[2er RPG] ☠ I need a Gangsta ☠

    • Killian schüttelte den Kopf, als sich die Rothaarige bei ihm entschuldigte. Für Sie musste es wirklich mehr als nur merkwürdig sein, wie er sich verhielt. Allerdings konnte das wahrscheinlich nur jemand vollziehen, der all das erlebt hatte was er durchmachen musste. Für ihn war John Astolfo ein Vater, ein Mentor, die Gerechtigkeit und das Kind in ihm wollte all dem gerecht werden. Er wollte gelobt werden, aber vor allem wollte er eins: gebraucht werden. Er wurde das erste Mal in seinem Leben gebracht, er war wertvoll und hatte das Gefühl das seine Existenz wenigstens irgendwie einen Sinn hatte. Seine Geburt immerhin war ja nicht einmal gewollt gewesen, also war auch sein Dasein kein Wunsch gewesen. Auch wenn Killian es nie zugeben würde, wollte er nur einen Grund haben das er hier sein durfte. Den einzigen Menschen dem er von ganzen Herzen etwas bedeutet hatte, hatte er enttäuscht und nicht beschützen können. Er wollte nicht noch einmal so sehr versagen, darum war es auch ein so harter Schlag mit Anisa für ihn gewesen. "Entschuldige dich nicht.", antwortete er ihr dann und lenkte das Thema lieber ebenfalls aufs Essen, wofür ihm die schöne Rothaarige wohl dankbar war. Ehrlich gesagt machte die attraktive Frau eine extrem gute Figur hier in seiner Küche. Er könnte sich daran gewöhnen. Seinem aufmerksamen Blick entging nichts, er beobachtete ihre Bewegung wie eine Katze und um ehrlich zu sein, genoss er den Anblick sehr. Merkwürdig.
      Als Anisa den Dunkelhaarigen fragte, ob er ihr helfen wollte hatte er sich ein Messer geschnappt und dieses gekonnt in der Hand drehen lassen. Nun mit Waffen konnte er immerhin umgehen. "Her mit dem Fleisch.", antwortete er ihr amüsiert.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Anisa verwarf lieber schnell wieder den Gedanken, wie eigenartig es sich doch anfühlt, das Killian ausgerechnet in ihrem Vater diese Vaterrolle sah. Ohnehin konnte Anisa all diesen Tumult nicht verstehen, der innerhalb der Mafia herrschte. Nur von Lev hatte Anisa etwas erfahren und sie war sich sicher, das das erst der Anfang einer langen Geschichte war. Wie hatte Isabella in Killians Leben gefunden und was machte diese Frau so verrückt nach ihm? Killian hatte ihr bereits erzählt, das diese Gefühle die sie für ihn empfand, mehr Krankhaft war als wirkliche Liebe. Eigentlich war in Killians Leben nichts, was man verstehen musste und auch Anisa würde irgendwann aufhören immer wieder zu versuchen, zu verstehen. Allerdings hatte sie bereits früh mit ihrer Interesse begonnen und wenn sie ehrlich zu sich selbst war, konnte sie diese nicht so schnell abstellen und das wollte sie auch nicht. Jetzt aber machte sie sich zu aller erst an die Arbeit, seine lausige Ernährung einzudämmen, indem sie für ihn kochte. Eine Menge musste sie noch lernen, allerdings war das nichts, was Anisa nicht schaffen würde. Verdammt sie ist eine Astolfo! Verflucht sei dieses Gemüse, würde es nicht schmecken. Dieses Rezept kannte sie immerhin schon seit jungen Jahren. Ganz Sicher hat sie auch ein Händchen für die Küche, bisher hatte sich niemand über ihre Kochkünste beschwert. Amüsiert beobachtete sie Killian, wie dieser gekonnt das Messer in seiner Hand drehte und hob eine ihrer gezupften Augenbrauen. "Lass bloß nichts anbraten, Chefkoch.", witzelte die schöne Rothaarige und griff nach dem Fleisch, das sorgfältig eingewickelt wurde und reichte es Killian, ehe sie sich wieder der Soße für das Gemüse widmete. Crème fraîche, Sahne und die klein geschnittenen Tomaten warf sie in die Schüle, würzte, probierte und würzte wieder nach. "Kann man essen.", stellte Anisa zufrieden fest. Sie wusste, das Killian nicht wählerisch war und es schmeckte ihr. Würde ihm diese verdammte Soße nicht schmecken, würde sie ihm den Hals umdrehen. Die gemixte Flüssigkeit schüttete sie über ihr Gemüse in die Auflaufform und stellte sie dann in den Ofen.
    • "Ich doch nicht.", säuselte er amüsiert und griff nach dem Fleisch welches Anisa ihm reichte. Ganz wie sie ihm aufgetragen hatte, hatte er brav das Fleisch so in Streifen geschnitten wie die Rothaarige verlangte. Killian war kein Koch aber mit Messern konnte er umgehen ob nun privat oder in der Küche. Klang im ersten Augenblick nicht ganz richtig, war aber auf Grund seiner Berufswahl eindeutig nachvollziehbar. Da der junge Mann nichts falsch machen wollte und von Kochen ohnehin keine Ahnung hatte, hielt er sich genau an die Anweisungen die ihm Anisa gab. Mal ehrlich für Killian lohnte es sich auch nicht für sich selbst zu kochen. Er war selten Daheim und wenn holte er Schlaf nach. Essen kaufte er sich, er ging in Restaurants oder ihm wurde etwas mitgebracht. Lernen hätte es Kill auch von niemanden. Sein Unterricht hatte sich auf reine Mafiaarbeit bezogen und auch wenn es sicherlich interessant gewesen wäre tödliche Lebensmittel herzustellen, war das dann doch eher ein Bereich welcher in Isabellas Metier fiel. Was es eigentlich mit der brünetten Schönheit auf sich hatte heute im Supermarkt würde er lieber auch verdrängen. Killian hatte ein verdammt ungutes Gefühl und seine Intuition lag selten daneben. Ein wenig nachdenklich schwenkte er das Fleisch in der Pfanne, welche er zuvor mit Öl benetzt hatte, während seine goldenen Augen zu Anisa wanderten die gerade ihre Soße kostete. "Ich wette der Großteil der Villa wäre extrem eifersüchtig auf mich, wenn sie wüssten das ihre Prinzessin für mich kocht.", meinte er dann mit einem amüsierten Grinsen.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Amüsiert blickte Anisa zu Killian, der erwähnte, das vermutlich all die anderen Mitglieder der Mafia Famillie eifersüchtig auf ihn sein würden. "Meinst du?", sagte sie belustigt und konnte gar nicht anders, als sich vorzustellen, wie all die Männer, die ihr nachsabberten, Killian verfluchten. "Matteo wäre vermutlich am Boden zerstört.", sagte sie, als sie den Auflauf in den Ofen schob. Matteo beneidete ohnehin Killian für seinen derzeitigen Posten als Bodyguard. Anisa konnte gar nicht anders, als daran zu denken, was sie miteinander in seinem Bett getan hatten. Matteo wäre vermutlich nicht nur am Boden zerstört, würde er hören, das Anisa für den jungen Auftragskiller kochte, sondern auch mit diesem geschlafen hatte. Und zusätzlich trug sie seine Shirts, die ihr gerade Mal knapp über den schön geformten Hintern reichten. Matteo zeigte ohnehin großes Interesse an der schönen Rothaarigen, aber das wäre vermutlich etwas, von dem er nur träumte. Er bemühte sich und Anisa konnte gar nicht anders, als sich geschmeichelt fühlen, aber sie hatte ihm erklärt, weshalb sie kein Interesse an ihm zeigte. Obwohl diese damalige Aussage bereits so widersprüchlich geworden war. "Sie würden dich erschlagen, würden sie gewissen andere Dinge herausfinden. Insbesondere Matteo.", bemerkte Anisa fast schon grinsend und war nun diejenige, die dem Dunkelhaarigen über die Schulter blickte - oder auch daneben, um überhaupt etwas zu sehen - um zu sehen, ob er seine Aufgabe zu ihrer Zufriedenheit erfüllte. "Hast du denn auch gewürzt?", fragte sie dann und hoffte, das er diesen Schritt nicht vergessen hatte.
