❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

    • ___ Hayato ___

      Es war wirklich furchtbar deprimierend, dass sie nun schon an dem Halt angekommen waren, denn sie vereinbart hatten, an dem sich ihre Wege trennten. Zwar hätte Hayato seinen Schwarm gerne bis nach Hause gebracht, aber er akzeptierte die Bitte des Brünetten, der Mutter erstmal nicht den Schock ihres Lebens zu verpassen. Er wusste zwar, dass das nicht ewig so weiter gehen konnte, aber noch war das was sie hier hatten frisch, unschuldig und niedlich, da musste man nichts überstürzen. Tae schmunzelte ja konstant, bezüglich dieser unschuldigen kleinen Beziehung, die Hayato pflegte. Der Blauhaarige hoffte aber inständig, dass das auch seinem besten Freund einmal passieren würde. In dieser dunklen Welt, in welcher er lebte, sollten seine Liebschaften nicht nur auf heißem Sex, auch wenn das ziemlich wichtig war und flüchtigen Flirts basieren. Vor Jun hatte sich der Hotelerbe ehrlich gesagt damit nie so wirklich auseinander gesetzt, geschweige den überhaupt die Wichtigkeit darin gesehen. Für Hayato gab es nur die Arbeit, seinen besten Freund und Cousin, seinen Dad und Sherazade, nun vielleicht auch Bethany und das war's dann auch schon. Das war alles von dem Hayato je geglaubt hatte, dass er im Leben brauchte. Jetzt war Jun in sein Leben getreten und Hayato hatte sich in irgendetwas furchtbar kitschiges verwandelt, es war verdammt unheimlich. Aber gerade deshalb wünschte er sich das nun auch für Tae. Bei Daiki und Kazuya hatte er da eher weniger Sorge, zur Not half Hayato eben nach - darin war er ziemlich gut. Als sich Jun dann verabschiedete, wollte ihn Hayato nicht ohne einen Kuss gehen lassen, war aber umso überraschter das die Initiative von dem Brünetten kam. Hayatos Inneres machte gerade Luftsprünge, während er äußerlich gelassen den Brünetten näher an sich zog und den Kuss nur zu gerne erwiderte.


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    • Jun
      Er hatte einen Moment erwogen sich einfach so von Hayato zu verabschieden und ihr Date ohne einen Kuss zu beenden, dieser Gedanke verschwand aber so schnell wieder, wie er überhaupt gekommen war. Jun wusste, wieviel es Hayato bedeutete, wenn der Brünette von sich aus Schritte in die Richtung des Blauhaarigen machte und ihm damit eben auch zeigte, dass er einverstanden war, wie schnell oder langsam sich das zwischen ihnen entwickelte. Er konnte sich also bereits denken, dass der Ältere über einen Abschiedskuss ganz und gar nicht böse wäre und Jun hatte ganz sicher auch nichts gegen einen Kuss einzuwenden. Um genau zu sein der zweite richtige Kuss überhaupt zwischen ihnen. So hatte Jun sich also zu Hayato hinüber gebeugt und ihn sanft geküsst, was der Größere schnell genug erwiderte und Jun dabei sogar ein wenig mehr an sich zog. Vielleicht sollten sie dazu übergehen ihren dritten Kuss nicht unbedingt im Auto stattfinden zu lassen. So groß und geräumig der Wagen eben auch war, er war definitiv nicht der angenehmste Ort für längere Küsse und so löste Jun sich innerlich seufzend nach einer kurzen Weile und streichelte Hayato noch einmal sanft über seine Wange, ehe er seine Hand sinken ließ. "Danke nochmal... ich hatte wirklich Spaß." Noch einen kleinen Moment blickte Jun lächelnd Hayato in die Augen, ehe er sich umdrehte und langsam die Beifahrertür öffnete. Er setzte gerade an, auszusteigen, da erkannte er nicht weit von ihm entfernt auf dem Fußweg eine brünette Dame, die mit Einkaufstüten bepackt war. Instinktiv hielt er die Luft an, zog sich sofort wieder ins Auto zurück und schloss eilig die Tür. So weit er konnte rutschte er auf dem Beifahrersitz hinunter, um von draußen nicht entdeckt werden zu können, während er innerlich betete, dass seine Mutter weder dem teuren Wagen noch ihrer Umwelt gerade allzu viel Beachtung schenkte. Panik und Sorge spiegelten sich in seinen Augen wider, als er zu Hayato sah und im Flüsterton erklärte: "Meine Mutter dürfte jede Minute hier an dem Auto vorbeilaufen... brünette Frau, einen Kopf kleiner als ich und mit zwei Einkaufstüten bepackt. Sag mir Bescheid, wenn sie vorbei ist..."
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    • ___ Hayato ___

      Er hätte diesen Kuss am liebsten ewig weiter fortgeführt und fragte sich unweigerlich, ob der Kleine eigentlich wusste, dass er ein echt guter Küsser war. Sollte er Jun bei Gelegenheit einmal mitteilen, sicherlich würde er wieder so niedlich rot werden. Beim Gedanken an einen verlegen Jun mit leicht geröteten Wangen und funkelnden Augen, freute sich das Herz des Blauhaarigen. Der Brünette entsprach echt total seinem Typ. Wobei Hayato gar nicht gewusst hatte, dass er überhaupt einen Typ besaß. Bislang war er auch nicht wirklich davon ausgegangen, dass er an Männern interessiert war....oder überhaupt an irgendjemanden. Hayato hatte Attraktivität noch nie am Geschlecht festgemacht, aber hatte sich ehrlich gesagt nie sonderlich damit beschäftigt, was nun seine Wunschvorstellung war. Natürlich konnte er beurteilen, wenn er jemanden attraktiv fand oder eben nicht, aber das er nun eine Schwäche für Brünett hatte oder so, war ihm bislang nicht bewusst gewesen. An Jun gefiel ihm aber absolut alles! Am allerliebsten, wenn er ihn verlegen bekam - armer Kerl, mit Hayato würde er es da nicht leicht haben. Schließlich wusste er der junge Hotelerbe mit Worten umzugehen. Jedenfalls hatte Hayato sein Date bei ihrem wirklich sehr sanften und liebevollen Kuss, an sich herangezogen und strich ihm liebevoll über die Wange. Als sie sich in seinen Augen viel zu früh lösen mussten, seufzte er deprimiert. "Ich will dich gar nicht gehen lassen.", antwortete er, erwiderte aber das Lächeln. "Ich hatte auch Spaß." Gerade als er dachte, Jun würde den Heimweg antreten, war der Kleine schneller im Auto als Hayato überhaupt dessen Namen aussprechen konnte. Amüsiert schmunzelnd sah er zu dem Jungen, der den Sitz hinunter gerutscht war. "Also weißt du, ich kann dich auch sehr gerne mitnehmen." Er strich dem Jüngeren durchs Haar, tat ihm dann aber den Gefallen und sah sich nach der Frau um, die bereits an ihnen vorbeigelaufen war. "Sieht nicht so aus, als würde sie sich für ihre Umgebung interessieren. Mach dir keine Sorgen, sie hat dich nicht gesehen."


