[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • Victor nahm seine übliche Haltung ein, in dem er die Arme vor der Brust verschränkte und sein gegenüber bei dem was es tat beobachtete. Während er meistens dabei ausholte, um noch einmal zu zeigen, wie genervt er von der Situation war, musste er diesmal schneller reagieren, als nur seinen Unmut preisgeben.
      Er sprang auf, als sie anfing das Geschirr abzuräumen und kam beim nächsten Versuch etwas in die Hand zu nehmen dazwischen.
      "Wie wäre es wenn du voran gehst und dir einfach ein Bad einlässt...Du hast gekocht, ich kann sauber machen.", sagte er und übernahm ihren Part dabei das Geschirr rüber zum Waschbecken zu tragen. Ein wenig machte es ihn nun doch wütend zu sehen, dass sie nicht verstand, wie wichtig das Ausruhen für die Wunde war. Sollte sie es nicht tun, er bildete sich natürlich schlimmere Szenarien ein, als tatsächlich der Fall wäre.
      "Ich mach das hier, du rufst mich, wenn du zum Verbinden Hilfe brauchst.", noch einmal nickte er ihr dabei zu, damit sie verstand, dass er das auch wirklich übernahm und damit auch keinerlei Probleme hatte. Zwar quittierte er sie nicht Beleidigungen oder wütenden Blicken, doch man sah ihm nichts besser an, als wenn er unzufrieden war mit einer Situation.

      Das Abräumen des Tisches, wegstellen von Restbraten in den Kühlschrank und das Abkratzen der Reste von den Tellern, waren schnell erledigt gewesen. Das Abwaschen des Geschirrs war dabei so meditativ, wie sich Victor nur fühlen konnte. Seine Gedanken schweiften ab, während das heiße Wasser auf seine Hände floss. Ihm kam nicht der Gedanke, dass das Verbinden der Wunde heikel werden konnte für ihn und sie. Letztlich konnte so etwas sehr intim werden. Doch seine Gedanken waren bei dem guten Essen und bei der Tatsache, dass sie ihre Wohnung aufräumen mussten. Der Mörder war hier gewesen. Der Typ, der sie beide umgebracht hätte, jagte nun sie, statt andersherum.
    • Naira O‘Connor

      Es war schwer für Naira, keinen Kommentar abzugeben und einfach das zu tun, was ihr beauftragt wurde, sie war es nicht gewohnt von jemanden einfach die Befehle zu bekommen und anzunehmen. Kurz hatte sie Victor angeguckt und ihn gemustert, während er das Geschirr in die Spüle brachte, biss sich aber auf die Zunge um nichts zu sagen.„Okay“,brachte sie dann raus und seufzte leise. Sie musterte ihren Partner noch kurz, er war nicht sonderlich begeistert aber er konnte es ihr doch nicht übel nehmen.. sie wollte einfach nur ihr Leben weiter leben und sich nicht von dem Bein einschränken lassen, aber scheinbar passte es Victor nicht und irgendwo hatte er ja auch recht.

      Keine fünf Minuten später war Naira im Badezimmer angekommen und ließ reichlich Wasser in die Badewanne reinlaufen. Währenddessen hatte sie sich schon ausgezogen und wartete auf das Wasser, indem sie sich im Spiegel betrachtete. Naira fand sich und ihren Körper schon immer sehr attraktiv, aber ihr Blick blieb an den Verband hängen. Kurz wollte sie es runter ziehen, sich ansehen was da drunter war, aber ihr Mut ließ mit jeder weiteren Sekunde und so langsam war sich Naira nicht mehr sicher, wer sie wirklich war. Ihr Spiegelbild sah grausam aus, ihre Augenringe waren dunkel und die hat war noch lange nicht mehr so frisch,wie sie es vorher war. Der Körper hatte sich quasi aufgegeben..

      Bevor Naira sich noch weiter reinsteigern würde, stieg sie in die Badewanne und ließ sich von der Wärme umhüllen. Dreißig Minuten saß sie in der Wanne und als sie letztendlich Ausstieg fühlte sich Naira wie neu geboren, als würde sie wieder in ihr eigentliches Alter zurück kommen. Kurz sah sich die Dunkelhaarige im Spiegel an und musste zufrieden Lächeln, es gefiel ihr deutlich mehr.
      Mit nur einem Handtuch um den Körper und nassen Haaren verschwand sie wieder aus dem Bad und machte sich auf die Suche nach Victor. „Ich bin fertig..“,verkündete sie und setzte sich auf das Sofa hin, um zu warten. Sie sollte schließlich einen neuen Verband bekommen...
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor hätte seine Sorge auch anders ausdrücken können, doch dafür war er nicht gemacht. Ein Brummen und unzufriedenes Gesicht, sollte doch reichen, wenn man wollte, dass jemand genau das ausführte, was man einem aufgetragen hatte. Wie die jungen Polizisten, die eher an ihre Streifenfahrten gewohnt waren, als einen Tatort abzuriegeln und keinen pfiffigen Journalisten rein zu lassen.
      Das Geschirr war schneller geputzt als gedacht und auch wenn er sich schwer getan hatte damit, die Sachen wieder an den richtigen Ort zu tun, so war er dann doch fertig, während Naira noch immer sich im Bad entspannte. Sie hatte es sich verdient.