    • Als Anisa seinen Kollegen Matteo erwähnte, konnte Killian gar nicht anders als schadenfroh zu grinsen. Alles in ihm schrie förmlich danach, dem Kerl seinen aktuellen Status unter die Nase zu reiben. Kill hatte immerhin nie behauptet er wäre nett, nicht wahr? Allerdings behielt er das Ganze schön für sich. Erstens war sein Sexualleben schon öffentlich genug, da wollte er sich wenigstens die ein oder andere Privatsphäre bewahren und zweitens, was interessierte ihn was andere darüber dachten? Das was Anisa und er taten, musste in erster Linie sie beide glücklich machen. Der Dunkelhaarige mochte zwar ein kalter Auftragskiller sein, aber ohne die Genehmigung der Rothaarigen würde er sie niemals anfassen. Killian wusste immerhin besser wie jeder andere wie es war gegen seinen Willen berührt zu werden oder wenn andere Dinge mit einen getan wurden. Demnach war Kill der ideale Liebhaber, er wusste genau was seine Grenzen waren und wo er auf alle Fälle einer Erlaubnis einholen musste. War Killian eigentlich jemals um Erlaubnis gebeten worden? Er erinnerte sich nicht daran. "Am Boden zerstört? Er würde vorzeitig in Rente gehen, dass kannst du mir glauben.", antwortete er amüsiert auf die Aussage von Anisa schlussendlich und beobachtete weiter wie die Rothaarige für ihn kochte. Eindeutig die meisten würden ihn dafür töten, soviel war klar. Als Anisa die anderen Aktivitäten ansprach, welche sie mit ihrem Bodyguard noch so erlebte, kam Killian nicht drum herum sie von hinten zu umarmen. "Er kann es gerne versuchen. Wie du weißt bin ich alles andere als wehrlos.", hauchte er ihr verführerisch ins Ohr und wandte sich schnell wieder dem Fleisch zu, welches verdächtige Geräusche von sich gab und nach Aufmerksamkeit schrie. Als Anisa die Gewürze ansprach, blickte Kill sie erst einen Moment mit großen Augen an ehe er ein "jaaaaaa.", mit langen ´a´in die Länge zog und parallel schön die Gewürze verwendete die neben ihm standen.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Wann genau es eigentlich passiert war, das Matteo so eine Interesse an Anisa zeigte, wusste sie gar nicht mehr. Irgendwann hatte sie nur bemerkt, wie ein gut aussehender Mann immer wieder versucht hatte, sich ihr zu nähern. Matteo hatte versucht, sie zum Essen auszuführen oder sie einfach zu einem Film einzuladen. Und damit hatte er immer schon nur einen Film gemeint, nichts mit schmutzigen Hintergedanken. Und dennoch, sie konnte sich nichts vormachen, zu dieser Zeit wollte sie mit all dem nichts zutun haben und das hatte sie auch versucht, ihm zu erklären. Natürlich hatte mit der Zeit sich einiges geändert, allerdings regte Anisa noch immer nichts dazu, sich so sehr für die Mafia zu interessieren. Nun, abgesehen von Killian, dem sie versuchte, eine Stützte zu sein. Von diesem Glück wusste Killian allerdings noch nichts, er würde es mit der Zeit erst merken. Gut, das hoffte Anisa zumindest. Matteo würde Killian demnach verfluchen, denn er war der aller erste, der sich für sie als Person interessierte. Irgendwann kam sogar Jaden hinzu, allerdings konnte Anisa derzeit nicht einschätzen, ob er auch wirklich noch ein Freund war, denn Viola hatte das Gegenteil bewiesen. Leicht schüttelte Anisa ihren Kopf, um die Gedanken abzuschütteln, an diesen Abend wollte sie gar nicht erst denken. Es war verwirrend genug, das sie in Killians Küche stand und sie plötzlich die warmen Hände des Dunkelhaarigen um ihren Körper spürte, ebenso wie seinen Atem an ihrem Ohr. Gott, wusste er überhaupt, wie seine Stimme wirkte, wenn er so sprach? In der Bewegung hielt Anisa für einen Moment inne, bekam aber schnell wieder die Kontrolle über ihren Körper, nachdem sich ihre Haare im Nacken stellten, ebenso an ihrem Armen, als sie diese tiefe Stimme auf sich wirken ließ. "Oh, das hab ich deutlich gespürt, mein Hübscher.", antwortete Anisa vielsagend und lächelte frech, als sie den Auflauf in den Ofen schob. Dann hatte sie sich an seine Seite gestellt um zu prüfen, ob er auch alles richtig machte. Die Gewürze hatte er also wirklich vergessen... "Nicht so viel!", rief sie panisch und griff nach seinem Handgelenk, damit er aufhörte das bereits angebratene Fleisch zu versalzen.
