[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

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    • Naira O'Connor

      Naira hatte sich gegen den Schrank gelehnt und ihrem Mann zugesehen, wie er sich das Hemd aufknöpfte. Sie grinste ein wenig in sich hinein, beobachtete gerne, wie er sich entkleidete und ihr damit ein wenig Haut zeigte, bevor er ein anderes Hemd anzog. Als der letzte Knopf zu war und sich der Mann setzte widmete sich Naira ihren Klamotten und suchte sich was passendes zum anziehen. Es ging noch mit dem Stehen, der Fuß zog zwar ein wenig, aber mit etwas Geduld und Ignoranz schaffte es die Frau, sich nichts anmerken zu lassen. Solange sie es auch vergaß, würde es nicht wehtun, diese Ignoranz hatte sich Naira schon bei der ersten Beinverletzung angeeignet, damit ging alles deutlich besser.
      Letztendlich hing sie den Bademantel wieder auf den Bügel, der extra dafür gedacht war, sie zog sich langsam das Oberteil aus und griff zu ihrer Unterwäsche. Ihr Mann wollte ihr tatsächlich die Treppe runter helfen, sie blickte noch einmal zu ihm. "Ich denke, wir fallen beide auf die Schnauze, wenn du mich runter trägst", gab sie mit einem breiten Grinsen zu. "Ich glaube, ich schaffe es runter.. Sollte jedenfalls in der Theorie einfacher sein.. Dann kannst du den Kaffee für uns machen, bis dahin sollte ich unten sein".Sie lächelte ihm herzlich zu, er brauchte nun wirklich nicht warten und dem Krüppel zuzusehen, wie sie sich hier mit ihren Sachen beschäftigte, um es schnell, aber gleichzeitig ohne große Schmerzen anzuziehen. Naira war krankgeschrieben worden, sie zog sich deshalb was lockeres an, Hemd war keine Pflicht für sie heute. "Nimmst du nachher meine Krankschreibung mit und gibst sie im Sekretariat ab, bitte?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor wartete noch kurz ab. Der Blick auf ihre nackte Haut war ein Segen. Doch wie auch vorhin im Bad, war das nicht der Moment in dem er an das eine denken sollte. Sowieso schien ihm nach dem Streit vorerst ein Tabu ausgesprochen worden zu sein. Sie haben sich sonst immer wieder recht schnell durch Sex versöhnt gehabt. Diesmal ging alles ein wenig stiller. Sie ignorierte und er hörte.
      Victor zuckte letztlich mit den Schultern: "Du passt am besten auf...", sagte er noch und verließ dann das Schlafzimmer, um runter in die Küche zu gehen. Kurz darauf, kaum hatte er das Licht da angemacht, tapste Spike zu ihm und setzte sich müde neben die Theke, um ihm zu zu schauen.
      "Fressen gibt es noch nicht...", sagte ihm Victor und schüttelte dabei den Kopf. Dabei hatte der Hund nciht einmal darum gebeten. Er saß nur da und war wohl selbst aus dem Schlaf gerissen worden. Victor setzte den Kaffee auf, drehte sich um und lauschte. Die Maschine war laut, aber er versuchte immer noch zu hören, ob er so etwas wie stolpern, fluchen oder poltern hörte. Er wollte nicht, dass sie sich weh tat...Egal wie ignorant er manchmal gegenüber ihren Gefühlen war. Er wollte sie doch in Sicherheit wissen.
      Mit verschränkten Armen stand er da und wartete, musterte die Fließen zu seinen Füßen und Spike der mit lautem Gähnen die Pfoten von sich streckte und auf dem Boden sich hinlegte.
    • Naira O'Connor

      "Ich passe auf..", stimmte die Frau ihrem Mann zu und wartete, bis er aus dem Zimmer war, um dann ihr Gesicht zu verziehen. Sie hatte immer noch Schmerzen und es war nicht einfach, sich darauf zu konzentrieren den Schmerz zu ignorieren, während sie sich nichts anmerken lassen wollte, vor ihrem Mann.. Aber Naira war tapfer, sie würde gerne mit ihm spazieren gehen und sie würde es auch schaffen!
      Nachdem sie sich was lockeres angezogen hatte atmete die Frau mehrmals durch. Sie würde die Treppe schaffen, ohne nach der Hilfe ihres Mannes zu fragen. Die ersten Stufen klappten ohne Probleme, bei etwa der Hälfte krampfte schon wieder das andere Bein, aber dieses Mal konnte sich Naira an dem Geländer festhalten und einfach warten, bis es vorbei war. Unten roch es schon nach Kaffee und schon bald gelang sie auch in die Küche, in der ihr Mann stand. "Nach unten war es wirklich einfacher", entgegnete sie kurz und lehnte sich hegen eine der Wände, um ihren Mann zu mustern. Spike war auch gerade erst wach, aber er war definitiv bereit mit rauszugehen. Draußen war es noch ein wenig dunkel. "Wir müssen nachher deinen Wagen dann noch abholen.. Ich lasse es ungern da stehen, vor allem wenn da die Jugendlichen dran können.. Nachher kriegen wir noch von der Arbeit Ärger, wenn etwas dran ist". Es würde unangenehm werden, wenn an dem Wagen was dran sein würde.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor wartete und gehorchte ihren Worten, dass sie das schon alleine schaffen wird. Trotzdem nutzte er das Verschränken seiner Arme dazu, um nicht unnötigerweise doch zur Treppe zu gehen und nach ihr zu sehen. Es dauerte und als sie endlich da war, konnte er erstmals wieder die Schultern sacken lassen, weil sie es geschafft hatte. Aber sie sah fertig aus. Auch wenn sie es versteckte, Victor achtete an diesem Morgen mehr als genau auf die kleinen Hinweise in ihrer Mimik, die ihm auch gleich verrieten, dass es ihr alles andere als leicht fiel zu laufen.
