[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

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    • Hochzeiten waren nicht Victors Ding. Das waren sie nie gewesen. Die einzige die er jemals in seinem Leben erlebt hatte, war die seiner Eltern und selbst diese war nur eine Bestätigung für ihre kurzweilige Liebe gewesen.
      Sie kamen im Konferenzraum an und das erste was Victor bemerkte, war der Anflug an dumpfen Kopfschmerzen und einer Nase, die wieder anfing zu jucken. Erst nach zwei Niesern hintereinander, die er in den höchsten Graden verfluchte, machte er sich nach Wunsch auf in die Küche, um den Kaffee zu machen.
      Ramirez trat kurze Zeit danach in den Raum, als sie den Kaffeegeruch wahrnahm. Sie stellte sich dazu und lächelte ihren Detective an: "Und...Alles in Ordnung so weit, bei euch beiden?"
      Victor sah müde auf und zuckte dann mit den Schultern, "Naira geht es gut...Sie hält sich tapfer."
      Der Captain nickte und schob ihre Tasse zu den anderen zweien, die Victor machen wollte, was er auch stumm akzeptierte.
      "Und bei dir? Ich hoffe du hast nichts dagegen wenn ich dich duze."
      "Schon gut...", Victor wandte sich wieder an die Kaffeemaschine, die nach und nach nun die Tassen füllen konnte. Der Kaffee weckte einen wenigstens auf und vielleicht half er auch endlich das Niesen wegzubekommen und die Müdigkeit, die nicht von dem fehlenden Schlaf kommen konnte. Aber er antwortete dem Captain nicht weiter. Er wollte nicht darüber nachdenken, wie es ihm selbst ging. Alles war viel zu durcheinander und er selbst konnte nicht mehr sagen wo oben und unten war bei seinen Gefühlen.
    • Naira O’Connor

      Die Frau wusste nicht, womit sie nun anfangen sollte und blieb lieber erst einmal sitzen, um auf ihren Partner zu warten. Sie wollte nicht mit etwas anfangen, was er nicht gut finden würde, immerhin hatte der Mann nun das Sagen und nicht sie. Sie überließ ihm aber gerne das Sagen, so war ihr Kopf für einen Moment frei.
      Auch der Blonde traf kurzer Hand später im Revier ein und warf seine Tasche auf den großen Tisch im Konferenzraum. Er sah nicht gut aus, immerhin schlief er die ganze Nacht nicht, aber noch hielt er still. Er war unzufrieden, es wurde ihm alles verheimlicht und das war nicht ein Teil der Arbeit, er durfte alles genauso erfahren, wie es Victor tat. Einen Moment lang blieb er sitzen und sah zu der Dunkelhaarigen. „Guten morgen..“,entgegnete er , da sie nichts sagte. Naira blätterte viel lieber in der Zeitung herum, sie wollte nicht quatschen. „Morgen..“,murmelte sie nur und der Blonde seufzte. Er spielte mit dem Gedanken, es endlich anzusprechen und nahm den Brief aus der Tasche heraus. Noch hielt er ihn fest. „Sag mal, die Briefe, von denen du gestern gesprochen hast..“,entgegnete er zunächst vorsichtig und beobachtete die Dunkelhaarige.
      „Ich sagte doch,das hat dich nicht zu interessieren..“,kam es von Naira ein wenig abwesend, sie las die Artikel über den vermeidlichen Mörder und über das Statement.
      „Bist du dir sicher?“,fragte Alex und Naira sah zu ihm auf. „Was willst du, Alex?“,fragte sie mit einem genervten Unterton, aber der Mann ließ sich nicht abwimmeln. „Die Wahrheit.. warum lässt ihr mich aus jeglichen Sachen raus? Es kann doch nicht sein, dass ich eine habe Nacht aufbringen muss, um das hier lesen zu können!“. Es kam alles aus ihm raus, die ganze Wut seit Tagen und der wenige Schlaf. Er hätte es sicherlich besser regeln können, als ihr den Brief vor die Nase zu werfen.
      Naira dagegen erhob sich sofort, als sie den Brief sah und ihre Augen sahen zu dem Blonden. Er war zu weit gegangen. „Was fällt dir ein?“,hauchte sie noch zunächst noch ziemlich ruhig. „Wessen Name steht auf dem Umschlag?!“, kam es dann ein wenig lauter und um ihre Aussage zu unterstützen nahm sie den Brief und deutete auf den Namen vorne. „Du hast keinerlei recht meine Post zu lesen! Selbst wenn es einen Bestandteil der Ermittlung ausmachen könnte.. ohne meine Einverständnis darfst du es ganz sicher nicht! Oder einem richterlichen Beschluss, aber viel Freude dabei dir einen zu beschaffen! Du bist selbst ein Polizist und weiß genau, was das für eine Auswirkung hat!“. Noch mehr Wut stieg in ihr auf, auch wenn der Gesichtsausdruck des Blonden ziemlich klar war: er hatte so eine Reaktion nicht erwartet. „Ich könnte dich anzeigen dafür!“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Stumm standen der Captain und der jüngste Detective des Reviers da, bis die Tassen gefüllt waren. Dann verabschiedeten sie sich still und gingen wieder ihrer Wege. Victor kam gerade rein, als Naira lauthals meinte, sie könne jemanden anzeigen. Irritiert sah er auf die andere Seite und erkannte Alex im Raum, den er sofort wütend ansah. Victor wäre bereit ihm eine reinzuhauen, dafür brauchte er Naira nur einmal Pfeifen hören. Doch als er den Brief in der Hand sah und als diesen auch identifizieren konnte, sah er den gestrigen Abend noch vor sich. Alex war alleine gewesen für einen Moment und hatte aus der Kiste einen der Briefe entwenden können.
      "Tsk...Ruhig...Setz dich hin.", beorderte er Naira und legte eine Hand auf ihre Schulter, dabei wich sein Blick nicht von Alex, der noch ein wenig erschrocken darüber wirkte, wie Naira darauf reagiert hatte.
      Victor trat um den Tisch herum und wollte damit signalisieren, dass er nicht unbedingt auf Nairas Seite stand, wobei das gelogen war. In allen Fällen hätte er eher ihr den Rücken gestärkt. Alex war meilenweit davon entfernt überhaupt gemocht zu werden.
      Sie mussten gemeinsam eine Lösung finden, wie sie mit Alex arbeiten konnten ohne dass dieser ihnen tatsächlich vor den Karren fuhr. Aber ihn völligst rauszulassen...Das klang auch nicht richtig. Das Team funktionierte nicht, wie es sollte.
      "Wie viel hast du gelesen, Alex? Hast du es entschlüsselt?"
      Alex schnaubte genervt und stellte sich vor seinen Stuhl: "Klar, habe ich es gelesen. War nicht einfach, aber ich habe es geschafft."
      Victor zeigte ihm mit der Hand an, dass er weiter erzählen sollte, vor allem sagen sollte, was genau er gelesen hat. Mit Naira musste er dann später besprechen, wie sie mit Alex umgehen konnten. Denn so würde es nur den Fall und den Fortschritt behindern.
    • Naira O’Connor

