❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

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    • ___ Shin ___

      Eines musste Shin seinem Freund ja lassen, mit ihm wurde es nie langweilig. Der Auftragsmörder hatte sich gefragt, wie es wohl nach der Sache mit dem Verräter unter den Hwangs und Virus weiterging. Schließlich hatten sie das erfolgreich aus der Welt geschafft. Der Schwarzhaarige war Berufsmörder und er würde Aufträge brauchen. Er hatte nicht vor das Taejin sein Sugardaddy wurde, auch wenn das irgendwie eine erotische Vorstellung war, wenn man das mal etwas weiterfantasierte. Allerdings handelte es sich bei Shin um einen ziemlichen Workaholic und er hatte die Tage vor den Koreaner zu fragen, ob er auch wenn er weiterhin für Taejin angestellt war, nicht nebenher Aufträge annehmen könnte. Es war krank, aber schließlich war dieser Job das was er wirklich konnte ...
      Er war verkorkst und das seit Jahren. Taejin hatte aber bereits den nächsten Ärger angezogen und Shin konnte nicht zulassen, dass seinem Lover etwas passierte, also würden die Aufträge warten müssen. Taejin zu beschützen ging ihm über alles andere. Shin fragte sich ja, wie er zu einem Bodyguard geworden war. Kits Bruder klang nach einem harten Brocken, denn in der Stimme des Koreaners schwang eine leichte Ehrfurcht mit. Er war also eindeutig eine ganz andere Hausnummer als sein kleiner Bruder oder die bisherigen Leute, die aufgetaucht waren. Der Japaner war ehrlich gesagt ein wenig neugierig. Er hörte dem attraktiven Blondschopf aufmerksam zu. "Bilde ich mir das ein oder hast du fast schon Respekt vor dem Kerl?", hakte Shin interessiert nach, ehe sich sein Lieblingskoreaner schon dem Handy zuwendete, damit er Kaoru anrufen konnte - erfolglos. Kitty war wohl spurlos verschwunden und Shin seufzte leicht. Wenn er im Dienst war und seine Zielobjekte ausfindig machte, suchte er schließlich auch und war darin extrem talentiert. Allerdings war es hier in der Regel eher so, dass er aus Mordzwecken forschte und nicht weil er Sorge tragen musste, dass jemand noch am Leben war. Das dürfte definitiv eine andere Art der Herausforderung werden. Der Japaner zückte sein Handy und tippte eine Nachricht. "Ich werde jemanden dazu befragen, schick mir bitte ein Bild von Kit aufs Handy. Ich versuche ein wenig Kontakte spielen zu lassen. In der Regel dauert das eine Woche, aber so viel Zeit wirst du wahrscheinlich nicht haben. Vielleicht können wir den Big Bro ein wenig hinhalten."


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    • Taejin
      Respekt? Shin lag mit seiner Annahme nicht ganz falsch, wenngleich Taejin vor allen größeren Clans Respekt hatte. Das hatte für ihn nichts mit Sympathie zu tun sondern mit gesundem Menschenverstand. Alle Clans waren eben in gewisserweise immernoch Konkurrenz und es wäre dumm seine Konkurrenz zu unterschätzen. "Ich würde durchaus sagen, es ist ein gewisser Respekt den ich vor ihm habe. Ich kenne ihn nicht so gut, aber er nimmt seine Clanaufgaben ernst und repräsentiert diesen angemessen. Wir sind lediglich weit davon entfernt auch nur ansatzweise auf einer Wellenlänge zu sein und die Tatsache, dass er seinen kleinen Bruder sehr liebt und von dessen Schwärmerei für mich extrem wenig hält... macht es kaum besser. ", erläuterte der Hwang-Erbe ein wenig zögerlich, wusste aber, dass er eine Interaktion mit ihm nicht umgehen könnte, sollte der Mann tatsächlich hier auftauchen. Es gab nicht viele Menschen mit denen er es vermied zu interagieren... aber er war ganz klar einer dieser Menschen.
      Taejin hatte sein Glück bei Kaoru versucht, der aber auch nur wenig helfen konnte, sich kurz bei seinem Boss dafür entschuldigte, was der Koreaner beiseite schob. Wäre auch zu schön gewesen... Auf Shins Frage nach einem Foto von Kit konnte Taejin zwar nicht helfen, da er nicht unbedingt von jedem Geschäftspartner Fotos auf seinem Smartphone hatte, doch in seinem Telefonat mit Kaoru hatte dieser erwähnt, dass er ein paar Schnappschüsse von Kit in der Bar hatte. Er hatte sich wohl amüsiert wie niedlich der Chinese war, wenn er zu viel trank, weshalb er das ein oder andere Foto und Video gemacht hatte. Es dauerte nicht lange, da hatte er diese Taejin geschickt und dieser hatte sie an Shin weitergeleitet. Sie waren vielleicht nicht die vorteilhaftesten Bilder von Kit, aber dennoch konnte man den jungen Mann darauf sehr gut erkennen und womöglich könnte ihnen das weiterhelfen.
      "Danke", murmelte schließlich Taejin, aufgrund des Hilfsangebots seines Freundes. Seit Shin und er beinahe unzertrennlich waren schien das Leben eben doch ein wenig leichter zu sein.
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    • ___ Shin ___

      Nun das konnte ja heiter werden. Shin hatte eine extrem gute Menschenkenntnis und so wie er den Bruder aus der Erzählung seines Liebsten einschätzte, würde dieser sicherlich morgen bereits auf der Matte stehen. Shins Kontakte waren zwar schnell, aber so schnell nun auch wieder nicht. Blieb nur zu hoffen, dass sich der Chinese ein wenig vertrösten ließ. Allerdings waren chinesische Untergrundclans nicht gerade für ihre Geduld bekannt und die Taos waren wohl Leute die gerne kurzen Prozess machten. Nun, sie sollten es ruhig versuchen. Shin würde niemals zulassen, dass irgendjemand Taejin zu nahe kam. Der Auftragskiller küsste seinen Freund auf die Schläfe als sich dieser bei ihm bedankte und begutachtete das Bild, welches ihm geschickt wurde. Er konnte sich ein kleines Lachen nicht verkneifen und hob eines der Bilder vor die Nase des Koreaners. "Echt jetzt?", hakte er amüsiert nach, da es Kit präsentierte wie dieser quer über der Bar hing und eine Bierflasche als Mikrophon missbrauchte. "Was soll nur sein Bruder denken?", scherzte der Japaner weiter, sorgte aber dafür das sein Kontakt das Bild bekam. "Ich werde mich später auf den Weg machen. Ich versuche nicht zu lange wegzubleiben. Sollte etwas sein, kontaktiere mich sofort." erklärte Shin dann wieder ernst und strich seinem Liebsten eine Haarsträhne hinter das Ohr. "Keine Sorge, wir kriegen das hin. Du kennst mich doch.", versuchte er den Koreaner zu beruhigen und küsste diesem ins Haar, ehe er die Arme um ihn schlang und ihn nach hinten auf den Sessel in eine Umarmung zog. "Langweilig wird es uns wirklich nicht."