    • Nun gut bei Killian gab es ohnehin keine Mitte. Entweder man liebte ihn abgöttisch oder man hasste ihn, diesbezüglich wunderte es ihn nicht wenn die Hälfte der Mafiafamilie ihn allein weil er in Anisas Nähe war steinigen wollte. Die andere Hälfte wollte ihn ins Bett bekommen, er wusste also nicht so genau welcher Teil nun schlimmer war. Mit Anisa jedenfalls hatte er einen anderen Menschen getroffen. Ganz gleich wie sehr er auch versuchte die Rothaarige zu analysieren und zu verstehen, es gab immer wieder Aspekte die all seine Menschenkenntnis über den Haufen warf. Was genau wollte sie von ihm? Warum wurde sie plötzlich so nett zu ihm obwohl sie ihn anfangs doch nicht ausstehen konnte. Warum war sie nachdem sie bekommen hatte was sie wollte, ihn im Bett immer noch so fixiert auf ihn. All das bereitete dem attraktiven jungen Mann Kopfzerbrechen, aber gleichzeitig zog es ihn an wie ein Magnet. In seiner Welt konnte er sich nicht vorstellen, dass ihn jemand aufrichtig und ohne irgendwelche Hintergedanken bei sich haben wollte. Sie alle hatten irgendetwas mit ihm vor, ganz gleich auf welche Weise. Bei Anisa hatte er es zu Beginn ebenfalls gedacht, aber sie blieb trotz dem Sex bei ihm. Sie forderte ihn aber auch nicht mehr erneut dazu auf, wie es beispielsweise Isabella tat. Was also wollte die Rothaarige von ihm? War es weil er eben ihr Bodyguard war? Ja, etwas anderes konnte sich Kill auch nicht vorstellen. Aber gut er hätte sich auch nicht vorstellen können jemals mit ihr in seiner Küche zu stehen und zu kochen. Nebenher erhielt er zwar die ein oder andere Moralpredigt, aber es war alles in allem spaßig. Als die nächste Predigt folgte, kaum hatte sie den Auflauf im Ofen rollte er nur mit den Augen. "jaha.", antwortete er kindlich.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • "Kochst du denn mal für dich selbst? Oder isst du immer alles versalzen?", fragte Anisa ernst, dennoch amüsiert und ließ Killian weiter die Pfanne schwingen. Nicht sie sollte einfach für ihn kochen, wenn er dabei etwas lernte, war das natürlich noch besser. Für die Zukunft könnte er vielleicht von allein daran denken, seine Ernährung umzustellen und einige Rezepte lernen, ohne ständig im Internet oder in einem Kochbuch nachzublättern. Lev hatte ihr verraten, wie schlecht der Dunkelhaarige sich ernährte und an diesem Tag begann der Erste, an dem sie seine Ernährung in die Hand nahm. Allerdings sollte er auch genügend Schlaf erhalten... Wie sollte sie das bitte anstellen? Ihren Vater davon überzeugen, das er weniger arbeiten sollte? Ganz Sicher würde John ihn auf weitere Aufträge schickten, glaubte Anisa zumindest. Oder aber er wollte Anisa unter keinen Umständen unbewacht lassen und Killian war im Moment der einzige, dem er wirklich vertraute. Immerhin wusste er, das Killian seine Tochter auch wirklich mit seinem Leben beschützen würde. Ohne mit der Wimper zu zucken tötete er und wenn es soweit war, würde er sich in Gefahr bringen und würde die Rothaarige dazu zwingen, ihn zurück zu lassen, wäre sogar das nötig. John kannte seinen jüngsten Auftragskiller nur zu gut. Gott, eigentlich fühlte Anisa sich wie eine Mutter, die auf die Gesundheit ihres Sohnes achten musste. Wie er sich ernährte, ob er genug schlief und ob er seine Hausaufgaben erledigte. Also das üben an seinen Kochkünsten und vielleicht sogar die Zeit zu finden, seine Wohnung sauber zu halten. Es war nicht so, das Killian einen schmutzigen Haushalt führte, aber man wusste, das er nicht die nötige Zeit für so etwas hatte. Hatte dieser Kerl überhaupt Freizeit? Besaß er irgendwelche Hobbys? "Sag mal...", fing Anisa dann an, als sie ihm dabei zusah, wie er das Fleisch anbriet. "Was machst du, wenn du mal frei hast? Es gibt doch sicher Dinge, die du gerne machst, wenn du die Zeit dafür hast, oder?". Diese Frage zu stellen hörte sich so dämlich an, aber Anisa kannte ihn einfach nicht anders, als bei der Arbeit. Es war ohnehin eine große Umgewöhnung gewesen, Killian in Jogginghosen zu sehen. Nicht das sie nicht sogar diesen Teil an ihm mochte.
    • "Ich sagte dir bereits, dass ich nicht wählerisch bin. Ich bin dankbar wenn ich überhaupt etwas zu Essen habe, da bin ich nicht kritisch selbst wenn es versalzen ist. Um aber deine Frage zu beantworten, nein ich koche nicht für mich. Vielleicht mal ein Spiegelei wenn es schnell gehen muss. Ansonsten Kaffee und Zigaretten. Isabella kocht ab und an, was eher selten ist. Lev und dein Vater sorgen sonst dafür, dass ich Esse. Wenn ich daheim bin dann schlafe ich meistens.", antwortete er ihr überraschend ehrlich während er das Fleisch analysierte. Also wirklich so schlimm sah es doch gar nicht aus! Wenigstens war es nicht roh! Killian wusste das er sich nicht zu einem Koch entpuppen würde, dafür fehlte ihm schlichtweg die Zeit und das nötige Interesse. Der Dunkelhaarige schob das Interesse von Anisa schlichtweg darauf, dass sie momentan bei ihm wohnte und eben täglich warme Mahlzeiten gewohnt war. Wäre er an ihrer Stelle und so aufgezogen worden, würde er mit Sicherheit ebenfalls darauf bestehen. Er erachtete es auch als richtig und sinnvoll, weswegen er sich von der hübschen Rothaarigen auch zum Kochen verdonnern lies. Wäre er wieder allein würde er diese Dinge zwar nicht tun, aber solange sie bei ihm war konnte es ja nicht schaden. Ihm lag mehr daran das seine Wohnung sauber war, auch wenn ihm dafür leider auch die Zeit fehlte. Ihm sollte aber niemand vorwerfen, er sei unordentlich denn das war er absolut nicht. Sauberkeit und Hygiene waren für ihn immer das A und O, auch wenn er alles andere schweifen lies beispielsweise seine Ernährung. Trotz seines sportlichen Körpers war er für einen Mann doch zierlich und Lev prügelte ihm fast das Essen in den Mund damit er zunahm. Kaum nahm Killian aber zu hatte er so viel Arbeit das er ohnehin wieder alles abnahm. Glücklicherweise sah man ihm das leichte Gewicht nicht unbedingt an, dafür war sein Körper zu sportlich antrainiert. Er besaß nicht die Muskelmasse eines Bodyguards, aber das wollte er auch gar nicht. Kill konnte sich nicht als Muskelpaket vorstellen. Ein schlanker Körper mit wohldefinierten Muskeln erschien ihm deutlich attraktiver und bislang hatte ihm jeder zugestimmt. Während Anisa also das Essen begutachtete, hatte sie ihm eine Frage gestellt die ihn ehrlich gesagt überraschte. Er konnte aber den Sinn dahinter verstehen. Er kam wirklich nicht dazu Hobbys nachzugehen. "Ich habe selten frei, die meiste Zeit bin ich ohnehin arbeiten und wenn ich nicht arbeite, dann schlafe ich. Aber wenn du es wirklich wissen willst. Mh, ich liebe es Motorrad zu fahren. Ich fahre ab und an einfach ohne Ziel umher. Dein Vater hat mich als Kind dazu verdonnert Klavier zu lernen, etwas das ich anfangs ätzend fand. Heute tue ich es aber sehr gerne, auch wenn ich nicht unbedingt nach jemanden aussehe der klassische Musik auf einem Flügel spielt."


