde so oft von seinen Clanmitgliedern beschenkt, was der junge Mann instant zurückwies, weil er es nach wie vor nicht gewohnt war Geschenke ohne Hintergedanken zu erhalten. Er wusste, dass seine Jungs dies taten, weil sie ihn aufrichtig mochten, aber er hatte es gerade Mal bei seinem besten Freund geschafft, Aufmerksamkeiten zu akzeptieren und sich zu freuen. Eine ganze Armada war da doch ein wenig zu viel verlangt. Wobei Hongjoon ohnehin darauf bestand, dass die Jungs doch zugeben wollten, dass sie Seongwha insgesamt vögeln wollten. In den Augen seines besten Freundes war offenbar jeder ein Perverser und er hütete seinen Boss wie ein abgerichteter Dobermann. Bei dem Gedanken grinste Seongwha belustigt in seinen ledernen Trenchcoat. Wie auch immer hoffte er, dass er Mingi richtig einschätzte, dass dieser zur überpünktlichen Sorte Mensch gehörte, denn sonst würde er hier wirklich festfrieren, da er untypisch für ihn viel zu früh da war. Es ging allerdings um einen Einbruch, da wollte Seongwha keine modische Verspätung als Grund für irgendwelche Probleme haben.
      Sein Blick wanderte durch die leeren Straßen. Es war wirklich absolute Stille. Bis auf ein paar Leute, welche offenbar von der Nachtschicht kamen oder ihnen eine extreme Frühschicht bevor stand, war ziemlich tote Hose. Die wenigen verlorenen Seelen waren so im Halbschlaf, dass man sich eher Sorgen musste, dass sie gegen Laternen liefen, als das sie einen Einbruch bemerkten. Bei dem Gedanken an Laternen, kam ihm Mingi in den Sinn. Ein Glück hatte er ein Foto davon gemacht. Daran würde er ewig zerren, wenn er mal wieder sauer auf einen Bullen war. Beim Thema Mingi, tauchte dieser dann tatsächlich pünktlich auf die Minute auf. Er wusste doch sein Streber-Polizist war vorbildlich pünktlich. Irgendwie war es nach wie vor nicht passend, dass der Kerl für einen Vorzeigepolizisten so gut aussah. In Seongwhas Welt waren attraktive Bullen lediglich Pornovorstellungen und die tatsächlichen Bullen total fehl in ihrem Beruf. Mingi war wirklich ein Einhorn. Als sein Einhorn also auf ihn zukam und beiläufig erwähnte, dass Seongwha sein Outfit stand, blinzelte er verwirrt. Hatte er sich da verhört? Schlief er noch? Er hatte ja mit vielem gerechnet, aber nicht mit einem Kompliment von Mingi am frühen Morgen. Ihm brannte auf der Zunge nachzufragen, ob er schon wieder betrunken sei. Allerdings war zu perplex und antwortete "Ähm...danke. Dir auch."
      Sowas...
      Mingi kam aber sehr schnell wieder zurück zum eigentlichen Thema, woraufhin auch der Schwarzhaarige wieder ernst wurde. "Nicht wirklich. Lediglich ein paar arme Schweine, die entweder von der Arbeit kommen oder zur Arbeit gehen. Alle komplett übermüdet und mit sich selbst beschäftigt. Lass uns anfangen, bevor sich das ändert." Er umrundete mit Mingi das Clubgebäude. Der Hinterkopf war mit einem Metallgitter-Zaun umrundet. Seongwha nahm Anlauf und sprang mit dem Fuß gegen das Metallgitter, welches nachgab und ihm genug Schwung gab, damit er nach oben gelangen und über den Zaum springen konnte. Im Hinterhof angekommen, öffnete er die Tür des Zauns für Mingi. "Wir müssen zu dem Fenster.", Der Mafiaboss deutete auf eines der Fenster, welches ungefähr in Höhe eines ersten Stockwerks war.


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    • Mingi
      Seongwha sah genauso müde aus, wie Mingi sich im Moment fühlte, allerdings war er pünktlich gewesen, was der Polizist dementsprechend positiv wahrnahm und sich dagegen entschied den Dunkelhaarigen auf seine Müdigkeit anzusprechen. Stattdessen kommentierte er knapp das Outfit des anderen, was Seongwha offenbar bereits so sehr zu überraschen schien, sodass er zu stottern begann und Mingi beinahe mit großen Augen anblickte. Damit hatte er definitiv nicht gerechnet und man konnte ihm ansehen, dass er mit sich selbst rang, wie genau er jetzt darauf antworten solle... umso nüchterner fiel die Antwort dann darauf aus und Mingi nutzte die Chance um direkt zum wichtigen Punkt zu kommen. Offenbar war wirklich niemand in der Nähe, der ihrem Plan einen Strich durch die Rechnung machen könnte und der Polizist hoffte inständig, dass das auch so bleiben würde. Er selbst zückte ein schwarze, neutrale Cap aus seiner Tasche, als sie sich dem Gebäude näherten und setzte es auf. Kaum hatten sie den Hinterhof betreten, folgte auch eine simple schwarze OP Maske, die er aufsetzte, bevor er seinen Blick umherschweifen ließ. Er wusste nicht, ob hier irgendwo womöglich Kameras installiert waren und er musste sichergehen, dass er definitiv nicht erkannt wurde. Aus seiner Hosentasche holte er ein kleines PDA und aktivierte einen Störsender für ihre unmittelbare Nähe... Er wollte wirklich absolut kein Risiko eingehen und er war sich sicher, dass es selbst für Seongwha ungünstig werden könnte hier entdeckt zu werden.
      Schließlich wandte er sich wieder seinem kriminellen Partner zu, der ihn auf ein Fenster hinwies, durch welches er wohl zuletzt in den Club eingestiegen war. Es war geschlossen. "Wie hast du es das letzte mal geöffnet oder war es zu dem Zeitpunkt bereits offen?" Zugegeben Mingi war nicht unbedingt geschickt im Knacken von Schlössern und Fenstern, womöglich hatte Seongwha aber durchaus die geeigneten Fähigkeiten dazu.
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    • ___ Seongwha ___

