[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • Ramirez beobachtete die beiden genau, als würden die nächsten Minuten ihrer Handlungen eine Auswirkung auf ihre Entscheidung haben. Sie hatte die Arme verschränkt und hörte ihnen zu. Sie gab keine Reaktion von sich, bis auf die kleine Überraschung,d ass Naira das "wir" nutzte, statt ich. Ramirez wusste um Victors Debakel und warum er hierher versetzt worden war. Sie konnte sich auch gut vorstellen, dass er psychisch nicht gerade auf dem besten Wege war. Dennoch war er schon länger am Ruhen, als Naira. Ihr Blick schweifte wieder zu der jungen Frau, die sich sicherlich nicht auszuruhen hatte. Doch wie konnte sie da kein Lächeln verlieren, als sie von ihrer Dickköpfigkeit sprach und es einmal zugab. Ramirez schmunzelte und sagte im netten Ton: "Oh ja, das kann ich sogar unterschreiben. Das macht dich hier aber fast unumgänglich, Naira."
      Victor verkneifte sich ein rechthaberisches Schnaufen, denn auch er hat diese Seite nun kennenlernen dürfen und sie war alles andere angenehm oder gar hilfreich in Situationen, in denen man sich auszuruhen hatte.
      "Du weißt, dass ich nur damit nicht einverstanden wäre, wenn ich wüsste, dass du in Gefahr gebracht wirst, wenn du hier bist."
      Victor nahm die Hände runter und starrte aus der Fensterfront hinter Ramirez. Hier wären sie vielleicht sicherer, als in ihrem Haus. Angesichts der Tatsache, dass sie den Mörder nicht von ihrer Fährte hatten verlieren können.
      Victor fing Nairas Blick auf und gab ihr ein kurzes Nicken, dass das schon okay war. Sie unterstützten sich gegenseitig und mussten das auch machen, weil sonst einer von ihnen einknicken würde. Und wenn Naira es nicht wusste, aber sie war der einzige Grund, warum er noch hier war und arbeiten wollte.
      Der Captain dachte laut nach: "Hmm...Ihr seid zur Zeit meine besten Leute, die ich dummerweise hinter den Schreibtisch zwingen muss. Außer Sie, Parker. Sie könnten vielleicht einen kleinen Abstich auf die Straßen machen.", sie begutachtete beide noch einmal mit dem strengen Blick einer Mutter.
      "Okay. Einverstanden. Ihr könnt ab morgen in den Dienst wieder eintreten!"
    • Naira O'Connor


      Ein schüchternes Lächeln bildete sich auf ihren Lippen, als Ramirez auf die Aussage mit der Dickköpfigkeit der Dunkelhaarigen einging. Normalerweise war Naira eher das Gegenteil von schüchtern, aber das Thema war ihr ein wenig unangenehm und damit konnte sie noch nie gut umgehen. Dennoch, das Thema wurde zu ihrem Glück wieder zur Seite geschoben und sie widmeten sich wieder dem viel aktuelleren Thema: Der Arbeit.
      Das die beiden Detectiv die besten des Reviers waren wunderte doch niemanden, zumal beide, Victor und Naira, lebend aus einer echt beschissenen Situation rausgekommen waren, dies sollte mal einer nachmachen. Die anderen Kollegen waren meistens auch gar nicht so fleißig, wie Naira es war, sie bemühte sich schon immer irgendwie von dem Elend der Stadt abzulenken. Bisher hatte sie es zwar immer geschafft gehabt, aber nun wünschte sie sich schon ein wenig die Vergangenheit zurück, denn die Langeweile war deutlich besser als das, was die Dunkelhaarige jetzt erlebte. Aber das kannte man doch.. Man war nie zufrieden mit dem, was man hat.
      "Ich danke dir..",sagte Naira kurz und lächelte sanft. "Du darfst nur nicht vergessen, dass ich am Nachmittag Reha habe.. Und der Herr hier mich fahren muss..". Sie war sichtlich froh darüber, endlich wieder arbeiten gehen zu können, immerhin war es wirklich langweilig, ständig nur die Decke zuhause anzustarren. Aber schonen wollte sich Naira nun wirklich nicht, ihrer Meinung nach brauchte sie Arbeit, um wieder auf die Füße zu kommen!
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Captain Ramirez nickte bedächtig: "Du wirst morgens ankommen und darfst dann Nachmittags mit Parker rüber zu deiner Reha fahren, damit du auch bald wieder voll einsatzfähig bist. Ich versuche eure Aufgaben so zu gestalten, dass da nichts im Wege stehen wird.", sie nickte ihnen zu und musterte Naira noch einen Moment, bevor sie zu ihrem Schrank ging und sowohl eine Marke, als auch die Dienstwaffe von ihr hervorholte. Kurz zögerte der Captain und hielt den Blick nachdenklich auf die Marke. Einen verletzten Polizisten in den Dienst zu schicken, könnte ihr Probleme beim Staat einhandeln, aber sie kannte auch Naira. Sie würde nicht kleinbei geben, auch wenn sie ihr erklärte, dass es gegen die Vorschriften sei.
      Victor dagegen hatte seine Marke, als auch Dienstwaffe bereits und er sollte sie auch brav behalten ihrer Meinung nach. Falls Anchorage nun der Ort eines weiteren Mordes sein sollte, brauchten sie einen Mann, der bereits Erfahrung mit solchem Abschaum hatte. "wenigstens lässt sie sich beim Autofahren helfen und kommt nicht auf die Idee selbst fahren zu wollen.", kommentierte Victor mit einem Schnauben. Sie war dickköpfig und wenn sie sich auch nur ein wenig helfen lassen würde in manchen Dingen, dann wäre diese Welt um einiges einfacher zu händeln. Ramirez reichte Naira ihre Waffe und die Marke über den Tisch hinweg: "Die habe ich behalten, solange du noch im Krankenhaus lagst. Das empfand ich nur als richtig. Es sind auch deine persönlichen. Keiner hat sie anfassen dürfen."
    • Naira O‘Connor

