[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • Victor wollte ihr Zeit geben, doch umso mehr wusste er auch, dass sie diese Zeit nicht mehr hatten. Sie mussten Fortschritte machen und diese wurden nicht gemacht, in dem man vergeblich einen Moment suchte in dem sie alleine sein konnten. Er hätte ihr am liebsten gesagt, dass sie nichts zu fürchten hatte, das hätte er allen anderen zu Verhörenden Opfern gesagt. Doch ihr konnte er das nicht vorlügen. Sie wusste, wie die Polizei arbeitete und das was sie sagte nicht immer auch so gehandhabt wurde.
      Und dass sie hier alleine sein konnten, konnte er nicht versprechen. Alex Anwesenheit war bereits gruselig spürbar. Er sah so locker aus in seinem Auftreten und sogar ein wenig charismatisch, dass es fast unmöglich war zu glauben, dass er Naira schlimme Dinge angetan hatte.
      "...Die Katze ist aus dem Sack, sobald jemand das Päckchen sieht...Und was sich darin befindet, Naira...", Victor versuchte es auf eine nette und einfühlsame Art zu erklären, dass sie schon bald keine andere Wahl hatten, als es allen zu erzählen was wirklich vor sich ging. Verstand sie denn nicht, dass hierbei noch mehr Leben auf dem Spiel standen?
      Seufzend trat er bei Seite: "Wir müssen darüber reden...irgendwie. Vorerst ist es mir egal wann." ,Victor wurde wieder ernster und setzte auch ebenso ein Gesicht auf.
      "Wir sollten zurück. Ich...bringe die Kiste in den Wagen und...versuche, dass niemand sie sieht und du...versuch tief durch zu atmen."
      Victor legte sanft eine Hand an ihr Kinn, um einen Tropfen weg zu wischen, merkte aber noch in der Sekunde wie unpassend das sein konnte und wandte sich ab.

      Er lief zurück in den Konferenzraum, in dem Alex bereits zurück war und gerade dabei war einen Blick in die Kiste werfen zu wollen. Victor war noch nie so sportlich aktiv gewesen, wie in diesen 3 Metern, als er vor sprang und ihm die Kiste vor der Nase wegschnappte: "Halt deine Nase aus privaten Angelegenheiten raus..."
      Irritiert sah der Kollege Victor nach, als dieser schnurstracks mit dem Paket fort ging. Dummerweise hatte Alex Zeit gehabt, um einen der briefe an sich zu nehmen. Victor bemerkte es nicht und brachte das Paket in den Wagen auf den Rücksitz.
      Arbeit nach Hause mit zu nehmen war schon immer eine dumme Idee und man warnte davor...
    • Naira O’Connor

      Er ließ sie alleine. Alleine mit einem rasenden Herz und der Angst um ihr Leben und um die Zukunft. Naira war klar, dass kleine Gesten viel anrichten konnten, aber ihr war nicht klar, wie viel seine Finger an ihrem Kinn anrichten konnten. Ihre Knie wurden weich und während ihre Augen noch immer die Tür fokussierten, lehnte sich die Frau an der Wand ab und ließ sich langsam an ihr entlang runter gleiten, um sich anschließend auf dem Boden zu setzen. Die Geste war sehr schön gewesen, aber sie brachte ihre Gefühle noch mehr durcheinander und das Blut fürchterlich in Wallung.
      Ihre Gedanken blieben bei seinen Worten, auch wenn Victor weg war. Naira kannte die Gesetze und wusste genau, dass sie noch niemandem Rechenschaft schuldig war, noch... Die Briefe würde sowieso niemand so schnell entziffern und bis dahin würde sie sich gut überlegen können, was sie sagte und wem sie alles was sagte. Es war nicht so, dass sie niemandem traute, im Revier gab es da nur zwei Personen, ihren Captain und ihren Partner, denn dieser hatte ihr bewiesen gehabt, dass sie auf ihn zählen konnte. Sie wollte nicht, dass irgendjemand von den Kollegen was erfuhr, es würde definitiv etwas durchsickern.
      Ihr Telefon vibrierte wieder einmal und auch wenn sich Naira denken konnte, wer was von ihr wollte sah sie drauf. Sie riskierte es..
      ‚Hat dir die Überraschung gefallen?‘
      Dieses Mal regte sie sich nicht einmal mehr auf. Sie erhob sich einfach nur langsam und nahm den Weg in den Konferenzraum zurück, im welchen sie auch ihren Hund fand. „Guter Jungs..“,lobte sie ihren Hund und setzte sich auf ihren Platz wieder. Das Bild auf der Tafel starrte sie an. Es wurde wieder eng im Raum. „Was ist denn mit dir los?“,fragte der Blonde besorgt und wandt sich an seine Kollegin. Naira hatte nicht einmal mehr Kraft, ihn blöd anzumachen. „ich glaube einfach, mein Frühstück war nicht mehr gut gewesen.. aber es geht wieder“. Mehr wollte sie auch nicht sagen, denn sie öffnete wieder die Bücher vor sich und lenkte sich mit dem ab, was sie dort finden konnte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor schnaufte tief durch, als er die Kiste in den Wagen geschafft hatte. Er lehnte sich an, sah auf die vielen Briefe, die darin waren und während er sich sagte, dass er es eh nicht lesen konnte, wurde er das Gefühl nicht los, dass er sie aber alleine verstehen wollte. Er wollte Naira nicht unter Druck setzen, wobei ihm die Nachricht ihres Mörders suspekt vor kam. Victor stellte sich auf und fuhr sich durchs Gesicht: "Was hast du nur für dich behalten...", nuschelte Victor in den Bart und schlug die Autotür schließlich zu. Er musste wieder zurück kommen und die letzten Stunden überstehen ohne Naira dazu zuzwingen etwas zu sagen zu dem Paket. Er hoffte auch das Alex nichts dazu zu sagen hatte, denn der fehlte einem noch. Und genau dieser quatschte wieder Naira von der Seite an. Was Victor allein von der Tatsache schon nervte. Sich räuspernd trat er ein, ignorierte die schrägen Blicke der Kollegen aus dem Großraum Büro, die die Szene weiterhin nur seltsam fanden.