      Der Schwarzhaarige musterte Mingis neue Verwandlung mit der Maske und der simplen schwarzen Cap. Sein kleiner Offizier sah nun ziemlich zwielichtig aus, wie Seongwha positiv feststellte und grinste amüsiert. "Gefällt mir.", schnurrte er zufrieden. Im Gegensatz zu Leuten wie einem Taejin Hwang meinte jemand wie Seongwha solche Kommentare nicht anzüglich, meistens eher amüsiert oder tatsächlich einfach anerkennend, weil ihm wirklich etwas gefiel. Leider war der Ruf des Schwarzhaarigen aber fast schon schlimmer als der von dem verwöhnten Hwang-Balg, weshalb Seongwha mit solchen Sätzen ziemlich aufpassen musste. Nicht, dass ihn die Meinung anderer wirklich scherrte. Man hatte sich schon seit er klein war immer selbst zusammen gesponnen, wie man Seongwha sehen wollte. Das hatte sich je älter er wurde eigentlich nur verschlimmert. Allerdings kannte Mingi seinen Ruf nicht, zumindest ging der Mafiaboss davon aus, weshalb er dies auch kommentierte. Er zog ein wenig am Schild der Kappe und grinste. Seongwha selbst hatte ebenfalls einen schwarzen Mundschutz aufgesetzt und eine Sonnenbrille. Eine Kappe kam bei seinem Haar nicht in Frage. Als er sie in den Hinterhof geführt hatte und auf das Fenster deutete, sah Seongwha bei der Frage von Mingi grinsend zu ihm. Schade das man dies hinter der neuen Maskerade so überhaupt nicht erkannte. "Sicher, dass du das wissen willst? Aber gut, sagen wir ich bin ziemlich gut in solchen Dingen." Sie liefen in Richtung des Fensters. Glücklicherweise war es nicht sonderlich hoch. Entweder Seongwha machte es wie gerade eben mit dem Zaun oder sie suchten sich etwas. Letztes Mal hatte er fast einer Einladung gleichend einen Container in der Nähe gefunden, auf den er steigen konnte. Da sie dieses Mal aber zu zweit waren, sollte er vielleicht wirklich nach dem Container Ausschau halten. Dieser war natürlich beseitigt worden, war klar. "Zeit für eine Kletterrunde Mingilein."


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    • Mingi
      Der Kommentar von Seongwha ließ Mingi kurz inne halten, aber er sagte nichts weiter dazu. Stattdessen versuchte er das Thema zu überspielen, wurde aber im nächsten Moment von dem Dunkelhaarigen an seiner Cap näher gezogen, was den Polizisten kurz aus der Fassung brachte. Er blickte dem anderen lediglich überrascht in die Augen... ehe er einen Schritt nach hinten machte, um sich von Seongwha ein Stück zu entfernen und seinen Fokus wieder auf das Gebäude zu richten. Das Fenster durch das Seongwha zuvor eingestiegen war, war etwas erhöht und würde nicht ganz einfach werden ohne Hilfsmittel da heranzukommen. Als Seongwha also die Optionen die ihm zum heraufklettern durchging und durchdachte, lehnte sich Mingi bereits mit dem Rücken an die Hauswand, ging ein wenig mehr in die Knie und stemmte sich dann mit seinem Körper gegen das Haus. Kurz testete er aus, wie sicher er so stehen konnte, ehe er auch schon seine Hände zusammenverschränkte und mit den Handflächen nach oben in Seongwhas Richtung deutete. "Ich helfe dir hinauf... so müsstest du an das Fenster herankommen. Wenn du denkst, dass du mit meinem Gewicht klarkommst, könnte ich dann versuchen mit deiner Hilfe hinaufzuklettern.", bot der Polizist recht nüchtern an. Er hatte solche Sachen mehrfach in seiner Ausbildung geübt, weshalb diese Übung für ihn alles andere als abwegig war. Und so lenkten sie auch in der Nachbarschaft deutlich weniger Aufmerksamkeit auf sich, als wenn sie nun nach Leitern oder Kletterhilfen suchen müssten, nur um durch dieses Fenster einsteigen zu können. Nicht ganz so offensichtlich musterte Mingi dabei Seongwhas Körper. Der Mafiaboss wirkte im ersten Moment nicht sehr schwer oder extrem muskulös, das könnte aber auch durchaus täuschen, schließlich zeigte sich soetwas an jedem Körper anders. Dennoch war sich Mingi sehr sicher, dass er den anderen definitiv hochheben könnte.
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    • ___ Seongwha ___

      Ehrlich gesagt hatte er mit der Reaktion des Polizisten nicht gerechnet. Fast passiv und schüchtern. Der Schwarzhaarige fühlte sich plötzlich fast schon dämlich, obwohl er diese Geste gar nicht flirtend gedeutet hatte. Entweder war Mingi tatsächlich schüchtern was Nähe anging oder aber der Ruf des Mafiabosses war auch bei seinem Einhorn gelandet. Seongwha tippte auf Letzteres und eine erschreckend deprimierende Ernüchterung machte sich in ihm breit. War klar...
      Der Schwarzhaarige wandte sich nun ebenfalls ab, lies das Thema ruhen und prüfte nun ihre Umgebung. Als er plötzlich aus den Augenwinkeln erkannte was der Polizist vor hatte, hob er eine seiner perfekt gezupften Augenbrauen. Was man hinter der Sonnenbrille nicht erkannte - verdammt.
      Früher hatte er das nicht gekonnt und als Teenie immer geübt, weil er solche Gesichtsausdrücke in Cartoons witzig gefunden hatte. Je älter er wurde, desto schwerer war sich diese Macke wieder abzugewöhnen.
      "Das ist süß, aber wie du gesehen hast, komm ich gut da hoch. Was dein Gewicht angeht...ich bitte dich, du bist wohl kaum ein Panzer und ich nicht aus Zucker." Seongwha dankte Mutter Natur dafür, dass sie ihn mit extremer Sportlichkeit gesegnet hatte, zumindest in solchen Dingen. Das er nicht einmal Fahrrad fahren konnte, ließ man mal gekonnt außer Acht. Er wollte sich nicht so berühren lassen oder Mingi zu nahe kommen, weshalb er sich dafür entschied es ähnlich wie vorhin zu machen.
      Mit seinen langen Beinen machte er also einige Schritte zurück, nahm Anlauf und nutzte den Schwung um sich mit dem Fuß an der Wand abstützen und hochzuspringen. Glücklicherweise erwischte er mit der Hand wirklich das Fensterbrett und konnte sich hochziehen.
      Der zweite Stock wäre deutlich problematischer gewesen.
      Grinsend saß er nun auf dem Fensterbrett, ließ die Beine baumeln und sah zu dem Polizisten. "Sei wenigstens etwas beeindruckt."
      Er reichte dem anderen nun die Hand.
      Seongwha hoffte nun tatsächlich, dass sein Mingilein kein Panzer war.
      Er war sportlich und fit, keiner der im Fitnessstudio Gewichte hob.