      Es war eine gute Nachricht und auch wenn es nur Schreibtischarbeit bedeutete, Naira freute sich darauf, wieder eine Aufgabe zu machen, bei der keiner meckern würde, dass sie sich nicht helfen ließ. Über den Kommentar von Victor sagte sie nichts, verdrehte aber die Augen fast schon hörbar und seufzte leise. Er war ja fast genauso dickköpfig, sollte er sich doch bei eigener Nase fassen! Doch so würde sie es ihm ganz sicher nicht sagen, vor allem nicht vor dem Captain.
      Als diese jedoch zu einem Schrank ging und letztendlich Nairas Sachen auf dem Schreibtisch lagen war die Dunkelhaarige noch glücklicher, als zuvor. Sie trat gerne an den Schreibtisch und betrachtete die Sachen zunächst, die fiel es ihr wie ein Blitz ein..
      Sie stand mit dieser Lampe über dem Kopf an der Tür zum Keller, aus der sie Schritte des Mannes hörte. Ihr Herz schlug so laut, dass sie fast schon nichts anderes hören konnte, bis zu dem Moment, als sie ihn sah. Wie in Trance schlug sie mit der Lampe mit voller Kraft auf ihn ein und da sah sie die Waffe in seiner Hand, ihre Waffe. Das einzige, was sie von ihrem Vater übrig hatte, wurde gegen Sie verwendet, denn nachdem der Kerl am Boden des Kellers lag und Naira die Waffe aufgehoben hatte, bemerkte sie erst die Wunde an ihrem Bein. Auf der Waffe waren Fingerabdrücke..

      Zurück in der Realität schloss Naira kurz ihre Augen, um tief durchzuatmen. Sie wollte keine Schwäche zeigen, das dürfte sie nicht wenn sie zurück wollte. „Ich bin die sehr dankbar, dass du sie aufbewahrt hast..“, sagte Naira dann und lächelte breit. Ramirez wusste, wie wichtig ihr vor allem die Waffe war, doch keiner im Raum konnte wissen, dass der Gesuchte sie damit fast getötet hatte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es war das Glück der Unwissenden, dass sie nicht sahen und nicht fühlten, wie es Naira in diesem Moment zu überleben hatte.
      Victor hielt sie mit seinem Blick fest, bemerkte die Pause, war sich aber auch sicher, dass der Captain genau so viel Zögern in ihrer Haltung erkannte. Sie und er sagten aber nichts und erwähnten es nicht. Stattdessen drehte sich Victor um und trat an die Tür, um wieder hinaus zu gehen. Sie waren für heute fertig. Papiere konnten sie auch noch am nächsten morgen klar machen und heute hieß es einfach nur noch psychisch darauf einstellen, dass man morgen wieder ganz bei der Arbeit sein sollte.
      Hinter der Tür standen einige Kollegen und einer der stark zwischen den anderen sich hervor hebte. Alex mit seinem breiten Grinsen, wie er es kaum erwarten konnte Naira herzlich wieder im Präsidium willkommen zu heißen. Victor gegenüber sagte er nichts, nur ein kurzes Schulterklopfen unter männlichen Kollegen, die die Nähe des anderen einfach akzeptierten.
      Victor verzog die Miene. Mit einem Mal hasste er diese nächsten 10 Minuten die anstanden und das auch nur, weil dieser Kerl an ihm vorbei zu Naira ging und sie von hinten umfiel. Er nahm sie in den Arm und freute sich offenkundig darüber sie wieder zu haben.