      Die Frau hatte zwei Möglichkeiten, als ihr Partner in den Raum eintrat und sie zu beruhigen versuchte. Er legte ihr sogar eine Hand auf die Schulter, so etwas brachte meistens überhaupt gar nicht. Sie konnte natürlich weiterhin dem Blonden eine Moralpredigt halten und ihn dafür fertig machen, was er gelesen hatte, die andere Möglichkeit war, sich einfach ruhig hinzusetzen und still zu sein, das tat die Dunkelhaarige zu allem Entsetzen auch. Sie wusste nicht, ob es an der Hand von Victor lag oder an seiner Aura, aber Naira beruhigte sich und blieb still.
      Alex erklärte, dass es sich in dem Brief um nichts großartiges handelte, außer um ein paar Fragen des Vaters über Nairas Wohlergehen und Ankündigung von dem letzten Brief.
      „Es war der vorletzte Brief, den ich von meinem Dad gekriegt habe..“,kommentierte Naira und kreuzte die Arme vor der Brust. Sie sah vielleicht ein wenig wie ein bockiges Kind aus, sie war nämlich nicht nur sauer auf dem Blonden, sie war auch ein wenig von dem Rothaarigen enttäuscht, er hätte Alex dieses Mal ruhig zur Sau machen können, nun hatte er auch einen richtigen Grund dafür, aber trotzdem nutzte er diesen nicht. Den Mann würde sie sich noch vorknöpfen. „Naira, es tut mir leid...“,entgegnete der Blonde aufrichtig, aber das zog bei der Frau nicht. „Vergiss es..“,murmelte sie und nahm den Blick runter, um sich ihren Unterlagen zu widmen. „Sei froh, dass er mich noch zurück hält.. das nächste mal wird es keinen mehr geben..“.
      Das war schon das zweite Mal.. Ein Mal Ramirez, ein Mal Victor.. das nächste Mal gab es niemanden.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Nicht das Victor keine Lust hatte dem anderen gerade eine rein zu hauen, weil er nicht nur Nairas Privatsphäre ignorierte hatte. Es lag eifnach nur daran, weil er ein Partner sein sollte und als guter Detective hatte Victor bereits verstanden, dass er alleine nirgends hin kam. Nachdenklich musterte er Alex, der sich vergeblich versuchte bei Naira zu entschuldigen. Diese wiederum setzte sich, wie beleidigt von beiden Männern, auf ihren Stuhl und wandte sich an die Papiere, die vor ihr lagen.
      Victor sah sie einen Moment an, bevor er Alex wieder in Blick nahm und die Arme vor der Brust verschränkte: "Sie gingen dich nichts an. Egal wie viel du erfahren hast. Vergiss es einfach ganz schnell..."
      Misstrauisch beäugte Alex die beiden: "Wie, ich soll es vergessen, aber du kannst es wissen? Du wärst nicht so versessen auf die alte Akte von O'Connor, wen es dort nicht irgendetwas zu finden gäbe."
      Victor zuckte lediglich mit den Schultern: "Wir werden noch klären, wie wir dich einbinden...Aber eigentlich dienst du uns nur als Assistenz. Habe nicht vernommen, dass du ebenfalls Detective bist. Du wurdest degradiert oder?"
      Die Worte klangen hart und scharf in seinen Ohren. Alex wollte etwas sagen, doch er blieb still und verließ den Raum kurz darauf, jedoch nicht ohne eingeschnappt an Victor vorbei zu stolzieren und ihn dabei an der Schulter zu stoßen. Dieser sah ihm nur nach und verengte die Augen, bevor er zu Naira heran trat, denn wenigstens dafür reichte seine Empathie aus und er erkannte, dass sie nicht zufrieden war mit seiner Lösung der Situation: "Hey, wir müssen das ruhig angehen...Keiner von uns darf ihm etwas sagen und...keiner darf ihm eine reinhauen okay? So gern ich das auch machen würde...Aber wenn ich es tue, bin ich raus aus dem Revier und du alleine...Weder ein Sieg für mich, dich oder den blonden Clown."
      Er stutzte sich über sie und warf einen Blick auf den Artikel, den sie vorhin noch in der Zeitung gelesen hatte.
    • Naira O’Connor

