[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

    • Naira O'Connor

      Sie seufzte, er verstand es endlich und das fühlte sich gut an, es gab ihr das Gefühl, dass sie endlich zur Ruhe kommen konnte. Es gab ihr auch das Gefühl, das Richtige getan zu haben.
      Als Victor die Sache mit dem Mann ansprach musste Naira kurz überlegen, sie schmunzelte aber letztendlich und nahm den Blick ein wenig runter. "Ich war es, die es ihr gesagt hat.. Ich war.. Ziemlich wütend und pampig, dass du nicht zu mir durftest, also habe ich dich zu meinem Mann gemacht, damit sie nichts gegen sagen konnten", erklärte sie und wurde ein wenig rot um die Wangen, auch wenn man es durch die Wunden deutlich weniger sah. Mit der gesunden Hand steckte sich die Frau die Haare hinters Ohr und nahm Victors Hand wieder. "Ich glaube, ich werde mich an die kurzen Haare nicht gewöhnen können". Sie schmunzelte ein wenig und seufzte dann.

      Die erste Nacht war sehr kurz für Naira, sie hatte nicht wirklich schlafen können und schrieb an dem Laptop leise an dem Fall zu Ende. Sie wollte am nächsten Morgen alles abgeben, außerdem plagten sie schlechte Erinnerungen, wenn sie in der Dunkelheit lag und ins Nichts starte. Viel aus ihrer Kindheit kam hoch, viel, was sie verdrängt hatte. Es war nicht einfach es zu verdrängen, noch schwieriger war es, damit klar zu kommen und es irgendwie zu verarbeiten. Zwischendurch sah sie zu ihrem Freund, der nach den Drohungen von Naira, sie würde das Krankenhaus verlassen und alleine klar kommen, eine Matratze zur Verfügung gestellt bekommen hat. Auf dem Bett war zu wenig Platz, außerdem war sich Naira nicht sicher, ob er so überhaupt hätte schlafen können. Sie seufzte leise mit einem Lächeln, als sie ihn wieder sah, es gab nun nichts, was sie trennen würde.
      Am Morgen war der fünfzehn seitige Bericht fertig und an Ramirez geschickt worden. An Schlaf war noch immer nicht zu denken, deshalb durchsuchte sie die Seiten der Airlines, um sich nach den Preisen zu orientieren. Sie würde es durchziehen, aus Alaska verschwinden, nachdem sie ihren Vater aufgesucht hätte und Victor wäre an ihrer Seite. Und ihr Hund, der bei ihrer Chefin eine Unterkunft für die nächsten Tage gefunden hatte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sie kamen nach und nach zur Ruhe. Und diese Ruhe hatten die zwei am Ende nötig gehabt, um über alles im Klaren zu kommen. Victor saß lange nur neben ihr und betrachtete den Ausblick aus dem Fenster. Wie die Baumkronen sich im Wind bewegten und wie der Schnee in der Ferne selbst in der Nacht noch die Illusion von Tag herzaubern konnte, weil der Vollmond herunter schien.
      Victor war einfach nur dankbar und entschloss dem Gefühl zu entgehen trinken zu wollen, indem er einfach mit Nairas Hand spielte, sobald er konnte. Aber irgendwann kam Ramirez zurück und sie drückte der Detective den Laptop in die Hand und kaum war alles wieder ruhig, arbeitete Naira. Wirklich einverstanden damit war Victor immer noch nicht, aber er verzog sich auf den Stuhl, grummelte und brummelte da leise vor sich hin, bis er anfing wegzunicken. Er tat sich schwer damit auf dem Stuhl zu schlafen und jedes Mal wenn sein Kopf zur Seite fiel, wachte er wieder auf, sah sich nach Naira um und schloss dann wieder die Augen. Nach ein wenig Stress bei der Krankenhausbelegschaft, konnte man ihm schließlich auch einen Schlafplatz bieten, auf den er sich begab, um wenigstens sich hinlegen zu können. Er drohte damit sogar, dass er nicht einschlafen wird. Aber er tat es trotzdem...Er war zu geschafft. Aber seine Angst um sie ließ ihn trotzdem fast jede Stunde aufwachen und nach ihr sehen, so dass er sich sicher sein konnte, dass sie noch bei ihm war.

      Die nächsten Tage verliefen wie gehabt. Victor war alle Stunden anwesend und blieb bei Naira, egal was war. Nur bei den Untersuchungen, wenn der Arzt sie mitnahm und nach den Brüchen sah, konnte Victor nicht mit. Stattdessen durfte er unruhig in dem Zimmer warten. Aber sie kam immer zu ihm zurück und er machte damit weiter ihr Selbstbewusstsein wieder auf die Beine zubringen. Er brachte Kaffee, was zu Essen und sagte ihr, dass er sie schön fand, auch mit den kurzen Haaren...
      Am Ende, nach der langen und beschwerlichen Reise, war es dann endlich soweit. Der behandelnde Arzt kam, flankiert von seinen Schwestern und Assistenten, in das Zimmer: "Nun, Miss O'Connor. Ausnahmsweise haben Sie es mal geschafft auf mich zu hören und das Ergebnis ist wie gewünscht...Heute darf ich Sie entlassen."
    • Naira O'Connor

      Die Zeit war schwierig und vor allem langweilig. Sie konnte sich nicht wirklich beschäftigen, außer vielleicht ein wenig mit Victor reden. Die beiden sprachen in den letzten Tagen viel miteinander, vor allem über sich selbst. Sie verriet ihn viel von sich, stellte ihm ihre Mutter und Schwester vor, die er zwar vermutlich nie persönlich kennenlernen, aber dennoch etwas über sie wissen würde. Die Zeit war dennoch lang, Naira hatte viel Zeit zum Nachdenken und viel Zeit, um sich zu erinnern. Der Staatsanwalt hatte nicht gezögert, er entschied für die Detective, nachdem er sich alles durchgelesen und vor allem den Arztbericht durchgesehen hatte. In ihrer Akte würde lediglich etwas über die Selbstverteidigung stehen und damit wäre sie quasi fein raus. Trotzdem hatte die Frau schnell etwas für sich beschlossen: sie würde nicht zu ihrem Job zurückkommen, nie wieder. Es hatte einige schockiert, aber vermutlich freute sich Victor darüber, dass sie es freiwillig tat. Sie tat es nur für ihn.