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    • ~ nächster Tag ~

      Taejin
      Er hatte nicht sonderlich gut geschlafen, Shin hatte viel Zeit mit Recherche verbracht und der Koreaner schlief mittlerweile deutlich schlechter, wenn die andere Seite des Bettes kalt blieb. Er war nicht zwingend der Typ fürs Kuscheln, dennoch war es ganz nett gelegentlich sich an Shin in der Nacht schmiegen zu können. Aus Ermangelung an Zuwendungen war Taejin also erstaunlich früh aufgestanden, hatte tatsächlich sogar gefrühstückt und sich schließlich auf direktem Weg zu seinem Club begeben, wo er noch Shin treffen würde, der wohl aktuell ein paar seiner Kontakte checkte, um womöglich eine Spur zu dem verschwundenen Kätzchen zu bekommen. Bisher hatte Taejin keine Infos, ob die Taos bereits auf den Weg hierher waren, aber Kean hatte ihm zuvor eine Nachricht geschrieben, dass am Flughafen Tokyo wohl ein chinesischer Privatjet gelandet war, der verdächtig nach besagtem Clan aussah. Es würde also nun nur noch eine Frage der Zeit sein, bis sie auftauchten und wenn dann würde Taejin sie zu seinen Bedingungen in seinem Hoheitsgebiet treffen.
      "Bist du sicher, dass sie dir Probleme bereiten werden? Schließlich warst du nicht sein Babysitter und es wäre dreist von ihnen zu glauben, dass wir auf den Kleinen aufpassen. Schließlich haben sie ihn hergeschickt.", versuchte Kaoru vorsichtig ein Gefühl für die Situation zu bekommen, während er an der Bar saß und die Bücher des Nachtclubs vor sich liegen hatte. Die letzten Nächte hatten zwar gute Einnahmen erzielt, dennoch schien irgendetwas nicht ganz zu stimmen. Der junge Manager des Illusion bemerkte sehr wohl, dass die Besucherzahlen aktuell heruntergingen... allerdings war er sich nicht ganz sicher weshalb.
      "Das ist ihre Kultur, ihr ganzes Sein. Für die Taos dreht sich grundsätzlich alles nur um sie und niemand anderen, weshalb es für sie auch unverständlich ist, wie ich den Kleinen nicht 24/7 im Auge behalten konnte. Mal ehrlich... sie tun beinahe, als wäre er mein Pflegekind...", seufzte Taejin von einem der Sessel aus. "Ich denke immernoch, dass der Kleine sich einfach fernab seiner Familie irgendwo vergnügt. Wenn du mich fragst, wirkte Kitty wie ein Kind, dem Spaß stets verboten wurde und welches solche Freiheiten direkt nutzen würde. Vielleicht vergnügte er sich ja mit jemanden... oder hat seinen Spaß in einem Gaming Cafe gefunden... womöglich hat er sich auch an Drogen probiert... schließlich sind die verbotenen Früchte doch stets die süßesten.", zuckte der Dunkelhaarige schließlich mit einem vagen Lächeln leicht die Schultern.
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    • ___ Shin ___

      Shin war die Nacht über abgetaucht. Es war für ihn nichts ungewöhnliches in der Nacht umherzustreifen, ohne Schlaf und auf der Suche nach seinem Auftragsziel. Was allerdings ungewohnt war, dass er dabei jemanden vermisste. Vermissen war etwas, dass Shin bislang relativ fremd war. Abgesehen von seiner Hausechse vielleicht, welche zwischenzeitlich zu Taejin in den Wintergarten gezogen war, da Shin mehr Zeit dort verbrachte als in seinen eigenen vier Wänden. Nun unter der Bedingung, dass sie seine Pflanzen in Ruhe ließ. Nun bislang benahm sich Ram jedenfalls vorbildlich. Taejin war recht irritiert, als Shin ihm sein Haustier voller Stolz präsentiert hatte, dessen Namen er bislang zwar kannte, aber nicht um welches Tier es sich handelte. Offenbar hatte der Koreaner mit einem Fisch gerechnet oder Wellensittich. Shin konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass er zu seinem Vogel-Daddy taugen würde. Jedenfalls war dieses Gefühl während der Arbeit - und Shin freute sich gerade riesig wieder einen Auftrag zu haben - an jemanden zu denken, irgendwie merkwürdig. Dennoch hatte es ihn nicht von seiner eigentlichen Tätigkeit abgehalten. Workaholic wie er nun einmal war, hatte er sich die ganze Nacht mit diversen zwielichtigen Gestalten getroffen, worunter er wahrscheinlich am gruseligsten war und war durch die komplette Untergrundszene des chinesischen Viertels von Incheon als auch Daerim-dong getigert und hatte allerhand Informationen aufgeschnappt. Da er durchgemachte Nächte seit Jahren gewohnt war, sah man ihm die Müdigkeit überhaupt nicht an, als er auf seinem Motorrad in den frühen Morgenstunden seinen Weg zum Illusion antrat. Es hatte fast etwas romantisches bei Sonnenaufgang durch die Straßen zu heizen. Hätte Shin Sinn für Romantik. Er hatte schon mitbekommen, dass ein chinesischer Privatjet gelandet war und hoffte, dass wenn er hier einige Geschwindigkeitsbegrenzungen brach, noch vor den Typen ankam. Wenn Taejin sich schon vor einem Kerl Sorgen machte, dann war dieser sicherlich nicht ohne und der Japaner wollte seinen Liebsten nicht allein wissen. Er mochte Kaoru und er traute ihm, was bei dem Schwarzhaarigen wahnsinnig viel bedeutete, aber er traute ihm dann doch nicht zu, dass er den Blonden so beschützen konnte, wie es ein Auftragsmörder tat.
      ...
      Er war wieder zum Bodyguard mutiert.
      Mit quietschen Reifen hatte er am Illusion gehalten, offenbar pünktlich. Da er keine Zeit verlieren wollte, zog er seinen Helm beim Gehen aus und öffnete lediglich seine Motorradjacke, statt sie auszuziehen und wegzupacken, als er den Club betrat.