      Victor grummelte leise in sich hinein und lief an den anderen Kollegen vorbei. Er war bereits einige Monate hier und fehlte einen davon, doch wirkliche Freundschaften konnte er mit den anderen nicht aufrechterhalten und er wollte auch keine Bindungen mit ihnen eingehen. Also lief er hinaus, wo er etwas frische Luft schnappen konnte und Naira sich über den freunden Haufen an Menschen freuen ließ. Sie brauchte das nun. Er war definitiv nicht hilfreich in diesem Moment.
    • Naira O’Connor

      Innerlich zuckte Naira zusammen, als Alex sie von hinten umarmte und sich offenbar darüber freute, dass sie wieder zurück kam, doch äußerlich blieb sie wie immer sehr kalt. „Wenn du mich das nächste mal so erschreckst Knall ich dir eine“,sagte sie und musste letztendlich auch lachen.
      „Dafür bist du doch noch viel zu schwach!“,entgegnete Alex und musste selber lachen, ließ die Dunkelhaarige aber vorerst nicht los.
      „Oh glaub mir, ich kann immer noch zutreten.. wenn ich es möchte!“. Alex ließ sie auf der Stelle los, aber mehr aus Spaß, als wirklich ernst. „Das kannst du mir ja bald beweisen!“. Naira verdrehte mal wieder die Augen und wand sich an den Captain. „Wir sehen uns dann morgen früh“, verabschiedete sich die Dunkelhaarige und nickte ihrer Chefin noch zu, bevor sie aus dem Büro raus ging. Alex folgte ihr natürlich, er wich ihr nicht von der Seite. Sie wurde von den restlichen Kollegen auch begrüßt und angequatscht, doch Naira konnte sich nicht vorstellen, seit wann sie so beliebt war. Etwa seit dem sie einem Serienmörder entkommen war? Oder ging es um etwas anderes?
      „Wir können ja morgen reden.. ich habe noch was zu erledigen..“, verabschiedete sie sich von dem Rest und marschierte aus dem Revier raus, um an die Kälte zu kommen. Tief atmete die Dunkelhaarige aus, es war ihr noch zu viel, aber dennoch wollte sie zurück. Ihre Erinnerungen waren das Problem, nichts anderes. Zwei Minuten hatte sie gebraucht, um zu sich zu kommen, dann entdeckte sie auch ihren Partner. „Wollen wir uns heute was zu Essen mitnehmen?“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Weiße Dunstschwaden stiegen vor seiner Nase nach oben und nahmen ihn für Bruchteile der Sekunde die Sicht auf das Smartphone auf dem er herumtippte und versuchte etwas aus dem Internet zu lesen. Ein Problem entdeckte er bereits. Sie werden nicht nur Probleme mit Thomas haben, sondern auch noch mit der Presse. Sie werden wohl wie Ratten alles auskundschaften und versuchen sich in ihr Leben zu mischen. Ihr...Leben... Victor hob den Kopf vom Display und starrte zum Wagen, bis er angesprochen wurde. Das Smartphone hatte sich automatisch verriegelt und war dunkel geworden. Hatte er solange ins Nichts gesehen, dass er nicht bemerkte, wie sie rausgekommen war?
      "Ich dachte du brauchst noch einen Moment mit deinen Freunden.", er wollte weder eifersüchtig noch sonst wie rüber kommen. Es war mehr seine Reaktion auf all das Gesabbere der Kollegen, die unbedingt ein wenig von Naira nun haben wollten. Und das alles, weil sie so etwas überleben musste. Victor seufzte, steckte das Handy in die hintere Hosentasche und ging dann mit ihr zum Wagen.
      "Was zum Mitnehmen klingt einfacher. Da muss man sich nicht anstellen...", willigte Victor ein, während er den Motor startete und schon einmal den Wagen wärmte für Naira, damit sie gleich darauf einstieg.
      "Asiate? Ist einfach und die Glutamate erlauben es dem Essen noch eine Woche zu stehen und es schmeckt immer noch nicht verdorben.", schlug er mit einem Schulterzucken vor.
    • Naira O‘Connor

