[2er RPG] ☠ I need a Gangsta ☠

    • "Och das tut mir aber Leid, ich habe nur Respekt vor älteren Schwestern. Das mit dem Bruder muss mir wohl entfallen sein.", brummte Killian genervt. Er fragte sich ja was Elaine von all dem gehalten hätte. Sicherlich hätte sie Killian liebevoll durch das volle Haar gestrichen wie sie es immer tat und ihm eines dieser schönen Lieder vorgesungen, welche sie immer auf Lager hatte, wenn er als kleiner Junge nicht schlafen konnte. Es gab viele Gründe schlaflose Nächte zu haben, aber mit Elaine an seiner Seite war alles ertragbar gewesen. Sie war sein Licht gewesen, der wundervollste Mensch auf dieser ganzen beknackten Welt. Jetzt hatte Kill endlich einen Menschen gefunden, der es ebenfalls schaffte sein kaltes Herz zu erwärmen: Anisa. Und Killian würde alles daran setzen, dass man ihr die Rothaarige nicht auch noch weg nahm. Nein, dieses Mal würde er nicht scheitern. Er würde allerdings langsam aber sicher seine Nerven an diesem Idioten neben ihm verlieren, wenn dieser nicht endlich die Klappe hielt. Wie konnte man nur so viel reden? Ein Bier würde über diese Flugdauer nicht reichen, am liebsten hätte er sich ja jetzt betrunken damit er nur noch die Hälfte von dem Verstand, dass ihm dieser Golden Retriever da erzählte. Allerdings brauchte er einen klaren Kopf und volle Auffassungsgabe. Am Ende würde ihn der Typ noch abstechen ... oder aber zu Tode nerven, dass erachtete Killian als wahrscheinlicher. Hey, wer weiß vielleicht war das sein Talent bei der Mafia gewesen? Er trieb Leute dazu sich selbst irgendwo herunter zu stürzen, nur damit er die Klappe hielt. Sollte Killian das nun bewundern oder sich eher davor gruseln? Gott, der Typ war viel grausamer als er es hätte je sein können! Mal ehrlich Killian stach jemanden vielleicht bei Sex ab, aber wenigstens war es ein würdiger Abgang und sie wurde nicht davor noch gequält. Als Jaden weiter quatschte und auch noch mit einem Angebot kam, wollte ihn Kill am liebsten eigenhändig erwürgen aber er entschied sich dagegen. "Hältst du dann endlich die Klappe?"


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    • Elaine... Seine kleine Schwester hatte ihn so liebevoll in ihrer Familie aufgenommen, egal wie verwirrt sie gewesen war, das sie einen großen Bruder hatte. Auch für Jaden war es die wundervollste Person gewesen, die er in seinem Leben hatte. Aber irgendwann hatte er es nicht mehr ausgehalten, er musste von dieser Familie fliehen, nur war sein großer Fehler, das er Elaine nicht mit sich genommen hatte. Aber wenn er ehrlich war, dann wusste er auch weshalb. Sie konnte ihren jüngeren Bruder nicht alleine lassen. Killian war doch gerade erst auf die Welt gekommen und wenige Wochen später war Jaden geflohen. Wie ein Feigling ist er geflohen. Aber welchem Kind konnte man es nicht verübeln? Er wollte Leben und das nicht in Angst und Leid. Das aber Elaine durch die Hände dieses Mannes gestorben war... Das war etwas, das er erst verdauen musste. So gern hätte Jaden ihr noch einmal in die schönen Augen gesehen und ihr von Herzen gedankt. Sie hatte ihm eine Familie gegeben. Er wäre auf Knien gefallen, hätte um Vergebung gebettelt, aber es war alles zu spät. Jetzt konnte er diese schönen Augen an Killian sehen, die Farbe war so identisch und doch scheinen sie so anders. Elaines Augen hatten immer gelacht, auch wenn sie Schmerzerfüllt waren, sie waren warm und haben Jaden Mut gegeben weiter zu kämpfen, ganz im Gegensatz zu Killians, die einfach nur kalt schienen. An Elaine wollte Jaden jedoch nicht denken, es waren nur schmerzende Gedanken. Wenigstens schien Killian auf sein Angebot einzugehen. "Du wirst von mir kein Wort mehr hören.", antwortete Jaden ernst und hielt ihm die Hand entgegen. Jaden war überzeugt, Killian über seine wahren Absichten überzeugen zu können. Der Blonde wollte ihm nichts Böses, ganz im Gegenteil, er wollte das tun, was er damals nicht geschafft hatte. Sein kleines Geschwisterchen beschützen.
    • Diese Aussage hatte gesessen, das merkte Killian an dem Gesichtsausdruck welchen Jaden nun aufsetze. Was erwartete dieser Kerl eigentlich? Das Kill ihm vor Freude in die Arme fiel, weil er erfahren hatte das er einen Bruder hatte? Er hatte Elaine und ihn im Stich gelassen! Er war ein Feigling gewesen und war einfach abgehauen. Zumindest hatte der Dunkelhaarige das so verstanden, immerhin war er zu klein gewesen um sich auch nur im entferntesten an dieser Kerl zu erinnern. Seine Schwester allerdings ... ja Elaine war geblieben. Sie hätte so oft fliehen können, sie war klug und einfallsreich. Und doch hatte sie alles daran gesetzt ihn zu beschützen. Gott wie sehr er sie vermisste. Es war richtig gewesen sich zu rächen, ganz gleich wie falsch Mord auch war. Killian bereute es keinen einzigen Tag das er diesen Mann aus dem Weg geräumt hatte, dass er seine große Schwester gerächt hatte. Nein, das einzige was er bereute war das er diesen Mann nicht hatte leiden lassen. Er hätte ihn so leiden lassen sollen, wie er Killian und Elaine hatte leiden lassen. Wie oft hatte sich seine Schwester schützend vor ihn gestellt, wenn ihr Vater mit den Füßen nach ihm getreten hatte? Ohne Elaine wäre er schon lange tot. Jetzt wagte es dieser selbsternannte Bruder sich hier so aufzuspielen, nach all den Jahren? Killian Hände ballten sich zu Fäusten. Nein, das war egal. Jaden war egal. Er hatte Anisa, er brauchte sonst niemanden an seiner Seite. Elaine konnte er nicht zurück holen, aber bei seiner Freundin würde er nicht versagen. Niemals! Er war der beste Auftragskiller von John Astolfo, er wurde geschult und er war ein absolutes Ausnahmetalent. Er war fähig genug seine Freundin vor allem und jedem zu beschützen und das schloss auch Jaden mit ein. Als er ihm die Hand hin hielt, sah ihn Killian lediglich mit diesen goldenen und leuchtenden Augen an. Augen die jeden faszinierten, jeden selbst John Astolfo. "Halt einfach die Klappe und ich dulde dich.", daraufhin hatte sich Killian abgewandt, die Arme verschränkt und sich zur Seite gedreht. Er wollte für die restlichen Minuten einfach nur noch seine Ruhe und eventuell die Augen zu machen. Jaden würde wohl kaum auf die Idee kommen ihn hier umzubringen, es gab zu viele Zeugen.

