[2er RPG] Burning Desire

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    • Julia lachte leise. Es war irgendwie erfrischend den sonst so gefassten Geschäftsmann einmal völlig entspannt auf dem Sofa zu sehen, mit nackten Füßen, ungekämmten Haaren und Schokolade im Gesicht. "Ja, das war ein Angebot.", bestätigte sie. "Ich vertraue zwar Danas Geschmack, aber ich frage mich trotzdem immer, ob es dir wirklich gefällt. Und es ist komisch, dass sie weiß, was ich für Unterwäsche trage, weil sie die aussucht... daran muss ich mir wirklich noch gewöhnen.", den letzten Satz fügte sie ein wenig leiser hinzu und zupfte dabei verlegen an ihrem Nachthemd herum. Sie musste zugeben, dass Dana einen wirklich guten Geschmack hatte, aber es war trotzdem seltsam mit der Assistentin ihres Freundes shoppen zu gehen.
      Während Julia noch einmal ihre Tasse zu ihren Lippen führte, nur um festzustellen, dass diese schon leer war, sah sie noch einmal zum Fenster hinaus. Die Sonne war inzwischen aufgegangen und die Stadt aufgewacht. Der Himmel war klar und blau, doch Julia ahnte, dass es nicht so warm war, wie die Sonne sie glauben lassen wollte. "Ich war noch nie im Central Park, ich würde gerne einmal dorthin gehen.", sagte sie und drehte dann ihren Kopf wieder in Carsons Richtung. "Oder wir machen wieder eine von diesen Stadtführungen, die du so gerne magst. Das klingt auch spaßig."

      Als Carson aus dem Bad kam, hatte Julia sich ihre Kleider schon zurecht gelegt, war jedoch noch nicht umgezogen, da auch sie vorher noch kurz duschen wollte. Kurz musterte sie ihren Freund und stellte fest, dass er wirklich alles tragen konnte. Es war ein wenig frustrierend, wie gut Carson aussah, ohne dass er sich Mühe geben musste.
      Einige Minuten später war dann auch Julia fertig. Sie hatte sich dem legeren Look ihres Freundes angepasst und trug eine einfache Jeans und ein violettes Top mit einer beigen Strickjacke darüber. "Tut mir leid, dass du warten musste.", sagte sie, während sie sich eine Haarsträhne hinters Ohr strich.
    • Carson stand vom Sofa auf und ergriff die Hände seiner Freundin.
      Er lächelte sie einen langen Moment einfach nur an, dann küsste er sie auf die Nasenspitze und sagte: "Es ist süß, wenn du dich für Nichtigkeiten entschuldigst."
      Er reichte ihr ohre Handtasche, dann verließ er mit Julia die Suite. Da es noch relativ früh war, hatte der Geschäftsmann beschlossen, das sie erst ein bisschen bummeln könnten, wozu er Julia in eine stink normale Mal mitnahm.
      "Tob dich aus", flpsterte er ihr zu, ehe er sie auf die Schläfe küsste, als sie das gigantische Gebäude betraten.
      Er wusste, dass Geld nicht alles war, aber wozu haben, wenn man es nicht auch ausgab? Haushalten mussten sie definitiv nicht. Carson wusste gar nicht, wofür er das alles ausgeben könnte. Deswegen spendete er auch so viel. Naja, das war jedenfalls einer der Gründe.


    • Neugierig sah Julia sich um, als sie das große Einkaufszentrum betraten. Obwohl sie schon oft shoppen gewesen war und sie sich hier wohler fühlte als in den Designer-Läden, in die Dana sie immer brachte, fühlte es sich doch besonders an. Vermutlich weil Carson bei ihr war. Juli konnte sich nicht daran erinnern, wann sie das letzte Mal von einem Freund zum Einkaufen ausgeführt worden war. Die Shopping-Touren mit ihrem Ex-Freund waren immer eher zweckmäßig und eilig gewesen, weil sie für ihn Zeitverschwendung waren. Und da Julia immer darauf achten musste nichts falsch zu machen, hatte sie sich auch nie besonders amüsiert.
      Doch heute sollte das anders werden. Julia schloss ihre Hand etwas fester um die von Carson, damit sie ihn zwischen den anderen Leuten nicht verlor und lächelte zu ihm hinauf. Es war egal wohin sie gingen, die Welt schien einfach schöner zu sein, wenn sie zusammen waren.