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    • Taejin
      Niemand hielt Shin auf, als er den Club betrat. Warum auch? Jeder im Illusion wusste, dass der Japaner zu Taejin gehörte... egal ob es Angestellte, die Security oder die Stammgäste waren. So wie Taejin grundsätzlich nie ein Geheimnis aus seinen Liebschaften gemacht hatte, war er auch nicht gerade subtil mit Shin in dem Club aufgetreten. Wann immer es jemanden gab, der nicht über die beiden Bescheid wusste, wurde die Person schnell aufgeklärt und hinter ihrem Rücken wurde Shin nicht selten als "Taejins Mann" bezeichnet, aus Ermangelung an einem offiziellen Namen und aufgrund der Tatsache, dass sich niemand mehr traute mit Taejin zu flirten, wenn Shin in der Nähe war. Alle waren sich einig, dass mit dem Erscheinen von Shin Taejin Hwang weg vom Markt war und wer es auch nur versuchte, erntete in der Regel einen Blick von dem Schwarzhaarigen, dass einem förmlich das Blut in den Adern gefror. Taejin selbst hatte sich nie die Mühe gemacht Shin den Angestellten der Bar vorzustellen und außer Kaoru wusste kaum jemand, wie er sich nannte oder was er beruflich tat. Das war aber auch gut so. Shin Beruf war immer noch sehr speziell, selbst für Untergrundverhältnisse und Taejin wollte ebenso wenig, dass er durch seine Gäste und Angestellten ungewollte Aufmerksamkeit bekam. Es reichte, dass er sich überhaupt mit Taejin sehen ließ, wenngleich der Koreaner Shin niemals zu offiziellen Veranstaltungen mitnehmen würde. Die Presse wäre wohl für einen Auftragskiller die schlechteste Publicity.
      .
      "Vielleicht hast du recht. Vielleicht ist er nur in seiner rebellischen Phase und meidet seine Familie. Könnte ich nur zu gut nachvollziehen.", seufzte der Hwang Erbe, während Kaoru ihm einen vielsagenden Blick schenkte und dann eine Augenbraue hob.
      "Ich meinte damit nicht, dass ich in einer ähnlichen Situation war.", beharrte der Blonde, wirkte aber dabei wenig überzeugend. Kaoru hingegen verdrehte die Augen und setzte einen amüsierten Blick auf. "Natürlich nicht. Deshalb hast du dich auch in aller Öffentlichkeit durch halb Seoul UND Tokyo geschlafen... und Skandale gesammelt, als wären sie Pokemon."
      Taejin erwiderte nichts, schenkte dem anderen nur einen eingeschnappten Blick, atmete aber im nächsten Moment aus, als Shin eintrat.
      "Ach... da kommt ja auch schon die neuste Errungenschaft aus Tokyo...", murmelte Kaoru zu sich selbst, worauf er einen strafenden Blick von Taejin erntete, ehe dieser von der Couch aufstand und zu Shin hinüber lief, um ihn mit einem Kuss zu begrüßen.
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    • ___ Shin ___

      Im Illusion waren bis auf wenige Angestellte kaum eine Menschenseele, schließlich machte der Club seine Tore erst zu später Stunde für die Öffentlichkeit zugänglich. Die wenigen Menschen, die schon hier waren um Vorbereitungen für den kommenden Abend zu treffen, hechteten wie üblich fast panisch zur Seite, wenn sie Shin sahen. Seine mörderische Aura siegte wohl tatsächlich über sein gutes Aussehen. Anstarren taten sie ihn dennoch, selbst wenn sie Angst vor ihm hatten. Eine interessante Kombi. Taejin hatte einmal verlauten lassen, dass die Leute ihn nur nicht förmlich ansprangen, weil sie Angst hatten dabei drauf zu gehen, dabei wusste abgesehen von Kaoru niemand etwas von seiner Berufswahl. Das aber niemand normales so in der Gunst von Taejin Hwang stehen konnte, das war amtlich und offenbar war er die längste Liebschaft, welche der Koreaner jemals gepflegt hatte. Die erste Begrüßung die Shin erntete war nicht von seinem koreanischen Lover sondern von dem Barkeeper Kaoru, dem Shin einen skeptischen Blick schenkte. So gut war sein koreanisch nicht, aber er wusste, dass ihm die Aussage sicherlich nicht gefallen würde, wenn er den Blick von Taejin deutete. "Vorsicht Kaoru. Ich mag dich, aber das hindert mich nicht daran dich in dunkelrot zu tauchen.", ein verruchtes Grinsen zierte die Lippen des Japaners, als er sich zu seinem Freund beugte und ihn zur Begrüßung küsste.
      "Ich denke ich habe eine Spur von..."
      Weiter kam er allerdings nicht, da sich die Türen des Clubs fast schon episch öffneten und der Eintritt der Person fast einem Film glich. Shin wusste nichts davon, dass es hier Special Effekte gab, aber der Auftritt hätte locker von Taejin selbst sein können.
      Der Mann der in den Raum trat, war groß und überragte sie drei bei Weitem. Sein dunkles Haar und die passend dunklen Augen passten perfekt zu dem markanten Gesicht. Er war extrem gut gebaut und Shin gab es ungern zu, aber der Besucher war sehr attraktiv. Der schwarze Anzug, welcher lediglich aus einem schwarzen Hemd und einer schwarzen Hose bestand, stand ihm hervorragend. Hinter ihm liefen drei Bodyguards in typischen Men in Black Anzügen, welcher aber im Vergleich zu dem Besucher wenig eindrucksvoll wirkten. Alles in allem schien der Kerl nicht jemand zu sein, der Bodyguards nötig hatte. Vielleicht waren sie auch nur Beiwerk, man wusste es nicht so genau. Es war aber unverkennbar ersichtlich, dass es sich bei dem Besucher um besagten großen Bruder handelte.



