[2er RPG] ☠ I need a Gangsta ☠

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    • Killian musste gestehen, dass er nicht mit der barschen Bemerkung von Anisa gerechnet hatte, kaum hatte er die Tür geschlossen, als Isabella verschwand. Zugegeben er war ein wenig perplex, fing sich aber ziemlich schnell wieder. "Bist du etwa eifersüchtig?", hakte er amüsiert nach und folgte der hübschen Rothaarigen zurück in das Wohnzimmer. Dort stand immer noch sein inzwischen kalter Kaffee, welch Schande für die teure italienische Bohne. Nun wie sagte man? Kalter Kaffee macht schön. Da Killian wirklich ziemlich pflegeleicht war, was Essen und Trinken anging, hatte er auch nicht ein Problem damit seinen Kaffee kalt zu trinken. Natürlich schmeckte er warm deutlich besser, aber das störte ihn nicht weiter. Als er sich auf das Sofa gesetzt hatte und Anisa kommentierte, dass die Beziehung welche er mit Isabella führte merkwürdig sei und ob da nicht mehr zwischen ihnen war, musste er gestehen das er ihr nicht ganz folgen konnte. Was war ihr Problem? "Ich schlafe mit ihr, falls du das meinst.", antwortete er gelassen während er an seiner Kaffeetasse nippte. "Ist das ein Problem?" Danach linste er auf sein Handy, da ihm offenbar der Alte direkt geschrieben hatte, dass er unterwegs war. Er reichte Anisa sein Handy mit der Nachricht ihres Vaters und lehnte sich an der bequemen Rücklehne des Sofas zurück. "Im übrigen stehen dir die Sachen." meinte er dann als er seinen Blick an ihr entlang gleiten lies. Eines musste er Isabella lassen, Geschmack hatte sie schon immer und Anisa standen die Sachen perfekt. Woher wusste sie eigentlich die genaue Größe? Vielleicht war das auch so ein Mädchending, was Kill nicht verstehen musste.


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    • Die Antwort die ihr Killian gab, brach sie mehr als nur aus dem Konzept. Eifersüchtig? Sie und eifersüchtig!? Egal wie sehr sie sich auch anstrengte, sie konnte sich beim besten Willen nicht erinnern, jemals eifersüchtig gewesen zu sein. "Wie bitte? So ein Unsinn! Weshalb sollte ich eifersüchtig sein? Es gibt doch gar keinen ersichtlichen Grund!", sagte sie und versuchte dabei weiterhin gelassen zu wirken und steuerte in das Wohnzimmer. Isabella war nur einer von vielen Frauen, mit denen Killian verkehrte, sie war nur die einzige, die Anisa auch wirklich kannte. All seine anderen Bekanntschaften waren ihr nie unter die Augen gekommen oder auch sie hatte es niemals bemerkt, was bei Isabella nicht der Fall war. In jeder Sekunde, wenn sie den attraktiven Auftragskiller sah, sprang sie ihm förmlich um den Hals. Den letzten Schluck kalten Kaffee schüttete Anisa hinunter und stellte die Tasse zurück auf den Tisch, eigentlich hasste sie kalten Kaffee. "Nein, kein Problem, nur eine einfache Frage. Es sieht mir nur danach aus, als würde sie dich mögen, ich bin nur neugierig", antwortete sie und wirkte gleichgültig. Isabella die Giftmischerin... Ob sie wohl immer schon in diese Familie wollte? Nach diesem Gedanken reichte Killian ihr unerwartet sein Handy, nachdem er auf den Bildschirm gestarrt hatte und nahm es entgegen um die bereits geöffnete Nachricht zu lesen. Ohne sich danach zu erkundigen, verfasste Anisa sofort in ihrem Namen eine Nachricht, das es ihr gut ginge und er sich nicht weiter Sorgen musste und reichte Killian nach abgesendeter Nachricht das Handy wieder. Mit einem plötzlichen Kompliment hatte sie nicht gerechnet, weshalb sie ihn überrascht anblickte. "Danke.", antwortete sie knapp und fuhr sich durch ihre feuerroten Haare. "Und dich in so einem Outfit zu sehen, ist wirklich ungewohnt.", sagte sie dann grinsend. In einer Jogginghose bekleidet hatte Anisa den jungen Mann noch nie gesehen, aber es war ein Anblick, an den sie sich gewöhnen könnte. Ein gut aussehender Mann in ihrem Zuhause und Jogginghose, das konnte sogar ziemlich Sexy sein.
    • Die Antwort welche so rasant kam und das in einer solchen Geschwindigkeit, brachte Killian zum Lachen. Es war fast niedlich wie Anisa so erbost über seine spaßige Anschuldigung war. Er hatte dies zwar auf keinsterweise ernst gemeint, aber die Reaktion war goldwert. Lachend blickte er der schönen Rothaarigen nach wie diese zurück ins Wohnzimmer stampfte und schüttelte leicht mit den Kopf. Als sie beide sich zurück auf das Sofa gesetzt hatten und Kill seinen kalten Kaffee trank, unterhielten sie sich weiterhin über die attraktive Chemikerin, die im Dienste von John Astolfo stand. Schon ihr Vater war herausragend und seine Tochter stand ihm in seinen Fähigkeiten in nichts nach. Isabella ist intelligent und gefährlich, noch dazu mischte sie Drogen, die den stärksten Mann aus den Latschen hauen konnte. Ihr Stoff machte süchtig und so hatten sie schon einige Feinde in die Knie gezwungen. Isabella meinte einmal, dass Gift die Waffe der Frau sei und damit hatte sie gar nicht so ganz unrecht. Allerdings bediente sich Killian auch gerne an ihren Hilfsmittelchen, immerhin hatte ihn das Zeug in dem Bordell einigen Ärger erspart, als er den Boss vergiftet hatte. Als Anisa ihm zu Bedenken gab, dass Isabella garantiert mehr von ihm wollte, blickte er von seiner leeren Tasse auf und stellte diese zurück auf den kleinen Glastisch vor Ihnen. "Ich weiß das sie es tut, sagt sie mir immerhin oft genug und weiter?", antwortete Killian als würde er leichtfertig über das Wetter sprechen, während er auf sein Handy blickte und dieses danach der Rothaarigen in die Hand drückte. Natürlich wollte der Alte vorbei kommen, immerhin ging es ihr um seinen kleinen Engel. Anisa war offiziell die einzige Schwachstelle an diesem unheimlich mächtigen Untergrundboss und das wussten viel zu viele Leute. Gut, er hatte auch eine Schwäche für Killian, aber Kill war jemand der sich durchaus selbst retten konnte. Anisa wiederum wurde immer von dieser Welt fern gehalten und ausgerechnet jetzt auf so brutale Weise in sie hinein geworfen. Als der Dunkelhaarige Anisa beiläufig ein Kompliment machte, einfach um die Situation aufzulockern, kam natürlich direkt eine passende Antwort zurück. Das musste er ihr schon lassen, auf den Mund gefallen war die Kleine eindeutig nicht. "Dein Vater sieht mich gerne in Anzügen.", antwortete Killian nachdenklich und lehnte sich zurück. "Wenn es nur das ist, tue ich dem Alten den Gefallen. Anfangs war es schwierig für mich, aber irgendwann gewöhnt man sich dran. Außerdem stehe ich verdammt gut darin aus.", grinsend blickte er zu Anisa, wollte gerade etwas sagen, da hörte man schon laut die Eingangstüre aufgehen und schwere Schritte in Richtung kommen. Killian kannte diese Schritte und rührte sich daher nicht, weswegen sich auch Anisa keine Sorgen machen musste. Es dauerte nicht einmal eine Minute da war John Astolfo persönlich im Raum und war zu seiner Tochter geeilt. Sein Berater, ein hagerer Kerl mit stechenden Augen und einer dunklen Brille auf der Nase schien es überhaupt nicht zu gefallen, dass sich John so sehr ins Schussfeld begab. Immerhin war es im Moment noch gefährlicher als ohnehin schon, wenn der Alte das Haus verließ, aber da konnte er genauso gut mit der Wand reden. Killian musste zugeben das es Dario mit so einem Boss auch nicht unbedingt einfach hatte.