      Er sah Naira sich wieder hinter den Büchern verkriechen und Alex, der ratlos in der Gegend herum stand und noch seinen Kaffee von der Mittagspause zu ende trank. Bevor der Naira auch weiter befragen konnte, trat Victor dazwischen: "Suchst du die Datenbanken durch. Wir müssen wissen, ob wir den Typen schon einmal registriert hatten. Keiner von uns hat das bisher gemacht."
      Mit der Aufgabenverteilung wollte er sehen, dass alle etwas machten und dabei recht ruhig blieben und für sich allein. Naira sah nicht aus, als wollte sie reden, er auch nicht und Alex...Alex war er.

      Die Stunden gingen nur langsam vorbei. Er hatte fast schon Schwierigkeiten wach zu bleiben, als er die alten und staubigen Akten wieder und wieder durchging und nach kleinen Hinweisen suchte. Jetzt, da er die Verbindung zu Naira und ihrem Vater ziehen konnte, er schien ihm sein Fall interessanter und wichtiger, als zuvor. Es musste sich etwas zwischen den schlampig geschriebenen Zeilen eines Aushilfspolizisten zu finden sein. Doch der Tag neigte sich dem Ende zu und das Wetter schien sich halbwegs beruhig zu haben.So, dass man auch wieder mit dem Wagen zurück nach Hause fahren konnte, auch wenn Victor nicht sehr erpicht darauf war, dieses Wetter zum Fahren zu haben.
      Der Zeiger der Uhr sprang auf 8. Victor riss den Mund auf um laut zu gähnen und sah zu Alex, der noch fleißig hinter dem Bildschirm hockte und die ellenlangen Listen durchging von Gesichtern. Seine Augen waren bereits rot und trocken. Sie waren alle fertig für heute und sollten nach Hause gehen...
    • Naira O’Connor

      Sie saß an den Büchern und schrieb sich die verschiedesten Theorien raus, die zu Thomas passen könnten. Es war ein Vorwand, um die eigentlichen Gedanken im Kopf zu vertiefen, denn wenn sie ehrlich war konnte sich Naira nicht mehr wirklich konzentrieren. Er nahm ihre Gedanken ein, genau wie er es geplant hatte, er machte sie fertig ohne überhaupt in der Nähe zu sein.
      Zwischendurch sah die Dunkelhaarige immer wieder zu den beiden Herren, die sich in ihrer Arbeit vertieften. Es war gut zu sehen, dass keiner von beiden sich um sie scherte, ihr war es nämlich wichtig, ihren Freiraum zu bewahren. Am liebsten hätte sie auch alle verhindert, denn nun würde Victor ganz bestimmt nicht locker lassen.. aber was stand auf seinem Zettel? Es musste eine an ihn adressierte Nachricht sein, nichts allgemeines, schließlich hatte Naira auch etwas spezielles gekriegt.

      Zum Abend hin hatte die Dunkelhaarige immer weniger Kraft um sich noch weiter mit den Papieren und Büchern zu quälen. Scheinbar war sie nicht die einzige, denn auch Victor gähnte und Alex sah aus, als würde er nur noch mit sich kämpfen. Gerade als Naira etwas sagen wollte klopfte es an der offenen Tür und Ramirez trat rein. Sie trug ihren Mantel.. „Feierabend.. solange das Wetter es erlaubt nach Hause zu fahren! Ihr seid die letzten.. macht bitte alles aus.. wir sehen uns morgen!“. Sie wunk den drei mit den Schlüssel in der Hand und verschwand auch direkt, sie sah so aufgeregt aus.
      Naira seufzte hingegen und schloss ihre Bücher, um sich so langsam auf zu machen. Sie würde trotzdem drauf warten, bis Victor fahren würde.. er hatte die Macht in der Hand.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es war eine Kunst in einem Beruf wie diesen fröhlich zu sein und zu lächeln und zu leben, sobald man über die Türschwelle war. Ramirez hatte es gelernt und genau deswegen stieg sie auch zum Captain auf. Diese Frau wusste, wie man Arbeit und Familie auseinander halten konnte. Wobei Victor einfach mal davon ausging, sie hätte eine. Alt genug war sie...Wiederum war auch er alt genug, um bereits sein erstes Kind in der Grundschule zu sehen, aber...wie das Schicksal so wollte, konnte er Arbeit und Freizeit nicht trennen. Selbst damals hatte er mehr mit der Arbeit geprahlt als jeder andere. Darauf standen die Mädels.
      Victor schob sich von seinem Platz und markierte die zu letzt gelesene Seite, bevor er sich seinen Mantel überzog und die Schläfe massierte. Es war spät und er wusste, er musste noch mit Naira reden, dabei war ihm alles andere als nach reden zu mute. Überhaupt nun auch noch länger wachzubleiben deswegen, missfiel ihm.
      Grummelnd machte er sich zu der Tür auf und sah zu Alex und Naira, die ebenfalls nach und nach fertig wurden und hinaus gingen. Die Lichter gingen aus und damit sollte auch die Arbeit verschwinden, aber das tat sie nicht.
      Alex verabschiedete sich an den Autos von den beiden, den Brief, den er noch klauen konnte, fest sitzend in einer der Taschen, ohne dass es einer bemerkt hatte.
      Victor und Naira, als auch Spike, liefen nach hinten zu dem Jeep, der unter einer großen Decke an Schnee verschwunden war. Victor fing an mit in seinen Ärmeln versteckten Händen den Schneeberg zu beseitigen. Er musste ja nicht ständig reden. Wenn überhaupt, hatte das für heute doch gereicht. Kaum war der Schnee vom Wagen und sie saßen drinnen, über kam es Victor und er nieste wieder. Gefolgt von einem verzerrten Gesicht, dass nur Kopfschmerzen bedeuten konnte.
      "Ugh...", er stöhnte genervt, "Ich hasse Alaska...", brummte er leise und genervt in sich hinein, während er den Wagen wieder nach Hause zu ihr manövrierte. Hin und wieder warf er Naira einen Blick zu, doch noch wollte er die Sache nicht ansprechen. Sie sollten nach Hause kommen und eine angenehmere Umgebung bekommen.
    • Naira O’Connor

