[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

    • Der Abend zeigte sich immer so brutal in Alaska. Es war stockfinster und gäbe es keine Straßenlaternen, so hätten sie sich wahrscheinlich in der Dunkelheit verirrt. Straßen hin oder her. Victor folgte ihr, denn er konnte nicht wissen wohin sie wollte und wenn er ehrlich war, so kannte er die Stadt immer noch nicht gut genug. Immer im Auto oder auf Dienst half eben nicht dabei eine Stadt kennenzulernen. Sie gingen ab von den Straßen, betraten einen Park und auch wenn sie auf seinen Witz einging, so konnte er auch darüber nicht lachen. Ihm war nicht danach zu mute, weil ihm ständig die Gedanken, den Weg verbarrikadierten. Er musste darüber nachdenken, was nun gleich geschehen wird. Und deswegen sah er das offensichtliche nicht.
      Sie erklärte sich schuldig und gestand ihren Fehler ein. Im ersten Punkt war Victor überrascht, dass sie es tat, denn er selbst hatte sich gewappnet auf einen Streit. Es war doch immer so gewesen und etwas anderes hatte er auch nie erwartet. Sie sollten miteinander streiten, das war ihr Ritus geworden. Aber diesmal sollten sie nur reden und sie gestand ihren Fehler und erklärte sich. Victor hörte ihr zu, begleitete sie hin bis zu einer Bank, auf die sie sich dann oben setzte. Victor blieb neben dran stehen und folgte ihrem Blick gerade aus. Keiner von ihnen traute sich wirklich den jeweils anderen anzusehen, denn es war schwer, der Wahrheit in die Augen zu sehen. Er hatte sie verletzt als Freundin. Dabei sollten sie in dem Umfeld doch nur Partner sein. Nur...Das war der Moment, in dem er seine Bestätigung dafür hatte, wie lausig und unvorbereitet sie in die Beziehung sich gestützt hatten. Victor gab nur ein brummen von sich und senkte den Blick.
      "Hm...", er wusste nicht was er zu sagen konnte. Sie waren doch erwachsene Menschen und man glaubte so gern, dass Erwachsene diese Situationen ohne Worte lösen konnten. Aber es stimmte. Sie wurden immer nur aufgeschoben, bis es eben eskalierte. "Verdammt...Ich...Es war nur ein dummer Moment...Unbedacht und einer hat's aufgeschnappt und wohl im Eifer weiter erzählt...", erklärte Victor ihr und wusste ebenso gut, dass so eine Erklärung ihm nicht helfen würde. Doch dann horchte er wieder auf, als sie sagte, dass sie aussteigen wollte. Er sah sie überraschter als zuvor an und suchte in ihrem Gesicht eine Antwort, die ihm alles jetzt und gleich beantwortete. Sie wollte gehen..."Nein...Ich...", Victor atmete erschöpft aus, kratzte sich nachdenklich am Bart und lief ein paar Schritte, um Worte finden zu können.
      "Pass auf...Ich versuch das mal als dein Partner zu sagen. Nicht als Freund.", er hielt die Hände vor und nutzte sie, um sich einfach über die Situation im Klaren zu werden.
      "Aufgrund deines Zustandes hätten dich alle bereits vom Fall abgesetzt...Natürlich gibt es Gründe dich zu behalten und...ich würde beide Argumente zählen lassen...Aber die Vorschriften..Man ey, du warst einfach so fertig nachdem wir auf der Jagdhütte waren und das hat mir Sorgen gemacht...Und dann noch das heute. Ich brauche den Scheiß nicht. Ich bin nach Alaska versetzt worden, damit ich wieder arbeiten kann. Nicht...um wieder einen Partner gehen zu sehen.", er sah sie bei seiner Erklärung ebenfalls nicht an. Dafür rang er zu sehr nach Konzentration, um die Wörter bedacht aneinander reihen zu können.
    • Naira O'Connor