      Einige Minuten schlenderten sie einfach durch das Kaufhaus und sahen sich die Schaufenster an. "Weißt du... wenn ich bei dir einziehe, könnten wir uns auch etwas schrecklich kitschiges kaufen, was Pärchen sich so anschaffen.", schlug Julia letztendlich vor, als ihr einfiel, dass Carson kitschige Souveniers mochte. "Zum Beispiel Kaffeebecher, die zusammen passen oder sowas." Sie kicherte leise. So etwas passte eigentlich überhaupt nicht in das schicke Appartement des Geschäftsmannes, trotzdem mochte sie den Gedanken, dass sie zusammen etwas kauften. "Alternativ ist da hinten ein Unterwäsche-Geschäft... das Angebot steht noch."
    • "Wie wär's mit denen?"
      Carsin blieb stehen und deutete auf zwei weiße Kaffeetassen. Die eine zierte ein Mustache und das geschwunge Wort Mr. Das andere zeigte den klassischen Abdruck von Lippenstift ubd das Wort Mrs. in der gleichen Schrift. Er grinste breit, wusste er doch, was wr damit andeutete. Allerdings erblickte er dann den erwähnten Unterwäscheladen und sofort schlich sich etwas Verstohlenes in seinen Blick.
      "Ich bin für beides zu haben", murmelte er, trat noch näher an Julia heran und küsste sie auf die Stirn, den Blick stur auf den Laden gerichtet.
      "Ich weiß nicht, wie schnell wir aus dem Laden wieder rauskommen...", fügte er schnurrend hinzu, "oder wie lange du etwas anprobieren kannst, bevor ich es dir wieder ausziehe..."


    • Julia betrachtete die Tassen einen Moment lang. Sie waren hübsch, doch gleichzeitig wusste sie, welche Bedeutung dahinter steckte. Sie fühlte sich innerlich zerrissen, da sie Carson keine falschen Hoffnungen machen wollte, doch gleichzeitig wusste, dass sie mit niemand anderem zusammen sein wollte als ihm. "Nun ja, warum nicht...", begann sie zögerlich. "Aber nur wenn du damit leben kannst, dass ich dich nicht sofort heirate, nur weil auf meiner Tasse Mrs. steht." Sie lächelte schüchtern und drückte ihrem Freund einen Kuss auf die Wange, um ihn ein wenig zu beschwichtigen, falls er nun böse auf sie war.

      "Dann muss ich die Sachen wohl anprobieren, ohne dass du sie siehst und sie dir erst heute Abend im Hotel zeigen. Wir können nicht riskieren aus dem Laden geworfen zu werden, nur weil du mir unbedingt beim Ausziehen der Kleider helfen willst.", flüsterte sie ihm zu, bevor sie sich wieder zurück lehnte. Noch einmal ließ sie ihren Blick durch das Einkaufszentrum wandern, es gab einfach zu viel zu entdecken.
    • Carson kicherte leise.
      "Geh doch schon mal vor und such dir was aus, ich komm dann nach", schlug er vor und schob sie einen Schritt in die Richtung des Geschäfts.
      Er selbst verschwamd daraufhin in dem Laden mit den Tassen, die er gleich kaufen würde. Der Laden war ein Paradies für ihn und seine Liebe zum Kitsch. Es blieb nicht bei den Tassen. Er kaufte auch noch ein knallrotes Kissen in Herzchenform und eine cremefarbene Fleecedecke mit lauter weißen Sternen drauf. Breit grinsend schlenderte er dann aus dem Laden rüber zu dem, in den er Julia vorgeschickt hatte. Manch ein Mann würde sich hier unwohl fühlen, aber Carson nicht. Er sah keinen Grund dazu. Schnell hatte er Julia gefunden und lächelte sie über einen Kleidungsständer hinweg an.
      "Hi", grüßte er.


    • Julia sah Carson einen Moment lang hinterher, während sie sich alleine auf den Weg in den Laden machte. Es war ein seltsames Gefühl so alleine in einen Dessousladen zu gehen und man schien ihr ansehen zu können, wie verunsichert war. Zumindest wurde Julia schon kurz nach dem Betreten des Geschäfts von einer freundlich lächelnden Verkäuferin in Empfang genommen, die sie fragte, ob sie ihr helfen könnte. Automatisch verneinte Julia. Sie war sowieso schon schlecht genug darin Entscheidungen zu treffen, da brauchte sie nicht auch noch jemanden, der versuchte ihr etwas aufzuschwatzen. Julia hatte sich schon oft genug von Verkäufern zu etwas überreden lassen und deshalb gelernt, dass sie solche Käufer meistens zu Hause wieder bereute.

