[2er RPG] No Good For You

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    • Mike hatte ihm nach seinen Worten sofort gesagt, er hätte doch überhaupt gar keine Ahnung. Daran tat der Blonde aber nichts, es war wahrscheinlich einfach nur die Wahrheit gewesen, weswegen er es ohne Widerworte hinnahm. Stattdessen stieß er nur Luft aus und zuckte mit den Schultern, um ihm mit seiner Stille recht zu geben. Anthony löste langsam die Luft von seiner Schulter und drehte sich wieder zur Theke, wo er kurz der Barkeeperin dabei zusah, wie sie die nächsten Getränke für die anderen Gäste mixte. Lange blieb er aber nicht dabei, denn er trank wieder einen Schluck und hatte damit wieder ein wenig die Konzentration auf den sprechenden Herren neben sich gehabt, weil seine Augen mit dem Glas vor sich nicht viel interessantes zu erblicken hatten. Mit dem abgestellten Glas sah er wieder zu Mike, der ein wenig über Kamila erzählte. Er wüsste zwar nicht, warum sie verzweifelt sein sollte aber er ließ ihn aussprechen. Er konnte sich überhaupt gar nichts darunter vorstellen, warum sie so plötzlich verzweifelt sein sollte. Er konnte aber nicht lange daran bleiben, denn er musste irgendwie den Worten von dem großen Mann folgen, obwohl er so schon alles verzögert wahrnahm. Mike sprach aber etwas an, was ihn wieder zum nachdenken brachte. Weswegen war sie denn sonst so traurig gewesen, dass sie die ganze Zeit lang kein ehrliches Lächeln von sich gab? An der Frage blieb er kurz dran, bevor er eher zur Frage kam, warum sie es dann bei ihm löste. Er sah schon fast erschrocken zu ihm, aber er vergaß bereits, was er gerade noch für einen Geistesblitz hatte. Die Vergesslichkeit lachte er nur kurz ab, bevor er sich wieder auf seine Worte konzentrierte. Viel hatte er von Mike bisher noch nicht gehört, vielleicht war er alkohlisiert einfach gesprächiger oder Anthony sollte sich mal darum kümmern, mehr mit ihm zu machen. Es ging aber gerade auch um jemanden, der Beiden wichtig ist. Irgendwas war wohl, was er richtig vermasselt hatte, denn sonst konnte Mike den Absturz seiner Schwester nicht erklären.
      Aber damit blieb er für einen Moment festgefroren, sein Blick klebte an seinem Glas, welches er schnell leerte. Danach hielt er das Glas aber immernoch fest, tippte mit dem Zeigefinger auf das Glas, bevor er dieses entlang kratzte. Was hatte er denn falsch gesagt.. Für sich hatte er vieles falsch gemacht und seine Worte konnten beim Gespräch nicht noch unehrlicher sein, aber die waren doch nicht beleidigend, oder? Bei dem Gedanken, dass er sie damit verletzte, schmerzte ihm selber das Herz, weswegen er kurz panisch nach Luft schnappte. Die Stärke wurde langsam höher an der Hand, mit welcher er das Glas hielt. Bevor er das aber noch platzen lässt, ließ er den Druck auf der anderen Hand aus. Gerade hatte sich sein Kopf damit beschäftigt, dass er betrunken doch einiges mehr sagen würde, als wenn er nüchtern wäre. Es erinnerte ihn so sehr an Kamila, dass er wieder lächeln musste.
      Es folgte aber wieder ein Seufzen und nachdenklich blickte er kurz zu Boden, ehe er eine Dame sah, die die Beiden beobachtete. Zum Blonden würde sie wohl nicht wollen, denn der Blick ging ein wenig weiter an ihm vorbei. Er folgte kurz der Linie des Blicks, bevor er wieder zu Mike sah. " Ich werde es schon irgendwie gerade zu biegen.. ", sagte er, wobei langsam ein Nuscheln herauskam. Er wusste nicht, wie er es machen sollte. Seine Worte konnte er doch nicht so schnell wieder zurückziehen, damit würde Kamila ihn nicht mehr ernst nehmen. Es würde aber beiden besser tun, wenn sie wieder miteinander sprechen. Der Grund für ihren Absturz wollte er nicht sein und wenn er sie mit seiner Anwesenheit glücklich machen konnte, so würde er keinen Meter von ihr entfernt stehen. Alles schien aber so schwer, weswegen er schnaubte. " Kümmer dich eher um die Frau hinten, sie fragt sich schon, wann du zurückguckst.. "
    • Mikael 'Mike' Redstone
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      "Ich habe mich noch nie mit ihr.. Über Gefühle unterhalten.. Aber ich weiß.. Dass sie es dir nicht sagen würde..Selbst.. Wenn sie deine Gefühle.. Erwidern würde..". Mike leerte sein Glas, er war fest entschlossen, dass seine Schwester kein einziges Wort sagen würde, wenn sie Gefühle für einen Mann hätte, dafür war sie sich einfach zu treu und zu gut, wie sie es jedenfalls immer fand. Es wsr schwierig für sie Männer nicht einfach so wegzuschmeißen und sie nach ihrer Nase tanzen zu lassen, nach ihrer Vergangenheit war es jedoch sehr verständlich, dass sie es sich einfach nicht traute. Mike kannte es sehr gut, auch er hatte so seine Schwierigkeiten, jemanden zu trauen, aber das lag auch mit Sicherheit zum größten Teil an seinem Charakter und der Erziehung, die er genießen durfte.
      Mike blickte auf, als sein blonder Begleiter auf eine Frau deutete, die sich nach ihm umsah. Es war in der Tat auch die Dame, die ihn zum Anfang hin begrüßt hatte, sie wartete scheinbar schon ein wenig länger, bis sie endlich einen Blick zurück kriegen würde. Der Mann grinste ihr zu, sie verführte ihn schon mit ihren Blicken und deutete dem Mann an, er solle ihr nach hinten folgen. Mit einem Nicken erhob er sich und schlug Anthony auf die Schulter. "Du kriegst es hin.. Früher oder später". Mike grinste breit, dann legte er für seine Getränke das Geld auf die Theke und folgte der hübschen Blondine, die hinter den Vorhängen verschwand, als sie Mike auf sich zukommen sah.. "Mach es aber schnell.. Sonst regelt sie es, wie sie es will!".

      Kamila Kayla Redstone
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      "Scheiße!", rief sie durch den Wagen und schlug auf das Lenkrad, woraufhin es hupte. Kamila war alleine auf dem Parkplatz des Meeres, welches sie nur zu gut erkannte. Hier war sie mit Anthony gewesen vor wenigen Tagen.. Oder war es gestern? Wie weit war die Zeit voran gegangen? Ein wenig Unruhe machte sich in ihr breit, sie bereute es, wieder zu den Tabletten zugegriffen zu haben, aber es gab ja einen gewissen Grund, warum sie es getan hatte und dieser Grund steckte in ihrem Kopf. Der Blonde war einfach ständig da, selbst als sie sich mit dem Alex ablenken wollte.. Ah! Alex hieß der Mann, der ein auffälliges Tattoo am Oberarm hatte. Wo war er hin? Was ist mit ihm passiert? Was sollte das Blut an ihren Händen?
      Panisch griff die Frau nach ihrem Handy, aber sie konnte es nicht finden. Sie atmete deutlich schneller, die Panik stieg ihr noch höher, bis sie begriff, dass es wohl in ihrer Tasche liegen musste, die auf dem Beifahrersitz lag. Es war mitten in der Nacht, die Uhr zeigte zwei.. Oder war es eine drei? Vielleicht war es auch keine Zahl, sondern ein Buchstabe? Ihre Augen weiteten sich und die Frau vergaß, was sie eigentlich wollte. Die Halluzinationen waren zwar noch nicht ganz so ausgeprägt, aber sie war sich gar nicht sicher, ob sie erst am Anfang ihres Trips war oder schon Mitten drin. Sie wusste nicht einmal, was sie eigentlich vor hatte.. Deshalb riss sich die Frau zusammen und schaltete den Wagen wieder an, um den Weg zurück nach Hause zu finden. Kamila hatte nicht die bloße Ahnung, wie sie heim kommen würde, aber sie hatte Zeit und zur Not würde sie doch Mike anrufen können!
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

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    • Anthony sollte weiter am Ball bleiben, denn irgendwas war wohl mit ihr oder er hatte sie verletzt. Sie war kein Beziehungsmensch, aber dann änderte sie sich scheinbar doch bei ihm vom Verhalten her und war glücklicher, aber sie würde ihm nie ihre Gefühle beichten? Da war es doch mehr als nur unverständlich bis er erkennen würde, an was er ist und ob es ihr überhaupt wieder gefallen würde, wenn er sich plötzlich wieder an sie nähert. Er würde ihr nicht wieder an den Kragen gehen, aber er hatte mit der verdammten geschäftlichen Basis begonnen, da würde es auch gar nicht funktionieren. Es sieht wahrscheinlich so aus, als würde er mit ihr spielen, wenn er sich ständig von ihr distanziert und sich ihr wieder nähert. Blieb ihm denn noch eine andere Wahl übrig, als wieder seine idiotische Idee auszulöschen und sich damit lächerlich zu machen? Damit hatte er wieder ihre Anwesenheit bei sich, nach der er sich sehnte, und er dürfte wieder ihr Lächeln sehen, sich mit ihr bei ihren dummen Ideen amüsieren. Irgendwas war wohl bei ihr und so wollte er es nicht lassen, denn es waren wieder Hoffnungen da, die er sich gerade noch mit dem Alkohol weg getrunken hatte. Es waren die üblichen Hoffnungen, sie würde wieder eine große Ausnahme bei ihm machen, auch wenn diese Ausnahme größere Ausmaße annehmen würde. Sie würde sich in eine Beziehung begeben oder zumindest gestehen, dass sie auch etwas empfand. Es musste nichts Großes sein, es konnte auch bloß ein Hauch sein. Doch wenn dieser eine Hauch da ist, so würde er sich darum kümmern, dass daraus mehr wird. Es war fragwürdig, ob er es schaffen würde, denn sie sprach nicht über ihre Gefühle. Sie war ein geschlossenes Buch, nur ihr Bruder konnte sie scheinbar lesen.