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    • Seufzend hatte Jaden mit den Schultern gezuckt und hielt sein Wort. Den gesamten Flug würde er kein Wort sprechen, stattdessen verbrachte er die Zeit damit, in einem der langweiligen Zeitschriften herum zu blättern, Tee zu trinken, den er sich bei der netten Stewadess bestellt hatte, die sich noch einmal erkundigt hatte, ob auch wirklich alles in Ordnung war, nachdem mit großen Entsetzen seine blutende Nase ansehen musste und machte sich darüber Gedanken, wie er Killian auf seine Seite Schlagen konnte. Er konnte es nachvollziehen, das Killian ihn hasste. Nicht nur, weil sie einer gefährlichen Arbeit nachgingen, sondern auch weil er ihn und Elaine einfach im Stich gelassen hatte. Irgendwann würden diese Gedanken aufkommen, wenn Jaden weit genug bei Killian vorgedrungen war und wenn dieser Zeitpunkt käme, musste er sich darauf vorbereiten, das Killian ihn dafür verfluchen würde. Er würde ihn anschreien, vielleicht sogar wirklich die Nase brechen oder ihm auch die Waffe zwischen die Augen halten. Es mag dämlich klingen, aber, Jaden würde es ertragen, nur damit er für Killian der große Bruder sein konnte, den er verdient hatte. Elaine war schon immer stark gewesen, sie war ihm niemals von der Seite gewichen, während er irgendwann geflüchtet war, weil es für ihn unerträglich wurde. Jaden war nicht der leibliche Sohn, weshalb es diesen Mann veranlasst hatte, diesen Jungen abgrundtief zu hassen. Dieser Mann hatte Jaden nie akzeptiert, wofür sich Elaine eingesetzt hatte. Sie hatte sich für ihren Bruder eingesetzt, von dem sie erst nichts wusste und dann geraten hatte, zu fliehen, solange er konnte. Hätte er sie retten können? Was hätte ein kleiner Junge schon gegen einen Mann ausrichten können? Killian hat es geschafft, Elaine zu rächen, er hatte es geschafft, alldem ein Ende zu setzen. Diese Gedanken waren Nervenaufreibend, weshalb Jaden umso dankbarer war, als das Flugzeug endlich zum Landen ansetzte.
    • Wenigstens hatte Jaden sein Wort gehalten und über den Flug die Klappe gehalten. Ehrlich gesagt wusste Killian auch nicht so richtig wie er mit dem Blonden umgehen sollte. Er traute ihm nicht und er würde ihm so schnell auch nicht trauen. Killians Vertrauen zu gewinnen war ein absoluter 24 Stunden-Job und praktisch unmöglich. Er vertraute ja nicht einmal John Astolfo und für den Mann tat er sprichwörtlich alles. Was hatte dieser Jaden erwartet, dass Killian etwa in seine Arme sprang und ihn Bruder nannte? Garantiert nicht. Der Dunkelhaarige hatte die Ruhe genutzt um wenigstens die restliche halbe Stunde seine Augen zu schließen und ein wenig zu dösen. Er war müde und obwohl er noch nicht mal in Rom gelandet war, wusste er jetzt schon das es ihn etliche Nerven kosten würde zumal jetzt ein weiteres Problem hinzu kam. Er würde Jaden jedenfalls verklickern das er keine Hand an Isabella legen durfte, sondern dass es eine Sache zwischen ihm und ihr war. Wenn er sich nicht daran hielt würde eben mehr zu Bruch gehen als nur seine Nase. Killian war schon immer unfassbar nachtragend, immerhin ist er Sternzeichen Skorpion! Mit verschränkten Armen hatte er sich also in seinem Sitz zur Seite gedreht und versuchte ein wenig zu schlafen. Hoffentlich starrte ihn der Spinner dabei nicht an! Nicht mehr lange und sie würden in Rom landen ... die eigentliche Arbeit hatte noch nicht einmal begonnen.


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    • Das Killian die Zeit genutzt hatte, um seine Augen zu schließen, hatte Jaden natürlich bemerkt. Er hielt seine Versprechen und würde Killian in Ruhe lassen, wenn er es in der Zeit, in der sie Isabella jagten, nicht schaffte bei ihm durchzudringen. Nun, das er aber den Kontakt zu Anisa weiterhin suchen würde, hatte er eben nicht erwähnt, weshalb dies bedeutete, das er Killian doch irgendwie über den Weg laufen würde. Jaden war sich Sicher, das die schöne Rothaarige ihm helfen würde oder auch den Kontakt zu ihm nicht kappen würde, nur weil Killian es ihr befehlen würde, nur weil er Jaden nicht leiden konnte. Diese Frau hat ihren ganz eigenen Kopf und es brauchte einiges, damit man ihr etwas befehlen konnte. Jedenfalls setzte das Flugzeug zu einer angenehmen Landung an, ohne irgendwelche Komplikationen und blieb nach wenigen Minuten auch stehen. Die ersten Personen lösten bereits ihre Gurte und drängten sich durch die Gänge, um endlich aus diesem Flugzeug zu können. Jaden wartete seelenruhig, bis die meisten verschwunden waren, erhob sich dann selbst und holte seine Tasche aus dem Fach über seinem Sitzplatz. "Hey, wach auf.", rief Jaden Killian nur entgegen und wartete, bis er sich endlich rührte, damit sie ebenfalls das Flugzeug verlassen konnten, um zu ihrem Gepäck zu gelangen. Dieser Auftrag würde noch viel länger dauern, als Killian vermutlich erwartet hatte. Mit Jaden an der Seite wurde jedes Leben anstrengend.
    • Er hätte nicht gedacht, dass er über die Flugzeit tatsächlich richtig einschlafen würde. Allerdings war der Sitz bequemer als gedacht und er träumte von Anisa, was wollte er also mehr? Zudem musste man ihn ohnehin dafür bewundern, dass er in jeder erdenklichen Position schlafen konnte. Na so oft wie er auf dem Boden hatte schlafen müssen und in anderen Lagen, war dieser Sitz hier das reinste Luxushotel. Während er schlief konnte er auch den Idioten neben sich ausblenden. Eine eine Win-Win Situation also. Zudem strahlte ihn seine Freundin in seinem Traum mit ihren leuchtenden Augen an, streichte ihm durchs Haar und flüsterte ihm zu, dass er gute Arbeit geleistet hatte. Was träumte er da eigentlich für Sachen? Jedenfalls war er zufrieden und alles andere als begeistert als ihn der blöde Hund an seiner Seite weckte. Nichts gegen Hunde aber Kill war ein Katzenmensch, eindeutig. Genervt und verschlafen sah er seinen vermeintlichen Bruder an. Gott, er hasste ihn noch mehr als vor einer Stunde. Mit seiner typischen Morgenmuffelart, war er aufgestanden und ohne auf den Blonden zu warten aus dem Flugzeug gestiegen. Er ignorierte auch die schönen Damen welche ihm freudig winkten und nachsahen. Seine Sporttasche war zu schwer um als Handgepäck durchzugehen, weswegen er also zu dem Gepäckfließband musste um seine Tasche abzuholen. Das gute Stück lies glücklicherweise nicht lange auf sich warten und er konnte wieder an Jaden vorbei stampfen um den Flughafen zu verlassen. Das erste was er tat, kaum hatte er den Flughafen verlassen war sich neben einen Aschenbecher zu stellen in einer der markierten Raucherbereiche und seine wohlverdiente Zigarette zu rauchen. Er hatte den Flug mit Jaden überlebt und das ganz ohne! Man sollte ihm einen Orden verleihen!