      Manchmal wünschte sich Naira, so hart es auch klingen mag, ein ganz anderes Leben zu führen, als sie nun tat. Vielleicht würde sie nicht im Schussfeld eines Mörders und Psychopaten stehen, wenn sie sich damals nicht entschlossen hätte zur Polizei zu gehen. Vielleicht wäre sie nun verheiratet und hätte zwei Kinder, würde vor Glück nur so strahlen und keinerlei Angst haben brauchen, weil es niemanden gab, der ihr was wollte. Doch irgendwie war es nicht ganz das, was sie wirklich wollte. Eigentlich war sie auch fast glücklich in ihrem Leben, ohne Kind und ohne verheiratet zu sein, auch wenn ihre Zeit bald ablaufen würde. Die Dunkelhaarige stand kurz davor, die dreißig zu knacken und damit würde alles viel schneller vorbei sein. Dies hatte sie auch schon bei Freundinnen oder Koleginnen gesehen..
      Naira wurde stutzig als sich Victor über ihr beugte, erkannte aber schnell das es um die Zeitung ging. Sie seufzte laut und unzufrieden. „Es ist ganz gefährlich mir so nah zu kommen, während ich so wütend bin..“,entgegnete sie kurz, doch wenn sie ehrlich war verflog die Wut fast vollkommen mit der Nähe von dem Rotschopf. Ihr Herz raste wieder.
      „Ich möchte ihn einfach nicht in meine privaten Sachen einbinden.. ich habe es ein Mal getan und bereue es bis heute immer noch.. er wird wieder durchdrehen und denken, nur weil ich offen für ihn bin, möchte ich auch was von ihm.. er hatte mich schon letztens gefragt, ob wir nicht wieder essen wollen“. Naira kapitulierte, aber nur weil sie Victor was versprochen hatte. Seufzend lehnte sie sich vor und legte den Kopf auf dem Tisch ab. „Wie sieht nun der Plan für heute aus?“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Der Artikel sagte zu ihrem aller Glück nur das aus, was sie sich erhofften. Es gab keine weiteren Informationen. Trotzdem klingelte das Telefon einmal zu oft an diesem Morgen, dabei waren erst nur ein Tropfen aller Polizisten anwesend. Ihr so nah zu sein, machte ihm keine Probleme mehr und auch wenn der ein oder andere Gedanke durchblitzte sie zu umarmen oder ihr irgendwie seine Aufmerksamkeit zu schenken, so wurde dieser untergraben von seinem Willen zu arbeiten. Er musste ernst bleiben. Also stellte er sich wieder gerade hin und sah zurück zur Tür, durch die Alex eiligst verschwunden war.
      "DU hast mir schon einmal ins Gesicht gehauen. Das zweite Mal überlebe ich auch.", ein Anflug von Humor, der sich da durchs Victors innere zerrte und herauskam. Selten, dass er mal überhaupt Witze machen wollte, aber gegenüber konnte er sich entspannen.
      Doch ihre Worte ließen ihn nicht nur nachdenklich werden, sondern auch besorgt. Naira hatte ihm ja erzählt, was in Alex vor sich gehen konnte, wenn man ihn abweiste und wie er durchdrehen konnte. Stalking war kein kleines Vergehen, auch wenn es viele als ein solches ansahen. Victor schnalzte mit der Zunge und kehrte an seinen Platz zurück.
      "Wir finden einen Weg."
      Nachdem er sich gesetzt hatte und die letzte Akte ansah, die er durchstöbert hatte, fiel sein Blick wieder auf Naira, die mit dem Kopf auf dem Tisch lag.
      "Wir können ihn hier nicht alleine sitzen lassen mit all den Sachen...Früher oder später wieder er dahinter kommen. Dumm ist er nicht. Und mitnehmen...", Victor gab ein kapitulierendes Seufzen von sich, "Wir haben keine andere Wahl. Wir müssen ihn als Ressource nutzen. Sonst steigt er uns aufs Dach..."
      Victor lehnte sich nach hinten, versuchte aus den Gläsern des Konferenzraums nach draußen sehen zu können und jemanden zu erkennen. Doch Alex war nicht zu sehen. Er schniefte und legte den Kopf in den Nacken, "Scheiße verfluchte..."
    • Naira O’Connor