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    • Jun
      Der Anblick seiner Mutter hatte ihm wirklich einen größeren Schock versetzt, als er gerechnet hatte und während der Brünette nun zusammengekauert so weit unten wie möglich auf dem Beifahrersitz saß und innerlich betete, dass seine Mutter Hayatos Wagen und ihm keinerlei Beachtung schenkte und ihren Weg einfach weitestgehend blind fortsetzte. Wie gewünscht behielt der Blauhaarige Juns Mutter im Blick und gab dem Jüngeren Bescheid, sobald sie fort war und er sich soweit außer Gefahr befand. Erleichtert atmete der Brünette langsam aus, richtete sich aber nur langsam und vorsichtig auf, ehe er wirklich sicher war, dass seine Mutter sich nicht mehr in der Nähe befand und er vorerst außer Gefahr war. Sein Herz klopfte immernoch recht schnell von dieser kleinen Aufregung und er fuhr sich ein wenig nervös mit einer Hand über das Gesicht, ehe er entschuldigend zu Hayato hinübersah. "Tut mir Leid... aber ich kann dir versprechen, dass sie ganz und gar nicht freundlich und nett reagiert hätte, hätte sie gesehen, wie ich aus deinem Wagen steige. Um genau zu sein hätte sie mir nicht nur einen Vortrag gehalten, sondern wahrscheinlich auch noch versucht die Polizei zu rufen und dich anzuzeigen. Sie... war noch nie gut auf gleichgeschlechtliche Beziehungen zu sprechen und noch weniger will sie, dass ich mit jemandem ernsthaft ausgehe. Einerseits soll ich mich ausschließlich auf meine Karriere und mein Training konzentrieren und andererseits... hat sie vielleicht schon vor einiger Zeit geahnt, dass ich mich für das andere Geschlecht weniger interessiere.", seufzte Jun leise, war aber der Meinung, dass er Hayato durchaus in gewissermaßen eine Erklärung schuldig war... gerade nach dieser Aktion eben. Hayato wusste, dass Jun es vor seiner Mutter allem voran bisher geheim halten wollte und dass sie unfassbar streng war, mehr hatte der Brünette aber eben bisher auch nicht erwähnt und er wollte nicht unbedingt, dass Hayato dachte er schämte sich dafür.
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    • ___ Hayato ___

      Als Jun endlich wieder in sie senkrechte wanderte und sich auf dem Beifahrersitz so hinsetzte, wie es sich eben gehörte, sah Hayato ihn mit einem verständnisvollen Lächeln an. "Ich glaube du unterschätzt mich etwas mein Hübscher. Die Polizei würde bei mir nicht sonderlich viel bringen, aber ich verstehe, was du mir sagen möchtest." er strich Jun sanft eine der schönen braunen Haarsträhnen hinters Ohr. "Ich dränge dich zu nichts und wir gehen das langsam an. Wir gehen noch nicht so lange miteinander aus und ich möchte dich nicht bereits jetzt in eine unangenehme Lage bringen. Wann immer du bereit bist dafür, ich werde warten." Er lehnte sich noch einmal kurz nach vorn, um Jun einen kleinen Kuss auf die Stirn zu hauchen. Hayato verstand sich im Umgang mit schwierigen Menschen, niemand war komplizierter als sein Großvater und genau weil das so war, wusste er das drängen oder übereilt etwas in Gang zu setzen, nie zu einem zufriedenstellenden Ergebnis führen würde. Alles musste sorgfältig geplant und abgepasst werden. Solche Menschen wie Juns Mutter waren wie schwierige Projekte mit anstrengenden Vertragspartnern - Hongkong zu Beispiel. Der pure Gedanke morgen wieder ein Onlinemeeting auf Chinesisch zu halten, ließ ihn bereits jetzt das Bedürfnis nach einem Vollrausch haben. "Oh Süßer bevor ich es vergesse. Ich fliege Freitag nach Seoul, ich werde also das nächste Wochenende nicht hier sein. Ich werde mich aber natürlich trotzdem melden." informierte er sein attraktives Date mit einem sanften Lächeln. "Ich bringe dir was Hübsches mit." seufzend lehnte er sich aber wieder zurück auf seinen Sitz. "Du solltest los, bevor deine Mutter schimpft und ich mir noch schwerer tue dich gehen zu lassen."


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    • Jun
      Nachdem er sich endlich wieder aufgerichtet hatte und Hayato ihm beteuerte, dass er verstand und er ihm durchaus Zeit geben würde, konnte Jun nicht anders als ihm einen Moment einen sanften Blick zu schenken und schließlich zu nicken. "Danke." Gerade als der Kleinere erneut aus dem Wagen aussteigen wollte, hielt Hayato ihn auf, um ihn darüber zu informieren, dass er das nächste Wochenende nicht im Land sein würde und sie sich deshalb nicht würden treffen können. Eher unbewusst und definitiv nicht mit Absicht bildete sich auf Juns Lippen ein kleiner Schmollmund bei dieser Neuigkeit und nachdem er für einen Moment die Nachricht geknickt verarbeitet hatte, fasste er sich wieder. "Alles klar. Danke, dass du mir Bescheid gibst. Dann telefonieren wir wohl, wann wir uns das nächste Mal wiedersehen können, oder?", schlug er daraufhin vor und gab Hayato selbst noch einmal einen kleinen Kuss auf die Wange. Mit einem Lächeln blickte er erneut zu Sherazade und verabschiedete sich ebenso bei der Prinzessin erneut, ehe er nun wirklich die Beifahrertür öffnete und aus dem Wagen stieg. Zum Abschied hob er noch ein letztes Mal die Hand, ehe er die Tür zumachte und sich schließlich auf den Heimweg begab. Er hatte weder Lust zu erklären, warum er so spät Heim kam, noch warum er eher legerere Kleidung trug, hoffte aber einfach nur, dass seine Mutter und sein Vater in der Küche zu beschäftigt wären, um mitzubekommen, dass er sich hereinschlich. Wenn das klappte, könnte er genauso gut behaupten er sei schon länger daheim und hatte einfach nur Ruhe gebraucht.
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    • ___ Haru ___