      Da begann es langsam wieder in sich zu drehen, denn seine Gefühle kämpften gegen seinen Kopf, der irgendwie versuchte sich zu verteidigen. Er würde sich nur weiter hineinreiten und würde letztendlich keinen Weg mehr herausfinden, falls Kamila ihn tief fallen lässt. Doch sie hatte sich wohl geändert mit der Zeit, an der auch Anthony an ihrer Seite war. Aber hatte er wirklich etwas so schlechtes gesagt, dass es selbst in seiner Nähe nicht mehr ging? Er bekam nurnoch zur Hälfte mit, was Mike ihm erzählte, aber er müsste wohl schnell handeln, denn Kamila war sonst nicht mehr zu stoppen. Aber er war gerade nicht zu gebrauchen, vorallem da er doch den Abend damit verbringen wollte, sie zu vergessen. Da konnte er nicht einfach plötzlich wieder auftauchen und so tun, als hätte er es gar nicht versucht. Kamila hatte aber am Abend auch etwas versucht, aus Verzweiflung, laut ihres Bruders. Der Blonde hielt sich an der Theke fast, als er kurz drohte vom Stuhl zu kippen. Er bestellte noch einen Drink und trank dieses aus, bevor er sich langsam hinstellte. Sein Blick sagte etwas entschlossenes aus, obwohl in ihm immernoch das Chaos herrschte. An diesem Abend, am morgen, was auch immer gerade die Zeit sagte, würde er Kamila aber nicht mehr von sich überzeugen können, auch wenn er sich gerade wohl vieles zutrauen könnte. Das wollte er dann woanders erbringen, damit er schlafen gehen könnte und dann sich später langsam Kamila nähern konnte und forschen könnte, wie es mit ihren Gefühlen aussah. Der Blonde erinnerte sich aber an den Herren, bei welchem sie sich gerade befand. Vielleicht waren die Beiden ja gerade noch im Haus bei der Sache, da würde er ungerne zuhören. Wahrscheinlich würde er sie sogar eher irgendwie stören, damit sie damit aufhören.

      Da er sowieso schon stand, brachten ihn seine Beine einfach aus dem Gebäude, während seine Augen die ganzen Reizeinflüsse versucht haben zu verarbeiten. Draußen begann dann aber wieder die Schnappatmung, die er schnell lösen konnte. Er zog nur noch einen tiefen Atemzug, da er seine Zigaretten vergessen hatte. Seine Hand fuhr schon zur Jackentasche und er wollte gerade den Chauffeur Bescheid geben, als er einen einzelnen Mann auf der Straße erkannte. Er hatte wohl noch Zeit, da hatte auch der Mann im Haus die Zeit gehabt, sich vor dem Blonden zu verstecken. Egal was es war, aber dieser Mann reizte ihn gerade unglaublich. Es konnte am Alkohol liegen oder an dem Kampf in sich selber, vielleicht waren es auch beide gemeinsam, die ihn auf den Mann zulaufen ließen. Er musterte den Herren nur für einen Moment, bevor er ihn an der Jacke mit sich zerrte. Die Kraft war nicht mehr ganz vorhanden, wie sie es im nüchternen Zustand war, aber es hatte ihn irgendwie trotzdem weitergebracht. Der andere Mann war aber selbst nüchtern gewesen, nahm deswegen seine volle Kraft. Da waren nicht viele Schläge drin, bis der Fremde selbst ausholte und sich mit einem Schlag gegen die Schläfe zu wehren wusste. Der Schlag wäre wohl ins Auge gegangen, wenn der Blonde sich nicht etwas weggedreht hätte. Mit dem Schag taumelte Anthony schnell weiter weg und aufgrund des Kribbelns fasste er sich kurz neben der Braue, bevor er das Blut an seinen Fingern erkannte. Da packte ihn dann doch die Kraft, den Fremden mit einem Tritt in den Rücken auf den Boden zu befördern, da er schon vorhatte schnell zu gehen. Als er aufstand, sah er diesem nurnoch kurz zu, bevor er sich umsah. Wo sind die anderen Beiden hin? Wie ein verlorenes Kind rief er einfach den Fahrer an er sollte kommen und ihn abholen, damit er endlich nach Hause fahren konnte.
      Als er jedoch am Gebäude ankam, vergaß er die geplatzte Haut schon. Er kümmerte sich eher darum, ins Haus zu laufen und dabei seine Gleichgewichtsstörungen zu minimieren, damit er nicht auf die Seite fällt. Im Haus zog er die Tür hinter sich zu und sah sich etwas um, auch wenn er eher am lauschen war. Er erinnerte sich wieder daran, dass Kamila doch Besuch hätte.
      Grummelnd setzte er seinen Weg dann nach oben fort, wo er sich beim Treppenlaufen aber an der Wand festhalten musste. Er würde nicht eintreten, er würde sich das nicht ansehen wollen. Aber er würde vorne warten und die Möglichkeit nehmen, ihn direkt verprügeln zu können. Er ging an ihrem Schlafzimmer vorbei etwas weiter hinten, bevor er sich an der Wand hinunter schliff und sich setzte. Damit hatte er perfekte Aussicht auf ihre Tür, auch wenn ihn der Schwindel etwas zu schaffen machte.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Sie fuhr vor sich hin und hoffte, den richtigen Weg zu finden, um nach Hause zu kommen. Anthony saß ihr wieder in dem Kopf und er wollte nicht gehen, als würde es sich da eingenistet haben, um nicht mehr rauskommen zu wollen. Es gab bisher, seit ihrem neuen Leben an, noch nie einen, der sich so wahnsinnig in ihre Gedanken eingenistet habe, wie es der Blonde tat. Kamila sah ihn vor sich lächeln, es stand da auf der Straße und grinste sie schon fast an, da ging sie in die Bremsen und beförderte den Wagen zum Stehen. Mit einem Mal stand nichts anderes auf der Straße als ein Reh, welches zu der Fahrerin blickte und mit einem Schreck davon lief, als hätte es tatsächlich einen Geist gesehen. Nun, wer weiß, was das Tier gesehen hatte, die Brünette hatte es jedenfalls nicht gesehen, sie war mit ihrem Hirngespenst beschäftigt, welches sich eingenistet hatte. Warum verdammt nochmal Anthony? Warum konnte es nicht ein Typ sein, der ihr nicht fehlen würde, wenn er weg wäre? Warum sollte ihr der Mann überhaupt fehlen..?
      "Ich hasse dich..", murmelte sie an sich selbst gerichtet und nahm die Reise fort, um nach Hause zu fahren. Ganz unterbewusst wählte sie dabei den Weg, den sie fuhr, als würde sie dort genau wissen, wie sie Heim kam. Ihr Bett würde auf sie warten, das warme weiche Bett, wie sie es bei jemanden anderen vorgefunden hatte. Das Bett bei Alex war auch weich gewesen, aber die Laken waren rot gefärbt und das, obwohl sie doch anfangs weiß waren, wenn sie sich richtig erinnerte. Was war mit ihr und dem Mann passiert? Sie wollten doch Spaß haben, warum fühlten sich die Erinnerungen nicht gerade nach Spaß an? Alex musste was gesagt oder getan haben, aber Kamilas Erinnerungen endeten bei den Moment, als sie die zweite Tablette in den Mund nahm, sie fingen auch erst wieder im Auto an, wobei sie sich ein wenig daran erinnern konnte, wie sie ihre Klamotten aufgesammelt hatte. Alex hatte ihr versprochen ihr ihre Gedanken zu rauben, aber warum konnte sie sich nicht daran erinnern? Verdammt..
      Unterbewusst fuhr sie weiter, während sie in ihren Gedanken abdriftete. Sie nahm sogar die richtige Einfahrt in den Wald hinein und stellte das Auto genau mittig hin, so dass natürlich kein weiterer mehr raus konnte. Es war ihr egal, für Kamila stand der Wagen in diesem Moment perfekt, ohne sich lange darüber Gedanken zu machen. Sie vergaß ihre Tasche im Auto, auch ihre Schlüssel und letztendlich lief sie stur auf den Steg zu, um das Schimmern der Sterne auf dem Wasser zu bewundern. Die Sterne waren zum greifen nah, sie hielt die Hand nach ihnen aus, aber als sie greifen wollte waren sie auch wieder verschwunden und es blieben die kleinen Lichter übrig, die sich im Wasser wiederspiegelten. Dass es die echten Sterne waren, die sie da sah sei außen vor gelassen, sie sah in diesem Moment ganz andere Dinge, die an Realität weit vorbei waren.
      Kamila atmete auch tief durch, sie hatte das Gefühl den Wald in sich aufsaugen zu können, wenn sie nur tief genug einatmen würde, aber spätestens als sie vergaß, was sie eigentlich tun wollte lief sie auf die Tür zu und öffnete sie, um sie dann hinter sich leise zu schließen. "Pssst", ermahnte sie sich selbst, als hätte sie sonderlich viel Lärm gemacht, dann lief sie die Treppe auch hoch, wie auf den Zehenspitzen. Die Herren schließen scheinbar, daß Licht war aus und außer ihr war niemand wach, vielleicht sollte sie mal alle wecken und was mit ihnen machen? Ein wenig Spaß haben! Aber den Gedanken verwarf die Frau, als sie oben ankam und auf ihr Zimmer zulief. Anthony auf dem Boden übersah sie erstmal, sie war damit beschäftigt ihre Schlüssel zu suchen, die sie nicht bei sich hatte. "Scheiße..",fluchte sie leise und hielt sich die Hand vor dem Mund, um nicht laut zu werden. Sie wollte die Tür aufmachen, aber sie bewegte sich kein Stück auf, woraufhin Kamila ihren Kopf gegen die Wand sanft schlug. "Geh auf..", murmelte sie, aber auch dann bewegte sich nichts. "Bitte..". Immer noch nichts. Mit einem lauten Seufzer ließ sie sich an der Wand entlang zu Boden gleiten und blickte vor sich, ihre Augen weiteten sich, als sie jemanden da sitzen sah.
      "Anthony?", fragte sie direkt verwundert und musterte den Mann. Das Licht des Mondes fiel durch ein Fenster in den Flur und erhellte es so ein wenig. "Bist du das wirklich? Was machst du hier auf dem Boden? Hast du.. Dich etwa auch ausgesperrt? Ich habe meine Schlüssel verloren..". Sie seufzte laut und unzufrieden, ihre Stimme war sehr sanft und vor allem weich,als gäbe es nichts auf der Welt, weshalb sie so verkorkst war, wie sie sonst eben war. Kamila blickte wieder zu ihm und entschloss sich, erstmal sitzen zu bleiben und ihn zu betrachten, dann seufzte sie wieder. "Müssen wir wohl beide auf dem Boden hier schlafen".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Der Blonde brauchte ein wenig, bevor er die Schritte auf den Treppenstufen erkannte. Dafür erhob er mit einer gewissen Geschwindigkeit den Kopf, hatte sich damit jedoch den Hinterkopf gegen die Wand geschlagen, und sah zu den Treppenstufen. Nach wenigen Sekunden konnte er bereits einen brauen Schopf erkennen, weswegen er sich kurz aufsetzte und bereits erwartete, sofort Mike begrüßen zu können. Gefunden hatte er ihn ja immernoch nicht und auch nicht Luke, aber der war bestimmt bei seinem Babysitter. Während er auf sein Aufteten wartete, versuchte er selbst sich wieder daran zu erinnern, wo er Mike als letztes Mal gesehen hatte. Dafür verengte er kurz die Augen und starrte die Wand vor sich an, aber es viel ihm nicht ein. Er konnte seine genauen Worte wiedergeben, weil er sich mit diesen wirklich auseinandersetzte, aber nach dem Gespräch war seine Konzentration wohl einfach nicht mehr da gewesen.