      Julia war gerade dabei einen Ständer voller BHs zu begutachten, als sie Carson entdeckte, der auf sie zukam. Obwohl er keinen Anzug trug, hatte er noch immer seine selbstbewusste Ausstrahlung, durch die er den ganzen Laden für sich einzunehmen schien. Und Julia war nicht die einzige, die ihn bemerkte.
      "Na du.", begrüßte sie ihn und gab ihm einen kurzen Kuss, bevor sie der Verkäuferin einen strafenden Blick zuwarf. Ja, sie hatte gerade ihr Revier markiert und fühlte sich deshalb nicht einmal schuldig. "Ich wollte ja vorschlagen, dass wir auch etwas für dich kaufen, aber ich habe es mir anders überlegt.", murrte sie. "Wieso siehst du nur so gut aus. Alle Frauen hier im Laden starren dich an." Eigentlich wollte Julia beleidigt klingen, es gelang ihr jedoch nicht. Stattdessen hoben sich ihre Mundwinkel zu einem Grinsen. Es war doch irgendwie schmeichelhaft, dass so ein gut aussehender Mann wie Carson ausgerechnet mit ihr ausging.

      Nachdem sie wieder einen Schritt zurück getreten war, fiel Julias Blick auf die Tüte, die ihr Freund bei sich trug und die größer war, als sie erwartet hatte. "Was hast du noch gekauft?", fragte sie neugierig.
    • Carson hob die Tüte aus Julias Reichweite.
      "Das wirst du sehen, wenn wir wieder zurück sind."
      Grinsend küsste er Julia noch einmal. Als kleine Vorkehrung hatte er die beiden extra Sachen einpacken lassen.
      "Hast du was gefunden?"
      Ziellos schob er ein paar Sachen auf ihren Halterungen hin und her. Er überging das Kompliment mit einem stolzen Lächeln. Stattdessen war er einfach ein bisschen anhänglich.
      "Du bist besser in sowas, als ich", sagte er, als er einen abnormal großen BH fand und ihn sich mit einer Grimasse vor die eigene Brust hielt.
      "Von sowas bekommt man doch Rückschmerzen!", beklagte er sich und hängte das Ding zurück.
      Er spielte den tollen Freund, der auf die Suche nach den passenden Größen gin, während sich Julia umzog. Hin und wieder reichte er ihr auch etwas rein, was er selbst gut fand. Es war schwer, nicht einfach reinzurennen und Julia ganz zu entkleiden. Aber er riss sich ihretwegen zusammen. Wenn ee nichts zu tun hatte, wartete er ganz friedlich vor der Tür, saß in einem schwarzen Discountersessel und schrieb Nachrichten auf dem Smartphone. Technisch gesehen war es keine Arbeit! Zumindest sagte er sich das immer wieder...


    • Auch wenn sie die Blicke der anderen Frauen ein wenig störten, amüsierte Julia sich doch gut. Sie hätte niemals gedacht, dass es ihr so viel Spaß machen würde, einfach nur mit jemandem zusammen einkaufen zu gehen.
      Nachdem sie die verschiedenen Wäschestücke, die sie und Carson ausgesucht hatten, anprobiert hatte, schaffte Julia es nach einigen Minuten sogar, sich für einige davon zu entscheiden. Etwas, worauf sie insgeheim sehr stolz war. Sie widerstand dem Drang Carson nach seiner Meinung zu fragen, da sie nicht sicher war, ob er seine Drohung wirklich wahr machen würde. Zuzutrauen wäre es ihm.