      Victor setzte sich mit seinem Handy an den Tisch und musterte es, als würde er sich überreden müssen, es anzuschalten. Doch ein Gedanke zwang ihn dazu, das Internet darauf aufzurufen und nach bestimmten Worten zu suchen. Schlagartig setzten bei ihm Kopfschmerzen ein und auch wenn die Suche nur semi erfolgreich war, so konnte man doch sehen, wie der Polizeidirektion von Anchorage eine große Welle bevorstand, die direkt vor ihrer Haustüre einbrechen wird.
      Seufzend fuhr er sich durch das Gesicht und die Augen, um die Bilder wieder loszuwerden, die wie Schnappschüsse in seinem gedächtnis aufblitzten. Nairas Stimme schaffte es ihn da raus zu holen und er folgte ihrer Stimme rüber ins Wohnzimmer, wo sie mit nicht mehr als einem Handtuch saß. Ihre nassen Haare lagen auf einer Schulter, ihre Haut schimmerte leicht von dem heißen Wasser. Trotz des Vorfalls hatte sie noch immer einen sehr schönen Körper, der wohl jeden Mann in die Knie gezwungen hätte. Victor riss sich zusammen. Er war schon einmal auf den Knien. Heute nicht, an sich hatte er auch keine Lust.
      "Ich hole den Verband und die Creme.", erklärte er und holte die mitgebrachte Tasche in der sich sowohl die Heilcreme und der frische Verband befand. Mit diesem kam er wieder zu ihr zurück, überlegte einen Moment, entschied sich aber doch den Platz vor ihr auf dem Boden einzunehmen. So konnte er an die Wunde kommen und musste sich auf dem Sofa nicht verbiegen.
      "Du fühlst dich besser nach dem Bad?", Victor lenkte von der Situation ab, bei der er kaum noch mehr fragte, was die Wunde angeht, sondern sich näher setzte und tatsächlich zaghaft die Tupfer der Creme auf der Haut und der Wunde verteilte. Sie war kalt, doch sie war notwendig. Sobald genug verfügbar war, hielt er mit einem Hand ihr Bein fest und mit der anderen rieb er sanft die Salbe ein.
      Dass er sich aber dennoch zusammenreißen musste, nicht den ein oder anderen Blick in eine bestimmte Richtung zu werfen, war klar.
    • Naira O‘Connor

      Naira hielt sich das Handtuch am Oberkörper fest, während sie auf ihren Partner wartete. Es war zum Glück groß genug um alles notwendige zu verdecken, damit sie nicht zu viel anbot, schließlich wollte sie ungern Victor noch weitere Unannehmlichkeiten bereiten. Sie griff deshalb zu ihrem Handy, als ihr Partner auftauchte und lenkte sich ein wenig ab. Naira hatte immer noch nicht von ihrer Mutter etwas gehört und auch wenn ihr Kontakt nicht der beste war, sie machte sich schon Sorgen um sie und ihre Schwester, aber es würde bestimmt alles in Ordnung sein.
      Als sie nicht mehr wusste, was sie mit dem Telefon in der Hand machen sollte legte Naira das Ding weg und sah zu ihrem Partner runter. Die Creme war kalt und eine Gänsehaut bildete sich auf ihrem ganzen Körper. „Ich fühle mich um die zwanzig Jahre jünger“,gab Naira mit einem breiten Grinsen zu, doch sie sah Victor an, weil sie sich nicht traute weiter runter zu sehen.
      Ihr Partner verrieb langsam die Salbe auf ihrem Bein und Nairas Herz fing an zu rasen. Zu viele Erinnerungen an die besagte Nacht waren noch in ihrem Kopf vorhanden und sie musste sich zusammenreißen, denn es war eine Seltenheit überhaupt von jemanden angefasst zu werden. Sie versuchte es zu ignorieren, immerhin hörte sie noch immer die Worte von Victor im Kopf: ‚Ich glaube, es ist keine gute Idee..‘ . Doch es war nicht einfach, es einfach zu ignorieren, schließlich waren gewisse Gefühle im Spiel,auch wenn es sich beide nicht zugeben wollten.
      „Danke, dass du es machst..“,sagte Naira schließlich kurz und schluckte, während sie einen kurzen Blick auf das Bein riskierte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor brachte es schneller hinter sich, als es seinem Es-Bewusstsein, welches nur nach Trieben handeln wollte, lieb war. Am liebsten hätte er einen Blick gewagt, eine Aktion zu viel gemacht. Doch so gezwungen nüchtern, wie sie sich nun einmal zu verhalten hatten, beendete Victor es die Salbe einzumassieren und nahm den neuen Verband zur Hand. Kurz huschte sein Blick hoch und fing Nairas Blick auf, doch er sah wieder weg von ihr, ermahnte sich auf seine Arbeit hier zu konzentrieren. Getrunken hatte er schon seit langen Tagen nichts mehr und auch wenn er immer wieder das Gefühl hatte, einzubrechen, dann dachte er an sie. Diejenige, die ihn da wieder herausbringen konnte. "Keine Ursache...Das mindeste, das ich tun kann zur Zeit."
      Vorsichtig, aber fest genug, legte er ihr den Verband so an, dass er gut saß und sie ihrer Freiheit nicht berauben konnte.