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    • Verblüfft hob Anisa ihre Augenbrauen und starrte Killian ungläubig an. Interessierte es diesen Kerl wirklich nicht, ob er nun geliebt wurde oder nicht? Anisa hatte selbst noch nie eine wirkliche Beziehung geführt, man hatte ihr oft genug gesagt, das es zu gefährlich wäre, jemanden einen Schlüssel für ihre Welt zu geben. Jedes Mal hatte sie an den Worten ihres Vaters gezweifelt oder hatte es sich solange eingeredet, bis sie selbst glaubte, das sie aus dieser Welt flüchten konnte. Zumindest gab es einen Grund, der sie davon überzeugen ließ, das sie niemals jemals etwas passieren würde. Nun, bis zum vorherigen Abend. Sie hatte hautnah miterleben müssen, wie die Welt aussah, in die sie hinein geboren würde und was mit der Tochter des großen John Astolfos passieren würde, würde sich die Schlinge um sein Hals immer enger ziehen. Es gab bemerkenswert viele, die sich gegen die gigantische Astolfo Familie auflehnten, haben es jedoch nie so nah an den größten Schatz geschafft und nun war es doch passiert. Anisa wurde in das Eiskalte Wasser geworfen, in die Realität, in die sie niemals wollte, von der sie immer versucht hatte zu flüchten. Verdammt, sie konnte einfach nicht aufhören, an diesen Abend zu denken. "Interessiert es dich denn gar nicht? Du scheinst sie wohl öfter zu sehen, weshalb also nicht mehr? Oder meinst du, du kennst diesen Begriff 'Liebe' nicht mehr?", antwortete Anisa dann, bis sich ihre Lippen zu einem frechen Lächeln formten, als sie ihre letzten Worte aussprach und nahm das Handy des Dunkelhaarigen entgegen, das er in ihre Richtung streckte. Ihr Vater hatte sich gemeldet und angekündigt, das er nach ihr sehen wollte. Ohne zu zögern tippte sie schon auf dem Display und sendete eine Nachricht zurück. Als sie Killian dann das Handy zurück gab, merkte sie erst, das nicht nur ihre Kleidung, sondern auch ihr Handy und ihre Uni Unterlagen nicht bei ihr waren. Sie könnte sich also nicht mal mit lernen ablenken, das war ein Mittel, das sie oft genug benutzte. Während ihres Gesprächs, hatte Killian ihr sogar ein Kompliment gemacht - wenn auch beiläufig -, nur leider konnte er es auch dieses Mal nicht unterdrücken, über sein eigenes Äußeres zu prahlen. "Ist das so?", antwortete Anisa und musterte Killian von Kopf bis Fuß. "Die Anzüge lassen dich vielleicht etwas Schick aussehen, aber so heiß wie du immer denkst, bist du gar nicht. Ganz nett anzusehen, aber das wars dann auch schon wieder.", sagte sie amüsiert, bevor sie auch schon hörte, wie sich eine Tür öffnete. Fast schon panisch blickte sie in Richtung Eingangstür, dann zu Killian, der weiterhin völlig gelassen auf der Couch lungerte. War es ihr Vater? "Papà!", rief sie dann erleichtert und sprang von der Couch auf, direkt in die Arme des gefürchteten Mannes, ihren Vater.
      John Astolfo schlang seine großen Arme um den zierlichen Körper seiner Tochter und sandte Bände an Danksagungen in den Himmel hinauf. "Wie geht es dir Liebes? Bist du verletzt?", fragte er für Anisa gewohnt fürsorglich, worauf sie mit einem Schluchzen antwortete. Die Tränen stiegen ihr erneut in die Augen, ebenso wie die Bilder in ihren Kopf. Es war erleichternd, ihren Vater bei sich zu spüren, aber diese liebevolle Umarmung und diese Nähe brachten sie dazu, alles wieder aufwirbeln zu lassen.
      Mit einem dankenden, aber ernsten Miene wandte John sich an Killian, hielt seine Tochter weiterhin in seiner Umarmung. "Gute Arbeit, Kill.", sagte er nur und strich über das rote, seidene Haar.
    • Während sie auf der Couch herum lungerten, zupfte Killian ein wenig an den mit Goldstoff bezogenen Kissen herum. Die Fransen an der Seite sahen witzig auf, ein wenig wie ein zotteliger Hund und es machte Spaß damit zu spielen. So lies Killian also seine schlanken Finger über den Stoff gleiten, während er sich mit Anisa unterhielt. Killian versuchte sich daran zu erinnern, ob er jemals so viel mit der Tochter seines Bosses geredet hatte in all den Jahren, wie in den letzten beiden Tagen. Er bezweifelte es. Obwohl die beiden in der selben Welt lebten, lebten sie dennoch nicht darin. Es war merkwürdig zu erklären, aber es wurde Killian sehr schnell verdeutlicht, dass sie einen Stand hatte den er niemals erreichen würde. Nicht das er es wollte, aber die Hierarchien waren klar verteilt, selbst bei Gesetzlosen gab es Gesetze, wie blasphemisch. "Das hat nichts mit Liebe zu tun. Ich könnte jeden Tag sterben Anisa, ich habe Dinge getan, welche du dir in deinen schlimmsten Albträumen nicht ausmalen würdest. Isabella liebt genau das an mir und dafür schätze ich sie mehr als die meisten anderen Menschen. Ich weiß nicht ob man da von echter Liebe reden kann, ich würde es eher Besessenheit für das was ich bin nennen. Mich echter Liebe hinzugeben, ist für jemanden wie mich eher Wunschdenken. Meine Arbeit geht mir vor und ich bezweifle, dass das eine normale Frau akzeptieren würde.", antwortete er ihr gelassen. Ihre Unterhaltung darüber ging nicht unbedingt lange, worüber Killian sehr dankbar war. "Nun mein Aussehen hat mir oft genug das Leben gerettet, aber auch oft genug versaut. Nennen wir es Fluch und Segen, aber schön das du mich offenbar nicht so attraktiv findest. Dann muss ich mir wohl doch keine Sorgen machen von dir eines Tages überfallen zu werden.", antwortete Killian belustigt, auch wenn das ein Thema war über das man keine Scherze machte. Er sollte es am besten wissen.