      Als Julia die Kabine wieder komplett bekleidet verließ, hängte sie zuerst die Stücke, die sie nicht haben wollte an die Stange, die neben den Umkleiden aufgestellt worden war. "Sei so lieb und warte hier, bis ich bezahlt habe. Da du mir nicht zeigst, was du gekauft hast, zeige ich dir auch nicht, was ich kaufe.", sagte sie und zwinkerte ihrem Freund zu.
    • Grinsend zückte Carson seine Kreditkarte - wie versprochen 'nur' die goldene - und reichte sie Julia. Dann schlenderte er an der Kasse vorbei aus dem Laden hinaus und wandte dem Geschäft demonstrativ den Rücken zu. Er versuchte nicht einmal, einen Blick in die Tüte zu werfen.
      Mach dem Laden voller Kitsch und dem Dessousgeschäft schlenderten sie ein bisschen Weiter. Carson konnte nicht Nein zu einem Teddy von Build-a-Bear sagen und ließ sich vorort eine furchtbare Kreation zusammennähen, die er als Geschenk für seinen baldigen Neffen - oder Nichte - in Planung hatte (der Teddy war nicht verstörend oder hässlich, nur eben wirklich kitschig).
      Als sie an einem Schmuckladen vorbeikamen, ging Carson langsamer, um einen Blick in die Auslage werfen zu können. Sie hatten recht hübsche Stücke hier...
      "Hey. Willst du dir hier was aussuchen?", fragte er an Julia gerichtet, "dann kannst du sichergehen, dass ich keine Unmengen an Geld für Schmuck ausgebe."


    • Während die Kassiererin Julias Einkauf einpackte, lächelte sie der Blondine freundlich zu. "Und haben Sie etwas gefunden, war Ihrem Freund gefällt?", es war offensichtlich eine rhetorische Frage und kurz überlegte Julia, ob die andere Frau nicht vielleicht hoffte, dass Carson sich lediglich als Julias Bruder oder ähnliches herausstellen würde, damit sie selbst eine Chance hatte. "Ja. Aber ihm gefällt im Grunde alles, was ich trage.", gab sie mit einem zuckersüßen Lächeln zurück und versuchte dabei nicht triumphierend auszusehen. Sollten Julias Worte die Verkäuferin getroffen haben, so war es ihr nicht anzumerken, sondern verabschiedete ihre Kundin höflich.
      Vor dem Laden verstaute Julia ihre kleine Einkaufstüte in ihrer Handtasche. "Wir können leider nie wieder in diesen Laden gehen.", sagte sie dabei zu Carson. Nachdem sie fertig war, streckte sie sich kurz zu ihrem Freund hinauf und gab ihm einen Kuss auf die Wange, bevor sie wieder nach seiner Hand griff und sie ihren Weg fortsetzten.

      Als sie letztendlich vor dem Schmuckladen stehen blieben, zögerte Julia einen Moment, während sie über Carsons Angebot nachdachte. "Vielleicht etwas, was zu der Kette passt?", schlug sie schließlich vor und fasste mit einer Hand zu der silbernen Kette mit dem Anhänger, den Carson ihr bei einem ihrer ersten Treffen geschenkt hatte. Auch wenn sie recht unauffällig war, würde sie für immer Julias Lieblingsstück bleiben. "Es müssen keine so teuren Steine sein, vielleicht einfach ein silbernes Armband, was ich dazu anziehen kann?" Sie sah unsicher zu Carson hinauf, als warte sie auf seine Zustimmung.
    • Carson ließ den Blick noch einmal über die Auslage wandern. Dann richtete er sich wieder auf und nickte lächelnd.
      "Das klingt nach einer guten Idee", sagte er und betrat mit Julia den Laden.
      Sie wurden von einer jungen Brünetten empfangen, die gleich Andeutungen in Richtung Verlobungsring machte. Überraschenderweise verneinte Carson. Wenn Julia seinen Antrag annahm, würde sie einen Ring von ihm bekommen, bei dem sie garantiert sagte, sie könne ihn nicht tragen, er ginge doch kaputt, so teuer war er. Und Carson würde antworten, dass es nur Beste für sie gab und sie küssen und dann wäre das schon wieder vergessen.
      "Wir dachten an etwas, was zu ihrer Kette passt", erklärte er der Verkäuferin und für einen Moment unterhielten sie sich fachmännisch über die kleinen Steine, die in das Zeichen eingearbeitet worden waren. Dann kehrten sie aber wieder in die Amateurebene zurück, die Verkäuferin verschwand kurz, um ein paar Beispiele zu holen. Carson setzte sich mit Julia an einen der Tische.
      "Ich liebe es, dass du diese Kette jeden Tag trägst", sagte Carson und küsste Julua liebevoll.
      "Verrätst du mir, warum wir nicht mehr in den Dessousladen dürfen?"