      Sie sah ihn an,während er sich für das entschuldigte, was er gesagt hatte. Er hatte es nicht so gemeint gehabt, dessen war sich die Frau schon irgendwie bewusst, aber es tat gut so etwas zu hören. Er erklärte sich aber noch weiter, dieses Mal ging es um Naira und ihre Worte, dass sie aussteigen wollte. Ihr Blick war dabei auf ihn gerichtet, während seine Augen die Ferne suchten. Es war vermutlich der erste Moment, im welchen sie seine wahren Gefühle erfuhr und er ihr nüchtern sagen konnte, was er dachte. Ja, er hatte recht, es war eine scheiße, die sie bisher abgezogen hatte. Vor allem das heute..
      Naira seufzte und schüttelte ein wenig den Kopf, während ihre Augen ebenfalls die Ferne suchten. "Ich weiß, Victor.. Wenn es nach allen anderen gegangen wäre, wäre ich raus gewesen, als ich im Koma lag.. Aber ich habe Fortschritte gemacht.. Ich habe dir gesagt, dass es mir schlecht geht und nicht nur vorgegaukelt, dass alles gut ist..". Sie stupste ihn mit ihrer Schulter sanft an, um ihm vielleicht ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, wenigstens ein kleines. "Ich habe mich wirklich scheiße benommen und das tut mir Leid.. Und damit es in der Zukunft besser läuft denke ich, dass es das Beste ist, wenn ich einfach aussteige.. ich kann dir nur nicht sagen, ob ich dafür auch wirklich hier bleibe..". Sie seufzte, griff dann aber nach seiner Hand, um sie festzuhalten, es war sicherlich das erste Mal, seit sie in einer Beziehung waren, aber sie wollte ihn sanft mitteilen, dass sie zu ihm hielt.
      "Ich würde aber auch noch die zwei Wochen warten, wenn du mir ein schlagkräftiges Argument lieferst..". Sie schmunzelte, aber schüttelte gleich den Kopf. "Ich habe aber auch noch über etwas anderes nachgedacht.. Ich glaube, ich würde dich schon gerne ein wenig näher kennenlernen.. Wollen wir nicht einen Kaffee trinken gehen?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Alle schlechten Gedanken über einen Streit waren verflogen und das obwohl Victor erwartete, dass Naira etwas noch hinzuzusagen hatte nach seiner Ansprache. Er war ja nicht unbedingt zaghaft, aber er versuchte es und selten klappte das auch. Diesmal hatte man ihm wohl etwas Glück über das Haupt gestreut. Naira war voll und ganz einverstanden und sie verstand was er mit allem hatte sagen wollen.
      Ein wenig verwirrt sah er zu ihr, dann zu Boden und schloss nur mit einem Grummeln ab. Das war fast schon zu einfach. Zu...normal, wollte er fast schon sagen.
      Den Ausstieg konnte er ihr nicht verübeln und sie auch nicht davon überzeugen zu bleiben wollte er auch nicht. Aber sie sagte ihm, dass sie nicht wusste, ob sie bleiben wolle. Victor sah auf, ließ sich anstoßen und legte den Kopf etwas schief. Er sah ihr in ihre schönen Augen und suchte nach der Antwort...Aber sie war nicht da. Sie waren beide so kaputt, dass es nichts anderes gab, als sich immer im Weg zu sein, nicht wahr. Da er all seine Kraft auf seine kleine Ansprache verwendet hatte, ließ er die Schultern senken und hielt ihre Hand. Dafür kam er auch näher. Der Vorschlag einen Kaffee trinken zu gehen, hätte ihm in einer lockeren Atmosphäre sicherlich ein Schmunzeln abgerungen. Doch jetzt, nickte er hauptsächlich auf den Vorschlag. "Ist...das Kaffeetrinken dann ein schlagkräftiges Argument?", fragte er nach und sah auf, als er ihre Hand hob und ihr einen sanften Kuss darauf hauchte. Ein Romantiker war irgendwann einmal an ihm verloren gegangen. So oder so...er lernte erst mit all dem umzugehen und vor allem mit ihr und sich selbst.
    • Naira O'Connor

      Vielleicht war das Ganze einfach Nairas Art und Weise aufzugeben, denn das tat sie irgendwo tief in ihrem Inneren schon. Sie hätte sich vorher nie vorstellen können, einfach die Arbeit aufzugeben und all das hinter sich zu lassen, was hier war, aber sie tat es nun wirklich. Sie war bereit dazu und war noch zu vielen anderen Sachen bereit. Vielleicht lag es daran, dass sie sich dessen bewusst wurde, dass sie nun irgendwie nicht mehr nur für sich zuständig war. Ihr Partner hing an ihr, ob sie es wollte, oder nicht, wenn sie also ihr Leben zerstören würde, dann gleich auch sein eigenes. Damit würde nicht nur eine Seele sondern gleich mehrere zerstört werden.. Vielleicht war es aber auch der Anfang einer Veränderung.. Bei ihrer Mutter hatte Naira immer etwas beobachtet.. Solange sie laut war und ihren Vater zusammenschrie, war alles in Ordnung.. Sie versöhnten sich wieder und hatten letztlich kein Problem mehr miteinander, bis zum nächsten Tag, es endete erst alles damit, als ihre Mutter still wurde und nicht mehr schrie. Als sie ihm nicht mehr vorwarf und ihm nicht mehr aus dem Haus schmiss.. Vielleicht war es auch das Ende für Naira, ihre Lust sich zu streiten war ziemlich gering ausgefallen.