      John Astolfo gab sich schneller die Ehre als gedacht und es dauerte keine Minute, da lagen sich Vater und Tochter schon in den Armen. Mh, das war etwas das Killian ebenfalls nie erlebt hatte. Ein sich sorgender Vater oder Mutter? Das gab es in seiner Welt genauso wenig. Dennoch war er so unendlich stolz als ihn der Alte wie er es immer tat lobte, dass er innerlich wie ein kleines Kind strahlte. Äußerlich sah man ihm dies zwar nicht an, aber ihm bedeutete dieses Lob mehr als alles andere. Ganz gleich was John von ihm verlangen würde, er würde es tun, dass hatte er sich geschworen, als genau dieser Mann sein Leben verschont und gerettet hatte. "Wie immer, nicht wahr?", antwortete Killian knapp und nickte ihm lediglich zu.


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    • Ihr Blick verwandelte sich zu etwas überraschten, nickte aber schnell zustimmend. "Okay, du hast Recht, nach Liebe hört sich das wirklich nicht an. Du wirst mir ohnehin widersprechen, aber auch du wirst eine Frau finden, die dich so lieben wird, wie du bist. Es wäre ihr nicht zu verübeln, würde sie an deinem Job zweifeln, aber wer würde sich denn nicht um den Sorgen, den man am meisten liebt?", erklärte die Rothaarige und wandte ihren Blick nicht von den schönen, goldenen Augen. Würde sie denn ebenfalls dazu zählen? Es war nicht ihre Arbeit, die sie davon abhielt, jemals einen geeigneten Partner zu finden, es war ihre Familie. Wie sollte sie diesem Zukünftigen erklären, das ihr Vater John Astolfo ist, der große und gefürchteste Mafia Boss des Landes und das es sich bei den Männern, rund um ihr Haus nicht um normale Nachbarn handelte, sondern um ihre persönlichen Wächter, die ein Auge auf ihre Umgebung hatten. Immerhin könnte es passieren, das sie einfach überfallen werden würden oder jemand mit einer Waffe auf sie zielten. Das Thema Isabella war also schnell für sie erledigt und gab eine amüsierte Antwort von sich, das Killian nicht so toll wäre, wie er dachte. "Meine Überfälle sind nichts, wovor man sich fürchten bräuchte.", sagte Anisa deutlich anzüglich und lächelte ihm frech zu, bis ihr Vater das Haus betrat. Sie war in seinen Armen zusammengebrochen, konnte ihre Tränen nicht zurück halten, ebenso wenig wie die Bilder, sie sich wieder in ihren hübschen Kopf schlichen. Nicht nur Mario war ein schrecklicher Anblick für sie gewesen, auch all die anderen Leichen, das ganze Blut und die Schüsse, die immer wieder gefallen waren.
      Dankend hatte sich John an seinen besten Auftragskiller gewandt und sprach ihm seinen Dank aus, wie immer jedoch knapp. "Du hast mich noch nie enttäuscht, Kill.", sagte er und wandte sich an seine Tochter. "Schätzchen, ich lasse dich für einen Moment allein. Ich muss mit Killian etwas besprechen, ich bin sofort wieder bei dir.", sagte er mit sanfter Stimme und streichelte sanft über ihr Haar, dann über ihre Tränen übersäten Wangen. Stumm nickte die Rothaarige und drückte ihren Vater, bevor sie im Bad verschwand, wo sie sich das Gesicht wusch und ihre Atmung wieder beruhigte.
      "Killian, ich habe dir meine Tochter anvertraut und ich weiß, das du sie mit deinem Leben beschützen wirst. Aber die Sache wird ernster als Gedacht. Die Tonbänder die du gefunden hast, stammen nicht von den Leuten von Gastone, es muss noch jemanden geben, den wir nicht im Auge haben.", erklärte John dem Auftragskiller.

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    • Zugegeben war das ein Gesprächsthema welches Killian nicht gerne führte. Ging es um seine Arbeit, Sex oder darum welche Waffe am geeignetsten für welche Art Ziel war, dann hatte man in ihm den besten Gesprächspartner. Ein Gespräch über Liebe, Beziehungen und anderes was seine Gefühlswelt betraf, war etwas das er vermied. Meistens redete er sich mit einem frechen Spruch heraus oder er ignorierte es komplett, wie in diesem Fall. Kill äußerte sich nicht weiter zu den Worten von Anisa und hoffte das die attraktive Rothaarige es auch dabei beließ. Dies war eine ähnliche Thematik wie seine Vergangenheit, von der er immer sprach als würde sie ihn nicht interessieren, aber gewaltige Spuren in seiner Seele hinterlassen hatte. Ein normaler Mensch konnte immerhin nicht zu so jemanden werden, wie er es geworden war. Glücklicherweise musste er sich keiner dieser beiden Gesprächsthemen weiter widmen, da sich John Astolfo die Ehre gab um sich nach dem Wohlergehen seiner Tochter zu erkundigen. Kill hatte fast schon Mitleid mit dem Berater des Alten, da er auch solche Fälle kontinuierlich einplanen und praktisch voraussehen musste. Welches wichtige Treffen John Astolfo wohl für diesen Besuch hatte wieder sauen lassen? Killian wusste es nicht, aber er empfand es als richtig, dass der sonst so kalte Mann seinen elterlichen Pflichten ebenso nach kam, wie die des Untergrundbosses. Respekt, musste man ihm echt anrechnen. Killian betrachtete für einen Moment die zarte Rothaarige, welche in den Armen des gefürchteten Mafiaoberhauptes so zerbrechlich wirkte, dass man fast nicht glauben konnte, dass sie seine Tochter war. Killian wusste, dass sie auch andere Seiten hatte, sonst wäre sie beispielsweise niemals aus ihrer Wohnung mit dem Fluchtplan gekommen, aber sie so zu sehen...