    • Julia war froh, dass Carson das Gespräch übernahm, da sie von Schmuck nicht besonders viel verstand. Sie konnte sagen, ob ihr etwas gefiel, mehr jedoch nicht.
      "Ich trage die Kette wirklich gern.", bestätigte sie, nachdem sie neben Carson Platz genommen hatte. "Sie ist mein wertvollster Besitz - und das meine ich nicht im materiellen Sinn. Ich liebe sie." Sie lächelte ihren Freund warm an. Aber dann fielen ihre Mundwinkel wieder nach unten, als Carson das Thema wechselte und auf den Dessousladen zu sprechen kam. "Oh... das...", sie strich sich verlegen eine Haarsträhne hinters Ohr und warf einen Blick in die Richtung des Ladens, in den die Verkäuferin verschwunden war. Doch es sah leider nicht so aus, als würde sie gleich zurück kommen und Julia einen Grund geben, um diese Frage nicht zu beantworten.
      "Natürlich können wir da wieder hingehen. Ich war nur kindisch.", gab die Blondine zu und seufzte. "Sei bitte nicht böse deswegen. Es ist nur... die Verkäuferinnen da, haben dich die ganze Zeit angestarrt und naja..." sie verzog leicht das Gesicht, es war nicht einfach ihre Schwäche zuzugeben, vor allem da sie nicht wusste, ob Carson ihr dieses kindische Verhalten übel nehmen würde. "Ich war wohl eifersüchtig. Ich weiß, dass das albern ist und es tut mir leid.", sagte sie dann in einem Atemzug und sah verlegen zur Seite.
    • Carson kicherte und lehnte seine Stirn gegen Julias Schläfe. Ein warmes Gefühl breitete sich in seiner Brust aus.
      "So süß", säuselte er und küsste Julia auf die Schläfe.
      Kaum betrat die Verkäuferin wieder den Hauptverkaufsraum, war Carson wieder Handzahm. Wie am Abend zuvor lag sein Arm auf der Rückenlehne von Julias Stuhl, seine Finger tanzten hin und wieder über ihre Schulter. Die Brünette legte eine flache, große Kiste vor ihnen auf den Tisch und öffnete das Panzerglas. Sie zeigte ihnen einige Armbänder. Dabei sprach sie hauptsächlich Julia an, weniger Carson. Denooch gab er seinen Senf dazu, ließ Julia hier und da etwas anprobieren und erkundigte sich manchmal nach weiteren Details der Stücke. Er überließ seiner Freundin die Führung, alles was er tat, diente nur zu seiner Information. Geld spielte hier sowieso keine Rolle. Er könnte den ganzen Laden leer kaufen und hätte nur ein Wochengehalt ausgegeben, wenn überhaupt.
      "Ich könnte sie dir alle kaufen", flüsterte er Julia ins Ohr, als die Verkäuferin gerade die Armbänder sortierte, "dann musst du dich nicht entscheiden."


    • "Sei nicht albern.", flüsterte Julia zurück, obwohl sie wusste, dass Carson seine Worte mit Leichtigkeit wahr machen konnte. Wenn er wollte könnte er vermutlich nicht nur den Schmuckladen, sondern das ganze Einkaufszentrum kaufen. Aber das wollte Julia nicht. Sie brauchte keine Massen an Kleidern oder Schmuck, sie wollte etwas, was eine Bedeutung hatte und was sie gerne tragen wollte.
      Einige Minuten lang ließ Julia sich von der Verkäuferin verschiedene Armbänder anlegen und hörte ihr geduldig zu, während sie erklärt bekam, wieso dieses Schmuckstück besonders gut zu ihrer Kette passte. Da sie nicht gut darin war Entscheidungen zu treffen, war sie bereits nach dem sechsten Armband überfordert und überlegte, ob sie nicht doch auf Carsons Angebot zurück kommen sollte.
      "Nun? War etwas für Sie dabei, oder soll ich noch etwas anderes heraussuchen?", stellte die Verkäuferin letztendlich die Frage, vor der Julia sich am meisten fürchtete. Noch einmal ließ sie ihren Blick über die verschiedenen Armbänder wandern, die nun ordentlich nebeneinander auf dem samtenen Untergrund der Kiste lagen.