      Victor ging auf ihren Vorschlag ein, er schmunzelte nicht, aber seine Bemerkung brachte die Frau dazu, zu schmunzeln. "Es wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung..", entgegnete Naira und lehnte ihren Kopf an seine Schulter, da er ihr näher gekommen war. Sie seufzte, aber es war kein negatives Seufzen. "Genau dafür Liebe ich dich, Victor..". Es waren Worte, die zum ersten Mal aus ihrem Mund kamen, denn so interessant es auch klang, sie hatte bisher nie jemanden ihre Liebe wirklich gestanden. Na vielleicht Victor, als sie ihn angeschrien hat, aber jetzt meinte sie es mit einem vollen Ernst.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sie lehnte sich an ihn und er trat so nah, wie es die Bank ihnen erlaubte, dann nahm er sie sanft in den Arm. Die Kälte des Abends drang jetzt erst zu ihm durch und er versuchte sich ein wenig an ihr aufzuwärmen, als er sie in seine Arme schloss. Ihre Worte taten es zumindest schon einmal von innen. Und auch wenn er sie nicht sofort erwiderte, sondern Zeit ließ, so fühlte er dasselbe für sie. Es war nicht selbstverständlich, aber er konnte es auch nicht leugnen. Sanft hob er ihren Kopf an, um sie zu küssen.
      "Hier draußen dürfen wir das...", flüsterte er sanft und schnaubte dann ein wenig belustigt. "Wie wäre es wenn wir...Essen gehen und nicht nur Kaffee trinken.", schlug er schließlich vor. Sie hatten wieder den ganzen Tag nichts gegessen und wirklich gesund lebten sie nun einmal auch nicht, dass sie sich das hin und wieder erlauben durften.
      Es war seltsam...irgendwie verlief ihr Gespräch so ruhig. Das hatte Victor überhaupt nicht erwartet und konnte es immer noch nicht recht glauben. Aber weiter reden und etwas hervorzuzwingen was es nicht gab, wollte er nicht. Nicht heute. Nicht jetzt, wenn sie so müde aussah.
      "Aber den Weg hier raus, musst du mir zeigen...", setzte er noch hinten an. Denn er konnte wirklich nicht wissen wo sie waren oder überhaupt was sie hier suchten. Allerhöchstens per Handy und GPS, aber wenn man eine echte Anchorage-Dame an seiner Seite hatte, brauchte man das doch nicht.
    • Naira O'Connor

      Sie grinste fast schon, als Victor ihr vorschlug, vielleicht Essen zu gehen und nicht nur Kaffee zu trinken. Ihr Angebot mit dem Kaffee war ein guter Ansporn für den Mann, wenn man es so sah. "Ich glaube, damit lasse ich mich auch schon fast überreden, hier zu bleiben..", antwortete sie belustigt und musste sich das Grinsen wirklich zurückhalten. Sie war so entspannt und ruhig, selbst das Bein schmerzte nur so weit, dass es ohne Tabletten zum aushalten war. Vielleicht hatte Alex auch ein wenig seine Finger im Spiel gehabt, er hatte ihr heut' früh etwas essenzielles gesagt, sie sollte ein wenig mehr an sich denken und genau das tat sie gerade. Klar, sie würde es ihm niemals zugeben und Victor schon mal gar nichts davon sagen, aber diesen Abend nahm sie nur für sich und ihren Freund. Er wollte schließlich mit ihr essen gehen.
      "Ich werde dich führen, damit du dich nicht verläufst..". Naira erhob sich, um sich den Schnee von den Schenkeln abzuklopfen und sich bei Victor einzuhacken. Händchenhalten würde sie ihm nicht so zumuten, aber so blieb es für beide warm und sie konnte ihren Worten ein wenig Ernsthaftigkeit geben. "Essen zu gehen ist auch eine verdammt gute Idee.. Wir müssen uns darüber unterhalten, wie dein Haus eingerichtet ist, wenn ich da wirklich einziehen soll.. also ich sage mal so, deine Einrichtung wird eine Veränderung brauchen..".
      Sie führte ihn tatsächlich wieder aus dem Park raus auf die Straße, an der verschiedene Läden hell leuchteten. "Worauf hättest du Lust?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor fühlte sich wie in einem kleinen Märchen gefangen, umringt von all diesen seltsamen positiven Gefühlen, die er nicht beschreiben konnte. Es fühlte sich einfach locker an und er begrüßte die Entscheidung von ihr und sich, dass sie einfach nur mal...ja, tatsächlich ausgingen. So viele Wochen nun schon zusammen und erst seit kurzem ein richtiges Paar, aber noch nie waren sie gemeinsam Essen. Also so richtig...Das wurde Victor erst bewusst, als sie auf den offenen Straßen waren und die leuchtenden Fenster sie willkommenheißen wollten.
      Sie lief neben ihm eingehackt, als wäre es normal an seiner Seite zu sein und als hätten sie sich nicht viel lieber beide irgendwo verkrochen, um die Zeit schneller rumzubekommen. Bei ihren Worten sich über seine Einrichtung unterhalten zu wollen, zuckte er zu sammen wie jeder Klischee-Mann es getan hätte.
      "Eine Einrichtung besitzt es ja noch nicht einmal...", erwiderte er daraufhin und besah sich die Karte eines Italienischen Restaurants. Die Preise, wie er fand, waren Wucher. Aber es war nicht überfüllt und es war das nächstbeste was sie auf ihrem Weg fanden, also schlug er das auch vor. Außerdem...Er war ja der Typ, der sich das Haus gekauft hatte als Single. Nicht jemand anderes, der es vielleicht hätte besser investieren können. Victor rieb sich die Wange und seufzte. Eine weiße Dunstwolke stieg vor seiner Nase auf und er sah zu Naira, drückte ihren Arm leicht: "Du darfst das Haus auch auf den Kopf stellen...Wenn es nach mir ginge würde alles in den Umzugskartons bleiben."
    • Naira O’Connor