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    • Mingi
      Irritiert blickte Mingi Seongwha hinterher. Warum hatte er sich so aufgespielt, wenn er zum Schluss gar keine Hilfe benötigte? Das brachte zumindest den Polizisten in eine komische Lage in diesem Moment, weshalb er es vermied noch irgendetwas dazu zu sagen. Es fühlte sich ein wenig so an, als würde sich Seongwha über den Cop lustig machen, dass dieser ihm hatte helfen wollen und der Dunkelhaarige musste sich einmal mehr in Gedächtnis rufen, dass Seongwha eben nicht aus Kreisen kam, wo man Hilfe annahm... oder sie schätzte. Selbstsicher und einen Hauch arrogant kletterte der Mafia Boss also die Wand hinauf und Mingi wünschte sich beinahe, er wäre nicht auf dessen Hilfe angewiesen hinaufzuklettern, sondern könnte mit eigenen Mitteln hoch gelangen. Noch war es nicht zu spät, um einfach das Schloss der Eingangstür zu knacken und sich so Zutritt zum Club zu beschaffen, wobei das im Nachhinein wohl deutlich auffälliger wäre.
      Auf Seongwhas empörte Einforderung eines Kompliments schüttelte Mingi nur schweigend den Kopf und beließ es dabei. Die Worte könnten Arroganz oder eine Art Selbstbestätigung aufgrund von Sympathie gegenüber des Polizisten bedeuten... und zweiteres bezweifelte Mingi ganz stark, weshalb er wenig Lust hatte die Selbstverliebtheit des anderen noch zu befeuern.
      Stattdessen machte er einige Schritte von der Hauswand weg, verharrte einen Moment, ehe er schließlich lossprintete und den Momentum nutzte, um von der Hauswand sich nach oben abzustoßen und schließlich die Hand des anderen zu ergreifen, während seine andere Hand nach dem Fensterbrett griff und er sich darauf hinauf zog. Kurz blickte er noch einmal hinunter. Sollten sie dort drinnen erwischt werden und würden sie erneut durch das Fenster fliehen müssen, könnte ein Sprung von hier oben zwar weh tun... würde allerdings keine schlimmeren Verletzungen mit sich tragen, solange sie beim Landen nicht blöd auf dem Boden aufkamen... sehr gut. Mingi kannte gerne sein Auswege in Notsituationen. Er hob wieder den Blick und sah zum Fenster, durch das sie nun eintreten würden. "Nach dir."
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    • ___ Seongwha ___

      Natürlich war der Polizist nicht auf sein Kommentar eingegangen, hätte den Schwarzhaarigen auch noch mehr überrascht, als die schüchterne Reaktion von vorhin oder das Kompliment am frühen Morgen. Sie beide gaben ein schrecklich merkwürdiges Gespann ab. Seongwha fühlte sich wie in einer Comedyserie und wartete lediglich auf das aufgenommen Gelächter im Hintergrund. Warum gab es das eigentlich? Der Mafiaboss hatte die Art von Soundeffekt schon immer gehasst. Es wirkte einfach nur erbärmlich. Seongwha hatte Sitcoms schon immer gehasst. Nur wenn er sie beide so ansah, fühlte es sich tatsächlich ein wenig so an...
      Der junge Mafiaboss beobachtete den Polizisten wie dieser Anlauf nahm und sich zugegeben sehr beeindruckend nach oben schwang, um nach der Hand des anderen zu greifen. Okay, tatsächlich war Mingi schwerer als angenommen, aber das würde er nicht zugeben, ihn nach oben zu ziehen hatte er dennoch geschafft. Ein Glück sah Hongjoon sie beide nicht.
      Der Dunkelhaarige wandte sich nun dem Fenster zu, während Mingi wohl die Höhe analysierte und zückte einen Schraubenzieher. Fenster ohne spezielle Sicherung waren so kinderleicht zu öffnen, es war langweilig. Allerdings war wohl kaum jemand außer ihnen so lebensmüde in einem der Clubs von Big Fish einzubrechen, weshalb sich die Leute dort spezielle Fenster sparen.
      Er drückte den Schraubenzieher unter das Fenster und drückte einige Male an gewissen Stellen, ehe sich dieses langsam in Bewegung setzte und grinste zufrieden. Damit stieg zwar Mingis Abneigungsparameter im Gegenüber sicherlich, aber es war ja nicht so, als würde ihn die Meinung eines Bullen sonderlich kümmern.
      Seongwha öffnete das Fenster und stieg vorsichtig in den Raum, ehe er zu dem anderen blickte.


