[2er RPG] Burning Desire

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    • Julia konnte sich ein erleichtertes Lächeln nicht verkneifen, als Carson mit ihrer Mutter aus der Küche zurück kehrte und auch sie ihnen ihren Segen gab. Zwar hatte sie von Anfang an damit gerechnet, dass ihr Freund jeden mit seinem Charme für sich gewinnen konnte, trotzdem hatte ein kleiner Teil von ihr Angst davon gehabt, dass ihre Eltern ihn nicht mögen könnten.
      Sie lächelte Carson sanft an, als er ihre Hand küsste und lehnte sich dann leicht zu ihm. "Jetzt muss ich nur noch deine Familie für mich gewinnen und alles ist gut.", sagte sie leise und gab ihm einen Kuss auf die Wange, bevor sie wieder ihre alte Sitzposition einnahm.

      Im Laufe des Abends tauten Julias Eltern immer weiter auf, man konnte ihnen anmerken wie glücklich sie waren, dass ihre Familie nun wieder komplett war - und sogar ein neues Mitglied dazu gewonnen hatte.
      Nach dem Essen ließ es Julias Vater sich natürlich nicht nehmen das Pärchen im Haus herum zu führen und seine Arbeiten am Haus zu zeigen. Ihr Weg endete letztendlich im Gästezimmer, das inzwischen sogar ein eigenes Bad hatte. Julia musste zugeben, dass der Raum wirklich hübsch geworden war. Zwar wären die Möbel schlicht, passten dadurch jedoch gut zum Rest des Hauses. An den Wänden hingen Naturaufnahmen, die ihr Vater in der Umgebung gemacht hatte und auf der Kommode stand ein Strauß mit frischen Blumen, den vermutlich ihre Mutter dort aufgestellt hatte.
      "Es ist wirklich schön hier.", lobte sie ihren Vater und erntete ein zufriedenes Lächeln von ihm dafür. "Ein paar Kleinigkeiten will ich noch verändern...", setzte er an, ein Satz den seine Tochter schon viel zu oft gehört hatte. Für Morgan hab es immer etwas zu tun. Aber diesmal bremste der ältere Mann sich. "Aber ich lasse euch jetzt erst einmal allein, damit ihr euch ein wenig entspannen könnt." Mit diesen Worten ließ er die beiden allein und machte sich auf den Weg ins Wohnzimmer, um seiner Frau Gesellschaft zu leisten.
    • "Puh", Carson ließ sich auf das Bett fallen, Arme ausgestreckt, "deine aeltern sind eine Hand voll", sagte er, aber ein Lächeln zierte sein Gesicht.
      Er mochte die beiden. Sie waren ein ganz normales Paar, dass sich darüber freute, dass ihre Tochter glücklich war.
      Einen Augenblick blieb er noch liegen, dann sprang Carson wieder auf. Ee küsste Julia kurz, äußerte seine Meinung über ihre Eltern und entschuldigte sich dann, um die Koffer aus dem Wagen zu holen. Morgan bot seine Hilde an, aber es warwn ja nur zwei kleine Handgepäcksstücke. Für ein Wochenende brauchte man keinen ganzen Kleiderschrank. Und da Carson und Morgan jetzt ein Bauprojekt hatten, würde Carson auch kaum mehr als ein T-Shirt brauchen, selbst wenn es weiterhin so kalt blieb. Ih wurde leicht warm, wenn er körperlicher Ertüchtigung nachging.
      Er brachte die Koffer ins Gästezimmer und stellte sie ordentlich neben die Tür. Er kam nicht umhin, Julia noch einmal zu küssen, diesmal aber länger und sanfter. Ein richtiger Kuss sozusagen.