      Es war nicht so das er sich ausruhen wollte, aber mehrere Faktoren hatten ihn sozusagen in die Knie gezwungen, eher gesagt gewisse menschliche Faktoren, welche auf die Namen Keisuke und Naoya hörten. Der Anführer der Venoms hat sich als ziemlich durchsetzungsfähig erwiesen, wenn es darum ging ´kränkliche´Personen zur Ruhe zu verdonnern. Einmal hatte er Haruka fast verprügelt, nur damit er sich endlich ausruhe, das aber nur am Rande. Keisuke und die junge Ärztin hatten das als Naoyas Art der Freundlichkeit und Fürsorge interpretiert. Haru erinnerte es eher an einen versteckten Mordanschlag - das aber nur am Rande. Jedenfalls war dadurch einige Zeit verstrichen, was dem Velvet alles andere als schmeckte. Die Fortschritte, die beide Gangs machten, waren mehr schlecht als recht. Sie hatten inzwischen mehr Informationen darüber, welche Lebensmittel im Konbini um die Ecke in den nächsten Wochen im Angebot waren, als das sie bezüglich Virus Fortschritte machten. Dieser Fakt schlug beiden Anführern extrem auf die Laune und die Stimmung war alles andere als rosig. Sie hat keinerlei neue Informationen sammeln können, saßen nach wie vor bei dem was sie vor ein paar Wochen auch schon wussten fest und jeder schob jedem inzwischen die Schuld dafür in die Schuhe. Das Haruka die Nerven gerissen sind und er sich anderen Informationsquellen bedient hatte, war ihm nicht zu verübeln, auch wenn einen Informanten zur Rate ziehen nicht gerade auf taube Ohren stieß und Naoya locker einen Tag damit zugebracht hatte, ihm eine Moralpredigt darüber zu halten, dass man Informationen nicht vertrauen durfte, schon gar nicht so talentierten wie Hawks. Einige Streitgespräche später hatte selbst Naoya eingesehen, dass ihnen keine andere Möglichkeit blieb und nun waren sie genau da angekommen, wo sie gerade stehen.
      Haruka hatte den kompletten Tisch voller Videotapes, Fotos und Aufzeichnungen ausgebreitet, was sie etliche Stunden kosten würde, um das durchzuarbeiten.
      "Hawks ist einfach genial." schwärmte Akashi förmlich mit Herzchenaugen, was für ein genervtes Stöhnen bei Tetsuya sorgte. "Halt die Klappe Akashi, wir wissen das du auf Hawks stehst. Ändert nichts dran, das wir den ganzen Mist durchschauen müssen." pflaumte der Rothaarige seinen Kollegen an. "Ich...tue ich nicht!" knallrot stammelte der Blonde vor sich hin, woraufhin Haru dazwischen schritt. "Haltet beide die Klappe. Wenn ihr genug Zeit habt euch zu beschweren, dann habt ihr sie auch um euch nützlich zu machen, also an die Arbeit."


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    • Naoya
      Frustrierend war gar kein Ausdruck um zu beschreiben wie sehr es Naoya ankotzte, dass sie einfach keine sinnvollen Informationen über Virus fanden. Wann immer sie der Meinung waren, endlich eine Spur gefunden zu haben, landeten sie im nächsten Moment doch wieder in einer verdammten Sackgasse und das zog sich leider schon seit Wochen so hin. Naoya hatte das Gefühl, dass er mittlerweile mehr Zeit im Hauptquartier der Velvets zubrachte, als in dem der Venoms... oder überhaupt daheim. Immer wenn sie von der Schule kamen, trafen sie sich hier, um weiter an den wenigen Hinweisen und irgendwann standen sie endgültig in der Ecke. Naoya hatte ein langes Streitgespräch mit Haru geführt, als dieser Informationshändler und allem voran Hawks in Erwägung zog und nach Tagen der Frustration hatte der Venom schließlich nachgegeben unter der Bedingung, dass Hawks keinesfalls erfahren dürfte, dass die Venoms in diesem Handel involviert waren. Dass Naoya dem Kerl nicht traute war wenig verwunderlich, schließlich vertrauten nur Idioten Informationshändlern blind, aber der Venom konnte den Kerl zusätzlich auch nicht wirklich leiden. Er konnte nicht genau sagen was es war, womöglich rührte es aber daher, dass Tadashi seiner Zeit wohl eine ziemlich hässliche Auseinandersetzung mit dem Kerl gehabt hatte und seitdem Hawks aus dem Weg gegangen war. Niemand wusste worum es dabei gegangen war und außer Gerüchte und Mutmaßungen, gab es auch nichts handfestes. Das reichte aber für Naoya durchaus, um selbst Hawks zu meiden.
      So oder so hatte Haru aber nun einen Handel mit dem Kerl abgeschlossen und präsentierte den versammelten Velvets und Venoms die riesige Sammlung an Videotapes, Fotos und Audioaufzeichnungen welche vermutlich mehrere tausend Stunden an Material beinhalteten. Das würde alles sicher nicht innerhalb eines Wochenendes erledigt werden und Naoya behielt dabei ebenfalls im Hinterkopf, dass alle seiner Mitglieder in gewissermaßen minderjährig waren und am Ende des Tages wieder nach Hause zu gehen hatten. Nachtschichten wären also so ziemlich für alle keine Option und der Brünette sah sich schon alleine hier mitten in der Nacht mit langweiligen Videoaufnahmen und Popcorn sitzen. Er hätte zumindest die Möglichkeit nicht Heim gehen zu müssen und im Zweifelsfall würde sein Vater es nicht einmal hinterfragen.
      Die Schwärmerei von einem der Velvets bezüglich Hawks ignorierte Naoya geflissentlich, weil es ihn das Teenie-Geschwärme so ganz und gar nicht interessierte. Stattdessen trat er etwas näher an den Tisch und überblickte schweigend das gesamte Material.
      "Das ganze ist ja schön und gut, vergesst aber nicht, dass wir immer noch Mitglieder brauchen, die weiterhin auf Patrouille gehen.", gab Ryo beiläufig zu bedenken, während die Schwarzhaarige ihren Blick direkt an Naoya wandte und ganz klar auf seine Meinung dazu wartete. Ryo war eines der Mitglieder der Venoms, die sich immer noch nicht ganz an die Zusammenarbeit mit den Velvets gewöhnt hatte und grundsätzlich keinerlei Anweisungen von Haru annahm. Aus diesem Grund schien ihr in dieser Sache auch nur wirklich die Meinung Naoyas wichtig zu sein.
      "Das ist nicht ganz unrichtig... für die Venoms gilt auf jeden Fall: Der Patrouillenplan bleibt bestehen. Wenn wir jetzt Leute abziehen, holen sich die anderen Gangs unsere Gebiete, während wir hier Videos ansehen. Das ist auch keine Lösung. Schule hat auch weiterhin oberste Priorität und ich dulde keine Schwänzer. Ansonsten... jeder der nicht auf Patrouille ist und weder in der Schule noch daheim Verpflichtungen hat, hilft hier mit und wir versuchen uns zusammen weitestgehend durchzufitzen."
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    • ___ Haru ___