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    • Mingi
      Sie hatten es beide auf das Fensterbrett geschafft und während Mingi die Distanz zum Boden abschätzte und die Fluchtoptionen erwog, hatte Seongwha einen Schraubendreher gezückt und begonnen damit das Fenster zu öffnen. Mingi kannte die Methode. Einbrecher und Diebe nutzten diese Methode am häufigsten und der Polizist hatte nicht wenige Tatorte gesehen, an dessen Fenstern Spuren von eben dieser Methode zu sehen waren. Er kommentierte es nicht, wusste dass ihn das nun zwar helfen würde, aber auch durchaus seine Spuren am Fenster hinterließ. Es würde also kein Geheimnis bleiben, wie sie hier herein gekommen waren. Mingi wartete ab, bis das Fenster offen war und Seongwha in den Raum eingetreten war, ehe auch der Polizist eintrat, das Fenster hinter ihnen wieder zuschob und anschließend seinen Blick im Raum umherschweifen ließ. Diesen Raum hatte Mingi bei seinem letzten Besuch hier nicht gesehen und er schien mehr eine Art Abstellkammer zu sein, als tatsächlich aktiv für den Club benutzt zu werden. Mingi erkannte in einer Ecke Putzutensilien, übereinandergestapelte Stühle und ein Staubsauger, der allerdings schon bessere Tage gesehen hatte. Auf der anderen Seite des Raumes war ein kleiner Tisch mit einem übervollen Aschenbecher auf dessen Mitte platziert. Offenbar wurde dieser Raum aktiv von den Mitarbeitern hier für Raucherpausen genutzt. Mingi verzog unbewusst bei dem Gedanken leicht das Gesicht. So exklusiv der Club unten auch wirkte, Räume wie diese wirkten wohl in jeder Einrichtung heruntergekommen und absolut schäbig... Mingi konnte ein Lied davon singen, wenn er an die Räumlichkeiten seines Reviers dachte. Wieso kümmerte man sich immer nur darum nach außen alles schön erscheinen zu lassen, während die Mitarbeiter inmitten von Dreck und Müll lebten.
      Mingi wandte sich wieder ab und steuerte schließlich mit Seongwha die Tür an, um aus dem Raum zu gelangen.
      "Wo müssen wir entlang?"
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    • ___ Seongwha ___

      Natürlich war das nicht die eleganteste Art einzubrechen und es gab deutlich bessere Wege, aber der Mafiaboss wollte kein Geheimnis daraus machen, dass hier jemand eingestiegen war. Nein, er würde hier noch für ein wenig Ärger sorgen und nicht nur Fake-Bulle spielen. Wenn herauskommt, dass in dem Schuppen hier eingebrochen wurde werden einige Köpfe rollen und somit einige Störenfriede das Zeitliche segnen, welche zu Big Fish gehören und dem Seongwha im Weg stehen. Ist doch praktisch, wenn der Sack seine eigenen Reihen selbst ausmerzt. Als sie eingetreten waren, waren sie in einer Art Besenkammer gelandet, einer etwas größeren Besenkammer. Was auch immer der Raum darstellen sollte, es war eindeutig gegen den Ästhetiksinn des Schwarzhaarigen, weshalb er die Nase kraus zog und sich schüttelte. Wurde Zeit, dass sie hier wieder verschwanden. Der Staubsauger sah auch aus, als wäre er aus der Antike und selbst eingestaubt. Er war froh, dass auch Mingi hier wieder herauswollte und ging mit dem Polizisten zur Tür. "Wir müssen den kompletten Gang entlang, die letzte Tür. Dort ist ein Besprechungsraum und im Boden eine Tür, welche in den Untergrundkeller führt.", erklärte der Schwarzhaarige. Plötzlich hielt Seongwha inne, packte Mingi am Arm und legte seinen schlanken Zeigefinger auf seine eigenen Lippen, ehe er ein Tonloses "pss" formte. Sie öffneten die Tür nur einen kleinen Spalt und entdeckten dort zwei Kerle mit Millimeterhaarschnitt, Schultern so breit wie sie hoch waren in schrecklichen Anzügen. Darunter trugen sie Hawaiihemden. Echt jetzt? Er atmete erleichtert aus. "Alles gut. Die beiden sind dumm wie Brot. Warte.", flüsterte er leise und zückte sein Handy ehe er eine Aufnahme laut abspielen ließ.
      "Wan! Ji-Suk! Sofort in mein Büro!" es war die Stimme von dem Vorgesetzten der beiden, sozusagen der Chefbodyguard. Glücklicherweise war nicht er im Gang, sondern nur die beiden Trottel, welche so wenig Gehirnzellen besaßen, dass sich Seongwha wirklich nicht sicher war, wie die beiden Kerle überlebten. Die Typen zuckten zusammen, was in Anbetracht der Größe an einen zitternden Jeti erinnerte und sie stürmten los. Die beiden dachten nicht daran, woher das Geräusch kam, was aber ohnehin klar war. "Weiter geht's?" schnurrte Seongwha amüsiert und öffnete nun die Tür. Der Gang war frei und außer Dumm und Dümmer, welche Tagsüber Wache hielten höchstwahrscheinlich kaum einer dort. Am Tag geschah hier schließlich nicht viel und die beiden konnten nicht viel falsch machen. Außer zum Prügeln taugten sie ja auch nichts und das würden sie hinkriegen, wenn sie jemanden entdeckten. Nun WENN. Die beiden waren unglaublich stark, allerdings auch unglaublich dumm. Mit Mingi schlich sich der Mafiaboss dann zur letzten Tür des Gangs, welche natürlich verschlossen war. Seongwha zückte aus dem Trenchcoat ein kleines schwarzes Etui, in dem er allerhand kleine Dittrichs und Einbruchswerkzeug hatte und machte sich dann am Schloss zu schaffen. Es vertrautes Klick und sie konnten spurlos hinein.