      Das Bein verbunden, stand Victor wieder auf und streckte kurz seinen Rücken durch. "Erledigt...Und...mach dir nichts aus der Wunde...irgendwann...wirst du es ansehen können...", sein Blick war nachdenklich geworden. Er versuchte die Erinnerungen an einen anderen Freund auszuschalten. Wenn er sich daran erinnerte, wie groß die Wunde seines Ex-Partners war, dann war das hier nichts im Vergleich. "Lass dir Zeit...", wiederholte er noch einmal und lief dann ins Badezimmer, um sich die Hände abzuwaschen. Auch wenn er nicht selbst angeschossen wurde, er verstand die Angst so eine Wunde anzusehen. Er hatte es letztlich auch bei Naira gesehen. Es gab Gründe so eine Wunde nicht sehen zu wollen. Sie waren Risse in der Zeit, brachten einen dorthin zurück, wo man nicht sein wollte. "Willst du heute etwas bestimmtes noch machen?", Victor kam wieder ins Wohnzimmer und warf einen Blick zu dem Hund, der sich wie immer brav in die Nähe seines Frauchens gelegt hatte. Sehr viel Auslauf hatte er in den letzten Tagen bei Naira und ihm auch nicht haben können. Sie war eingeschränkt und Victor...hatte es noch nicht angeboten gehabt mit dem Hund raus zugehen. Er hatte das Gefühl dabei eine Barriere der Freundschaft zu durchschreiten, die er sich so bei Partnern nicht mehr hatte trauen wollen. Aber war diese nicht schon längst durchschritten?
    • Naira O‘Connor

      Sie seufzte, als ihr Partner das Wohnzimmer kurz verließ und sie allein ließ, während ihr Blick auf dem Verband ruhte. Sie sollte sich nichts drauß machen, schon allein bei diesem Kommentar könnte sie anfangen zu lachen. Es ging alles nur sehr lansam und schleppend voran, Naira wollte zu gerne daran glauben, dass es bald alles wieder gut sein würde, aber irgendwie war sie noch nicht überzeugt. Victor war scheinbar immer noch von seinen Schuldefühlen geplagt, Naira konnte es in seinem Blick immer wieder deutlich machen und allein die Tatsache, dass der Mörder in ihrer Wohnung war, jagte ihr eine Heiden Angst ein.
      Noch einmal seufzte sie und zupfte ein wenig an dem Verband, bevor Victor wieder ins Wohnzimmer kam. „Ich weiß nicht.. ich ziehe mich mal an und räume ein wenig das Schlafzimmer auf.. dann können wir ja sehen“,antwortete die Dunkelhaarige und hatte sich erhoben, um dann den Weg in ihr Schlafzimmer zu nehmen.
      Die Stimmung war bedrückt, das hing schwer in der Luft, vor allem aber ihre Gefühle, die sie wieder einmal nur schwer unter Kontrolle bringen konnte. Naira sagte sich selbst immer wieder, dass Victor es scheinbar nicht spürte und sie sich deshalb einfach zusammenreißen sollte, aber es war nicht einfach bei diesem Kerl in ihrer Nähe. Dennoch, jegliche Gefühle wollte sie sich nicht eingestehen, sie wollte nichts mehr von Männern wissen und ganz sicher keine Gefühle für solche haben. Sie musste sich viel besser in den Griff kriegen..

      Im Schlafzimmer hatte sich Naira das Chaos noch einmal angesehen. Ihr wurde es übel, denn sie hatte das Gefühl, der Mörder würde noch immer hier sein.. den Zettel von vorhin hatte sie aber gut versteckt und der Rest bestand einfach nur darin, die Klamotten wieder in die Schubladen zu packen. Irgendein Kerl hatte ihre Unterwäsche durchwühlt, allein bei diesem Gefühl stieg wieder die Übelkeit, aber es wechselte schnell zu einer Panik, als die Briefe weg waren, die sie in der besagten Schublade mit der Unterwäsche versteckt hielt. Schwer schluckte sie und Naira hatte das Gefühl, als würden ihr Tränen in die Augen schießen, er hatte einen Schritt zu viel gemacht, definitiv..

      Nach einem Moment ihrer Ruhe, in der sie wieder langsam zu sich kam kam Naira aus dem Schlafzimmer angezogen wieder raus und sah zu ihrem Hund, der sofort den Kopf hoch nahm. „Wir könnten einen Film schauen“,schlug Naira dann vor und sah sich kurz im Wohnzimmer um, um zu sehen ob alles auf dem richtigen Platz war. Paranoid wurde sie ganz bestimmt noch nicht.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Einfacher wurde ihre Situation nicht und jeder weitere Tag schien den Knoten Verwirrung noch fester zu ziehen, so dass am Ende keiner mehr diesen lösen konnte. Ein weiterer Tag war schon bald vergangen und sie hatten sich mehr oder minder um sich kümmern können. Naira stand noch auf zwei Beinen und sie bot ihm von sich aus an bei sich zu schlafen, so wie er es interpretiert. Andererseits hatte sie diese Worte noch nicht gänzlich in den Mund genommen, weswegen Victor sich auch nichts heraus nahm und weiterhin im Wohnzimmer blieb, wo er sich nach einer Weile rumstehen, einfach auf das Sofa setzte.
      Ein Blick auf das Smartphone verriet ihm die Uhrzeit, aber auch, dass er weder Nachrichten noch Anrufe erhalten hatte. Wenn man so über seine Situation nach dachte, war Naira und das neue Präsidium in Anchorage sein neues Leben, seine neue Familie. Eine, die er nicht von Anfang an hatte akzeptieren wollen.