      Der Tonfall von Ryo entging Haru natürlich nicht und es war eher ein offenes Geheimnis, dass sich die beiden nicht unbedingt leiden konnten. Daher hatte Haruka irgendwann eine Art neues Hobby entwickelt, das Mädchen auf die Palme zu bringen, in dem er sie einfach nur angrinste, wenn sie blöde Bemerkungen machte. Das reichte meistens schon aus, dass sie ihn am liebsten erdolchen wollte. Jedenfalls schenkte er ihr auch jetzt einen ziemlich amüsierten Blick, ehe er sich dann an seine Gruppe wendete. Ähnlich wie bei den Venoms war auch seine Gang nicht sonderlich daran interessiert, irgendwelche Anweisungen von Naoya anzunehmen. Keisuke entschied rational und wies sowohl Naoya als auch Haru daraufhin, wenn sie beide dumme Vorschläge machten, daraufhin schnalzten die beiden Anführer genervt mit der Zunge, weil sie wussten, dass er recht hatte. Manche Dinge waren tatsächlich zur Routine geworden. Allerdings erwischte sowohl Haruka als auch Naoya noch genug Mitglieder, die der Zusammenarbeit sehr negativ gegenüberstanden und nur nach Streitthemen zu suchen schienen. Das war auch wieder so ein Thema, dass ihnen unnötig Arbeit machte. "Ihr haltet euch ebenfalls an den Plan, was die Sichtung der Sachen hier angeht, könnt ihr das mir und Keisuke überlassen. Der Rest kümmert sich weiter um die Patrouillen und ich erwarte nach wie vor Berichte. Wenn ich allerdings noch einen Bericht darüber lesen muss, dass der Seveneleven eine süße neue Angestellte hat, schlage ich euch die Köpfe ein, das gilt auch für die Venoms. Eins noch, auch wenn Naoya ungern recht gebe, sehe ich es genauso, kümmert euch um eure Schule und Familie. Das hat Vorrang." Harukas Blick wanderte zu Keisuke "Und du, ich weiß, dass du mir am liebsten rund um die Uhr hilfst, aber du hast Familie, also übertreib es nicht." mahnte Haruka in einem allerdings ziemlich sanften Tonfall, woraufhin Keisuke auch nickte. Der Blick des Blonden wanderte zum Tisch. "Ich will lieber nicht wissen wie teuer das war, oder?". "Nope, willst du nicht. Also fangen wir an. Vom Anstarren allein wird es auch nicht weniger."


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    • Naoya
      Ähnlich wie auch für die Venoms galt für die Velvets, dass sie auch weiterhin ihren Patrouillen und anderen Tätigkeiten nachgingen und sowohl Schule als auch Familie zu priorisieren war. Das hieß im Umkehrschluss natürlich, dass hauptsächlich nur eine Hand voll Leute die Zeit hätte, um sich diese tausenden an Stunden an Material anzusehen. Das war definitiv mehr als ungünstig und wenn sie nicht die nächste Woche weder Schlafen noch ausruhen wollten, nur um die Aufnahmen zu überprüfen, würden sie wahrscheinlich sogar über einen Monat brauchen. Naoyas Blick glitt zu seinen engeren Vertrauten hinüber. Minako war bereits seit einer Woche nicht mehr hierher gekommen, da bei ihr zurzeit Prüfungen anstanden und Naoya ihr untersagt hatte diese zu vernachlässigen. Ryo, Anko und Seiko waren mit zwei Neulingen für die heutige Patrouille ausgewählt worden und würden bald schon aufbrechen. Akio war heute gar nicht erst gekommen, da sich bei ihm die familiären Probleme gerade sehr häuften. Also blieben erstmal nur Kenshin und Yasuo, welche bereits erwartet hatten, dass Naoya sie für diese Recherche mit heranziehen würde. "Könntet ihr beiden versuchen euch erst einmal durch die Fotoaufnahmen zu arbeiten? Das geht wahrscheinlich am schnellsten. Wenn ihr es aber nicht alles schafft, ist das erstmal nicht so wild. Behaltet die Zeit im Blick und haut ab, wenn es zu spät wird.", murmelte Naoya an die beiden gerichtet und erntete dafür ein gehorsames Nicken, ehe die beiden einen Stapel der Fotografien in einer Schuhbox mit in eine ruhigere Ecke brachten, wo sie sich zusammen niederließen und die Arbeit begannen.
      "Ich muss mal eben einen Anruf tätigen. Ich bin sofort wieder da, dann fang ich mit einem Teil der Überwachungsaufnahmen an.", erklärte Naoya schließlich an Haru und Keisuke gerichtet, wobei er bereits sein Handy aus der Jackentasche fischte und noch während er sich ein wenig von ihnen entfernte eine Nummer wählte. Es dauerte nicht lange, ehe Amari, seine jüngste Schwester heranging und sich kurz und knapp meldete. "Ich werde heute Abend wohl nicht Heim kommen können. Ich hab grad sehr viel bei den Venoms zu tun und muss wohl eine Nachtschicht einlegen. Kannst du dir eine Ausrede für mich bei Shino und Masahiro einfallen lassen? Hm... sag ihnen einfach, ich hätte dich betrunken angerufen und bin wohl mit irgendeinem Mädchen in ein Hotel gegangen. Das hinterfragen sie ja wahrscheinlich eh nicht." Er nickte einige Male auf Amaris Worte und beantwortete ihre Fragen mit einem bestätigendem 'Hm', ehe er sein Handy in die andere Hand nahm und es nun an das entgegengesetzte Ohr drückte. "Geh ruhig in mein Zimmer und hol dir etwas Geld aus meiner Spardose... bestellt euch etwas zu essen und geht dann zeitig genug schlafen. Falls Papa fragt... bin ich bei einem Kumpel über Nacht. Okay? Alles klar... schönen Abend! Hab dich lieb und bis morgen..."
      Damit legte Naoya schließlich auf und kehrte seufzend zu Keisuke und Haru zurück. "Alles klar... mit welchem Datum soll ich anfangen?"
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    • ___ Haru ___