      Seine Gedanken setzten sich auch gleich weider an das Gespräch dran, als er die eher sanfteren Schritte bemerkte, die er von Mike gar nicht erwartet hätte. Er grinste schief und sah zu den Beinen, die aber nicht wirklich zu den von dem großen Mann passten. Sein Blick wanderte hinoch, während er noch den Körper betrachtete, bevor er Kamila vor sich erkannte. Er schluckte kurz unbemerkbar und sah ihr bei seinem Vorhaben zu, wobei sie ihn noch gar nicht richtig registrierte. Ganz mitbekommen hatte er es nicht und es viel ihm gerade schwer, Tatsachen mit bestimmten Gesten zu verbinden, aber sie hatte wohl vermutlich ihre Schlüssel nicht dabei gehabt. Er sah ihr noch eine Weile zu, bevor sie plötzlich vor ihm sitzte. Mit schnellem Blinzeln versuchte er herauszufinden, wie sie so schnell vor ihn landete, aber es endete mit ihren Worten. Jetzt hatte er wirklich verstanden, dass sie gerade wirklich vor ihm war, weswegen sich bei ihm in kurzer Zeit der Herzschlag erhöhte. Bei ihrer Stimme wartete auch die Gänsehaut nicht mehr lange, seine Oberarme zu befallen. Über diese strich er kurz, bevor er überhaupt nickte um ihr zu sagen, dass er wirklich Anthony war, warum auch immer er es denn nicht sein sollte.
      Seine Vermutung war richtig gewesen, sie hatte sich wohl ausgesperrt und ihre Schlüssel vergessen, weswegen er sachte sich selbst zunickte. Kamila hatte aber bereits entschieden, dass sie dann gemeinsam auf dem Flurboden schlafen. Da waren seine Augen ein wenig größer geöffnet und er musterte das Gesicht der Brünette, bevor er auf seine Zimmertür zeigte. " Bei mir ist offen.. Wir.. könnten da schlafen. ", kam es ein wenig nuschelnd aus ihm heraus, bevor er seinen Arm einfach auf den Boden fallen lässt. Die Brünette selbst hatte wohl auch etwas gehabt, denn sie verhielt sich irgendwie kindlicher, aufjedenfall anders. Das katapulierte ihn dann sofort zu Mike der ihm sagte, er hatte wohl irgendwas schlimmes gesagt, dass sie wieder Drogen begann zu nehmen. Kurz schnaubte er, aber er war schnell wieder bei der Sache. Er hielt sich kurz an der Wand fest, damit er sich besser hochhieven konnte, ehe er auch Kamila seine beiden Hände reichte. Für ihn war es selbstverständlich, dass sie jetzt bei ihm schlafen würde, denn auf dem Boden würde sie nicht schlafen, solange Anthony etwas daran ändern konnte. Auf dem Weg in sein Zimmer, blieb er dann kurz stehen, auch wenn er dabei kurz schwankte. " Hab ich dir mal was schlimmes gesagt, Kamila? ", fragte ohne selbst darüber nachzudenken, dass er vielleicht eher heimlich nach der Antwort suchen sollte oder sie etwas langsamer abtastete, um das damalige Verhältnis wiederzubekommen. Danach trat er den Weg auch wieder an und stieß die Tür auf, damit sie selbst eintreten konnte.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Die Freude war ihr im Gesicht anzusehen, als Anthony bestätigte, dass er es wirklich war, aber da war ja noch das Problem mit ihrer Zimmertür und den Schlüsseln, die die Frau nicht besaß. Sie war schon wirklich kurz davor sich auf den Boden zusammen zu mauern, da sprach auch der Blonde ihr gegenüber mit ihr und deutete ihr an, dass seine Tür offen sei. Seine Stimme löste wieder diese enge in ihrer Brust aus, als würde er mit den wenigen Worten ihr den Atem rauben, bevor eine Gänsehaut ihren Körper überrannte. Es fühlte sich wie tausende Ameisen an, die über ihren Körper liefen, aber letztendlich registrierte Kamila schnell, was er sagte und nickte daraufhin. Wie er überhaupt ausgestanden war, um ihr seine Hände zu reichen wusste sie nun wirklich nicht, aber er stand plötzlich vor ihr und wollte ihr auf die Beine helfen, woraufhin die Frau zu seinen Händen griff und sich hoch ziehen ließ. Ihre Hände fühlten sich wahnsinnig warm an, als sie mit seinen in Berührung kamen und fest wäre sie auch nach vorne gestürzt, wenn sie sich nicht ermahnen würde gerade zu stehen und das Gleichgewicht zu behalten. Sie folgte ihm in sein Zimmer, als würde Kamila den Weg zu diesem gar nicht mehr drauf haben, sie wüsste nicht einmal, wo ihr Zimmer nun hin war. Anthony blieb stehen, daraufhin blieb auch die Brünette stehen, wäre aber fast in ihn reingelaufen. Überrascht blickte sie ihn an um zu erfahren, was jetzt los war, da stellte er auch schon die nächste Frage. Wieder einmal zog sich ihre Brust zusammen,als er ihren Namen sagte, es klang wie Musik in ihren Ohren, und fast hätte die Frau sich auch nicht auf die Worte konzentrieren können, die ihr der Mann gesagt hatte, aber sie registrierte es und weitere ihre Augen. Was sollte er ihr gesagt haben? Scheinbar etwas schlimmes, sonst würde er das doch nicht fragen.. Kamila legte ihren Kopf schief, aber der Mann ging weiter, da weiteten sich ihre Augen noch mehr. "Anthony!" rief sie, und hielt sich die Hand vor dem Mund. "Du blutest ja", flüsterte sie daraufhin, während sie den Abstand zu dem Mann überwund und sich die Wunde an seiner Schläfe ansah. Dafür nahm sie seinen Kinn in ihre Hand und drehte ihn so zur Seite, dass sie die Wunde sehen konnte. Mit der freien Hand wollte sie schon fast danach greifen, aber sie ermahnte sich selbst halblaut, dass sie es nicht durfte. "Das.. Muss versorgt werden!".
      Wie Kamila in das Bad reingekommen war und wer es offen gelassen hatte wusste sie nicht, aber sie stand ein wenig später mit einem kleinen Erste-Hilfe-Kasten bei Anthony in seinem Zimmer, jedenfalls nahm sie an, dass es sein Zimmer war. " Setz dich", befahl sie ihm und deutete auf das Bett, aber vielleicht saß er ja schon.. So wirklich sicher war sie nicht, aber sie wusste, dass sie die Wunde versorgen musste, sonst würde er noch sterben.. Oder schlimmer.. "Ich will nicht, dass du mir verblutest..", murmelte sie und wunderte sich, dass sie den Satz ohne einen wirklichen Hintergrund einfach so ausgesprochen hatte. Sie legte den Kopf wieder schief, dann wollte sie die Wunde versorgen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Kaum hatte er ihr den Rücken zugedreht, um ihr die Tür öffnen zu können, erhörte er seinen eigenen Namen aus dem Mund der Brünetten hinter sich. Es war überraschend, so plötzlich etwas von ihr zu hören, da es laut und gleich auch etwas besorgt klang. Deswegen entschied er sich, sich langsam zu ihr zu drehen, während er sich an dem Türrahmen festhielt. Aus ihrem Gesicht konnte er nicht herauslesen, was passiert sein sollte, also wollte er sie fragen. Seinen Lippen öffnete er nur zu einem Spalt, bevor er jedoch die Bewegungen von Kamila auf ihn zu erkannte, weswegen er die Lippen wieder schloss und kurz die Luft anhielt. Er musterte sie, versuchte herauszufinden was los war, aber auf eine wirkliche Antwort musste er dieses Mal nicht warten. Für einen Moment dachte er, sie hatte vor gehabt zu antworten, aber so war es nicht. Sie kümmerte sie lieber um die Wunde an seine Schläfe, die sie noch vor einer Sekunde anfassen wollte. Die Wunde hatte er bereits vergessen, auch wenn er sie schon mehrere Male beim Fahren versehentlich anfasste, sogar entlang kratzte. Bevor er aber selber sagen konnte, dass es nichts schlimmes war, war Kamila schon über alle Berge in eines der Bäder verschwunden. Er wollte sie beruhigen, es war ja nichts Großes gewesen und wirklich schmerzhaft fand er es nicht, da war sein Herz am Abend schmerzvoller gewesen. Sie antwortete auch überhaupt gar nicht auf seine Frage, vielleicht weil es nichts schlimmes gab, was er ihr sagte. Aber daran konnte es nicht liegen, sie war sicher einfach unfokussiert und ließ sich in ihrem Zustand viel zu schnell ablenken. So wie sie aber ohne ein weiteres Wort gedankenlos davon tapste, war das angesprochene Thema für ihn wie vergessen gewesen. Er sah ihr nach und verschränkte währenddessen die Arme. Sie war gerade unglaublich süß gewesen, vielleicht war es auch nur der Alkohol der ihn gerade so glücklich erschien, aber es hatte ihn wohl deutlich erwärmt, dass sie sich um ihn sorgte. Ein Lächeln schlich auf seine Lippen, als sie in eines der Bäder verschwand. Es war kaum abzubekommen, aber das wollte er gerade auch gar nicht.