      Die Lust nach einem Film war nicht groß, meistens schlief er eh bei diesen ein. Nicht weil sie uninteressant waren. Er hatte sich daran gewöhnt Filme als Geräuschkulisse zu haben, um einzuschlafen. Mit einem knappen Nicken sah er sie an. Ihre Augen sprachen Bände und als jemand, dessen Job es war, Menschen zu lesen, konnte er den ein oder anderen Absatz in ihr lesen.
      "Setz dich. Du solltest das Bein schonen. Wir ... sehen mal, was es im Fernsehen gibt.", noch einmal nickte er bevor Victor nach der Fernbedienung Ausschau hielt.
      "Glaubst du...Kollege Alex hätte sich genau so um dich gekümmert?", Victor wusste nicht woher das Interesse an dieser Frage urplötzlich herkam. Aber seit dem er Alex Aufmerksamkeit und sein Buhlen, um ihre Aufmerksamkeit gesehen hatte, wollte er es nicht ganz wahr haben. Es gefiel ihm nicht.
    • Naira O‘Connor

      Ihr Blick glitt zu Victor, als er ihr sagte, dass sie sich setzen sollte. „Dem Bein geht es gut..“,sagte sie kurz darauf und nahm dennoch ihren Weg zu dem Sofa, um sich letztendlich auf den Hintern neben Victor fallen zu lassen. Das Bein hob sie an und legte es auf dem kleinen Kaffeetisch ab, um es um einiges zu entlasten. Die Fernbedienung lag neben ihr, Naira ergriff sie und reichte diese Victor,damit er etwas gescheites im Fernsehen suchen konnte. Bei seiner Frage war sie ein wenig verwirrt und drehte den Kopf wieder zu ihm, um ihn zu mustern. Naira hatte keine Ahnung, wie ihr Partner auf so etwas kommen konnte, aber scheinbar beschäftigte ihn die Frage schon länger.. irgendwie war es ein weiteres Anzeichen dafür, dass sich da etwas großes an bannte, aber wieder einmal übersah es die Dunkelhaarige und wollte es gar nicht wahr haben..
      „Ich denke nicht..“,sagte sie ehrlich und ihr Blick glitt zu dem Fernseher. „er hätte viel mehr gemacht.. mich viel weniger machen lassen und letztendlich hätte ich ihn wahrscheinlich nach zwei Tagen rausgeworfen.. ich brauche keinen Aufpasser, der mich nicht einmal alleine umziehen lassen würde.. hättest du dich nicht dazu bereit erklärt, mich aufzunehmen.. wäre ich freiwillig im Krankenhaus geblieben.. damit Alex mich eben nicht zu sich nimmt.. das hätte noch gefehlt..“. Naira machte es sich auf dem Sofa ein wenig gemütlicher und ihre Schulter streifte dabei seinen Oberkörper. „Er war schon immer grausam.. viel zu mütterlich.. und ich bin mit meinen fast dreißig Jahren alt genug, um sich um mich zu kümmern..“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Die Frage war gut möglich zu persönlich und sie verriet auch viel zu viel über Victors Gedanken selbst. Doch für diesen einen Moment konnte er es nicht lassen. Es war ihm wichtig zu erfahren, ob Naira etwas für den Blondschopf empfand oder nicht. Wenn sie es getan hätte, hätte er ja seine Antwort und wenn nicht...tja, dann konnte er endlich aufatmen. Frei und unbeschwert. Er tat es nicht wirklich, nur seine Seele. Aber es reichte ihm für den Moment zu wissen, dass sie freiwillig im Krankenhaus geblieben wäre. Äußerlich gab er ein Schnauben von sich, um zu zeigen, dass er es gehört und vernommen hatte, was sie sagte. Meistens reichten, die kleinen Reaktionen.
      Die Fernbedienung entgegen nehmend schaltete er den Fernseher ein und zappte sich nachdenklich durch die Programme, wobei er eher wenig auf den Inhalt dieser sah. Mehr das Bild war es, dass ihn wie hypnotisierend dazu brachte einige Gedanken weiter zu spinnen. Er hätte es dabei belassen können, doch wie üblich, war er nicht der erste, der bei einer Befragung nachgab und dem Befragten Zeit gab aufzuatmen: "Wieso nicht?...Bis auf den Mutterkomplex scheint er ja ein ganz ansehlicher Typ zu sein. Außerdem würde es dir gut tun, in dem Zustand nicht alles alleine zu erledigen."
      Damit warf Victor nochmal Öl ins Feuer, um es hoch auflodern zu lassen. Gleichzeitig hatte er kein Interesse auch nur ansatzweise zu hören, dass sie etwas für Alex empfand. Es nervte ihn allein daran zu denken und zu wissen, wie er auf sie reagiert hatte.
      Leises Brummen und er blieb bei einer Show stehen, bei der ein Jugendlicher mit einer Akustikgitarre auf einem Schemel saß und 3 Leuten vorspielte und dabei sang. Victor musterte ihn grimmig und hinterfragend, doch er schaltete auch nicht weg. Ihm gingen andere Dinge durch den Kopf, die seine Aufmerksamkeit erforderten.
    • Naira O’Connor