      Sie war froh, als der Tag endlich vorbei war und sie nach Hause fahren konnten. Es war ein anstrengender Tag gewesen, zumal Thomas ihnen eine nicht so gute Nachricht hinterlassen hatte. Es kotzte Naira an, dass er sie nicht einfach in Ruhe lassen wollte und es nervte sie noch viel mehr, dass er ein Spiel spielen wollte. Dazu noch das Gespräch mit Victor, welches auf die Dunkelhaarige wartete.. darauf hatte sie nun wirklich wenig Lust, aber sie hatte sich drauf eingelassen und wenn sie ihm nicht alles sagen würde, wo würden sie dann landen? Was würde aus deren Beziehung werden?
      „Gesundheit“,sagte Naira kurz, als sie sich gerade anschnallte und sah zu ihm rüber. Sie runzelte wieder ihre Stirn, Victor sollte jetzt wirklich nicht krank werden, das würde sich schon eine Herausforderung herausstellen.. „Gehts dir nicht gut?“,fragte sie vorsichtig, sah aber aus dem Fenster raus, um keinen bösen Blick zu ernten.

      Victor fuhr gut bei dem Wetter und unter den Bedingungen sehr gut und die Dunkelhaarige fühlte sich auch sehr gut, auch wenn sie nicht selbst fuhr. Sie stieg auch aus, als Victor vor dem Wohnhaus parke und ließ zu nächst ihren Hund raus, der sich darüber freute, ein wenig Zeit draußen zu verbringen. „Zehn Minuten!“,rief sie hinterher und musste lachen, als Spike um sie herum lief. Es war schon wirklich dunkel, aber die Lampe in der Nähe des Einganges gab noch ein wenig Licht.
      Die Dunkelhaarige lehnte sich gegen die Hauswand ab und beobachtete ihren Hund, während sie zu ihren Zigaretten griff. Eine steckte sie sich in den Mund,den Rest hielt sie Victor hin, sie wusste wie man teilt. „Auch eine?“,fragte sie und sah zu ihm hoch.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor grummelte natürlich nur zu ihrem Versuch ihm Gesundheit zu wünschen. Er wollte ebenso wenig krank werden, wie jeder andere im Revier. Allein der Gedanke jetzt Naira alleine zu lassen mit dem Fall, weil er nicht aus dem Bett kommen würde, ging für ihn auf gar keinen Fall. Alex wollte er den Job nicht überlassen und auch wenn er heute sehen konnten, dass sie den anderen gut ind er Hand hatte, wollte er sie trotzdem nicht alleine mit ihm lassen.
      Die Straßen ließen sich ohne Probleme befahren. Victor hielt sich vor allem an die anderen Fahrer, die langsam durch die Straßen gurkten und versuchten sicher und heil wieder zu Hause anzukommen.

      Schließlich kamen auch sie an. Victor schmiss die Fahrertür hiinter sich zu und schloss den Wagen direkt ab, nachdem alle draußen waren. Spike durfte eine Runde Auslauf genießen und Naira und Victor blieben still vor der Haustüre stehen. Bis sie die verheißungsvollen Zigaretten auspackte. Bei diesen lockerte auch Victor seine Haltung und nahm eine dankend an. Das konnte er jetzt gut gebrauchen.
      "Ein Glas Scotch wäre mir fast schon lieber...", nuschelte er und sah sich den glühenden Stängel an. Theoretisch half nichts. Er musste mit ihr reden und sie kamen nicht drum herum, egal wie still sie waren. Den Elefanten im Raum mussten sie früher oder später ansprechen. Und damit erinnerte sich Victor auch an das Päckchen hinten im Wagen, welches er sogleich noch holte und sich zwischen die Füße in den Schnee stellte.
      "Wir müssen reden, hm?"
      Victor zog den Rauch tief in die Lunge, so dass sich dieser auch ganz sicher an jedes kleine Gewebestück in seinen Lungen festsetzen konnte. Wenn nicht der Alkohol ihn umbrachte, dann vielleicht das. Die Kälte könnte es natürlich auch bald sein, wenn sie zu lange draußen blieben. Heute fröstelte es ihn ungemein viel...
    • Naira O’Connor