      "Ich mag dieses hier.", sagte Julia letztendlich, nachdem sie jedes noch einmal betrachtet hatte. Sie deutete auf ein schmales Armband, das mit den gleichen Steinen besetzt war wie der Anhänger ihrer Kette. Obwohl es im Vergleich zu einigen anderen eher schlicht wirkte, gefiel Julia die verschlungene Schlaufe, zu der das Band an der Vorderseite geformt worden war, da es sie an das Unendlichkeits-Symbol erinnerte. Das Zeichen, das sie bis an ihr Lebensende mit Carson in Verbindung bringen würde.

      Spoiler anzeigen
      Ich kann das Bild von der Kette leider nicht mehr öffnen. Ich hoffe, das hier passt trotzdem dazu. Ansonsten bin ich für Gegenvorschläge offen ;)
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Enija ()

    • Carson hatte so seine eigenen Tendenzen was die Armbänder anging. Aus seinem höflichen Lächeln wurde ein freudiges Grinsen, als Julia eines aus seinen Top3 auswählte. Die Verkäuferin schien begeistert.
      Carson zahlte für das Armband, das ihnen in einer kleinen dunkelblauen Schachtel übergeben wurde.

      Nach einer ordentlichen Shoppingtour gönnten sie sich ein gutes Mittagessen in einem Restaurant direkt gegenüber vom Central Park. Ihre Einkaufstüten ließen sie bei Austin im Wagen zurück, als sie sich auf den Spaziergang durch den Central Park machten. Im Herbst beeindruckte er eher weniger durch seine botanische Vielfalt, dennoch erzählte Carson ein bisschen was über den ein oder anderen Baum. Er war kein Kenner, aber wenn man auf einem Grundstück mit eigenem Wald aufwuchs, weckte einen doch irgendwann die Neugierde.
      "Du hast mir nie verraten, wie du New York findest", meinte Carson irgendwann, "das letzte Mal war ja... naja, das Ende war nicht so toll."


    • Natürlich konnte Julia nicht abwarten, bis sie wieder im Hotel waren, sondern legte das neue Armband an, sobald sie ihre Shoppingtour beendet hatten und Austin ihnen ihre Einkäufe abgenommen hatte. Zufrieden streckte sie ihre Hand von sich, um es noch einmal bei Tageslicht ansehen zu können. "Was denkst du? Steht es mir?", wandte sie sich an Carson, man konnte jedoch an dem sanften Lächeln auf ihrem Gesicht erkennen, dass sie ihr Geschenk sehr mochte. Kurz beobachtete Julia, wie sich die Strahlen der Sonne in den kleinen Steinen brachen, bevor sie sich zu Carson drehte und ihm einen kurzen Kuss gab. "Vielen Dank.", sagte sie, auch wenn sie das Gefühl hatte, das Worte nicht ausdrücken konnte, wie dankbar sie ihm wirklich war. Und dass nicht nur für das Geschenk.

      Julia genoss die Zeit, in der sie und Carson einfach nur friedlich spazieren gingen. Der Herbst hatte die Blätter an den Bäumen bunt gefärbt und ließ ihn anders wirken, als auf all den Bildern und Postkarten, die man ansonsten von ihm zu sehen bekam. Trotzdem hatte er etwas zauberhaftes.
      Während des ganzen Weges ließ Julia Carsons Hand nicht los. Interessiert hörte er den kleinen Geschichten zu, die er von sich gab und für einen Moment schaffte sie es zu vergessen, dass auf dem Parkplatz ein Chauffeur wartete, der sie zurück in eine teure Hotelsuite bringen würde. Gerade waren sie einfach nur ein ganz normales Paar, das die gemeinsame Zeit genoss. Es war ein schönes Gefühl.