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    • Ganz im Gegensatz zu Jaden schien Killian wohl der reinste Muffel zu sein, wenn er aus seinem Schlaf gerissen wurde. Jaden sprang schon nach seinem ersten Wecker förmlich aus dem Bett, setzte Tee auf und gönnte sich sein Frühstück, das er selbst zubereitete. Er hatte es auch oft genug bei Anisa getan, während sie noch im Bett schlief und er ihr das Frühstück ans Bett brachte. Mal ehrlich, er sieht nicht nur gut aus, ist sogar noch der totale Gentleman! So einen Mann wünschte sich doch wohl jede Frau! Kopfschüttelnd folgte er dem Dunkelhaarigen und warf sich seine Tasche über die Schulter. Glücklicherweise hatte er seine Tasche mit in das Flugzeug nehmen können, Killian schien dieses Glück allerdings nicht zu haben und musste an diesen schrecklichen Gepäckfließband auf seine Sporttasche warten. Nun, zumindest hier hatte er Glück, er musste nicht lange warten, wartete aber auch nicht auf Jaden, der ihm noch immer folgte und es ihm gleich tat, als er sich in einer der Raucherbereiche stellte, um sich eine Zigarette anzuzünden. Er zündete sich seine Zigarette an und machte sich nicht die Mühe, Killian sein Feuerzeug anzubieten, vermutlich würde er es ohnehin nicht annehmen. "Also, wie lautet dein bisheriger Plan?", begann Jaden dann und zog an seiner Zigarette. Der blonde hatte es sich angewöhnt, weniger zu Rauchen, erst recht, wenn er sich in der Nähe einer bestimmten Person befand. Wer diese Person war, ist vermutlich vollkommen Klar.
    • Natürlich hatte er nicht genug Glück, das Jaden von irgendeinem Gepäckstück erschlagen wurde. Warum auch? Offenbar war es amüsant ihn arme Seele mit diesem Typen zu plagen. Wäre das hier eine Serie, hatte der Produzent einen lausigen Sinn für Humor. Er konnte förmlich das Hintergrundlachen vernahmen. Der Blonde war wirklich wie ein Hund, der ihm konstant hinterher trottete, der einzige Vorteil war das er mit ihm auf englisch bzw. amerikanisch sprechen konnte. Etwas das er in Italien doch ein wenig vermisst hatte. Zwar sprach Killian sowohl fließend italienisch als auch russisch, aber Amerika war nach wie vor seine Heimat, ganz gleich wie schlecht die Erinnerungen daran waren. Dem Land hatte er dafür jedenfalls nicht die Schuld gegeben. Dennoch lieber hätte er konstant auf italienisch gesprochen, als sich mit Jaden abgeben zu müssen der in allen Dingen abgesehen von ihrer Berufswahl das komplette Gegenteil von ihm war. Die zwar waren wie Feuer und Wasser. Mit Elaine hatte er wenigstens in manchen Dingen Ähnlichkeit. Jaden hingegen war von einem komplett anderen Stern! Yepp, in den Augen von Kill war der blonde Trottel eindeutig ein Alien und zwar eines von der ganz schlimmen Sorte. Warum konnte er nicht einfach auf seinem Heimatplaneten bleiben? Als Killian den Raucherbereich erreicht hatte, welcher mit einem weißen Quadrat auf dem Boden ganz kreativ gekennzeichnet wurde, hatte Jaden wieder mit ihm gesprochen. Es war wohl zu viel verlangt, dass er das sprechen verlernt hatte. "Ich werde wohl kaum darüber auf offener Straße sprechen, Idiot.", brummte Killian schlecht gelaunt und blickte sich auf dem Flughafen um, ob es hier noch so etwas wie ein altmodisches Münztelefon gab.