      Er scherte sich davor, als Naira über die Einrichtung reden wollte, aber das empfand sie schon als normal, immerhin war er ein Kerl und so unnormal war die Reaktion nicht. Sie lachte kurz, schüttelte den Kopf und beäugte mit ihrem Freund die Karte, die draußen aufgestellt war. Es war ziemlich leer sein, zwei Tische waren besetzt, ihre Möglichkeit in einer Ecke zusammen zu sitzen und ihre Ruhe zu haben. Dann müsste man auch sicherlich keine Angst haben, dass irgendwelche Reporter die beiden entdecken würden. Ein weiterer Artikel in der Zeitung würde auch nicht wirklich gut sein.
      Letztendlich gab Victor ihr die freie Hand, das Haus auf den Kopf zu stellen, wenn sie es wollte. „Ich kann natürlich auch alles in Kartons lassen, aber dann wird es nie so gemütlich wie bei mir sein“. Sie zwinkerte ihm zu und zog ihn dann in das Restaurant ein. Es war warm und gemütlich drinnen, sie stellten sich zunächst an den Eingang, bevor Naira auf einen der Tische deutete. „Guck mal, da sieht es nett aus“. Ihr Blick ging kurz zu ihrem Partner, bevor sie ihn mit sich zog. Es war in einer Ecke, ein wenig von Pflanzen gehüllt, sie wären nur für sich alleine, damit konnte Victor doch sicherlich etwas anfangen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor ließ sich von ihr mitziehen an einen Tisch, der direkt in einer gemütlichen Ecke war. Sie setzten sich auch so, dass sie neben einander sitzen konnten. Ganz nah und doch genug Platz, um etwas in Ruhe essen zu können, dass sie sich nicht störten. Außerdem konnte hier auch niemand sonst stören. Sie waren völlig abgeschottet und man konnte nur auf Umwege in ihre Sitzecke hineinschauen.
      Victor hatte nichts hinzuzufügen zu dem Thema: Haus umdekorieren, denn er würde wohl nie nein zu dem sagen, was Naira ins Haus schaffen wird. Außer es würde ihm aufstoßen, aber das wäre dann eine andere Sache.
      Ein Kellner kam vorbei und lächelte die beiden gezwungenermaßen an, um sie freundlich genug in dem Restaurant begrüßen zu können. Dann händigte er ihnen beiden das Menu aus und verließ sie für die Zeit des Aussuchens.

      Victor zog sich die Jacke aus und besah sich seinen Ärmel am verletzten Arm. Ständig hatte er das Gefühl, dass sich wieder das Blut verselbstständigte und die Wunde aufriss. Aber es lag ein guter Verband um seinen Arm, also gab es keinen Grund sich Sorgen darum zu machen. Die Jacke legte er bei Seite. Sie hatten eine ganze Bank für sich alleine und er nahm auch Nairas Jacke an sich, um sie auf die Seite zu legen. Da fiel ihm etwas ein: "Wo...hast du Spike gelassen?", er befürchtete in dem Moment sogar, dass es dem Hund schlecht ging und er deswegen beim Arzt hatte bleiben müssen. Was wiederum ein gutes Argument dafür war, warum Naira alles sein lassen wollte...Er sah sie demnach auch recht skeptisch an.
    • Naira O’Connor