    • Julia ließ sich nur zu gerne in Carsons Arme ziehen. "Du hast dich wirklich toll geschlagen.", lobte sie ihn und lachte leise. "Nicht, dass ich etwas anderes erwartet hätte. Immerhin hast du es geschafft mich zu überzeugen. Im Gegensatz dazu sind meine Eltern ein Kinderspiel." Vor ihrer Ankunft in ihrem Elternhaus war Julia sehr nervös gewesen. Sie hatte befürchtet, dass ihre Eltern misstrauischer und abweisender sein könnten. Und dazu hätten sie jeden Grund gehabt - immerhin hatte ihnen bereits einmal ein Mann ihre Tochter gestohlen und das ganze war nicht gut ausgegangen. Aber glücklicher Weise waren sie noch immer so liebevoll, wie die Blondine sie in Erinnerung hatte.
      Julia küsste Carson noch einmal, bevor sie sich etwas enger an ihn schmiegte. "Du weißt gar nicht, wie glücklich ich gerade bin. Und das verdanke ich nur dir. Vielen Dank."
    • Lächelnd schüttelte Carson den Kopf.
      "So sehr ich Erfolge auch mag, das musst du deinen Eltern zuschreiben. Ich habe nichts anders gemacht, als sonst auch. Erina und Morgan waren in der Lage, mich nicht mit deinem Ex zu vergleichen. Es ihre Schuld, dass du gerade glücklich bist. Aber ich koste es gern aus."
      Carson legte Julia einen Finger unters Kinn und rückte ihr Gesicht in eine bessere Position, um sie zu küssen. Langsam, sanft, liebevoll und voller Begierde. Er brauchte sie. Und das zeigte er ihr mit diesem Kuss.
      Er konnte es nicht lassen, seine Hände pber ihren Körper wandern zu lassen. Eine Hand vergrub sich in ihren Haaren. Der andere Arm schlang sich um ihren Körper und drückte sie an seinen eigenen. Ausnahmswiese hatte er es mal nicht auf die beste Nebensache der Welt abgesehen. Er wollte einfach nur Teil von Julias Glück sein.


    • Julia sah Carson liebevoll an. Dies war einer der Momente, in denen sie nicht mehr wusste, womit sie einen so wunderbaren Menschen als Freund verdient hatte. "Du bist der Grund, wieso ich wieder glücklich sein kann.", korrigierte sie ihn, da sie nicht wollte, dass er seine eigene Erfolge unter den Tisch kehrte. Denn in ihren Augen war es eine enorme Leistung, dass er sie für sich gewonnen hatte. Und sie hatte es ihm wirklich nicht einfach gemacht.
      "Danke, dass du niemals aufgegeben hast. Du hast mein Leben so viel besser gemacht." Julia hatte diesen Satz zwar schon oft gesagt, trotzdem hatte sie das Gefühl, dass es nicht ausreichte. Sie ließ sich in seine Arme sinken und von seinen Berührungen einfangen, bis nichts mehr auf der Welt existierte als sie und dieser unglaubliche Mann, der sie gerade küsste. Wenn es nach ihr ginge, bräuchte dieser Moment niemals zu enden.

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    • "Was glaubst du, wie lange es dauert, bis sie denken, dass wir etwas Unanständiges machen?", fragte Carson scherzhaft.
      Er hatte absolut kein Problem mit seiner Sexualität und dem Ausleben selbiger. Aber es gab gewisse Grenzen, die man nicht überschreiten sollte. Sex im Haus der Eltern deiner Freundin war eine solche Grenze.

      Am nächsten Morgen gingen er und Morgan die Pläne für den Pavillon durch. Carson gab Julia einen Abschiedskuss, bevor sie losfuhren, woraufhin Morgan das gleiche mit seiner Frau tat. Sie tobten sich im Baumarkt aus, als sie zurückkamen, führte sie ihr Weg direlt in den Garten. Wie vorrausgesagt verzichtete Carson auf dicke Kleidung. Anfangs war es ein wenig frisch, doch sobald die körperliche Arbeit stattfand, war ihm so warm wie in Afrika. In Jeans und Baumwollunterhemd hämmerte er auf das Holz ein und formte den Rahmen. Die Arbeit war schweißtreibend. Morgan sah nicht besser aus. Das Ganze gipfelte darin, dass die beiden tatsächlich bei nicht mehr als fünf Grad oben ohne durch den Garten turnten.

      Aber die ganze Arbeit lohnte sich. Am Sonntagnachmittag stand ein prächtiger neuer Pavillon in der Ecke des Gartens, komplett mit wetterfestem Stoffdach. Die Männer beendeten ihre Arbeit indem sie das Gerüst in die einbetonierten Metallfassungen schoben und alles verschraubten.
      Verschwitzt, stinkend und zufrieden kamen sie wieder rein.
      "Erina, Schatz, ich habe einen neuen besten Freund", verkündete Morgan, "ihr reichen Säcke seid gar nicht so übel."
      Carson lachte: "Nein, hin und wieder ist wirklich ein gzter mit dabei."
      Er schnappte Julia am Handgelenk und zog sie in eine Umarmung, lächelte sie verliebt an und küsste sie dann.
      "Ich geh duschen. Hast du schon gepackt?"