      Die Tasche war an dem Tag, an welchem sie gehen durfte schon gepackt und Naira wartete nur noch auf das OK. Sie sah besser aus, die Hämatome hatten sich zurück gebildet, dennoch war von Thomas Schlägen noch immer was zu sehen. Der Arzt kam persönlich, um seine Patientin zu entlassen. "Wissen Sie, wäre er hier nicht gewesen, wäre ich schon längst ausgebrochen", entgegnete die Dunkelhaarige charmant und verabschiedete sich von allen. Sie würde sie mit Sicherheit kein zweites Mal mehr sehen, für sie stand schon alles fest.
      Zuhause angekommen lief ein Husky auf sie zu, der fröhlicher nicht hätte sein können. Ramirez hatte ihn vor Nairas Ankunft zurück gebracht und der Hund war froh, sein Frauchen zu sehen. Sie fiel auf die Knie und begrüßte ihren Hund lang und ausgiebig. "Gott habe ich dich vermisst!", rief sie ihm zu und Spike holte sofort das nächste Spielzeug, um mit seinem Frauchen zu spielen..
      "Wir haben etwa vier Stunden Zeit, dann geht der Flug los.. Unser erstes Ziel ist Oklahoma.. Wir besuchen meinen Dad, dann habe ich einige andere Ziele ausgesucht, die wir uns ansehen könnten.. Du braucht nur ein paar Klamotten und deinen Pass.. Den Rest lassen wir hier, okay? ".
      Sie sah zu ihrem Freund, während sie mit ihrem Hund spielte. Er würde mitkommen, definitiv.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Während sie sich in der Zeit zuvor noch Sorgen gemacht hatte, dass der Anwalt gegen sie sich aussprach, lief alles wie am Schnürchen. Naira kam frei und auch der Bericht ging durch. Victor schaffte es auch seinen Vertrag endlich zu kündigen und sich für die zeit einfach nur hängen zu lassen. Naira war alles was er brauchte und einen Job, den konnte er isch wieder suchen, wenn sie einen passenden Ort gefunden haben an dem sie bleiben wollten. Victor genoß bereits die Zeit mit ihr im Krankenhaus. Es war langweilig, sicherlich, aber mit ihr zu reden, erfüllte ihn einfach. Und es erfüllte ihn ebenso sehr, wenn sie ihm sagte, wo es lang ging. Noch besser war es dann, dass auch sie ihren Job hinschmiss.

      Zurück in ihrem Haus, die Sonne schien auf das Grundstück, war es sogar irgendwie befreiend und erfüllend zugleich. Victor hätte Naira gerne in seine Arme geschlossen, sie geküsst, ihr gezeigt, dass er sie liebte und das obwohl sie nun viel zu lange aufeinander gesessen haben. Ihn ging es trotzdem gut. Aber er ließ sie gehen. Denn es wartete ihr Hund auf sie, den sie noch begrüßen musste. Spike freute sich natürlich und konnte seine Freude kaum in Zaum halten. Victor ließ ihre Tasche auf den Boden und schob die Türe zu. Eigentlich ging er sogar davon aus, dass sie nun endlich im richtigen Bett schlafen konnten, aber Naira erinnerte ihn an die Tatsache, dass sie demnächst wieder los mussten.
      "Mhh...warum war es deine Idee, es so eng aufeinander zu legen?", fragte er sie mürrisch und nahm sich die Zeit nach oben zu gehen und wenigstens den Bart zu stutzen, sich in Ordnung zu bringen. Auf dem Weg fiel ihm auf, wie schlimm es eigentlich war in der Zeit ohne Naira. Im Wohnzimmer standen Bierflaschen, Scotch und Wein herum sowie zwei Glaser. Alles leer. Das Schlafzimmer sah nicht besser aus. Das einzige Elend, dass Naira nicht sehen musste, war Victors Versuch sich umzubringen...Wenigstens die Waffe, nahm Ramirez ohne eine weitere Erwähnung mit sich. Nachdem er den Bart gefixt hatte, kam er runter und sah sich noch einmal das Elend mit wenig Motivation an. Es war ihm sogar peinlich, dass Naira das noch sehen musste.
    • Naira O'Connor

      Das Haus war einmal auf dem Kopf gestellt und so, wie es aussah konnte sich die Frau deutlich vorstellen, was Victor während ihres verschwinden gemacht hatte, aber sie kommentierte nichts, verhielt sich einfach ruhig. Nachdem sie ein wenig mit Spike gespielt hatte machte sie sich dazu auf, die leeren Flaschen einzusammeln. Sie musste durch ihren gebrochenen Arm mehrmals laufen, aber sie schaffte es recht schnell, die untere Partie des Hauses möglichst sauber zu bekommen. Natürlich, es bedarf einer ganzen Reinigung, aber dafür würde sie definitiv sorgen. In der Küche letztendlich angekommen kam wieder das hoch, was sie die letzten Wochen durchgemacht hat. Für einen Moment bildete sich Naira ein, er würde wieder hinter der Glas Tür stehen und mit ihr sprechen. Sie hatte kein Telefon bei sich, ihrs hat sie zurückgelegt, auch keine Waffe, die sie am liebsten zucken würde. Es war eine gute Idee, ihr keine mehr zu geben.
      "Wir dürfen einfach keine Zeit verlieren", sprach sie zu ihrem Freund, als sie wieder zu sich kam und versuchte ihre depressive Stimmung irgendwie mit den Aufräumen der Küche abzulenken, sie hatte sich versprochen nicht vor Victor ihre Gefühle freizulassen, er kam damit überhaupt nicht klar.