      Sie dachte eigentlich, dass mit der Frage zu Alex alles geklärt wäre und sie sich eher auf den Fernseher konzentrieren konnte, doch Victor hatte was anderes mit ihr vor und die nächste Frage stellte, brachte sie wieder in den Zustand der Verwirrheit. Kurz sah Naira auf und drehte ihren Kopf zu Victor. Sie wusste nicht, wie sie auf diese Befragung reagieren sollte, aber leider brachte der Job im Alltag so etwas mit sich, sie selbst befragte ihre Schwester ständig, wenn ihr irgendetwas nicht passte. Die Dunkelhaarige wusste nicht, ob sie sich aufregen sollte.. man könnte meinen, sie wären nur Partner, aber das waren sie schon lange nicht mehr und Naira fand, dass solche Fragen mehr oder weniger legitim waren.. aber sie sah noch etwas anderes darin.. Eifersucht
      Kurz schluckte sie und dachte noch nicht einmal, den Kopf wegzudrehen. „Aussehen ist nicht alles..“,sagte sie zunächst und spielte mit den Gedanken, wie sie es am besten ausdrücken konnte,was sie dachte. „Ich mag ihn nicht, er nervt und auch wenn es sein mag dass es besser wäre das Bein mehr zu schonen, es ist nicht meine Natur.. und ich vertraue ihm nicht wirklich..ich finde es so toll, wie es gerade ist..“. Innerlich seufzte sie, bevor sie den Kopf wieder zum Fernseher drehte. „Außerdem wollte und hoffte ich,dass du mich nimmst..“, murmelte sie anschließend und ihre Mauer, die für einen Moment gebröckelt hatte, war wieder aufgebaut. Auf ihre eigene Art und Weise hatte sie Victor gesagt, dass sie ihn mochte.. und ihm vertraute.. und das war schon sehr viel für die Detective, die sonst alle guten Gefühle sonst hin verbannte. Noch einmal drehte sie ihren Kopf zu Victor, um ihn für einen Moment zu mustern, bevor sie aber zum Fernseher und damit zum American Idol sah.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es reichte, schrie das rationale Ich in ihm. Er musste aufhören und es gut sein lassen. Denn mehr als das sollte er nicht von ihr fordern. Es ging ihn schließlich nichts an, wen und ob sie jemanden mochte. Es war vorbei mit ihnen, es war nicht gut für sie beide und im Endeffekt, würden sie wohl so enden wie Naira und Alex. Sie konnte ihn nicht mehr leiden, gerade weil dieser versuchte ihre Aufmerksamkeit zu bekommen. Er schnaufte wieder, wie ein alter Mann, legte die Fernbedienung trotz feststehender Entscheidung nicht vor. Stattdessen nutzte er sie mehr als Gegenstand zum stummen abreagieren. Das Gehäuse knarzte kurz in seiner Hand, erst dann sah er es fragend an und legte es gezwungenermaßen bei Seite.
      Victor sah sie nicht an, während sie ihm sagte, was sie von ihm und ihrer Situation hielt. Fast hatte er sich verschluckt, als sie meinte, dass sie wollte, dass er sie nahm. Die Triebe waren manchmal lauter, als sie sein sollten. Doch Victor schüttelte den Kopf, um ihn frei zu bekommen und beobachtete weiterhin den Fernseher und was auf dem Bildschirm geschah.
      "Dann musst du mit mir nun zufrieden sein.", sein Satz war abschließend. Er wollte sich selbst davon überzeugen, dass er nicht noch mehr sagen brauchte, denn irgendwann musste es letztlich genug sein.
      Männer waren nicht die besten darin zu lesen, was Frauen zwischen ihren Worten versteckten und so blieb es für Victor vorerst so wie es gesagt worden war. Seine Gedanken waren sowieso nicht da, wo sie hätten sein sollen.
    • Naira O‘Connor