      Sie hatte sich gewundert, dass ihr Partner in die Leere gestarrt hatte , aber sagen wollte sie nichts, denn irgendwie ging es sie doch nicht an. Sie waren nur Kollegen.. Partner.. mehr auch nicht.
      Als Victor das Wort ‚Freunde‘ in den Mund nahm, musste Naira auflachen. „Freunde?“,fragte sie kopfschüttelnd, während ihr das Lachen noch nicht verging. „Niemals.. Aber eifersüchtig?“. Dazu hob sie ihre Augenbraue ein wenig, aber sie wollte ihn wieder einmal nur ein wenig necken, böse meinte sie es ganz sicher nicht, auch wenn es ihr schon ein wenig nach Eifersucht vor kam. Doch warum sollte sie weiter grübeln? Sie interessierte sich doch eh nicht für Victor, jedenfalls versuchte sie es sich einzureden.
      Naira setzte sich gerne in den etwas wärmeren Wagen und atmete erst einmal tief durch. „Asiatisch klingt gut..“,sagte Naira auf den Vorschlag hin und sah zu ihrem Partner. „Aber wir müssen es ganz sicher nicht eine Woche stehen lassen.. ich werde die Tage schon etwas frisches kochen..“. Ihr Lächeln auf den Lippen war warm, auch wenn sie sich äußerlich ganz anders gab, als sie innerlich war. „Gebratene Nudeln mit ein wenig Fleisch würden meinem Magen auch ganz gut passen!“. Die Dunkelhaarige schnallte sich an, damit ihr Partner gleich losfahren konnte. Aufs Essen freute sie sich schon irgendwie.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor legte den Gang ein, bevor er jedoch die Parklücke verließ, warf er ihr einen fragenden Blick zu: "Was Kochen, hm? Dem Bein wird's bestimmt schneller besser gehen, wenn du es langsamer angehst.", kommentierte er und sah dann nach hinten, um nicht den Wagen hinter sich anzufahren, als er raus fuhr.
      Auch wenn ihm klar war, dass sein Kommentar nicht notwendig gewesen war an dieser Stelle. Es war ihm einfach ausgerutscht. Er wollte etwas sagen, irgendwann musste er es, denn wenn nicht, sah er sie schon lebenslang in einem Rollstuhl sitzen oder an Krücken gefesselt sein. Sie war so unglaublich stur.
      "Weißt du schon, was du Essen magst? Dann kann ich das schnell holen und du bleibst sitzen im Wagen. Ist dann auch schneller.", Victor fuhr sich müde durch das Gesicht und bog in der nächsten Straße ab, um in Richtung des Zentrums zu fahren, in dessen Nähe er einen Asiaten kannte. Dieser war einer der wenigen von dem er keine Magenschmerzen bekam. Dummerweise mussten sie ein Stück weiter parken, als sie wollten und Victor überlegte einen Moment einfach direkt vor dessen Türe auf den Bürgersteig zu fahren. Er wollte nicht solange in der Kälte laufen. Gedacht, getan. Er fuhr noch ein Stück weiter und fuhr tatsächlich auf den Bürgersteig, wo ihn manche Leute dumm anschauten und nicht glauben wollten, dass er es tat. Doch an diese Blicke war man als Detective gewöhnt. Manchmal musste man sich eben gegen Konventionen lehnen.
      "Also...", er wandte sich wieder an Naira: "Etwas bestimmtes?"
    • Naira O’Connor

      Sein Kommentar traf sie genau mitten in die Brust. Naira hätte es nicht erwartet, dass Victor dich überhaupt jemals trauen würde so direkt zu ihr zu sein, aber sie hätte auch nicht gedacht, dass er sich genauso gegen sie stellte, wie alle anderen. Dazu kam noch anschließend, dass es wohl schneller war, wenn sie nicht mitkommen würde, großartig. Nun wurde sie wie ein richtiger Krüppel behandelt, genau das, was sie nie wollte und das hatte sie laut genug ausgesprochen.
      „Die Nudeln mit der Ente bitte..“, sprach Naira und sah aus dem Fenster raus,denn sie war nicht wirklich bereit, einen Streit anzufangen und in ihr brodelte es schon ein wenig.
      Sie wartete ab, bis ihr Partner ausgestiegen war um Essen zu holen, ehe sie das Telefon raus nahm und sich die Nachrichten öffnete. Irgendetwas musste sie wohl ablenken, bevor sich Naira mit ihrer Wut alleine auseinandersetzen würde, das war nämlich keine so gute Idee. Aber etwas anderes auf ihrem Handy machte sie stutzig: Eine SMS kam im gleichen Moment auf ihr Handy, in dem sie es rausgeholt hatte.
      „Asiatisch? Eine gute Wahl.. vor allem die Ende mit den Nudeln.. köstlich..
      T.“.