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    • Mingi
      Seongwha hatte ihm beschrieben wie sie zu diesem ominösen Keller gelangen konnten und erst einmal klang das auch gar nicht so schwer, bis sie bereits beim Versuch den Raum zu verlassen auf ihr erstes Hindernis stießen. Offenbar gab es Wachen, die tagsüber hier im Gebäude patrouillierten, um zu gewährleisten, dass hier nicht eingebrochen wurde. Sinnvoll und dennoch für Mingi ein wenig ärgerlich. Die beiden wirkten nicht gerade wie die hellsten Kerzen auf dem Leuchter, ihre Statur machte aber dennoch etwas her und wenngleich Mingi ziemlich gut im Zweikampf war, bezweifelte er durchaus, dass er mit ihnen im Thema Kraft mithalten konnte. Kämpfen wäre also ausgeschlossen... schon allein weil ein Polizist sich ohnehin bei einem illegalen Einbruch nicht gerade in einen Kampf verwickeln lassen sollte. Doch Seongwha schien für dieses Problem bereits eine Lösung zu haben und während der Mafia Boss direkt sein Handy zückte und eine Aufnahme abspielte, die nicht nur qualitativ fragwürdig war, sondern bei den beiden Idioten auch noch funktionierte und diese von ihrer aktuellen Position weglockte, starrte Mingi Seongwha beinahe entsetzt an. Für einen Moment schwieg er nur und ließ seine Blicke Bände sprechen, ehe er sich leicht räusperte. "Will ich wissen, warum du diese Aufnahme auf deinem Handy hast und du auch noch weißt, dass die bei den beiden funktioniert?", erkundigte sich Mingi schließlich, ehe er sich mit Seongwha in Bewegung setzte und sie sich ihren Weg zu besagter Tür bahnten, die zwar verschlossen war, die allerdings von Seongwha auch innerhalb kürzester Zeit mit einem Dietrich geknackt wurde und ihnen Zutritt gewährte. Mingi kommentierte das nicht weiter, entschied sich Seongwha weiter den Vorrang zu lassen, da dieser den Weg kannte und zu dem wohl auch keine Hindernisse kannte. Warum war Mingi gleich noch einmal mitgekommen? Er fühlte sich gerade ein wenig nutzlos, entschied es sich aber von der positiven Seite zu sehen... er würde an die Informationen gelangen, die er brauchte, ohne auch nur selbst sich bemühen zu müssen. Gab definitiv schlimmeres...
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    • ___ Seongwha ___

      Er liebte den Gesichtsausdruck von Mingi und hätte am liebsten los gelacht, was in Anbetracht ihrer Heimlichkeit wohl wenig sinnvoll war, weshalb er sich dies so gut er konnte verkniff. Ihm war ja bereits mehrfach ausgefallen, dass sein Polizisten-Einhorn ein Meister der Gesichtsakrobatik war. Jedenfalls sprachen sowohl seine Blicke als auch Reaktion meistens Bände. Seongwha entschied sich ihn aber mit einem strahlenden Lächeln anzusehen, ehe er ein "Nein.", säuselte. Nein, das wollte Mingi nicht wissen und der Mafiaboss würde auch den Teufel tun und ihm dies verraten. Wenn der Schwarzhaarige so alles an der Nase herumführte, sollte er wohl kaum einem Polizisten erzählen. Jedenfalls konnten sie sich nun einen Weg bahnen und während Seongwha die nächste verschlossene Tür öffnete, trottete ihm Mingi nach wie ein kleines Hündchen. Nun die kriminelle Schiene war eben nichts für seinen Vorzeigepolizisten. Wenigstens sparte sich der Kerl irgendwelche blöden Kommentare, immerhin kamen ihm Seongwhas kriminelle Talente entgegen. Als die Tür offen war, steuerte der Schwarzhaarige den unglaublich hässlichen Flokati-Teppich an, der schön klischeehaft besagte Falltür unter sich verbarg. Sein Blick wanderte noch einmal zu Mingi. Er wusste ja schon wie der andere allein auf die Bilder reagiert hatte. All das in real zu sehen, würde wahrscheinlich nicht gerade angenehm für den Kerl werden. Der Dunkelhaarige sparte sich dennoch die Frage, ob Mingi das wirklich wollte, da der Polizist in all seiner Rechtschaffenheit wohl auch kotzen in Kauf nahm. So öffnete er also das nun letzte Schloss das sie vor ihrem Ziel trennte, brach dabei einen Dittrich ab, was ihn verärgert mit der Zunge schnalzen ließ und öffnete die blöde Lucke. Als sie die knarrenden Stufen hinunter gingen, erwartete sie direkt das gleiche was auch Seongwha bereits gesehen hatte. Man machte sich wohl nicht die Mühe die Mädchen und Jungen, welche dort gefangen gehalten wurden, auch nur Ansatzweise wenigstens am Tag in Ruhe zu lassen. Nein sie hingen immer noch an ihren Ketten, ächzten wohl nach dem nächsten Schuss oder beteten vielleicht auch einfach nur, dass irgendwer die Gnade hatte sie zu erlösen. Viele waren immer noch high, einige verletzt und der Großteil einfach nur komplett nackt. Der Gang war düster, bot aber genug erbärmliches Licht um das Trauerspiel zu erkennen. Einige Zellen waren inzwischen leer. Seongwha hoffte für die armen Seelen, dass sie ihre letzte Tortur einfach nicht überlebt hatten. Sein Gesichtsausdruck blieb auch wie beim letzten Mal komplett emotionslos. Er deutete mit den Finger den Gang entlang. "Dort hinten war ein Gästebuch, was sicherlich weg gesperrt wurde. Du wirst einige der Namen kennen."