      Er presste die Lippen kurz aufeinander bevor er den Kaffee anfing in zwei Tassen zum Mitnehmen umzufüllen.
      "Ist doch egal, ob dem Wagen was passiert. Es ist ja nicht unseres...", erklärte er noch beiläufig, legte die Deckel drauf und trat dann an Naira heran, um ihr einen der Becher in die Hand zu drücken: "Sicher, dass du laufen willst...Sonst bist du wieder so bockig wie damals mit deiner Bein Verletzung und willst alles mit machen, obwohl du es nicht kannst...", grummelte er und sah ihr dabei genau in die Augen. Sollte sie auch nur den kleinsten Mucks machen, würde er sie natürlich wieder nach Hause befördern. Aber alles aus Gründen der Sicherheit.
      "Aber ansonsten können wir einfach an den Strand hinfahren von gestern. Und uns da den Sonnenaufgang ansehen, mh?"
    • Naira O'Connor

      Ihr Mann war skeptisch, aber entgegen allem, was er falsch tat konnte Naira sofort zugeben,dass er sich um die sorgte, wenn etwas nicht richtig lief und er davon auch wusste. Dieses Mal wusste er es ja, dass ihr Fuß nun Faxen machte, aber noch hielt sich Victor zurück und daraufhin musste die Frau innerlich lächeln. Er gab sich heute Mühe, mal sehen wie lange..
      "Ich werde nicht bockig sein", widersprach sie ihrem Mann und nahm den Kaffee an sich. "Wir können an den Strand hier in der Stadt fahren.. Da ist es auch nicht weit vom Parkplatz.. Wir müssen jetzt nicht eine Stunde zu dem gestrigen Ort fahren, den kurzen Weg kriege ich hin". Ein Lächeln bildete sich auf ihren Lippen, denn der Fuß tat ihr in dieser Position nicht weh, solange sie sich gegen die Wand anlehnte. "Aber im Keller sollten irgendwo meine Krücken noch sein.. Ich suche die nachher und entlaste damit ein wenig das Bein". Naira empfand es schnell als eine gute Idee, immerhin war der Keller für aufgeräumt und sie würde es schnell finden. Langsam bewegte sie sich auf die Haustür zu und sah nach ihrem Mann, ob er ihr folgte. "Um wie viel Uhr.. Ist heute Abend der Termin?". Damit meinte sie den Termin für das Kleid und den Anzug. Ein wenig übel wurde es ihr bei dem Gedanken schon, aber sie wurde es hinkriegen und es schaffen, ein Kleid für die Feier zu finden. Ihre Vorstellungen waren klar:
      Was schlichtes einfaches, immerhin trug die Frau sonst selten Kleider. Am Strand, als sie ihre Reise gemacht hatten trug sie manchmal eines, aber mehr auch bisher nicht. Wie sie wohl in so einem weißen Brautkleid aussehen würde?
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Er riss sich zusammen. Mehr konnte er nicht machen. Zusammenreißen und hoffen, dass Naira ihn nicht wieder verärgerte durch ihre offenbar sture Haltung, die er an ihr so sehr hasste und gleichzeitig liebte. Sie war keine Frau für den gehorsamen Job, das wusste er, aber er hoffte, dass sie ein wenig sich darin einleben konnte. Eigentlich hatte er sogar Gegenworte erwartet, aber Naira machte einen anderen Vorschlag und bot an, dass sie einfach nur zu dem Strand in der Nähe fuhren. Seinen wagen könnte er später irgendwie holen.
      "Mh...Ich will dich nicht bemuttern...", sagte Vicvtor noch bevor er ihr hinterher ging und sanft eine Hand an ihre Taille legte, um ihr zu zeigen, dass sie trotz ihrer Geschwindigkeit ruhig vorgehen sollte. Er war sowieso zu müde, um vor zu rennen.
      Mit einem Pfiff kam auch Spike zu ihnen und folgte ihnen beiden nach draußen. Dort half Victor Naira in den Wagen während Spike hinten rein sprang.