      Gute zwei Stunden später hielt Victor den Wagen vor dem Revier an, damit Naira aus dem Auto steigen und sich verabschieden konnte. Sie betrat nur zögerlich ihr altes Büro und betrachtete auch den Raum, den die drei für sich beansprucht haben. Das Bild hing noch immer an der Pinnwand, aber dieses Mal löste es ganz andere Gefühle bei ihr aus.
      "Wollte ich gerade zu Ende abhängen.. Was machst du hier?", die Stimme holte sie nur bedingt zurück in die Realität, Tränen hatten sich in ihren Augen gebildet. "Danke, dass du auf ihn acht gegeben hast", Entgegnete Naira statt einer Antwort auf seine Frage und drehte sich zu dem blonden Kollegen um. "Sorry, dass ich so ein Arsch war..", entschuldigte sich Alex und bekam sogar eine flüchtige Umarmung von der Frau. "Ich reise heute ab.. Nach Oklahoma..".
      "Deinen Dad finden?".
      Die beiden machten sich auf zu Ramirez Büro. "Ja, die Hexe hat schon alles vorbereitet.. Ich kriege ein paar Minuten, um ihm das Geständnis zu entlocken, und dann kommt sie ins Spiel".
      "Ist das nicht.. Hart?". Die Frage war berechtigt.
      "Schon, aber andererseits. Ich kenne den Kerl, der sich mein Vater nennt nicht.. Wenn es alles stimmt, dann hat er gefälligst seine Strafe abzusitzen".
      Wie gerufen kam Ramirez aus ihrem Büro und musste schmunzeln, als sie Naira dort stehen sah. "Ich brauche mich ja nicht zu verabschieden..", entgegnete der Chief und wuschelte der Dunkelhaarigen durchs Haar. "Du nimmst den Flieger nach uns?", fragte Naira noch einmal nach und bekam ein eindeutiges Nicken. "Die Kriminalpolizei in Oklahoma weiß Bescheid.. Sie werden den Haftbefehl, den ich organisiert habe akzeptieren und ihn zu uns hier rüber transportieren.. Dennoch lasse ich es mir nicht entgegen".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es tat ihm leid. Unendlich leid, dass sie sich ihm nicht völligst hingeben konnte, weil er mit ihren Worten nicht zurecht kam. Es tat ihm weh und deswegen drehte er es bald um, um nicht mehr zu hören, was man ihr angetan hatte. Aber er wollte sie trotzdem nicht alleine lassen. Sie hätte weinen und schreien können, wenigstens in den Arm konnte er sie dann nehmen. Irgendetwas musste er doch tun können. Ein wenig beschämt half er ihr den Rest zu erledigen in dem Haus und schmiss allen Müll schließlich raus.
      Sie hatte ja recht, die Zeit sollte voran schreiten und sie mussten einfach weg. Ihr ging es in dem Haus nicht gut und Victor war ein typischer Mann... Er hätte in jedem Dreck leben können und es sein Heim genannt. Ihm war es nicht wichtig. Für Naira tat er das.

      Gemeinsam fuhren sie schließlich für die kleine Runde noch einmal ans Revier, um sich zu verabschieden. Victor konnte getrost im Hintergrund bleiben, da er sich nicht wirklich mit den Leuten auseinander gesetzt hatte, aber Naira musste es tun. Er gab ihr die Zeit.
      Für den Moment ließ er sie vorgehen, stellte sich aber irgendwann draußen hin und lehnte sich an den Wagen. Die letzten Wochen mit ihr taten ihm gut und er hoffte innigst, dass sich das bis dahin nicht mehr ändern wird. Er liebte sie doch...nicht wahr? Und sie ihn. er konnte mit ihr getrost in irgendeine andere Welt fliegen, zurück nach Amerika, nach Afrika oder sogar nach Europa...Und da konnten sie dann gemeinsam leben. Victor fuhr sich durch die Haare und sah auf, als Naira mit Alex und Ramirez noch einmal nach draußen traten, um sie zum Auto zu begleiten. Er musterte die Junge Frau. Sie sah ganz anders aus, als bei ihrem ersten Treffen. Noch ein wenig lädiert, aber in ihren Augen entfachte sich langsam ein Feuer. Sie hatte ein Ziel vor Augen und das verfolgte sie. Victor...Victor würde einfach mitgehen. Er machte sich bereit wieder in den Wagen zu steigen, da kam Alex auf ihn zu, nahm ihn überraschenderweise in eine innige Umarmung und klopfte ihm auf den Rücken: "Gott, ich bin so froh, dass du wieder bei sinnen bist. Sonst hätte ich dir Naira nicht überlassen.", er spaßte aber in seinen Worten lag die Wahrheit. Victor erwiderte nur mäßig die Umarmung, bis der Blonde Kollege ihn in Ruhe ließ: "Schade, dass wir nie beste Freunde wurden."
      Victor legte die Stirn in Falten: "Ja...kann man wohl nichts machen. Aber wenn Sie sich dazu entscheidet...", er nickte zu Naira, "Dann kommen wir vielleicht hier zum Urlaub machen." Es lag nicht in seiner Hand, denn seine Freundin hatte in der Beziehung die Hosen an.
      Von Ramirez verabschiedete sich Victor mit einem einfachen Händedruck. "Pass auf sie auf...Wir sehen uns dann drüben.",sagte sie mit ernster Stimme. Dann stieg Victor ein und wartete dass auch Naira sich rein setzte, bevor sie auf den Weg zum Ted Stevens Anchorage International Airport sich aufmachten.