      Ein Schmunzeln bildete sich auf Nairas Lippen, als Victor eine Andeutung auf seine Nase machte. Sie wusste ja gar nicht, dass er Humor hatte, eine Eigenschaft die ihn deutlich attraktiver machte, als er jetzt schon für sie war. Er konnte gerne viel öfter solche Bemerkungen machen und gerne auch zu Witzen greifen, denn Naira mochte es zu lachen.
      Er setzte sich zurück auf seinem Platz, während sie ihren Kopf auf den Tisch legte. Es ging einfach nicht alles so, wie sie es sich ausgemalt und vorgestellt hatte, aber so war nun mal das Leben! „Ich bin dafür, dass wir zunächst raus fahren.. zu der Hütte und zu der Fabrik, da ist sicherlich etwas.. wir können ihn ja mitnehmen.. und wenn wir fertig sind, kann man ja weigern überlegen“. Die Dunkelhaarige sprach zwar gegen den Tisch, aber so laut und deutlich, dass ihr Partner sie verstehen sollte. Als er jedoch wieder Anzeichen der bevorstehenden Krankheit zeigte hob sie sofort ihren Kopf und sah ihn stirnrunzelnd an. „Nicht, dass du noch krank wirst..“,entgegnete sie und setzte sich wieder ordentlich hin. „Magst du vielleicht ein wenig Aspirin haben?“. Sie griff zu ihrem Kaffee und ließ den Rotschopf nicht aus den Augen, während sie einen Schluck nahm. Nun, wenn sie ehrlich war war er schon ein wenig blasser geworden. Aber wie sie ihn kannte, würde er definitiv nicht nachgeben.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • So seltene Momente wie Humor glänzten bei ihm regelrecht, dabei hatte er einen trockenen und sehr unangenehmen. Nur manchmal passte er in die Situation und dabei beließ er es auch.
      Während er den Kopf nach hinten hielt und versuchte nicht noch ein weiteres Mal zu niesen, auch wenn seine Nase das sehr wohl von ihm forderte, konnte er Naira noch halbwegs verstehen, wie sie da mit dem Kopf gegen den Tisch sprach.
      "Gut, dann fahren wir gleich los. Lassen wir Alex hier oder...was ist dein Gedanke? Ihr versteht euch eh nicht und...na ja. Ich kann ihn noch ignorieren, wenn es um die Arbeit geht...", vorsichtig senkte er den Kopf wieder und nahm einen Schluck vom mitgebrachten Kaffee.
      Das Angebot eine Aspirin zu schlucken und die Worte über das Krank werden ließen ihn aber die Stirn runzeln.
      "Ehm.. Nein. Ich werde nicht krank, ist nur ein kleiner Anflug von...Mh...Nichts.", er schüttelte den Kopf, wollte auf keinen Fall zu geben, dass er überhaupt krank wurde oder es werden konnte. Was war er? Damals ging das locker von statten, selbst mit einer ankommenden Grippe, hatte er noch immer die Zeit dazu genutzt, um Papiere für die Arbeit fertig zu stellen. Schließlich nahm das nicht so viel Energie weg.
      Victor schob gerade die Akten bei Seite und legte sie zurück in die Kiste, als Alex wieder hereinkam. er sah aus, als hätte er eine Weile lang auf der Toilette geschmollt und nun sich weider gefangen, um vom Neuen anzufangen.
      Victor sah zu Naira und wartete ihre Reaktion ab, bevor er mit ihm reden wollte. Er wollte ihr zwar helfen, aber ihm war es auch wichtig, dass sie mit der Situation umgehen konnte so wie sie es brauchte.
    • Naira O’Connor

      Sie hätte am liebsten die Augen verdreht um deutlich zu machen, wie schwachsinnig Victors Aussage war, aber sie entschied sich dagegen. Victor war sturr, er würde so etwas sicherlich nicht einsehen, jedenfalls bei dem, was Naira schon gesehen hatte, doch die Dunkelhaarige war sich sicher, dass es eine anstehende Erkältung oder vielleicht auch Grippe war. Es wäre ratsamer, er würde sich ein wenig hinlegen, aber dem Kerl konnte man sicherlich nicht sagen,was er zu tun und zu lassen hatte, in diesem Punkt waren sie sich sehr ähnlich.
      Alex kam wieder rein und da war Naira das zweite mal bereit die Augen zu verdrehen. Er hatte sich von der Standpauke erholt, jedenfalls wollte er das Gefühl vermitteln indem er sich von der besten Seite zeigte. Die Frau seufzte leise und erhob sich schon einmal. „Wir nehmen ihn mit..“,antwortete sie auf die schon vorher gestellte Frage ihres Partners. „Wir haben ja keine andere Wahl..“,murmelte sie noch hinterher, aber da war sie schon dabei aus dem Raum rauszugehen. Sie hatte sich die Karte geschnappt, auch ihre Jacke und der Hund war ihr sofort hinterhergelaufen. Das war eine wirklich blöde Idee, Detectiv zu werden. Warum hatte ihr niemand gesagt, dass es so schwierig werden würde? Und zwar Gefühlsmäßig, nicht irgendwie Arbeitsmäßig. Vielleicht lag es auch daran, dass Naira sehr impulsiv war, aber bisher hatte es viele Vorteile gebracht.. bisher.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor ergriff seinen Mantel und legte den Kopf schief, solange er Alex dabei zu sah, wie schnell dieser auf Nairas Worte hin seine Jacke suchte und sich sofort seine graue Mütze überzog. Er musterte ihn einen Moment. Er hatte Ähnliche Züge zu Spike. Der rannte auch sofort an, wenn einer nach ihm pfiff und wenn Naira es tat, dann dreimal so schnell, als er eigentlich musste.
      "Was ist? Gehen wir?" fragte Alex in seine Richtung und kassierte dafür lediglich einen genervten Blick. Entweder diskutierten Naira und er später noch darüber, ob es so klug war ihn mitzunehmen oder sie würde einfach nur so wütend auf ihn bleiben und es ihm nicht erklären. Das mochte er nicht...