      Als sie nach dem Termin fragte, musste er aufhorchen. Er sah sie an und musterte ihr Gesicht dabei, auf der Suche nach einem Hinweis, ob sie überhaupt hingehen wollte oder nicht. Seine Auswahl war ja sowieso begrenzt. Er konnte dank seinen Eltern nichts ausgefallenes kaufen und dank seiner Erziehung war er ebenfalls eingestellt auf einen einfachen schwarzen Anzug, der gut saß.
      "Um 18 Uhr. Sie konnte uns nicht in die Ladenzeit mit unterbringen, aber sie hält für uns die Türen eine Stunde länger auf.", erklärte er ihr, vielleicht ein wenig zu euphorisch darüber, dass Naira überhaupt nach dem Termin nun fragte.
      Schließlich stieg Victor ein, nippte an dem heißen Kaffee und fuhr den Wagen raus auf die Straße. Um diese Uhrzeit fuhr selten jemand und erst recht war niemand am Strand, als sie hinkamen.
    • Naira O'Connor

      Die Hand an ihrer Taille ließ ein wohliges Gefühl in ihrer Brust zurück, es erfreute sie sofort, dass ihr Mann sie indirekt so unterstützte. So sollte es sein.. Er drängte sich ihr nicht auf, er unterstützte sie einfach nur und deutete ihr so an, dass er für sie da war. Auf dem Weg fragte Naira kurz nach dem Termin, sie bekam nach einem Blick von der Seite gesagt, dass es um achtzehn Uhr stattfinden würde. Sanft lächelte die Frau dankbar und nickte ihrem Mann zu, sie verriet ihm aber nicht, ob sie bereit für diesen Termin war. Innerlich war sie es, die Angst war eher vor der Hochzeit an sich, als vor dem Termin, der stattfand. Naira hatte sogar genug Geld gespart, um sich und ihrem Mann etwas schönes für die Hochzeit zu kaufen. Es sollte zu dem Strand passen.
      "Ich habe mir überlegt, ob du wirklich einen kompletten Anzug brauchst", stellte die Frau fest und stieg vorsichtig ein, nachdem ihr Mann ihren Hund hinten reingelassen hat. "Ich dachte.. Vielleicht wäre ein Hemd und eine Anzugshose passend.. Mit Ärmeln, die hochgekrempelt werden.. Etwas einfaches..", damit verriet sie schon ein wenig, dass sie den Termin wahrnehmen wollte, sich jedenfalls darüber Gedanken gemacht hat. "Es ist schließlich warm und du muss dich nicht mit einem Sakko abquälen". Naira. Blickte zu ihrem Mann und lächelte ihn sanft an, nahm selbst einen Schluck ihres Kaffees. Sie wollte wissen, ob er sich überhaupt Gedanken darüber gemacht hatte.
      Der Strand war relativ leer, es gab einen joggenden Mann, der an ihnen vorbei lief, sie aber nicht wirklich bemerkte. Naira hakte sich bei ihrem Mann ein, um ihr Bein und ihren Fuß etwas zu entlasten, bevor sie ihrem Hund das OK gab, zum Wasser zu rennen. Die Sonne stieg langsam aber sicher nach oben, sie hätten die perfekte Sicht darauf.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Am Strand angekommen stiegen sie aus. Nairas Worte gaben Victor zu Denken, denn wirklich viel nachgedacht hatte er nicht, ob er nun Anzug oder etwas legeres tragen sollte. Deswegen zuckte er auch zuerst die Schultern: "Meine Eltern brachten mir eins bei...Das egal, wie es aussieht...man sich immer passend zu kleiden hat. Ich weiß nicht inwiefern nur ein Hemd gut aussieht am Altar.", erklärte er ihr und sah in den Himmel, während er den Arm anwinkelte, an dem sie sich stützte und seine andere Hand auf ihren Arm legte. Sie liefen den Steg entlang und dann runter zum Sand, worauf sie mit ein wenig Mühe entlang gehen konnten. Der Hund tollte währenddessen im Nassen und konnte sich wohl wie so oft von seinem damaligen stressigen Leben als Teilzeit-Polizeihund ausruhen.
      Victor sah sich um, bevor er noch einmal das Thema aufgriff: "Ich kann das Sakko ja ausziehen. Dann eben keine Weste darunter. Aber...Ich denke es ist gut, wenn ich vollständig angezogen bin. In Schwarz natürlich...und du in weiß...", er sah zu ihr runter, nur kurz, aber lange genug, um ihre Reaktion abzufangen. Wenn sie mit dem Thema anfing hieß es also, dass ihr Streit ein wenig abgeebt ist, und sie sich nicht zu sehr von ihm verraten fühlte, um die Hochzeit sausen zu lassen.
      Ohne dass es irgendwie schwierig wurde, konnten die beiden wohl nicht heiraten.