      Naira seufzte leise und griff selbst zu einer Zigarette, bevor sie sich diese in den Mund steckte und sie anzündete. Gierig griff sie mit einem Zug nach dem tödlichen Rauch und füllte ihre Lungen damit, bevor sie auch wieder in Ruhe ausatmete. Genau das hatte sie gebraucht, etwas zum beruhigen..
      „Ein Glas Scotch wäre keine so schlechte Idee“,murmelte Naira und zog noch einmal an ihrer Zigarette, während sie sich seine nächsten Worte durch den Kopf gehen ließ. Das Wort ‚müssen‘ war dabei so dominant, dass es der Frau kurz graulte. „Ich weiß nicht,ob wir es müssen..“,murmelte sie als Antwort und ließ ihre Augen nicht von dem Hund los, sie wollte nur ungerne zu ihrem Partner hoch sehen. „Die Frage ist eher, ob wir es wollen.. ob du überhaupt dazu bereit bist, die Wahrheit zu erfahren“,fügte sie noch hinzu und nahm einen weiteren tiefen Zug der Droge. Sie selbst war nicht wirklich dazu bereit, all die Wahrheit auszusprechen, aber Naira wusste nicht, ob sie überhaupt jemals dazu bereit wäre. Sie würde vielleicht für immer schweigen, wenn Victor keinen Druck machen würde. „Spike!“,rief die Frau schließlich, als sie die Zigarette zu Ende geraucht hatte und sie am Boden mit ihrem Fuß zerquetschte. Der Hund kehrte sofort um lief zu seinem Frauchen, welches die Schlüssel rausholte und sie ihrem Partner reichte. „Tut deine Nase eigentlich noch weh?“,fragte sie dicht hinter ihm und sah zu ihm hoch.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Wer war schon bereit für die Wahrheit. Das war ein so universeller Begriff. Er konnte weh tun, konnte aber auch Wunden heilen, die schon Jahrelang einem Probleme bereitet haben. In diesem Fall, tippte Victor aber darauf, dass die Wahrheit schmerzen wird. Aber sie mussten sie kennen. Es ging hier um das Leben einer jungen Tochter und das Leben der Bäckerfrau und wenn Victor es richtig verstand, auch sehr wohl um Nairas Leben. Eine Tatsache die bitterer nicht schmecken konnte. Da war selbst der Aufruf zu einem Glas Scotch mit einer Packung Zigaretten nicht wohltuend genug. Persönlich gesehen würde er lieber betrunken sein wollen in diesem Moment. Der Zustand verhalf einem weniger zu fühlen und erst recht weniger zu wollen. Er konnte Dinge hinnehmen ohne sich blöd vorzukommen. Doch er hatte gesagt er trinkt nichts mehr...Und noch funktionierte es, neben all den kleinen Problemchen, konnte er den Drang herunter brechen auf das minimalste am Tag. Die Arbeit, die sie nun wieder aufgenommen haben, nahm seinen Anteil.
      Victor seufzte bei ihrer Bemerkung, sie wisse nicht, ob sie es denn überhaupt mussten, über die Wahrheit zu reden.
      "Wir sind Detectives. Das ist Teil unserer Arbeit...", war seine Antwort darauf. Sie waren die Bringer der schlechten Nachrichten an die Eltern, an die Angehörigen. Sie waren selten diejenigen, die etwas gutes zum Leben der anderen beitragen konnten. Denn selbst wenn sie einen Fall abschlossen, war das Leben der anderen bereits zerstört und nie wieder so, wie es einmal war. Victor nahm einen letzten Zug und schmiss die Zigarette weg. Sie schmeckten scheiße. Er wollte die Flasche Scotch, kein Glas. Eine ganze große Flasche...

      Er schnappte sich den Schlüssel, den sie ihm entgegen hielt und sah ihr in die Augen, verzerrte das Gesicht dabei mitleidig. Ein kurzer Griff an die Nase, schoss ihm einen kurzen Schmerzblitz durch den Schädel, doch er kaschierte ihn mit einem Schnaufen, bei dem er sich zur Tür wandte und den beiden dann nach und nach den Weg in die Wohnung öffnete.
      "Das passt schon. Es war verdient."

      Victor trat als erster in die Wohnung und mit einem Mal fühlte er sich weniger sicher, auch wenn es ihre Wohnung war. Doch seit heute stand der Einbruch wieder in der Wohnung und es fühlte sich kalt und unpersönlich an.
      Er trat zur Seite, damit auch sie reinkommen konnte, streifte die Schuhe ab und schob sie mit dem Fuß bei Seite.
      Seine Worte waren bisher, wie immer knapp gewählt, doch sie sagten alles aus. Sie mussten nun reden, egal ob sie wollten oder nicht.
    • Naira O’Connor