      Für einen kurzen Moment blieb der Dunkelhaarigen das Herz stehen. Auch wenn sie nicht wusste, wer T. war, sie hatte eine gewisse Vorahnung, wer sie da anschrieb. Ein wenig Panik machte sich in ihr breit, aber sie versuchte ruhig zu bleiben und sah sich auf der Straße um. Er war nicht da.. aber er war näher an ihr, als sie dachte.
      Schnell war die SMS gelöscht und das Handy verstaut. Sie musste sich dringend eine neue Nummer besorgen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Trotz seiner harschen Worten wollte er ihr ja nichts Böses. Er war bereit ihr zu helfen so gut er konnte und sie zu unterstützen, das ging jedoch nicht, wenn sie nicht hin und wieder einmal von ihren alltäglichen Dingen abließ und es von anderen erledigen ließ. Victor hatte ihr die Unzufriedenheit auf seine Worte hin angesehen, doch auch her kommentierte es nicht weiter. Er war nicht der Typ der gerne darauf einging, warum jemand beleidigt aus dem Fenster blickte und dabei die Wangen aufplusterte. Er ließ es so wie es war. Was kaputt war, war nun einmal kaputt.
      Seufzend stieg Victor aus und ließ die Tür des Wagens hinter sich zu fallen. Passanten kamen noch an ihm vorbei und beäugten ihn ungewöhnlich. Im Notfall könnte er noch immer den dunkelsten Amerikaner spielen und den schärfsten Akzent auspacken, um hier noch als Ausländer durchgehen zu können. Aber sollten die Leute doch nicht so gucken. Er hatte die die Warnblicker angeschaltet. Das sollte reichen, dass in den nächsten 5 Minuten keiner in das Heck des Wagens fuhr.
      Der Laden war voll, doch die meisten saßen bereits mir ihrem Essen am Tisch und waren versorgt. Die kleine Frau an der Kasse beäugte Victor und begrüßte ihn schließlich aus Gewöhnung mit einer kurzen Verbeugung. Victor erwiderte das mit einem kurzen Nicken, auch wenn er wohl eine mindestens genau so tiefe Verbeugung hätte machen müssen. Er war jedoch weder in Japan noch in China jemals gewesen. Die Gepflogenheiten hier in Anchorage waren nun einmal andere.
      Er bestellte das was Naira haben wollte und suchte sich selbst das Rindfleisch und die Reisnudeln aus. Das sollte gut sein und den Hunger fürs erste Stillen können.

      _____

      Er war klug genug, den Wagen so bearbeitet zu haben, dass man es nie finden würde. Dabei war es ein so einfaches Versteck. Ein kleines Mikro, das beste was man als Technikfreak wertschätzen konnte, hatte er in den Wagen der Detective verbaut, als sie mal in einer Nacht nicht darauf acht gaben.
      Mehr hatte er nicht tun müssen. Selbst stand er wieder an einer Bushaltestelle, die Kopfhörer im Ohr und horchte war in dem Wagen geschah. Er amüsierte sich über das disharmonische Zusammenspiel der beiden. Sie auseinander zu bringen erschien irgendwie immer einfacher zu geben. Sie zerstörten sich bereits gegenseitig. Er gab ihnen einfach die Zeit dazu.

      _____

      Nach 10 Minuten kam Victor wieder und setzte sich mit einer Tüte warmen Essens in den Wagen.
      Er reichte es Naira, damit sie es halten konnte für den Moment: "Ich nehm's dir ab, wenn wir aussteigen...", dann fuhr er auch schon los. Zurück in die vier Wände, den Hund ein wenig ausführen vielleicht und etwas Essen. Das klang wie ein entspannter später Nachmittag...
    • Naira O’Connor

      Tief durchatmen... Diese zwei Worte sagte sich die Dunkelhaarige immer wieder, während sie versuchte nach Luft zu schnappen. Die SMS ging ihr nicht aus dem Kopf, auch wenn Naira sie gelöscht hatte und das Handy gut verstaut war. Er hatte sie irgendwie belauscht.. er war ihnen näher dran, als es ihr lieb war.
      Naira beruhigte sich erst, als ihr Partner die Tür zur Fahrerseite öffnete und einstieg. Sie fiel so in ihre alte Rolle wieder zurück und das, was sie noch eben bedrückt hatte war plötzlich verschwunden. Wie lange sie das noch so durchziehen konnte wusste die Dunkelhaarige nicht, aber sie war gut darin etwas versteckt zu halten.
      „Es riecht gut..“,sagte sie nur, als Victor ihr die Sachen reichte, die sie auf ihrem Schoß hielt. Die Anzeichen von der Aufregung über Victors Kommentar waren gänzlich verschwunden, sie hatte es sogar schon vergessen, so einfach ging es. Oder sie konnte Victor gar nicht so lange böse sein..
      „Wollen wir nachher vielleicht mit Spike ein wenig spazieren gehen? Nicht lange natürlich..“, fragte sie und sah zu ihrem Partner am Steuer. Natürlich würde sie nicht übertreiben, aber es fehlte ihr irgendwie das Ausführen ihres Hundes. Sie war viel zu sehr dran gewöhnt gewesen und außerdem, ihr Hund war auch schon aus seiner Form raus, da musste er wieder zurück, genau wie sein Frauchen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor fuhr den Wagen über die allgemeine Straße zu Naira wieder zurück und stellte ihn dort auf den meist freien Platz von ihr ab. Das Wohngebäude erstreckte sich keine weiten Meter neben ihnen.
      Er hatte dem Spazierengehen mit Spike eingewilligt. Er konnte nicht schon wieder gegen ihre Bewegung aussagen und sie an ihr Bett fesseln, auch wenn es theoretisch einiges für ihn vereinfachen würde. Seinen Partner damals hätte er auch am liebsten fest gebunden und nirgends mehr hingeschickt, aber es konnte nichts helfen. Er war ein genau so sturer Typ, wie sein neuer Partner nun.
      Seufzend zog Victor den Schlüssel raus und ließ sich das Essen wieder in die Hand drücken, um damit aussteigen zu können.
      Dass es ihr schlechter ging oder ihr ein gewisser Herr eine Nachricht zukommen ließ, hatte er nicht erkennen können für den Moment. Er hoffte, dass Naira diese Information mit ihm teilen wird, wenn es der Fall sein sollte. Dennoch, er bezweifelte es stark.
      "Wir essen erst und dann können wir ja mit deinem Hund raus.", gab er noch als Bestätigung später beim Aussteigen ab, um ihr eine gewisse Sicherheit zu bieten. Obwohl er sehr oft nun mit dem Hund raus gegangen war, so sah er den Vierbeiner immer noch nicht als seinen Hund oder gar ihren gemeinsamen Hund an. Doch die Beziehung zu dem Hund hatte sich verbessert. Er streichelte ihn hin und wieder etwas und vollführte sogar so etwas wie Spiele, damit der Hund nicht zu sehr vereinsamte in dieser Zeit. Victor war sich aber sicher, dass er nicht so stark sich mit Spike beschäftigte, wie Naira es tun würde.
    • Naira O’Connor