    • Naira O'Connor

      "Es ist ja keinen wirklichen Altar.. Wir heiraten schließlich nicht in der Kirche, Vic", korrigierte die Frau ihren Mann und hielt sich an ihm fest, um auf dem Sand neben ihm zu laufen. Er sah zu ihr runter, nachdem er von einem Sakko gesprochen hatte, da musste Naira ein wenig schmunzeln. "Ich werde dir nicht vorhalten, was du anziehen sollst.. Aber du muss keinen Sakko tragen.. Es ist etwas lockeres und nicht etwas erzwungenes... Es soll warm sein..und du sollst dich wohl fühlen.. Scheiß auf die Meinung deiner Eltern.. Wir heiraten nicht für die, sondern für uns.. Deshalb bin ich mit allem zufrieden, was du dir heute aussuchst..". Damit verriet sie eigentlich schon eindeutig, dass die Hochzeit stattfinden würde, immerhin war alles soweit geklärt und Naira war sich sicher, dass sie einen bestimmten Zeitraum hatte, in welchem sie ihre Ehe annullieren lassen kann, wenn Victor seine Worte nicht halten würde. Zur Not würde sie sich scheiden lassen, aber sie liebte diesen Mann so sehr, dass sie ihm die Chance übermorgen geben würde. Sie würde, solange ihre Angst es ihr zulassen würde, zu ihm treten und ihm das Ja Wort geben. "Ich weiß nicht einmal, ob ich überhaupt ein Kleid tragen kann.. Du weiß ja, ich und Kleider.. Das ist etwas spezielles". Mit einem sanften Lächeln deutete sie ihrem Mann an, dass sie sich hier setzen könnten und bleib dafür auch stehen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor nickte, als hätte er vergessen, dass sie sich nicht in der Kirche trauen wollten und wurde dabei auch daran erinnert, dass seine Eltern überhaupt nicht begeistert davon sein werden. Aber wen interessierte es. Victor schwankte zu sehr zwischen der Anerkennung und der Ignoranz gegenüber seinen Eltern, dass er selbst schon gar nicht mehr wusste, wie er sich zu verhalten hatte.
      "Ist doch egal ob Sand oder irgend ein heiliger Hocker vor den Augen des Christus...Ich möchte gut aussehen für dich...", er druckte sanft ihren Arm, bevor er mit ihr stehen blieb an der Stelle, die sie sich ausgesucht hatte, um sich nieder zu lassen. Dann half er ihr runter und setzte sich selbst neben sie. Sein Blick fiel auf den roten Streifen am Himmel. Sie kamen perfekt zum Sonnenaufgang her. Und es war schön, trotz des Streits, konnte sich Victor freuen, denn seine Freundin wollte wohl offiziell auch seine Frau werden. Das ließ sich zumindestens in ihren Worten lesen und er hoffte, dass sie es nicht einfach so sagte. Er brauchte sie doch...
      Victor nahm ihre Hand in seine und streichelte sie.
      "Du siehst wundervoll aus in Kleidern. Nicht mehr wie ein Mannsweib. Fragil und zärtlich.", spaßte er und konnte sich das Grinsen dabei nicht verbieten, als er das zu ihr sagte. Schließlich zwinkerte er nur in ihre Richtung, bevor er wieder zum Wasser sah. Das sanfte und stete Rauschen des Meeres beruhigte ihn.
      "Oh...da fällt mir ein dass ich meine Eltern ja abholen muss in 2 Tagen...", das rang ihm ein schweres Seufzen ab, als er allein daran dachte, dass er sie vom Flughafen holte, um sie dann zu sich zu fahren.
    • Naira O'Connor

      Die Frau blickte zu ihrem Mann und strich ihm sanft über die Wange. "Du siehst für mich immer gut aus.. Egal, ob du den Bart nicht stutzt.. Oder tagelang nicht wirklich geschlafen hast und dunkle Augenringe im gesucht hast.. Egal, ob du mich anschreist.. Ein Hemd trägst oder einfach gar nichts.. Du siehst für mich immer gut aus.. Und du wirst auch gut aussehen, egal ob mit nur Hemd oder einem Sakko.. Nimm einfach das, in was du dich wohler fühlst". Es waren ehrliche Worte, die aus ihrem Herzen kamen und ihrem Mann deutlich machen sollten, dass sie ihn immer attraktiv finden würde. Dieser Mann war einfach gutaussehend, wie sie fand, vor allem mit seinem roten, zerzausten Haar.