      Viel an Gepäck hatten sie nicht. Nur sich und ihre Pässe. Victor ließ den Wagen auf einem dem Parkplätze stehen und stieg aus. Er wartete wie immer geduldig auf Naira. Sein Blick fiel dabei auf Spike, der mit ihnen kam: "Wie...macht man das eigentlich mit großen Hunden?", fragte er dann, um sich ein wenig abzulenken. Das letzte Mal im Flieger, ging es nach Alaska...Und ihm war speiübel gewesen.
    • Naira O'Connor

      Sie schwieg den Weg zum Flughafen und sah dabei aus dem Fenster, um sich abzulenken. Ein wenig mulmig war es ihr schon, sie flog nur ungern, aber sie wurde es definitiv schaffen. Vielleicht sollte sie nicht mit ihren Verletzungen fliegen, aber sie ließ sich nicht mehr von ihrem Vorhaben abbringen.
      Am Flughafen angekommen stellte ihr Freund eine berechtigte Frage, da schmunzelte Naira. "Er muss in einen Käfig...und dann in ein extra Abteil, um dort sicher zu sein", antwortete sie, da wurde ihr Hund hellhörig und bekam jetzt schon Angst. Er war nicht bereit in so ein Käfig zu steigen, aber die Frau würde es hinkriegen.

      Eine Weile später kniete Naira vor ihrem Hund und versuchte ihm zu erklären, dass er in den Käfig musste. "Ich weiß, dass du klaustrophobisch bist.. Aber.. Mama wird dich belohnen, wenn du da rein gehst". Sie hielt den Beutel mit Knabberkram für den Hund hoch und schüttelte es ein wenig, um ihm deutlich zu machen,dass sie was dabei hatte. Spike wehrte sicg, da griff sein Frauchen zu den Beruhigungsmedikamenten. Keine zehn Minuten später war der Hund im Käfig und schlief. "Ich hasse es, ihn solche Mittel geben zu müssen", kurbelte Naira und seufzte, sie verlor eine Träne, als ihr Hund mitgenommen wurde. Es war herzzerreißend, wie sie es empfand.

      Im Flugzeug stieg ihre Aufregung, sie bekam fast schon Angst, aber der Blick aus dem Fenster beruhigte sie noch, solange sie nicht starteten. Die Kontrollen waren gut verlaufen, sie wurde zwar schief angeguckt, aber keiner kommentierte ihre Wunden. Sie zappelt unruhig mit dem Bein.
      "Habe ich.. Mal erwähnt.. Dass ich Angst vorm Fliegen habe?". Sie blickte unruhig zu ihren Freund.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor tat sich schwer damit Spike zu akzeptieren nachdem er sie einmal gebissen hatte. Doch nun, weil der Hund mehrere Tage nur bei ihm gelegen hatte, selbst gehungert hatte, weil er sein Frauchen vermisst hatte...Da konnte Victor nicht mehr wütend sein auf den Hund. Er war gut für die Frau und dabei wird es wohl auch bleiben. Er hatte in deren Beziehung sowieso nichts zu sagen. Nachdem sie den Hund abgegeben hatten und sich selbst eingecheckt, mussten sie durch die Kontrollen. Nicht selten gab es dabei einen fragenden Blick, der auch vor allem Victor galt. Einige Frauen, wahrscheinlich Aktivistinnen, wollten Naira bei Seite ziehen und mit ihr darüber reden, was man ihr angetan hatte. Victor reichte aber der fünfte Blick, danach ignorierte er alles und jeden und sah so grimmig und unmotiviert aus, wie er es bei seiner Anreise in Anchorage auch war. Ansonsten verlief alles recht normal. Sie kamen durch, warteten bis zum Boarding und suchten sich dann ihre Plätze. Naira durfte am Fenster sitzen. Bis dato wusste Victor gar nicht, dass sie Flugangst hatte. Wenn sie es ihm aber einmal erzählt haben sollte, dann hatte er es völligst vergessen.
      Dass sie aber stetig unruhiger wurde, fiel dem Mann auf. Sie ansprechen wollte er aber nicht. Zu oft hatte er sie nun bereits dazu ermuntert einfach mit ihm zu reden. Aber sie schluckte es wohl runter.
      Entgegen seiner Erwartung wandte sich seine Freundin doch noch zu ihm und sagte warum sie so unruhig war. Victor hob eine Augenbraue an, musterte sie einen Moment, um wohl zu überlegen, was er in diesem Moment sagen sollte. Doch dann nickte er und ergriff ihre Hand.
      "Wird nichts geschehen. Wir steigen in den Himmel und sitzen in ein paar Stunden, die du alle in einer ungemütlichen Stellung verschlafen kannst, sitzen wir wieder am Boden.", er verschränkte seine Finger mit ihren, dann sah er auf den Nebensitzer vom Gang und wieder zu Naira: "Du bist...doch aber schon mal geflogen...Hast du nicht von deinem...Mädchenkloster erzählt...war das hier oder...habe ich mir in den letzten tagen ohne dich das Gedächtnis versoffen?"
    • Naira O'Connor