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    • Taejin
      Im Gegensatz zu den meisten anderen wirkte sich Kaoru von Shins Worten nur wenig eingeschüchtert und strahlte den Japaner stattdessen mit seinem Lächeln scheinheilig an. Kaoru hatte ganz klar eines von diesen wunderschönen, breiten Lächeln, dass Menschen fast schon ansteckte und ihn wie ein Engel wirken ließ... nicht umsonst gehörte er zum Hwang-Clan und niemand erwartete bei ihm, dass er auch eine verdammt skrupellose Seite haben konnte.
      Taejin küsste Shin zur Begrüßung, hatte noch seine Arme um seinen Lover geschlungen, während er ihm zuhören wollte, was er zu berichten hatte, da stürmte auch schon ihr "chinesischer Gast" filmreif in den Club, als wäre er der Protagonist eines Dramas. Taejin hatte den Kerl wirklich nicht vermisst. So sehr das Verhältnis der Hwangs mit den Taos wichtig war... umso lieber würde Taejin jegliche persönliche Interaktion mit ihnen vermeiden. Taejin war ein Chaebol, er gehörte zur High Society von Südkorea und Japan und dennoch behandelten die Taos jeden, der keiner von ihnen war, als wäre er weniger wert. Taejin konnte sich nur ausmalen wie sehr es ihren Gast nerven musste, hier auftauchen zu müssen.
      Ein leises Pfeifen kam bei diesem Auftritt von Kaoru, der damit wohl das Aussehen von ihrem Neuankömmling kommentiert hatte, sich aber nach einem kurzen strengen Blick von Taejin wieder ausgiebig seinen Büchern widmete.
      "Yazhen...", begrüßte Taejin ihn wenig begeistert, machte aber wenig Anstalten sich von Shin zu lösen, wenngleich die Anhängsel ihres Gastes sichtlich entsetzt schienen, über die öffentliche Darstellung von Zuneigung zwischen zwei Männern. Egal was die Chinesen von sich hielten, für Taejin stammte ihre Einstellung eben immer noch aus längst vergangenen Zeiten... wobei... war im alten China nicht sogar gleichgeschlechtliche Liebe weit verbreitet? Diese Ironie...
      "Du hättest dich auch ankündigen können... wäre deutlich höflicher wenn du mich fragst... oder bist du zum Feiern hier? Tut mir leid, aber der Club öffnet nicht vor heute Abend. Ich befürchte, da musst du später wiederkommen."
      Bewusst sprach Taejin kein chinesisch, um Yazhen zu verdeutlichen, dass er hier nicht in seinem Revier war und dennoch vermied Taejin es auch koreanisch zu sprechen. Er wollte Shin aus dem Gespräch nicht ausschließen und er meinte sich zu erinnern, dass Yazhen sehr wohl dem japanischen mächtig war.
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    • Yazhen Tao war der älteste Sohn des Tao-Clans einer hochangesehenen und gefürchteten Familie in Peking. Jeder kannte die Taos und jeder wusste von ihren kriminellen Machenschaften, aber jedem war ebenso die Hände gebunden. Niemand legte sich mit den Taos an, zumindest niemand der dies je überlebt hätte. Yazhen war der älteste Sohn von drei Geschwistern. Sie alle drei wurden streng und moralisch ziemlich verwerflich erzogen. Die Erziehungsmethoden der Taos konnte man nicht nur sehr veraltet, sondern auch kalt bezeichnen. Die Kinder mussten früh lernen erwachsen zu werden und in das Geschäft einzusteigen. Jeder der Taos hatte seinen persönlichen Fachbereich. Kit, der Jüngste, war im Giftgeschäft tätig, weshalb jeder der Taos früh darauf trainiert wurde Gifte zu erkennen und auch verkosten zu müssen. Sie waren einmal mehr Geschwister ...
      Das mittlere Kind, Yazhen Schwester war Medizinerin und wachte über das Morphium-Geschäft der Taos und Yazhen der Älteste hatte das größte Geschäft unter sich, den Waffenhandel.
      Alles unter dem strengen Blick des Clanoberhauptes.
      Das waren sie die Taos, eine Familie so tödlich wie mächtig.

      ___ Shin ___

      Yazhen war der Name des Gastes, den Taejin mit einem nicht sonderlich erfreulichen Tonfall begrüßte. Im Gegensatz zu Kit, welcher praktisch niedlich wirkte, strahlte der Mann vor ihnen Autorität aus und im Gegensatz zu Kit, wirkte er unglaublich ruhig. Während die Begleitung des Chinesen förmlich der Ekel beim Anblick der sich zwei küssenden Männern ins Gesicht geschrieben stand, wirkte Yazhen als könnte es ihm nicht egaler sein. Er verzog keine Mine, hatte keine verachteten Blick - nichts. Shin juckte es in den Fingern herauszufinden, mit was man diesen Mann schockieren konnte. Da jemanden wie den Japaner einzuschüchtern ein Akt der puren Unmöglichkeit war, setzte sich dieser grinsend auf die Lehne des großen und majestätischen Sessels auf dem der Koreaner thronte.
      "Taejin.", begrüßte auch der Anwesende den unfreiwilligen Gastgeber. Seine Stimme war klar und ruhig. Shin meinte aus dem Augenwinkel Kaoru immer mal wieder von den Büchern aufblicken zu sehen.
      Da Taejin tatsächlich japanisch für ihn sprach, ließ den Blick des Gastes automatisch zu ihm wandern. Man sah ihm an, dass dieser Yazhen wusste wer Shin war. Shin schenkte ihm ein neckendes Grinsen.
      Der Dunkelhaarige Gast ignorierte gekonnt den Vorwurf in der Aussage des Clubbesitzers und winkte seine Bodyguards mit einer fließenden Handbewegung von sich, dieser gehorchten wie abgerichtete Hunde.
      "Du weißt weshalb ich hier bin." Und wieder ruhig und klar, sogar auf japanisch.


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    • Taejin
      Ihm gefiel es nicht wie sehr sich Yazhen hier aufspielte. Er hatte den Club betreten, als wäre dieser sein EIgentum und wenngleich es im ersten Moment so wirken mochte, als wäre Kaoru, Shin und Taejin allein, würde sich das schnell mit einem Zeichen von dem Hwang Erben ändern. Die meisten der Angestellten des Illusion hatten in gewisser Weise mit dem Hwang Clan zu tun und so ziemlich jeder von ihnen war bis an die Zähne bewaffnet. Selbst Kaoru hatte hinter seinem Bartresen neben der Spüle und über dem Eisfach ein Arsenal an diversen Handfeuerwaffen. In dem Sinne war Taejin halt doch in der Mehrzahl, wenngleich es im ersten Moment nicht so erscheinen mochte...zumal er Shin auf seiner Seite hatte.
      "Und ich denke ich habe ziemlich eindeutig gesagt, dass ich keinen Schimmer habe wo dein kleiner Bruder ist und er vermutlich sich irgendwo vergnügt. Deine Familie ist nicht gerade dafür bekannt, dass ihr gerne Spaß habt und Kitty wirkte wenigstens noch nicht komplett ruiniert." Er wusste, dass er gerade etwas zu weit ging und wäre Kean hier, würde er Taejin schnell ins Wort fallen und versuchen die Situation diplomatischer zu lösen... allerdings war Kean nicht hier und Taejin war aufgrund dieser feindlichen Invasion ein klein wenig streitlustig. Er wusste, dass das gefährlich war, allerdings missfiel es ihm sehr den Taos zu gehorchen, wenn sie sich selbst wie Arschlöcher verhielten.
      "Es ist zwar nicht unsere Schuld, dass Kit verschwunden ist, aber er war dennoch ein willkommener Gast, weshalb wir natürlich anbieten bei der Suche zu helfen.", betonte plötzlich Kaoru von seinem Bartresen aus, sah dabei nicht mal auf, sondern kalkulierte parallel ein paar Kosten. Kaoru hatte ganz klar von Kean gelernt und wusste wann er seinen Chef ein wenig entschärfen musste, Der Koreaner warf ihm einen kurzen Blick zu, nickte dann aber langsam, während er seinen Arm um die Hüfte seines Lovers schlang und die entsetzte Reaktion von Yazhens Handlangern fast schon genoss.
      "Natürlich ist Kit alt genug, um eigene Entscheidungen zu treffen, dennoch ist er ein Tao, dessen Gesellschaft hier mehr als Willkommen war, weshalb ich mir auch ein wenig Sorgen um ihn mache. Ich helfe dabei ihn zu finden, aufgrund der langen Beziehungen der Taos und Hwangs zueinander und nicht, weil ich Schuld an seinem Verschwinden bin. Verstanden?"
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    • ___ Shin ___