      In der Tat hatte er für all das Zeug hier auf dem Tisch verdammt viel Kohle hingelegt und wahrscheinlich war von all dem, wenn sie Glück hatten, 20 % überhaupt brauchbar, aber damit kamen sie wenigstens deutlich schneller voran als in den letzten Wochen. Ehrlich gesagt hatten sie sich nur noch im Kreis gedreht und auch wenn Haru es nicht zugeben wollte, wollte er unter allen Umständen vermeiden, dass sich nun auch die Venoms und Velvets wieder an die Gurgel gingen, das konnten sie gerade noch weniger gebrauchen, als den Umstand das Virus hinter ihnen her war. Da sie keine Erfolge zu verzeichnen hatten, war die Stimmung angespannt und als Anführer musste er etwas unternehmen. Sicherlich hatte Naoya das auch bemerkt und deshalb war die Schimpftirade, weil er einen Informanten zurate gezogen hatte, ziemlich kurz ausgefallen. Haru hatte es ja nicht gemacht, um sie in Gefahr zu bringen und das wusste selbst der Venom, so viel Verstand traute er dem Kerl dann doch zu. Der Dunkelhaarige würde lügen, würde er behaupten, dass er nicht dankbar dafür wäre, dass sie beide sich wenigstens aktuell nicht versuchten umzubringen. Für ihre Spielchen hatte er gerade nicht die Nerven, wenn er sich Sorgen wegen beiden Gangs machen musste. Einen erneuten Streit untereinander konnte er gerade wirklich nicht gebrauchen und er war sich sicher, dass es Naoya da nicht anders ging. Naoya hatte zwei der Venoms die nicht gleich verschwinden mussten mit der Sichtung einiger Fotos beauftragt, während Haru und Keisuke sich erst Mal dran machten eine der Boxen durchzusortieren, bzw. herauszufiltern, womit sie anfangen sollten. Der Anführer der Venoms war währenddessen telefonieren gegangen, kam aber zeitig wieder und erkundigte sich, womit er anfangen sollte. Haruka hatte Keisuke inzwischen einen Stapel Schriftdokumente bzw. Protokolle in die Hand gedrückt, damit sich Haru mit den Videos beschäftigen konnte, weshalb der Blonde nickend sich an eine Ecke des Tisches verzog. "Der Stichtag als wir erfahren haben wann Virus an Waffen gekommen ist, beginnt ab hier. "er deutete auf einen Teil der Videos in der sortierten Box. "Ich schlage vor, einer arbeitet sich durch die Videos vor diesem Datum und der andere was danach passiert ist. Wer zuerst fertig ist, hilft dem anderen mit den Videos weiter." er nahm daraufhin einen Teil aus der Kiste vor der Zeit dieses Datums. "Würdest du damit anfangen? Ich nehme den anderen Teil."


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    • Naoya
      Nachdem das Telefonat mit seiner jüngsten Schwester erledigt war und Naoya sich sicher war, dass seine Geschwister einen Abend durchaus ohne ihn klarkämen, war der Brünette zu Keisuke und Haru zurückgekehrt und hatte sich erkundigt, welche Filmaufnahmen er zuerst durchsehen sollte. Als Haru ihm daraufhin vorschlug eine Auswahl der Aufnahmen durchzusehen, nickte der Brünette lediglich und schnappte sich eben jene Aufnahmen, eher sich nicht weit entfernt mit einem Laptop auf dem Schoß auf einem Stuhl niederließ und begann die erste Aufnahme in doppelter Geschwindigkeit abzuspielen. Ihm wurde dabei sehr schnell bewusst, dass er später definitiv mehr als einen Kaffee benötigen würde, um diese Nacht zu überstehen und ebenso würde er sich später noch etwas zu Essen besorgen müssen, damit er die gesamte Nacht nicht verhungern musste. Von den Venoms war er sich sehr sicher, dass spätestens gegen zehn Uhr abends der Letzte Heim gehen würde und auch die Velvets waren kaum älter als die Venoms, weshalb diese Regeln vermutlich auch für sie galt. Es würden also irgendwann alle Heim gehen müssen und Naoya würde sich dann schon alleine beschäftigen. Klang zumindest nach einer sehr ruhigen Nachtschicht für ihn, selbst wenn er Langeweile nicht ganz ausschließen wollte.
      ~
      So verging also langsam die Zeit, während Naoya die bisher uninteressanten Überwachungsaufnahmen durchsah und bald schon ging die Sonne draußen langsam unter, während immer mehr Venoms und Velvets sich verabschiedeten und den Heimweg antraten. Kenshin und Yasuo waren bereits vor über einer Stunde Heim gegangen und hatten versprochen morgen die Arbeit fortzusetzen und selbst Anko, Seiko und Ryo hatten ihre Patrouille beendet und sich für den Abend verabschiedet. Nur noch eine Hand voll Leute war überhaupt noch anwesend und während Naoya das erste Mal ein kleines Gähnen entschlüpfte, hoffte er ja fast inständig, dass auch Keisuke und Haru hier bald verschwanden, damit er sich am nächsten Kiosk einen oder drei Kaffee sowie Fertignudeln holen konnte, um seine Arbeit am Laptop fortzusetzen.
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    • ___ Haru ___