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    • Grinsend zog er erneut an seiner Zigarette. Natürlich bekam er diese Antwort, aber konnte Killian ihm denn gar keinen Anhaltspunkt geben? Ob er zuerst ein Hotelzimmer beziehen wollte oder sich gleich auf den Weg machen würde. Ganz ehrlich, Jaden hatte Hunger und wollte einfach nur etwas essen. Den Fraß im Flugzeug brachte er jedenfalls nicht hinunter, dafür war er dann doch zum Feinschmecker geworden. Okay, eine Pizza tat es auch aber auf ein belegtes Brötchen hatte er nun wirklich kein Appetit. "Du kannst es doch wohl umschreiben, oder nicht?", gab Jaden dann zurück und zog weiterhin an seiner Zigarette. "Bist du wirklich immer so schlecht gelaunt?", fragte er dann mit einem Seufzen, als er ihn für einen Moment gemustert hatte. Killian sah zumindest nicht danach aus, als wäre er über Jadens Anwesenheit erfreut. Nun, um ehrlich zu sein, verlangte er es auch nicht, immerhin hatte er ihn und Elaine zurück gelassen. Es würde ihn noch jede Menge Kraft kosten, mit Killian diesen Auftrag zu überstehen. Wer dabei eine größere Rolle spielte, wusste der Blonde noch nicht. Wer würde anstrengender sein, Isabella oder Killian? Wenigstens hatte er Isabella nicht an der Backe, er würde sich zurückhalten, immerhin war es nicht sein Auftrag und ihm war diese Frau vollkommen egal. Jaden wollte nur, das Killian dieser Frau das gab, was sie verdiente, nachdem was sie Anisa und auch seinem kleinen Bruder angetan hatte. Und zwar den Tod.
    • Jaden war wie ein kleines verzogenes Kind, das nie die Klappe halten konnte. Killian fragte sich wirklich, wer von ihnen beiden der Ältere war. Jedenfalls verhielt sich der Blonde nicht danach. Gott neben ihm fühlte sich der Jungspund Killian richtig alt. Man sollte es nicht glauben aber Kill konnte verdammt gut mit Kindern umgehen, aber Jaden war ihm dann doch eine Nummer zu viel. So ein altes Kind war eine Herausforderung und verdammt, wo konnte man so jemanden abgeben? Gab es nicht eine Sammelstelle für nervende Idioten? Natürlich könnte er ihn auch einfach erschießen, das wäre einfacher aber verschwendete Munition. Gott, hatte er Kopfschmerzen. Genervt zog er an seiner Zigarette und blickte zu dem Blonden. "Du bist so fucking nervig. Wie alt bist du 12? Reiß dich mal zusammen.",fluchte Killian in seiner gewohnten unfreundlichen Art. Ja seine Ausdrucksweise war schon immer sehr lebhaft und fluchen konnte er besser als jeder in dieser Mafiafamilie. John hatte meistens darüber gelacht, Killian wurde so viel durchgelassen das der Dunkelhaarige selbst erstaunt war das er noch lebte. Allerdings war ihn zu Töten auch eine echte Kunst, außer natürlich er würde zu Tode genervt werden. Jaden war nah dran. Konnte man vor lauter Genervtheit , ist das überhaupt ein Wort, zu Grunde gehen? Wahrscheinlich hatte Jaden all seine Opfer zu Tode gequatscht, dass sie sich freiwillig die Kugel gegeben haben. Arme Schweine, was für ein grausamer Abgang. Ohne ein weiteres Wort zu verlieren war Killian weiter gelaufen, kaum hatte er seine Zigarette aufgeraucht und entdeckte tatsächlich eine Telefonzelle! Wow Rarität! Ein echtes Denkmal! Schnellen Schrittes war er darauf zugesteuert, hatte Jaden die Tür vor der Nase zugeknallt und wählte die Nummer von Anisa um ihr sein Leid zu klagen. Kaum bekam er ein Freizeichen, seufzte er schon in den Hörer. "Rette mich. Nicht Isabella wird mich zu Grunde richten, sondern dein blonder Stalker. Wenn du irgendeine Wunderwaffe kennst um ihn das Maul zu stopfen, werde ich für den Rest meines Lebens dankbar sein.", quengelte er in den Hörer, ehe er sich räusperte. "Okay, nochmal. Hey Kleines. Ich wollte dir sagen das ich lebe ... noch. Jaden ist nah dran mich an den Rand des Wahnsinn zu treiben. Ist Lev bei dir und passt auf dich auf?"


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    • Der Blonde konnte gar nicht anders, als breit zu Grinsen. Gehörte es nicht sogar dazu, den kleinen Bruder zu nerven? Tja, in dieser Hinsicht machte er einen verdammt guten Job. Immerhin musste er viele Jahre einholen und dabei wollte er keine Zeit verlieren. Mit dem Nervigen konnte er auch jetzt schon beginnen, so machte es doch viel mehr Spaß, wenn er sehen konnte, wie Killian reagierte. Gott, der Kerl kann ihn wirklich nicht ausstehen! Schon bei ihrer ersten Begegnung hatte er ihn nicht ausstehen können und nun ließ er ihm wirklich wie ein Hund hinterher, nur um ihm zu beweisen, das er wirklich sein Bruder war. Nun, bisher tat er noch nicht viel, das es beweisen könnte, aber er fand sich in seiner Rolle schon ziemlich gut ein. Immerhin ärgerten sich Geschwister oder? Wie er schon sagte, gute Arbeit. Killian hatte seine Zigarette bereits aufgeraucht, während Jaden erst bei der Hälfte angelangt war, drückte sie allerdings sofort aus und warf sie in den vorhergesehenen Mülleimer, um Killian zu folgen, der bereits die Flucht ergriff. Schnell flüchten hatte er echt drauf. Allerdings kam Jaden nicht weit, denn Killian flüchtete auch schon in eine Telefonzelle und knallte dem Blonden die Tür vor der Nase zu. Mit seinem üblichen Grinsen lehnte er gegen die Telefonzelle und wartete geduldig, bis Killian sein Telefonat zu Ende gebracht hatte.