      Innerlich seufzte die Frau, als ihr Partner vor ging und die Tür aufschloss. Sie ließ ihren Hund vorgehen, denn sie brauchte ein wenig mehr Zeit, als alle Anwesenden. Seine Worte gingen ihr nicht aus dem Kopf, sie waren zwar Detektivs, aber ob es wirklich ein Teil ihrer Arbeit war? Immerhin ging das schon ins persönliche und da war für Naira auch immer Schluss gewesen, egal wer gefragt hatte. Nun hatte sie sich dazu überwunden, Victor über ihr Privatleben ein wenig zu verraten, und zwar die dunkel Seite dessen. Ob das wirklich so gut gehen würde?
      Naira schloss die Tür hinter sich, als sie die Wohnung betrat und streifte in Ruhe ihre Schuhe und Jacke aus, bevor sie das Wohnzimmer betrat. Es war angenehm warm in der Wohnung, doch eine Gänsehaut bildete sich dennoch auf ihrer Haut. Die Dunkelhaarige hatte Angst, ein Unwohlsein war vorhanden, aber sie war sich nicht wirklich einig darüber, warum es überhaupt so war. Es war doch alles gut, in ihrer Wohnung.. Schlösser waren neu und er konnte hier definitiv nicht rein.
      „Ich hole nur kurz die Wäsche..“,entgegnete Naira und schlug den Weg in das Badezimmer ein, bevor sie den Wäschekorb nahm und die Waschmaschine öffnete. Der Geruch der frischen Wäsche machte sich sofort breit und Naira musste schmunzeln. Sie nahm die trockne Wäsche im Wäschekorb und setzte sich damit auf die Couch im Wohnzimmer, um alles zu falten. Dabei stapelte sie die Wäsche, um sie Victor oder sich selbst zuzuordnen. „Also hau raus..“, forderte sie ihren Partner auf und blickte zu ihm hoch. „Stell mir die Fragen, die dir im Kopf schwirren..“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor sah ihr nach, als sie ins Bad ging. Sie haben es erst vor kurzer Zeit geschafft wieder zu einander zu finden, nun konnten sie die sichere Brücke wieder einschlagen. Denn sie spürten beide, dass die kommenden Fragen und Antworten etwas zerstören konnten. Er hatte nie Ruhe davor. Immer musste es kreuz und quer gehen und alles den Bach runter. Solange sie im Bad war, setzte sich Victor in der Küche hin. Er hatte sich ein Glas Wasser gefüllt und wollte es trinken, doch durch die Wärme in der Wohnung schoss ihm eine Hitze durch den Kopf. Nichts angenehmes. Es ließ ihn sogar ein wenig Stöhnen, so wie er sich auf den Stuhl setzte und den Kopf nach hinten legte, um tief durchatmen zu können. Mit geschlossenen Augen fand er es sogar angenehmer. So blieb er eine gute Weile sitzen, bis er wieder ihre Stimme hörte. Verwirrt setzte er sich auf, brauchte einen Moment um die Gedanken zu ordnen und kam dann langsam ins Wohnzimmer rüber, um nicht laut sein zu müssen. Er ließ sich auf die andere Seite fallen. Die Wäsche lag zwischen ihnen. Sie mochten jetzt wohl eher wie ein Pärchen aussehen, dass genug von ihrer Beziehung hatte und der Trott und der Alltag sie eher fertig machte, als sie Anwesenheit des Partners.
      Er hatte Fragen und das mehr als genug. Dummerweise hatte er das Päckchen im Wagen gelassen, wollte sich nun aber nicht noch einmal runter bewegen, auch wenn er es musste. Grummelnd sah er zu ihr und dann wieder vor.
      "Warte...", er nahm die Hausschlüssel und die Autoschlüssel wieder mit sich. 2 Minuten später stellte er das Päckchen, dass sie bekommen hatten auf den Kaffeetisch vor sie und warf den Deckel zur Seite.
      "Ich will die Wahrheit...Es ist kein Zufall. Der erste Einbruch, als wir her kamen. Du hast nicht gesagt, dass er das mitgenommen hat und nun sind das wieder die Briefe?", er sah sie nicht an, wohlwissend, dass die Emotionen gewinnen könnten und er wollte weder Mitleid, noch sonst etwas in die Richtung.
      "Erklär mir nur, woher er weiß wo wir sind und...ob du weißt wo er ist. Hast du Kontakt? Weiß er über deinen Vater Bescheid?"
      Es waren viele Fragen und am liebsten hätte er sie alle auf einmal ausgesprochen. Doch er zügelte sich und nahm allerhöchstens den an ihn adressierten Zettel raus. Diesen sah er sich noch einmal an. Er musste aus ihr die Wahrheit bekommen und warum wusste ihr Täter mehr als Victor selbst?
    • Naira O’Connor

      „Ich habe dir nichts davon erzählt weil ich mir sicher war, dass es nichts bringen würde“,sagte sie ehrlich und griff zu einem weiteren Oberteil, um es zu falten. Die Arbeit beruhigte sie ein wenig, sie hatte etwas in den Händen.. „Ich hatte dir doch gesagt, dass meine Schlüssel verschwunden waren.. das Auto stand zwei Tage dort in mitten des Landes, bevor es zurück geholt wurde.. er hatte genug Zeit, sich diese zu holen und meine Wohnung zu durchsuchen.. er wusste nicht, nach was er suchte, deshalb sah meine Wohnung so aus, wie sie ausgesehen hatte..“,antwortete die Frau in voller Ruhe und mied den Blick zu ihrem Partner. Noch hielt sie ihre Gefühle ganz gut zurück. „Aber ja, es sind die Briefe, die mein Vater mir nach seinem verschwinden geschickt hatte... ich habe zwar nur einen gesehen, aber es sind die gleichen Umschläge.. wir werden aber keine Fingerabdrücke finden, er ist nicht blöd..“. Sie griff zu ihrer Wäsche und legte auch diese zusammen. Die Spitze unter ihren Fingern war sanft, aber sie durfte sich nicht ablenken. Es kam die Frage über Thomas und den Kontakt, da machte die Frau eine Pause. Sie sah zu ihrem Partner hoch und seufzte leise, er vermies ihren Blick genauso wie sie seinen. „Hier..“,murmelte sie kurzer Hand und nahm das Telefon raus. Sie warf es ihm zu, damit er reinsehen konnte. „Er schreibt mir.. seit Tagen, oder vielleicht eher Wochen?“, erklärte sie und sah zu dem Telefon. Die meisten Nachrichten waren gelöscht, vor allem die, die die Bilder enthüllten, aber die neusten waren noch drauf. „Er hatte mir heute geschrieben, kurz nachdem er das Päckchen abgelegt hatte.. es ist ein Spiel Victor.. sein Spiel. Er hat den Code der Briefe geknackt und er weiß alles, was mein Vater mir mitgeteilt hatte.. ich weiß nicht, was er jetzt vor hat, aber scheinbar waren ihm diese Informationen nützlicher, als ich es gedacht hätte..“.
      Naira setze sich wieder an die Wäsche, um sie zu Ende zu falten. Es war nicht mehr sehr viel übrig. „Erinnerst du dich, an meinen Unfall vor ein paar Tagen? Die Bremsen hatten nicht versagt..er stand vor mir auf der Straße“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor hörte ruhig zu, doch in ihm war alles angespannt. Die Wiederholung zu dem Wagen und dem ersten Einbruch ließ er so bei Seite, denn er wusste ja, dass sie vorerst nichts hätten tun können. Auch wenn es trotzdem sehr dumm von ihnen war zu glauben, nicht die Polizei einzuschalten oder die Wohnung noch einmal richtig zu durchsuchen. Doch er hatte nun die Bestätigung, dass es die Briefe ihres Vaters waren und dass Thomas sie in der Hand hatte und nutzte. Die Informationen darin waren Victor noch nicht ganz schlüssig, aber es schien wichtiger zu sein, als sie, als er anfangs sich gedacht hatte.
      Victor sah auf, als man ihm das Handy zu schmiss. Er nahm es und ließ den Bildschirm aufleuchten. Die letzten Nachrichten die sie bekommen hatte, stammen alle von ihm und auch wenn er weder angesprochen wurde noch sie alle gelesen hatte, wurde ihm kalt. Er sah sich die elektronischen Nachrichten eine nach der anderen an. Es fiel ihm nicht auf, dass welche fehlten. Er sah sich die Daten lediglich an und sah bereits, dass sie nicht sehr regelmäßig kamen, sondern wahrscheinlich im Affekt geschrieben wurden. Die Nummern waren stets unterdrückt und nicht zurück verfolgbar.
      Victor brauchte eine Weile bis er auf die anderen Antworten reagieren konnte und jetzt sah er auch wieder auf, als sie ihm erklärte, dass sie ihn wiedergesehen hatte. Das war der Moment wo in Victor ein Schalter umfiel: "Und du hast nichts gesagt?", ihr Handy hielt er fest, als Darbietung der Gründe, warum sie hätte etwas sagen sollen.
      Es waren nicht einmal die Briefe, die sie ihm gegenüber nicht verraten hatte. Es waren mehr die Nachrichten, die er ständig schrieb und auch dass sie ihn getroffen hatte.
      "Scheiße...", fluchte Victor und schmiss das Handy auf den Kaffeetisch: "Ich verstehe, wenn du sagst, es bringt nichts eine Wohnung nach einem Raub zu durchsuchen...Aber das?...Das ist...Stalking, wenn nicht sogar mehr.", unzufrieden sah er Naira an. In diesem Moment regte es ihn mehr auf, dass sie noch immer seelenruhig ihre Kleidung faltete.
      "Ist die bewusst, dass wir viel früher hätten anfangen können? Wir hätten vielleicht schneller reagieren können. Er ist in der Stadt und er weiß immer wo du bist. Warum?", bevor er sich in Rage reden konnte, setzte er sich an Rand des Sofas und legte die Hände zusammen.
      "Warum hast du nichts gesagt, wegen den Nachrichten?"
    • Naira O’Connor