      miauuu ;)


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Anisa konnte gar nicht anders, als ihre schönen Augen zu rollen. Auch wenn er nicht wählerisch bei seiner Nahrung war, mal etwas Fleisch anbraten und etwas Gemüse schneiden war doch wohl nichts, wofür man eine Stunde bräuchte. In fünf bis zehn Minuten hatte man das Gemüse gewaschen und geschnitten, ebenfalls wie die Soße für den Auflauf vorbereitet und den fertigen Auflauf in den Ofen geschoben. Und Fleisch anzubraten dauerte wirklich nicht lange, zumindest nicht sehr viel länger, als mal eben ein Spiegelei zu machen. Aber gut, Anisa wollte ihm helfen und ihn nicht mit irgendetwas nerven. Sie könnte ohnehin nicht für sein gesamtes, zukünftiges Leben sorgen. Killian ist ein Erwachsener Mann, er muss selbst für sich wissen, was gut für ihn war. Und wenn er meinte, er hätte nicht die Zeit dazu, etwas zu kochen, dann war es nunmal so. Nicht für immer würde Anisa in dieser Wohnung bleiben und dem Dunkelhaarigen alles nachtragen können. Das war ohnehin etwas, woran Anisa sich erst gewöhnen musste. Und was war das mit Isabella? Als dieser Name wieder gefallen war, konnte Anisa gar nicht ihre aufkommenden Gedanken umgehen, was wäre, würde Killian sie sehen wollen. Er hatte des öfteren ihr erklärt, das es nichts ernstes war, aber soweit Anisa erfahren hatte, trafen sie sich doch immer wieder. Was würde die attraktive Brünette also davon abhalten, ihm einen Besuch zu erstatten, obwohl Anisa derzeit mit ihm in seiner Wohnung hauste? Verdammt, Isabella ist vollkommen egal! Schnell schüttelte Anisa die Gedanken aus ihrem Kopf und sah dem brutzelnden Fleisch zu, als sie ein anderes Thema einschlug. Eines, das sie sich schon des öfteren gefragt hatte. Und Killian hatte mit dieser Nachricht wohl scheinbar auch nicht gerechnet. Interessiert lauschte Anisa seinen Worten, als sie sich dann damit beschäftigte, Teller aus den oberen Schränken zu holen und diese und Besteck auf dem Esstisch bereit zu stellen. Ein leichtes Lächeln schlich sich auf ihre Lippen, als sie zu Killian blickte. Sie hatte ihn schon einige Male auf dem Motorrad gesehen. Und ganz ehrlich? Das war verdammt Cool! Ansia liebte die Schnelligkeit, sie hatte nicht umsonst einen Lamborghini geschenkt bekommen. Aber ein Motorrad... Das musste dann doch ein ganz anderes Gefühl sein. Nachdem sie den Tisch gedeckt hatte, schloss sie sich wieder zu Killian in die Küche an, stützte ihre Ellbogen auf dem Tisch ab und legte ihr schmales Kinn in ihre Hände. "Nimmst du mich mal mit?", fragte sie dann erwartungsvoll.
    • Killian konnte sich nicht daran erinnern, wann er das letzte Mal nach seinen Interessen gefragt wurde. Die meiste Zeit hatte man ihm immerhin neue Hobbys gegeben, die er lernen musste. Die meisten hatte er gehasst und zählte sie daher nicht auf als Anisa ihn danach fragte. Vielleicht klang es arrogant, aber er war in vielen Dingen verdammt gut, aber auch nur weil er es musste. Klavier spielen war das Einzige welches er angefangen hatte zu mögen, von all den Dingen die in ihn hinein geprügelt wurden. Motorrad fahren war das einzige Hobby welches er von sich aus gefunden hatte. Als Anisa den Tisch gedeckt hatte, suchte Killian nach einem Wein in seinem kleinen Schränkchen im Wohnzimmer. Ihm war danach und seit er in Italien war hatte er dies bezüglich auch den Snob in sich entdeckt. Wenn man schon umringt war von prächtigen Weinfeldern sollte man dies auch nutzen. Er stellte zwei große Weingläser auf den gedeckten Tisch und schenkte die dunkelrote Flüssigkeit in die Gläser. Er mochte die Farbe und wie sie sich im Glas spiegelte und schimmerte. Alles in allem sollte man glauben er hätte eine Abneigung gegen Rot entwickelt, aber im Gegenteil er liebte sie. Anisas Haar beispielsweise war ebenfalls etwas, dass er heimlich anhimmelte. Als ihn die junge Frau danach fragte ob er sie denn einmal mitnehmen würde, nickte er. "Sicher, warum nicht?" er setzte sich mit ihr an den Tisch und hob das Glas an. "Auf dich und natürlich auf mich, denn fantastischen Koch.", letzteres meinte er natürlich scherzhaft, grinste frech und stieß mit ihr zusammen an.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Das Fleisch roch verdammt gut, ebenso wie der Gemüseauflauf, der im Ofen vor sich hin schmorte. Vor dem Kochen hatte sie schon etwas hunger bekommen, aber nachdem sie pausenlos das Essen roch, wurde der Hunger immer größer. War es nicht immer so, das man nach dem Kochen größeren Hunger hatte als davor? Anisa hatte auch gelernt, niemals hungrig einkaufen zu gehen. Wirklich großer Fehler, denn zu Gebäck konnte sie einfach nicht Nein sagen. Anisa in einer Bäckerei und das mit leerem Magen. Schlechte Kombination. Man konnte von Glück sprechen, wenn die schöne Rothaarige nicht mit einer ganzen Torte zurückkam. Während das Gemüse weiter im Ofen schmorte und Killian mit dem Fleisch beschäftigt war und darauffolgend nach einem guten Wein suchte, deckte sie den Tisch und hatte sich nach den Hobbys des Dunkelhaarigen erkundigt. Das er gerne Motorrad fahren musste, wusste sie. Aber vom Klavierspielen, hatte sie keine Ahnung gehabt. Noch nie hatte sie Killian beim spielen gehört oder jemals mitbekommen, das er dieses Instrument lernte. Allerdings sprang sie sofort auf das Motorrad an, Anisa liebte schnelle Fahrzeuge und ein Motorrad war nochmal eine ganz andere Welt. Sie liebte ihren Weinroten Huracán aber ein Motorrad... Etwas das die