      In der Zwischenzeit hatte Anisa ihre Zeit dem Putzen und einer Unterhaltung mit Lev verbracht. Es hatte nicht lange gedauert, bis der junge Russe ihr in der Wohnung Gesellschaft geleistet hatte, sogar ihr Vater hatte sich bereits bei ihr gemeldet, weil er wollte, das sie demnächst in die Villa kommen sollte. Als aber ihr Handy klingelte, sprang sie förmlich darauf zu und nahm den Anruf entgegen. Bevor sie auch nur ein Wort heraus brachte, hörte sie bereits das genervte Stöhnen ihres Freundes und runzelte verwundert die Stirn. Das Jaden ihm gefolgt war, das hatte sie nicht gewusst. Allerdings könnte es eine Chance für den Blonden sein, sich Killian zu nähern... "Sag sowas nicht...", antwortete sie besorgt, als Killian meinte, das er noch lebte. Schnell verschwand sie in das Schlafzimmer, um dort ungestört weiter zu telefonieren. "Lev ist hier, er ist direkt nach deiner Nachricht zu mir gefahren. Aber mein Vater hat mich auch angerufen und meinte, er würde mit mir sprechen wollen. Ich weiß, das er nicht so erfreut darüber ist, das du ausgerechnet Lev als deinen Ersatz ausgesucht hast.", es folgte ein Seufzen, "Und für Jaden gibt es leider nichts, das ihn aufhalten könnte, er hat permanent gute Laune und lässt es auf die schrägste Art heraus.".
    • Wäre diese Szenerie nicht so absurd, hätte Killian fast bei dem Anblick gelacht als Jaden tatsächlich wie ein Hund brav vor der Glastür der Telefonzelle wartete. Er war ihm hinterher getrottet, wartete nun davor und starrte ihn an, als wartete er gerade auf sein Fresschen. Ja, wäre es nicht so absurd hätte er sogar darüber gelacht. Allerdings bereitete es ihm eher Migräneanfälle, als einen Lachanfall. Das war doch nicht zu fassen. Es war amtlich, er hatte seine Feinde zu Tode genervt, etwas anderes konnte sich der attraktive Auftragskiller beim besten Willen nicht vorstellen. Im Nerven war er definitiv die Nummer 1. Das würde Jaden niemand streitig machen können. Heilige Scheiße wie hatte Anisa das bitte überstanden? Garantiert war sie Dauerdicht oder einfach nur verzweifelt. Das Jaden nicht schlecht aussah, half ihm nicht über dieses Mundwerk hinweg! Dann sollte mal einer sagen Kill hatte eine große Klappe. Er fluchte wenigstens nur und war fucking unhöflich. Der Kerl hier verpasste seinem Gegenüber echte Zustände! Killian hatte das dringende Bedürfnis nach einem Vollrausch, aber leider trübte das seinen Verstand und das konnte er sich in dem Moment alles andere als leisten.
      Er hatte Anisa kaum hatte er das Freizeichen bekommen direkt in den Hörer quengelt. Nun nicht die beste Begrüßung für seine Freundin, aber irgendwem musste er doch sein Leid klagen. Das hier war schlimmer als jede Folter! Die Stimme seiner schönen Freundin aber war ein Genuss und fast wie eine Kopfschmerztablette gegen blonde Retriever. "Mach dir keine Sorgen", flüsterte er ihr leise zu, hätte gerne noch ein paar süße Worte verloren, das konnte er nämlich auch, man stelle sich vor. Allerdings durfte er das nicht und das wusste die Rothaarige. Anisa hatte ihm versichert das Lev an ihrer Seite war, was Killian ungemein beruhigte. Lev war mit Abstand der einzige Mensch, dem er seine kostbare Anisa anvertraute. "Natürlich ist er das nicht, weil er Lev nicht in der Hand hat. Vielleicht erklärt er dir das irgendwann einmal selbst. Ich darf über Levs Hinterngrund kein Wort verlieren. Aber vertrau mir, bei ihm bist du in besten Händen. Ich folge zwar deinem Vater, aber ich werde dich niemand anderem anvertrauen als Lev, darum was auch immer du tust Anisa, bleib in seiner Nähe.", erklärte Killian seiner Freundin und hoffte wirklich das seine Liebste darauf hörte. Er war froh darüber das Anisa einen gesunden Menschenverstand besaß. Sie erkannte sehr wohl das Lev auf ihrer Seite war und Killian glaubte daran, dass auch die Rothaarige an der Seite des Russen bleiben wollte. Mal ehrlich der Kerl war schwer in Ordnung und hatte selbst Kills Schale geknackt.
      ...
      Eigentlich war Lev fucking unheimlich!
      Als Killian sich bei Anisa nach einem Heilmittel gegen Jaden erkundigte, wurde er allerdings bitter entäutscht. "Also ist er wie Herpes? Er kommt immer wieder sobald man sich ihn mal eingefangen hat? Fucking awesome ... und ich dachte ich hätte mich ausreichend geschützt.", versuchte Killian das ganze noch scherzend zu verpacken, auch wenn er es bitter ernst meinte. "Ich muss sagen du hast dich in deiner Männerwahl eindeutig gesteigert. Ich bin fucking heiß, bei ihm ... nun ich deute das als kurzzeitige Verwirrung.", murmelte er amüsiert, allerdings in einer Tonlage welche andere als Scherz aufweisen würden und nur Anisa verstand, was er mit Männerwahl meinte. "Ich muss auflegen. Ich wollte das du weißt das es mir gut geht, falls ich Jaden erwürge wird es mir sogar noch besser gehen. Ich melde mich sobald es mir möglich ist.", verabschiedete er sich dann von seiner Freundin und legte auf, während er aus der Tür trat und diese schwungvoll aufriss und nur knapp Jaden damit verfehlte. Zu Schade...
      "Okay du Golden Retriever, bringen wir es hinter uns."


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    • Scheinbar verlief es bei Killian nicht ganz so, wie er es sich vorgestellt hatte. Mal ehrlich, wer hätte auch damit gerechnet, das Jaden plötzlich bei ihm auftauchte? Anisa hatte wohl eher damit gerechnet, das der Blonde sich bald schon wieder bei ihr melden würde, nur um ihr Nahe zu sein, das er sich aber unangekündigt an die Fersen von Killian heftete... Nun, er wollte wohl jede Chance nutzen, die er sich leisten konnte und wenn sie ehrlich war, würde sie vermutlich bloß ein Stein in diesem Weg sein. Sie wusste, wie der Blonde für sie fühlte und wie er sie berühren wollte oder ihr schöne Komplimente machte. Immerhin gab es nun jemanden an ihrer Seite, der es alles andere als toll empfinden würde, wie seine Freundin pausenlos Komplimente erhielt oder Jaden Annäherungsversuche starten würde. Was nicht heißen sollte, das Anisa diese Versuche zulassen würde. Killian erklärte ihr, das sie keine Sorge haben brauchte, was allerdings nichts brachte. Natürlich machte sie sich Sorgen, schrecklich große Sorgen sogar. Jedoch beruhigte sie seine tiefe Stimme und irgendwie auch, das Jaden bei ihm war. Killian mag den Blonden nicht zu mögen, aber wenn seine Geschichte wahr ist, dann wird er ihm helfen. Er wird ihm helfen, ihn wieder zu ihr nach Venedig zu bringen und sie freute sich bereits darauf, ihn wieder in die Arme schließen zu könne, das war nämlich etwas, das konnten sie nur so innig, wenn sie unbeobachtet waren. "Ich werde nicht von seiner Seite weichen.", gab sie knapp zurück. Anisa wusste, das sie Lev's Nähe Sicher war. Sie vertraute Killian, er würde sie nur in die Hände begeben, von denen er sich sicher war, sie könnten sie auch beschützen. Und mit Lev war es wirklich angenehmen. Sie fühlte sich nicht allein, mit ihm konnte sie sich unterhalten und sie hatten eine freundschaftliche Beziehung zueinander aufgebaut. Zu Jaden allerdings konnte Anisa ihrem Freund keine sonderlich gute Hilfe sein. Jaden hatten seinen eigenen Kopf und nicht einmal die schöne Rothaarige konnte ihn irgendwie abschalten. Nun, gegenüber einer Frau verhielt sich der Blonde auch ganz anders und war der Rothaarigen gegenüber auch immer charmant und zuvorkommend. Auf den Vergleich, den Killian über die Lippen brachte, prustete Anisa vor Lachen. Wie Herpes? Und eine kurzzeitige Verwirrung? Wenigstens bereitete dieses Telefonat ihr nicht nur Sorgen, sondern auch eine kleine Erleichterung und etwas Spaß. "Du solltest nicht so selbstverliebt sein. Das tut dir nicht gut.", gab sie noch amüsiert zurück, ehe sie auch schon das Telefonat beenden mussten. "Pass auf dich auf...", gab sie noch flüsternd von sich, ehe sie schweren Herzens auflegte. Gott, es würde schrecklich werden, auf die nächsten Anrufe warten zu müssen, immerhin wusste sie nicht, wann es sein würde, weshalb sie ihr Handy immer Griffbereit hielt.