      Im Gegensatz zu Kean oder offenbar auch Kaoru war Shin niemand, welcher seinen Liebsten bremste - im Gegenteil. Er mochte die provozierende Art, welche der Koreaner gerne hatte. In dieser Hinsicht waren sich die beiden nämlich verflucht ähnlich und Shin wollte seinen Lover nicht ändern, in keinster Weise. Bislang hatte auch Taejin noch nie Shin auch nur im entferntesten kritisiert oder sein Verhalten nicht für gut befunden. Außer er machte sich Sorgen um ihn, als er beispielsweise verletzt Motorrad fuhr, das wiederum war extrem niedlich. Da sich Shin und Taejin so viel Freiheit ließen und sämtliche Macken des anderen gar nicht als Macke empfanden, war es gut, dass Kaoru hier war, um die Sache ein wenig diplomatischer anzugehen. Das Kätzchen wiederum genoss sichtlich die Berührung des Hellhaarigen und er wusste genau, dass Taejin damit provozieren wollte. Da der Japaner solche Spielchen ebenfalls liebte, hatte er eine Hand auf den Oberschenkel des Mafiabosses gelegt und zwinkerte den Angestellten zu, die spätestens nach der Aufforderung des Chinesen fluchtartig den Raum verließen. Shin hätte gern auch eine Reaktion im Gesicht von diesem Yazhen gesehen, aber was nicht ist konnte ja noch werden.
      Dieser schien nicht einmal auf die Provokation von Taejin auch nur im Ansatz einzugehen. Er blieb komplett ruhig, während seine Aufmerksamkeit allerdings nun bei Kaoru lag. Offenbar hatte er diesen als Stimme der Vernunft auserkoren. "Ich habe euch nie die Schuld gegeben. Ich kenne meinen Bruder und weiß, dass er ein Wirbelwind sein kann. Allerdings ist dies dennoch hier geschehen und ihr seid die letzten, die ihn gesehen haben. Sollte ihm etwas in Korea zustoßen, wird das unweigerlich Konsequenzen mit sich ziehen. Dennoch..." auf den scharfen Ton von Taejin ging er erneut nicht auch nur ein klein wenig ein.
      "Langweilig.", murmelte Shin und blickte auf seine langen Beine. In seinem Schuhs blitze ihm ein kleiner Dolch entgegen.
      Wirklich langweilig.
      "Ich werde eure Hilfe sicherlich nicht zurückweisen. Das ist der Grund meines Besuchs, Taejin." Danach erhob er sich.
      "Eine Woche. Sollte in einer Woche keine Ergebnisse erzielt werden, ist das Waffenbündnis offiziell beendet." mit diesen Worten wollte der Chinese den Raum verlassen.
      Shin war nicht der Typ der anderen gern das letzte Wort überließ. Dazu war er zu vorlaut und selbst bei seinen Vorgesetzten war seine Klappe berüchtigt.
      "Ich brauche keine Woche."


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    • Taejin
      Im Gegensatz zu Kaoru, der eben noch versuchte irgendwie ein wenig diplomatisch zwischen Yazhen und Taejin zu agieren, kippte Shin fast schon Öl ins Feuer. Kaoru schenkte dem dunkelhaarigen Japaner einen fast schon erschöpften Blick, als würde der Lover seines Boss's ihm gerade die letzten Nerven rauben, er sagte aber nichts weiter dazu. Er war nur froh, dass ihr chinesischer Gast sich dadurch nicht direkt provozieren ließ. Wo war Kean nur wenn man ihn brauchte? Er hätte wahrscheinlich gar nicht erst zugelassen, dass Taejin solche Aussagen tätigte, geschweige denn Shin.
      Taejin wiederum gefiel es natürlich, dass sein Lover ihn fast schon bestärkte in seiner Einstellung gegenüber der Taos und sich ebenso wenig von Yazhen einschüchtern ließ. Er wusste schon warum sie beide so gut zueinander passten und förmlich verrückt nacheinander waren. Yazhen ließ sich aber nicht irritieren und setzte ein Ultimatum von genau einer Woche, was Shin direkt toppen musste, indem er behauptete keine ganze Woche dafür zu benötigen.
      Einmal mehr verfluchte Kaoru den Auftragskiller innerlich und wünschte sich, er könnte den beiden wie kleinen Kindern einfach den Mund verbieten. Dass Taejin bei dieser Aussage allerdings seinen Liebhaber anstrahlte und ihn fast schon stolz musterte machte es absolut nicht besser. Ernsthaft... konnten die beiden nicht wenigstens für fünf Minuten ihren Stolz herunterschlucken?
      "Du hast ihn gehört Yazhen... wir brauchen keine Woche und dann kannst du dich mit deinem kleinen Bruder wieder aus dem Staub machen. Das klingt doch nach einem fantastischen Plan, oder?"
      Taejin sah aus dem Augenwinkel, wie sich Kaoru ein wenig die Schläfe rieb und schließlich von den Büchern aufsah, die die letzten Minuten mehr ein Alibi als eine tatsächliche Beschäftigung gewesen waren.
      "Haben Sie bereits ein Hotel? Ansonsten ist es dem Hwang-Clan mit Sicherheit eine Ehre Ihnen eine angemessene Hotel-Suite zu buchen... nicht wahr?", versuchte es Kaoru nun mit Nachdruck an Taejin gerichtet, während er den Blick des Clan-Chefs suchte. Taejin wollte das Verneinen, doch als er zu seinem Manager des Illusion blickte, hatte dieser sein Smartphone erhoben und ließ seinen Finger über die Anruftaste schweben... Der Kontakt, der auf dem Display zu sehen war, war Kean. Taejin seufzte leise. Er wusste, wenn er sich weiter quer stellte, würde Kean auf direktem Weg von seinen Geschäften in Seoul zurückkehren und ihm auf seine Art und Weise den Kopf waschen.
      "Natürlich stellen wir eine Hotel-Suite zur Verfügung."
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    • ___ Shin ___

