Aiden schoss los und gewann immer mehr Höhe. Schließlich erreichte er seine bestimmte Höhe und flog in Richtung Norden, mit Hilfe von Arya und dem Kompass, den der Arzt ihnen mitgegeben hatte. Nun erst begann ihre Reise.
Die beiden flogen noch weit nach Sonnenuntergang richtung Norden, bis Aiden landen musste, damit die zwei rasten konnten. Arya sammelte etwas trokenes Holz ein, damit Aiden ein Feuer machen konnte und setzte sich dan zu den Drachen an ihr Lager, welches sie für die Nacht errichtet hatten. "Was meinst du, wie lange werden wir brauchen?", fragte sie und schob sich etwas Brot aus ihren Proviant in den Mund.
"Wenn das Wetter mitspielt so 5-6 Tage, wenn nicht viel länger...", antwortete Aiden nachdenklich und sah in die Flammen. "Was hat dieHexe dir eigentlich noch einmal genau gesagt?" Sie hatten nicht viel besprochen, deshalb.
Arya erklärte alles noch einmal genau und kuschelte sich dabei an Aiden. "Du....", flüsterte sie, als sie fertig erzählt hatte. "Was hast du vor zu tun, wenn du wieder ein Mensch bist...?"
Aiden dachte nach und antwortete: "Vieles, wieder unter Menschen leben, umhören, was alles wichtiges Passiert ist und vieles mehr und vielleicht auch Heiraten..." Er sah Arya genau sanpft in die Augen. "Doch dafür muss die Frau, die ich liebe auch mich lieben..."
"Ähm.... Hast du denn eine frau, die du liebst...?", fragte sie und wich leicht verlegen seinen Blick aus. Sie wusste nicht genau was sie für eine Antwort erwartete. "Gab es ein Mädchen, welches du mochtest, bevor du zum Drachen wurdest...?"
Aiden richtete seinen Blick wieder zum Feuer. "Nein, gab es nicht wirklich. Ich hatte Glück, das mein Vater mich nicht mit irgendjemanden verheiraten wollte den ich nicht kannte. Zu dem war ich damals auch wirklich nicht der beliebteste im Land. Nun, aber das war mal...", beendete Aiden sein Gespräch und verlagerte kurz etwas sein Gewicht.
Arya rutschte ein Stück zur Seite, als er sich bewegte. "Ich kann mir das irgendwie gar nicht vorstellen.", meinte sie, als sie wieder richtig saß. "Warum wollte dein Vater dich denn nicht verheiraten...?"
Aiden zuckte ratlos mit den Schultern, was bei einem Drachen etwas komisch aussah. "Vielleicht hatte er das eigentlich vor gehabt, aber konnte es mir nicht sagen, da man ihn vorher ermordete. Wer weiß? Zumindest musste er seine Gründe gehabt haben.
Arya nickte. "In der Hinsicht hattest du mehr Glück als ich...!" Sie musste darann denken, wie es war, als ihr Vater ihr sagte, dass sie heiraten würde. Einen völlig fremden.
"Glück? Ist es wirklich Glück mit anzusehen, wie jemand Fremdes deinen Vater vor deinen Augen tötet?", sagte Aiden. Er erinnerte sich an alles, als wären bloß Stunden anstatt Jahren vergangen. Dieser Vermummte Person... Irgendjemand versuchte ihm das Leben schwer zu machen. War dies alles wohl möglich geplant? Der Drache wusste es nicht.
"Nein... nein... SO hatte ich das nicht gemeint", versuchte sie sich schnell zu erklären. "Ich meinte, dass du Glück hast, das du nicht... verlobt bist wie.... wie ich...."
Sie schmiegte sich leicht an Aiden. "Was mach ich nur, wenn du ein Mensch bist... Wenn du nicht mehr da bist.... Ich möchte nicht heiraten.... nnicht diesen Prinzen", meinte sie und seufzte.
"Nicht diesen? Welchen möchtest du dann?", fragte er sie lächelnd. Es war schon merkwürdig sich darüber all zu sehr Gedanken zu machen. Der Drache wartete still auf Aryas Antwort.
"Ich... uhm" Sie sah verlegen zur Seite. "Es gibt da... Uhm... naja... ist egal.... Das wird eh bestimmt nie etwas..." Sie schloss leicht die Augen. Sie traute sich einfach nicht es zu sagen.
Nach einiger Zeit war Arya an Aiden angelehnt eingeschlafen. Sie atmete ruhig und gleichmäßig und bewegte sich sonst nicht mehr. Sie war einfach nur müde.
Auch Aiden schlief einige Zeit nach Arya ein, aber nicht ganz so ruhig. Er hatte merkwürdige, irgendwie kaum zusammenhängende Träume, aber sonst war es ruhig diese Nacht für Aiden. Vielleicht etwas zu ruhig...?
Arya träumte die Nacht von einen jungen Mann, den sie zuvor noch nie gesehen hatte. Er ritt auf ein weißes Pferd und trug eine Krone. War das ihr verlobter...? Mit dieser Erkenntnis wachte das Mädchen zuerst Orientierungslos auf. Sie sah zu Aiden, aber der schlief noch. Zum ersten mal dachte sie darüber nach, was wohl passieren würde, wenn dieser junge Mann sie finden würde.