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    • Mingi
      Er entschied sich, dass Unwissenheit eben doch manchmal ein Segen war und hinterfragte nicht weiter, weshalb Seongwha so genau über die Wachmänner und ihre Dummheit Bescheid wusste. Stattdessen folgte er seinem unkonventionellen Partner weiter durch die Gänge, nachdem die Luft endlich rein war und sie blieben erst wieder stehen, als eine verschlossene Tür ihren Weg blockierte. Sofort zückte Seongwha Dietriche und begann die Tür zu knacken, was definitiv Mingi am wenigsten am heutigen Tage überraschte. Es hätte ihn viel mehr schockiert, wenn Seongwha keine Schlösser knacken könnte. Während der Mafia Boss also beschäftigt war, blickte sich Mingi ein wenig mehr in den Gängen um, die sie durchquert hatten und er blieb schließlich vor dem Flucht- und Rettungsplan des Gebäudes stehen, welcher unweit des Treppenhauses hing und einen Überblick über alle Räume und deren Zu- und Ausgänge gab. Er zückte sein Smartphone und machte sicherheitshalber ein Foto von der Übersicht, wobei er durchaus der Meinung war, sich diesen bereits erfolgreich eingeprägt zu haben... dennoch, man wusste ja nie...
      Als sich die Tür hinab mit einem Klicken öffnete und Seongwha im gleichen Moment seinen Dietrich zerbrach, kehrte Mingi zu ihm zurück und gemeinsam begaben sie sich die Treppen hinunter. Was sie allerdings erwartete drehte Mingi nicht nur den Magen herum, er musste sich auch komplett zusammenreißen, seine innere Gedankenwelt, nicht sofort nach außen tragen. Alles in ihm schrie, diese Menschen sofort hier herauszuholen und zu retten, dennoch wusste er, dass es nach wie vor sehr riskant war, wenn er von sich aus das Revier beauftragen würde. Es stand nach wie vor Korruption im Raum und er wollte nicht, dass das hier vertuscht wurde. Er würde sich etwas anderes überlegen, sobald sie hatten, was sie brauchten. Es kostete ihn sämtliche Selbstbeherrschung sich nur auf das Buch zu konzentrieren, welches wohl am Ende des Ganges eingesperrt sein sollte... und tatsächlich. Mingi und Seongwha entdeckten das dicke Buch mit ledernem Einband in einer Vitrine aus Glas, welche mit einem Schloss verschlossen war. Ein kurzer prüfender Blick verriet Mingi, dass es sich um kugelsicheres Glas handelte, was es automatisch ausschloss dieses einzuschlagen. Der Polizist betrachtete kurz das Schloss, zückte dann aus seiner Tasche eine Art Taschenmesser, mit simplen Dietrichaufsätzen hervor, mit denen er das Schloss in nicht einmal einer MInutes geöffnet hatte. Sobald die Tür der Vitrine aufschwang, begann er Bilder von jeder einzelnen Seite des Buches zu machen, die er in seiner Cloud abspeicherte, während er sich verbal an Seongwha richtete. "Hast du ein Wegwerfhandy dabei? Du musst für mich einen Anruf tätigen..."
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    • ___ Seongwha ___

      Sein Blick war ausdruckslos, leer und ohne irgendeine Emotion als er mit Mingi durch den Gang lief, in denen die armen Seelen auf ihr Ende warteten. Es überraschte den Mafiaboss manchmal noch immer, wie sehr er sich an solche Anblicke gewöhnt hatte. Er wollte sich nicht daran gewöhnen, aber in dieser Welt war er aufgewachsen. Der Schwarzhaarige hatte bereits als Kind gelernt, dass Menschen Monster waren und das er ebenso eines sein musste, damit er überlebte. Er glaubte schon so lange nicht mehr an das Gute im Menschen - nicht, dass er daran jemals geglaubt hätte - und Superheldengeschichten hatte er immer gehasst. Er wurde noch nie gerettet, er rettete sich selbst und das würde er auch weiterhin. Sein Blick wanderte zu Mingi, der selbst im Dunkeln kreidebleich aussah und ein wenig beneidete er den anderen sogar um diese Emotion. Seongwha fragte sich oft wie viel er von sich selbst abgetötet hatte, um so zu werden wie er nun einmal war und wie Mingi es schaffte noch an so etwas wie die Polizei zu glauben. Vielleicht würde sich das mit dem Buch direkt ändern. Als sie also den dunklen Gang entlang liefen und er dem Polizisten von besagten Gästebuch erzählte, staunte er ehrlich gesagt nicht schlecht wie schnell dieser an das Buch gekommen war. Schloss geknackt.
      "Sie werden so schnell erwachsen. Ich bin richtig stolz ein schlechter Einfluss zu sein.", schnurrte der Schwarzhaarige äußerst zufrieden über das neu entdeckte Talent seiner unfreiwilligen Begleitung. "Ich sagte dir ja bereits, dass du einige Namen kennen wirst, wenn du weiterblätterst. Sieh es als meine letzte Warnung an dich.", das war alles was der Schwarzhaarige sagte, als Mingi durch das Buch blätterte und Bilder machte. Er würde bald auf so einige bekannte Polizeinamen treffen. Hohe Tiere, welchen man nicht so einfach etwas anhaben konnte und Seongwha hatte sich bereits gedanklich darauf vorbereitet einen Schritt zur Seite zu machen, sollte sich der andere bei dem Anblick übergeben wollen. Mingi erkundigte sich nach einem Wegwerfhandy bei ihm und der Mafiaboss nickte daraufhin. "Sicher."


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    • Mingi
      Nachdem er die Vitrine geknackt hatte, hatte er auch schon begonnen die einzelnen Seiten dieses schrecklichen Gästebuchs zu fotografieren und je weiter er in diesem Buch kam, umso mehr bekannte Namen erkannte er. Polizisten. Politiker. Idols. Schauspieler. Die Anzahl an großen Persönlichkeiten, die sich einer großen Beliebtheit in der Öffentlichkeit erfreuten war geradezu beängstigend und Mingi hätte es bevorzugt, wenn es sich dabei nur um Berühmtheiten gehandelt hätte, die ohnehin einen schlechten Ruf hatten oder denen man soetwas zutraute. Doch in diesem Buch standen Idols, die ein unschuldiges und liebevolles Image genossen und denen bisher nie etwas schlechtes nachgesagt werden konnte. Egal ob männlich oder weiblich... die Menschen waren wohl im verdorben.
      Mingi schluckte ein wenig schwer, als er den Namen des Polizeipräsidenten las, sowie einige weitere leitende Polizisten, die alles hier in Seoul kontrollierten. Ihm war speiübel, doch er zwang sich unter Kontrolle zu bleiben. Stattdessen erkundigte er sich bei Seongwha nach einem Wegwerfhandy, welches dieser natürlich direkt bei sich trug.
      Mingi zückte selbst sein Smartphone, suchte aus seinem Adressbuch eine Nummer heraus und hielt diese schließlich Seongwha hin, damit er diese abtippen konnte. "Ruf dort an. Das ist eine nahegelegene Feuerwache, die ich sehr gut kenne. Ich vertraue den Leuten dort. Gib dich nicht zu erkennen und sag nicht mit wem du hier bist. Ich möchte, dass du deine besten Schauspielkünste auspackst und ihnen panisch davon berichtest, dass an dieser Adresse Rauch aus dem Gebäude kommt und du panische Schreie gehört hast. Danach legst du auf. Ich weiß, dass das hier alles unter den Tisch gekehrt wird und nichts davon in die Medien gelangen wird, aber so werden die Leute hier wenigstens erst einmal aus diesem Loch gerettet und der Schuppen wird zumindest temporär dicht gemacht. Wir haben die Infos die wir erstmal brauchen und genaueres analysiere ich daheim an meinem Laptop..."
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    • ___ Seongwha ___

