Lev wusste nicht genau warum er das tat, warum er Anisa durchs Haar strich und ihr all diese kleinen Geschichten über ihre Kindheit und seines besten Freundes erzählte. Es war nicht unbedingt allein um die Rothaarige zu beruhigen, von welcher er niemals geglaubt hatte sie in seinen Armen zu halten. Das Trösten war bislang Killians Job bei der Tochter des Astolfo-Clans gewesen. Wahrscheinlich tat er es auch um sich selbst zu beruhigen. Je mehr er an witzige Geschichten von Früher zurück dachte, desto optimistischer wurde er was Kill anbelangte. Er hatte verdammt nochmal so viel überlebt und überstanden. Dieser Schuss war doch ein Klacks! Natürlich musste Lev aufhören sich einzureden das Killian unverwundbar war. Gerade der Russe wusste am Besten wie sensibel und empfindlich der brünette junge Mann dort im OP-Saal war. "Natürlich hat er das nie erzählt.", schmunzelte Lev amüsiert und strich ihr weiterhin durch das lange Haar. "Killian ist kein Mensch der über sich spricht, außer er hat etwas mit dem er prahlen kann.", grinsend schüttelte Lev den Kopf. Als im Anisa verraten hatte, dass Kill sie tatsächlich auch bewusst Zwerg genannt hatte, musste der junge Russe leise lachen. "Ich hätte es wissen müssen.", schmunzelte er und lauschte der Erzählung von Anisa bezüglich dem Verlust ihres langen Haares. Lev konnte sich noch gut daran zurück erinnern. "Ja, ich glaube das hatte er als Kompliment gedacht. Er hat seine etwas eigene Art der netten Worte.", grinsend erinnerte sich Lev daran zurück, als die beiden sich als Kinder kennengelernt hatten und Killian ihm mit den Worten ´Ey, ganz so scheiße bist du ja gar nicht´ seine Freundschaft angeboten hatte. Das waren Erinnerungen welche er hütete wie ein Schatz und die ihn in dunklen Zeiten zum Lachen brachte, so wie in diesem Augenblick. Killian war nicht wirklich ein netter Mensch, er fluchte, er benahm sich oft genug daneben und er führte ein katastrophales Leben. Allerdings konnte man sich immer auf ihn verlassen, er hatte niemals jemanden im Stich gelassen. Wenn Lev ihn brauchte war er da und er hatte nie gefragt warum. Er war einfach da und nahm es hin, kümmerte sich darum. Lev liebte das an ihm. Er war auch ohne auch nur ansatzweise nachzudenken bereit gewesen zu Anisa zu eilen und sich umzubringen ...
Nein, nicht daran denken. Er lebt!
"Killchen ist sehr aufmerksam Anisotschka.", verniedlichte er wie immer den Namen von Anisa in russischer Form. "Er durfte es nicht zeigen, weil dein Vater es ihm verboten hat. Er wollte nicht, dass du von diesem Leben erfährst und dich beschützen. Killchen hat das verstanden und akzeptiert. Allerdings hat er immer bemerkt, wenn du für ihn gebacken hast. Wir sind nachts sehr oft in die Küche geschlichen. Ab und an hat uns deine Nanny erwischt, aber sie hat uns nie verraten.", erzählte er Anisa lächelnd, ehe sein Blick wieder auf die OP-Lampe richtete.
Nein, nicht daran denken. Er lebt!
"Killchen ist sehr aufmerksam Anisotschka.", verniedlichte er wie immer den Namen von Anisa in russischer Form. "Er durfte es nicht zeigen, weil dein Vater es ihm verboten hat. Er wollte nicht, dass du von diesem Leben erfährst und dich beschützen. Killchen hat das verstanden und akzeptiert. Allerdings hat er immer bemerkt, wenn du für ihn gebacken hast. Wir sind nachts sehr oft in die Küche geschlichen. Ab und an hat uns deine Nanny erwischt, aber sie hat uns nie verraten.", erzählte er Anisa lächelnd, ehe sein Blick wieder auf die OP-Lampe richtete.

ღ For my lovely Warlock ღ