      Seine Meinung änderte sich dann aber schnell, denn sie hatte etwas genommen und der Grund konnte mehr oder weniger an ihm oder an seinen Worten liegen. Er fühlte sich verantworlich für sie und wie sie es gerade tat, so sorgte er sich auch um sie. Da das Lächeln langsam seinen Weg von seinen Lippen fand, löste er langsam seine Arme vom Oberkörper und lief in sein Zimmer, wobei er schon Kamilas Schritte hörte. Anthony ließ sich gerade ins Bett fallen, als Kamila hineintrat und ihm nochmal sagte, er sollte sich hinsetzen. Er runzelte kurz die Stirn und sah selbst verdutzt nach, ob er nicht doch noch stand, aber so war es nicht. Mit dem Erste-Hile-Kasten kam sie näher und er betrachtete sie dabei, bevor er wieder lächeln musste. Irgendwie versuchte er es wieder im Griff zu bekommen, aber es half nichts. Sie war wieder bei ihm gewesen, die Zeit mit ihrem anderen Herren schien wohl vorbei zu sein, aber das war ihm ja egal. Als sie aber die ganzen Sachen aus dem Kasten holte, fielen ihm die roten Hände erst richtig auf. Er hatte seinen Blick schon des öfteren auf ihre Hände gehabt die letzte Zeit, aber gerade fiel es ihm wirklich auf. Aber er wollte es nicht ansprechen, sie würde wahrscheinlich sowieso nicht darauf eingehen, wie es bei seiner Frage war. Sie sprach darüber, dass er doch sonst verbluten würde, wenn sie es nicht versorgen würde. Wieder war da dieses Lächeln, was nicht unterbrochen werden konnte. Es war alles zu süß gewesen, um sie von ihrem Handeln zu hindern, aber sie sollte nichts bereuen. Deswegen hielt er ihre Hand fest, als sie beginnen wollte, an ihm herum zu hantieren. " Da passiert nichts, Kamila.. Geh jetzt.. lieber schlafen. Ich hab.. " Fragend sah er sie an, bevor der fragende Blick zu seinem Kleiderschrank ging. " Ich geb dir was zum umziehen.. "

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    • Kamila Kayla Redstone
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      Ihre Augen wurden groß, als Anthony nach ihrer Hand griff und sie davon abhalten wollte an seiner Wunde zu arbeiten, denn da war schon wieder dieses Ziehen in ihrer Brust, dass ihr den Atem raubte. Ihre herausstechend grüne Augen betrachteten die seine, während er davon sprach, dass sie ins Bett gehen sollte. Er wollte ihr was zum Umziehen geben, er wollte sie scheinbar loswerden, was hatte sie falsch gemacht? Kamila runzelte sanft ihre Stirn, bevor sie den Kopf sachte schüttelte und sich zu der Kommode drehte, in der scheinbar der Blonde die Sachen für sie hatte. "Nein", sprach sie recht bewusst und schüttelte ihren Kopf, um es zu verdeutlichen. "Nein, ich werde jetzt deine Wunde versorgen und dann..". Sie verstummte, was wollte sie denn eigentlich danach machen? Sie musste doch ein Plan gehabt haben, mit dem sie dieses Zimmer betreten hatte. Ein wenig ängstlich sah sich die Frau kurz um, ihre Augen konnte sie aber auf nichts wirklich fokussieren, deshalb sah sie zu Anthonys Hand, die ihre hielt. Ihre Augen weiteten sich, als sie die rote Farbe an ihren Händen betrachtete.. Sie hat es schon so oft gesehen, tausende Male, wenn nicht mehr, aber.. Es war keine Farbe. "Ich habe.. Blut an den Händen", sprach sie verwirrt und zog ihre Hand näher an ihr Gesicht. Es war nicht frisch, schon eingetrocknet, deshalb sah sie zu Anthonys Wunde an der Schläfe und verglich dieses Blut mit ihrer Hand. "Habe.. Ich dir wehgetan?". Sie erinnerte sich nicht. Keine einzige Erinnerung wollte hoch kommen, was war passiert? Ihre grünen Augen sahen ängstlich zu dem des Mannes vor ihr, sie wurden fast schon panisch. "Ich.. Ich wollte dir nicht.. Wehtun.. Anthony". Kamila blinzelte mehrmals, sie schloss dann ihre Augen ganz fest und versuchte sich daran zu erinnern, was diese Nacht passiert war. Sie sah die Tabletten vor sich, den Mann.. Halbnackt.. Blond.. Es war nicht Anthony. "Alex!", rief sie laut und riss ihre Augen auf. "Ich habe Alex getötet", verkündete sie panisch und schluckte schwer. "Ich.. Es ist sein Blut!". Mehrmals schüttelte die Frau den Kopf, sie verstand gar nichts mehr. "Im Schlafzimmer.. U-und.. Da war ein.. Hai?". Sie erinnerte sich an den Hai, der den Surfer fressen wollte, woraufhin die Frau wieder schwer schluckte und hilfesuchend zu Anthony sah. Sie betrachtete sein Gesicht, sah die Wunde an der Schläfe. "Du blutest ja, Anthony".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sie sprach recht selbstbewusst darüber, dass sie noch nicht schlafen gehen würde, weswegen er kurz seinen Kopf in den Nacken fallen ließ und einfach lachte, weil es wohl alles überhaupt nicht nach Plan laufen würde. Es lief aber auch gar nichts nach Plan, dadran hätte er sich eigentlich auch gewöhnen müssen. Aber er müsste alles irgendwie hinbiegen, aber Kamila war längst nicht so kooperativ, dass sie wirklich nach seiner Pfeife tanzen würde. Er behielt seinen Blick an der Decke, von der er sich so ablenken ließ, obwohl er noch die Hand der Brünetten in seiner hielt. Es blieb kurz still, als Kamila selbst gar nicht wusste, was sie gleich noch machen wollen würde. Da wollte er ansetzen, dass das nächste Ziel das Bett war, weil sie den Rausch ausschlafen sollte, bevor sie irgendwelche Dummheiten macht, auf die Anthony nicht schnell genug reagieren konnte. Aber sie blieb still und war wohl am nachdenken, was sie noch zu tun hatte. Ihre Zimmer waren aber verschlossen und in seinem Zimmer hatte sie nicht wirklich viel zu tun, wenn sie jetzt nicht vorhatte, seine Wunde eine Stunde lang zu versorgen. Sie beschäftigte sich aber auch gut selbst mit dem Rausch, der sie aber gerade in eine Panik leitete.
      Er hob wieder den Kopf, als sie über das Blut an ihren Händen sprach. Mit den Händen hätte er das Blut wohl besser verdecken müssen, aber dadran hatte er gar nicht erst gedacht. Sie war schließlich härter drauf, was das Morden anging, aber sie war gerade auch nicht sie selbst. Anthony erkannte bereits ihre Blicke, die zwischen ihren Händen und seiner Wunde wechselten. Da musste man nicht auf ihre Frage warten, ob sie ihm das angetan hatte. Aber er schüttelte nur den Kopf und ließ langsam ihre Hand los, um sie besser ansehen zu können, als hätte die losgelassene Hand seine Sicht irgendwie verbessert. Es war nicht so gewesen, aber trotzdem bildete er sich einfach ein, als wäre es so. " Du hast mir nicht weh getan.. ", sprach er zwar ruhig, aber ziemlich laut und nuschelnd. Aber damit ließ sie sich nicht wirklich beruhigen, denn es fing gerade erst richtig an, darüber war er sich sicher gewesen. Sie bekam jedoch nicht nur Panik, sie hatte sich auch endlich etwas erinnert. Er dachte zwar, sie würde wohl wissen, dass sie jemanden getötet hatte, aber dem schien nicht so. Sie sprach über irgendeinen Alex, er konnte nur die Augen rollen. Gerade wollte er sie wieder irgendwie ablenken, aber sie machte es schon von selber und da hatte Anthony auch selbst schon vergessen, worüber sie gerade sprachen. Sie sprach wieder über die Wunde, aber dieses Mal klang er selbst verwundert. " Ich blute? ", fragte er nun selber nach, bevor er sich instinkitiv einfach mit zwei Fingern an die Schläfe fasste. Erschrocken zuckte er kurz, bevor er sich die Augen rieb, als wäre das Thema gar nicht da gewesen. Erst nachdem er damit fertig war, öffnete er seine Augen und blinzelte ein paar Male. Er erkannte wieder Kamila vor sich, weswegen er sie angrinste. " Warte, ich hol dir was zum anziehen. " Er klopfte ihr nochmal auf die Schulter, bevor er aufstand und zu einen der Wände schwankte. Da kam er direkt an der Tür an, auch wenn er das nicht wollte. Die Chance nahm er dann aber dafür, einfach die Tür zuzumachen, damit Kamila nicht so schnell fliehen konnte. Danach lief er die Wände entlang, bis er an der Kommode gelangte und mit einem Ruck einfach die ganze Schublade herauszog. Diese fiel dann auf den Boden, die Kleidung verteilte sich zum Teil, aber das war nur zu seinem Vorteil. Er hatte direkt etwas im Blick gehabt, weswegen er sich langsam hinhockte, um das längliche Shirt zu nehmen. Triumphierend hob er es hoch und lief wieder unbeholfen zu ihr, bevor das Shirt auf das Bett landete. Anthony atmete kurz aus, als wäre es anstengend gewesen, bevor er wieder Kamila ansah. Er summte kurz etwas, ehe er sich wieder in ihren Augen verfing. Es dauerte aber nicht lange, da zog er sie plötzlich näher an sich ran. " Du bist hübscher als die ganzen Stripperinnen.. ", murmelte er, bevor er sie einfach wieder losließ.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Kamila vergaß schnell, was sie iegtmlich gewollt hatte und schloss den Erste Hilfe Kasten auch wieder, um ihn dann auf dem Boden aufzustellen, sie hatte es einfach nicht mehr auf dem Schirm, dass sie eigentlich Anthonys Wunde versorgen wollte, die er an der Schläfe hatte, aber scheinbar war es auch gar nicht mehr so wichtig, deshalb ließ sie es sein und zuckte einfach mit den Schultern, als hätte sie jemanden damit die Antwort gegeben. Es musste wohl gar nicht so wichtig sein, wenn sie es wieder vergessen hatte, deshalb beließ es die Frau und kümmerte sich mehr um Anthony, der davon sprach ihr etwas zum Anziehen zu geben. Verwirrt sah die Frau an sich herunter, sie hatte doch was an, sogar sehr viel, wie sie feststellen musste. Immer noch ihre Hose, da gab es aber auch Blutflecken drauf, woher kamen die? Was war da los? Langsam stieg die Panik in Kamila wieder und ihre Augen wollten nach dem Blonden suchen, der aber die Tür schloss und damit ihre Aufmerksamkeit auf sich zog. Er taumelte zum Schrank, da fiel alles heraus und die Brünette kicherte, als wäre es witzig gewesen. Vor allem fand sie den Anblick noch viel witziger, dass sich der Mann hinhockte und etwas in die Höhe hielt, was er ihr zum Anziehen geben wollte. Kamila verstand noch immer nicht, warum sie etwas anderes anziehen sollte, aber sie erhob sich vom Bett, um ihre Waffe schon einmal aus dem Holster zu nehmen, sie landete auf irgendeiner Ablage, so recht wusste die Frau auch nicht, was es genau war. Sie zog schon einmal ihr Oberteil aus der Hose, da kam ihr aber Anthony näher und zog sie an sich. Ihre Augen weiteten sich, die Gänsehaut bildete sich auf dem ganzen Körper, während sie schwer schlucken musste. Sie war sich nicht sicher, was da überhaupt passierte, aber sie wollte mehr davon haben.. Deutlich mehr!
      Er ließ sie dann doch los, er kam ihr nicht noch näher, zu ihrem eigenen bedauern, aber die Worte, die aus dem Mund des Mannes kamen brachten Kamila zum schmunzeln. "Du meinst wohl eher, ich bin die hübscheste Stripperin", sprach sie und griff zum Saum ihres Oberteils, um es sich über dem Kopf auszuziehen. Das Stück Stoff fiel einfach zu Boden, Kamila blickte währenddessen weiterhin zu Anthony, sie wollte seine Augen mit ihrem festhalten. "Wobei meine Kolleginnen auch ganz okay sind.. Aber nicht umsonst verdiene ich das Meiste hier im Laden". Es war schon soweit, dass die Brünette in ihre Vergangenheit reingeworfen wurde ohne, dass sie es überhaupt vor gehabt hätte, aber was hatte sie heute überhaupt vorgehabt. "Aber du hast sie mit Sicherheit schon alle gesehen, nicht wahr, Anthony?". Ein Schmunzeln war weiterhin auf ihren Lippen zu sehen, da zog die Frau langsam ihren Gürtel aus, um sich aus ihrer Hose zu drängen, sie sollte sich doch ausziehen, oder nicht.