      Selbst der Auftragskiller musste gestehen, dass er Anisa nicht weinen sehen wollte. John Astolfo wollte wie er es immer tat Kill unter vier Augen sprechen. Dies hatte entweder zwei Gründe: er wollte Killian sehen und das war nicht unbedingt für die Augen seiner Tochter bestimmt oder er wollte mit ihm über das Geschäft reden. In diesem Fall war es Zweiteres, alles andere wäre auch in so eienr Situation etwas fragwürdig gewesen. Dennoch entdeckte der Dunkelhaarige eine Einkaufstüte auf dem dunkel roten Sofa hinter dem großen Mann, welcher sicherlich wieder einen neuen Anzug für Killian beherbergte. Der Boss kaufte ihm oft Sachen um sich vor Problemen abzulenken. Eine interessante Art damit umzugehen, aber wenn es dem Untergrundmafiaoberhaupt half, dann kam Kill ihm gerne entgegen und schlüpfte vor ihm in Anzüge teurer als jede Mietwohnung der Stadt in der sie lebten. Kill lehnte sich an die dunkle Zimmertür, als sie beide in dem Raum verschwunden waren und verschränkte seine Arme, während er John aufmerksam zuhörte. "Das habe ich mir fast gedacht. Offenbar haben wir es mit jemanden zu tun, der unbemerkt in ihre Nähe gelangen kann.", antwortete Killian ernst und schloss für einen Moment die Augen, ehe er sie wieder öffnete. "Ich habe eine Idee, allerdings kann ich es nicht beweisen und werde die Sache beobachten. Ich werde Anisa weiter in meiner Nähe behalten, keine Sorge."


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    • Das Mario und all die anderen Männer, die an diesem Abend erschossen wurden, konnte Anisa noch immer nicht richtig glauben. Es wäre ihr lieb gewesen, handelte es sich nur um einen schrecklichen Traum, aus dem sie bald aufwachen würde, dieser sich nur so verdammt echt anfühlte. Der Besuch ihres Vaters jedoch machte ihr Klar, das diese Erinnerungen kein Albtraum war. Nachdem sie in seine Arme gestürzt war, seine Nähe und die Liebe spürte, war ihr wieder Klar geworden, das es sich um die reine Realität handelte und konnte gegen die Tränen nicht weiter ankämpfen. Der große Spiegel, der über dem Waschbecken aufgehangen war, zeigte Anisas verweintes Gesicht. Ihre roten, gequollenen Augen und ihr wirres Haar, das Ebendbild eines Haufen Elend. So fühlte sie sich. Wie hatte nur Killian das alles durchstehen können? Und das als Kind! Er war gerade erst acht Jahre, als er in ihre Welt getreten war. Bei dem Gedanken, das Killian im jungen Alter nicht nur den Umgang mit Waffen lernte, sondern dieses Wissen auch anwenden musste, um Menschen ernsthaft zu verletzen oder zu töten, wurde ihr ganz schlecht. Am Waschbecken stützend atmete sie langsam ein und wieder aus. Tief ein und wieder aus...
      Währenddessen besprach John Astolfo mit Killian, seinem besten Auftragskiller über sein Anliegen. Die Tonbänder stammten von einer anderen Person, als sie erst angenommen hatten, eine Spur hatten sie noch nicht. "Du weißt, ich verlasse mich auf dich.", sagte John ernst und fuhr fort, "Behalte deine vermutete Zielperson weiterhin im Auge und teile uns deine gesammelten Informationen mit.", erst als seine geliebte Tochter das Badezimmer wieder verließ und in das Wohnzimmer zurückkehrte, wurden seine Mimik weicher, als er sie erblickte. "Es ist leider nur ein kurzer Besuch, Schätzchen.", sprach seine liebevolle väterlichen Seite in ihm und ging erneut auf seine Tochter zu. Diese rieb sich die roten Augen und breitete dann ihre Arme aus, um ihren Vater erneut zu umarmen.
    • Als er mit John Astolfo alleine in einem Raum war, wurde das Gespräch direkt ernst. Natürlich würde das Mafiaoberhaupt diesen Attentat auf seine Tochter nicht ungesühnt lassen. Killian wollte lieber nicht so genau wissen, was er nun veranstalten würde und wie viele feindliche Organisationen binnen weniger Sekunden das zeitliche segnen werden. Schweigend stand Kill erst eine Minuten mit verschränkten Armen an der schweren Tür, die er gerade hinter sich geschlossen hatte, während der groß gewachsene Mann mit ihm sprach. John hatte schon immer etwas sehr einschüchterndes an sich und Killian hatte von der ersten Sekunde an gewusst, als er ihn getroffen hatte, dass er ihn bei einer falschen Antwort töten würde. Inzwischen war er aber zum Liebling dieses gefährlichen Mannes geworden und fragte sich ja, wie er das mit seiner frechen Art eigentlich geschafft hatte. Nun eigentlich wusste er es ja. Es lag an seinen Fähigkeiten und an seinem Aussehen, weswegen wahrscheinlich auch darum eine neue Einkaufstüte bereit lag, die Killian hinter dem großen Untergrundboss erblickte. Er hob leicht amüsiert eine seiner Augenbrauen, äußerte sich darauf aber nicht. Der junge Auftragskiller nickte lediglich knapp, als ihn John daran erinnerte das er sich auf ihn verließ. "Ich werde jegliche Informationen aus ihm heraus prügeln.", versicherte der Dunkelhaarige seinem Boss, schnappte sich die Tüte und kehrte mit ihm zurück in den Raum in welchem Anisa auf sie wartete. Es dauerte nicht einmal eine Sekunde, da hatte sie sich schon wieder in die Arme des Mannes geworfen, welchen sonst jeder fürchtete. John verabschiedete sich genauso schnell wie er gekommen war und ging mit todbringenden Blick aus der Villa hinaus. Es würde Tote geben, dass wusste Killian sofort. So sauer hatte er diesen Mann selten erlebt. Killian blickte zu Anisa "Geht es dir besser?"


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    • Die attraktive Rothaarige dachte sich bereits, das es um die derzeitige Situation handeln musste, als ihr Vater erklärte, Killian alleine sprechen zu wollen. Angesprochen hatte sie es jedoch nicht, als sie mit geröteten Augen das Bad verließ. Wie gerufen betrat auch John das Wohnzimmer wieder und schloss seine starken Arme um seine Tochter und ließ sie wissen, das sein Besuch nicht lange von Dauer sein würde. Daraufhin hörte Anisa das Versprechen ihres Vaters, das er mit sanfter Tonlage murmelte, "Hab keine Angst, meine Prinzessin. Bald wird das ein Ende haben, Kill wird dich beschützen, vertrau dem Jungen.". Die rauen Lippen des Mafia Oberhauptes spürte Anisa auf ihrer Stirn, eher er seine Umarmung löste, sich verabschiedete und aus der Villa verschwand. Ein sorgender Blick machte sich im Gesicht der Rothaarigen breit und hatte ihrem Vater nachgestarrt, bis dieser verschwunden war. Nicht nur um ihr Leben hatte sie angst, auch die Sorge um ihr Vater war groß. Anisa war nicht Blind, sie wusste ganz genau wer ihr Vater war und zu was dieser Mann imstande ist, er befand sich an einem viel zu gefährlichen Posten, als das ihre Sorge unberechtigt wäre. Erst als sie Killians tiefe Stimme hörte, blickte sie überrascht in seine Richtung, als hätte sie vergessen, das dieser ebenfalls mit ihr hauste. "Nicht sonderlich, ein wenig vielleicht.", antwortete sie betrübt und ließ sich auf die rote Couch fallen. "Ich kann mich doch nicht auf ewig verstecken.", sagte Anisa bedrückt und starrte den Boden vor ihren Füßen an, als wüsste dieser die Lösung, zu all dem. Im Moment wollte sie nichts anderes, als diese Villa nicht zu verlassen, aber irgendwann würde sie dort wie eine Pflanze eingehen. Dafür gemacht, nur herumzusitzen, war sie noch lange nicht.