    • Es wunderte Julia ein wenig, wie schnell sich der Besucht bei ihren Eltern völlig normal anfühlte. Bereits am nächsten Morgen beim Frühstück war die Stimmung so entspannt, wie die junge Frau sie in Erinnerung hatte. Beinahe schien es so, als wäre sie niemals fort gewesen.
      Der einzige Unterschied an diesem Sonntag war, dass ihr Vater nicht alleine im Garten herum werkelte, sondern von einem - in Julias Augen sehr gut aussehenden - Mann unterstützt wurde.

      Während sie ihrer Mutter in der Küche half, warf sie immer wieder einen Blick aus dem Fenster, um die beiden Männer bei der Arbeit zu beobachten. Ein sanftes Lächeln schlich sich auf ihre Lippen, als sie sah, wie gut die beiden zusammen arbeiteten, und dass ihr Vater offensichtlich mit Carsons Hilfe zufrieden war. Es war keine leichte Aufgabe Morgan davon zu überzeugen, dass man mit anpacken konnte, doch es war deutlich, dass Carson dies gelungen war.
      "Du magst ihn wirklich, nicht wahr?", hörte sie ihre Mutter neben sich sagen und drehte den Kopf in ihre Richtung. "Das ist eine Untertreibung.", gab sie zu, da sie ahnte, dass ihre Mutter sie längst durchschaut hatte. Erina lachte leise. "Er ist ein guter Kerl und ich glaube ihm, wenn er sagt, dass er auf dich aufpassen wird." Kurz hielt sie inne und sah ebenfalls aus dem Fenster. "Du weißt gar nicht, wie sehr mich das erleichtert.", fügte sie schließlich leise hinzu und Julia glaubte zu sehen, dass ihre Augen glasig wurden.
      Um ihre Mutter ein wenig zu trösten, trat sie einen Schritt an die andere Frau heran und legte den Kopf auf ihre Schulter. Schon früher hatten sie oft so gemeinsam vor dem Fenster gestanden und Morgan bei der Arbeit zugesehen, da er sie nicht mithelfen ließ.

      "Es tut mir ehrlich leid, dass ich euch solche Sorgen gemacht habe." Obwohl Julia sich schon ein paar Mal bei ihren Eltern für ihr Verhalten entschuldigt hatte, hatte sie immer noch das Gefühl, es nicht oft genug getan zu haben. "Wenn ich zurück blicke, kann ich sehen, wie naiv und dumm ich damals war. Aber es hat ein wenig gedauert, bis ich verstanden habe, dass es ein besseres Leben gibt." Sie spürte, dass ihre Mutter ihr den Arm um die Schulter legte und sie ein wenig enger an sich zog. Es war das stille Versprechen, dass nun alles wieder gut war und ihre Familie sie nicht mehr alleine lassen würde.
      "Eigentlich hatte ich mir vorgenommen keine Beziehung mehr einzugehen, damit ich die selben Fehler nicht noch einmal mache. Aber dann kam Carson und hat meine Pläne über den Haufen geworfen. Und ich bin ihm dafür sehr dankbar. Er hat mein Leben so viel besser gemacht." Julias Mutter lachte leise. "Es ist wirklich schön, euch zusammen zu sehen." Noch einmal sah sie zum Fenster hinaus. "Also kann ich ihn als meinen zukünftigen Schwiegersohn betrachten?" Julia riss erschrocken die Augen auf, einen Moment lang fehlten ihr die Worte. Eigentlich wollte sie widersprechen, doch gleichzeitig fühlte sie, dass ihre Wangen warm wurden. "Ich habe nicht vor, mit jemand anderem zusammen zu sein.", sagte sie ein wenig ausweichend, da der Gedanke an eine Hochzeit ihr immer noch zu überstürzt vorkam. "Aber sag ihm das nicht, sonst wird er nur arrogant." Erneut lachte ihre Mutter auf und diesmal konnte Julia selbst ein Kichern nicht unterdrücken.