      Plötzlich fiel ihr die Frage ein, die der Mann ihr vorhin gestellt hatte. Überrascht blickten ihre Augen zu ihm. "Du hast mich doch was gefragt, oder nicht?!".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anthony legte den Kopf schief, als sie seine Aussage mit ihren eigenen Worten nochmal verbesserte. Er war nicht mal mehr ganz dabei, was er denn gerade noch gesagt hatte, aber ihre Worten waren wohl auch so ähnlich wie seine eigenen gewesen. Aber ganz verstand er ihre Berichtigung nicht, weswegen er sie kurz mit großen Augen anstarrte. Die Verwirrung war aber bis dahin nicht verschwunden, denn er hatte sich damit beschäftigt die Zahnräder in seinem Gehirn anzuschalten, damit er alles richtig verarbeiten konnte. Gelangen tat es ihm aber nicht sofort, weswegen er einfach weiter zuhörte und versuchte, es sich zu merken. Aber selbst als das Signal dann in seinen Kopf strömte wusste er immernoch nicht, was er mit ihren Worten anfangen sollte. Sie sprach über Kolleginnen, aber wieder hatte er keine Ahnung, was sie da von sich gab. " Hast du.. " Weiter sprach er dann aber nicht, denn aus dem Augenwinkel erkannte er plötzlich mehr Haut, weswegen er zu dieser verwirrt sah. Sie hatte sich schon ausgezogen und damit ihr nicht wieder kalt werden konnte, hatte er bereits das Shirt hochgehalten. Seine früheren Worte merkte er sich nicht mehr, da war es ihm einfacher, den Satzbau zu ändern. " Du hast einen anderen Job? ", nuschelte er fragend, bevor er seinen Kopf wieder gerade richtete, um ihr wieder richtig in die Augen sehen zu können. Wirklich scharf sah er nicht, aber es war auch nicht desaströs verschwommen gewesen. Ihre weitere Frage verwirrte ihn etwas, wen soll er denn alles gesehen haben? Unbewusst sagte er einfach die halbwegs richtige Antwort. " N' paar hab ich schon gesehen.. Eine Blondine, die hatte glaube ich blonde Haare, die andere war auch mit schwarzen Haaren.. ", faselte er vor sich hin, selbst gar nicht mehr auf seine Worte oder auf seine Sprache konzentrierend. Er verfing sich einfach wieder in ihren Augen, auch wenn sie sich gerade am umziehen war und er es wohl sehen müsste, wenn er denn an den Stripperinnen kein Interesse hatte.
      Es verdeutlichte ihm wohl einfach, dass er wirklich verknallt war. Denn da konnte ihr Körper sonst was hergeben können, es war nicht das EInzige gewesen, was er unbedingt von ihr wollte. Ihre Liebe zu bekommen war wohl aber nicht so schnell zu bekommen, sie war fast unerreichbar, sie war immerhin die schwarze Witwe. Aber gerade hatte er ein gutes Gefühl gehabt, war aber auch wiederrum der Alkohol gewesen. Sie sprach von einer Frage, die er ihr mal stellte. Er schloss kurz seine Augen und dachte ganz genau darüber nach, was er denn fragen wollte. Als sie ihm wieder einfiel, setzte er sich auf und öffnete langsam die Augen. " Ich wollte dich fragen, ob ich nicht was falsches gesagt hab.. Ich hab heute viel Scheiße gesproch-.. erzählt, gesagt.. " Plötzlich war er wieder an etwas Nebensächlichem dran, aber er fing sich wieder schnell. " Du bist wieder unglücklich.. Das mag ich nicht, also.. Was ist los? "
    • Kamila Kayla Redstone
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      "Einen anderen Job?", fragte Kamila und legte ihren Kopf schief, denn sie wusste nicht mehr, worum es eigentlich ging. Sie hatte sich ihre Klamotten ausgezogen und sie lagen irgendwo auf dem Boden, aber so wirklich konnte sie nicht sagen wo sie denn hin waren. Kurz sah die Frau zu den Sachen, sie sah zu dem Boden, aber dann fiel ihr ein, dass sie gefragt worden ist und daraufhin blickte sie mit ihren grünen Augen zurück zu Anthony. "Ich habe keinen anderen Job", stellte sie fest und hörte es sich an, was er ihr erzählte. Er hatte eine Blondine gesehen und eine Schwarzhaarige, da erfreute sich Kamila sofort dran. "Die Schwarzhaarige heißt Patty.. Sie ist aber keine Amerikanerin". Sie steckte in einer Mischung zwischen der Vergangenheit, mit der Kamila viele Probleme hatte und der Gegenwart, die sie nicht wirklich glücklicher machte, bis Anthony in ihr Leben getreten war. Innerlich seufzte sie, als ihre Augen auf seine trafen, der Mann hielt ihr sogar etwas zum Anziehen hin, woher er das auch immer herausgeholt hat, daran erinnerte sie sich nicht wirklich. Ein breites Lächeln bildete sich auf ihren Lippen und die Frau griff zu dem Oberteil, um es gleich anzuziehen. Zunächst griff sie mit ihre Händen an den Rücken und öffnete den BH, den sie zu Boden fallen ließ, sie besaß nur hübsche Unterwäsche, aber die, die sie gerade anhatte war besonders, mit der schwarzen Spitze, die sich um ihren schmalen Körper schmieg, es hatte etwas verruchtes an sich, aber der BH landete auf dem Boden, damit war auch nichts mehr da, was ihren Oberkörper verdeckte. Das Oberteil, welches sich Kamila anzog roch nicht nach Anthony, es war scheinbar neu, aber frisch gewaschen. "Das riecht.. Ja gar nicht nach dir", stellte sie auch noch laut fest und blickte zu dem Mann, wobei ihr Blick deutlich trauriger wurde.
      Es ging dann um ein ganz anderes Thema, Anthony stellte der Brünette die Frage, die sie vorhin nicht beantwortet hatte, auf ihren Wunsch hin. Seine Worte lösten in der Frau etwa aus, was sie gar nicht definieren konnte, ihre Brust zog sich schmerzhaft zusammen, er hat Scheiße gesprochen? Ein wenig runzelte sie die Stirn, dann sprach der Blonde drüber dass sie wohl unglücklich war und er es nicht wollte..woher wusste er, dass es ihr nicht gut ging? Wie fand er das überhaupt heraus? Was das so offensichtlich? Kamila setzte sich und betrachtete die Kommode auf der anderen Seite des Zimmers, in der eine große Schublade fehlte. Sie versuchte sich an etwas zu erinnern, vor allem an das, was vor den Tabletten passiert ist,aber es war nicht so einfach. "Ich.. Weiß es nicht mehr", sprach sie und blickte zu Anthony. Während sie sein Gesicht musterte sah sie die Szene in ihrem Büro wieder vor sich.. Er wollte eine geschäftliche Basis, das war's, was sie so sehr gestört hatte, aber deshalb war sie nicht traurig. "Du.. Hast gesagt, dass du eine geschäftliche Basis willst", stellte sie fest und sah sich um. "Und ich bin in deinem Zimmer.. Und trage dein Shirt". Ein wenig runzelte die Frau die Stirn, während sie versuchte es zusammenzureimen, da fiel ihr ein, warum sie im Zimmer war. "Weil ich mich ausgesperrt habe..". Sie überlegte weiter, ihr Kopf ließ es gerade zu, da erblickte sie Bilder vor ihrem inneren Auge, sie hat Anthony getötet.. Nein, Moment, dass war Alex. "Ich.. War unglücklich", stellte sie fest und betrachtete das Chaos auf dem Boden. Sie reimte sich langsam etwas zusammen. "Wegen der geschäftlichen Basis.. Und dann.. Fuhr ich mein Auto reparieren.. Und.. Ich wollte mein Kopf endlich.. Frei kriegen.. Weil.. Ich an dich denken musste.. Dann.. Fuhr ich mit Alex weg.. Und habe ihm wehgetan.. Im Schlafzimmer.. Aber ich weiß nicht, womit.. Und das.. Weil.. Er nicht du war". Kamila runzelte ihre Stirn und blickte zu Anthony. "Klingt.. Das.. Irgendwie plausibel?"
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anthony war innerlich ziemlich verwirrt gewesen,als sie darüber sprach, dass sie nur diesen einen Job hatte, welcher für ihn doch hier war. Aber sie sprach weiterhin über den vermeindlich anderen Job als Stripperin. Sie kannte scheinbar die Schwarzhaarige Patty, den Namen hatte er aber nicht im Kopf gehabt. Sie kannte die Stripperin sogar so gut, dass sie sagen konnte, dass sie schonmal nicht von hier war. Vielleicht war es auch einfach von der Sprache zu hören oder es waren irgendwelche kulturellen Unterschiede, aber die konnte Kamila doch auch nicht so schnell erkennen, kannte sie die schwarzhaarige Frau überhaupt wirklich? Geistig blieb er deswegen kurz stehen und starrte in die Leere, während er unbewusst die Stirn runzelte und versuchte, alles zu verstehen. Vielleicht war er aber auch nur voll gewesen, konnte ihr deswegen einfach nicht mit den Worten folgen, weil er damit wohl etwas tiefer in seinen Erinnerungen graben musste, ob sie nicht schonmal was darüber erzählte. Aber so schnell war er gerade nicht und er nahm es einfach hin, weswegen sich auch seine Gesichtszüge sanfter zeigten. Der Gedanke verzog sich aber auch ziemlich schnell, als sich auch ihr Bh von ihrem Oberkörper verzog. Verstehen wollte er gerade wohl überhaupt nichts, weswegen er wieder zu ihr hoch sah. Warum zog sie sich denn aus? Seine Frage konnte er aber wieder ganz schnell selbst beantworten, da er nochmal zu der Schublade sah. Den Moment nutzte er trotzdessen nicht aus, denn Kamila schien es nicht gut zu gehen, auch wenn es das erzählen wollte, was auch immer sie zu sich nahm. Außerdem konnte es an ihm liegen, da hätte er nicht weiter eingreifen sollen. Er sah nur auf das Shirt, welches sie sich dann nun anzog und nickte bestätigend, als sie ihre Hände davon losließ. Es hatte sie gestört oder verwundert, dass es nicht nach ihm roch, weswegen er kurz schmunzelte. " Is' auch gewaschen.. ", beantwortete er ihre Bemerkung, bevor er ihr traurigen Blick erkannte. Es war wieder ein Stich gewesen, den er aber zu übersehen schien. " Du riechs' was, wenn wir uns.. schlafen legen. ", nuschelte er weiter, um sie zufrieden stellen zu können.