      Die beiden setzten sich und Naira war dankbar für die Hilfe ihres Mannes. Den Kaffee stellte sie im Sand hin, sie griff gerne zu der Hand ihres Mannes und verschränkte ihre Finger miteinander. Wenn er sie einfach immer streicheln würde.. Dann wäre sie deutlich ruhiger und nicht so aufbrausend, damit bekam er sie so handzahm. Seine Bemerkung über sie in einem Kleid brachte die Frau zum lachen, sie schmunzelte letztendlich, nachdem sich die Dunkelhaarige auf die Lippe gebissen hatte. Gerne hätte sie was erwidert, aber das Thema von Victors Eltern kam wieder auf. "Am Morgen vor der Hochzeit.. Und Alex gleich mit.. Dann fährst du sie zu uns, ich bereite Frühstück für uns alle vor uns wir machen uns dann fertig..", Naira hatte alles bis ins kleinste Detail geplant,dass aber alles ganz anders laufen sollte und Ramirez und Alex was anderes geplant hatten, wusste sie nicht. Sie seufzte. " Und wenn deine Eltern meckern, weil ihnen irgendetwas an unserer Hochzeit nicht passt.. Dann werde ich den Mund aufmachen.. Und du weiß, dass ich sehr bissig sein kann!". Naira schmunzelte wieder und blickte zu ihrem Mann, bevor ihre Augen zum Wasser sahen. Langsam erhob sich die Sonne, der Anblick erfreute die Frau, sie lehnte sogar ihren Kopf gegen die Schulter ihres Mannes." Ich liebe dich, Vic", hauchte sie noch, bevor sie mit einem Lächeln auf den Lippen den Sonnenaufgang sah.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Ihre Worte waren nett und sie streichelten ein weiteres Mal, das noch vorhin so gebrochene Ego. Sie wusste, wie sie ihn aufheitern konnte und vor allem, wie sie ihm auch Mut machen konnte. Victor nickte nur und beließ es dabei. Es sollte wohl eine Sache am Ende sein, ob und was er anzog.
      Das Thema über seine Eltern wollte er eigentlich gar nicht anschneiden, denn sie mussten es nicht diskutieren. Victors Meinung unterschied sich noch von der seiner Freundin, aber das lag einfach nur daran, dass sie noch gar nicht kennengelernt hatte. Aber dieses Privileg würde sie noch haben.
      "Warte...Alex und Ramirez werden auch da sein, wenn meine Eltern bei uns frühstücken?", er war ein wenig überrascht, glaubte aber nicht, dass er diesen Aspekt ihrer kleinen Feier vergessen hatte. "Oh das wird alles nicht gut enden...", er spitzte die Lippen. bei der bloßen Vorstellung, konnte Victor gar nicht anders, als das Gesicht zu verziehen, wurde aber wieder von Naira abgelenkt, als sie anmerkte, dass sie sich ganz sicher verteidigen wird, wenn seine Eltern zu viel sagten.
      "Oh...sei nur nicht zu bissig...sonst werde ich noch enterbt oder so einen Blödsinn...", er schnaufte und lehnte dann seinen Kopf ebenfalls auf ihren, als sie sich anlehnte. Ihre Liebe wusste Victor wahrscheinlich nicht genug zu schätzen, weswegen er versuchen musste, sie fest zu halten.
      "Mhh...es sieht wunderschön aus hier...War gar keine schlechte Idee, wie?", er lächelte sogar, als sie beide so dem Sonnenaufgang an diesem Morgen zusahen.
    • Naira O'Connor

      Es tat ihr für einen Moment fast schon weh, dass ihr Mann nicht in der Lage war ihr zu sagen, was er empfand, aber inzwischen war sie es gewohnt, dass er es nicht oder nur selten tat. Der Mann brauchte es nicht, scheinbar bräuchten es die Männer generell nicht wirklich, oder es war nur der Rothaarige, der es nicht nötig hatte. Es war in Ordnung, wie es die Frau fand, aber manchmal bräuchte sie die Bestätigung, dass er auch Gefühle für sie hatte und es sich lohnte weiterhin für sie Beziehung zu kämpfen. Aber.. Eine Diskussion über so etwas würde Naira nicht anfangen, sie genoss stattdessen die Nähe ihres Mannes und lehnte sich noch mehr zu ihm, während die Sonne der Welt guten Morgen sagte. "Du hattest eine gute Idee", bestätigte sie einfach, nur und sah zu, wie der Himmel immer heller wurde und immer mehr Farben annahm.
      So einen romantischen und ruhigen Moment hatten sie lange nicht mehr gehabt, ab und zu gingen die beiden aus, aber das wars auch schon. Diese Spaziergänge, die sie in Anchorage manchmal machten, oder diese kleinen Dates, auf die ihr Mann sie manchmal mitgenommen hatte, waren einfach Geschichte. "Holst du mich nachher ab?", fragte Naira und meinte damit den Termin beim Brautmodeladen. Sie konnte selber ja auch nicht fahren, aber das mulmig Gefühl kam wieder. Was, wenn es ihr Mann auch dieses Mal vergessen würde, weil die Kollegin mit ihm Easen fahren will? Eines war Naira sicher.. Er bräuchte dann auch nicht mehr nach Hause kommen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Gefühle ausdrücken war ja so ein Ding für sich. Und auch wenn Victor bereits gelernt hatte mit ihnen umzugehen, vor allen in punkto Naira und seiner Liebe zu ihr, hatte er wohl noch immer ein mangelndes Verständnis davon, wie er es zeigen sollte oder wie oft. Währenddessen war sie fast immer dabei, wenn sie ihm zeigen wollte, dass sie ihn gern hatte. Ob nun mit Anzug oder ohne. Ein paar Selbstzweifel blieben noch. Victor fühlte sich lange nicht so gesund, wie er es mal mit 20 war, aber das würde wohl vergehen. Sie waren schließlich nach ihrem letzten Fall mindestens um 5 Jahre gealtert, wenn nicht sogar 10.