      Sie sagte die restliche Fahrt über nichts, weshalb eine ein wenig unangenehme Stille zwischen den beiden herrschte. Zum Glück wohnte Naira nicht weit weg, denn länger hätte sie diese wahrscheinlich gar nicht aushalten können. Sie ließ ihr viel zu viel Freiraum für Gedanken, die gar nicht gut waren. Sie drehten sich immer noch alle um die SMS, aber ihre Zunge hatte sich selbst verboten, Victor etwas zu sagen. Es würde ihn nur beunruhigen und solange er nichts wusste konnte Naira so tun, als wäre gar nichts passiert. Schon einmal hat ihr Partner ihr bewiesen, dass er dazu nicht in der Lage war.
      Als die angekommen waren reichte sie Victor das Essen und stieg selbst in Ruhe aus dem Wagen raus. Ihr Bein schmerzte, am liebsten wäre sie gar nicht ausgestiegen und nur tagelang im Bett geblieben, aber irgendetwas musste sie ja machen, ihr Kopf wollte es so. Manchmal sollte man jedoch auch auf seinen Körper hören und nicht nur auf seinen Kopf, doch das wird sie noch schnell genug merken.
      Zuhause angekommen begrüßte Spike die beiden freudig und wäre zu gerne zu Naira hoch gesprungen um sie besonders zu begrüßen, aber der Hund wusste genau, dass sich Naira nicht auf den Beinen halten konnte. Deshalb setzte sich die Dunkelhaarige auf die Couch und widmete sich ihrem Hund, mit der vollen Aufmerksamkeit. Bald würde sie wieder fit sein und damit auch ihr Hund, aber noch mussten sich beide gedulden.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Die Stille zwischen ihnen beiden war nicht sehr angenehm gewesen, das hatte selbst Victor gespürt. Jedoch war er mit anderem beschäftigt und nicht in der Lage so eine Situation zu lockern. Deswegen war es gut, wenn er allgemein immer mit einem Partner arbeiten konnte, der mehr Empathie für andere Menschen aufbringen konnte als er, denn seine Empathie konnte man auf einem Teelöffel einfangen.
      Die Treppen hoch zu ihrer Wohnung verliefen wie üblich etwas langsam, doch um so mehr konnten sie sich nun entspannen, als sie hinter der Tür endlich Spike antrafen und Naira sich wieder setzen konnte. Es war ein langer und eigentlich erfolgreicher Tag. Victor nahm den Weg in die Küche und packte das mitgenommene Essen aus, welches er dann auf zwei Teller verteilte.

      Für einen Moment machte er die Augen zu und streckte den Rücken durch, legte dabei eine Hand in den Nacken, um die Anspannung rauszumassieren. Doch es brachte nichts. Es würde nicht weggehen.
      Nachdem nahm er die zwei Teller mit rüber in den Wohnzimmerbereich und stellte das Essen auf den kleinen Couchtisch neben dem Sofa, den sie aber ein wenig wegschieben musste, um Naira den Platz zu geben ihr Bein ausstrecken zu können.
      "Wie gehts deinem Bein gerade? War viel rumlaufen und stehen...", fragte Victor ruhig ohne sie dabei anzusehen. Er wollte nicht, dass die Stille weiter anhielt.
    • Naira O‘Connor