      Danach ging es aber um das andere Thema, welches ihm so wichtig war. Es lag ihm am Herzen und so hatte er sich aufgerichtet, als sie dieses Mal auf seine Frage wirklich reagierte. Auch die Brünette setzte sich langsam hin und er drehte sich etwas zu ihr, während seine Augen ihre nicht losließen. Sie überlegte, aber sie konnte ihm erst gar nicht erzählen, was er falsch machte. Sein Blick grub aber weiterhin nach Antworten in ihren Augen, ob ein Gefühlsausdruck ihn nicht weiterbringen konnte. Aber bis er überhaupt wirklich bemerkte, dass er damit nicht weiterkam, hatte sie selbst schon eine Antwort aus ihren Gedanken herausgefischt. Es ging um die geschäftliche Basis, die er ansprach und selbst so blöd fand. Damit hatte er sich nicht geschützt, er hatte Kamila sogar ins offene Messer laufen lassen, weil es ihr genauso wie ihm störte. Sie wollte es nicht und so wie sie gerade fortfuhr, sah das Ganze gerade nicht demnach aus. Sie war in seinem Zimmer, in seinem Shirt und würde auch gleich in seinem Bett schlafen. Er zog tief die Luft ein und schloss kurz die Augen, als sich alles wieder drehte. Sie sprach weiter, aber es schien nicht mehr zur anderen Antwort zu gehören, weswegen er wieder die Augenlider öffnete und zu ihr sah. Mit ihrem Blick auf dem Boden sah es so aus, als würde sie gleich weiter erzählen, weswegen er sich etwas näher setzte und sich zu konzentrieren versuchte. Es war kein wirklich guter Zeitpunkt von ihm gewesen, es zu besprechen, wenn sowohl Kamila als auch er selbst nicht wirklich bei der Sache sind, aber es schien wohl beiden gut zu tun, denn sie scherten sich gerade um nichts anderes. Er durfte ihre Worte aber nicht vergessen, aber wenn es doch so sein sollte, dann würde er sich mit dem Schmerz in der ganzen Brust wieder an ihre Worte erinnern. Anthony war der Schuldige gewesen, zwar nicht dafür, dass sie ihr Auto repapieren ging.. Aber dafür, dass sie sich auf diesen Typen einließ und irgendwas einnahm. Er schnaubte kurz, er lockte sie überhaupt zu diesem Alex. War er denn irgendwie anders gewesen? Sie ging ihm auch nicht mehr aus dem Kopf, kein Gespräch und keine Tätigkeit konnte wirklich helfen, da war er einfach feiern gegangen. Seine Antwort hatte er jedoch, auch wenn sie ziemlich schrecklich war, wenn man sie so wirklich hörte. Mike sprach zuvor noch darüber, dass sie nicht sonderlich über Gefühle sprechen, aber auch er fand, dass etwas faul war. Ihre Worte erzählten das auch, aber es konnte einfach an den Drogen liegen.
      " Kamila.. ", seufzte er, bevor er auf ihre Frage hin kurz nickte. Der Blonde setzte sich näher an sie, bevor er sie spontan an sich zog und an die Brust nahm. Es war gerade eine Art Versöhnung für ihn gewesen, er hatte es aber auch selbst wieder dringend nötig gehabt. Seine Hand strich ihren Rücken entlang, während er die andere Hand auf ihrem Hinterkopf hatte. " Ich.. wollte das so nicht. ", begann er etwas leiser zu sprechen, denn sie war gerade sowieso nah bei ihm gewesen. " Vergiss das, was ich im Büro gesagt habe.. Ganz schnell. " Anthony öffnete seine Augen langsam und sah kurz an sich herunter, bevor er ruhig ausatmete. Er konnte ein Chaos bei ihr anstellen, wenn er nicht bei ihr war. Sie wollte den Grund wohl nicht wahrhaben und er selbst glaubte es noch nicht ganz, aber er war mit einer Meinung fest gewesen. " Ich bleib ab jetzt bei dir.. " Seine Hand fuhr langsam ihre Haare herunter, während er die nächste Wand ansah.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Es schien wohl plausibel zu klingen, auch wenn es Kamila nicht so fand, nachdem sie es sich noch einmal durch den Kopf hat gehen lassen, sie verwirrte sich damit mehr selbst, als mit allem anderen, aber scheinbar verstand es Anthony gut, denn er nickte auf ihre Frage hin. Er sprach ihren Namen so schön aus, seine tiefe Stimme, seine Art es zu betonen war eine ganz andere, als bei allen anderen, sie löste auch ganz andere Gefühle aus, als es sonst immer bei anderen war. Eine Gänsehaut bildete sich auf ihren nackten Oberarmen und den Beinen, der Frau wurde es langsam kalt, aber in ihrer Brust breitete sich ein wohliges Gefühl aus. Es verstärkte sich, als der Blonde nach ihr griff, um sie an sich zu drücken, woraufhin die Brünette ihre Augen aufschlug. Er roch.. Nach einer Bar. Nach viel Alkohol und Rauch, nach Schweiß und auch Damenparfüm.. Es war gar nicht so unangenehm, wie man es sich vielleicht denken würde, denn zwischen den ganzen Gerüchen ging sein Geruch durch, den sie an ihrem geliehenen T-Shirt misste. So etwas hatte sie gerne, jedenfalls seit sie das erste Mal ihm so nah gekommen war.. Ein Seufzer verließ ihre Lippen, aber Kamila ließ sich festhalten, sie genoss irgendwie auch die Nähe, die ihr aufgedrückt wurde.
      Der Mann sprach weiter, währenddessen vibrierte seine Brust, durch die Nähe war auch seine Stimme deutlich kräftiger zu hören. Kamila schloss ihre Augen, sie hörte ihm einfach zu, was er zu sagen hatte, was er ihr vermitteln wollte. Er wollte, dass sie die Worte vergessen sollte, sie sollte nicht mehr daran denken, dass er eine geschäftliche Basis haben wollte, da öffnete die Brünette auch wieder die Augen, um vor sich hinzusehen. Sein Herzschlag war zu hören, er war kräftig...und etwas schneller? Bildete sie sich das ein, oder war er irgendwie aufgeregt? War es vielleicht der Alkohol, den er getrunken hatte? Die Brünette hob ihren Blick, sie befreite ihren Kopf ein wenig, um zu Anthony nach oben zu sehen. Sie wollte seine Augen sehen, sie wollte seinen Blick festhalten, um dieses Gefühl nicht zu verlieren, welches seine Worte ihr gegeben haben. "Versprochen..?", fragte sie ganz leise und sanft, während sich ihre Augen noch weiter weiteten. Kamila spürte es deutlich, dass sich ihr Herz an den Worten erfreute, es schlug deutlich schneller und kräftiger, es freute sich und war hin und weg davon, dass er bei ihr bleiben würde. Durch eine Kurzschlussreaktion streckte die Frau ihren Hals und legte ihre Lippen auf die von Anthony, um ihn in einen kurzen, aber sanftes Kuss zu verfangen. Alles in ihrem Kopf schrie danach, seine Nähe noch weiter auszukosten,aber sie löste sich auch schnell wieder, um ihn entsetzt anzusehen. Es tat ihr Leid, was sie getan hatte... Es tat ihr irgendwie alles leid, es war alles schrecklich. "Holst du.. Mich aus dem Alptraum raus..?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

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    • Anthony bekam nicht sofort eine Bemerkung, ein Kommentar auf seine Worte, aber es war nicht weiter schlimm. Denn sie hatte gerade wohl genug gesprochen, sich sogar ihm ein wenig mit ihrem Problem geöffnet, auch wenn sie es selbst vermutlich zu morgen vergaß oder es erst gar nicht wirklich realisierte, denn sonst war sie auch verschlossen gewesen. Mike sprach aber auch schon darüber, dass sie sich härter gibt als sie in Wirklichkeit ist, aber er selbst konnte noch nicht ganz einschätzen, wo sie es wann tut. Er konnte sie in ein paar Situationen betrachten und erkennen, wie sie mit verschiedenen Emotionen und Problemen umgeht, weswegen er es einfach versucht zum nächsten Mal alles sofort gerade zu biegen, auch wenn es nicht wirklich einfach wäre. Seine Augen sahen hinunter zu den braunen, seidigen Haaren, bevor er auch schon Kamilas Gesicht erkannte. Sie erhob ihren Kopf etwas, um ihn besser sehen zu können und fragte nochmal nach, ob es wirklich sein ernst wäre. Er fragte sich die Frage selbst, ob er es auch wirklich versprechen konnte, denn damit würde er sein Wort halten. Aber solange sie seine Anwesenheit erwünscht, hatte er keinen Gedanken daran gehabt, es nicht zu tun. So zeigte er ihr kurz ein sachtes Lächeln, bevor er bestätigend nickte. " Versprochen. ", bestätigte er nun und sah ihr in die Augen. Kamila war ruhiger geworden, ihre Hände mit dem getrockneten Blut ließ sie aus ihren Gedanken, sonst wäre sie vermutlich wieder in Panik ausgebrochen. Aber es war gut genau so, denn der Blonde wollte sie nicht zwingen sitzen zu bleiben und sich zu beruhigen, jedes Mal wenn der nächste Stimmungswechsel sich meldete. Er würde sie gleich einfach schlafen legen, auch wenn sie schon selbstbewusst sagte, sie würde genau das nicht tun. Damit hatte sie aber weniger die Droge im Körper und weniger Zeit, weiterhin Mist zu bauen. Vieles würde er nämlich nicht aufhalten können, wenn seine eigene Reaktion verzögert kommt.
      Er war wieder in ihren Augen gefangen, als sie sich wieder langsam näherte. Vieles dachte er sich dabei nicht, vorallem dachte er nicht an einen Kuss, er vermutete eher, dass sie wieder die Wunde entdeckte. Aber mit dem Gedanken spürte er ihre zarten Lippen gegen seine. Er registrierte es erst, als ihre Lippen wieder von seinen waren. Ob er wirklich erwidert hätte, war eine Frage die ihn kurz beschäftigte. Sie würde es aber letztendlich wieder alles bereuen, oder er würde es tun. Ihr Gesichtsausdruck war nun genauso entsetzt wie es seiner war, aber sie sprachen nicht darüber. Kamila fragte ihn lieber, ob er sie nicht endlich aus dem Alptraum holt. Ihr Blick war dabei zuckersüß gewesen, weswegen er kurz innerlich seufzte. " Wir holen dich da raus.. ", flüsterte er nur, bevor er zögernd aufstand, denn er war in ihren Augen gefangen gewesen. Der Blonde machte kleine Schritte, um nicht noch zu stolpern, und nahm das Kissen von der Seite auf welcher Kamila saß, um es weichzuklopfen. Er zog die Decke mit sich, als er wieder zurücklief, ehe er auch Kamila zeigte, dass sie kurz aufsteht. Danach nahm er vorsichtig ihre Hand und führte sie dann zur fertigen Seite, damit sie sich hinlegen konnte. Er lief selbst zur Kommode und zog seine Jacke aus, wobei er die Schublade auf dem Boden ansah. Darum würde er sich schon später kümmern..