    • Wie so oft beobachtete er die Szenerie zwischen Vater und Tochter schweigend. Es war ein Anblick welcher ihn ziemlich deprimiert stimmte, aber sich nicht weiter damit befassen wollte. Er hatte John lediglich zum Abschied zugenickt, die dunkel blaue Tüte mit dem Armanieblem auf den kleinen rotbraunen Sessel in der Decke des Raumes postiert und war an Anisa heran getreten, während diese sich auf das Sofa setzte. "Du sollst dich auch nicht verstecken, eigentlich möchte ich dich um etwas bitten.", begann er dann und seufzte leicht, da ihn sein Vorhaben jetzt schon auf die Nerven ging. Ihm würde das sicherlich genauso wenig Spaß machen wie ihr, aber es diente ihrem Schutz und würde seine Arbeit deutlich voran bringen. "Deine Uni, besuche sie so bald wie möglich wieder, wenn du dich in der Lage fühlst und nimm mich mit. Die Party die du erwähnt hast, besuche sie ebenfalls mit mir. Ich möchte das du so viele soziale Kontakte pflegst wie nur möglich. Es ist nervig mich mitzunehmen und mir macht es genauso wenig Spaß wie dir, aber ich habe eine Vermutung was unsere Angreifer angeht und das will ich überprüfen bevor ich handle." versuchte er Anisa zu erklären und hoffte inständig das sie genug Verständnis dafür aufbrachte und sie seine Arbeit nicht schwieriger machte, nur weil sie darauf keine Lust hatte. Er tat das immerhin auch für sie. Einen Moment stand er noch vor der attraktiven Rothaarigen, ehe er sich dann doch wieder neben sie setzte und seinen Blick aus dem Fenster richtete. "Ich werde mich erkundigen, wann du wieder in deine Wohnung darfst und wie es genau weiter gehen soll. Jetzt allerdings musst du etwas Geduld haben. Geduld ist auch nicht meine Stärke, uns wird aber nicht viel anderes übrig bleiben."


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    • Überrascht blickte Anisa zu Killian hinauf, der sich vor sie gestellt hatte und sie plötzlich nach einem Gefallen bat. Das Glück schien ihr derzeit nicht sonderlich zu folgen, weshalb sie diesen Gefallen gar nicht erst hören wollte. Dennoch nickte sie stumm und spielte nervös mit ihren Fingern, als Killian zu seinem Gefallen ansetzte. Sie sollte was!? Hatte sie sich nicht vor kurzem noch gedacht, das sie auf keinen Fall auf diese Party wollte? Mit geweiteten Augen starrte sie Killian regelrecht an, der sich mittlerweile neben sie gesetzt hatte. Sie schwieg, das musste sie erst verdauen. Ihren Blick wandte sie erst wieder ab, als sie sich wortlos auf dem Sofa ausbreitete und ihren Kopf auf den Schoß des Auftragkillers legte. Weshalb sie das tat? Als junges Mädchen hatte ihre Mutter ihren Kopf immer auf ihren Schoß abgelegt und ihre feuerroten Zöpfe geöffnet und ihre Haare gebürstet, damit sie friedlich einschlafen konnte oder die Traurigkeit verflog, die sie an diesen Tagen folgte. Es musste eigenartig für Killian sein, aber Anisa hatte nun Mal ihre Art, sich zu beruhigen, ebenso wie Killian sein kleines Ritual nach jedem Auftrag durchführte. So blickte die Rothaarige also zu dem schönen Gesicht über sich hinauf und atmete ruhig, bis sie ihm eine Antwort schenkte. "Du sollst wissen, das es mir schwer fallen wird, auf diese Party zu gehen. Ich hatte eigentlich beschlossen, nicht hin zu gehen, ich habe wirklich Angst und selbst du, könntest keinen Scharfschützen aufhalten, sein Ziel zu verfehlen. Bitte, weich nicht von meiner Seite.", sagte Anisa mit leiser Stimme und gab ihr Wohlempfinden Preis. In zwei Tagen würde die Party stattfinden, eine viel zu kurze Zeit, um sich darauf vorzubereiten.
    • Natürlich war der Gefallen, welchen Killian einforderte alles andere als einfach, geschweige den angenehm. Selbst er als eiskalter Killer konnte nachvollziehen, wie schwer es Anisa fallen musste, zu dieser Bitte ´Ja´zu sagen. Sie hatte Angst und das konnte ihr Killian nicht verübeln. Wäre er nicht in diese Welt hinein erzogen worden, wäre er sicherlich mit den Nerven am Ende und er rechnete es der hübschen Frau neben sich hoch an, dass sie sich so wacker hielt. Für ein behütetes Mädchen war sie verdammt tough, eine Charaktereigenschaft welche sich eindeutig Pluspunkte bei Kill sammelte. Er musste aber zugeben, dass ihre schwache Seite irgendwie niedlich war. Er kannte diese Ängstlichkeit nicht von seiner Umgebung, abgesehen von den Opfern. In der Mafia wurden diejenigen welche Schwäche zeigten sofort aussortiert und es blieben nur hart gesottene heran gezüchtete Wesen übrig, die nicht lebten sondern funktionierten. Natürlich gab es Ausnahmen, aber in der Branche in welcher Killian agierte, war dies eben nicht der Fall. Um ein Leben nehmen zu können, musste man bereit sein sein eigenes zu riskieren und das gab es kaum. Gedanklich machte sich der attraktive Dunkelhaarige sich schon für eine Diskussion bereit und er hasste ewig lange Gespräche, wurde aber mehr als nur überrascht als Anisa so offen mit ihm sprach und noch mehr, als sie ihren Kopf auf seinem Schoß bettete. Aus Respekt vor ihrer Ehrlichkeit hatte er geschwiegen als sie gesprochen hatte. Ein wenig unsicher wie er mit dieser Art Nähe umgehen sollte, strich er ihr für einen Auftragsmörder ungewöhnlich sanft eine der langen Haarsträhnen aus dem Gesicht. "Ich werde dir nicht von der Seite weichen, davor müsste ich sterben und lass mich dir sagen, dass ich so leicht nicht drauf gehe.", flüsterte er ihr zu und beugte sich zu ihrem Ohr hinunter. "Ich habe versprochen das ich dich beschützen werde und das werde ich um jeden Preis."