      Es machte nichts, dass die beiden Männer ein wenig später kamen, Naira hatte die Zeit gebraucht, um überhaupt als erste am Wagen ankommen zu dürfen. Ihr entgegen kamen nun zwei Männer, der eine mit dem typischen unzufriedenen Blick, den er nie zu verlieren schien und der andere mit einem entschuldigenden Blick an den Boden gewandt.
      Victor hatte die Zeit genutzt und Alex einmal die Meinung gesagt, damit er sich zusammen riss. Er sollte nichts in dem Wagen anfassen. Nicht einmal die Kiste die hinten drin stand angucken. Während sie zum Auto liefen und Victor diesen aufschloss, entschied er sich aber dafür die Kiste von hinten rauszunehmen und sie hinten in den Kofferraum zu stellen.
      "Schon gut...Ich hätte mich ja dran gehalten..."
      "Halt die Klappe, Alex..."
      Victor stieg genervt hinter das Lenkrad und schnallte sich an. Wie einem Jugendlichen, dem man erst erklären musste, wie dumm sein verhalten doch war, damit er später halbwegs passend reagierte, nahm Alex nun die Papiere raus und gab die Straße an die beiden weiter. Sie würden zu der Fabrik erst fahren.
      "Bei der Hütte müssen wir uns überlegen wie wir hinkommen, wenn es gestern so geschneit hat. Hast du Schneeketten?", er sah zu Naira rüber.
    • Naira O’Connor

      Ein wenig amüsiert betrachtete die Dunkelhaarige das Szenario, welches ihr die Männer anboten. Victor hatte den Blonden scheinbar ein wenig was gesagt, denn dieser zeigte noch deutlich mehr Reue, als er es vorher gezeigt hatte. Da stieg Nairas Laune um einiges, dass sich der Rotschopf für sie einsetzte. Er tickte inzwischen ganz anders, scheinbar hatten Victors Worte und die Strenge gewirkt, er hielt sich zurück und verzog sich von selbst nach hinten ins Auto. Naira selbst stieg auch ein und schnallte sich schon einmal an. Bisher hatte sie nichts gesagt, sie hielt sich schön aus der Sache raus, aber als Victor sie ansprach sah sie sofort zu ihm.
      „Natürlich habe ich Schneeketten“,entgegnete sie mit einem sanften Lächeln. „Es wäre verrückt, wenn nicht.. reiner Selbstmord“. Einen Moment sah sie zu ihrem Partner, bevor sie die Daten für die verlassene Fabrik in das Navi eingab. Zum Glück gab es solche Erfindungen!

      Das Wetter war an diesem Tag deutlich besser und auch wenn zuletzt sehr viel Schnee gefallen war, es würde sie nicht daran hindern zu der Hütte zu fahren. Ein wenig Bedenken hatte die Frau schon, sie war definitiv noch nicht bereit dazu, dahin zu fahren, aber sie hatte bisher eine Reihe schlechter Entscheidungen getroffen und die eine änderte definitiv nichts mehr. Sie würde das durchziehen, um Thomas zu schnappen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Alex schmollte auf der Rückbank vor sich hin, blätterte in Papieren umher und verhielt sich still. Nichts destotrotz warf er immer wieder einen unzufriedenen Blick entweder in Nairas Richtung oder in die Richtung von Victor. Mit ihm würde er sich noch anlegen, das spürte der Blondschopf. Er spürte nämlich auch die Schwingungen zwischen den beiden, und wie Naira es einfach zu ließ bei diesem Kerl. Er war doch nicht besser als er oder? Nie im Leben. In keinster Weise. Er hatte die Empathie einer Kartoffel!
      Alex spielte sich in seinen Gedanken weiter auf und biss sich jedes Mal auf die Zunge, wenn eine Sache davon aus ihm rausrutschen wollte.

      Victor fuhr sie gekonnt rüber zu der Fabrik, bei der sie bereits schon einmal gewesen sind, aber nicht alles durchsuchen konnten. Sie war verlassen und kaum eine Lagerhalle für eine Automobilwerkstatt wert. Er parkte auf dem verschneiten Platz davor. Das Parksystem war nicht zu erkennen und bei so wenig Verkehr hier, sie waren gänzlich alleine hier, konnte es auch nicht sein, dass sie jemand abschleppen wollte. Schon auf dem Weg hatten die Reifen auf manchen der Spuren sich angestellt und durchgedreht. Wenn sie wirklich in Richtung der Hütte fahren wollten, dann mussten sie sich schon anstrengen und die Ketten auf jeden Fall nutzen.
      Victor stieg aus und sah sich um. Es war schneeweiß um sie herum. Die Halle stand wie auch beim letzten Mal verlassen da.
      "Wonach suchen wir?", kam es von Alex, der ebenfalls ausgestiegen war und Naira die Tür versuchte offen zu halten, um ihr zu helfen.
      Der Rothaarige drehte sich nicht um, sondern steckte allerhöchstens die Hände in die Taschen für einen Moment.
      "Alles was auch nur ansatzweise an Thomas erinnert...", brummte er in seinen Bart.
      "Thomas...Ist das überhaupt sein richtiger Name?", Alex war feinen fragenden Blick in die Runde, schmiss beide Autotüren dann zu, nachdem auch Spike ausgestiegen war.
    • Naira O’Connor