      Der Mafiaboss beobachtete jede einzelne Gesichtsregung des Polizisten und fragte sich, wann er das letzte Mal selbst so menschlich reagiert hatte wie es Mingi tat. Der Kerl war professionell bei der Arbeit, ließ sich nicht beeinflussen, hatte aber seine Menschlichkeit behalten. Seongwha versuchte gedanklich zu schätzen, wie lange es wohl dauern würde bis Mingi korrupt wurde und ebenso wie alle anderen Polizisten, die der Schwarzhaarigen kennengelernt hatte, versagte. Die Polizei, die Seongwha kennengelernt hatte, hatte noch nie jemanden gerettet. Weder ihn noch sonst irgendjemanden, den der Untergrundboss kannte. Wann wohl Mingi soweit war und erkannte, dass diese Welt in der er glaubte rechtschaffend zu sein, einfach nur verdorben war? Seongwha sprach diese Gedanken nicht laut aus, sondern wartete ab bis der andere seine Bilder machte. Als sein Polizisteneinhorn nach einem Wegwerf-Handy fragte, was nur eines von vielen war, die Seongwha besaß, hatte er ja mit vielem gerechnet aber nicht damit. Ein wenig perplex blinzelte der Schwarzhaarige. "Ich soll schauspielern." wiederholte Seongwha als würde er nochmal sicher gehen, dass er sich nicht verhört hatte. Mingi kannte die Leute und würde wohl an der Stimme erkannt werden, aber er bat hier gerade einen Mafiaboss, ein panisches Opfer zu spielen. Da Mingi keine Mine verzog und das offenbar wirklich ernst meinte, seufzte der Schwarzhaarige schwer und nahm das Handy an sich.
      "Warum tu ich das nochmal für dich?", brummte er und räusperte sich, als er das Tuten vernahm. Seongwha war unter Prostituierten groß geworden, nicht als Prostituierter, nur um da klarzustellen, auch wenn Seongwha gegen diese Leute absolut nichts hatte. In seinen Augen waren gerade sie es, die am ehrlichsten waren und es gab kaum bessere Schauspieler. Mal ehrlich die Leute schauspielerten ihr ganzes Leben. Niemand konnte dem Schwarzhaarigen weiß machen, dass jemand das besser konnte, als diese Menschen. Es war schon etliche Jahre her, aber vielleicht konnte er sich noch an die ein oder andere Schauspielshoweinlage von damals erinnern, die er beobachten durfte, wenn sie ihm Geschichten erzählt hatten. Er räusperte sich kurz, als er vernahm wie jemand am anderen Ende der Leitung erklang. "FEUER! Schnell, sie müssen umgehend kommen...bitte...ich.....oh Gott, was soll ich tun.....beruhigen....ich bin ruhig verdammt! Das Nachbarhaus brennt verdammt, wie soll ich da bitte ruhig bleiben? Ich höre Schreie....Adresse.......Adresse....." Seongwha atmete tief durch als müsste er sich vor lauter Panik zusammen reißen und die Adresse überlegen. Okay, er musste tatsächlich über die Adresse nachdenken, aber das mussten die Leute ja nicht wissen. Glücklicherweise fiel sie ihm wieder ein und er nannte den genauen Standort. "Bestimmt haben die Leute wieder zu wild gefeiert...ich hab es ihnen immer wieder gesagt! Aber nein, auf mich hört niemand. Nun fahren Sie schon! Schnell,....Oh Gott der Rauch..."Seongwha hustete und legte auf. Als hätte er nicht gerade zig Emotionen preisgegeben, blickte er nun komplett neutral zu Mingi. "Zufrieden Mr. Polizist? Nun lass uns hier verschwinden, bevor deine Freunde auftauchen. Ist mir alles etwas zu viel Gutmensch für einen Tag. Ich hab mein heutiges Pensum erreicht"