Tochter des Oberhauptes doch sehr reizte, weshalb sie auch sofort fragte, ob Killian sie denn mal mitnehmen würde. Lächelnd begutachtete sie die Flüssigkeit in ihrem Glas, seine Antwort hatte sie eindeutig zufrieden gestellt. "Natürlich, auf den weltbesten Koch.", schmunzelte Anisa und hob ihr Glas um mit Killian anzustoßen. Anisa nippte an ihrem Wein und schmeckte sofort die süßliche und fruchtige Note. Eins musste sie Killian wirklich lassen, bei Alkohol hatte er echt Geschmack. Zufrieden stellte sie das Glas zurück, als ihr Handy klingelte. Der Wecker für ihr Gemüse. In der Küche suchte sie nach Kork Untersetzer, um die heiße Auflaufform darauf zu platzieren. Nach wenigen Minuten war sie auch schon wieder zu Killian zurück geeilt, hatte Killian und sich selbst etwas auf die Teller portioniert und konnte selbst kaum glauben, was sie hier eigentlich tat. Sie kochte nicht für sich, nur weil sie hunger hatte. Nein. Sie kochte für Killian und hatte die letzten Stunden damit verbracht, sogar seine Wohnung zu putzen. Ja, sie wollte sich damit bei ihm bedanken, aber mal ganz ehrlich... Wann war sie zuletzt so fürsorglich gewesen? Schnell verwarf sie diese eigenartigen Gedanken wieder und widmete sich dem dampfenden Teller.
    • Zufrieden hatte er sich auf seinem Stuhl zurück gelehnt, nippte an dem Wein und genoss den süßlichen und doch leicht herben Geschmack. Killian trank gerne Alkohol, das gab er auch offen zu. Warum auch nicht? Er betrank sich ja nicht jeden Tag und gönnte sich gelegentlich mal das ein oder andere Glas. In Italien sah man das Ganze ohnehin nicht so eng. In Amerika war das in seinem Alter natürlich eine andere Geschichte. Jetzt nachdem er 21 geworden war nicht mehr aber er hatte ja nicht erst mit 21 das erste Mal Alkohol gekostet. Die Zigaretten waren da ein deutlich größeres Problem, denn Killian rauchte ziemlich viel und das schon sehr lange. Von gelegentlichen Drogenkonsum mal abgesehen, war der junge Mann ein Mensch voller Laster. Das man über seine schlechte Ernährung schimpfte oder seinem Schlafmangel war eine Sache mit der er leben konnte, aber verbieten lies er sich nichts. Er war nicht perfekt und das wollte er auch nicht sein. Nun abgesehen bei der Arbeit ...
      Alles in allem hielt er sich ziemlich wacker, wie er empfand. Mal ehrlich er wurde mehr als nur ein mal in seinem Leben vergewaltigt, geschlagen oder fast umgebracht. Er hatte sich bislang weder erschossen, noch besinnungslos getrunken oder mit sich einen goldenen Schuss gesetzt. Im Gegenteil er machte weiter mit seinem Leben, steckte es weg und verhielt sich normal. Er verdrängte, sonst würde er das alles nicht durchstehen können, dass wusste er. Ab und zu gab es Nächte in denen ihn seine Albträume heimsuchten, aber auch damit hatte er gelernt umzugehen. Niemand sollte seine schwachen Seiten sehen.
      Anisas Gesellschaft tat ihm gut, er schlief und nun ernährte er sich sogar vernünftig. Ein guter Einfluss und das von der Tochter des Mafiaoberhauptes. Die Blasphemie daran war einfach herrlich. Schmunzelnd beobachtete er die hübsche Rothaarige wie diese nun das Essen verteilte. "Danke.", kam es höflich von ihm, was auch nicht unbedingt immer gegeben war. Allerdings empfand er Essen als etwas Kostbares das man schätzen musste. Er wäre oft genug fast verhungert und war demnach für jede Mahlzeit dankbar. Als er davon kostete, hellte sich sein Gesicht direkt auf. "Das ist köstlich!"


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Daran müsste Anisa sich noch gewöhnen, das stand sicher. Eine Wohnung putzen, die nicht ihr gehörte oder für eine zweite Person Essen zubereiten, war nichts, was die schöne Rothaarige gewohnt war. Es war auch nicht so, das sie sich oft etwas zu essen machte, manchmal gab es auch Tage, an denen sie nicht mehr als nur ein belegtes Brötchen in der Früh und einen Salat zu Mittag gegessen hatte. Wirklich gesund war das natürlich nicht, aber oftmals verspürte sie einfach keinen Hunger und Probleme mit ihrer Ernährung hatte sie keine. Sie achtete nicht zwanghaft auf ihre Ernährung, allerdings wollte sie dennoch ihre schlanke Linie behalten und ihre Kurven dort behalten, wo sie mehr als nur ansehnlich waren. Den flachen Bauch oder ihre straffen, schlanken Beine wollte sie nicht verlieren, also aß sie nicht übermäßig. Sie aß nur dann, wenn sie auch hunger hatte... Natürlich ab und an wenn nur die Lust auf ein kleines Stück Kuchen war oder auch auf etwas anderes, aber sie schaufelte nicht in sich hinein. Gespannt blickte Anisa zu Killian, nachdem sie das Essen auf ihre Teller verteilt hatte und ein Brokkoli Röschen mit ihrer Gabel aufgespießte, nachdem sie sich selbst setzte. Erleichtert über Killians ehrliche Antwort stieß sie ein "Danke.", heraus und probierte selbst von dem Gemüse und dem Fleisch. Es schmeckte wirklich so, als wenn ihre Mutter diesen Auflauf gemacht hätte. "Meine Mutter hat mir dieses Rezept gezeigt.", sagte sie fast schon Gedankenverloren, als sie an die schöne Zeit zurück dachte. Wie schön es wäre, könnte sie ihrer Mutter all das zurück geben, was sie ihr als junges Mädchen gegeben hatte. All diese Liebe. Anisa konnte Stundenlang an die Stunden mit ihrer Mutter denken, allerdings wollte sie ihre heitere Stimmung nicht verblassen lassen, weshalb sie sich dem Essen widmete und zum Fenster hinaus blickte. Ihr Leben war wirklich nicht das, was sie sich vorgestellt hatte. Was würde ihr als nächstes zustoßen?