      Die Aussicht war wunderschön und die Ruhe war wie eine kleine Belohnung dafür, dass Victor sie nicht hatte gehen lassen wollen. Es war nicht richtig wie er es getan hatte und was das Ergebnis des ganzen Streits war, aber er war glücklich, dass er sie nicht an irgendein Hotel hatte gehen lassen, nur damit sie sich mal abkühlen lassen konnte. Victor brummte zustimmend, als sie fragte, ob er sie abholte.
      "Klar...Du darfst die nächsten zwei Wochen wahrscheinlich eh nichts machen mit dem Fuß...Kennen wir ja schon.", sagte er und meinte es ganz sicher nicht auf fiese und gemeine Art. Er war sich einfach nur von Anfang an sicher gewesen, dass er sie mit dem Wagen abholen musste. Aber er sollte wohl noch klären, dass er die 3 Stunden, die sie da für das ganze hin und her bräuchten frei bekam und ihn auch niemand auf dem Diensthandy anrief.
      Auch wenn es zu seinem Ding geworden ist, sich für alles zu entschuldigen und er dieses gefühl nach und nach verabscheute, räusperte er sich wieder und legte Naira einen Arm um die Schulter und zog sie zu sich: "Entschuldige, dass ich...herausgefunden habe, wo du warst gestern. Ich weiß, es war nicht richtig. Und wir müssen das jetzt auch nicht diskutieren. Ich wollte es nur gesagt haben."
    • Naira O'Connor

      "Es ist ja nichts großes passiert.. Ich denke, ich kann Dienstag ganz in Ruhe wieder alleine zur Arbeit fahren.. Und laufen.. Ich werde mein Fuß einfach schonen und dann geht es auch", entgegnete die Dunkelhaarige und sah zu ihrem Mann. "Außer du magst mich jeden Tag zur Arbeit fahren". Sie schmunzelte, dafür müsste der Mann später zur Arbeit fahren, eine ganze Stunde.. Dafür war er einfach viel zu gerne früh da, so wie Naira ihn bisher kennengelernt hat. Er würde sie aber zum Termin abholen, noch immer glaubte sie nicht daran,vor allem glaubte sie nicht daran, dass er es im Kopf behielt und sich vor allem frei nahm. Es war schon schwierig genug gewesen, ihn den Freitag und den Montag frei nehmen zu lassen, aber der Fall lief sowieso nicht und Victor konnte es sich hier erlauben. Er meinte doch wohl nicht, seine Frau mit allem allein zu lassen.
      Victors Worte rissen seine Frau wieder aus den Gedanken, als er die Spionage von gestern ansprach. Naira seufzte. Es war alles erst vor kurzem passiert und so recht wusste sie nicht, inwiefern sie ihrem Mann das verzeihen würde, aber sie war sich sicher, dass sie es tun wird. Es war schon einmal ein richtiger Ansatz, dass er es einsah, wie blöd seine Aktion war. "Ich hoffe, du tust es nicht noch einmal", sagte sie dazu und zuckte mit den Schultern, mehr würde die Frau nicht dazu sagen. Sie betrachtete die Sonne und nach einigen Momenten lächelte sie auch vor sich hin,sie wollte nur positive Gedanken zulassen, um nicht womöglich doch noch vor der Hochzeit abzuhauen. Naira würde ihren Victor heiraten, so langsam wurde das Leben wirklich ernst.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Das Leben wurde zu ernst. Victor war kein Typ dafür um ernsthaft über Beziehungen nachzudenken und ihren Konsequenzen. Er fühlte und stellte sich auch eher so an, als sei er nun in dieser Beziehung und es gebe wieder vor noch zurück und das sollte so sein. Aber er liebte Naira, wann immer er an sie dachte und das obwohl die Frau ihn manchmal zur Weißglut brachte. Sie leicht an sich gedrückt, beobachteten sie gemeinsam den Aufgang der Sonne. Spike gesellte sich irgendwann laut hechelnd und mit total durchnässtem Fell zu ihnen. Das veranlasste Victor dazu einmal tief durchzuatmen und dem Hund über den Rücken zu streicheln.
      Die Zeit verging und irgendwann war es dann auch sehr hell. Sie hatten ihre Kaffees ausgetrunken und konnten eigentlich langsam aufbrechen.
      "Ich fahre dich zur Arbeit...jeden Tag bis ich sehe, dass du richtig laufen kannst. Ob ich nun früher da bin oder später...an sich macht es keinen Unterschied.", er stand auf und klopfte sich den Sand von der Hose und betete ein wenig dafür, dass er keinen Sand in den Schuhen spüren würde den Tag über. Er hielt seiner Freundin noch die Hand hin, damit sie mit seiner Hilfe wieder auf die Beine kam, bevor er noch einen Moment mit ihr stehen blieb und sie in seine Arme schloss. Es war mehr eine emotionale Reaktion, als wirklich bedacht. Als er sie dann losließ entschuldigte er sich für die plötzliche Umarmung.
      "Musste ich nur loswerden...dich wird niemand jemals ersetzen können..."
