___ Shin ___
Als Shin mit dem Motorrad auf einem der VIP-Parkplätze zum Stehen kam, strich er sich erst einmal durch das pechschwarze Haar und seufzte leicht. So sehr er das Motorradfahren liebte und auch den Sinn und Zweck eines Helms zu schätzen wusste, es war immer wieder ein Desaster mit den Haaren. Nun lieber plattes Haar als einen geplätteten Kopf. Als Shin seine langen Beine von seinem geliebten Motorrad schwang und auf Taejin und Kaoru zuging, erkundigte er sich bei seinem Chef erst einmal, ob seine geliebte Maschine hier stehen bleiben konnte. Indirekt war die Frage aber viel mehr, ob seinem Motorrad hier was passierte und er deshalb jemanden umbringen musste, wenn es auch nur einen Kratzer hatte. Tae schien zu verstehen und Shin grinste ihn frech bei dessen Antwort an. "Hat er das? Dann sollte ich mich bei Gelegenheit mal bei dem Besitzer des Clubs bedanken." Shins Blick wanderte zu dem Rolls-Royce, auf den der Hwang-Erbe deutete, sich nicht ganz sicher was er von dem überteuerten Wagen halten sollte. Seines Erachtens schrien die Karren einfach viel zu sehr nach Prestige, Bonzen und Überheblichkeit, aber die Kreise in denen Taejin nun einmal verkehrte war eine Elitegesellschaft und demnach ganz passend, auch wenn Shin den Hellhaarigen eher für den Sportwagentyp hielt. Er konnte sich also nicht ganz vorstellen, dass dieser Wagen auf dem Mist von Taejin gewachsen war. Shin äußerte sich nicht zu dem Luxuswagen, sondern eher zur nächsten Bemerkung des Koreaners, der ihm auch noch die Tür aufhielt. "Ich ziehe das garantiert nicht für jeden an, du kannst es also so deuten", schnurrte er ihm spielerisch mit einem koketten Grinsen zu und stieg in den Wagen. Von Innen war das Gefährt noch viel eindrucksvoller und er wartete eigentlich nur darauf, bis man ihm Champagner servierte, denn er ablehnen würde. Er hasste das Zeug. Als Taejin neben ihn einstieg, betrachtete er den jungen Mann einen Augenblick. Nein, Taejin wirkte nicht wie ein typischer Bonze. Natürlich warf auch der Kerl mit Geld um sich, aber irgendetwas an ihm war anders und dieses ´anders´war es weshalb er Taejin irgendwie ganz gut leiden konnte, zumindest bisher. Shin war von Natur aus ein skeptischer Mensch. Allerdings hatte ihm der Koreaner noch keinen Grund gegeben negativ von ihm zu denken.

ღ For my lovely Warlock ღ