      Es war recht gemütlich und irgendwie war Naira auch schon ein wenig aufgeregt. Es war doch so etwas wie ein Date, was die beiden hatten, dazu war die Stimmung zwischen den beiden in diesem Moment wirklich gut. Sie fühlten sich gut, jedenfalls tat Naira es, aber die Luft war auch nicht mehr so dick, wie sie es vorher war.
      Die beiden bekamen die Karten in die Hände gedrückt, Naira öffnete ihre und begutachtete alles, während ihre freie Hand zu der Kette ging, die ihr um den Hals hing. Sie spielte mit ihr, erwischte sich öfter mal dabei, dass sie gedankenverloren mit ihr spielte, aber Victor sprach sie wieder an, da wurde sie hellhörig. „Spike geht es gut, ich habe ihn heute ziemlich ausgetobt und jetzt schläft er zuhause“, antwortete sie und sah zu ihrem Freund. „Ich wusste nicht ganz, wie das Gespräch verlaufen wird und habe ihn deshalb lieber zuhause gelassen.. Schlaf tut ihm gut, er kommt dann zu sich und morgen fahre ich mit ihm zum Arzt“. Ein Lächeln bildete sich auf ihren Lippen, bevor sie dann wieder zur Karte sah. „Trinken wir was oder trinken wir nichts?“, sie entschied es lieber nicht alleine, sie war sich nicht sicher, inwiefern Victor den Drang dazu hatte.. er musste es selbst für sich entscheiden.
      Was zu essen hatte sie sich aber schon ausgesucht, deshalb lehnte sie sich seitwärts ein wenig zurück und betrachtete den Rothaarigen vor sich.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor brauchte nicht lange, um sich etwas auszusuchen. Obwohl seine erste Entscheidung eher auf eine Pizza tendierte, entschied er sich dann um und wollte etwas Überbackenes haben. Eben etwas anderes als Pizza, aber immer noch mehr als genug Kohlenhydrate enthielt. So ausgelassen wie sie miteinander wirkten, kam es Victor gar nicht so vor. Er war noch skeptisch oder besser gesagt verwirrt darüber wie glimpflich er doch davon gekommen war. Eine Pause hatte ihnen beiden gut getan und wie es schien war das die richtige Entscheidung gewesen, denn sie kamen ohne einen Streit aus.
      "Ah...", antwortet Victor letztlich, als sie ihm die Sachlage mit Spike erklärte. Viel reinreden konnte er ihr ja bei der Sache mit dem Hund nicht. Es war schließlich ihrer und ob nun heute zum Arzt oder erst am nächsten Morgen, würde wohl kaum noch einen Unterschied machen können. Aus dem Augenwinkel sah er, dass sie ihn beobachtete und er senkte den Kopf ein wenig tiefer. Ein Versuch sich hinter der Karte zu verstecken und doch so zu tun, als würde er seinen Mann stehen. Naira machte ihn immer ganz hibbelig und anders. Er war nicht immer der grimmige Kerl, den man lieber zum Teufel geschickt hätte für sein Verhalten.
      "Ich...weiß nicht ob das so eine gute Idee ist mich trinken zu lassen...", setzte Victor an und ließ den Finger trotzdem über die Liste mit den Alkoholischen Getränken fahren. Er hatte noch bevor sie fragen konnte damit geliebäugelt ob er sich ein Bier bestellen sollte oder gar einfach nur ein Radler? Oder...Alkoholfrei? Was war das überhaupt für ein Teufelszeug.

      Der Kellner kam schneller wieder als es notwendig war und Victor und Naira konnten aufsagen, was sie denn gerne heute zum Abendessen wollten. Als auch die Getränke. Victor bestellte sich einfache Tortellinis überbacken mit Schinken und Käse. Das sollte ihn füllen bis zum nächsten Morgen. Und zum Trinken wollte er es zwar wagen ein Alkoholfreies zu nehmen, aber mit einem Seitenblick zu Naira bestellte er sich ein Bier. Er hatte heute Mittag bereits das Verlangen nach Alkohol gehabt und wenn Naira schon so fragte, erlaubte sie es ihm doch, nicht wahr?
    • Naira O’Connor

      Sie bekam ihre Antwort, auch wenn Victor ein wenig zurückhaltender mit ihr war. Machte sie ihn etwa nervös mit ihrer Anwesenheit oder war es eher der Blick, der an ihm haftete. Naira strahlte eine Ruhe und Zurückhaltung, die man sonst selten von der so vorlauten Frau gewohnt war, sie war eigentlich eher stark und sehr aufbrausend, nach der Enttäuschung hatte sich das Blatt gewendet, ihr Herz schmerzte, auch wenn Victor daneben saß. So eine Enttäuschung steckt man nicht einfach so weg.
      Der Kellner kam und Naira entschied sich für Nudeln mit Meeresfrüchten und einen passenden Wein, nachdem Victor sich doch ein Bier bestellte. Ein Bier war schon einmal besser als Scotch oder Whiskey, er machte schon langsame Fortschritte.. außerdem war er erwachsen und solange er nicht wieder betrunken irgendwelche blöden Sachen machte oder sie womöglich noch einmal schlug war doch alles okay. Er hatte ihr nüchtern seine Gefühle heute gesagt, er durfte von ihr aus gerne trinken.

      Der Kellner verzog sich und Naira setzte sich wieder seitwärts hin, um ihren Partner zu mustern. Er wirkte noch immer ein wenig skeptisch. „Irgendetwas brennt Dir auf der Seele, aber du willst es nicht sagen..“,stellte sie fest und überlegte einen Moment. „Na los, sag’s einfach.. es ist heute genau die Chance, alles auszusprechen, was uns bedrückt..“
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Der Kellner verzog sich wieder und keiner von beiden sah, wie er hinterrücks die Augen verdrehte. Allein Victor konnte es lediglich sich einbilden, aber er wollte den jungen Mann nicht darauf ansprechen. Noch hatte Victor eben nicht genug intus, um wegen jedem kleinen Ding einen Elefanten zu basteln. Es blieb ihm also keine Wahl, als sich an Naira zu wenden und auf ihre Frage beziehungsweise Anmerkung einzugehen. Victor legte die Hände unter dem Tisch zusammen und legte ein Bein über das andere, die er unter dem Tisch ausstreckte. Richtig sitzen war für ihn auch in einem richtigen Restaurant nicht gerade ein Muss gewesen. Selten dass er überhaupt mal in einem war. Aber nun waren sie hier und Naira konnte ihn lesen, wie ein Buch, dass er schließlich für sie sein sollte.
      Ein wenig ließ er sich trotzdem wieder Zeit. Die Energie war schließlich fort und die vielen Sätze, die er ihr nennen konnte waren aufgebraucht. Nun galt es neue Kraft zu schöpfen. Da war ein Bier vielleicht nicht ganz so falsch. Aber eben nur vielleicht.
      "Naira...das..hier...", er verwies auf das ganze Interieur des Restaurants und die Gäste im Ganzen.
      "Ist unser erstes Date...und...nach all den Fehlern lässt du mich...wieder trinken in der..Öffentlichkeit?", seine Skepsis schwand nicht. Im Gegensatz sie wurde eher größer. Dass sie trank, dagegen hatte er ja nichts und an sich hatte es ja auch damals an Weihnachten gut geklappt. Aber über ein Bier würde er bei den Preisen wohl eh nicht kommen, dachte er sich und seufzte schließlich, bevor er sich vor beugte und sich am Tisch abstützte.
      "Du...meintest das vorhin ernst mit dem kennenlernen, nicht wahr?", fing er dann leise an, wissend dass er sich damit wahrscheinlich eine Grube grub. "Ich habe dir nie viel von mir erzählt."
    • Naira O’Connor