      Als die beiden Männer einige Stunden später mit ihrer Arbeit fertig waren, wartete im Wohnzimmer schon ein Snack bestehend aus Sandwiches und Obstsalat auf sie. Es war eine seltsame Kombination, aber Erina wollte den beiden Männern eine Auswahl bieten. Sie hätte sogar noch mehr vorbereitet, wenn Julia sie nicht gebremst hätte. "Es ist auch noch Kuchen da. Den kann ich euch aber auch einpacken, damit ihr ihn mitnehmen könnt.", erklärte sie, während sie eine Karaffe mit Wasser und die frisch gefüllte Kaffeekanne auf den Tisch stellte. "Mom, gib ihnen erstmal die Chance, sich etwas auszuruhen.", warf Julia ein, wurde dann aber von Carson unterbrochen, als er sie in eine Umarmung zog. Es war eine sehr willkommene Unterbrechung...
      "Ich habe unsere Sachen vorhin zusammen gepackt, der Koffer ist aber noch offen, weil ich mir dachte, dass du dich sicher nochmal umziehen willst.", sie lächelte zu ihrem Freund hinauf. Wegen ihr hätte er sich nicht zwingend etwas anziehen müssen, aber das würde sie vor ihren Eltern bestimmt nicht laut aussprechen.
    • "Wundervoll."
      Carson küsste Julia erneut und entschuldigte sich dann, um fix duschen zu gehen. Als er wiederkam, rockte er sein handtuchfeuchtes Haar, dass er nur mit den Händen kurz durchgekemmt hatte. Dazu einfache Jeans, ein graues Langarmshirt und ein marineblaues Sportjackett drüber. Morgan schüttelte den Kopf darüber.
      "Junge, du musst mir verraten, wie du den Handwerker so gut verstecken kannst", sgate er.
      "Ich kann dir gern die Nummer meines Stylisten geben."
      Das irritierte den alten Mann so sehr, dass er nicht wusste, was er sagen sollte. An den Reichtum Carsons mussten sie sich wohl wirklich noch gewöhnen. Der Geschäftsmann vergaß immer wieder, dass das Menschen nicht an sowas gewöhnt waren.

      Carson brachte die Koffer zum Wagen. Dann verabschiedete sich das Pärchen und machte sich auf den Weg nach Hause. Nicht aber ohne Julias Eltern das Versprechen abzunehmen, dass die beiden das nächste Mal nach San Francisco kamen und Carson Gastgeber spielen durfte. Außerdem plante Carson bereits die Familienzusammenführung von Julias Eltern und seinem eigenen Anhang.

      "Das Wochenende war schön", sagte er, während sie durch die Natur im schwindenden Licht des Sonnenunterganges fuhren, "deine Eltern sind super. So normal."
      Er lachte und schielte zu Julia hinüber.
      "Dein Vater ist jetzt wohl mein zweitgrößter Fan. Er war bei jedem Nagel überrascht, den ich ins Holz geklopft habe."
      Carson ergriff Julias Hand, da er gerade nicht schalten musste.
      "Ich finde die beiden großartig", beendete er seine Meinung.
      Er konnte sich gut vorstellen, am Wochenende zurückzufahren und Morgan im Garten zu helfen, wennseie eigene Arbeit ihn wieder in den Wahnsinn trieb. Wobei er von Gartenarbeit weniger verstand als von Handwerk.


    • Als sie sich endlich wieder auf den Heimweg machten, sah Julia zurück zu ihrem Elternhaus, bis dieses schließlich nicht mehr zu sehen war. Sie hatte ihren Eltern versprochen sie mindestens einmal in der Woche anzurufen und diesmal würde sie ihr Versprechen halten und den Kontakt nicht mehr abbrechen lassen. Obwohl die Vorstellung, dass die beiden sie in dem teuren Appartement besuchen würden, immer noch ein wenig ungewohnt war. Die beiden würden von dem Luxus sicher überfordert sein - genauso wie Julia es damals gewesen war. Doch die junge Frau war sich sicher, dass ihre Mutter den Dachgarten lieben würde und ihr Vater von der Einrichtung beeindruckt sein und hunderte neue Ideen haben, die er später zu Hause umsetzen wollte. Allein die Vorstellung sorgte dafür, dass sich ein leichtes Lächeln auf Julias Lippen schlich.

      "Es ist schön, dass du sie magst.", antwortete sie und drückte Carsons Hand. "Sie sind so normal, wie ich auch. Darauf hättest du gefasst sein müssen." Sie kicherte leise. "Dass mein Vater dich so lange im Garten helfen gelassen hat, ohne dich wegzuschicken, ist die größte Anerkennung, die du von ihm erhalten kannst. Das schaffen nur wenige. Wenn er dir irgendwann einmal von einer seiner Ideen erzählt und dich nach deiner Meinung fragt, hat er dich adoptiert." Kurz sah sie aus dem Fenster, während sie sich fragte, was sie wohl tun musste, damit Carsons Familie auch so begeistert von ihr sein würde.
      "Obwohl... ich weiß nicht, ob mir das so gefällt." Nachdem Julia es geschafft hatte, sich von ihren trüben Gedanken loszureißen, sah sie wieder zu Carson. Ein schmales Grinsen schlich sich auf ihre Lippen. "Inzest ist nämlich illegal." Es war ein schlechter Scherz, das wusste Julia. Trotzdem konnte sie ihr Grinsen nicht verstecken.
    • "Wenn ich adoptiert bin, sind wir trotzddm nicht blutsverwandt. Stiefgeschwister können sich auch ineinander verlieben. Ist seltsam, aber nicht verboten", konterte Carson.
      Als ob ihn so eine Nichtigkeit von Julia fernhalten könnte.