      Als Killian sein Gespräch in der Telefonzelle beendet hatte, schwang auch schon die Tür auf, die Jaden beinah in seinem schönen Gesicht landete. Seine Nase hatte schon genug abbekommen, das reichte wohl für einen Tag! Es war ohnehin eine Schande, das seine arme Nase leiden musste. Er hatte eine perfekte Nase, eine wunderschöne Nase! Und die wollte er auch so behalten. "Hast du deiner Affäre erzählt, das du bald wieder zurück bist, Jack Russel?", gab Jaden zurück und folgte dem Dunkelhaarigen auch schon wieder. An den Spitznamen konnte Jaden sich noch ganz genau erinnern, als Anisa ihn mit solch einem kleinen Hund verglichen hatte. Bis Killian endlich mit seinem Plan rausrückte, würde er ihm folgen und hoffen, das er bald auch schon etwas zu Essen zwischen die Zähne bekam. So wie er Killian zumindest einschätzte, würde er bereits einen ungefähren oder gar einen perfekt ausgelegten Plan vorzuweisen haben. Es war nicht sein Auftrag, weshalb er sich eher im Hintergrund aufhalten würde, er machte sich als Scharfschütze ohnehin besser, als in einem offensiven Kampf.
    • Nun wenigstens hatte eine gute Laune. Es war schön die glückliche Stimme seiner Freundin am anderen Ende der Leitung zu vernehmen. Auch wenn Killian ihr sein Leid klagte und den Umstand das Jaden bei ihm war mehr bedauerte als irgendjemand sonst, war es schön das er wenigstens ihre Sorge dadurch etwas mildern konnte. Es war nicht einfach seine Freundin zu sein, dass wusste Kill natürlich. Er mutete der schönen Rothaarigen jeden Tag Dinge zu, welche kaum tragbar waren. Er könnte jederzeit sterben, er musste für seinen Auftrag oft genug mit seinem Körper her halten, er konnte sie nicht in der Öffentlichkeit ausführen. Anisa hatte es bislang ohne Murren geduldet, aber wie lange würde sie es ertragen? Killian hatte sich geschworen sie gehen zu lassen, sollte sie es wollen. Nicht weil es ihm leicht fiel, sondern weil er sie so sehr liebte und einfach nur wollte das sie glücklich war. Er musste sie beschützen, auch wenn es bedeutete das es vor ihm selbst war. Als Anisa ihm versprach, dass sie zumindest an Levs Seite blieb, atmetet er hörbar erleichtert aus., nur um dann direkt wieder auf den nervigen Blondschopf zu sprechen zu kommen. Nun wenigstens trug er zur allgemeinen Belustigung bei, zu irgendetwas musste der Kerl ja gut sein. "Ich selbstverliebt?" schnurrte der Dunkelhaarige verführerisch in den Hörer. "Nennen wir es eher talentiert.", grinsend hatte er ihr noch gesagt, dass er auf sich aufpasste oder es zumindest versuchte, falls er zwischenzeitlich nicht wegen mangelnder Nerven durchgedreht war und hatte aufgelegt.

      Natürlich war das Öffnen der Tür ein wenig sehr schwungvoll und es bedauerte es zutiefst, dass er Jaden nicht erneut getroffen hatte, aber man konnte ja nicht alles haben. Als ihn der Blondschopf versuchte zu ärgern, in dem er den Spitznamen von Anisa klaute, sah er ihn unbeeindruckt an. "An Kreativität scheint es dir wohl echt zu mangeln,mh? Vielleicht hab ich ja den Rest davon mit dem Schlag auf die Nase heraus geprügelt? Bedauerlich.", gelassen war er also an ihm vorbei gelaufen, steuerte die Innenstadt Roms an, hatte nur leider keine Zeit die wunderschöne Stadt zu genießen. Es war ein Jammer, Rom war wunderschön! Zu gerne hätte er den Trevi Brunnen besichtigt oder sich das Kolosseum angesehen, aber dafür blieb ihm einfach nicht die nötige Freizeit. Er hatte eine Mission und Isabella würde wohl kaum warten bis er seinen Sightseeing- Tripp beendet hatte. Statt allerdings sein Hotel aufzusuchen, war er in ein Modegeschäft hinein spaziert und direkt zielstrebig zur Männerabteilung gelaufen. Isabella kannte jedes Kleidungsstück an ihm, erkannte seinen Körper in einem Anzug schon von Weitem und seine Augen waren ohnehin eine echte Seltenheit die wenigstens für diesen Auftrag nicht auffallen durften. Er musste also vorsorgen.