      Sie hätte noch einiges abschließend sagen und sie hätte genauso sehr einen Streit anfangen können, denn es gefiel ihr nicht ganz, wie Victor sich hier aufführte, aber ihr fehlte die Lust und die Kraft darauf. Letztendlich sah sie fest gebannt auf den Bildschirm und guckte zu, wie ein kleines Mädchen irgendwelche gymnastischen Figuren machte, früher war Naira auch mal so gelenkig... doch so sehr sie es versuchte, für sie war das Thema noch nicht vorbei.
      „Ich bin zufrieden mit dir..“,murmelte sie und seufzte innerlich wieder. Sie hatte es sich echt nicht verkneifen können aber damit war es bei ihr im Kopf wieder ruhiger.. für einen Außenstehenden hätte es vielleicht wie ein Streit eines alten Ehepaares ausgesehen, wie sie beide beleidigt auf den Fernseher starrten und versuchten den anderen einfach zu ignorieren, aber es schien zumindest für Naira schon fast unmöglich. Sie befasste sich mit Themen, mit denen sie nicht klar kam einfach viel zu lange, aber sie gab ständig ihr Bestes um Fortschritte zu machen.
      Im Fernsehen schien eine Werbung auf und die Vorschau für die nächsten Auftritte in der Show. Als Naira Hunde sah, die Kunststücke aufführen wollten bildete sich auf ihren Lippen ein Lächeln und ihr Blick sah kurz zu ihrem schlafenden Husky. Sie musste sich mehr dem Hund widmen und nicht ihr selbst und ihren Gefühlen. Das hatte sie in diesem Augenblick beschlossen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es gab nur einen Grund weswegen Victor sich überhaupt die beleidigte Miene erlauben konnte. Naira war niemand der sich helfen lassen wollte, trotz Schmerzen und trotz der Unfähigkeit und eines Verbotes vom Arzt. Die Reha zerrte mächtig an ihren Kräften und doch hatte Victor zugesehen, wie sie größtenteils noch ein normales Leben führen wollte. Am liebsten hätte er in diesem Moment auch gestritten. Das konnte er gut, würde man meinen, wenn man seinen Charakter sich ansah. Doch Victor war grimmig und meistens blieb er bockig auf seiner Meinung stehen und sah zu wie die anderen ihr Ding machten und er würde auch seins machen. Was interessierte es ihn schon, was die anderen machten.
      Aus dem Winkel sah er Naira an, mehr ihre Bein, denn er wagte es nicht den Kopf in ihre Richtung zu wenden. Sie war mit ihm zufrieden. Warum hörte sich das alles so zweideutig an oder besser gesagt, warum sah er in jedem Satz von ihr den Versuch ihn wieder auf ihre Seite zu ziehen. Seufzend ließ er den Kopf auf die Brust fallen und rieb sich das Gesicht. Eine Kapitulation, wenn man es so wollte. "Schon gut, entschuldige. Ich kann den Typen einfach nicht ab...aus verschiedenen Gründen...", erklärte er und versuchte dabei die Gedanken abzustreifen.
    • Naira O’Connor

      Victor kapitulierte und gab somit das Gespräch ,oder besser gesagt den kleinen Streit, auf. Naira hatte nun nicht irgendwie das Gefühl, etwas gewonnen zu haben, sie hatte nur ein Gefühl der Erleichterung, da Victor das Thema beendete. Sie atmete in Ruhe aus und sah zu den Herren, der den Kopf hängen lies. „Ich weiß, dass du ihn nicht magst.. ich mag ihn auch nicht, deshalb kann ich dich noch besser leiden“. Mit einem Grinsen hatte Naira ihrem Partner leicht mit ihrer Faust gegen seine Schulter, um ihm den Spaß ein wenig deutlicher zu machen, bevor sie sich langsam vom Sofa erhob. Sie nahm den Weg in die Küche und durchsuchte ihre Schränke nach etwas, was sie immer wieder gerne naschte: Popcorn.. davon konnte Naira nicht genug haben.
      Nachdem sie das Päckchen gefunden hatte landete es schnell in der Mikrowelle, die sie auf zwei Minuten stellte. Um nicht blöd rumzustehen lehnte sich die Dunkelhaarige an den Tisch an und sah aus einem bestimmten Winkel zu dem Fernseher, auf dem noch immer Werbung zu sehen war. Im Hintergrund hörte man die typischen Geräusche, wenn das Popcorn aufpoppte und nachdem es in der Schüssel gelandet war,konnte sich die junge Frau wieder zu ihrem Partner setzen. „Popcorn?“,fragte sie und hielt ihm die Schüssel hin, während sie selber davon naschte.

      //wenn du magst und nichts hast kannst du überspringen :*//
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor blieb an seinem Platz auf dem Sofa und stand weder auf, warf aber einen unzufriedenen Blick ihr hinterher, weil sie sich schon wieder bewegte, statt ihm etwas zu sagen. Wofür war er dann hier, wenn sie es selbst erledigen wollte? Er konnte den Finger nicht darauf legen, warum genau es ihn so störte. Als sie wieder kam und die Werbung aufhörte, setzte sie sich mit Popcorn wieder neben ihm, doch er lehnte es ab. Er hatte keinen Hunger und wenn er ehrlich war, dann war er auch zu faul, dieses laute Zeug zu knabbern.

      Die Gespräche hatten sich auf ein Minimum zurückgestellt, während sie die Show beobachteten. Victor fand es faszinierend wie unglaublich lang man so etwas ziehen konnte. Seiner Meinung nach wären einige von ihnen wegen falsch erzählten Geschichten schon längst rausgeflogen aus der Show. Doch das war die Bürde der Detectives, die Lügen einfacher aufdecken konnten. Er konnte sich aber auch nicht vorstellen, dass man es dort glaubte. Wahrscheinlich wurden sie auch dafür bezahlt.
      Nach gut einer Stunde fing er wieder an einzuschlafen neben ihm und war froh, als er noch bemerkte, wie die Sendung zu Ende ging. Müde rutschte er auf dem Sofa vor und rieb sich die Augen, während er ein Gähnen unterdrückte.
      "Ich nehme mal eine Dusche...und dann sollten wir dich ins Bett bringen. Das Sofa krieg ich alleine hin...", sprach er mit müder Stimme und stand auf, um sich zu strecken, wobei einige der Wirbel wieder an ihre ursprüngliche Stelle hüpften.
      Er hatte keine Wechselkleidung dabei, doch es würde ihm reichen nur in dem Shirt und seinen Boxern zu schlafen. Seltsam, dass wenn Männer leichtbekleidet Abends nicht so viel Furore abbekamen, wie eine Frau, die genau dasselbe anhatte. Doch das war nicht sein Bier. Er ging ins Bad, um dort eine schnelle Dusche zu nehmen.
    • Naira O‘Connor