      Sie bekam schließlich ihre Antwort und sie fiel anders aus, als sie gedacht hatte, aber Naira nahm es so hin und nickte einfach nur, während sie ihren Kopf auf ihrer Hand stützte. „Vic, du bist erwachsen.. und ich habe nicht das Recht Dir etwas zu verbieten.. ich trinke lieber etwas in normalen Maßen mit Dir, bevor du dich letztendlich wieder besäufst und mir wehtust.. es endet deutlich besser, wenn du nicht mehrere Tage von Alkohol fern gehalten wirst“. Wow, spätestens jetzt wäre auch jedem anderen aufgefallen, dass diese Frau nie und nimmer wirklich Naira war. Aber die Emotionen und das Geschehene hatten sie heute einfach an ihre Grenzen gebracht. Sie war zu müde,um sich groß aufzuregen, viel lieber lächelte sie ihren Partner an.
      „Aber ich freue mich, dass du es als ein Date siehst“. Da grinste sie schon sogar. Auf seine Frage hin nickte die Dunkelhaarige, er lag schon verdammt gut mit seiner Annahme. „Ja, wir haben sonst immer nur über mich gesprochen und eigentlich weiß ich so gut wie gar nichts über dich.. wer sind deine Eltern? Wann hast du Geburtstag? So etwas ganz banales, was man sich normalerweise einfach irgendwann erzählt“.
      Es war der Drang zur Normalität, der sie an diesem Abend so sanft machte. Sie war sich einfach klar, dass in all dem Stress, den sie in letzter Zeit hatte einfach eine Prise von Langeweile und Normalität fehlte. „Ah übrigens, ich schlafe nicht mit Männern auf dem ersten Date“. Sie zwinkerte und lachte letztendlich, aber es fühlte sich gut an, mal normal zu sein. Wenigstens für einen Augenblick.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es kam viel überraschender als erwartet. Naira hatte kein böses Wort für ihn übrig, als er das mit dem Alkohol hervorhob. Stattdessen wollte sie es ihm sogar erlauben, weil er annehmlicher wurde, wenn er trank. Ja...das stimmte bestimmt etwas daran. Denn betrunken ließ es sich um so viel einfacher mit jemandem reden. Dabei hatte er die letzten Male mit Naira auch einfach nüchtern reden können. Ja sie hatten sogar Sex nüchtern! Verdammt...Victor kratzte sich am Bart und spielte mit einer Unterlage für die Gläser. "Gut, ich...halte es im Rahmen...es ist...nicht einfach..."
      Er ließ den Untersteller drehen und mit jeder Spitze mal den Tisch berühren. Dann packte sie schon breit lächelnd die Fragen aus, die Victor nicht erwartet hatte. Gegen seinen Geburtstag hatte er ja nichts, aber die Frage nach seinen Eltern war schwierig und doch was ganz banales, dass man nicht wieder überdramatisieren musste.
      "Ehm...August...23...Ich bin Löwe vom Sternzeichen.", damit wäre die erste Frage beantwortet. Er sah wieder zu ihr und musterte sie ein wenig, sah dass sie die Kette trug, die er ihr zu Weihnachten geschenkt hatte und dass sie heute einfach nur müde, aber zufrieden aussah. Vielleicht weil sie endlich eine Entscheidung gefällt hatte, die nicht einfach gewesen war. Ihre Warnung aber rang ihm dann doch ein Grinsen ab und er sah zu dem Kellner wieder auf, der ihnen ihre Getränke brachte. Victor bedankte sich mürrisch wie immer gegenüber anderen Leuten und hob das Bierglas an, um mit Naira anzustoßen: "Auf...unser erstes Date...nachdem du sagen wirst: Eigentlich bin ich nicht so eine...", damit wollte er sie lediglich ein wenig sticheln. Ganz nach seinem damaligen Charakter, als er noch ein Held war für Frauen und sie mit ihm schlafen wollten, weil er Polizist ist.
    • Naira O’Connor