      Es war ihr nicht ganz geheuer, dass Alex ihr die Tür aufhalten wollte, aber sie ließ es unkommentiert und stieg einfach aus. Naira hatte keine Kraft dazu, wieder eine Diskussion durchzuziehen, sie wollte sich die Kraft für das Lager und die Hütte aufbewahren.
      Sie zog nach dem Aussteigen ihre Handschuhe aus der Jackentasche und stülpte sich diese über, so konnte sie sicherlich mehr in die Hand nehmen, als ohne. Die Fabrik war verlassen und damit auch nicht beheizt, alles würde tiefgefroren oder eiskalt sein, da waren Handschuhe von Vorteil. „Würdest du deinen Namen nennen, wenn du ein Psychopath wärst?“,fragte Naira den Blonden und sah kurz zu ihm rüber, bevor sie den Weg um den Wagen zum Kofferraum auf sich nahm. Die Kiste fiel ihr sofort ins Auge, aber sie nahm lieber die Gehhilfe in die Hand. Es war sicherlich anstrengender in dem Schnee zu laufen, als auf normalem Weg. „Wobei ich ihm auch zutrauen würde, uns echten Namen genannt zu haben.. hast du denn in der Datenbank was gefunden gehabt?“. Naira wand sich damit an den Blonden, nahm aber den Weg zu der Fabrik auf. Er konnte ihr ruhig folgen..
      Spike dagegen wälzte sich wie ein kleiner Welpe im Schnee und lief seinem Frauchen brav nach, wobei er auch gerne erwartungsvoll zu Victor lief und ihn anblickte. Der Hund wollte ein wenig spielen, Spaß haben und sich austoben, auch wenn es nicht der richtige Zeitpunkt war.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Alex zuckte mit den Schultern. Er fand dass es bereits Unmengen an Mörder gab, die lieber ihren wahren Namen auf der Zeitung gesehen hätten, statt die typisch unpassenden Titel, die die Medienlandschaft ihnen anhängte. Diese waren meist geschmacklos und bei den Haaren herbei gezogen. Er grummelte leise und kam den beiden dann hinterher. Er war nicht das erste Mal an diesem Ort, aber er konnte auch nicht sagen, was so groß viel anders war, als er damals das erste Mal angekommen war. Eine Gruppe an Polizisten hat den Ort durchkämmt und versucht etwas zu finden...Niemand fand etwas.
      "Na, es gibt viel zu viele Thomas...Wir können allein in Anchorage rund 5000 Menschen abdecken, die diesen Namen tragen. Selbst mit den eingetragenen Merkmalen. es macht kaum einen Unterschied. Man würde eine Nadel im Heuhaufen suchen..."
      Victor grunzte bei der Bemerkung. Was anderes war ihr Job als Detective nie gewesen. Sie mussten die kleinsten Hinweise in einem Haufen, ja einem Meer an Blödsinn finden, um etwas lösen zu können. Sie hingen regelrecht an den kleinsten Informationen und mussten sich Dinge aus der Nase ziehen und eventuell, wenn sie Glück hatten, passte es zusammen.

      Victor lief um das Lager herum und folgte dem kleinen Weg außen herum. Er blieb am Fenster stehen, versuchte hineinzusehen, doch es war weiterhin von innen mit Pappe abgedeckt. Als er weiter gehen wollte, sprang ihm Spike dazwischen und wollte ihn wohl zum Spielen animieren. Spielen war nicht gerade das, was Victor im Sinn hatte, doch er beugte sich runter und kraulte das nasse und kalte Fell des Hundes. Dann sammelte er Schnee von der Seite und formte es in einen Ball, den er weit weg warf. Spike rannte sofort hinterher und sprang gefühlt ins Nichts, da sich der Schneeball beim Aufprall wieder auflöste. Victor säuberte sich die Hände am Mantel und bemerkte, wie dumm diese Idee war. Nun waren seine Finger kalt...

      Alex holte Naira ein und lief neben ihr auf das Lager zu.
      "Bei der Durchkämmung des Ortes wurde nichts besonderes gefunden. Es steht seit rund 5 Jahren leer und wurde seither, weder verkauft noch irgendwie sonst genutzt. Tierkadaver und Exkremente...Nichts weiter...", er las von dem Notizblock, den er sich gemacht hatte.
    • Naira O’Connor