      Nun die Aufgaben waren weitestgehend verteilt, es gab keine unnötigen Komplikationen und keiner beschwerte sich. Die beiden Jungs sahen friedlich die Fotos durch und von den Velvets war außer Keisuke niemand hier, weshalb es daher zumindest friedlich zugehen würde, ohne das sich jemand an die Gurgel ging. Man konnte zwar nie ganz ausschließen, dass sich Haruka und Naoya nicht irgendwann umbrachten, aber bislang waren sie beide noch in einem Stück. Keisuke las sich die Protokolle durch, malte hin und wieder etwas mit einem gelben Marker an oder notierte Dinge mit einem Bleistift. Man sah ihm den guten Schüler in solchen Moment doch ziemlich an, weshalb solche Aufgaben wie geschaffen für ihn waren. Bei Keisuke musste sich Haru nie Gedanken machen, er würde etwas übersehen oder nicht sauber arbeiten. Wahrscheinlich nahm er all das ernster als sie alle zusammen, das war eben die Art seines Vizes und würde Haru irgendwann seinen Posten aufgeben, waren die Velvets bei ihm in guten Händen, vorausgesetzt Keisuke hörte nicht mit ihm gemeinsam auf, was er ihm durchaus zutraute. Bis dahin war es aber noch ein weiter Weg. Haru hatte sich also wie es auch Naoya tat mit einem Laptop in eine Ecke verzogen und ließ die Videos durchlaufen. Außer ein paar Passanten lief niemand an den Überwachungskameras vorbei, die Hawks angezapft hatte, an Orten wo man Virus des Öfteren sichtete. Da sie aber davon zahlreiche hatten, würde das eine verflucht lange Nacht werden. Nun auf Haruka wartete ohnehin niemand, also könnte er hier so lange Sitzen bleiben wie er wollte. Ob Naoya das echt durchzog? Schließlich wartete auf ihn offenbar eine sehr liebevolle Familie ...
      Ab und an hatte Haru eine Pause gemacht und war zum Rauchen vor die Tür gelaufen, warf dabei immer mal wieder einen Blick auf Keisuke bis dann auch schon die Sonne unterging und er seinen Vize verdonnerte, seinen Hintern endlich nach Hause zu bewegen. Er wusste, dass man auf ihn wartete und Haruka würde es nicht zulassen, dass er sein warmes Zuhause nur wegen seiner Liebe zu den Velvets vernachlässigte. Als sich auch Keisuke verabschiedete, war er mit Naoya allein im Raum und warf sich zurück in einen der Sitzsäcke, die er vor einer Weile mal hier her verfrachtet hatte, während er weiter auf den Laptop starrte. "Auf mich wartet niemand. Du kannst also ruhig nach Hause.", bot er Naoya an. Nicht wie gewohnt in seinem sonst eher unfreundlichen Ton, sondern auf überraschend zuvorkommende Art. Schließlich hatte Haru wirklich niemanden zu dem er nach Hause könnte, also war es nicht tragisch würde er die Nachtschichten übernehmen.


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    • Naoya
      Zugegeben Naoya verlor durchaus ziemlich sein Zeitgefühl, während er sich stundenlanges unfassbar langweiliges Videomaterial einer dunklen Nebengasse durchsah, in der mehr streunende Katzen zu sehen waren als auch nur irgendeine menschliche Seele. In den letzten zwei Stunden hatte er auf dem Material genau eine ältere Dame entdeckt und die hatte eine Mülltonne durchsucht, nur um einen schwarzen Beutel herauszuholen und darin herumzukramen. Drogen? Essen? Kleidung? Naoya war sich nicht ganz sicher, ob die Dame obdachlos war oder gewissen Geschäften hier nachging, aber eines war klar: wenn sie ein Mitglied von Virus war, war Naoya ein vorbildlicher Musterschüler. Der Brünette wurde erst ein wenig aus seinen Gedanken gerissen, als er Harukas Stimme vernahm und überrascht realisierte, dass nicht nur Keisuke gegangen war, sondern sie beide auch mittlerweile hier ganz alleine waren. Erstaunlich, dass der Venom das nicht bemerkt hatte. "Schon gut, meine Geschwister wissen Bescheid, dass ich nicht Heim kommen werde. Ich habe also kein Problem eine Nachtschicht einzulegen.", entgegnete Naoya daraufhin und stellte den Laptop von seinem Schoß neben sich auf dem Boden ab, nur um ihn zuzuklappen und dann selbst vom Stuhl aufzustehen. Stöhnend streckte er sich nach einigen Stunden des stillen Sitzens, ehe er sich leise räusperte und langsam zu Haruka hinüberlief. Gerade jetzt war ihm ganz und gar nicht nach Streitereien zumute. Er war müde und noch immer recht frustriert aufgrund der gesamten Situation. Da war kein Platz für sinnlose Diskussionen über Nichtigkeiten. Und wenn sie beiden hier ohnehin über die Nacht mehr oder weniger zusammen festsaßen, könnte er auch das beste draus machen. "Ich würde mich eben auf den Weg zu dem Kiosk zwei Straßen weiter machen, um Kaffee und Fertigramen zu holen. Möchtest du auch etwas?"
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    • ___ Haru ___

      Wie lange saß er hier eigentlich schon? So bequem der weinrote Sitzsack auch war, er eignete sich eindeutig nicht für längere Sessions, um langweiliges Filmmaterial durchzusehen. Sein Hintern tat weh und von seinem Rücken wollte er gar nicht erst anfangen. Gott fühlte er sich alt. Einen Moment nahm er sich um kurz vom Display aufzublicken und sich zu strecken. Bislang war das Filmmaterial alles andere als informativ. Klar hatte er nicht erwartet, dass sie direkt nach 5 Minuten einen Treffer landeten, aber der Gedanke das sich Hawks mit solchen Sichtungen täglich beschäftige, forderte schon einen gewissen Respekt. Haruka hatte ja schon nach diesem Tag keine Lust mehr. Die Sonne war inzwischen schon untergegangen und außer ihm und Naoya war niemand mehr hier. Würde in dem Video wenigstens mal etwas explodieren oder wenigstens eine schöne Frau vorbeilaufen, wäre das ja ein Grund zu feiern, aber alles was er bisher entdeckt hatte, war ein mies gelaunter Hund, zwei Polizisten die sich durch die Straße schleppten wie Zombies aus the walking dead und ein Pizzabote. Erst sein Blick aufs Handy verriet ihm, dass sie es inzwischen auch schon halb 12 hatten, weshalb er sich bei Naoya erkundigte, ob er wirklich nicht lieber nach Hause wollte. Er beobachtete den Venom wie dieser aufstand und sich stöhnend streckte. Ja, konnte er nachempfinden. Seufzend rieb sich Haru inzwischen schon die Augen und blickte überrascht auf als Naoya plötzlich vor ihm stand und sich erkundigte, ob er nicht etwas vom Kiosk wollte. Gerne hätte Haru ja einen amüsanten Kommentar abgelassen, dass es ja richtig rührend war, wie sich Naoya um ihn kümmerte, aber dafür hatte er gerade nicht die Nerven. Zumal Naoya allgemein ein wenig netter geworden war, seit der Sache mit dem Krankenhaus. Soweit man diesen verfluchten Venom als nett bezeichnen konnte. Wenigstens drohte er ihm nicht mehr damit ihn bei der nächsten Gelegenheit abzumurksen, was Haru als Erfolg verbucht hatte. Gut auch Haru war deutlich friedlicher geworden, soweit man das von ihm sagen konnte. Er gab dem anderen hin und wieder sogar recht, was aber nach wie vor einen bitten Beigeschmack hatte. An diese Situation sollte sich eindeutig keiner von beiden gewöhnen! Dennoch er hatte echt keine Nerven für Zickereien, weshalb er für das Angebot sogar ziemlich dankbar war. "Klingt gut. Meine Jacke hängt über dem Stuhl, nimm dir an Geld mit was du brauchst." gähnend rieb sich Haruka über das Gesicht. Ja, Kaffee klang in der Tat gerade verdammt gut.