      Sie lehnte sich ein wenig zurück, während sich Spike ab ihre Seite auf dem Boden setzte. Naira vergaß natürlich nicht, ihren Hund zu kraulen, immerhin hatte er es verdient, nach dem Ganzen, was er bisher getan hatte. Alleine, dass er den beiden das Leben gerettet hatte war das Größte überhaupt gewesen und wenn Naira wieder gesund und munter sein würde, würde Spike genug Anerkennung von ihr bekommen.
      Ein wenig Platz hatte sie ihrem Partner trotzdem auf der Couch gelassen und das Essen, welches vor ihr abgestellt wurde ließ ihren Magen knurren. „Ich habe echt Hunger..“,murmelte sie und griff den Teller mit ihrem Essen drauf. Bevor sie jedenfalls anfing sah sie zu Victor und musterte ihn kurz. „Es geht.. ich ignoriere es und alles ist gut“,antwortete die Dunkelhaarige und strich sich mit einer Hand über das Bein, bevor sie sich wieder zurück lehnte. „Ist aber nicht so schlimm.. bin bis morgen so fit, dass die Arbeit richtig gut laufen wird! Da freue ich mich schon wirklich drauf!“, Der Ärger mit ‚Thomas‘ war wieder verflogen, sie hatte es sogar vergessen, was er getan hatte und genoss einfach das Essen. „Ich wünsche dir einen guten Appetit!“.
      Was Essen alles mit einer Frau machen konnte...
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor hob eine Augenbraue an. Es war die Naira, die er nun seit einigen Wochen kennenlernen durfte und weiterhin gefiel es ihm nicht wirklich. Sie ignorierte ihre Schmerzen und ließ alles so wie es war. Ein fataler Fehler, wenn man ihn nach seiner Meinung gefragt hätte. Dass er nicht gerade ein besseres Beispiel darstellte, weil er sich genau so sehr hatte gehen lassen damals, sah er nicht ein. Er bedachte noch nicht einmal, dass alles was er dachte und an Naira dabei bemängelte, er ebenfalls durchlebte hatte. Er hatte ignoriert und er hat gemeint es sei alles gut. Im Endeffekt wurde er zu jemandem, der täglich an der Flasche gehangen hatte und letztlich nicht mehr aus seinem Zimmer gehen wollte oder gar konnte.
      Victor setzte sich mit dem Essen auf dem Schoss zurück und erwiderte das Guten Appetit leise. Wenn er sich auch nur daran erinnern würde, wie er damals im Zimmer lag, ihm war elendig. An einem Morgen war er erst gar nicht nach Hause gekommen, sondern lag in einer Ausnüchterungszelle. Zu seinem Glück war es in einem anderen Bezirk. Trotzdem kannten ihn die meisten Polizisten und hatten ihm einen bemitleidenden Blick geschenkt. Er war an dem Morgen trotz der Zeit in der Zelle nicht gerade nüchtern nach Hause gekommen.
      Er probierte einen ersten Bissen und sah dann zu Spike, der ebenfalls gespannt den beiden dabei zu sah, wie sie das dampfende und gut riechende Essen anfingen. Ob er auch etwas davon wollte. Gesund war es für den Hund sicherlich nicht.
      "Bis morgen wirst du nicht fit sein...", widersprach Victor nach einem zweiten Bissen. Er konnte nicht anders, als ihr immer wieder das Bein zu stellen, wenn sie glaubte, dass sie schnell gesund wird, "Du wirst am Schreibtisch hocken und nicht herumhüpfen...Aber wenigstens freust du dich darauf...", grummelte Victor erschöpft.
      Es war nicht einfach sie zu ermutigen und sich zu bewegen, während sie selbst sich maßlos überanstrengte und damit ihre Gesundheit gefährdete. Das schlimmste daran war, dass Victor bewusst war, dass sie damit nicht nur ihre, sondern auch seine Gesundheit in Gefahr brachte. Denn sollte sie nie wieder den Dienst antreten, dann zog er hinterher. Nicht zu ihr, nicht an ihre Seite, aber auch er quittiert den Dienst.
    • Naira O'Connor