      Shin malte mit dem Zeigefinger kleine Kreise auf den Oberschenkel seines Liebsten, während seine scharfgeschnittenen Augen jegliche Bewegung im Raum genau verfolgte. Jedes zu laute Atmen, jede unkontrollierte Bewegung. Es war deprimierend, dass dieser Yazhen offenbar nicht nur geschult, sondern gedrillt worden war sämtliche Emotion im Griff zu haben. Der Kerl war so langweilig, dass der Japaner am liebsten laut gegähnt hatte. Wenigstens sein Liebster war ähnlich gestrickt wie der Auftragsmörder und wenn der eine nicht versuchte die Situation ein wenig mehr Feuer zu verleihen, tat es der andere. Shin bemerkte im Augenwinkel wie Kaoru ihnen am liebsten einen Zementblock auf den Kopf fallen lassen würde. Wäre das hier ein Comic, hätte der Blick von Keans offizieller Vertretung dafür sicherlich ausgereicht. Der Blonde wiederum ließ sich davon nicht beirren und strahlte Shin förmlich an, als dieser dem Chinesen nicht das letzte Wort überlassen wollte. Der Japaner wusste schon warum er Taejin so vergötterte. Wurde Zeit das die Leute hier endlich das Weite suchten, damit er über ihn herfallen konnte. Was sah der Koreaner auch nur wieder so zum anbeißen aus? Diese attraktive Arroganz und der verführerische streitvolle Unterton ließen den Hellhaarigen nur noch heißer werden.
      Shin wusste nicht, ob er sich das nur einbildete, aber er meinte einen mitleidigen Blick von Yazhen an Kaoru gerichtet haben zu sehen. Dann war die Mine aber wieder eisern.
      "Wunderbar. Ich hoffe man steht hier zu seinem Wort." antwortete der Chinese trocken.
      "Natürlich. Mörderisches Ehrenwort.", grinste Shin amüsiert. Kaoru wünschte ihm die Pest an den Hals. Der arme Kerl versuchte die Wogen wenigstens ein wenig zu glätten und bot dem ungern gesehenen Gast wenigstens ein Hotel an. Sehr zum Unmut von Taejin, welcher aber brav auf Kaoru hörte.
      "Hab dank, aber wir sind versorgt. Wir haben uns in Daerim-dong eine Unterkunft reserviert."
      "Natürlich habt ihr das.", murmelte Shin, erntete einen bösen Blick und hob beschwichtigend die Hände gegenüber Kaoru und setzte dabei ein kleines unschuldiges Lächeln auf.
      Auch wenn das Wort Unschuld und Shin wahrscheinlich die letzte Kombination wäre, die einem einfallen würde.
      Yazhen ignorierte auch das und zückte aus seiner Hemdtasche eine schwarze Visitenkarte, die er nicht Taejin sondern Kaoru reichte.
      "Sobald es etwas Neues gibt, lasst es mich bitte wissen. Ich danke für die Gastfreundschaft." weit weniger interessiert wandte er sich dann an Taejin und Shin. "Taejin, Shin." er nickte zu und verließ den Club ebenso imposant wie er aufgetaucht war.
      "Woooow, hat sich angefühlt wie ein Besuch in der Kirche."


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    • Taejin
      Offenbar hatte Yazhen in diesem Moment entschieden, dass Kaoru die Erwachsendste und ernstzunehmendste Person im Raum war und er sich vermutlich nicht weiter mit dem Verhalten von Taejin und Shin herumärgern wollte. Konnte ihm Kaoru nicht ganz übel nehmen, schließlich verhielten sich die beiden gerade eher wie rebellische Teenager. Der Manager des Illusion mochte sich kaum ausmalen, wie Taejin sich wohl verhalten würde, wenn Kaoru nicht dabei wäre und ihn zumindest ein klein wenig stoppte. In einer anderen Realität, wo Taejin und Yazhen dieses Gespräch allein geführt hätten, hätte wahrscheinlich der Club jetzt in Flammen gestanden... Erstaunlich, dass bis jetzt so lange eine Kooperation zwischen den beiden Familien funktioniert hatte, wenn sie sich ganz offensichtlich nicht sonderlich leiden konnten.
      Kaoru blickte ihrem Gast also nach, warf noch einen kurzen Blick auf die Visitenkarte, ehe er sie einsteckte und mahnend zu dem Blonden und dem Dunkelhaarigen blickte, die sich wohl keiner Schuld bewusst waren. "Selbstsicherheit ist das eine, aber ich hoffe doch, dass du nicht aus Arroganz behauptet hast, dass du keine Woche brauchst.", seufzte der aktuell viel zu müde Manager und Barkeeper an Shin gerichtet und hob dabei leicht eine Augenbraue. Taejin selbst erhob sich langsam von seinem Platz und winkte ab. "Wir werden Kitty schon so schnell wie möglich finden. Mit Sicherheit ist er irgendwo und vergnügt sich.", versuchte Taejin die ganze Sache herunterzuspielen, aber selbst Kaoru erkannte in seinem Blick einen Hauch von Zweifel. Taejin war sich ebenfalls nicht ganz sicher, ob dem jungen Tao nicht doch etwas zugestoßen war, aber er wollte es ungerne zugeben... denn das würde bedeuten, dass die Situation um einiges komplizierter werden könnte und das konnten sie gerade gar nicht gebrauchen. Kaoru wiederum zückte sein Smartphone und wählte eine Nummer, noch während er das Pärchen vor sich streng musterte.
      "Kean? Ich denke du solltest nach Tokyo zurückkehren. Wir haben da ein gewisses Problem und ich befürchte Taejin könnte es womöglich verschlimmern, wenn du nicht hierherkommst."
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    • ___ Shin ___