      Er hielt ihre Hand und nahm ihr damit die meiste Angst, die in ihr drinnen steckte. Sie hasste es zu fliegen und sie hasste es, in einem überfüllten Flugzeug zu sitzen, dieser war zum Glück deutlich kleiner und es passten weniger Leute rein, aber dennoch kreisten Nairas Gedanken nur darum, was mit Spike und ihnen passieren wird, wenn das Flugzeug abstürzt. Panik machte sihc in ihr Breit, vielleicht lag es auch mit der Sache, aus den letzten paar Wochen zusammen, aber sie hielt sich noch gut, solange ihr Freund ihre Hand hielt.
      Er brachte sie auf andere Gedanken, da musste sie kurz wirklich lachen. "Ich habe dir von einem Mädchenkloster erzählt..",sprach sie und schmunzelte ein wenig. "Aber an den Flug erinnere ich mich nicht.. Ich habe mich richtig mit Alkohol und Tabletten zugedröhnt, nur um nichts von dem Flug nichts mitzubekommen..", erzählte sie und schüttelte ein wenig den Kopf. "Da war ich aber noch jung und dumm, heutzutage würde ich es definitiv so etwas nicht mehr tun".
      Naira zappelte wieder mit ihrem Bein und sah unruhig aus dem Fenster. "Nehmen wir mal an, wir stürzen ab.. Wir groß ist denn die Wahrscheinlichkeit, dass wir das überleben? Ich meine, ich habe nicht alles auf mich genommen, um jetzt so ironisch im Flugzeug zu sterben..". Sie blickte wieder zu ihrem Freund und versuchte in seinem Gesicht irgendetwas zu lesen, was sie beruhigen würde. Letztendlich lehnte sie sich gegen ihren Freund und schloss die Augen. "Ich versuche einfach keine Panik zu bekommen..Okay?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor versuchte so gut es ging für sie da zu sein. Wie sehr sein Gesicht nun beruhigend auf sie wirkte, konnte er nicht sagen und auch nicht einschätzen. Er glaubte aber, dass sein müder Blick nicht helfen wird. Naira war aufgeregt, das Zappeln, die Fragen und der huschende Blick zum Fenster. Vielleicht hätte er sich lieber auf den Platz setzen sollen, damit sie keine Probleme hatte und nicht hinaus sehen konnte...Das hatte er gar nicht bedacht.
      Als sie dann ihren Kopf auf seine Schulter legte, drehte sich Victor zu ihr und legte eine Hand an ihre Wange, drückte sie sanft zu sich und küsste ihre Stirn: "Die Wahrscheinlichkeit ist sehr niedrig, dass er überhaupt abstürzt...Ich habe...einen Schutzengel dabei, der mich nicht sterben lässt dummerweise...heißt...Du wirst es auch ziemlich lange überleben.", flüsterte Victor leise in ihr Ohr, während er durch ihre kurzen Haare fuhr. Nach und nach fand er gefallen daran und selbst wenn sie sie wieder wachsen ließe, er hatte nichts dagegen. Es zeigte ihr hübsches Gesicht, machte die Augen groß und sie wirkte irgendwie jünger...Das sollte er ihr aber vielleicht nicht ins Gesicht sagen.
      "Mhh...Dich unter Drogen setzen können wir nicht...Das Krankenhaus hat bestimmt das meiste davon bereits in die hineingepumpt und...du bist möglicherweise auch bereits...immun dagegen.", er lächelte, als er sie versuchte aufzuheitern mit seinem seltsam schrägen Humor.
      "Oklahoma...wie lange wollen wir dort bleiben? Hast du darüber nachgedacht?", mit der Frage darüber, was sie am Boden machen wollten konnte er sie vielleicht davon ablenken überhaupt an den Flug zu denken, oder dass sie isch gerade erst im Start befanden.
      Das Flugzeug fing an zu grummeln und die Düsen wurden lauter, als es mit einem Ruck endlich losfuhr und sich in Position auf der Startbahn begab.
    • Naira O'Connor

      Victor sprach die Zukunft an, die die beiden nun vor sich hatten, aber es war vollkommen in Ordnung. "Ich würde gerne mal die Welt ohne Schnee sehen.. Wir könnten was essen gehen, ins Hotel einchecken.. Uns ein wenig umsehen.. Nachdem wir meinen Dad gefunden haben.. Und dann steht alles offen.. Wenn wir irgendwo hin möchten, so ganz spontan, dann tun wir es.. Wir könnten in deine Heimat fahren.. Wir könnten Urlaub auf Hawaii machen.. Der Betrag meines Dads.. Auf meiner Karte reicht für sicherlich die halbe Welt". Außerdem hatte die Frau die letzten Jahre selbst etwas angespart und genug Geld für ein Haus oder eben eine Reise über die ganze Welt gehabt. "Außerdem will ich dieses drecks Geld nicht haben.. Daher können wir gerne damit reisen.. Oder uns irgendwo ein Haus kaufen.. Wir können uns Mehrere Häuser kaufen, für zwei am Rande der Stadt würde das Geld sicherlich reisen". Er hatte sie so weit abgelenkt, dass sie den Start gar nicht richtig gemerkt hatte, stattdessen bemerkte es Naira erst, als sie aus dem Fenster sah. Sofort griff ihre gesunde Hand zu Victors Hand, um sie festzuhalten. Sie war wieder ein wenig panisch, daher griff sie auf das vorherige Thema wieder zurück. "Also, mein Schatz..", das letzte Wort betonte sie extra, da die Frau hinter ihnen schon wieder merkwürdig zu den beiden blickte. "Wohin würdest du gerne?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor konnte nicht anders, als seine Freundin anzulächeln. Sie ließ sich auf die Fragen ein und ignorierte dabei die lauten Motoren und Triebwerke, die im Stand auf Hochtouren anliefen. Stattdessen legte sie ihm alle Optionen dar, die sie angehen könnten. Wahrlich, mit so viel Geld in der Hinterhand, konnten sie sich tatsächlich nach Lust und Laune aussuchen wohin sie fliegen wollten. Doch als sie nach seiner Hand griff und zum ersten Mal wieder einen Blick nach draußen warf, legte er seine auf ihre.
      "Alles...wird gut...", Victor streichelte über ihren Handrücken, "Und wenigstens hat jemand von uns tatsächlich Geld...heißt du darfst mich mit diesem schmutzigen Geld ebenfalls versorgen...Aber verrat es keinem.", er beugte sich zu ihr vor und wollte einen kurzen Kuss erhaschen. Dabei fiel ihm im Augenwinkel den argwöhnischen Blick einer Frau.
      Nachdenklich ließ er den Blick schweifen: "Ich bin mir nicht sicher...Brooklyn will ich dir zeigen...Und dann vielleicht Florida...Wr könnten nach Kanada...Und uns dort im tiefsten Wald niederlassen...nachdem du in Florida gesagt hast, dass es genug Hitze für den Rest deines Lebens war.", er lächelte.
      Der Flieger war in der Zwischenzeit abgehoben und ob es die anderen Passagiere wollten oder nicht, hatte sich Victor nun gesagt, dass er weiterhin mit Naira reden würde, bis sie entweder schlief oder sie mit sicheren Beinen wieder landeten. Wenigstens so wollte er ihr bei Seite stehen können, wenn schon alles andere nicht klappte...
    • Naira O'Connor