      Er zog lieber behutsam eines der anderen Schubladen auf, um sich eines der Jogginghosen zu nehmen. Beim Laufen zog er sich bereits das Oberteil aus, wobei er kurz das Gleichgewicht hol, aber es wieder bei den Fenstern einfing. Er öffnete eines dieser, bevor er sich auf der freien Seite des Bettes setzte. Seine Hose wechselte er schnell aus, bevor er sich letztendlich neben Kamila legte. Er drehte sich zu ihr, um bewachen zu können, ob sie einschlafen würde. Davor würde er auch selbst nicht schlafen gehen, auch wenn er hundemüde war. " Wenn du einschläfst.. Gehts dir bald besser. ", flüsterte er ihr zu, bevor er versuchte ihren Pony von der Stirn zu bekommen.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Er wollte sie da raus holen, diese Worte hörten sich so gut in ihren Ohren an. Aber woraus wollte er sie rausholen? Worum hatte sie überhaupt gebeten? Sie wollte scheinbar, dass er sie rausholte.. Aber was war genau gemeint? Kurz stockten ihre Gedanken, es gab so vieles, woraus sie gerne fliehen würde.. Ihre Vergangenheit war eines davon, die Bilder, die sie manchmal einholten und auch die Ängste, die sie seit dem besaß. Am liebsten würde sie auch ihre Angst ablegen eine Beziehung einzugehen oder sich an jemanden zu binden, sie würde sich gerne öffnen, um sich wenigstens ihre Gefühle für den Blonden einzugestehen. Sie bestanden seit dem ersten Moment, an dem sie ihn erblickt hatte, es war die erste Sekunde, in denen ihre Augen aufeinander getroffen haben, da hatte ihr Körper beschlossen, dass genau er der war, der sie aus allem rausholen konnte. Er war ihr Anker, der sie davor bewahren konnte unter zu gehen, er war der, der sie über Wasser halten konnte und mit dem sie vielleicht endlich diese Hürde überwinden konnte, die sie so plagte. Normalerweise gab Kamila so etwas nicht zu, sie war viel mehr damit beschäftigt alles, was irgendwie positiv war zu unterdrücken, aber neben Anthony war es so furchtbar schwierig, er warf ihre Gedanken durcheinander und gab ihr das Gefühl, dass sie sich öffnen konnte, ohne der Gefahr zu laufen, genau das gleiche durchzumachen, wie sie es schon einmal getan hatte.
      Ihre Augen beobachten, wie sich der Blonde erhob und langsam zu seiner Kommode lief. Wann war er überhaupt aufgestanden? Daran konnte sie sich nicht erinnern,aber sie sah ihm gerne zu, während er sein Oberteil auszog und auf sie zulief. Kurz wurde es ihr wieder warm, sie wollte aufstehen, da hatte die Frau aber bemerkt, dass sie im Bett lag, wie war denn das passiert? Wann vor allem.. Was hatte sie verpasst? Ihre Augen beobachteten ihn genau, während Anthony sich umzog konnte Kamila nicht aufhören ihn anzusehen und sich daran zu erfreuen, wie viel besser sie seinen Körper fand, als den von Alex.. Alex.. Wer war das nochmal? Letztendlich kam es gar nicht dazu, dass sie den Gedanken weiter fortführen konnte, denn der Mann legte sich zu ihr und automatisch hob Kamila ihre Decke, unter der sie lag, um ihn mit sich zuzudecken. "Mir ist kalt..", beschwerte sich die Frau leise, sie hatte außer dem Shirt und ihrem Höschen nichts mehr an, deshalb rutschte sie noch ein wenig näher zu dem Mann auf der anderen Seite des Bettes. Seine Hand versuchte ihren Pony wegzukriegen, daraufhin grinste sie breit. "Den kriegst du nicht zurück, ohne Klammern", stellte sie fest, dabei ignorierte sie den Satz, dass es ihr besser gehen würde, wenn sie schlief. Den Kopf schüttelte sie trotzdem, auch wenn es schon zu spät für eine Antwort war. "Ich will nicht schlafen.. Ich bin doch gar nicht müde". Sie gähnte, es war der unpassendste Moment dafür, aber was soll's. "Mir ist kalt". Sie rutschte noch näher an ihn und legte ihren Arm um den Mann. "Und ich... Will deine Nähe..". Solche Worte aus ihrem Mund war sehr fremd, aber sie waren irgendwie doch ganz ehrlich.. Irgendwie aber nur, oder es waren die Drogen, die aus ihr sprachen. "Es dreht sich alles..", murmelte Kamila, woraufhin sie ihre Augen schloss, damit es sich nicht drehte. Sie rutschte mit ihrem Kopf auch näher, um seine Nähe weiter zu spüren.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Da hatte er das Fenster aufgemacht und sich hingelegt, sprach Kamila bereits darüber, dass ihr kalt war. Er seufzte kurz innerlich und sah zum offenen Fenster, er würde sicherlich nicht mehr aufstehen, sie war aber auch selber dabei sich wieder zu wärmen. Seine Hand hielt er kurz an ihrem Kopf still, als sie ihm sagte, dass der Pony ohne Klammern nicht verschwinden würde. Auch er bekam ein Grinsen, weil er so zielstrebig wie ein Vollidiot gerade noch dabei war, den irgendwie wegzukriegen. Es war aber auch ein kurzer Moment gewesen, wo er sich wirklich konzentrieren konnte, also hatte es ihm nicht geschadet und Kamilas Haare waren noch dran, also was nichts passiert.
      Die Hand nahm er stattdessen dafür, um sich ein wenig hochzustämmen und die Decke enger um Kamila zu legen, damit sich die Wärme besser aufstaut. Danach legte er sich auch wieder richtig hin, wobei er ihre Aussage mit dem Gähnen mitbekam, dass die Brünette doch gar nicht müde sei. Das Gähnen war dabei wohl zu gut gewesen, es steckte ihn jedoch auch sofort an. Als er selbst wieder den Mund nach dem Gähnen schließen konnte, zog er die Decke etwas höher zu ihr. Nach seinem eigenen Gähnen kam aber wieder die gleiche Beschwerde wie zuvor, weswegen er seine Hand von ihr weglegte und wartete, wie nah sie zu ihm rutschen würde. Der Arm um seinen Körper wärmte ihn selbst etwas, er war aber selber wahrscheinlich schon warm genug gewesen, weil sein ganzer Körper mit ihrer Nähe auf Hochtour lief. In dem Moment war es aber praktisch, damit würde er das Frieren von Kamila ausgleichen können, die auch wieder näher zu ihn rückte. Sie sagte sogar, dass sie seine Nähe bräuchte, da war er gerade nichts anders gewesen. Ob es nun aber von Kamila kam oder von der Droge, konnte er nicht ganz wahrnehmen. Anthony würde ihr einfach das geben, was sie gerade brauchte, auch wenn er gegen das Drehen von ihr nichts tun konnte. Es waren aber viele Beschwerden auf einmal gewesen, weswegen Anthony kurz grinsen musste. " Noch'n paar Dinge die dir nicht passen, Prinzessin? ", witzelte er, bevor er selbst etwas an sie rückte und ihren Arm kurz umlegte, um sie etwas auf sich schieben zu können. Sie würde wohl auch in diesem Zustand sagen können, was ihr passte und was nicht, das zeigte sie ja gerade ganz deutlich. " Nimm.. einfach keine Drogen. ", kommentierte er nochmal ihre Beschwerde über das Drehen in ihrem Körper. Er konnte nicht sagen, wie lange der Rausch von ihr noch anhalten würde und ob sie bis dahin einschlafen würde, aber zumindest wärmen konnte er sie und wie versprochen, bei ihr sein. Seinen Arm schlang er nochmal um ihre Taille, um sie auch so weiter wärmen zu können. Er richtete die Decke wieder, um es ihr gemütlich zu machen, bevor er kurz selbst die Augen zuhielt. " Geht's jetzt? ", fragte er nun wenige Minuten später nach, um dementsprechend reagieren zu können. Er war selber wieder am gähnen gewesen, aber es störte ihn nicht weiter, da er sich sowieso aufzwang weiterhin wach zu bleiben, um zu sehen, dass Kamila sicher einschlief.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Ihre Worte, dass es ihr kalt war sollten viel mehr bedeuten, dass er sie endlich näher zu sich nehmen sollte, er deckte sie aber mehr zu und nahm es an, dass sie zu ihm rutschte. Ihre Haut berührte seine Kleidung, es wäre ihr deutlich lieber gewesen, wenn Anthony nicht so etwas dickes tragen würde, aber so war es nun mal, sie konnte es nicht mehr ändern, vorerst.
      Als der Mann einen ganz bestimmten Kosenamen für sie nutzte wurden Kamilas Augen groß und sie blickte direkt wieder zu ihm, um sich zu vergewissern, dass sie sich nicht verhört hatte. Er nannte sie.. Prinzessin als wäre es etwas besonderes, als wäre sie etwas besonderes. Sie war ganz perplex über den Kosenamen, aber gleichzeitig erfüllte es sie mit einem Glücksgefühl, wie sie es sonst nur selten kannte. Er hatte es schon einmal benutzt, aber deutlich abwegiger und nicht so zärtlich, wie er es gerade eben getan hatte Lange konnte die Frau jedoch nicht darüber nachdenken, dass sie so genannt wurde, denn Anthony zog sie zu sich und vor allem auf sich, woraufhin sie sofort zuschlug und sich weiter auf ihm ausbreitete. Letztendlich lag Kamila mit einem Bein und einem Arm über dem Mann, sie hatte ihren Kopf auf seine Brust gelegt und schmunzelte in sich hinein, es war genau das gewesen, was sie die ganze Zeit haben wollte, nun bekam sie es endlich.. Seine Nähe.. Damit es aber noch deutlich besser wurde zog die Brünette sein Shirt ein wenig höher und strich mit ihrer Hand über seine nackte Haut des Bauches, sie schnurrte sogar kurz wie eine Katze, weil es ihr wahnsinnig gefiel ihn zu streicheln, mehr als gestreichelt zu werden.