      Zurück in der Stadt, kurz nach Sonnenuntergang, wurden die beiden bereits von Austin in der Tiefgarage des Davis Towers erwartet. Dem Linebacker hatte es nicht gerade gefallen, dass sein Boss ohne ihn unterwegs war.
      Carson begrüßte ihn herzlich und fragre ihn nach seinem Wochenende, hatre er Austin und seiner Freundin doch einen ausgegeben. Die Antwort war schlicht, professionell und ehrlich. Carson schüttelte den Kopf über die Gesprächigkeit seines Bodyguards.
      Im Penthouse wartete Ricardo mit einem Abendessen auf das Pärchen, aich wenn eigentlich Sonntag war. Er hatte es angeboten und sich nicht aufhalten lassen.

      Das Wochenende verging und die Arbeit rief. Immerhin ging jetht langsam alles wieder in geordneten Bahnen. Carson konnte sich auf die Jahresabschluss-Sitzungen vorbereiten und sein neustes Projekt vorantreiben. Zeitgleich stand er in engerem Kontakt mit Safe Haven und seinem Freund John, um die Generalüberholung der Sicherheitssysteme zu verfolgen. Für die Arbeiten in den Häusern hatte John aus Rücksicht sogar nur weibliche Mitarbeiter eingeteilt.

      Ende November wurde es richtig kalt. Was in einer Stadt mitten in Californien so etwa fünf Grad waren. Aber hin und wieder schneite es, kaum zu glauben. Zwischenzeitlich waren Carson und Julia bei Chase vorbeigeschneit, um die kleine Charlette zu bewundern. Das große Familientreffen war wegen Babygrippe abgesagt worden. Man hatte sich darauf geinigt, gemeinsam Weihnachten zu verbringen, woraufhin Carson gleich - und das als Überraschung hinter Julias Rücken - Erina und Morgan eingeladen hatte. Die beiden hatten zugesagt und wahrtem das Geheimnis eisern.

      Im Dezember musste Carson seine Liebste eine Weile allein lassen. Geschäftsreisen in alle Herrenländer standen an, er hatte einen engen Zeitplan, der keine Luft für irgendetwas hatte - nicht einmal kitschige Souvenirs.
      Ab dem zwanzigsten gönnte er sich dann seinen Urlaub. Bis Mitte Januar gehörte er nun ganz Julia.

      "Was schenkt man einem Baby?", fragte Carson am Morgen des einundzwanzigsten.
      Er stand vor dem Spiegel im Bad und rasierte sich gerade. Charlette war die Einzige, für die er noch nichts hatte.
      "Chase sagt, es sei egal, solange sie es sich in den Mund stopfen kann."


    • Der Dezember kam für Julia beinahe etwas zu schnell. Es wunderte sie manchmal immer noch ein wenig, dass Carson es so lange mit ihr ausgehalten hatte. Und doch gab es keine Anzeichen dafür, dass es ihm langsam zu langweilig wurde. Sogar während er für seine Arbeit durch die Welt reiste, nahm er sich die Zeit, um regelmäßig mit ihr zu telefonieren und ihr Nachrichten zu schicken.
      Und auch Julia hatte nicht das Bedürfnis irgendetwas an ihrer Beziehung zu ändern. Im Gegenteil. Noch immer machte ihr Herz einen kleinen Hüpfer, wenn der Geschäftsmann sie anlächelte und wenn er sie küsste, bekam sie immer noch weiche Knie. Sie liebte ihn genau so sehr wie am Anfang ihrer Beziehung - wenn nicht sogar ein wenig mehr.