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    • Naoya
      Er hatte sich seine Lederjacke mit Emblem der Venoms auf dem Rücken übergestreift und sich nach Wünschen von Haru erkundigt, der überhaupt nicht abgeneigt zu sein schien. Nun gut... irgendwie würden sie beide sich ja die Nacht halten müssen, bei solch unfassbar langweiligem Videomaterial. "Wie trinkst du deinen Kaffee?", fragte Naoya kurz darauf etwas expliziter nach und winkte dann nur ab, als Haru meinte er solle sich das Geld aus seiner Jacke nehmen. "Das mache ich, wenn ich zurückkomme und weiß wieviel du mir schuldest."
      Damit machte sich der Venom auch schon gähnend auf den Weg um zwei Straßen weiter den Kiosk zu betreten und ihren kleinen nächtlichen Einkauf zu erledigen.
      ~
      Etwa eine Viertel Stunde später betrat der Brünette die Lagerhalle der Velvets mit einer Pappe in der einen Hand in welcher zwei Kaffeebecher vor sich hindampften und in der anderen Hand ein durchsichtiger Plastikbeutel mit zwei Bechern Fertigramen und ein paar zusätzlichen Snacks und Süßigkeiten, für den Fall dass Haru hier drinnen mit rauchen anfing und Naoya sich von seinen Kopfschmerzen ablenken müsste. Schließlich war das hier immer noch das Zuhause der Velvets. Wenn Haru hier drinnen rauchen wollen würde, könnte Naoya wohl kaum etwas dagegen sagen. Schweigend stellte der Brünette dem Velvet seinen Kaffee auf den nächstgelegenen Tisch zusammen mit einer Packung Instantramen und holte sich dann aus Harus Jacke den exakten Betrag für den Kaffee und das Essen. "Der Kiosk scheint vierundzwanzig Stunden geöffnet zu sein und bietet auch einiges an warmen Getränken und Essen an. Ist also wirklich gar nicht mal so übel, wenn man hier eine Nachtschicht einlegen muss.", murmelte Naoya dabei recht ruhig, während er an seinen eigenen Platz zurückkehrte, seine Lederjacke wieder auszog und den ersten Schluck von seinem Kaffee nahm. Dass die süße Kassiererin, die vermutlich ein paar Jahre älter als Naoya war ihn eingeladen hatte doch bei ihren Nachtschichten öfter vorbeizuschauen, da sie sich nur langweilte, erwähnte Naoya nicht unbedingt. Bisher gingen Haru und er ganz passabel für den heutigen Tag miteinander um. Nach dieser Information kämen aber mit Sicherheit dumme Kommentare und Naoya wüsste ja nicht einmal genau warum er Haru davon erzählen sollte.
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    • ___ Haru ___

      Es fiel dem Velvet ziemlich schwer wach zu bleiben, wenn er nun schon zum keine Ahnung wievielten Mal dieselbe bescheuerte Mülltonne anstarrte und sich nicht einmal eine Katze dorthin verirrte. Er könnte zwar schwören, er hatte eine Ratte so groß wie eine Katze entdeckt, aber vielleicht war das auch nur die Übermüdung oder der Wunsch das wenigstens irgendetwas Spannendes passiert. Spannung in Form einer Ratte, Gott jetzt ging es eindeutig bergab. Gähnend hatte er Naoya angeboten, er könne sich ruhig das Geld aus seiner Jacke nehmen, eher gedanklich schockiert feststellte, dass er gerade einen Venom an seinen Geldbeutel ließ. Wäre er fitter, hätte er jetzt wahrscheinlich skeptisch die Stirn gerunzelt und sich selbst hinterfragt, gerade hatte er dafür aber einfach nicht die Nerven. "Schwarz", antwortete er stattdessen einfach nur auf die Frage des anderen Anführers, während dieser dann verschwand, um sie mit Vorräten zu versorgen. Da Haru allerdings langsam hier fest wuchs, stand er kurz auf um sich zu strecken und um nach Draußen zu verschwinden, damit er eine Zigarette rauchen konnte. Haru war kein Freund vom Rauchen in geschlossenen Räumen, weshalb er nach draußen vor die Tür ging, ganz glücklich über die kalte Nachtluft. Zwar fröstelte er ein wenig, aber wenigstens hielt ihn der kalte Luftzug wach und so rauchte er seine Zigarette, schüttelte sich aufgrund der Kälte doch etwas und verschwand schnell wieder nach drinnen. Dort widmete er sich den ´spannenden´Aufnahmen, die sich gefühlt immer noch nicht verändert hatten und wartete auf die Rückkehr seines Leidensgefährten. Das er das jemals sagen würde. Na ein Glück konnte bislang noch kein Mensch Gedanken lesen. Naoya hatte sich nicht wirklich Zeit gelassen, sondern war zügig zurückkehrt, was er dem anderen doch ein wenig anrechnete. Er hätte dem Venom durchaus zugetraut, dass er sich irgendwo vergnügte, während Haru hier versauerte. Nun falsch gedacht. Der Dunkelhaarige kehrte also zurück und berichtete ihm von dem durchaus praktischen Kiosk. "Hier gibt es glücklicherweise zahlreiche Konbinis. Man fängt an die Dinger zu lieben."antwortete ihm Haruka ungewohnt pflegeleicht und nahm dankend den Kaffee entgegen.