      Victor war da und konnte für seine Freundin den Helden spielen, den sie brauchte. Es war ihr Ritter auf weißem Pferd, der angeritten kam, wenn sie es brauchte. Naira lächelte, soweit es ihre Schmerzen wirklich zulassen konnten, aber sie gab sich wirklich die Mühe, ehrlich und süß für ihren Freund zu lächeln. Die Frau hinter ihnen verdrehte die Augen, als sie das Gespräch nun weiter verfolgt hatte und seufzte laut, was Naira nur noch mehr Ansporn gab, mit Victor über deren Pläne zu sprechen. "Wir können alles mit dem Geld machen", entgegnete die Dunkelhaarige und ließ sich vollkommen von dem Flug ablenken. Ihr war es noch sehr mulmig, aber die Ablenkung tat gut und befreite sie vor allem von der Übelkeit, die aus ihr raus wollte.
      Die Vorschläge ihres Freundes beachten sie zum Nachdem, so schlecht war es wirklich nicht. "Okay.. Brooklyn.. Du zeigst mir, wo du aufgewachsen bist.. Ich will alle guten Seiten sehen.. Dann Florida.. Ich will den Strand sehen und die Wärme in vollen Zügen genießen.. Doch.. Wir müssen auf Spike aufpassen und ihn recht häufig kühlen.. Er ist nicht fürs warme gemacht.". Sie schmunzelte, es würde sicherlich eine Möglichkeit geben, um den Hund nicht zu überhitzen." Und Kanada wäre auch toll... Aber wir müssen nicht nur in Amerika bleiben.. Wir könnten auch nach Europa.. Oder Asien.. Es gibt viele Möglichkeiten.. Es gibt sicherlich etwas, was du schon immer sehen wolltest..".
      Sie konnte nicht wirklich aufhören zu lächeln, es war Glück, dass die beiden nun endlich ihre Zukunft zusammen verbringen können." Wir müssen auch jeden Tag wo anders essen, neues ausprobieren.. Endlich etwas zunehmen".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sie strengte sich an und hoffte ihm wohl nicht zu viel von dem Stress, den sie empfand aufzuladen. Doch sie machte sich gut. Victor hatte Spaß daran mit ihr zu reden und wenn sie sich damit besser fühlte, dann sprach er solang sie wollte darüber, wie sie ihre Reise planten. Die Frau hinter ihnen, die sich wohl vor der Romantik der beiden Turteltauben retten wollte, war aber gezwungen in ihrem Sitz sitzen zu bleiben und ihnen zu lauschen. Victor empfand dabei sogar eine gewisse Schadenfreude, bevor er sich wieder an Naira wandte, die wegen Spike bereits etwas bei der Hitze einzuwenden hatte: "Keine Sorge...Eis gibt es genug und...die amerikansichen Kühlschränke sind riesig. Er passt bestimmt rein."

      Nach ganzen 10 Stunden Flug kamen sie erst gemeinsam an. Es war bereits spät abends und sie mussten noch zusehen, wie sie gemeinsam vom Flughafen zu ihrem Hotel in Oklahoma City kamen. Victor gähnte. Er hatte sich die ganze Zeit mit Naira unterhalten und so nach und nach ging ihm bereits die Kapazität für neue Gespräche aus. Aber er tat alles für sie...Vor allem jetzt, nachdem sie ihr Leben hatte für ihn geben wollten. Draußen war es warm, angenehme 20°. Ein kompletter unterschied zu Anchorage, dass noch immer unter Schnee lag.
      Die Menschen hier waren auch schneller unterwegs, sie blieben nicht stehen, aber wenigstens konnte man sie immer noch verstehen. Englisch war eine gute Sprache.
      Victor half Naira noch mit ihrem Hund, um ihn aus dem Käfig zu holen. Dann waren sie bereit. "Nachdem Flug fühlt man sich immer...als sei man ein wenig betrunken...", seufzte Victor und rieb sich die müden Augen, als sie auf den Weg waren den Flughafen zu verlassen.
    • Naira O'Connor