      „Es reicht mir wenn ich sehe, dass du dich bemühst.. es ist nicht einfach von einer Sucht loszukommen“. Sie sprach aus Erfahrung, der Drang zu den Zigaretten war letztendlich noch da, auch wenn sie den ganzen Tag seit der Nachricht von Ramirez nicht geraucht hatte. Die hätte es am liebsten, aber sie tat es nicht. Noch nicht.
      Victor antwortete ihr letztendlich, auch wenn er sich eher ablenkte. Er gab sich aber Mühe, dass konnte Naira schon erkennen, irgendwie würde sie es schon alles aus ihm rauskitzeln. „Löwe also..“, merkte sie an und nickte, wollte eigentlich weitere Fragen stellen, aber der Kellner kam. Er stellte die beiden Getränke ab und verzog sich wieder, Naira griff zu ihrem Wein. Ihr Partner machte tatsächlich eine Bemerkung, die sie ihm nicht zugetraut hatte. Wurde er tatsächlich lockerer? Es gab auch einen lockeren Victor? Sie lachte kurz herzlich und stieß mit ihm an. „Auf unser Date.. und Eigentlich bin ich wirklich nicht so eine..“. Sie nahm sich einen Schluck des Weins, begutachtete das Glas, während sie den Geschmack im Mund prüfte. Kein schlechter Wein, aber die Frau hatte schon bessere getrunken.

      „Okay, da du mir nicht von selbst mehr sagen willst, frage ich jetzt einfach weiter.. mit der Option, dass du natürlich selbst fragen kannst, wenn du es willst“. Das Glas wurde wieder abgestellt, sie sah wieder zu ihrem Partner. „Wie viele Freundinnen hattest du schon? Ich würde gerne wissen, woher mein Freund so gut darin ist, mich zu verwöhnen“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Naira O’Connor

      „Es reicht mir wenn ich sehe, dass du dich bemühst.. es ist nicht einfach von einer Sucht loszukommen“. Sie sprach aus Erfahrung, der Drang zu den Zigaretten war letztendlich noch da, auch wenn sie den ganzen Tag seit der Nachricht von Ramirez nicht geraucht hatte. Die hätte es am liebsten, aber sie tat es nicht. Noch nicht.
      Victor antwortete ihr letztendlich, auch wenn er sich eher ablenkte. Er gab sich aber Mühe, dass konnte Naira schon erkennen, irgendwie würde sie es schon alles aus ihm rauskitzeln. „Löwe also..“, merkte sie an und nickte, wollte eigentlich weitere Fragen stellen, aber der Kellner kam. Er stellte die beiden Getränke ab und verzog sich wieder, Naira griff zu ihrem Wein. Ihr Partner machte tatsächlich eine Bemerkung, die sie ihm nicht zugetraut hatte. Wurde er tatsächlich lockerer? Es gab auch einen lockeren Victor? Sie lachte kurz herzlich und stieß mit ihm an. „Auf unser Date.. und Eigentlich bin ich wirklich nicht so eine..“. Sie nahm sich einen Schluck des Weins, begutachtete das Glas, während sie den Geschmack im Mund prüfte. Kein schlechter Wein, aber die Frau hatte schon bessere getrunken.

      „Okay, da du mir nicht von selbst mehr sagen willst, frage ich jetzt einfach weiter.. mit der Option, dass du natürlich selbst fragen kannst, wenn du es willst“. Das Glas wurde wieder abgestellt, sie sah wieder zu ihrem Partner. „Wie viele Freundinnen hattest du schon? Ich würde gerne wissen, woher mein Freund so gut darin ist, mich zu verwöhnen“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • "Mhm...", er war Löwe. Und eigentlich stimmte er mit seinem überaus majestätischen Sternzeichen über ein. Er war eben ein sehr charismatischer Kerl gewesen und vor allem jemand der nicht die Klappe hielt, sondern voraus preschen konnte. Jemand der auch gerne unter anderen Menschen sich aufhielt und sich sonnen konnte in deren Aufmerksamkeit. Die Zeiten konnten sich schnell ändern. Sie stießen zusammen an und beide nahmen ihren ersten Schluck. Victor hätte gerne Scotch gehabt. Aber so ein Bier konnte nicht schaden. Es schmeckte auch ganz passabel. Er leckte sich die Lippen ab und lehnte sich wieder zurück, die Hand noch am Bierglas, damit er es drehen konnte und sich damit ablenkte. Eine Frage von ihr war ihm schon zu viel. Er sprach nun einmal nicht so gerne über seine Eltern, da sie sich auch schon lange nicht mehr bei ihm gemeldet haben. Trotzdem taten sie immer so, als würde sie sein Leben interessieren.
      Doch ihre zweite Frage ließ ihn überrascht aussehen und er sah sie mit erhobenen Augenbrauen an. War das ihr ernst gewesen. Sie war die erste Frau, die ihn das fragte und überhaupt wissen wollte.
      "Ist das eine Fangfrage?", fragte er sofort, denn auf solche wollte er nicht hereinfallen. Egal wie locker und fröhlich Naira gerade sein mochte. Eine Frau konnte gefährlich werden, wenn man nur eine falsche Sache sagt. Er nahm wieder das Bier an sich und trank einen großzügigen Schluck, stellte das glas aber sofort wieder ab, denn er wollte nicht sofort übertreiben. Vielleicht war etwas zu essen einfach klüger, bevor er mehr trank.
      "Wie wäre es wenn wir solche Fragen auf später verschieben...ich dachte du willst es langweilig und...normal.", Unsicherheit hatte sich in ihm breit gemacht. Nicht weil es ihm peinlich war, mit wie vielen Frauen er schon mal im Bett war, aber es war einfach nicht sein Fall so offen über derlei Dinge zu sprechen. Ob nun mit Naira oder mit jemand anderem.
      "Ehm...Meine Eltern sind...recht alt...", er entschied sich für den anderen Weg, damit auch die zweite Frage vom Tisch war, "Ich habe nur selten Kontakt mit ihnen, das heißt...viel ist da nicht zu holen. Sehr..langweilig und Provinzmäßig." Er hielt sich davon ab noch einen Schluck zu nehmen und sah Naira wieder an: "Deine Mutter wohnt noch hier in der Stadt?...Hast du...nicht mal Geschwister erwähnt?"
    • Naira O’Connor