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    • Angst. Sie hatte große Angst. Und nachdem Killian sie um diesen Gefallen geboten hatte, war die Angst umso größer. Sie hatte doch keine Ahnung, was alles noch geschehen würde und wie sie mit all dem umgehen sollte. Würde sie wieder zu den Vorlesungen erscheinen, wusste sie, das sie sich kaum auf die interessanten Themen konzentrieren konnte. Wie auch? Einen Schuss eines Scharfschützen, den Killian nicht vermutet hatte, konnte sie nicht entkommen, so wie sie es ihm auch gesagt hatte. Und von der Party wollte sie gar nicht erst weiter nachdenken. Es bräuchte eine Menge Alkohol, das sie diese ängstlichen Gedanken verbannen könnte, aber die Angst würde siegen, erst Recht wenn sie darüber nachdachte, das eine betrunkene Anisa nicht sonderlich hilfreich war, würden sie wieder angegriffen werden. Selbst wenn sie an Killian klammern würde, wie ein ängstliches Hühnchen, würde sie sich wie eine wild gewordene ihren Kopf in jede Richtung werfen, um Sicher zu gehen, das ihnen niemand folgte. Und dann fand diese Party auch noch in so wenigen Tagen statt, die Stunden könnte sie schon zählen! Frech wie sie war, tat sie alles, was sie für richtig hielt, hatte sich bei Killian auch nicht erkundigt, ob diese Nähe, dieser Körperkontakt in Ordnung wäre und hatte ihren Kopf nun auf seinem Schoß abgelegt und sah zu seinem schönen Gesicht hinauf. Wie konnte so jemand Schönes nur so schreckliches tun? Als seine goldenen Augen ihre grünen kreuzten, raubte es ihr schon fast den Atem. Diese Augen hatten sie schon immer so fasziniert, denn noch nie hatte sie jemanden mit so schön gold funkelnden Augen erblicken können. Seine Augen, das war das erste, was Anisa damals sofort an ihm bewundert hatte, nachdem sie seine Geschichte hörte. Ihre vollen Lippen formten sich zu einem bitteren Lächeln und schloss ihre Augen, als Killians Atem an ihrem Ohr kitzelte. Vorsichtig, als könnte sie ihm durch ihre Berührung verletzen, fuhr sie dem Dunkelhaarigen durch das weiche Haar und animierte ihn dazu, noch einige weitere Sekunden nah bei ihr zu bleiben.
    • Klang es albern, dass er sie dafür bewunderte das sie ihre Angst so deutlich zeigen konnte? Er fragte sich wann er das letzte mal Angst hatte, zumindest so große das er sie zeigen musste. Natürlich war er oft aufgeregt, der Nervenkitzel bei einer Mission war nicht zu unterschätzen und es war auch nicht so, als wäre er lebensmüde. Im Gegenteil! Er liebte es zu leben und genau darum hatte er oft Dinge getan, für die er sich selbst hasste, schlicht und ergreifend aus dem Grund weil er leben wollte. Ganz gleich wie viele Leute denken würden, mit so einem Leben nicht umgehen zu können, Killian hatte nie daran gedacht all dem ein Ende zu machen. Warum auch? Er hatte so gekämpft am Leben zu bleiben, dass es eine Verschwendung wäre es aufzugeben. Er hatte allerdings aber auch keine Angst vor dem Ende, so paradox es zu dem Zusammenhang auch wirkte. Kill wusste das er für einen Auftragskiller eigentlich zu emotional war, glücklicherweise war sein Arbeits-Ich und sein Privat-Ich zwei komplett unterschiedliche Menschen. Privat war er impulsiv, launisch, unhöflich und machte seinem Ärger grundsätzlich immer Luft. Bei Missionen war er kalt, analytisch und tat für den Erfolg seiner Arbeit alles. Vielleicht war es gerade diese Differenzierung die ihn so weit gebracht hatte und daran hinderte durchzudrehen. Wenn er aber ehrlich zu sich selbst war, hatte er genug Momente im Leben in denen er sich fragte, wann genau er eigentlich so ein Monster geworden war und ob es ihm wirklich so egal war, was er da tat. Seine Augen wanderten zu den geheimnisvollen Seen der Rothaarigen. Man sagte das die Augen der Spiegel der Seele sind und Anisas Augen bestätigten dies immer wieder. Was war das eigentlich genau für eine Farbe? Blau oder grün? Welcher genaue Ton auch immer ihre Augen beschreiben konnte, sie waren unglaublich. Ihr Haar allerdings hatte ihn schon davor fasziniert. Dieses lange rote Haar, diese frechen Zöpfe die als Kind über ihre Schulter fielen ... oder in das Gesicht der Bodyguards, welche sie permanent auf den Schultern tragen mussten. Wann war dieses süße Mädchen eigentlich so verdammt attraktiv geworden? Als er sich ihr genähert hatte und sie ihm durch sein dunkles Haar strich, behielt er einige Momente diese Position bei. "Ich weiß das ich dich einer großen Gefahr aussetze. Du musst das nicht tun, ich werde dich nicht zwingen. Deine Angst ist gut und erhält dich am Leben, sieh sie niemals als Schwäche an.", flüsterte ihr leise zu, als könnte er sie mit einer zu lauten Stimme in dieser Nähe verletzen. "Wie auch immer du dich entscheidest, ich werde denjenigen finden, der dir schaden will und der die anderen auf dem Gewissen hat. Ich werde ihn finden und töten. Er wird nicht so davon kommen, das verspreche ich dir."