      Es war ein befremdliches Gefühl, endlich auf einem sicheren Boden zu landen und die volle Nacht zu sehen. In Anchorage war es eine sehr lange Zeit im Jahr dunkel und die andere lange Zeit dauernd hell, die Sonne ging nicht runter, hier in Oklahoma war es zwar dunkel, aber erhellt wurde alles durch die tausend Lichter der Häuser und Wohnungen. Sie hatte seine Hand bei dem Landeanflug festgehalten und betete in ihrem Kopf, dass nichts passieren würde und das tat es auch nicht. Sie kamen heile an, holten ihr Gepäck und vor allem auch Spike ab, der von den ganzen neuen Gerüchen in seiner Umgebung fasziniert war.
      Sie folgten den Schildern, um zu einem der Taxis zu gelangen und nahmen auch eines in Anspruch. Natürlich sah auch der Taxifahrer ein wenig skeptisch, als es Naira Gesicht erblickte, aber sie fing an sich einen Spaß daraus zu erlauben und antwortete prompt: "Wurde von einem psychopathen in seinem Haus festgehalten und verprügelt, nachdem er meinen Freund töten wollte". Sie lächelte dabei süß und unschuldig, für sie war es ein Spaß, die Wahrheit zu sagen, der Taxifahrer glaubte ihr aber kein Wort, er sah verstört aus. "Er ist tot..".
      Mehr Fragen gab es dazu nicht. Schulterzuckend stieg Naira hinten mit ihrem Hund ein, der brav Platz zwischen ihren beiden Beinen machte, bevor sie das Hotel sagte, zu welchem sie mussten. Es war drei Straßen von der angeblichen Wohnung ihres Vaters entfernt und morgen früh würde sie ihn sehen, bevor Ramirez landen würde.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor dackelte brav hinterher. Fast schon ein wenig wie Spike, wenn dieser Naira folgte ohne auch nur zu hinterfragen wohin diese Frau ging und warum. Er tat es in diesem Moment auch nicht. Alles was er wusste, war, dass sie für sie beide alles reserviert und das nötigste geplant hatte. Sie...war ein Traum tatsächlich.
      Das Taxi war ebenso schnell gefunden wie ihr Hotel. Naira hatte isch den Spaß erlaubt ihre Unmenschen zu schockieren und während er das beim ersten Mal noch ein wenig befremdlich fand und nicht richtig, musste er bei dem Taxifahrer sich ein Lachen verkneifen. Dass sie aber auch immer so schauen musste.
      Er hatte sich bei der Fahrt zu ihr gesetzt nach hinten und ließ sich tief in den Sitz runter, um einfach nur nicht von den Lichtern ständig wach gehalten zu werden. Am Hotel trug er dann das wenige gepäck zur Rezeption und ließ auch hier Naira voran, damit sie ihnen die Schlüssel für ihr Zimmer holte.
      Als sie unterwegs zum Aufzug waren, legte Victor den Kopf nach hinten und sah sie an: "Musst du jedem deine Geschichte erzählen? Ich dachte...wir behalten das mit dem Psychopathen für uns?", er streichelte ihr dabei sanft über die Wange und strich ihr dabei eine Strähne aus dem Gesicht. Das konnte er zum glück auch noch bei dem kurzen Haarschnitt den sie trug.
      "Ich will zwar nicht, dass sie glauben ich hätte dir das angetan...Aber...Mh...", er brach je ab, weil er gähnen musste. Ihr Aufzug kam in dem Moment mit einem Bingen an.
    • Naira O'Connor

      Der Aufzug war gar nicht so klein, genauso wie das Hotel an sich. Im Internet hat es deutlich kleiner ausgesehen, aber nun war es gebucht und gar nicht mal so schlecht. Im Aufzug musste Victor natürlich darauf eingehen, was seine Freundin da gesagt hatte und sie war kurz davor zu seufzten, seine Berührung auf ihrer Wange veränderte es aber sofort. "Ah Vic.. Wenn sie mich alle so blöd ansehen sage ich ihnen einfach etwas blödes zurück.. Sie glauben es alle nicht und ich habe meine Ruhe.. Aber wenn es dich stört..kann ich einfach nichts sagen". Sie lächelte ein wenig unbeholfen, aber sie lächelte ihn dennoch an und legte ihre Hand auf seine Hand, die auf ihrem Gesicht lag. Der Aufzug kam auf der fünften Etage an und die Tür öffnete sich. Der Blick auf einen langen Flur, ausgelegt mit einem roten Teppich kam zum Vorschein, Naira stieg aus dem Aufzug raus und folgte dem Flur bis zum Ende hin. Die Nummer 243 war ihre Zimmernummer, die Karte steckte sie in das dazugehörige Fach, bevor diese die Tür öffnete und ein wunderschönes Zimmer erblickte. In der Mitte befand sich ein riesiges, gemachtes Bett, dessen Ende auf einen Fernseher zeigte. An einem der Seiten kürten große Fenster die Seiten, mit samt eines Ausgangs auf einen kleinen Balkon.
      Naira betrat das Zimmer und setzte sich auf das Bett, welches bestimmt aus mindestens zwei Matratzen bestand. Das Bad wirkte auf den ersten Blick auch gar nicht so klein. "Ist wirklich schön hier..". Ihr Blick fiel zur Tür, neben der sich ein Minikűhlschrank befand. "Und wir haben sogar eine Minibar!"
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • "Ja, mach wie du es für richtig hälst. Ich sollte dich ja nicht wirklich eingrenzen, mh?", Victor schüttelte den Kopf, um das Thema bei Seite zu schieben und es einfach sein zu lassen. Was auch immer seine Freundin damit den anderen Leuten sagen wollte, sollte sie doch tun. Sie war erwachsen, hießen die drei magischen Worte, die er sich so oft wieder in den Kopf rufen musste, weil er sich sonst zu sehr um sie kümmerte und sie am liebsten in Watte gepackt hätte. Der Aufzug kam an und Victor folgte seiner Freundin in das Zimmer, dass für sie bereit stand. Es war nicht unglaublich groß, aber alles an Luxus, was er bis jetzt erleben konnte. Victor stellte das Gepäck bei Seite und sah sich in dem Zimmer um. Dabei warf er einen Blick nach draußen. "ich will gar nicht wissen wie viel Geld du dafür nun ausgegeben hast...Meinst du...das ist okay, dass du mich eigentlich in den letzten Monaten, die wir uns kennen...nur durchgefüttert hast?", er sah zu ihr auf das Bett zurück und musterte Naira darauf. Schließlich trat er an sie heran, weil es sich gerade lohnte. Er positionierte ihre Beine zwischen seinen und fuhr ihr sanft mit den Händen über die Wange, Hals und Schultern, während seine Augen den selben Weg abfuhren.
      "...In den letzten tagen mochte ich es nicht so rüber gebracht haben....Aber verdammt, ich liebe dich...Ich habe dich vermisst. Und nun...nur noch ein Schritt und du bist frei..."
    • Naira O'Connor