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    • Mingi
      Das Gesicht, dass Seongwha machte, als Mingi ihn fragte die Feuerwache anzurufen, sprach Bände und beinahe erwartete der Polizist vehemente Widerworte... doch Seongwha überraschte den Cop. Der Mafia Boss brummte nur kurz, zückte aber tatsächlich sein Wegwerfhandy, tippte die Nummer ein, die ihm Mingi hinhielt und rief tatsächlich bei der Feuerwache an. Dabei holte Seongwha seine besten Schauspielkünste hervor, die er wohl tief in sich bisher vergraben hatte. Ein wenig verdutzt beobachtete Mingi das Schauspiel... eine halbherzige Darbietung hätte wahrscheinlich auch gereicht, um die Feuerwehrleute zu alarmieren und in Bewegung zu setzen, doch Seongwha hatte solch eine panische Darstellung gegeben, dass Mingi fast schon Sorge hatte, die Feuerwehr würde hier in wenigen Sekunden bereit stehen. Sie mussten hier wirklich raus, bevor er hier noch entdeckt wurde. "Danke.", murmelte Mingi schlicht an Seongwha gerichtet, nachdem dieser sein Telefonat beendet hatte und schließlich nickte Mingi einverstanden auf Seongwhas Vorschlag hier zu verschwinden. Um Dumm und Dümmer nicht erneut über den Weg zu laufen, hatten sie sich entschieden auf dem gleichen Weg das Haus zu verlassen, wie sie hereingekommen waren... die Tür zu diesem Pornokeller hatten sie allerdings bewusst sperrangelweit auf gelassen. Die Feuerwehr sollte keine Probleme haben dort hinab zu finden. Mingis ganzes Wesen sträubte sich zwar dagegen hier einfach zu verschwinden, ohne diesen Menschen zu helfen, allerdings hoffte er inständig, dass die Feuerwehr sie endlich aus dieser Hölle holte... nach dem heutigen Tag würde Mingi definitiv doch einen oder zwei Drinks benötigen... er war sich nicht einmal sicher, ob er heute überhaupt schlafen könnte... er bezweifelte es stark...
      Kaum waren sie wieder zum Fenster hinaus, hörte man schon näherkommende Sirenen und sobald sie wieder zurück aus dem Grundstück geklettert waren, erkannte Mingi einige Feuerwehrwagen unweit von ihnen. Er erkannte einige der uniformierten Leute und schob sich automatisch seine Cap tiefer ins Gesicht, wandte sein Gesicht ab und entfernte sich gezielt vom Tatort... ihm war speiübel.
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    • ___ Seongwha ___

      Fast schon hätte Seongwha das verdutzte Gesicht des anderen niedlich gefunden, aber eben auch nur fast. Mingi war nach wie vor ein gottverdammter Bulle und die waren nun einmal nicht niedlich. Der Schwarzhaarige hatte eindeutig zu viele gute Taten heute vollbracht, er bekam davon schon Schüttelfrost. Wurde Zeit hier zu verschwinden. Glücklicherweise sah der Polizist dies ebenso und stimmte zu dieses Drama hinter sich zu lassen. Während Seongwha einfach hinaus ging, sah man Mingi an, wie schwer es ihm fiel nicht direkt den armen Seelen zur Hilfe zu eilen. Sie hatten allerdings sämtliche Türen offen gelassen, sodass die Feuer schon blind und taub sein müsste, um nichts mitzubekommen. Keine Sekunde zu früh waren sie hinter dem Zaun verschwunden, da rauschte schon die Sirenen der nächsten Männer in Uniform an ihnen vorbei. Offenbar waren Mingis Freunde deutlich schneller zur Stelle als die Polizisten Seouls. Vorbildlich, wenn Seongwha nicht auch den ein oder anderen korrupten Feuerwehrmann schon getroffen hätte. Allerdings war seine Abneigung gegen die netten Herren deutlich geringer als die gegen die Polizei. Sein Blick wanderte zu Mingi, der trotz Verkleidung kreidebleich war. "Wenn deine Freunde nicht komplett beschränkt sind, werden sie die Leute schon rausholen." Aufmuntern lag ihm wohl wirklich nicht, weshalb er sich ein wenig überfordert über die Wange strich oder eher gesagt über den schwarzen Mundschutz. "Du...hast was du wolltest? Lass den Laden hochgehen. Ich hab mir jetzt eindeutig einen Abend ohne weitere gute Taten verdient." Seongwha wollte jetzt eigentlich das Weite suchen, hielt aber mitten im Gehen inne und musterte Mingi, welcher wirklich wirklich wiiiirklich bleich war. "Hey...du kotzt mir jetzt aber nicht auf die Straße oder?" Er legte den Kopf leicht schief. "Brauchst du was, damit du einfach mal durchpennst sobald du Heim kommst und den Anblick bis morgen früh vergisst?"


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    • Mingi
      Hier einfach herauszugehen und die Rettung dieser armen Seelen anderen zu überlassen war eigentlich gegen so ziemlich alles wofür Mingi nun einmal stand, dennoch konnte und durfte er in dieser Situation nicht mehr machen und selbst wenn das Risiko groß war, dass das hier nie an die Öffentlichkeit geraten würde, da diverse Sponsoren dieser Sache Geld investieren würden, um die Presse zum Schweigen zu bringen, tröstete es Mingi zumindest ein wenig, dass diese Menschen nun gerettet werden konnte. Eilig hatten Seongwha und er das Gebäude verlassen und sich zügig von den Feuerwehrautos entfernt, ehe das eben gesehene und erfahrene Mingi so wirklich erreichte... Seine Hautfarbei glich wahrscheinlich mittlerweile einer Kalkwand und Übelkeit überkam ihn. Ihm war so unfassbar schlecht und er musste sich stark zusammenreißen sich hier nicht vor dem Mafiaboss einfach zu übergeben. Er hatte das Gefühl, dass er so schnell nichts wieder im Magen behalten könnte... Zumindest nicht die nächsten Tage...
      Eigentlich war er der Meinung, dass Seongwha sich bereits in Bewegung gesetzt hatte, um zu gehen, schließlich hatte sich dieser gerade mehr oder weniger von Mingi verabschiedet... hielt der Mafiaboss plötzlich inne und erkundigte sich bei Mingi um sein Wohlergehen und ob er "etwas zum schlafen und vergessen" benötigte. Mingi blickte immer noch mit seiner Selbstbeherrschung ringend zu Seongwha auf und schüttelte den Kopf. "Ich nehm keine Drogen.", war seine knappe Antwort, ehe er sich leicht vorbeugte, seine Hände auf seinen Knien abstützte und tief durchatmete, während er gedanklich immer wieder bis zehn zählte, nur um erneut von vorne anzufangen. Sein Kreislauf machte jetzt komplett schlapp und daran war gerade höchstwahrscheinlich seine Psyche Schuld. Sollte er es in den nächsten Tagen schaffen einzuschlafen, würde er wahrscheinlich von massiven Alpträumen geplagt werden. In solchen Momenten hasste er es zumindest ein klein wenig Polizist zu sein... Mordkomission... und Spezialeinheiten bezüglich Kinderpornografie wären nie etwas für ihn gewesen.
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