      Deshalb sah sie dem Weihnachtsfest auch mit gemischten Gefühlen entgegen. Auf der einen Seite freute sie sich auf ihr erstes gemeinsames Weihnachten, aber gleichzeitig war sie schrecklich nervös, wenn sie daran dachte mit der Davis-Sippe zusammen zu feiern. Zumindest hatte Carson zugestimmt, dass sie seiner Familie etwas gemeinsam schenkten, was Julia sehr erleichterte. Sie war immer noch nicht vertraut genug mit seiner Familie, um den Geschmack der einzelnen Mitglieder einschätzen zu können. Und sie könnte sowieso nichts in der Preisklasse kaufen, in der sie sich bewegten...
      Das war auch ein Grund, wieso es ihr so schwer gefallen war, ein Geschenk für Carson zu finden. Und bis heute war sie sich immer noch nicht sicher, ob er sich freuen würde, oder sie sich blamieren würde. Vielleicht konnte sie ihn überreden, dass er es nicht seiner Familie zeigte....
      Gerade kaute Julia nervös auf ihrer Unterlippe herum, während sie zum wiederholten mal nachdachte, ob sie nicht doch lieber Chase um einen Tipp bitten sollte, als Carsons Stimme sie aus ihren Gedanken riss.

      Kurz legte die Blondine den Kopf zur Seite, während sie über die Frage nachdachte. "Vielleicht irgendeinen süßen Strampelanzug? Oder eine Spieluhr... obwohl sie sowas sicher schon hat.", schlug sie schließlich vor.
    • "Es geht ja nicht darum, was sie hat und was sie nicht hat. Zumal sie aus allem raus gewachsen ist, sobald du blinzelst."
      Carson zuckte zusammen fluchte leise. Er hatte sich am Hals geschnitten. Normalerweise passierte das nicht, aber normalerweise unterhielt er sich auch nicht beim Rasieren. Er rasierte auch noch das letzte bisschen ungewollten Bartes weg und drückte dann ein Taschentuch gegen den kleinen Schnitt.
      "Ich hab an einen Beißring oder sowaa gedacht, aber das ist so... klein", sagte er, als er nur mit einem Handtuch bekleidet aus dem Badezimmer tapste.
      Er war nicht sonderlich gut darin, diskrete oder unspektakuläre Geschenke zu schenken. Er wusste, dass er niemandem beeindrucken musste, aber er wollte es. Durch und durch eine Rampensau.
      Carson schlüpfte in ein paar gutsitzende Jeans und ein ebenso gut sitzendes Langarmshirt. Um die drei Knöpfe am Kragen kümmerte er sich herzlich wenig.
      "Es ist so viel einfacher, etwas für dich zu finden. Und das heißt was, mit den ganzen Budget-Regeln, die du mir gegeben hast."
      Julia wollte nicht, dass er übermäßig viel Geld für sie ausgab, obwohl er es hatte. Sie wollte nichts pompöses. Carson hatte sich den Kopf darüber zerbrochen, was er ihr schenken könnte, doch mittlerweile hatte er das perfekte Geschenk gefunden. Und es war weder besonder teuer gewesen (für seine Verhältnisse), noch besonders aufsehenerregend.
      Er legte eine Uhr an und sah direkt drauf. Nur weil er Urlaub hatte, hieß das nicht, dass er nichts zu tun hatte. Ursprünglich hatte er gedacht, dass er und Julia zwischen den Jahren auf dem Anwesen seines Onkels leben würden, aber da ohre Eltern jetzt vorbeikamen, war das nicht mehr der Fall. Julia wusste weder vom ersten Olan, noch vom zweiten und so sollte es auch bleiben. Ein Weihnachtsgeschenk waren ihre Eltern, mit denen sie schon lange kein Weihnachten gefeiert hatte.
      "Babys sind kompliziert", beschwerte er sich.