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    • Killian gehorchte auf ihre animierende Berührung und löste sich nicht von ihr, stattdessen flüsterte er ihr erneut etwas in ihr Ohr. Sein heißer Atmen kitzelte wieder an ihrem Ohr und seine tiefe Stimme selbst, lösten ein seltsames Kribbeln in ihrem Bauch aus. Eine männliche Stimme so nah an ihrem Ohr, konnte nichts anderes, als dieses Gefühl in ihr auszulösen und dazu dieses schöne Gesicht nah an ihrem.. Das Haar roch nach dem Kokosshampoo, das bereits in der Dusche gestanden hatte, und fühlte sich weich zwischen ihren Fingern an. "Killian...", flüsterte Anisa, fast schon gequält und setzte sich vorsichtig auf, um mit ihm nicht zusammen zustoßen. Sie schwang ihr schlankes Bein um ihn, um sich auf seinen Schoß zu setzen und legte ihre Hände auf seine Wangen, damit er ihr nicht entkommen konnte und keine andere Wahl hatte, als ihr zuzuhören und sie anzusehen. "Egal was du tust, egal was du alles dafür tun musst und vor haben wirst, um mich zu beschützen, nur weil es mein Vater dir befohlen hat, pass verflucht nochmal auch auf dich auf. Ich möchte dich nicht auch noch verarzten müssen, verstehst du? Wenn du gestern eine dieser Kugeln abbekommen hättest.. Ich hätte nicht weiter gewusst.", sagte sie eindringlich und doch so liebevoll und sanfter Stimme, als sie ihm tief in die goldenen Augen blickte. Würde Killian verletzt werden, könnte Anisa gar nicht anders, als sich die Schuld dafür zu geben. Genauso wie es mit Mario und den anderen Toten war, alles basierte nur auf ihren Schutz und nun waren sie tot... Das solle nicht auch noch auf Killian zutreffen. So sehr sie ihren Vater auch dafür verflucht hatte, Killian zu ihrem persönlichen Bodyguard zu befördern, so sehr dankte sie ihm auf dafür. Es war ein schwerer Start und ab und an könnte sie diesem Kerl noch immer den Kopf abreißen, aber wegen so etwas wünschte sie niemanden den Tod und ehrlich gestanden, mochte sie diesen kleinen Jungen von damals noch immer. Es war nur schwer für die Rothaarige, sich mit dem Gedanken anzufreunden, das er nun wirklich zu dem gefährlichsten Auftragskiller erzogen wurde und wiederum war sie doch so stolz auf ihn, das er seine letzte Kraft gesammelt hatte, nur um zu überleben. "Ich danke dir, das du diese Person finden möchtest, die hinter all dem steckt, um mich zu beschützen und die Anderen zu rächen... Aber bitte, komm immer wieder zurück.", flüsterte Anisa. Solch Worte waren ungewohnt und eine ganz andere Seite der Rothaarigen, die kaum einer kannte, aber niemand zuvor war ihr jemals so nah gekommen wie Killian, was vermutlich erklärte, weshalb niemand die geheimnisvolle Tochter des Oberhauptes so kannte. Nur ihre Eltern hatten diese liebevolle Art an ihr kennen gelernt, für alle anderen behielt Anisa ihre Gefühle verschlossen. Auch für Freunde, die sie so weit wie es ihr möglich war, von ihrem Leben fernhielt.
    • Er würde nicht behaupten, dass ihm das Trösten lag. Bislang war er auch nie unbedingt in der Position eines seelischen Beistandes gewesen. Die meisten Leute um ihn herum, tickten wie er, allerdings gehörte Anisa nicht in dieses Metier. Die attraktive Rothaarige zeigte ihre Sorge, ihre Angst und sprach aus was sie dachte. Killian sah dies nicht als Schwäche, zumindest nicht an ihr. Er selbst wusste nicht ob er es könnte, aber er bewunderte Ehrlichkeit an anderer Menschen grundsätzlich. Wenn er ehrlich war, dann verletzte er die Leute um sich herum meisten, weswegen er es vorzog nicht unbedingt viel zu Kontakt zu anderen außer wenn es um seine Arbeit ging zu haben. Natürlich traf er sich oft genug mit seinen Kollegen, trank oder rauchte mal einen, aber das waren mehr berufliche Kontakte. Sie waren Familie, Freunde, aber eben doch anders. Auf eine normale Schule war Killian nie gegangen, weswegen er auch keine Freunde in seinem Alter hatte. Immerhin war er bislang der Jüngste den John Astolfo aufgenommen hatte. Gut, nun wo er schon ein paar Jährchen dabei war, gab es natürlich den ein oder anderen jungen Kerl, der versuchte ihm nach zu eifern. Allerdings starben diese wie die Fliegen und offenbar war das Alter nun wieder hinauf geschraubt worden. Kill versuchte sich damit nicht unbedingt zu befassen. Während er nah an Anisa gelehnt war und plötzlich ihre Hände auf seinen Wangen spürte, blickte er sie ein wenig perplex an. "Ich sagte dir bereits, so schnell sterbe ich nicht. Mach dir keine Sorgen, ich bin hier.", antwortete er ihr vorsichtig, nicht ganz sicher ob er damit nun die gewünschten Worte aussprach oder nicht. Es war ein heikles Thema, selbst für Killian. Was sollte er ihr auch anderes im Moment antworten? ´Sorry, falls ich draufgehe, wirst es schon verkraften?´- das erschien ihm nicht unbedingt eine gute Idee zu sein. Kill versuchte sich daran zu erinnern, ob ihn Anisa jemals verarztet hatte, wurde sich aber sehr schnell bewusst, dass er all seine Wunden selbst oder von Isabella verarztet bekommen hatte. Selbst Isabella hatte er dies nur ein einziges Mal gestattet, da er es hasste wenn sich andere um seine Verletzungen kümmerten. Es klang albern, aber er wollte nicht das man sah, wie er Schmerzen hatte. Er wurde nicht oft verletzt, womit er wahrlich angeben konnte, aber auch er war nicht unverwundbar und besaß die ein oder andere Narbe an seinem Körper. Glücklicherweise nicht auffällig oder verkraftbar. Gerade als er sich von ihr lösen wollte, sprach sie erneut einen Satz aus, der ihn inne halten lies. Er sollte zurückkommen. Dies hatte ihm der Alte auch immer gesagt, wenn er auf Mission war, aber jetzt klang es anders. Warum klang es bei Anisa nur so komplett anders? "Soll ich zu dir zurückkommen?"


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    • Warum genau Anisa diese Nähe zu Killian suchte, wusste sie selbst nicht so recht. Sie hasste seine Arbeit, das er Menschen tötete, egal ob diese ihren Tot verdient hatten oder nicht, das Blut klebte an seinen Händen. Genau das hatte sie immer verhindern wollen, das Killian diese Drecksarbeit erledigen musste. Und obwohl sie versuchte, Killian all die Jahre aus dem Weg zu gehen, hatte sie sich immer wieder nach seinen Aufträgen unbemerkt nach ihm erkundigt und nun war sie ihm so nah und zwang ihn, in ihre Augen zu sehen. Ihre Worte klangen ernst und doch so sanft und liebevoll, als plagte sie die Angst, das diese Arbeit, die Killian verfolgte, ihn bald schon das Leben nehmen würde. Für Anisa war alles so widersprüchlich und doch konnte sie ihr Blick nicht abwenden und blickte in diese goldenen Raubtierhaften Augen. "Du bist nicht aus Stahl, dir kann ebenso viel passieren wie jedem anderen auch. Mag sein, das du Geschickt in deiner Arbeit bist, aber ich mache mir verdammt nochmal Sorgen.", gestand Anisa dem Dunkelhaarigen. Ob es noch immer der Schock war, der sie so etwas sagen ließ? Sie hatte Angst, das sie bald die jenige war, die ihr Leben lassen musste. In diesem Bereich hatte sie keinerlei Ahnung und selbst Killian war kein ausgebildeter Bodyguard, ihr Vater hatte ihn zu einem Killer ausgebildet und nicht, um das Leben seiner geliebten Tochter zu beschützen. Ehrlich gestanden hatte Anisa ihre Zweifel, das sie das ganze überstehen würde und beschloss daher, Killian vorsichtig beizubringen, welch Gedanken sie schon damals als junges Mädchen hatte. Vorsichtig streichelte ihr Daumen über seine Wange, bis sie bei seiner Frage stoppte und ihre Hände von seinen Wangen, zu seinen Schultern gleiteten. Verstand er diesen Ausmaß ihrer Worte? "Ja.", antwortete sie kaum hörbar und musterte seine Gesichtszüge, als hätte sie angst, er würde sich sofort von ihr abwenden. Ihr war bewusst, mit wem sie sprach. Mit dem vermutlich unsensibelsten und geschundenden Mann, den sie kannte. Anisa erwartete bereits, das er sich von ihr abwenden würde, weil sie vermutete, das er überfordert war und keinerlei Sinn verstand oder ignorierte die ausgesprochenen Worte. Unsicher wartete sie auf seine Reaktion.