      Naira verdrehte die Augen, als Victor ins Badezimmer verschwand um eine Dusche zu nehmen. Sie sollte ins Bett gebracht werden, wie alt war sie? Vier? Sie konnte sich selbst ins Bett bringen und brauchte dabei sicherlich keine Hilfe, aber das würde Victor noch merken. Als sie die Tür hörte, seufzte sie laut und bewegte sich langsam hoch. Die Schüssel ließ sie liegen, die konnte am nächsten Tag weggeräumt werden, und langsam lief sie zu ihrem Schlafzimmer. Bevor sich Naira Bettfertig machte, nahm sie noch die Bettwäsche aus dem Schrank, die sie als Ersatz da hatte und nahm auch die Bezüge dafür raus, um die Bettwäsche zu beziehen. Auch wenn sie sich dafür hinsetzten musste, sie wollte die Arbeit erledigt haben,bevor Victor fertig sein würde und außerdem, sie war nicht dafür gemacht einfach nur da zu sitzen und zuzugucken.
      Als Naira das Wasser aus dem Badezimmer hörte entschloss sie sich die Bettwäsche letzten Endes ins Wohnzimmer zu tragen, wobei ihr ihr Husky gerne zur Seite stand, und das Sofa auszuziehen. Natürlich hatte sie es nicht selber gemacht, dafür war sie zu wackelig auf den Beinen, sie ließ Spike an der Schlaufe ziehen, um das Sofa auszufahren, aber irgendetwas klemmte,weshalb sie selbst dran ging. Naira zog und zog, aber das Sofa wollte sich kein Stück rühren und letztendlich riss die Schlaufe ab und die Dunkelhaarige fiel mit voller Kraft nach hinten. Zum Glück war in ihrem Wohnzimmer wenig Platz, sodass ihr Kopf nirgendswo gegen schlug, aber dafür tat das Bein ordentlich weh. „Na toll..“,murmelte sie, als sie sich langsam aufsetzte und die Schlaufe in ihrer Hand begutachtete. Ihr Hund stand ihr sofort zur Seite und hatte sich zu ihr gesetzt, um sie zu stützen, aber zunächst überlegte sich Naira lieber, wie sie das Sofa nun auseinander bekam..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es war nur eine kurze Dusche, die sich Victor gönnte, denn kaum war er in dem Badezimmer, hatte er bereits vernommen, dass sich Naira wohl nicht sagen ließ was sie zu tun hatte. Sie wartete auch nicht auf ihn, sondern machte ihr Ding. Schon wieder. Kaum war er auch raus aus dieser musste er noch mit nassem Rücken und Haaren rauskommen, um zu sehen woher der laute Krach kam. Er hatte es nicht geschafft sich sein Shirt wieder überzuwerfen, aber wenigstens saß die Short. Eine Hose, die Männer unter der Hose trugen, um "Freiheit" zu haben. Sie war nicht sexy. Definitiv nicht. Als Victor sah, wie Naira da am Boden saß und Spike ganz nah bei ihr, presste er die Lippen unzufrieden aufeinander und kniff sich in den Nasenrücken. Dass er unzufrieden war konnte man förmlich spüren.
      "Du hattest nicht warten können?", brummte er leise, kam jedoch zu ihr, um ihr aufzuhelfen und zufragen, ob denn alles okay sei und ob sie sich weh getan hätte. Egal, ob sie sich dagegen wehrte oder nicht, half er ihr sich wieder auf das Sofa zu setzen.
      "Ich habe doch gesagt, ich kann das selbst. Was ist überhaupt passiert?", fragte er sie und bemerkte keine Sekunde später die Schlaufe in der Hand. Das Sofa war bewegt und die Lehne von diesem leicht geneigt. Also ging er davon aus, dass sie wohl versuchte das Sofa auszuziehen, dabei aber die Schlaufe abriss und hinfiel. Fall geschlossen. Seufzend sah er sich das Ding an und kratzte sich leicht am Hinterkopf.
      "Lass mich mal schauen. Im Notfall, muss man es auch nicht ausziehen. Gib mir nur kurz den Moment, dass ich mir was anziehen kann, ja?", Victor stellte es als Frage, aber es war definitiv keine damit gemeint. Im Badezimmer konnte er sich noch sein Shirt überziehen, auch wenn der Rücken nass war und packte seine Kleidung, um sie schließlich neben dem Sofa auf den Boden fallen zu lassen. Dann fing er damit an, um das Sofa herum zu gehen, um herauszufinden, wo genau es denn hakte.
    • Naira O‘Connor