      Es war schön zu sehen, wie gut sich Victor inzwischen mit Spike verstand und vor allem, wie er auf seine Bedürfnisse einging. Es erfreute ihr Herz und lenkte sie einen Moment lang von der ganzen Arbeit, die sie noch vor sich hatte. Naira bemerkte zunächst gar nicht, wie sehr alles Alex nervte, aber wenn sie ehrlich war interessierte es sie auch gar nicht. Es war ihre Sache und es waren ihre Gefühle, die sie da hatte, nicht seine.. die hatten ihn auch nicht zu interessieren.
      Alex holte sie wieder ein und Naira musste natürlich feststellen, dass er ihr schon alles das sagte, was sie nicht wusste. Sie hatte sich die Sachen genau angesehen, aber sie hatte keine Lust sich wieder aufzuregen, die Kraft brauchte sie viel lieber für den Weg. „Ihr habt nichts gefunden, weil er es so wollte..“,entgegnete die Dunkelhaarige kurz und schüttelte den Kopf. Das Tor wurde schon einmal aufgebrochen, doch durch die Kälte war es sicherlich vereist. „Wir haben keine Brechstange hier, oder?“,fragte sie murmelnd und seufzte. Die Frage hatte sie sich eher gestellt, als wirklich dem Blonden, doch selbst wenn sie sich an das Tor anlehnte passierte nichts. Die Frau hatte die Idee, vielleicht auf die Verriegelung zu schießen, aber die Kugel konnte genauso gut abprallen. Viele Möglichkeiten hatten sie nicht mehr. „Geh mal zurück..“,murmelte sie und deutete dem Blonden das noch einmal genauer an. Sie atmete mehrmals tief durch, bevor sie sich auf ihr verletztes Bein stellte und mit voller Wucht gegen das Tor tritt. Es bewegte sich ein wenig, doch beim zweiten Tritt war es offen und Naira blickte stolz zu ihrem Bein runter. Es tat sogar nicht wirklich viel weh..
      „So macht man das..“,grinste die Dunkelhaarige und betrat die Fabrik. Viel konnte man nicht sehen, aber in der Mitte der Halle befand sich ein kleiner Fleck, aus den licht von oben fiel. Es befand sich ein kleiner Umschlag in beiger Farbe, auf welchem in schöner Schrift ,O‘Connor‘ und ‚Parker‘ geschrieben stand.
      „Ich sagte doch, wir finden nur das, was er will..“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor nahm eine kleine runde um die Ecke des Lagers, um sicher zu gehen, dass auch nichts von ihnen übersehen wurde. Er warf Spike einen zweiten Schneeball hin, damit er ihn wieder in Ruhe arbeiten ließ und kam wieder zurück, als er den Krach hörte. während er aber glaubte, dass Alex der Grund dafür war, kam er gerade rechtzeitig um zu sehen, dass Naira in einer eindeutigen Pose da stand, die einem beigebracht wurde, wenn man eine Tür auftreten wollte. Sofort sah er grimmig drein und hätte ihr am liebsten wieder seine Meinung vorgehalten, doch so lange sie nicht umfiel und vor schmerzen schrie, wollte er es heute ruhig halten.

      Alex hielt die Hände über den Kopf:" Das hätte ich genau so gut für dich machen können. Schwach bin ich nicht und du solltest doch mit deinem Bein aufpassen...", er schmollte, kam aber dann hinterher und sah sich argwöhnisch in dem Lager um, das nicht anders aussah, wie damals, als er mit dem Trupp hier war.
      Victor kam nach ihnen rein und warf einen Blick um sich herum, dann entdeckte auch er den Lichtschein und den Brief der in diesem Lichtkegel lag. Er schnaubte: "Er kann inszenieren...", kommenteirte er und warf den Kopf in den Nacken, um zu sehen, woher das Licht kam und es war tatsächlich eine Lampe angebracht, die einen Spotlight an die Stelle warf. Es war also definitiv präpariert für sie und er wusste wo sie waren. Victor fielen die Nachrichten auf Nairas Handy ein und er musste unweigerlich zu ihr rübersehen, denn nur ihre Reaktion würde ihm zeigen, ob sie eine weitere Nachricht von ihm erhalten hatte. Doch noch erschien sie ruhig.

      Victor suchte nach seinen Handschuhen und fand das typische Paar an weißen Silikonhandschuhen in einer Seitentasche seines Mantels. Er war der erste, der den Brief in die Hand nahm und ihn aufmachen wollte. Alex sprang dazwischen, "Sollten wir nicht erst einmal Bilder machen und die Spurensicherung?"
      Victor schüttelte den Kopf: "Brauchen wir nicht...können wir im Nachhinein herschicken, um sicher zu sein. Aber er wird nichts hinterlassen haben..."
    • Naira O’Connor

      Naira verdrehte ihre Augen, als ihr blonder Kollege nicht ganz mit ihrem Einsatz einverstanden war. Sie hatte es getan und sie konnten nun reingehen, das brauchte auch niemand zu kommentieren. Selbst Victor sagte nichts, da konnte Alex auch ein wenig zurückfahren. Wobei es die Frau schon ein wenig verwunderte, dass er ihr keinen unzufriedenen Blick geworfen hatte, oder hatte sie ihn einfach nicht gesehen gehabt?
      Der Brief befand sich in einem kompletten Gegenteil: die Fabrik war alt und verlassen, dazu noch marode und ziemlich vereist. Der Brief stach sofort raus und das nicht nur wegen dem Licht, welches drauf schien.
      Der Rotschopf griff zu dem Brief, die Dunkelhaarige stellte sich gerne zu ihn an die Seite um einen Blick auf den Brief zu werfen. „Er hinterlässt nur das, was er möchte.. schon vergessen?“,entgegnete die Frau und sah kurz zu dem Blonden. „Sonst hätte man an den anderen Tatorten auch etwas gefunden..“.
      Ungeduldig, wie ein kleines Kind zu Weihnachten wartete Naira, bis ihr Partner den Brief aufgemacht hatte,nun lesen zu können. Sie war immer noch ein wenig kleiner als er, aber ihr reichte nur ein Blick auf den Brief.

      „Und die Moral von der Geschicht‘:
      Mädchen weich vom Wege nicht!