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    • Naoya
      "Glaube ich dir. In der Nähe des Venom Hauptquartiers mangelt es eher an soetwas, weshalb wir uns hauptsächlich von Snacks und nicht-alkoholischen Getränken zum Mixen aus der Bar ernähren. Ich wäre ja schon glücklich über einen 7-Eleven in der Nähe, aber der ist auch knapp eine halbe Stunde Fußweg entfernt.", seufzte Naoya daraufhin. Den Laptop ließ er vorerst geschlossen und fischte stattdessen seinen Instantnudelbecher aus dem Beutel, welchen die Kassierin zuvor bereits mit heißem Wasser aufgefüllt hatte, damit er und Haru die heißen Nudeln direkt essen könnten. Er zückte also die Einwegstäbchen seiner Ramen, rückte mit dem Stuhl näher an den nächstgelegenen Tisch und begann dann genüsslich die heißen Nudeln in Instanthühnerbrühe zu verschlingen. "Hattest du bisher irgendwelchen Erfolg? Bis jetzt ist auf meinen Aufnahmen kaum etwas geschehen. Ich bin mir nicht mal sicher, dass Virus diese Gasse überhaupt auf irgendeine Art und Weise nutzt. Die scheint hauptsächlich nur als Mülldeponie der umliegenden Bewohner zu dienen und mehr nicht.", initiierte Naoya bereits das nächste Gespräch, wenngleich er es Haru natürlich nicht übel nehmen würde, würde der Velvet nicht unbedingt mit ihm Smalltalk führen wollen. Ehrlich gesagt war Naoya solche Stille absolut nicht gewohnt, schon gar nicht, wenn er wusste, dass er nicht alleine war. Mit drei weiteren Geschwistern im Haus und besonders einer sehr launischen jüngeren Schwester war es daheim nie leise und irgendetwas war eben immer los. Zumal Naoya ohnehin eher zu den gesprächigeren Leuten zählte. Sich so lange nur anzuschweigen und mehr oder weniger zu ignorieren lag absolut nicht in der Natur des Venoms. Natürlich war die Situation und Stimmung zwischen ihnen beiden allgemein in letzter Zeit auch sehr ungewöhnlich und ganz und gar nicht normal. Das hing mit großer Wahrscheinlichkeit mit der Tatsache zusammen, dass sie eben wirklich miteinander geschlafen hatten, abgesehen davon hatten sie aber durchaus auch gelernt besser miteinander zu kooperieren und gemeinsam zusammen zu arbeiten. Sie legten ihren Stolz beiseite für das Wohl beider Gangs.
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    • ___ Haru ___

      Haruka wusste nicht worüber er gerade mehr erstaunt war, darüber das Naoya tatsächlich eine Unterhaltung mit ihm führen wollte oder der Fakt das es wohl tatsächlich eine Ecke in Tokyo gab, wo es kaum Konbinis gab. Dabei sprangen diese einem förmlich ins Gesicht. Da der Dunkelhaarige aber nicht der Arsch sein wollte, wenn sich Naoya so überraschend Mühe gab, erwiderte er die Unterhaltung. "Ich bin ziemlich erstaunt, dass es tatsächlich einen Ort ohne Konbinistore in Tokyo gibt. Hattet ihr in eurer Gegend nicht mal einen Lawson oder hat der zu gemacht?" fragte der Anführer der Velvets also nach und stellte nun ebenfalls den Laptop zur Seite, damit er sich an den Tisch setzen konnte, um zu essen. Unter normalen Voraussetzungen hätten sich die beiden Anführer wahrscheinlich lieber ins Gesicht geschlagen, als gemeinsam an einem Tisch zu sitzen und zu Abend zu essen, aber gerade war es überraschend .... nett. Ja, irgendwie war es tatsächlich nett. Vielleicht war er übermüdet? Das wird es sein. Haru seufzte leicht und kniff sich in den Nasenrücken, er hatte Kopfschmerzen. Der Kaffee und was zu Essen würden ihm sicherlich guttun. So begann auch der Velvet zu essen, ehe ihm Naoya eine Frage stellte. Er wusste ja, dass der Venom zur gesprächigen Sorte Mensch gehörte, aber selbst mit ihm beim Essen? Nun es war definitiv angenehmer als sich anzuschweigen. "Ich habe eine Ratte so groß wie ein Katze gesehen. Hätte Ähnlichkeit mit der Tusse von Virus, aber war sie dann doch nicht." antwortete Haruka amüsiert. Eine Weile lang sah Haruka den anderen schweigend an, ehe er den Kopf auf dem Arm abstützte und den Älteren in die Augen sah. "Sag mal...du hast doch Geschwister. Wissen Sie was du tust? Ich meine, sagt deine Familie nichts dagegen?", Haruka wusste selbst nicht genau, warum er ausgerechnet dieses Gespräch mit Naoya suchte, aber wenn er ganz ehrlich zu sich selbst war, dann interessierte ihn das tatsächlich. Vielleicht gab es ja tatsächlich Familien die ihre Kinder unterstützten, egal was sie taten.


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    • Naoya
      "Haben wir tatsächlich, wird aber jetzt von einer Yakuza Familie verwaltet die nicht allzu gut auf uns zu sprechen ist.", entgegnete Naoya mit vollem Mund, während er sich auch schon die nächste Portion Ramen hineinschob. Daheim achtete Shino sehr auf Tischmanieren jeglicher Art, weshalb Naoya sich für dieses Verhalten locker eine Predigt hätte anhören müssen, gegenüber Haru sah er aber nicht unbedingt die Nötigkeit sich zu benehmen. Sie würden ohnehin wohl niemals Freunde werden und was genau der Velvet von ihm dachte, war ihm tatsächlich auch eben weitestgehend egal. Naoya schlürfte also seinen Becher mit Instantnudeln aus, ehe er sich in seinem Stuhl zurücklehnte und wieder seinem Kaffee widmete, der ihn wohl heute als einziges vom Schlafen abhalten würde. Vielleicht würde Naoya heute Nacht der Kassiererin auch noch einmal einen Besuch abstatten müssen. Ein Kaffee wirkte irgendwie zu wenig, um nicht vor dem Laptop mit den langweiligen Aufnahmen einzuschlafen.
      "Ich wette Hawks benutzt irgendein Programm, um Videoaufnahmen gleich nach bestimmten Informationen zu filtern. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Kerl sich ernsthaft Tage an Videomaterial durchschaut, ohne zumindest jenen Stellen herauszufiltern, in denen sich auf dem Bild nichts bewegt.", seufzte der Venom darauf und wünschte sich wirklich sie hätten solche Technik zur Verfügung. Im Endeffekt waren sie aber eben nur kleinere Gangs und unter den Venoms gab es kaum IT Spezialisten, die dazu in der Lage wären. Vielleicht sollten sie mal jemanden dafür rekrutieren.
      Naoya löste sich aus seinem Gedankengang einen Hacker für die Venoms einstellen zu wollen, einfach nur weil das in Filmen immer unfassbar cool wirkte, und blickte dann doch ein wenig überrascht zu Haru auf, der sich nach Naoyas Familie erkundigte. Solches Interesse hatte der Venom sicher nicht erwartet.
      "Meine jüngste Schwester weiß über die Venoms und mein Verhältnis zu ihnen Bescheid. Mein Bruder und meine andere Schwester sind einfach nur der Meinung ich habe einen recht großen, eher zwielichtigen Freundeskreis, hinterfragen es aber auch nicht weiter, solange mir nichts geschieht. Die beiden sind der Auffassung, dass ich ständig feiern bin. Und mein Vater hat von alldem nicht wirklich eine Ahnung, ist aber auch seltener zu Hause. Er vertraut mir, dass ich erwachsen genug bin selbst intelligente Entscheidungen zu treffen. Wie steht es mit dir?"
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