      Klar, es war ein wenig Luxus, den sich Naira gegönnt hatte, aber sie hatte es so gar nicht gesehen gehabt, als sie auf der Seite das Hotel gebucht hatte. Es war vor allem auch nicht allzu teuer gewesen, deshalb machte sich die Frau letztendlich keine Gedanken machte, sie zuckte einfach mit den Schultern und lächelte ihren Freund an. "Ich finde es vollkommen okay.. Dafür hast du ganz andere Sachen für mich getan.. Außerdem...es ist nur Geld, Vic.. Geld macht nicht glücklich, mich jedenfalls nicht.. Du machst mich glücklich". Sie strahlte übers Gesicht, soweit ihre Wunden und vor allem es auch Schmerzen zuließen.
      Victor trat an sie heran, seine Hände wanderten über ihre Haut und hinterließ eine angenehme Gänsehaut, die sich über den Rücken und den restlichen Körper ausbreitete. Seine Worte ließen sich ihre Wangen ein wenig rötlich verfärben, sie schmunzelte und legte die Hand auf seine Hand. Er hatte ihr mit offenen Karten gesagt, was er fühlte und er hatte auch nicht ein einziges Mal dabei gezweifelt. Seine Worte klangen ernst, sie waren auch ehrlich, er hatte sich ihr geöffnet.
      "Ich habe dich auch verdammt vermisst..", flüsterte Naira. Sie blickte kurz zu ihrem Hund, der sich in der Ecke gemütlich machte, bevor ihr Blick wieder zu ihrem Freund glitt. Sie seufzte zufrieden. "Und verdammt nochmal..ich liebe dich.. Ich liebe dich mehr als bisher alles andere auf der Welt und ich bin froh, dass wir nun endlich richtig durchstarten können".
      Sie strahlte. Nicht nur im Gesicht, sondern auch in den Augen und sie fühlte sich endlich glücklich.

      Am nächsten Morgen wurde Naira früh wach, sie konnte wie die letzten Tage auch schon nicht lange am Stück schlafen. Alpträume plagten sie, weshalb sie es einfach irgendwann aufgab und ihre Augen öffnete. Vielleicht war auch etwas die Aufregung daran schuld, sie würde ihren Vater nach so vielen Jahren wiedersehen, wenn die Informationen wirklich stimmten.. Und sie würde ihm so richtig die Meinung geigen.
      Naira lag noch ein wenig im Bett, bevor sie sich irgendwann vorsichtig erhob und ins anliegende Bad ging, um eine Dusche zu nehmen. Spike müsste auch bald raus und sie könnten auch bald zusammen frühstücken.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Ihre Liebe zueinander durfte nicht einfach untergehen, nicht eingehen und sie sollten wissen, dass sie stets einander haben werden. Victor ließ ihre Worte auf der Zunge zergehen, badete in ihrer Liebe und ließ sich von ihr ausfüllen. Auch wenn er nicht richtig schlafen konnte, unter anderem weil er fast jede Stunde noch einmal nachsehen musste ob Naira noch bei ihm war, auf der anderen Seite, weil auch er nicht von den Alpträumen verschont blieb. Deswegen bekam er es auch mit, wie seine Freundin ständig die Position wechselte, ständig irgendwie aufwachte oder im allgemeinen Probleme hatte einzuschlafen. Victors Angst um sie, ließ ihn nicht mehr durchschlafen, aber die gemeinsamen Stunden Schlaf, die er so zusammen bekam, sollten ausreichen. Als er schließlich auch mitbekam, wie sie sich aus dem Bett erhob, lauschte er angestrengt ihren Schritten auf dem Teppichboden, dann hörte er die Dusche und setzte sich dabei auf. Er wollte nicht zu sehr an einen Helikopterfreund erinnert werden. Auch wenn seiner Meinung nach er alles aus einem sehr guten Grund tat. Solange das Wasser in der Dusche lief, streckte sich Victor auf dem Bett aus. Er wusste, dass es im Bad kein Fenster gab. Ergo konnte sie auch nicht rausrennen, nicht fliehen vor ihm und der Situation. Victor blieb noch halbwegs entspannt. Mit einer Hand unter dem Shirt, kratzte sich Victor am Bauch und schob sich letztlich vom Bett, um nach zusehen was er anziehen sollte, wenn sie demnächst Nairas Vater aufsuchten. Bei dem Gedanken überkam ihn ein wenig das Gefühl, dass er sich gut anstellen musste, zeigen, dass Naira nicht nur die Hosen anhatte, aber er ihr ebenfalls sowohl bei Seite stand, aber auch für sie einstehen konnte. Ihr Vater war kein guter Mann...aber wie sie selbst damit umgehen mochte, würde wohl noch offen bleiben.
      Als Naira aus dem Bad kam, sah er müde auf und wuschelte sich gerade seine roten Haare durch. Mit einem Gähnen wünschte er ihr einen Guten Morgen, trotz seines Wissens über den schlechten Schlafrhythmus
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