    • ++ 2 Weeks later ++

      Die letzten zwei Wochen vergingen ohne weitere Vorkommnisse aber genau das war es, was Killian so nervös machte. Er bekam keine Aufträge, John Astolfo hatte sich nicht ein einziges Mal gemeldet und Neuigkeiten aus dem Hauptquartier erhielt er ebenfalls nicht. Die innerliche Unruhe machte sich bei dem jungen Auftragskiller von Tag zu Tag mehr bemerkbar. Auch wenn Anisa ihr Bestes beim Kochen gab, bekam Kill kaum einen Bissen herunter. Er entschuldigte sich zwar jedes Mal konnte es aber leider nicht bessern, so sehr er es auch Anisa zu Liebe wollte. Er rauchte deutlich mehr, ging jeden Tag stundenlang joggen um sich abzulenken oder wuselte in der komplette Wohnung umher auf der Suche nach Beschäftigung. Das er im Moment ein elendes Bild abgab, war ihm bewusst. Allerdings war er so einen Zustand nicht gewohnt. Der attraktive Dunkelhaarige konnte sich im Moment selbst nicht ausstehen. Lev hatte ihm aus lauter Mitleid neue Bücher auf russisch gebracht, da Killian diese Sprache ebenfalls sprach und sein Vokabular auffrischen wollte. Irgendwann war es sogar soweit gekommen das er eine Konsole bei sich am Fernseher angeschlossen hatte und kopfüber vom Sofa hing und Stunden mit Videospielen verbrachte, welche ihn nicht einmal interessierten. Lev kam die beiden öfter besuchen, versuchte Anisa zu beruhigen und Killian abzulenken, konnte sich aber auch nicht erklären warum absolut gar nichts vom Haupthaus an ihren besten Auftragskiller gerichtet wurde. Isabella hatte die Tage versucht ebenfalls ihrem geliebten Kätzchen einen Besuch abzustatten, wurde aber schon an der Tür abgeschmettert. Das er damit die Bombe früher zum explodieren brachte als ihm lieb war, dass hätte nicht einmal er ahnen können...

      Lev konnte das Drama seines besten Freundes nicht mehr ertragen und hatte sich von Anisa die Erlaubnis geholt, den Dunkelhaarigen zum Einkaufen zu schleifen. Da Anisa sich zu einer wahren Meisterköchen entwickelt hatte, wollte ihr der junge Russe gerne einmal die russische Küche näher bringen. Killian sollte ihm beim Tragen helfen! Darum hatte er sich ihn geschnappt und war zum nächsten russischen Laden gefahren.
      In der Zwischenzeit jedoch hatte sich zu Killians Behausung jemand ganz anderes auf den Weg gemacht. Isabella stiefelte mit einem schicken schwarzen eng anliegenden Kleid, welches ihre Weiblichkeit mehr als nur deutlich zur Geltung brachte und hochhackigen schwarzen knielangen Stiefeln den Gang entlang. Natürlich waren ihr die Blicke der Hausbewohner nicht entgangen, wenn sie ihr heute gelocktes weiches Haar über die Schulter warf oder mit ihren rot geschminkten Lippen ein Lächeln formte. Jetzt allerdings hatte sie dafür keine Zeit! Um der Dramatik mehr Ausdruck zu verleihen, hämmerte sie wie eine Verrückte an der Haustür von Killian. Sie wusste natürlich von Anfang an das Killian mit Lev unterwegs war. Sie wollte ja auch nicht zu ihm sondern zu Anisa.
      "Kill! Kill mach auf! Es ist ein Notfall! Bitte ... es gibt Ärger im Haupthaus. Bitte mach auf!"


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • In den nächsten zwei Wochen hatte sich nichts gebessert, abgesehen von den Kochkünsten der Rothaarigen. Für Killian kochte die attraktive Tochter seines Bosses täglich, bereitete Frühstück, Mittag und gar Abendessen vor. Und dabei war nicht zu vergessen, das es sich immer wieder um andere Gerichte handelte. Seit diesen zwei Wochen hatte sie sich zu einer richtigen Hausfrau entwickelt, eine weitere Eigenschaft, die sie nun dazuzählen konnte. Morgens bereitete sie das Frühstück zu, das sich täglich änderte, ebenso wie Mittag und Abendessen, verbrachte Ewigkeiten unter der Dusche, während Killian begonnen hatte Stundenlang zu laufen und vertrieb die restliche Zeit mit dem Haushalt oder dem nachholen des Stoffes ihres Studiums. Anisa wollte wirklich dieses Studium fortsetzen, aber sie hatte es einfach noch immer nicht auf die Reihe bekommen, die Uni zu besuchen. Sie hatte sich schon stolz auf die Schulter geklopft, als sie begonnen hatte gemeinsam mit Killian einkaufen zu gehen. Zwar klebte sie an ihm, weil in ihr noch immer die Angst steckte, sie könnte jeden Moment von einem Fremden überwältigt werden, aber sie besserte sich, wenn auch langsam. Besser war ein langsamer Fortschritt als gar keiner. Natürlich hatte sie aber auch mitbekommen, wie es Killian die letzten zwei Wochen ging. Egal wie sehr sie sich Mühe mit dem Essen gab, aß er nur wenig und rauchte umso mehr. Ihre Angst wandelte zu Killian, dessen Zigaretten sie jedes Mal am liebsten in seinem Essen ausgedrückt hätte. Verdammt nochmal, sie gab sich schreckliche Mühe in dieser verfluchten Küche! So schnell aber ihre Wut gekommen war, so schnell war sie auch verschwunden. Er hatte sich immer wieder entschuldigt und vermutlich hatte er in den letzten zwei Wochen sich öfter entschuldigt, als in den letzten zwei Jahren! Sie versuchte Rücksicht darauf zu nehmen, das mit ihrem Vater machte ihm scheinbar mehr zu schaffen, als sie es angenommen hatte. Zu ihrer Überraschung hatte sich sogar Lev des öfteren blicken lassen und an diesem Tag wollte er ihr sogar etwas aus der russischen Küche zeigen. Anisa war bereits gespannt, ließ die zwei jungen Männer dieses Mal alleine einkaufen und kümmerte sich um den Abwasch und wie immer um den Haushalt, der seit dem ersten Großputz der Rothaarigen ohnehin glänzte. Der Haushalt konnte sie von den Gedanken ablenken, wie sie Killian weiter helfen könnte. Sie fühlte sich nutzlos, wenn sie ihn so sehen musste und verdammt seien ihre Gefühle, die von Tag zu Tag verrückter wurden.