      Zu ihrer Beschwerde, dass es sich alles drehte hatte der Blonde einen wirklich guten Rat parat: sie solle keine Drogen mehr nehmen. Kamila seufzte. "Ich..", ging sie an, vergaß aber schnell, worum es ging. "Es.. Ist nicht so einfach". Sie seufzte wieder, strich aber weiter über seinen nackten Bauch. Letztendlich schloss die Frau ihre Augen, sie versuchte sich etwas zu beruhigen und die Gedanken vor allem still zu legen. "Jetzt geht es besser..", stellte sie fest und schmunzelte in sich hinein. "Deutlich besser". Der Mann war recht warm, er gab mit der Körpernähe einiges an Wärme zurück und so verschwand zwar das Kältegefühl, aber die Gänsehaut blieb trotzdem. "Ist.. Es für dich auch gemütlich?", vergewisserte sich die Frau, bevor sie zu ihm hoch sah, um sein Gesicht für den Moment zu mustern. Sie schmunzelte wieder, dann legte sie ihren Kopf ab und drückte ihren Körper weiter an seinen. "Ich habe es wirklich gern... Zu kuscheln". Ein Kichern war von der Brünette zu hören, dann eine Stille und letztendlich keine Augenblicke später verfiel sie dem Schlaf, einem sehr tiefen Schlaf, als hätte jemand den Schalter umgelegt. Sie genoss seine Nähe, sie genoss die Wärme und kuschelte sich im Schlaf noch mehr an Anthony, wobei sie so schnell gar nicht mehr wach werden würde.. Kamila würde nun ihren Rausch ausschlafen, bevor sie der Kater nach den Drogen einholen würde.. Und dieser, war nicht gerade gemütlich.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • They asked me about drugs and I told them about her.
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      Kamila hatte ihn fest gefangen gehabt mit ihrem Arm und ihrem Bein um seinen Körper, aber er war auch nicht dabei gewesen, sich dieser Situation zu entziehen. Es war gut so gewesen wie es gerade war, denn weder Kamila, noch Anthony versuchten sich irgendwas vorzuspielen. Ob sie ihn nun wirklich brauchte oder nicht, war nebensächlich gewesen. Denn genau jetzt brauchte sie ihn, um sich vor der Kälte zu schützen, und das konnte sie von ihm aus immer wieder machen. Sein Körper spielte dabei zwar verrückt, sein Herzschlag schien sich gar nicht erst damit zu beschäftigen, wieder auf einem normalen Tempo runterzugehen und sein Bauch gab ihm ein gewisses Kribbeln, als wären wirklich Schmetterlinge drin. Er hasste solch kitschigen Beschreibungen, aber letztendlich war es genau das, was gerade in ihm vorging. Sein Kopf konnte sich jedoch wieder entspannen, zumindest bis zum nächsten Morgen, wo ihn vermutlich der Kater einholen wird. Mit ihrer Anwesenheit waren seine Gedanken wieder weg, er war innerlich erleichtert, denn auch atmen schien besser zu funktionieren. Wie sich Kamila fühlte, konnte er nicht sagen, aber sie beruhigte sich langsam wieder. Ob es nun wieder daran lag, weil er bei ihr war, oder einfach schlichtweg müde wurde, ließ sich für ihn aber nicht sofort zeigen. Es schien aber egal, wie es gerade alles war. Es war egal, was mit diesem Typen passierte und was sie noch vorher machten, dass die Beiden vieles vergessen würden und das Kamila es bereuen wird, gerade bei ihm zu liegen. Es war alles egal, denn sie war bei ihm und fühlte sich äußerlich wohl, was sie mit ihrer angefangenen Streicheleinheit zeigte. Er genoss es und schloss schmunzelnd seine Augen, versuchte sich irgendwie alles so tief hineinzuprägen, dass es noch bis morgen in seinen Erinnerungen war. Eines würde er aber sicherlich nicht vergessen, sonst würde ihn der Schmerz daran erinnern: Er hatte sie heute so fertig gemacht, auch wenn es ungewollt war, war er der Schuldige gewesen.
      Die Brünette sprach aber darüber, dass es nicht so einfach wäre, im nächsten Moment keine Drogen mehr zu nehmen. Wenn es denn so ist, dann würde er ihr helfen, denn er würde sich nicht mehr großartig seelisch von ihr entfernen. Auch wenn es schädlich für ihn sein würde, so war sie wohl seine eigene Droge gewesen. Da konnte er ihr nachempfinden, denn es war zu schwer, sich von ihr zu distanzieren. Sie hatte aber ein deutlich größeres Problem damit, denn möglicherweise würde es wieder so weit kommen, wie es vor ein paar Jahren war. Kamila nahm schonmal Drogen und riss sich schließlich für zwei Jahre von ihnen los, wer wüsste, wie groß dieser Schritt war. Für sie könnte es ja auch eine Leichtigkeit gewesen sein und so sollte es auch dieses Mal sein, wenn Anthony den Fehler nicht nochmal macht.
      Gerade ging es ihr aber besser, so war es auch bei ihm gewesen. Er würde einfach liegen bleiben und darauf achten, dass es auch weiterhin so bleibt, bis es von ihr aus reicht. Sie fragte nochmal bei ihm nach, ob es ihm denn auch gemütlich war, da fühlte er es selbst nochmal nach. Es war gemütlich gewesen, gerade konnte er aber sowieso nicht klagen. Er konnte spüren, wie sich Kamila ein wenig erhob, weswegen er seine Augen öffnete und nachsah. Seine Augen trafen auf das Grün ihrer, weswegen er schmunzelte. " Ja.. ", antwortete er nur knapp, damit sich Kamila wieder schnell hinlegte. Sie war sichtlich zufrieden gewesen, weswegen er beruhigt ausatmete und die Decke ansah. Sie sprach noch einen Satz aus, denn ihn selbst wieder erwärmte. Danach kam jedoch nichts mehr und langsam löste sich auch etwas vom Druck, den Kamila gerade noch ausübte. Anthony sah wenige Minuten später nach, ob sie einschlief. Es schien so, denn es kam keine wirkliche Reaktion mehr und auch das Streicheln hörte auf. Vorsichtig hob er seinen Kopf und sah kurz an die Beiden runter, weswegen er lächelte. Er müsste ein Foto machen, denn es war gerade zu schön gewesen. Aber so schön wie es gerade war, so konnte es doch nie werden, wenn sie nüchtern waren. Er wollte sich schlichtweg keine Hoffnungen machen, trotzdem sah er sich das Szenario noch ein wenig an. Danach überkam ihm aber auch die Müdigkeit, weswegen er seinen Kopf wieder sinken ließ. Seine Augen fielen ziemlich schnell zu, davor achtete er aber auch darauf, dass es Kamila gut ging und sie nicht mehr frierte. Ein Arm von ihm legte sich schließlich um ihren Rücken, bevor es bei ihm auch ruhiger wurde.
    • Remember not to get too close to stars, they're never gonna give you love like ours

      Kamila Kayla Redstone
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      Sie spürte seine Nähe und konnte diesen typischen Anthony-Geruch wahrnehmen, an den sie sich schon längst gewöhnt hatte, da lockerten sich ihre Muskel und ließen ihren Körper entspannen. Kamila schlief normalerweise immer allein, aber jetzt zum zweiten Mal hatte sie den blonden Mann an ihrer Seite, der wie wärmte und ihr die Liebe gab, die sie brauchte. Sie sehnte sich sehr nach jemanden, der sie nach einem schweren Tag in den Arm nehmen würde, der ihr zeigen würde, dass es auch etwas anderes gibt, als nur Hass und Tod.. Aber es war nicht so einfach.. Kamila war einfach anders.. Ihre Vergangenheit prägte sie sehr und gab ihr die Angst, sich an jemanden fest zu binden. Das letzte Mal war es nicht gut ausgegangen, jetzt war sie zwar deutlich stärker geworden, auch deutlich sicherer, aber wer weiß, was die Liebe dieses Mal aus ihr machen würde?
      Vor allem diese Nacht konnte sie ihre Gefühle für den Mann nicht leugnen, sie wollte seine Nähe auskosten und ihn am liebsten nie wieder verlassen, aber spätestens, wenn sie wachwerden und in ihre depressive Stimmung rutschen wird, wird es nicht mehr ganz einfach für sie werden. Ihre Schutzmauer wird sich wieder aufbauen, ihre Gefühle bleiben hinter verschlossenen Türen und werden für den Mann unzugänglich sein.. Es war nicht einfach, es wird nie einfach werden, aber die Brünette wünschte sich sehr, dass es anders werden könnte.. Sie wollte es ganz fest, sie wollte es vor allem mehr, als einiges andere, sie wollte diese Gefühle in sich spüren und glücklich werden.

      Der Schlaf war lang, denn Kamila schlief bis zum Mittag durch und ließ ihren Bettnachbarn nicht aus ihren Armen. Sie ließ ihn sich umdrehen, wann auch immer er es wollte, aber sie kuschelte sich an ihn ran und genoss diese Wärme, die von ihm ausging. Alpträume plagten sie, Erinnerungen an ihre Zeit an der Stange, an die Zeit, in der sie für Geld alles mit sich machen ließ. Es war nicht freiwillig, kaum eine Frau würde dich freiwillig an die ganzen schmierigen Männer verkaufen, aber die Drogen machten sie so.. Locker. An viele der Tage erinnerte sie sich nicht, aber sie erinnerte sich genau an den Tag, an dem sie ihren Bruder vor sich hatte und es noch erkannte, bevor sie zu weit gegangen war. Er war ihre Rettung damals gewesen, aber selbst seit dem ging es nicht wirklich bergauf. Kamila hatte noch immer Probleme mit Drogen, sie ließ sich so einfach dazu bewegen welche zu nehmen, sie kannte ihre Grenzen nicht, überschritt diese mehrmals und landete dann meistens in Schwierigkeiten. Dieses Mal hatte sie scheinbar nichts gemacht, jedenfalls hatte die nicht das Gefühl, als sie ihre Augen aufschlug und sich erstmal sicher werden musste, wo sie war. Anthony lag neben ihr.. Das Zimmer war ihr.. Unbekannt. Es musste sein Zimmer gewesen sein, aber was machten sie hier? Ihre Hände glitten an ihrem Körper entlang, sie hatte was an, auch wenn es nicht ihre Sachen waren und auch der Blonde hatte was an, sie schlief also nicht mit ihm.. Zufrieden seufzte die Frau, Anthony wollte eine geschäftliche Basis, da war es zwar schon unangebracht, dass sie in seinem Bett lag, aber vielleicht hatte er sie einfach nur aufgegabelt und auf sie aufgepasst.
      Die Brünette setzte sich langsam auf und rieb sich ihre Augen, ihr ging es schrecklich.. Sie war fertig mit den Nerven, ohne einen Grund dafür zu sehen. Sie musste es schnell klären was passiert war, aber als sie zu dem Mann neben sich blickte musste sie schmunzeln.. Sie konnte ihn doch nicht wecken, während er so niedlich schlief.. Irgendwie.. War der Mann süß, aber den Gedanken verabschiedete sie auch schnell wieder. Vorerst blieb sie einfach sitzen, um ihren Kreislauf in den Griff zu bekommen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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