    • Julia lächelte leicht und trat dann auf Carson zu. Sie ließ ihre Finger hauchzart über den kaum sichtbaren Schnitt fahren. Es tat ihr leid, dass er sich wegen ihr verletzt hatte, auch wenn es nicht wirklich schlimm aussah und nicht mehr weh zu tun schien.
      "Ein Geschenk muss nicht groß sein, um jemanden eine Freude zu bereiten.", sagte sie und ein warmer Ausdruck trat in ihre Augen, da sie bei diesen Worten an ihre Kette denken musste, die immer noch ihr wertvollster Besitz war. Und das obwohl der Anhänger so filigran war, dass viele Leute ihn übersahen.
      "Aber du hast Recht... es ist wirklich nicht leicht. Mir fehlt da aber auch die Übung.", gab sie zu und sah nachdenklich zum Fenster hinaus, als könnte dort jeden Moment eine gute Idee vorbei fliegen. Aber natürlich war dies nicht der Fall. "Da sie sich vermutlich im nächsten Jahr recht schnell entwickeln wird, könnten wir ihr etwas schenken, was sie später noch gebrauchen kann." Julia machte einen nachdenklichen Laut, während sie versuchte sich in die Situation von Chase und seiner Frau zu versetzen. Was würde sie sich wünschen, wenn sie ein Baby hätte... Aber auch dieser Gedankengang half ihr leider nicht. "Vielleicht Essgeschirr mit dem sie später üben kann? Oder wirklich etwas zum spielen. Es tut mir leid, dass ich keine große Hilfe bin." Sie warf ihrem Freund einen entschuldigenden Blick zu.
    • Carson legte die Arme umd Julia.
      "Ich bin auch nicht unbedingt gut darin. Babys sind kompliziert."
      Lächelnd küsste er die Frau in seinen Armen.
      "Was zu spielen klingt aber ganz gut."
      Noch ein Kuss. Und noch einer. Er drückte sie zurück bis zum Bett, wo er sich umdrehte und setzte, ehe er Julia auf seinen Schoß zog.
      "Ich hab auch noch was für dich", sagte er lächelnd, lehnte sich zurück, und streckte sich nach seinem Nachttisch.
      Er holte ein kleines, samtenes Kästchen daraus hervor.
      "Bevor du wieder Nein sagst", scherzte er.
      Er reichte Julia das kleine blaue Ding.
      "Alles Gute zum Viermonatigen", grinste er.
      Der Ring im Inneren passte perfekt zu Julias Halskette.
      "Für den Mittelfinger. Kein neuer Antrag. Versprochen."


    • Einige Sekunden lang sah Julia still auf das Kästchen in ihrer Hand hinab. Der Inhalt war so schön, dass sie gar nicht wagte ihn anzufassen, obwohl sie gleichzeitig nichts lieber wollte, als den Ring anzulegen. "Er ist wunderschön. Vielen Dank.", war alles, was sie heraus brachte. Kurz fragte sie sich, ob sie wirklich 'nein' gesagt hätte, wenn Carson ihr einen Antrag gemacht hätte. Doch sie verwarf diesen Gedanken sofort wieder. Es war besser so.

      "Ich habe gar nichts für dich.", murmelte sie leise. Die Erkenntnis schmerzte und auf einmal fühlte Julia sich so schuldig, dass sie nur mit Mühe ihre Tränen zurück halten konnte. Doch sie wollte nicht weinen und damit diesen schönen Moment ruinieren. "Ich bin eine ziemlich schlechte Freundin, wenn ich nicht mal genau weiß, wann wir zusammen gekommen sind, nicht wahr?", sie versuchte ihre Aussage wie einen Scherz klingen zu lassen, auch wenn es ihr sehr peinlich war, dass sie sich nicht genauere Gedanken darum gemacht hatte. Sie wusste nicht, wann sie begonnen hatte, Carson als ihren Partner anzusehen. Hatte sie es schon gewusst, als sie ihn auf die Gala begleitet hatte? War es nach ihrem Spaziergang im Park gewesen, als sie zugestimmt hatte, ihn wiederzusehen? Oder war es nach ihrer ersten Nacht in Carsons Appartement gewesen?
      Julia schämte sich dafür, dass sie es nicht wusste. Aber zumindest hatte sie nun ein Datum, dass sie sich merken konnte, damit sie ihren Freund das nächste Mal nicht enttäuschte.