      Anisa band sich ihre langen Haare zu einem hohen Zopf und trug seit den letzten Tagen wieder Make up auf. Nachdem Killian erwähnt hatte, das die verfärbten Flecken verschwunden waren, hatte sie wieder einen Blick in den Spiegel gewagt. Ihr Gesicht war noch immer so unverletzt und schön, wie es auch vor der Entführung gewesen war. Nur weil sie die letzten Wochen nur selten die Wohnung des Dunkelhaarigen verlassen hatte, hieß das nicht, das sie sich gehen lassen ließ. Eine enge, dunkelblaue Jeans betonte ihre langen, schlanken Beine und trug einen schulterfreien, grauen Pullover. Die letzten Wochen sah ihre Kleidungswahl ähnlich aus, sie besaß noch immer nur das, was Killian ihr bei seinem ersten Einkauf mitgebracht hatte, allerdings war es auch genügend. Gerade als Anisa den Staubsauger ausschaltete, klopfte es wie wild gegen die Tür. Die Stimme die durch die dicke Tür dröhnte, gehörte der Brünetten Giftmischerin. Augenblicklich seufzte Anisa genervt, diese Frau war wirklich eine der letzten, die sie sehen wollte. Es war nicht so, als würde sie Isabella hassen, aber sie war ihr einfach nicht sympathisch. Vielleicht lag es auch einfach an der Geschichte zwischen ihr und Killian... Erst als sie die Worte der Brünetten deutlich hören konnte, näherte sie sich der Wohnungstür. Eigentlich wollte Anisa diese Tür nicht öffnen, sie öffnete sie ja nicht mal für Killian, er benutzte wie gewohnt seine Codes, die er sofort wieder änderte, nachdem er eintrat. Zögernd griff Anisa nach der Türklinke, auf der ihre Hand für einige Sekunden ruhte. Isabella hörte nicht auf, wie eine wilde gegen die Tür zu hämmern und nach Killian zu rufen. Mit gemischten Gefühlen öffnete sie nach langem zögern die Wohnungstür und blickte in die dunklen Augen der Giftmischerin. "Was ist passiert?", fragte Anisa verwirrt.
    • Killian hätte wirklich alles erahnen können, aber das Isabella so in die Trickkiste greifen würde wäre nicht einmal ihm im Traum eingefallen. Ja er wusste das Isabella gefährlich war. Sie war schön, gefährlich und unfassbar intelligent. Eine betörende aber auch selbstmörderische Kombination die ihn anzog, aber auch auch skeptisch machte. Das ihre fanatische Liebe aber in eine solche Richtung schlagen würde, das hätte nicht einmal er ahnen können. Die Brünette jedenfalls war schon von Kindesbeinen an eine begnadete Schauspielerin. Sie konnte auf Kommando weinen, lachen oder wütend sein. Sie beherrschte ihren Körper wie keine andere und hatte auch stets ein Ass im Ärmel. So war es nicht einmal verwunderlich, dass man ihr nicht ihre wahren Gefühle ablesen konnte. Natürlich wusste jeder von ihrer Liebe zu Killian und das ihre Gefühle nicht mehr ganz gesund waren, aber man hätte niemals in Verbindung gebracht das sie sich deswegen gegen die Familie stellt oder die Hand gegenüber der Lady des Hauses erheben würde.
      Da stand Isabella also, schön wie eine Blume, aber mit Dornen wie Messer. Perfekt inszeniert starrte sie Anisa mit großen Augen an, ehe aus ihren Rehaugen dicke Tränen flossen, welche um ihr schönes Gesicht liefen. Sie weinte so perfekt und rein, dass nicht einmal Killian dahinter gekommen wäre und das soll schon etwas heißen.
      "Lady Anisa ... wo ist Killian? Wir brauchen seine Hilfe ... das ganze Haus. Wir ...Dio Mio! (ital. "großer Gott") es ist schrecklich.", stammelte sie panisch und umfasste ihre Hände. Sie atmete tief durch und versuchte sich wieder zu sammeln. "Euer Vater schickt mich. Wir wurden angegriffen. Es ist ein einziges Blutbad im Haupthaus. So viele sind verletzt. Ich konnte gerade noch entkommen, aber euer Vater und ein paar seiner Männer sind noch dort. Ich soll Killian holen, wir brauchen sofort seine Hilfe.", berichtete sie panisch und stürmte an ihr vorbei in die Wohnung. "Killian!" Verzweifelt blickte sie sich um und drehte sich zu Anisa. "Wo ist er? Lady Anisa ... wir haben keine Zeit ..."