    • Warum genau sich Killian auf so ein sensibles Gesprächsthema eingelassen hatte, wusste er nicht. Der einzige Mensch mit dem er je solch sorgenvolle Gespräche geführt hatte, war mit seiner großen Schwester als Kind und das war die einzige Erinnerung in seinem Leben, die er noch nicht verdaut hatte oder jemals würde. Die Erinnerung an seine Schwester war das schmerzhafteste was es in seinem ganzen Dasein gab. Er vermisste sie. Er vermisste sie so sehr und wusste, würde sie erleben was aus ihrem kleinen Bruder geworden war, würde sie jeden Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. Als ihm Anisa so besorgt in die Augen sah, fühlte er sich so an seine geliebte Schwester erinnert, dass er kurz davor war sich von der Rothaarigen los zu reißen. Stattdessen atmete er aber noch einmal tief durch und erinnerte sich daran, dass Anisa nicht Elaine war. Dennoch war der Glanz in ihren Augen derselbe. "Ich weiß.", antwortete er ihr und erlaubte es ihr weiter ihn so fest zuhalten. Seine goldenen Augen wanderten über ihr schönes Gesicht, die zarte Haut, die leuchtenden Augen mit den langen Wimpern, die gerade und fast schon zu perfekte Nase und die sinnlichen Lippen, welche selbst ohne Lippenstift schimmerten. Anisa wusste das er kein Bodyguard war, er hatte es nie zur Aufgabe Menschen zu beschützen, sondern ihnen das Leben zu rauben. Eigentlich war er ein Raubtier, ein Todesengel und nicht darauf ausgelegt andere Leute zu behüten. Dennoch hatte ihn John Astolfo mit der wichtigsten Aufgabe überhaupt betraut, nur warum? Weil er wusste das er bei jedem Auftrag 100% gab oder weil er wusste, dass Kill mit seinem Leben für Anisa bürgte? Aber das würden die richtigen Bodyguards der Mafia erst Recht. Vielleicht war es auch der Grund, dass Killian ihn niemals betrügen würde. Er wäre der letzte Mensch der Mafia der jemals John Astolfo verraten würde. Vielleicht könnte er Anisa nach dem genauen Grund fragen. Als ihm die Rothaarige aber bat zu ihm zurückzukehren und sich wünschte, dass er zu ihr kam, hielt der Dunkelhaarige einen Moment inne. Er hatte ehrlich gesagt erwartet, sie würde seufzend den Kopf schütteln, ihn Dummkopf nennen und antworten, er wüsste genau was sie meinte. Nun dem war offenbar nicht so. Killian wich ihr trotz der Worte nicht von der Seite, versuchte aber zu überlegen was er darauf nun am Besten sagte. "Wenn man bedenkt, wie sehr du mich anfangs verflucht hast.", kam es typisch frech zurück, auch wenn er genau das eigentlich dieses Mal nicht antworten wollte. Danach löste er sich von ihr, kniete sich vor dem Sofa nieder und nahm die schlanke Hand von der Tochter des Mafiaoberhauptes in seine. Er erinnerte sich daran, dass er so damals John Astolfo seine Treue geschwört hatte. Killian würde für niemanden jemals auf die Knie gehen, außer für diesen Mann und nun gab er seinen Schwur an dessen Tochter weiter. Wie er es kannte, legte er seine Lippen auf ihren Handrücken und hauchte einen kurzen Kuss darauf. "Wenn es euer Wunsch ist My Lady, werde ich zu euch zurückkehren."


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    • Natürlich war der attraktiven Studentin nicht entfallen, das diese Situation für Killian nicht sonderbar angenehm war. In vermutlich keiner seiner wertvollen Sekunden, musste er so einem sensiblen Thema Aufmerksamkeit schenken. Anisa dachte, das er dies nur zu ließ, da sie sich nicht im besten Zustand befand, im Moment war sie zerbrechlich und brach bei jeder Zuneigung in Tränen aus. Aber in diesem Moment, als sie Killian dazu zwang, sie anzusehen und ihr zuzuhören, hielt sie ihre Gefühle in dieser Hinsicht zurück. Sie verriet ihm, welch Sorgen sie sich machte und konnte auf seine knappe Antwort nur Seufzen. Er weiß? Am liebsten hätte sie ihn verflucht, was er sich denn einbildete, so etwas blödes zu antworten, stattdessen aber bat sie ihn, wieder zu ihr zurückzukehren. Auch für Anisa war es eine ungewohnte Situation und war selbst erschrocken, was sie da eigentlich über ihre Lippen brachte. Niemals hatte sie geglaubt, einem Mann zu sagen, das sie Sorge um diesen hatte. Nachdem sie ihm sogar verständlich machte, das sie wollte, das er nicht nur lebend zurück kommen sollte, sondern auch zu ihr, zog sich etwas in ihrer Magengegend zusammen. Unerwartet löste Killian sich vorsichtig von der attraktiven Frau, die auf seinem Schoß Platz genommen hatte und war erst enttäuscht, bis sie verwirrt zu dem Dunkelhaarigen herab blickte, der sich kniend vor sie setzte und nach ihrer schmalen Hand gegriffen hatte. Vorsichtig führte Killian seine weichen Lippen zu ihrem Handrücken, woraufhin Anisa seine weichen Lippen für eine Millisekunde spüren konnte und sie ihn überrumpelt anstarrte. "Was... Du...", stammelte sie und suchte nach Worten, welche ihr allerdings auf anhieb nicht einfielen. "Was redest du denn! Hör auf mit diesem Unsinn und steh auf!", sagte sie perplex und zog ihre Hand mit geröteten Wangen an ihren Oberkörper heran. Es war nicht so, als würde sie diese Worte nicht ehren, aber damit hatte sie wirklich nicht gerechnet. Das sie Killian jemals vor sich kniend erleben würde und er so ein Versprechen aussprach... Das war überfordernd und doch ein so angenehmes Gefühl, nun zu wissen, wo sie bei diesem Mann stehen musste.
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