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    • "Natürlich. Talentiert.", gab sie noch kichernd zurück, ehe sie sich auch schon verabschieden mussten. Für Anisa war dieser Anruf eine Erleichterung, gleichzeitig aber machte es sie nervös. Killian jagte einer Irren nach, die vor nichts mehr Halt machen würde. Vermutlich riss sie Killian viel lieber mit in den Tod, als ihn der schönen Rothaarigen zu überlassen. Anisa würde lügen, würde sie sagen, sie verspürte keine Angst. Natürlich hatte sie Angst. Riesige Angst! Was wenn er nicht mehr zurück kommen würde? Oder Isabella nicht mehr in Rom war und sich dort nur aufgehalten hatte, um Killian auf eine falsche Fährte zu führen um unauffällig wieder nach Venedig zu gelangen um Anisa ein für alle Mal zu beseitigen? Hoffentlich vergingen diese Tage oder auch Wochen, die Killian von ihr getrennt verbringen musste, unglaublich schnell. Nun bestand ihre Zeit darin mit Warten, eine neue Therapie zu beginnen und den Stoff, den sie in ihrem Studium verpasst hatte, nachzuholen. Obwohl sie gestehen musste, das ihr dafür die Konzentration fehlte.

      Jaden belächelte lediglich Killians Worte, als er auf den Kosenamen reagierte, den Anisa ihm damals gegeben hatte. Hach, dieser Junge war wirklich erfrischend. Seine negative Aura war unglaublich, so massiv, das Jaden glaubte, sie bereits fassen zu können. Wortlos schulterte er erneut seine Tasche, die glücklicherweise nicht sonderlich schwer bepackt war und folgte Killian. Jaden war schon unglaublich oft in Rom gewesen. Eigentlich war dieser Mann schon in jeder Stadt gewesen, seine Arbeit brachte ihn in unzählige Länder und nun war nun mal Italien an der Reihe. Oh wie er das italienische Essen lieben gelernt hatte. Zu Jadens Verwunderung führte ihr Weg nicht zu einem Hotel oder zu seinem großen Bedauern zu keinem Restaurant, sondern in ein Modegeschäft. Mit einer hoch gezogenen Augenbraue blieb er vor dem Geschäft stehen, musterte das Schaufenster, ehe er ebenfalls in das Geschäft trat, nur um zu sehen, wie eine der Verkäuferinnen direkt zu Killian geeilt kam, um ihn zu fragen, ob sie ihm denn helfen konnte. Lässig steckte Jaden seine Hand in seine Hosentasche und beobachtete das schüchterne Mädchen, mit dem braunen, hoch gebundenen Zopf und den rehbraunen Augen, die so fasziniert glitzerten und mit ihren langen Wimpern klimperten. Ob diese Frau auch wirklich helfen konnte, oder hier einfach nur herum stehen würde, um seinen kleinen Bruder anzugaffen, war noch die Frage. Er tippte auf Letzteres.
    • Zielstrebig war Killian in Richtung eines Bekleidungsgeschäfts gegangen mit dem klischeehaften Namen ´Bella Italia´. Von außen glich das Haus einer kleinen schneeweißen Stadtvilla mit Schaufenstern so strahlend, dass die Sonne sie reflektierte. Die Kleidung welche ausgestellt war wurde direkt aus Mailand geliefert, entsprach dem aktuellen Trend und sämtliche Verkäuferinnen in dem Fachgeschäft glichen Damen aus einer Miss Wahl. Unter jedem anderen Umständen hätte Killian den Teufel getan und so einen Laden betreten, allerdings machte war es nun mal kein normaler Umstand und falls er nicht gerade von Isabella aus 10 Meter Entfernung erkannt werden wollte, musste er härtere Geschütze ausfahren. Der ganze extrem modische Schnickschnack war überhaupt nicht seine Welt und das wusste die schöne Italienerin, weswegen Killian auch zu solch einer Maßnahme griff. Jaden war ihm hinterher getrottet wie ein läufiger Hund, fehlte nur noch das er sich an seinem Bein rieb. Dann würde er ihn aber eindeutig erschießen!
      Der Dunkelhaarige hatte sich allerdings dazu entschlossen seinen Pseudobruder zu ignorieren, während ihm schon eine Blondine mit schneeweißer Bluse, einem tiefen Ausschnitt und einem schwarzen Bleistiftrock entgegen hüpfte. Ihre Haut braun gebrannt und ihre Augen blau wie Saphire. An sich eine sehr schöne Frau, allerdings war ihr Lächeln so gruselig das es selbst Killian die Haare zu Berge stehen ließ. An ihrer Seite eine weitere Verkäuferin mit langen Wimpern, einem hoch gebunden brauen Pferdeschwanz, welche im Gegensatz zu ihrer Freundin die Schüchterne Nummer versuchte. Sie erkundigten sich direkt bei Killian ob sie helfen konnten, liefen ihm selbst als er verneinte ihm im kompletten Laden hinterher und irgendwie wurde er das Gefühl nicht los das ihn selbst die Kassiererin anstarrte. Okay ein verdammt netter Egopusch, aber er war erstens auf Mission und zweitens vergeben. Er hatte keine Zeit dafür. Zielstrebig durchforstete er die Kleiderständer auf der Suche nach etwas in dem er gut aussah, nicht erkannt wurde und untypisch für ihn war. Früher hätte er einen Anzug gewählt, da er sich beim besten Willen nicht in einem Anzug vorstellen konnte. Nun die Zeiten hatten sich geändert.
      Am Ende hatte er sich einfach einen ganzen Stapel Klamotten geschnappt und war zur Umkleidekabine gelaufen um sich umzuziehen.
      Glücklicherweise hatte er tatsächlich etwas gefunden, dass gar nicht so schlimm an ihm aussah und er unter normalen Umständen niemals tragen würde. Ein weißes Hemd mit kurzen Ärmel und Stehkragen, welches er offen ließ, darunter ein olivfarbenes lockeres Shirt, irgendeine Kette von einem der Schmuckständer und so ein trendiges dunkelrotes Bandana um seinen Kopf, was alle so cool fanden, nur er sich mehr wie ein Pirat damit vorkam. Das einzige das zu ihm passte war perfekt anliegende graue Jeans mit den Löchern an den Knien und das er sich eine passende Sonnenbrille dazu holen würde.