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Wer hätte schon ahnen können, das Isabella jemals so in Panik ausbrechen könnte. Irgendetwas stimmte nicht, ganz und gar nicht. Eigentlich hatte Anisa diese Tür nicht öffnen wollen, erst recht nicht dann, wenn sie allein in dieser Wohnung war. Alleine könnte sie für ihre Sicherheit nicht sorgen. Es handelte sich nur um Isabella... Die Panik wanderte auch langsam zu Anisa, die versuchte zu verstehen, was Isabella so auflöste. Was war passiert!? "Was ist passiert!?", fragte Anisa verwirrt und langsam auch panisch. Wurde die Villa angegriffen!? Was war mit ihrem Vater? Weshalb hatte er sie nicht kontaktiert? Das Isabella nur ein falsches Spiel spielte, ahnte Anisa nicht, sie spielte ihre Rolle perfekt und es war kein leichtes, hinter ihre Fassade blicken zu können. "Wo ist mein Vater!", fragte Anisa ungeduldig, als sie auf die Worte der Brünetten wartete. Ihre Worte und ihre Tränen verhießen nichts gutes, es musste etwas schreckliches passiert sein und Isabella brauchte im Moment viel zu lange für ihre Antworten! Es lief ihr kalt über den Rücken, als Isabella zu ihren nächsten Worten ansetzte. Sie wurden also wirklich angegriffen... Wie hatte man es geschafft, in die Villa zu gelangen und wie verdammt konnten sie nur ihren Vater dort zurück lassen! Ihre Hände begannen zu zittern und ihre Knie wurden weich. "Was..?", kam es Anisa über die Lippen. Ihre Augen starrten ungläubig die Brünette an und wusste nicht, was sie sagen sollte. Panik überkam sie. In der Zeit, als Isabella hier her gelaufen war, musste viel zu viel Zeit vergangen sein. Anisa hoffte inständig, das es ihrem Vater noch immer gut ginge. Tränen stiegen ihr bei dem Gedanken, das ihr Vater bereits tot sein könnte, in die Augen und folgten Isabella, die in die Wohnung getreten war und erneut nach Killian rief. "Er ist nicht hier.", antwortete sie mit zittriger Stimme. "Er und Lev sind einkaufen. Wir... Wir müssen ihn anrufen.", sagte sie und versuchte Klar zu denken, während sie nach ihrem Handy auf dem Esstisch griff, zudem sie eilte. "Wir müssen dort hin! Wir können sie doch nicht zurück lassen... Isabella...", versuchte Anisa zu erklären, konnte allerdings keine Worte finden. Verdammt, was sollte sie tun! "Was sollen wir tun!?", Anisa bekam Panik, angst und fühlte sich wieder zurück geschleudert. Nur dieses Mal wurde nicht sie entführt, sondern ihr Vater und all die anderen Menschen die sie kannte, überrannt. Aber sie konnte nicht einfach dort hinein marschieren, sie konnte doch nichts ausrichten!
    • Sie spielte ihre Rolle perfekt. Isabellas Geschick und Können zeigte sich in vielen Formen. Ihr Talent für Chemie und ihre Schauspielerei. Sie war eine Frau voller Emotionen und Temperament. Sie besaß Feuer und Schönheit. Die Brünette konnte ihre Waffen ausspielen, wusste worauf sie setzen musste und ihre Menschenkenntnis und Manipulationsfähigkeiten waren sogar besser als die von Killian. Nur fehlte er ihr eines, die nötige Kälte und Ruhe. Für einen Auftragskiller war sie zu impulsiv und nicht rational genug, weswegen ihr der Job im Labor deutlich besser lag. Vielleicht war es das was sie an Killian so faszinierte? Seine Kälte. Er konnte einer Person ohne mit der Wimper zu zucken das Licht auspusten. Seine goldenen Augen konnten im einen Moment voller Leidenschaft und in der nächsten voller Kälte sein, dass sie Schüttelfrost bekam. Der Geruch von Blut klebte an ihm, ganz gleich wie oft er versuchte diesen abzuwaschen. Er hatte so viele Schicksalsschläge erlebt und dennoch arbeitete er mit solch einer Perfektion, dass Isabella weiche Knie bekam. Ihre Wangen wurden rot, wenn sie nur an ihn dachte, ihr Mund trocken und ihr Herz pochte wie verrückt. Jetzt im Augenblick aber war ihr Ziel ein anderes. Sie musste ihre potenzielle Gefahrenquelle aus dem Weg räumen. Anisa fiel perfekt auf ihr Spiel herein und wer könnte es ihr verübeln? Da stand eine Frau aufgelöst und weinend vor ihr, erzählte von ihrem Vater und suchte nach Hilfe. Als Anisa in Panik verfiel war das auch Isabellas Stichwort. Mit Tränen in den Augen umfasste sie schnell ihre Hände. "Ich schicke Killian eine Nachricht mit einer Nummer. Es gibt einen geheimes Lagerhaus, welches zum Schutz der Familie dient. Dein Vater sagte er versucht mit allen Mitteln dort hin zugelangen. In die Villa zu fahren wäre reiner Selbstmord. Lass uns dort hin und uns mit Killian treffen. Er weiß was zu tun ist, ganz bestimmt." Schnell nahm sie zärtlich die Hand von der Rothaarigen in ihre und rannte mit ihr aus der Wohnung. "Wir müssen uns beeilen." Mit ihrer freien Hand schickte sie Killian tatsächlich besagte Nachricht, allerdings würde sie diese erst viel später abschicken.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Anisa wurde panisch und hatte Angst. Ihre Atmung wurde schneller und unregelmäßig. Ein eiskalter Schauder durchzog ihren gesamten Körper, wenn sie nur daran dachte, was alles bereits geschehen sein muss. Lebte ihr Vater noch? Wer griff sie an und wie weit waren sie vor gedrungen!? Gott, Anisa malte sich die schrecklichsten Bilder aus und wusste nicht, was sie tun sollte. Denn sie konnte einfach nichts tun! Isabella hatte Recht, in diese Villa zu marschieren, wäre purer Selbstmord! Anisa konnte sich nicht wehren, geschweige denn eine Waffe in der Hand zu halten oder gar abzufeuern! Aber irgendwas musste sie tun, ihr Vater war in Gefahr! Nachdem sie die Kurzwahl von Killian gewählt hatte, schaffte sie es allerdings nicht auf den grünen Hörer zu drücken, um ihn auch anzurufen, denn Isabella hatte sofort nach ihren Händen gegriffen. Panisch hatte sie ihr Handy fallen gelassen, kümmerte sich nicht weiter darum und eilte mit Isabella aus der Wohnung, während sie unter eile ihre weiß, roten Sneaker anzog. Obwohl Anisa von diesem Lagerhaus nichts wusste, hinterfragte sie allerdings nichts. Von der kleinen Villa, in die sie mit Killian in der ersten Nacht eines Überfalls geflohen ist, hatte sie immerhin auch nichts gewusst. "Aber Killian muss zu meinem Vater! Er muss ihm helfen!", rief sie Isabella panisch entgegen. Sie hatte wirklich gehofft, das sie diese Angst nicht erneut verspüren müsste. Aber dieses Mal war es nicht ihr Leben, um das sie ängstigte, sondern um das ihres Vaters. Die Frage, ob er denn noch lebte, machte sie verrückt. "Beschützen sie ihn!? Geht es meinem Vater gut!?", fragte sie unter weichen Knien und versuchte, den Halt unter ihren Füßen nicht zu verlieren, bis sie in ein Auto stiegen, indem Isabella vermutlich hierher gerauscht war. Die Tränen verschleierten ihre Sicht, als sie zitternd in dem Auto saß und sich anschnallte. Hoffentlich kam Killian und könnte ihren Vater beschützen. Und auch für ihn hoffte sie, das ihm nichts geschehen würde.
    • Benutzer online 8

      8 Besucher