      Sie blieb wirklich seelenruhig dort sitzen und wartete, bis Victor fertig mit dem war, was er ihr vorwerfen wollte. Die Dunkelhaarige war ihm noch nicht einmal böse, sie verstand es, dass er unzufrieden mit der Situation und er enttäuscht war. Sie würde an seiner Stelle vermutlich noch viel mehr an Worten und Gefühlen rauslassen, aber Naira war auch ein wenig impulsiver. „Victor..“,murmelte sie und seufzte leise, während sie das letzte Oberteil faltete. Sie legte die Wäsche sorgfältig wieder in den Korb zurück und stellte diesen zur Seite, bevor sie näher an Victor rutschte. „Ich habe nichts erwähnt, weil ich wusste, dass du so reagieren wirst.. selbst Ramirez ist ausgerastet, möchte sich dran setzen, aber ihr versteht es alle nicht..“. Sie machte eine Pause, um die richtigen Worte zu finden. „Es ist ein Spiel.. sein Spiel..wenn er möchte, dass wir ihn sehen werden wir ihn sehen.. er hat zur Zeit die Oberhand und bis wir wissen, was er genau will, müssen wir das Spiel mitspielen.. es hätte nichts geändert, wenn du es vorher gewusst hättest.. es hätte dich nur gequält und es reicht, wenn es mich schon fertig macht..“. Sie seufzte leise und legte ihm die Hand ganz zart auf die Schulter. „Ich hatte auch schon überlegt, die Nummer zu wechseln, aber es würde wahrscheinlich nichts bringen.. ich denke, er arbeitet mit jemanden zusammen.. er hat Kontakte und die sind vermutlich überall“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Er wollte das alles nicht hören. Keine Erklärungen, auch wenn er danach gefragt hatte. Es war nur traurig zu sehen, dass er versuchte und arbeitete irgendwie helfen zu wollen und trotzdem legte ihm das Schicksal Steine in den Weg. Wie sollte er einen Partner beschützen, wenn ihm alles entglitt? Wenn er nicht merkte, dass die Person neben ihm gestalkt wurde und eigentlich nichts verstecken konnte vor Thomas. Die Nachrichten waren eindeutig. Er wusste wo sie war, wer sie war und mit wem. Er spielte dabei nur eine kleine Rolle. So minimal, dass es nichts ausmachte in dem Spiel, wahrscheinlich noch weniger, wenn er sich tiefer in die Fallakte buddelte.
      "Nein, natürlich versteht niemand etwas außer du.", er schob ihre Hand weg und schüttelte den Kopf. Sie sollte ihn nicht anfassen. Kopfschmerzen bahnten sich an und würden ihn wohl noch grimmiger machen, als er eh von Natur aus war.
      "Ich verstehe es trotzdem nicht. Du musst mich nicht vor so etwas beschützen! Wir müssen uns gegenseitig helfen. Ich muss dir helfen auf die Beine zu kommen und wenn du Probleme hast mit unserem Hauptverdächtigen, mit dem du in Kontakt standst und den du auch noch hier in Anchorage gesehen hast, musst du es mir sagen!", seine Stimme wurde nachdrücklicher und er betonte ihre Aufgabe in diesem Moment.
      "Du hast Informationen vorenthalten. Egal ob es uns etwas bringt, wir hätten es wissen sollen!", Victor schob sich vom Sofa und lief einige Schritte in den Raum. Eigentlich glaubte er, dass die Wahrheit wohl weniger Stress machen würde, doch das geschah nicht. Dann trat er an den Tisch und fasste in die Kiste mit den Briefen. Diese hielt er ihr vor die Nase: "Nur weil es sein Spiel ist, können wir ihn nicht gewinnen lassen. Nicht jetzt, oder sollen wir deiner Meinung auf ein drittes Opfer warten?", er schüttelte den Kopf und schmiss die Briefe wieder hin.
      "Scheiße...Oder willst du, dass er dich noch einmal einsperrt? Den scheiß brauche ich nicht noch einmal!", Angst mischte sich mit seiner Wut und wurde zu einer gefährlichen Mischung im Menschen. Er wollte sie nicht gehen sehen. Nicht so, nicht jetzt. Nie...
    • Naira O’Connor