      Sie runzelte sofort die Stirn und schüttelte den Kopf. „Es ist keine Fangfrage..“, bestätigte sie dann noch einmal, aber ließ es dann letztendlich sein. Die lockere Atmosphäre schien damit auch schon fast zu kippen, aber Naira gab sich die Mühe es nicht geschehen zu lassen. „Nun, es ist eine klare Sache, die mich interessiert.. ich kenne nicht dein Leben bevor zu hergezogen bist und ich würde gerne wissen, wen ich hier vor mir habe“. Es war aber okay, dass er nichts davon sagen wollte, stattdessen ging er wieder auf seine Eltern ein und erzählte seiner Freundin von Ihnen. Viel Unterschied konnte diese nicht feststellen, aber sie fand es gut, dass er das auch beantwortete. Sie wollte einfach nur ein wenig Smalltalk führen.
      „Meine Mom wohnt nicht hier in der Stadt, ich bin nicht in Anchorage groß geworden, mein Vater hatte hier nur gearbeitet.. wir wohnten in einer kleinen Provinz nicht weit von hier, soweit ich weiß lebt sie da noch, aber ich habe keine Ahnung, meine Mom hasst mich und hat keinen Kontakt zu mir“. Knallharte aber ehrliche Antwort, die sie da von sich gab. „ich habe eine Halbschwester, sie studiert irgendwo in den Staaten, ich habe keinen Kontakt zu ihr.. sie ist von meiner Mutter zu der beeinflusst..“. Naira zuckte mit den Schultern, so war das Leben nunmal. „Okay.. hmm.. wovor hast du Angst? Im Sinne von Spinnen, Höhe.. kleine Räume?“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Vielleicht war Victor zu skeptisch gewesen. Aber so locker es eben war, so sehr war er nicht gewillt zu locker auf persönliche Fragen einzugehen. Allen voran all die Erinnerungen an sein früheres Leben wieder aufleben zu lassen. "hab nicht genug intus...", grummelte er leise noch hinterher. Trotzdem hielt er sich daran nicht weiter zu trinken, sondern wartete brav auf das Essen.
      Naira beantwortete ihm seine Frage, die er im Gegenzug stellte. Sie hatte ihm schon einmal über ihre Familie erzählt oder es mal beiläufig erwähnt gehabt irgendwo, aber es war immer besser noch einmal nach zufragen und so konnte er nun auch wissen, dass sie eine Halbschwester hatte, was interessant war. Aber wenig interessant weil diese in den Staaten war und wohl keinen Kontakt pflegte.
      "Mhh..Schade, da ist es fast schon so, als sei man Einzelkind. Wie ich.", er zuckte mit den Schultern. Seine Eltern hatten ein Kind und das hatte ihnen dann auch gereicht. Manchmal kam es ihm so vor, als hätten sie ihn einfach nur aus Spaß oder Sorglosigkeit bekommen und dann bemerkt, wie anstrengend das war und dass man sein lebenlang Eltern spielen musste für seine Kinder. "Hm, fast genau so rosig, wie bei mir.", Victor drehte das Glas auf dem Tisch herum.
      Folgende Frage war einfacher zu lösen: "Vor nichts...", er wollte damit nicht großartig stark vorkommen, aber bemerkte schnell, dass es doch den Anschein hatte, "Also...ich habe keine Phobie oder so...nur einen psychischen Knacks eben von...meinem letzten Fall in Brooklyn...", er atmete tief durch. Jetzt fing er sogar von alleine mit dem Thema an, "Na ja..nichts besonderes. Es hatte mich einfach nur zerstört und seit dem bin ich...das hier.", er zeigte auf sich runter und hob wiederum die Schultern an, um zu zeigen, dass er doch an sich nichts dafür konnte.
      "Und du? Eine kleine Phobie vor...Ratten oder Mäusen, die ich noch erfahren soll, wenn du bei mir einziehst?"
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