      "Irgendwie ist es seltsam, dass es erst vier Monate sind. Mir kommt es irgendwie länger vor.", gab sie zu und hob ihre freie Hand, um Carson über die Wange zu streichen. "Ich liebe dich und ich bin glücklich über jeden einzelnen Tag, den wir zusammen sind." Unbewusst schloss sie ihre andere Hand etwas fester um das kleine Kästchen, das nun ihren zweit-wertvollsten Besitz enthielt. "Manchmal weiß ich nicht einmal, ob ich jemanden wie dich überhaupt verdient habe. Du bist perfekt."
      Erneut schwieg sie einige Sekunden lang. "Ich wünschte wirklich, dass ich auch ein Geschenk für dich hätte.", murrte sie dann, da sie noch immer enttäuscht von sich selbst war. "Wenn es etwas gibt, was du gerne hättest, musst du mir das sagen, okay? Es tut mir leid, dass ich nicht so aufmerksam bin wie du."
    • Carson lächelte, fröhlich wie immer.
      "Du bist noch hier, das reicht doch. Perfekt bin ich bei weitem nicht. Nicht mal ansatzweise. Ich bin bloß stinkreich und verdammt heiß."
      Er küsste Julia. Das war alles, was er wollte. Einfach nur Julia hier bei ihm. Vielleicht war es ihre Resistenz gegen alles, was jeden anderen dazu brachte sich an seinen Hals zu schmeißen. Sie wollte keine teuren Geschenke, sie wollte nicht seinen Körper (nicht nur). Sie wollte ihn. Sie wollte Carson, nicht den Davis-Sprössling.
      "Es gibt so einiges, was ich gern hätte. Das meiste kann ich mir selbst nehmen, wenn ich es drauf anlege."
      Er drehte sich um und warf Julia auf das Bett. Er küsste sie, grinste.
      "Aber gerade jetzt bin ich wunschlos glücklich.", sagte er und strich ihr sanft eine Strähne aus dem Gesicht.


    • Julia lächelte zu Carson hinauf. Obwohl sie mit seiner Antwort nicht zufrieden war, ließ sie das Thema fallen. Im Grunde hatte sie schon mit so einer Aussage gerechnet.
      Einen Moment lang sah sie in seine wunderschönen, blauen Augen und fragte sich, ob sie wohl jemals etwas finden konnte, was Carson wollte, sich aber nicht selbst kaufen konnte. In dem Fall würde sie Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um ihm seinen Wunsch zu erfüllen. Das hatte er einfach verdient.

      Vorsichtig streckte sie ihren Arm aus und legte das kleine Kästchen auf den Nachttisch. Als es in Sicherheit war, legte sie ihre Arme um Carsons Hals, damit sie ihn zu sich hinunter ziehen und ihn küssen konnte. "Du hast recht, du kannst dir alles nehmen, was du willst.", bestätigte und grinste leicht.
    • "Ist das ein Angebot?", schnurrte Carson.
      In den letzten Sochen hatte er gelernt, seine Libido etwas zu zügeln. Aber eine Woche ohne Julia war eine ziemliche Durststrecke. Er war praktisch über sie hergefallen, als er wieder zu Hause angekommen war.
      Er küsste Julia erneut, ein glückliches Lächeln auf den Lippen. Noch vor vier Monaten hätte er gelacht, wenn man ihm gesagt hätte, er würde seine Lebensgefährtin mit zum Weihnachtsessen nehmen.
      "Juliana Kinnley", sagte er und stützte sich auf einen Ellenbogen, um ihr eine Strähne aus dem agesocht zu streichen, "habe ich Ihnen eigentlich schon gesagt, wie bezaubernd sie heute aussehen?"
      In Anbetracht der Tatsache, dass Julia nur ihren Schlafanzug an hatte, ein merkwürdiges Kompliment, aber nicht gelogen. Carson könnte Julia niemals anlügen.


    • Julia kicherte leise. Sie hatte sich inzwischen zwar schon an Carsons Komplimente gewöhnt, trotzdem fand sie sich im Moment ganz und gar nicht 'bezaubernd'. "Ich würde besser aussehen, wenn Sie nicht das Bad blockiert hätten, Mr. Davis.", gab sie zurück, schaffte es aber nicht einen ernsten Gesichtsausdruck aufrecht zu erhalten. "Obwohl ich zugeben muss, dass ich es im Moment gar nicht so eilig habe dort hin zu gehen." Einen Moment lang sah sie zu Carson hinauf. Die Erkenntnis, wie viel dieser Mann ihr bedeutete, traf sie mit solcher Wucht, dass es ihr beinahe den Atem nahm.
      "Also ich hätte nichts dagegen, wenn wir noch etwas länger hier bleiben. Aber du hast dich gerade erst angezogen und siehst so gut aus...", trotz dieser Aussage machte Julia keine Anstalten sich zu bewegen.
    • "Willst du damit andeuten, dass ich nackt nicht gut aussehe?", fragte Carson und ließ seinen Finger über ihren Hals bis hinunter zu ihrem Ausschnitt wandern.
      Hungrig folgte sein Blick der unsichtbaren Linie.
      "Ich habe mich nur rasiert und ein paar Hosen angezogen. Nichts, was man nicht beheben kann", schnurrte er und küsste das letzte bisschen Haut, das über Julias Ausschnitt zu sehen war, "und ausziehen musst du dich sowieso. Da kannst du mich doch auch helfen lassen..."