      Sie seufzte wieder einmal, während ihr Partner sich noch weiter in die Gefühle rein ritt. Er übertrieb, dessen war er sich vermutlich selbst bewusst, aber Naira bleib nichtsdestotrotz noch ruhig sitzen und regte sich kein Stück. Sie war sich sicher, dass das besser war, als von Anfang an offen und ehrlich zu sein, Victor würde sich bald wieder beruhigen und dann wäre alles wieder gut.
      „Was hätte ich deiner Meinung nach machen sollen? Ihr hättet mich eingesperrt! Mich noch mehr bemüttert als es alle schon sowieso machen! Meine Kollegen haben den gleichen bemitleidenden Blick, wie die Personen, die mir nahe stehen! Ich könnte keinen Fuß mehr alleine auf die Straße setzen und das wollte ich ganz sicher nicht!“. Sie atmete kurz durch und schloss für einen Moment die Augen. „Und wenn ich dir weitere Gründe dazu aufzählen sollte.. du hast mir nicht einmal die Möglichkeit gegeben mit dir zu reden! Als ich den Unfall hatte wollte ich das alles endlich loswerden, denkst du ich kann nachts schlafen?! Ich wollte dir alles erzählen, aber du wolltest mir nicht zuhören.. du hast dich abgewendet und seit da an habe ich es alleine durchgezogen.. du hättest mich jeder Zeit fragen können, ich hätte dir auch vorher alles erzählt, aber du bist nicht in der Lage mit mir normal zu reden.. deinen Mund aufzumachen! Du hättest auch einfach nur deine Augen aufzumachen brauchen, anstatt dich ständig mit dem scheiß Alex zu beschäftigen!“.
      Sie war aufgestanden, um in die Küche zu laufen. Es war ein Fehler gewesen Victor anzusehen, so hatte sie ihre Gefühle nicht mehr richtig im Griff gehabt und letztendlich hatte sie ihm alles vorgeworfen, was sie eigentlich für sich behalten wollte. Mit zittrigen Händen öffnete Naira das Fenster und schnappte sich eine Zigarette raus, das würde sie sicherlich ein wenig beruhigen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Mehr als Fuck und Scheiße fiel Victor in dieser Minute nicht ein. Seine Worte waren nicht gut gewählt und er war emotionaler an die Sache rangegangen, als er es eigentlich wollte. Sie war nicht bereit gewesen das alles auf sich zu nehmen und doch wollte sie stark sein und selbstständig. Sie nahm die Hilfe nicht an und Victor zwang sie letztlich dazu. Einer von ihnen gab letztlich nach und sie konnten noch einmal alles aus sich raus werfen, was so in den Kopf kam. Dummerweise war das keine Art miteinander zu leben und sicherlich nicht zu kommunizieren. Darunter litten sie beide am Ende. Aber was sollte er denn machen. Naira war ihm wichtig, er konnte nicht mehr lügen oder es verneinen. Sie war ein wichtiger Teil, ob nun als Partner von der Arbeit oder als Freundin...
      Er biss die Zähne zusammen und verfluchte sich leise selbst. Sie mussten es lösen können ohne sich dabei die Köpfe einzuschlagen, aber ihre Worte schmerzten ein wenig, denn sie waren wahr. Er hatte wohl viel mehr auf sich und seine Bedürfnisse geachtet, als auf Naira. Ihm war es wichtig, dass sie sicher war, doch das lag an seiner Angst einen Partner zu verlieren. Ihm war es wichtig, dass sie nur für ihn da war, und das war seine Eifersucht.
      Victor raufte sich die Haare, als sie aufstand und in die Küche lief: "Hey, warte...", er kam ihr sofort hinterher, auch wenn nicht so schnell, um sie zurück zu halten vor den Zigaretten. Er musste nicht noch eine Rauchen. Alkohol war seine Droge...
      "Klar hätten dann versuchen alle dich mit Samthandschuhen anzufassen und wie ich sehe ist dir das zuwider. Alles klar, aber du hast Informationen fern gehalten, Naira. Betrachte es aus der Sicht deinen Jobs. Egal ob nun persönlich mit involviert bist oder nicht. Ramirez verliert ihren Job, wenn raus kommt, dass du da persönlich verwickelt bist und dich auch genau so verhälst!"
      Er atmete kurz druch und stemmte die Hände in die Seiten. Sein Blick schweifte zur Seite.
      "...", ihm lag eine Entschuldigung auf der Zunge und eigentlich hätte er erwachsen genug sein müssen, um sie auszusprechen, doch er brauchte seine Zeit, wusste um seine Fehler. Aber es auszusprechen und zu zu geben?
      "Das ist alles ein Fehler...", kam es ihm über die Lippen, dabei meinte er mehr sich und das was er versuchte mit Naira anzufangen. Es hatte schon Jahre lang nicht geklappt und doch, "Ich bin ein Vollidiot, der seit einem guten Jahr nicht hatte arbeiten können. Wenn du mich dafür hassen wirst, weil ich Schritte dagegen anwende, um dein Leben zu retten...Dann werde ich das in Kauf nehmen. Ich will weder sehen, dass Ramirez ihren Job verliert, weil du zu stolz bist oder ich schon wieder einen Partner, obwohl ich es hatte verhindern können!"
    • Naira O’Connor