      Bleib allein und halt nicht an
      Traue keinem fremden Mann!
      Geh' nie bis zum bitt'ren Ende
      Gib Dich nicht in fremde Hände!


      Deine Schönheit zieht sie an
      Und ein Wolf ist jeder Mann!
      Merk Dir eines: In der Nacht
      Ist schon mancher Wolf erwacht
      Weine um sie keine Träne!
      Wölfe haben scharfe Zähne!“

      Ein wenig runzelte die Dunkelhaarige die Stirn und überflog den Brief noch einmal. „Das ist ..von Rotkäppchen.. eine ein wenig andere Version.. jedenfalls wirkt das so, mit denn Wolf und dem Mädchen..aber es ist kein Code“,entgegnete sie und sah zu ihrem Partner hoch. Es war ein wenig verwunderlich, was für eine Nachricht Thomas den beiden hinterlassen hatte. „Was könnte das bedeuten?“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lucy-chan ()

    • Victor ließ sich Zeit damit den Brief zu öffnen. Besah ihn erst einmal von jeder Seite, um davon auszugehen, dass es sicher sein würde ihn überhaupt zu öffnen. Auch wenn er nicht glaubte, dass Thomas ihnen eine so einfache und banale Falle legen wird.
      Es handelte sich letztendlich auch nur um ein wenig Papier, nichts besonderes. Kein Absender, nur die Namen der Detectives von Anchorage. Er wusste dass sie her kommen wollten und dem Zustand des Briefes nach, lag er noch nicht so lange hier. Victor zischte. Er verfolgte sie...und damit meinte er nicht sie beide sondern Nara. Er ließ von dem Gedanken ab, dass der etwas von ihm wollte. Hierbei ging es nicht um ihn, sondern die Familie O'Connor.
      Im Brief befand sich ein Gedicht aus einem Märchen. Rotkäppchen, stellte Nara sofort fest. Victor suchte direkt nach Hinweise, ob es sich um einen Code handeln könnte, aber selbst der Versuch einen Takt im Kopf anzufangen, dauerte zu lange. Naira sagte sofort, dass es sich nicht um einen Code handeln konnte.
      "Dass er ihn nicht anwendet, obwohl er ihn geknackt hat von deinem Vater...", gab Victor bedenkenlos von sich. Doch das war wohl nicht das klügste, denn Alex, der sich sofort in seine Nähe begab, um ebenfalls einen Blick auf das Gedicht zu werfen, schnappte seine Worte auf.
      "Wie meinst du das, er hat den Code geknackt?"
      Victor seufzte erschöpft, er hatte keinen Kopf sich mit dem Kollegen zu streiten. Seine Nase blockte und sein Gesicht fühlte sich warm an. Außerdem kam der Drang wieder hoch niesen zu müssen. Er hoffte, dass er es nicht machen musste.
      "Den Code, den du in einer Nacht nicht hast lösen können.", beantwortete Victor ihm seine Frage und sah dabei nicht zu Nara. Er wusste ja, dass sie es nicht gut hieß ihn überhaupt in der Nähe zu haben, aber da konnte er nun auch nichts mehr machen. Wenn sie schon mit dem neuen Hinweis vor seiner Nase herumfuchtelten.
      "Hm...Er will... dich warnen, schätze ich?", Victor war nicht ganz sicher, ob es hierbei um Nara und ihn ging. Es standen zwar ihre Namen darauf, aber er konnte sich selbst nicht als Wolf sehen.
    • Naira O’Connor

      „Theoretisch gesagt wendet er es an.. im ersten Wort gibt es eine Betonung und damit zählt jedes einzelne Wort, aber ich denke er geht nicht davon aus, dass du es weiß..“,entgegnete Naira und teile somit die Gedanken, die in ihrem Kopf fest saßen. Mehrmals las sie das Gedicht durch und erhoffte sich irgendwelche Hinweise, die sie übersehen hatte.
      Die Dunkelhaarige seufzte wieder, als sie bemerkte, dass Alex auch noch da war. Doch Victor übernahm das schon und so musste Naira nicht mit dem Blonden kämpfen. Sie konzentrierte sich viel lieber auf den Brief, den sie Victor sanft aus den Hand nahm. „Mädchen weich vom Wege nicht...“,murmelte die Frau und ließ ihren Blick durch die Halle werfen, um vielleicht einen Ansatzpunkt zu haben. „Ich habe keine Ahnung, was er mir sagen möchte.. vor allem wovor will er mich warnen? Ich meine, ich arbeite mit zwei Männern, aber das ist nicht das, was ich denke“.
      Da ihr Bein langsam streikte nahm Naira die Gehhilfe zur Hand und stützte sich ein wenig ab, um ihr Bein zu entlasten. „Wenn wir das Märchen durchgehen.. es ist ein Mädchen, welches durch den Wald geschickt wird, um ihrer Großmutter etwas zu Essen zu bringen.. sie trifft auf einen Wolf, der sie um den Finger wickeln will.. und letztendlich frisst er sie später auf, genau wie die Großmutter..“. Sie runzelte ihre Stirn. „Das ergibt keinen Sinn.. hier ist weit und breit kein Wald..“. Sie nahm ein paar Schritte,um sich in der Fabrik umzusehen. „was aber, wenn er uns vorwarnen will und nicht mich? Vielleicht geht es gar nicht um mich?“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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