      Sie bekam kaum mit, wie wenig Begeisterung ihr Partner für ihre 'Tapferkeit' hatte und wie wenig es ihm gefiel, dass sie sich kaum Ruhe gönnte. Naira war viel zu sehr damit beschäftigt, ihre Gedanken und ihre Erinnerung zurück zu halten, außerdem war es ihr fast egal, was andere von ihr dachten, nur bei Victor war es ein kleiner Unterschied.. Jeder hatte sein Päckchen zu tragen, natürlich hatte Victor auch eines, aber von dem wusste sie natürlich nichts, sie kannte nur ihr Päckchen, welches schon viel zu groß geworden war.
      Naira aß in Ruhe ihre Ente auf und griff zu der Fernbedienung, um etwas zu finden, was beide sehen konnten. Der Abend sollte eigentlich ganz ruhig verlaufen, sollte man jedoch meinen.. Victors Kommentar, welches ihr die Flügel wieder abriss zerstörte so gut, wie alles an diesem Abend. Die Dunkelhaarige schluckte schwer, als sie die Worte nicht nur wahrgenommen, sondern auch verstanden hatte. Ihre Laune kippte sofort und irgendwie hatte sie auch keinen wirklichen Hunger mehr.
      "Am Schreibtisch zu sitzen ist besser, als Zuhause nichts zu tun..", murmelte sie und stocherte ein wenig in ihrem Essen herum, bevor sie sich doch noch etwas in den Mund schob. Naira wollte nun wirklich keine Scene machen, sie verstand irgendwie die schlechte Laune ihres Partners. "Ich meine, wir brauchen beide ein wenig Abwechslung..".
      Die Dunkelhaarige seufzte wieder einmal leise und lehnte sich ein enig weiter zurück, fand aber etwas, was beide gucken konnten. Eine Polizeiserie lief, die sie erst einmal laufen ließ. Sie fand es immer wieder lustig, welche fehlerhafte Sachen den anderen im Fernsehen gezeigt werden, aber nicht alles war umsetzbar, dessen war sie sich schon bewusst.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es war noch nicht die schlimmste Seite an Victor, die er an diesem Abend von sich gab. Er konnte unausstehlich werden, das wusste er und das wussten schon ein paar Polizeikollegen, die meinten einen jungen Journalisten durch die Absperrung durchlassen zu können und auch den Wagen, der ihnen durch die Lappen ging. Einige davon hatte er zusammengestaucht ohne sich dafür schuldig zu fühlen. Bei Naira war es anders. Ihm reichte nur ein kurzer Blick auf sie und er wusste, dass er ihr mit seinen Worten gerade einen großen schwarzen Strich durch die Rechnung getrieben hat. Doch er konnte nicht anders. Wie denn. Sie sollte sich verflixt noch einmal ausruhen und nicht darauf freuen im Büro herumzuhüpfen...Vielleicht hatte er aber auch ein ganz anderes Problem damit, dass er noch nicht erkannte. Victor stellte sein Essen wieder auf dem Tisch ab und kratzte sich am Hinterkopf und fuhr dann vor zu dem Bart. Es machte ihn nervös, das Thema zu besprechen, aber nun war es angerissen, auch wenn Naira erst vorsichtig und defensiv daran ging.
      "Ich bin derselben Meinung wie du. Abwechslung kann gut tun. Kann...Aber die letzten Wochen habe ich auch mitbekommen, wie gern du Dinge erledigst ohne nach Hilfe zu fragen. Dinge, die du mit deinem Bein sein lassen solltest.", er sah über seine Schulter zu ihr, vermied es aber ihren Blick direkt zu erwidern und sah zurück auf sein Essen. Der Appetit war ihm somit auch vergangen. Hätte er doch nur die Klappe gehalten wie immer. Seine Meinung wollte eh keiner mehr wissen.
      "Es geht mir nur darum...", Victor hielt inne und räusperte sich einen Moment, legte die Hände zusammen und legte sich den kommenden Satz im Kopf zurecht, doch egal wie er ihn drehte und wandte,er hörte sich nicht gerade nett an.
      Seine Mundwinkel zuckten unzufrieden: "Wenn du es übertreibst, kannst du deinen Job komplett in die Tonne werfen."
      Seine Worte waren endgültig, genau so wie seine Stimmlage sich um einige Töne verdunkelt hat.
    • Naira O'Connor

      Es ist ja nicht so, dass sie seine Meinung nicht hören wollte, sie war ihr wichtiger als die Meinungen der anderen, aber es war nicht das, was sie hören wollte. Naira war lieber darauf bedacht, sich weiter zu belügen und nicht einzugestehen, wie viel Recht Victor mit dem hatte, was er sagte, aber in ihrer Verfassung war es vielleicht nicht ganz so weise. Doch, konnte Victor es überhaupt anders sagen? Wusste er, wie man mit einem rohen Ei umging?
      Auch ihr war der Appetit vergangen und die Dunkelhaarige stellte das Essen genauso auf den Tisch, wie es auch ihr Partner getan hatte. Sie sah ihn nicht an, was würde es auch bringen ihn anzusehen? Zu sehen, wie wenig es ihm ausmachte, ihre Flügel wieder abzureißen? Da war aber wieder ein Moment, welcher deutlich machte, wie viel von einer Beziehung in ihnen drinnen steckte. Sie beide waren in einem Etwas verwickelt, aus dem sie nicht mehr raus kamen, egal wie sie es drehten und wandten.
      "Wenn ich es nicht versuche, kann ich mein ganzes Leben in die Tonne werfen..", sagte sie und kaute ein wenig auf ihrer Unterlippe. "Es bringt alles nicht, egal wie ich es drehe und wende.. Ich weiß selbst nicht mehr, was ich tun soll". Damit war das Thema fast schon für sie beendet, denn Naira erhob sich von der Couch und marschierte ohne ihrer Gehhilfe aus dem Wohnzimmer in Richtung des Schlafzimmers. Der Abend war damit komplett gelaufen, denn je mehr sie sich in dieses Thema einsteigern würde, desto schwieriger würde der Rückzug für sie sein und deshalb war das Einzige, was sie tun konnte aus dem Raum zu gehen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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