      Sie wollte am liebsten anfangen zu lachen und diese Situation vergessen, aber Victors Auftritt ließ Naira zusammenschrecken und hochsehen. Schwer musste sie schlucken, als sie ihn fast ohne jegliche Bekleidung und noch vollkommen nass in ihrem Wohnzimmer stand. Tausende Gedanken schossen ihr durch den Kopf und sie waren alle nicht sonderlich jugendfrei, vor allem als sie an ihre gemeinsame Nacht zurück dachte. Doch seine Unzufriedenheit brachte sie wieder auf den Boden der Tatsachen und Naira sah beschämt auf den Boden.
      Ohne jegliche Widerworte ließ sich die Dunkelhaarige aufhelfen und setzte sich auf das Sofa, während sie auf einige Worte einer Standpauke wartete. „Mir geht es gut, wirklich.. es ist noch nicht einmal etwas richtig passiert“, sagte Naira und seufzte leise. Sie wollte ihm erklären, was passiert war, aber ihr Partner kam schon selbst drauf. „Es tut mir leid..aber Spike hatte das Ding zuerst.. ich habe aufgepasst..“. Sie hörte sich an, was Victor noch zu sagen hatte und sah erst auf, als er aus dem Raum ging. Also ihr Blut brachte er schonmal in Wallung und so schlecht sah er wirklich nicht aus, auch wenn Victor meistens von dem Gegenteil überzeugt war.
      Einen Augenblick überlegte sich Naira, doch in ihr Zimmer zu verschwinden, aber ihr Kopf sagte ihr deutlich, dass es Victor möglicherweise noch mehr verärgern würde und auf Stress hatte sie jetzt keine Lust. Die Dunkelhaarige blieb also sitzen und wartete, bis ihr Partner wieder auftauchte. „Ich glaube, so kannst du nicht auf dem Sofa schlafen.. mein Bett ist groß genug..“. Und ihr Grinsen war innerlich so breit, wie es nur möglich war, vor allem als sie noch das Bild von ihm fast ohne jegliche Klamotten im Kopf hatte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Das Shirt klebte natürlich nach einer Weile am Rücken, weil er sich nicht die Zeit genommen hatte, um sich richtig abzutrocknen. Aber Nairas Sturheit und ihr Sinn dafür alles zu verschönern, ließ ihm diese Freiheit auch nicht. Er hätte auch sagen können, dass es eher sein Instinkt war, der fast schon kränklich darauf aus war Naira zu helfen und zu beschützen vor weiteren Schmerzen. Eine Aufgabe, die er nicht so schnell ablegen wird.
      Nach einigen Minuten beschauen und dem gefließenhaften Ignorieren ihrer Worte. Doch auch nach seinen Überlegungen empfand er das Sofa wohl vorerst als verloren. Victor sah zu Spike, der in der Nähe seines Frauchens Platz gemacht hatte und nicht von ihrer Seite wich. Hatte der Hund also das Sofa zerstört...Auf eine unübliche Art und Weise.
      Schwer seufzend stellte sich Victor wieder auf und kratzte sich im Nacken. Wirklich entscheiden konnte er sich nicht, inwiefern es gut war sich mit Naira wieder ein Bett zu teilen. "Wenn einem nichts anderes übrig bleibt. Ich werde morgen nach dem Sofa schauen...", brummte er durch seinen Bart und gab wie gewollt ein lautes Gähnen von sich.
    • Naira O‘Connor

      „Wenn ich sage,dass es der Hund zuerst hatte kannst du mir ruhig glauben..“,murmelte Naira unzufrieden und schüttelte den Kopf. Sie hatte die Skepsis anhand Victors Blickes gesehen und einschätzen können. Sie war genauso Detectiv wie er und konnte Menschen genauso lesen. Kopfschüttelnd erhob sich die Dunkelhaarige letztendlich, Victors Gähnen war ihr Zeichen, dass sie es dürfte, bevor sie in Richtung ihres Schlafzimmers schlenderte. Die Sachen ließ sie liegen, sie wollte nicht unnötig noch mehr unzufriedene Laune von Victor auf sich ziehen und außerdem, sie wollte ein wenig die Zicke spielen, auch wenn es nicht ihre liebste Rolle war. Sie war eine sehr zurückhaltende Zicke, die kaum etwas in diese Richtung sagte, ihre Taten sprachen für sich.
      Im Schlafzimmer angekommen nahm Naira ihre Sachen und wanderte in das Bad, um sich umzuziehen. Ihre Schlafsachen bestanden auch zuhause gerne aus einem großen Oberteil und einer kurzen lockeren Hose, so schlief es sich am besten und am angenehmsten.
      Keine zehn Minuten später lag sie im Bett, auf ihrer Seite und deckte sich mit der dicken Decke zu. Sie besaß ausschließlich dicke Daunendecken, da diese besser vor der Kälte schützten als alles andere. Alles kam ihr so merkwürdig fremd vor, in diesem Bett hatte sie seit guten zwei Monaten nicht mehr geschlafen und auch ihr Zimmer wirkte fremd. Noch versuchte sie das Gefühl zu unterdrücken, dass ein fremder Mann in ihrem Zuhause gewesen war.. aber bald würde es sie wieder einholen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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