      Der düstere Chinese war also verschwunden und Shin juckte es wirklich den Fingern den Kerl irgendwann auf die Palme zu bringen. Provokation und Manipulation gehörten immerhin auch zum Spektrum eines Auftragsmörders und Shins selbstmörderischer Drang nach unmöglichen Aufträgen war leider ein Tick, denn er sich immer noch nicht abgewöhnt hatte. Es war kein gesunder Lebensstil, dessen war sich Shin durchaus bewusst, aber das war sein Berufszweig nun auch nicht gerade. Der Japaner war ein komplizierter Mensch, niemand dem man bereitwillig seine Haustür öffnen sollte und doch war er hier. Im Leben eines der gefährlichsten Männer Koreas und Shin würde ihn mit seinem Leben beschützen. Er, der Leben nahm.
      Wie auch immer, er wollte Taejin nicht noch mehr Ärger machen und chinesische böse Jungs ärgern und ließ es gut sein, stattdessen strich er über dessen Oberschenkel, bis er den Blick von Kaoru auf sich spürte. "Höre ich da etwa Zweifel mein lieber Kaoru?", hakte der Japaner mit einem verführerischen Schnurren nach, ehe er das Kinn seines Liebsten anhob, in dessen Blick er ebenfalls leichte Unsicherheit erkannte. "Zweifelst du etwa an mir?", hauchte er ihm über die Lippen. Er würde Taejin niemals enttäuschen.
      Als Taejin von dem breiten Sofa aufstand, welches er für sich auserkoren hatte, tat es der Japan ihm gleich. Als Kaoru nun aber Kean anrief, lief der Japaner zu dem Manager des Illusion und schnappte sich dessen Handy. Nicht die feine Art und er erwartete Proteste, aber so war Shin nun einmal. "Hey Kean, hier ist Shin. Bleib wo du bist, wir kommen zu dir." er reichte dem Dunkelhaarigen wieder das Handy mit einem lässigen Grinsen. "Euer entflohenes Haustier ist in Seoul. Offenbar hat Japan nicht mehr ausgereicht oder er hatte Angst zu schnell gefunden zu werden. Ein Kontakt hat mir verraten, dass der Kleine in einem Flieger gesichtet wurde." Er sah nun zu Taejin. "Keine Sorge, ich finde ihn schon." Er würde nicht zulassen, dass der Koreaner an ihm zweifelte - niemals.
      Natürlich sah die Sache in Korea für Shin nicht mehr ganz so einfach aus wie in Japan, aber inzwischen hatte er auch Kontakte dort geknüpft. Es war erstaunlich, wie viele Leute in seiner Gunst stehen wollten. Zwar war Shin es nicht gewohnt Leute aufzusuchen, um sie dann lebendig zurückzubringen, aber für alles gab es ein erstes Mal.


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    • Taejin
      Taejins leichte Zweifel wurden durch Shins Worte direkt beiseite geschoben und der Blonde lächelte seinen Lover leicht an. Es war nicht so als hätte er Zweifel an Shins Fähigkeiten, viel mehr rechnete er aktuell immer mit deutlich größeren Problemen als ursprünglich erwartet... schließlich hatten die letzten Monate gezeigt, dass es eben immer noch kleine Lichter gab, die so dumm waren sich mit einem Mafia Clan anzulegen und dann für unnötig viele Probleme sorgten. Niemand hatte mit Virus gerechnet und der Verrat von Taejins Kindheitsfreund hatte es ebenso nicht besser gemacht. Er ging nun einfach vorsichtiger an die Sache heran. Dennoch wollte er nicht verleugnen, dass Shin verdammt talentiert war... und das eben nicht nur im Bett. Er war nicht umsonst ein Profi in seinem Gebiet.
      "Ich vertraue dir.", entgegnete der blonde Hwang Erbe schließlich leicht zwinkernd und blickte dann zu Kaoru, welcher sich nun entschieden hatte Kean nach Tokyo zurückzurufen. Grundsätzlich keine schlechte Idee, wenn nicht Shin andere Pläne gehabt hätte.
      Kaorus Gesicht schlief förmlich ein, als Shin ihm das Smartphone wegnahm und Kean verkündete, dass Kitty in Seoul war und sie sich auf den Weg dorthin machen würden. Kaoru hatte gerade gute Lust sich die Schläfe zu reiben... er schien Kopfschmerzen zu bekommen und sein Chef und dessen Liebhaber waren ganz klar der Grund dafür. "Und warum genau hast du es nicht erwogen diese Information Yazhen zu kommunizieren? Dann würde er uns nicht so sehr im Nacken sitzen und hätte mehr Vertrauen in den Hwang Clan und die Zusammenarbeit.", seufzte der Japaner schließlich und versuchte dabei seine Genervtheit nicht ganz so offen zu zeigen, wenngleich ihm sehr wohl bewusst war, dass es Taejin und Shin sicher nicht entging, dass der Dunkelhaarige gerade sämtliche Lebensentscheidungen bereute, die ihn zu eben diesem Moment geführt hatten... wäre er doch lieber nach Thailand gegangen und wäre Schauspieler geworden... dann müsste er sich mit all dem jetzt nicht herumärgern.
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    • ___ Shin ___

      Taejin versicherte dem Schwarzhaarigen ziemlich schnell, dass er ihm vertraute was Shin tatsächlich eines seiner seltenen aufrichtigen Lächeln entlockte. Ein Lächeln welches er nur für Taejin, seinen besten Freund und seine Echse übrig hatte. Naja und dem Waisenhaus und dem er groß geworden war, aber das war eine andere Geschichte. Der Japaner lächelte sehr selten wirklich ehrlich, aber es gab diese Momente und dies war einer davon. Dieser Satz ließ nämlich ungewohnte Gefühle in dem Auftragsmörder aufsteigen. Gefühle, welche er vor Taejin Hwang noch nicht kannte oder eher gesagt niemals erwogen hätte, sie überhaupt zu besitze. "Und das wirst du nicht bereuen." flüsterte Shin dem Koreaner zu und beugte zu ihm, damit er ihm auf die Stirn küssen konnte.
      Dann folgte auch schon das Gespräch mit dem Wachhund der Familie Hwang. Kean war wirklich so etwas wie der Pfeiler der Vernunft in dieser Mafiagroßfamilie und selbst Shin verärgerte den anderen nicht gern. Nicht weil er sich Sorgen machte, sondern weil Kean tatsächlich einer der wenigen Menschen auf diesem Planeten war, denn Shin aufrichtig respektierte. Sollte schon was heißen, denn das tat der Auftragsmörder praktisch nie. Es war nicht so, dass er Kaoru leidenschaftlich gerne ärgerte oder ihn nicht leiden konnte, aber es war schon ein Bild für die Götter, wie ihn der andere anstarrte, als er ihm das Handy aus der Hand nahm und Kean verkündete, dass sie zu ihm nach Korea kamen.
      Kaorus Gesichtsausdruck schrie förmlich danach, dass er sich und alles in seinem Leben verfluchte. Als sich der Manager des Illusion ihn so vorwurfsvoll eine Frage stellte, sah Shin ihn ebenso vorwurfsvoll an. Was für eine Frage.
      "Und riskieren, dass er Taejin vorwirft, wie er zulassen konnte, dass er auch noch das Land verlässt und die Chance das Sorgenkind diesem Langweiler zu präsentieren, weil wir schneller waren als er? Kommt nicht in Frage. Außerdem hatte der Kerl noch nie Vertrauen in die Zusammenarbeit mit euch, das sieht man ihm an. Er pflegt diese Beziehung, weil es auch für die Taos massive Vorteile hat. Ich kenne mich mit euren Geschäften nicht aus, aber ich kenne Menschen und die meisten sind unglaublich berechenbar. Mr. Steingesicht aus China ist da keine Ausnahme. Nun....es gibt tatsächlich einen Menschen, der mich immer noch überraschen kann und darum steh ich so auf ihn.", er zwinkerte Taejin dabei grinsend zu.