      Es war dieses Mal notwendig, aus der Situation auszubrechen und eine Pause von der Diskussion zu nehmen, damit nichts kaputt ging. Naira wusste genau, wie impulsiv sie sein konnte und wie viel ihrer Einrichtung kaputt gehen könnte, wenn sie dann einmal richtig in Fahrt war, doch sie zog sich zurück und griff zu der Droge ihrer Wahl. Entgegen jedoch allen Erwartungen folgte ihr ihr Partner und die Sanftheit in seiner Stimme hinterließ eine Gänsehaut auf ihrem Körper. „Sie verliert ihren Job nicht, deshalb habe ich ihr doch alles verheimlicht“,entgegnete die Dunkelhaarige und zog an ihrer Zigarette, das Zittern der Hände verschwand wie von selbst. „Und selbst wenn sich irgendjemand aufregen wird.. ich werde alles auf mich nehmen.. ihr wird nichts passieren, mir wird die Berechtigung abgenommen, halb so schlimm“. Sie weigerte sich ihren Partner anzusehen, denn er war ihr Anker und gleichzeitig derjenige, der sie zum Grund mitreißen könnte. Sie würde vielleicht zusammenbrechen, wenn sie ihn ansehen würde. Doch als er erwähnte, er sei ein Vollidiot entkam ein Lachen über ihre Lippen, er war definitiv ihr Anker. „ja, du bist ein vollidiot..“, bestätigte die Frau und zog ein letztes Mal an ihrer Zigarette, bevor sie sie weg warf. Sie lehnte ihren Kopf gegen seine Brust, ein Zeichen dafür wie fertig sie war. „Du brauchst nichts tun, ich werde alles selbst einleiten.. mich all den Fragen stellen, denen ich seit Wochen ausweiche..“. Sie seufzte und schloss die Augen. „Ich bin so fürchterlich müde.. er lässt mir keinen Schlaf zu“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Warum musste es immer so schwer werden für einen anderen Menschen, den man auch noch gern hatte, etwas zu machen. Sie wehrte sich mit Armen und Beinen gegen ihn und doch wollte sie nicht dass er ging. Er wird nicht gehen, das sagte er sich bereits und trotzdem konnte er nicht ganz nachvollziehen, warum er es nicht tat. So lange kannten sie sich doch nicht. Er atmete tief durch, versuchte die Ruhe in sich zu finden. Sie machte es ihm nicht leicht. Erst recht nicht, als sie zu ihm kam und den Kopf an seine Brust lehnte. Erst wusste Victor nicht, wie er reagieren sollte und sah überrascht zu ihr runter. Sie waren beide K.O. Sie noch mehr. Ihm half der wenige Schlaf, den er bekam, denn er war an nichts anderes mehr gewöhnt gewesen. Vorsichtig ergriff er ihre Arme und ging sie bis zu den Schultern hoch ab. Er hielt sie fest bei sich, nicht dass sie wegkam. Er war hin und her gerissen sie von sich zu drücken und ihr noch einmal zusagen, dass sie nichts alleine machen sollte. Aber er wollte sie auch einfach nur in den Arm nehmen. Der sein, der ihr Kraft gab nach einem beschissenen Arbeitstag. Aber beides sein? Das war zu viel.
      "...Selbst wenn wir alles lösen und ihn fangen...es wird rauskommen und dann bist du im Schussfeld. So wie er es wahrscheinlich will."
      Victor sprach nun ruhiger und sanfter. Er musste nicht laut werden, weil sie neben ihm stand. Nur vorsichtig ließ er die Hände um sie reichen und fest an sich drücken. Dabei lehnte er den Kopf an ihren und bekam den typischen Geruch ihres Shampoos ab. Er schloss die Augen, gab sich dem Moment hin. Wohin sollte er wenn sie ging? Was machte er noch hier, wenn das alles keinen Sinn hatte?
      Weitere Fragen schossen ihm durch den Kopf, die auf persönlicher Ebene waren. Er versuchte sie fort zu halten.
      "Du wirst mir aber erklären was in den Briefen steht. Ich will nicht raten müssen...Er weiß es, also müssen wir beide es auch wissen."
      Alex ließ er außen vor, sollte dieser doch im dunklen Tappen. Andererseits hatte er unwissentlich bereits einen der Briefe entwendet und wollte ihn entschlüsseln.
    • Naira O’Connor

      Es war angenehm zu spüren, dass Victor sie nicht von sich wegstieß, sondern noch fester an dich drückte. Naira war mit ihren Nerven am Ende und sie brauchte ihren Anker, der sie davor bewarte gleich unterzugehen. Victor war wie dafür geschaffen, er wehrte sich nicht, hatte aber vermutlich selbst das Bedürfnis einfach ein wenig Nähe zu bekommen. „Ich habe keine Ahnung mehr, was er nun will oder nicht will.. aber wenn du möchtest kannst du das machen, was du vor hast.. ich vertraue dir bedenkenlos und werde alles akzeptieren, was du möchtest“. Es waren harte Worte für jemanden wie Naira. Sie gab sich und den Fall auf, die gab auch Thomas auf, sie war einfach viel zu müde und viel zu fertig, um noch weiter alleine zu kämpfen. „Ich werde meine Hartnäckigkeit aufgeben und mich dazu überwinden, deine Hilfe annehmen..“, fügte die Dunkelhaarige noch hinzu und schloss ihre Augen, während sie nicht im geringsten darüber nachdachte, Victor wieder loszulassen. Auch wenn das Fenster noch offen stand und Kälte in den Raum gelangte, wärmte der Mann sie auf und gab ihr das Gefühl der Sicherheit. Die beiden kannten sich nicht lange, aber sie hatten so viel zusammen erleben müssen..
      Als Victor wieder auf die Briefe zu sprechen kam, seufzte Naira innerlich. „Es ist relativ einfach, wenn man es verstanden hat.. pro Strophe ändert sich die Wahl der Worte die essenziell sind.. die ändern sich nach dem Takt in dem ersten Wort .. wenn das Wort einen vierhebigen Takt hat, ist jedes vierte Wort relevant.. und so weiter.. der Rest sind Lückenfüller.. wenn man das ein wenig geübt hat, ist das gar nicht so schwer..“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."