    • Naira O'Connor

      Es wunderte die Frau schon ein wenig, dass ihr Mann ihr freiwillig anbot sie zur Arbeit zu fahren. So etwas war ihr fremd, ihr Mann hatte sich zwar oft hilfsbereit gezeigt, aber dass er gleich so viel für sie tun wollte war komisch und ungewohnt. Naira war gespannt, ob ihr Mann auch diese Worte halten würde, sie ließ sich natürlich gerne zur Arbeit fahren und auch gerne wieder nach Hause, er durfte für sie den Coiffeur spielen. Naira würde sich wie eine Prinzessin fühlen, endlich mal seit längerer Zeit.
      Der Sonnenaufgang war auch irgendwann zu Ende, die Sonne stand am Himmel und Victor erhob sich, er musste scheinbar los. Die Dunkelhaarige wollte aufstehen, aber das Ziehen in ihrem Fuß erinnerte sie schnell daran, dass sie Hilfe brauchte. Victor eilte ihr auch schon zu Hilfe, er half ihr auf die Beine,doch anstatt sie weiter gehen zu lassen nahm er sie in den Arm und drückte sie. Einen Moment lang war sie perplex, aber letztendlich legte sie auch ihre Arme um den Mann und genoss die Umarmung. Sie dauerte nicht lang, aber es fühlte sich gut an, wahnsinnig gut. Ein breites Lächeln bildete sich auf den Lippen der Frau, die zu ihrem Mann blickte, als er sie wieder los ließ.
      "Du kannst mich immer in den Arm nehmen, wenn es dir danach ist", sagte Naira kurz, um ihren Mann darin zu bestätigen, was er getan hatte, ehe sie ihren Arm hob und über seine Wange strich. Ihr Lächeln war herzlich und vor allem liebevoll, sie gab Victor einen Moment, bevor sie zu ihrem Becher griff und sich bei ihm einhakte. Ohne ihn würde sie nicht zum Auto kommen.
      Spike lief brav und vor allem erschöpft neben seinem Frauchen, passte sich an das langsamere Tempo und genoss es, dass er so früh ins Wasser konnte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es stand ja noch aus, ob er es schaffte sie eine Woche lang und wenn nicht sogar länger jeden Tag zur Schule zu fahren. Bisher waren es ja nur Worte von ihm. Sie durfte sich also überraschen lassen, ob noch der Prinz aus Victor herauskam. Noch war er aber überzeugt, dass er das machen musste und auch wollte.
      Victor nickte lediglich, als sie ihm den schweren Gedanken abnahm, ob es okay war sie aus heiterem Himmel zu umarmen. Wie es schien, sprach nichts dagegen. Victor nickte und seufzte leise in sich hinein, bevor er den Kopf abwandte und mit ihr zurück zum Wagen lief. Die frische Luft tat sehr gut und hatte ihn sogar wach bekommen.
      "Also...Ich bring dich nach Hause und dann gibst du mir noch die Entschuldigung für die Arbeit...", er tippte sich an die Schläfe. Er hatte sich gerade dann daran erinnert, als er sich fragte, ob er nun Naira zur Arbeit oder wieder nach Hause fahren sollte. Letzteres war für ihn natürlich ein Umweg, aber immer noch besser.
      Dann startete er den Motor und fuhr mit beiden nach Hause, wo er den Wagen aber nur auf der Straße parkte. Naira würde er natürlich noch ins Haus helfen und schauen, dass sie alles bei sich hatte um den Tag zu überleben ohne sich groß bewegen zu müssen. Nur an die Krücken dachte er nicht mehr, aber Naira hatte diese ja auch selbst holen wollen.
      "Wenn was ist rufst du mich an...", er stand bereit in der Tür zu verschwinden. zu spät war er sowieso schon und eigentlich müsste er sich auch deswegen gar nicht mehr so sehr beeilen. Denn ob er eine halbe Stunde oder eine zuspät war änderte nichts daran, dass er am heutigen Abend wieder Auszeit brauchte. Gut möglich, dass er diese fehlende Zeit auch schon bald wieder einbüßte und damit Nächte nicht nur in seinem Arbeitszimmer verbrachte, sondern vor allem im richtigen Büro.
    • Naira O'Connor

      Der kleine Spaziergang war gar nicht mal so schlecht, auch wenn letztendlich Nairas Fuß schmerzte. Sie begab sich in der Wohnung in die Küche, wenigstens könnte sie etwas aufräumen, wenn der Fuß es ihr erlauben würde, dann wäre das Haus fertig für die Gäste. Sie könnte einiges machen, was liegen geblieben war.