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    • Taejin
      Man sah Shin nicht oft so ehrlich lächeln, meist grinste der Auftragskiller nur leicht oder setzte ein künstliches Lächeln auf, welches die meisten Leute in seiner Nähe mehr beunruhigte als alles andere. Taejin aber zeigte er zuweilen ein wirklich echtes Lächeln, was sehr wahrscheinlich auch damit zusammenhing, wie sie mittlerweile zueinander standen. Nun... wer hätte schon gedacht, dass sich Taejin Hwang mal einen Auftragskiller anlachte. Nicht Taejin und vermutlich auch nicht Shin, denn der Hwang Erbe konnte sich nicht vorstellen, dass sein Liebhaber geplant hatte seine Prinzipien über Bord zu werfen und Privates und Geschäftliches miteinander zu mischen. Das hatte mit Sicherheit keiner von beiden sich so gedacht und doch waren sie nun hier... hingen förmlich aneinander und ironischerweise schienen sie mittlerweile fast zusammen zu wohnen. Es verging kaum eine Nacht, in der sie nicht zusammenschliefen und eines Tages hatte Shin einfach seine Hausechse mitgebracht, sie in Taejins Wintergarten gesetzt... und seitdem lebte sie dort. Der Hwang Erbe achtete extrem darauf, dass das kleine Tier keine seiner heißgeliebten Pflanzen anknabberte, sondern sich nur mit dem Zufrieden gab, was Shin ihm gelegentlich als Futter brachte. Taejin hätte nie gedacht, dass er mal ein Tier in die Nähe seiner Pflanzen lassen würde...
      Taejin kehrte aus seiner Gedankenwelt zurück gerade als Shin und Kaoru sich ein kleines Wortgefecht lieferten und während der Manager des Illusion sich wenig beeindruckt zeigte von Shins Logik, nutzte der Attentäter jede Möglichkeit aus um auch weiter mit Taejin zu flirten, was der Blonde nur mit einem leichten Grinsen kommentierte und dann selbst einschritt.
      "Wir fliegen nach Seoul, gehen der Spur nach und wenn sie gut ist kontaktieren wir Yazhen und informieren ihn über alles. So kommt er uns nicht in die Quere und wir haben genug Zeit.", schlug Taejin schließlich vor und Kaoru musterte ihn einen Moment einfach nur schweigend, ehe er die Arme verschränkte. "Und meint ihr nicht, dass Yazhen mitbekommt, wenn ihr einfach das Land verlasst ohne ein Wort? Die Taos haben doch mit Sicherheit auch den Flugverkehr im Blick und ihre Spitzel überall auf der Welt.", versuchte es Kaoru erneut, bekam allerdings eine Antwort mit der er nicht so ganz gerechnet hatte.
      "Und genau deshalb wirst du dich um Yazhen in der Zwischenzeit kümmern."
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    • ___ Shin ___

      Shin schnippte grinsend mit dem Finger "Bingo." Taejin und er teilten oft genug tatsächlich ein und denselben Gedankengang. Kaorus Blick war wie immer absolut göttlich. Ob der Manager des Illusion wusste, dass er ein förmlicher Gesichtsakrobat war? Es war herrlich die verschiedenen Reaktionen an ihm zu sehen. Kompliment, dass er bei all der Empörung, die er oft wegen Taejin und nun auch Shin erlitt nicht bereits das Handtuch geworfen hatte. "Mir ist nicht entgangen, wie du unseren chinesischen Freund angesehen hast, als er reingekommen ist. Tob dich aus, wenn du ihn ablenkst. Wer weiß, vielleicht ziehst du ja den Stock aus seinem Arsch?" kam es belustigt von Shin an Kaoru gewandt, ehe er dann doch auch erkannte, es gut sein zu lassen und den armen Kerl nicht noch weiter in den Wahnsinn zu treiben. "Schon gut, schau nicht so. Ich bin schon still. Wir wären dir sehr verbunden, wenn du ihn hin halten könntest, während wir das Sorgenkind einsammeln gehen. Keine Sorge Kean wird Babysitter spielen, also sag ja." säuselte Shin in seinem liebsten Singsang an den armen Kaoru gewandt, der sich sicherlich an jeden anderen Ort wünschte, nur nicht an diesen wo er gerade mit den beiden verweilen musste. Shin würde also mit seinem Liebsten nach Seoul zurückkehren. Da der Japaner inzwischen auch deutlich mehr Zeit in diesem Land verbrachte, hatte er sich vorgenommen nicht nur in Japan sondern sich auch dort einen Namen zu machen. Man konnte nicht genug Feinde und Ruhm haben, nicht wahr? Wie auch immer, es galt erst einmal das entlaufene Findelkind wieder aufzugabeln. Shin hatte herausgefunden, dass er nach Seoul unterwegs war. Zumindest hatten sie eine Stadt und waren nicht komplett aufgeschmissen. Der Japaner hoffte nur, dass sich der Kleine nicht in unnötige Schwierigkeiten gebracht hatte. Shin wollte sich zwar einen Namen in Korea machen und dafür sorgen, dass sein Lover auch dort mit ihm in der Unterwelt angeben konnte, auch wenn man ihn inzwischen dort kannte, aber sicherlich nicht auf diese Weise. Nicht wenn man ihm ein verlorenes Kind ankreidete...


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    • Taejin
      Für einen Moment blickte Kaoru die beiden ein wenig entgeistert an, dann rieb er sich einmal mehr die Schläfen und verfluchte seinen Boss und dessen Liebhaber gedanklich. Attraktivität hin oder her... er würde sicher nicht versuchen ein oberstes Mitglied des Tao Clans zu verführen... Aber er würde schon andere Wege finden ihn irgendwie abzulenken... selbst wenn er darauf gut hätte verzichten können. "Beeilt euch in Seoul... ich weiß nicht wie lange ich ihn ablenken kann und ich befürchte, dass eure Abwesenheit auch irgendwann früher oder später dennoch auffallen wird.", seufzte Kaoru abschließend und schnappte sich dann eine der Likörflaschen aus dem Glasregal, welches dekorativ im hinteren Teil der Bar beleuchtet wurde. Er goß sich ein Glas ein, kippte es hinter, nur um anschließend den Bartresen zu verlassen und sich in einen der hinteren Geschäftsräume des Clubs zu begeben.
      Taejin wusste, dass das für Kaoru nicht leicht werden würde, aber er würde es schon schaffen... dafür mussten er und Shin die Zeit so effizient wie möglich nutzen. "Na dann lass uns die Koffer packen... wir fliegen heute Abend nach Seoul.", entgegnete der Hwang Erbe an seinen Lover gerichtet, küsste ihn noch einmal, ehe er sich in Bewegung setzte, um den Club zu verlassen. Je eher sie nach Seoul flogen, umso eher würden sie wieder zurückkehren können und dieses neue Problem beseitigen... vielleicht würde Taejin danach einen kleinen Urlaub mit Shin planen?
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