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      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Der Blonde fühlte sich wie ein Hund. Ein Hund, der seinem Besitzer mit wackelnden Schwanz hinterher lief und hoffte, endlich etwas zu Fressen zu bekommen. Mal ehrlich, er hatte wirklich hunger! Jaden redete nicht, beobachtete nur Killian, wie er sich die verschiedensten Klamotten raussuchte und irgendwann mit einem riesigen Stapel auf seinen Armen in die Umkleidekabine huschte. So ganz verstand der Blonde nicht, weshalb Killian unbedingt Kleidung benötigte, immerhin kannte er nicht in welcher Bindung Isabella und Killian standen. Das diese Frau Verrückt war, das wusste er. Aber das sie an Killians Seite war, als es mal nicht so rosig für ihn aussah, konnte er doch nicht ahnen. Würde er dies Wissen, könnte er sich zusammen reimen, das diese Frau ihn auch in Kilometer Entfernung erkennen würde. Im Gegensatz zu Jaden, waren die Damen die in diesem Laden arbeiteten mehr als nur erfreut, Killian quer durch den Laden zu verfolgen. Irgendwann hatte er sogar eine weitere Mitarbeiterin entdeckt, die hinter der Kasse stand und ihren Kolleginnen mürrisch nachstarrte. Als sich allerdings ihre Blicke kreuzten, erkannte er, wie sie mit rot anlaufendem Gesicht sich hastig der Kasse zuwandte. Diese ganzen Weiber, die seinem jüngeren Bruder nachrannten, kratzten ja fast schon an seinem Ego. Auch als Killian endlich die Umkleide verließ, gafften die jungen Damen noch immer und plapperten einer nach der anderen, wie gut Killian in diesem Aufzug aussah. Jaden hingegen blieb lieber bei seinen schwarzen Jeans und dem weißen Hemd. Anzüge waren für den jungen Mann ohnehin nichts, auch wenn er gestehen musste, das er darin verdammt gut aussah. Wie in allem anderen. Selbst in einem Clown Kostüm, könnte man ihm nicht widerstehen. Zumindest behauptete der Blonde dies. "Siehst du immer so aus, wenn du arbeiten musst?", neckte der Blonde ihn amüsiert und deutete auf sein Bandana. Jadens Kleiderwahl sah eindeutig anders aus. "Lass uns etwas zu Essen auftreiben, ich hab totalen Hunger.", meinte Jaden, als sie endlich zahlten, um den Laden mlt den gaffenden Frauen verlassen zu können.
    • Es war ungewohnt, stand ihm aber zu seinem eigenen Erstaunen ziemlich gut. Was wohl Anisa sagen würde? Sicherlich würde sie sich über das Bandana in seinem vollen Haar kaputt lachen, allerdings hatte Killian bereits einen Plan im Kopf und dieser beinhaltete das perfekte Outfit. Alles war von Anfang bis Ende durchdacht und Kill würde alles daran setzen das seine Mission ein Erfolg war. Das würde er sich auch garantiert nicht durch diesen Idioten an seiner Seite kaputt machen lassen.
      Als der attraktive junge Mann gerade bar seine Klamotten zahlte, die er am Körper trug und sich seine eigenen in einer hellblauen Tüte mit der Aufschrift des Namens in geschwungenen Lettern mitgeben lies, wanderte sein Blick zu Jaden. "Ich frage mich wirklich wie du all die Zeit nur überlebt hast.", murmelte er und seufzte leicht, ehe er sich bei der Verkäuferin bedankte, ihm die Damen winkten und kichernd tuschelten, wie süß sie Killian fanden. Nun nicht das es seinem Ego schaden würde nicht wahr? Er hatte sich von einem Sonnenbrillenständer noch eine dunkle Brille mit schwarzem Gestell gewählt, die er direkt aufsetze.
      "Nun niemand zwingt dich hier zu sein, wenn dich meine Arbeitsweise stört.", hatte Killian bezüglich seiner Kleiderwahl gegen den Blonden gekontert, war ohne weitere Worte zu verlieren erneut voraus gelaufen und aus der Ladentüre gelaufen. Gerade als er sich eine Zigarette anzündete und zufrieden mit seinen Ergebnissen an dieser ziehen wollte, hatte sich sein Hündchen bereits über Essen beklagt. Meine Güte er war wirklich ein Hund. Was musste Killian wohl anstellen, damit er Jaden Stöckchen holen beibringen konnte? Die Vorstellung zauberte dem attraktiven Auftragskiller tatsächlich ein belustigtes Grinsen auf die Lippen. Herrlich. Kill fragte sich zwar immer noch unter welchen Drogen Anisa gestanden war um sich auf den Blonden einzulassen, aber sie hatte sich immerhin auch in einen der gefährlichsten Killer Italiens verliebt. Er wollte sich also mal nicht beschweren. "Ich muss dich jetzt auch noch füttern?", seufzte Killian gequält. Konnte sich der Kerl nicht um sich selbst kümmern? Warum musste er ihm die ganze Zeit hinterher trotten? Killian würde ihn irgendwann tatsächlich in die Tevere schmeißen. Seufzend gab er sich geschlagen und deutete auf ein Restaurant ihnen direkt gegenüber. "Zufrieden?"


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Jaden ging nicht weiter auf Killians Worte ein und zuckte lediglich mit den Schultern, bevor er sich auch schon nach Essen beklagte. Ein ausgewachsener Mann brauchte eben anständige Nahrung und das gehörte zu einem funktionierenden Gehirn dazu! Scheinbar strebt Killian wohl nicht der Sinn danach. "Wer hat etwas von füttern gesagt? Aber wenn du darauf bestehst... Diesen Gefallen tu ich dir gern, Brüderchen.", antwortete Jaden gleichgültig und folgte mit seinen blauen Augen dem schlanken Finger des Dunkelhaarigen, der auf ein Restaurant ihnen gegenüber zeigte. Zufrieden nickte er und wartete auch nicht lange und spazierte direkt darauf zu. Einer der Kellnerinnen, die dabei war, eines der Tische abzuwischen, lächelte den beiden jungen Männern zu. "Schön Sie wieder zu sehen, Zane.", sagte die junge Dame, mit den rehbraunen Augen und den braunen Locken, die ihr über die Schultern fielen. Eine hübsche junge Frau, mit einem deutlich viel zu tiefen Ausschnitt. Vermutlich machte das aber den größtenteils ihres Trinkgeldes aus. "Hallo Sofia.", antwortete Jaden, "Es ist lange her.", grinste er dann und nickte ihr zu und setzte sich gemeinsam mit Killian an eines der Tische, als er seine Zigarette aufgeraucht hatte. Sofia nahm die Bestellung der zwei Männer entgegen und ging Hüfte schwingend davon, nachdem sie erklärt hatte, das die Männer, die er bei seinem letzten Besuch getroffen hatte, nicht wieder erschienen waren. Killian hatte er auch nur als einen Geschäftspartner erwähnt, erklärte aber nicht, nachdem Sofia gegangen war, weshalb er bei einem anderen Namen gerufen wurde. War es in dieser Branche nicht normal, das man darauf achtete, wer was wusste? "Das Essen ist hier verdammt gut.", merkte er mit einem Grinsen nur an.
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