      Ihr Mann versorgte sie mit mehreren Blicken, aber letztendlich würde sie ihren Fuß nicht still halten, dies wusste der Mann sicherlich auch selber. Er sprach davon, dass sie ihn anrufen sollte, wenn was war, fast hatte Naira gelacht. "Nimmst du dein Handy dieses Mal mit?", fragte sie zur Tür und bewegte sich in den Flur, um sich ihren Mann anzusehen. Sie neckte ihn doch nur ein wenig. "Fahr vorsichtig bitte", das Lächeln auf ihren Lippen war recht warm, trotz dessen, dass der fehlende Schlaf und der Streit ihr immer noch im Nacken saßen. Sie wunk ihm zu, wartete, bis er aus der Tür raus war, bevor sie sich dem Hund widmete, der auf sein Essen wartete. Naira gab ihm eine ordentliche Portion, dann fing sie an sich um die restlichen Sachen zu kümmern, um das Haus in Ordnung zu bringen. Alles würde sie mit dem Fuß nicht hinkriegen, aber wenigstens einen guten Teil, bevor sie sich ausruhen würde. Im Haus war es still, bis auf das Geräusch von Spike, wie er sein Essen verschlung war nichts zu hören. Für einen Moment bildete sich Gänsehaut auf Nairas Körper, ihre Muskeln spannten sich an und sie erwartete, dass jemand in der Glastür zu sehen war, die in den Garten führte. In diesem Moment war es ihr egal, dass der Schnee und die Nacht draußen fehlten, um das Bild zu vervollständigen, sie hatte einfach einen rückfälligen Moment, in dem ihr wieder alles über den Kopf wuchs.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor verzog das Gesicht, als sie ihn neckte. Auch wenn er wusste, dass es lediglich ein Witz war, tätschelte er seine Taschen ab, um sicher zu sein, dass das Handy an ihm war und auch eingeschaltet war, um pünktlich zu wissen, wann er los musste. Als er ihren Blick sah, musste er diesen mit verzogenem Gesicht aber erwidern.
      "Es ist sogar an.", sagte er und zeigte ihr auch das Handy mit einem gefüllten Ton-Balken. Dann verabschiedeten sie sich, etwas trocken. Victor dachte nicht viel darüber nach, warum sie sich diesmal nicht mit einem Kuss verabschiedeten, aber er konnte es auch getrost auf den Streit schieben, der immer noch in der Luft hing. So kurz vor der Hochzeit...man, er war ein Idiot.
      Er stieg wieder in den Wagen und fuhr los. Kurz darauf erreichte ihn auch ein Anruf aus dem Präsidium: "Detective Parker...", meldete er sich und ließ die Freisprechanlage an.
      "Detective? Sie...sind ein wenig zu spät. Ist etwas passiert?"
      "Hm? Nein, es gab nur einen familiären Zwischenfall. Alles gut. Ich bin auf dem Weg ins Präsidium und werde in 15 Minuten da sein."
      "Gut, dann können sie gleich in den Besprechungsraum kommen. Wir haben ein paar aufschlussreiche Informationen bekommen."
      Victor hob die Augenbrauen. Angesichts der Tatsachen, dass er das heute nicht erwartet hatte, musste er doch anerkennend nicken.
      "Beim nächsten Mal melden Sie sich einfach mit der wichtigen Info zuerst."
      "Oh, ehm...Alles klar, Detective. Dann bis nachher."
      Victor schnaubte und schüttelte dabei den Kopf. Als er parkte und bereits auf dem guten Wege ins Präsidium war, drehte er noch einmal um und lief zum Schulgebäude der Akademie wo er ihm Service die Entschuldigung und den Schein abgeben konnte.
      "Geht es Miss O'Connor nicht gut?"
      "Nein, sie...hat sich den Fuß leider verstaucht und fühlt sich etwas niedergeschlagen. Mag das Wetter sein.", entschuldigte Victor sie und musste sich noch gute 5 Minuten länger anhören, wie die Frau hinter dem Tresen überzeugt davon war, dass es sich um falsche Schwingungen von der Venus handelte. Victor glaubte an solchen Unsinn nicht.

      Nachdem er seine Stunden geschafft hatte und eine lange Diskussion mit dem Vorgesetzten hatte, dass er ein Team bräuchte, dass ein paar Artikel durchblätterte und die digitalen Spuren ihres Opfers absuchte, schaffte er es pünktlich aus dem Gebäude. Auch wenn er gerade beim Gehen von Becca aufgehalten wurde: "Du gehst schon, Vic?", fragte sie mit zur Seite gelegten Kopf. Victor presste die Lippen aufeinander und wich ihrem Blick aus. Er versuchte so unfreundlich wie möglich zu ihr zu sein, was ihr wohl nicht Zeichen genug war, abzulassen.
      "Wir sehen uns erst am Dienstag wieder. Bis dahin hat James das Kommando. Also hör auf ihn und...lenk dich nicht ab.", rief er ihr noch nach, bevor er hurtig sich zum Wagen aufmachte. Er dachte nicht einmal daran seinen Wagen aus der nächsten Stadt zu holen. Das ginge immer noch später oder er rief einen Praktikanten oder jungen Kadetten dazu ab. Was man doch nicht alles tat für ein wenig bessere Ansicht.
      Victor legte das Handy hin und wählte Nairas Nummer, um zu fragen, ob sie bereit sei und ob alles gut bei ihr war, denn sie hatte sich über die letzten 6 Stunden gar nicht gemeldet.
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