      "Du hast mir nie verraten, wie du New York findest, das letzte Mal war ja... naja, das Ende war nicht so toll.", hörte sie Carson sagen und sah kurz zu ihm hinauf. Es dauerte einen Moment, bis sie sich daran erinnerte wovon er sprach, da sie das Zusammentreffen mit Cooper schon wieder verdrängt hatte. Damals war sie noch verunsichert gewesen und sie hatte schreckliche Angst gehabt. Vor dem Streit, vor dem fremden Mann und zeitweise sogar vor Carson.
      Julia ließ ihre Augen durch den Park wandern und beobachtete einige Blätter, die von Wind durch die Luft getragen wurden. Diese Ereignisse schienen so unendlich weit entfernt zu sein. "Ich mag New York sehr gern, weil ich dank dir sehr viele schöne Erinnerungen mit der Stadt verbinde.", antwortete sie ehrlich. "Als wir das letzte mal hier waren, habe ich dich etwas besser kennen gelernt und ich habe beschlossen, dass ich mit dir zusammen sein will - dass ich keine Angst vor dir haben will." Sie lächelte ein wenig, dieser Schritt war für sie nicht leicht gewesen, doch sie hatte ihn niemals bereut. Im Gegenteil: Vermutlich war es das beste, was ihr jemals passiert war.
      Kurz hielt Julia inne, während sie sich umsah. Erst als sie sicher war, dass keine anderen Spaziergänger in der Nähe waren und sie deshalb niemand hören konnte, lehnte sie sich zu Carson und flüsterte ihm zu: "Und wir hatten das erste Mal Sex."
    • Carson zog Bulia auf seine andere Seite und legte ihr den Arm um die Schultern, küsste sie erst auf ihre wundervollen Lippen, dann noch einmal auf die Schläfe.
      "Ich kann sehen, warum du es New York toll findest", grinste er vor sich hin.

      Zum Abendessen führte Carson seine Freundin in ein normalpreisiges Restaurant.
      Den Rest des Urlaubes genoss er mit der Frau an seiner Seite. Jeden Morgen checkte er seine Nachrichten und die der Welt, hielt sich auf dem Laufenden. Er stand immer noch früher auf, aber sobald Julia wach wurde, war kein Zeichen von Arbeit mehr zu finden. Die Woche verging viel zu schnell und am Samstag saßen sie bereits wieder in seinem Jet.
      "Wir fliegen nach Hause", sagte er mit kindischer Vorfreude.
      Julia wohnte jetzt bei ihm. Sie würden wahrscheinlich von Kisten begrüßt werden, sofern Ricardo und Jake sich nicht in dem Kopf gesetzt hatten, auszupacken.

      Jake holte sie drei am Flugplatz ab. Austin verkrümelte sich mit dem anderen Personenschützer nach vorn.
      Im Penthouse wurden sie aus einer Kombination an Kisten und ausgepacktem Zeug empfangen. Ricardo hatte sich die Kiste mit der Bezeichnung 'Küche' vorgenommen. Der Rest war unangetastet und blockierte das große Esszimmer, weswegen sich seltsame Schatten durch die Wohnung zogen.
      Lachend betrachtete Carson die Kisten.
      "Schätze, wir haben heute noch was zu tun."
      Er schnappte sich eine Kiste, auf der 'Schlafzimmer' stand und nahm sie mit hoch, zusammen mit seiner Tüte von dem Kitschladen. Die Tassen hatte er demonstrativ in der Küche stehen lassen.
      "Schatz!", rief er von oben, das Grinsen war nicht zu überhören.
      Er hatte die eingepackte Decke und das Kisse auf das Bett gelegt. Völlig unschuldig war er nun dabei, Julias Klamotten in seinen begehbaren Kleiderschrank zu hängen. Er hatte extra Platz gemacht, sie hatte jetzt ihre eigene Seite.


    • Es war ein wenig traurig, wie schnell ihr gemeinsamer Urlaub auf einmal zu Ende ging. Lediglich Carsons Vorfreude sorgte dafür, dass Julia nicht ganz so wehmütig wurde.
      Als sie endlich wieder im Penthouse ankamen, blieb Julia erst einmal verwundert stehen. Es war seltsam die Kisten in der sonst so ordentlichen Wohnung stehen zu sehen und genauso seltsam war der Gedanke, dass in diesen wenigen Kartons Julias ganzer Besitz verstaut war. Erst jetzt wurde der jungen Frau bewusst, dass sie wirklich bei Carson einzog. Nun gab es kein Zurück mehr.
      Einen Moment lang betrachtete Julia still das vollgestellte Wohnzimmer, bis Carsons Lachen sie aus ihren Gedanken riss. Die Freude, die der Mann in diesem Moment ausstrahlte, hatte etwas ansteckendes. Und während die Blondine ihm hinterher sah, als er mit einer der Kisten in den Armen die Treppe zum Schlafzimmer hinauf stieg, bemerkte Julia, dass sie ihre Entscheidung nicht bereute.

      Die junge Frau hatte gerade eine der Kisten geöffnet, um den Inhalt zu inspizieren, als sie Carson aus dem Obergeschoss nach ihr rufen hörte. Ohne lange zu zögern stieg sie die Treppe hinauf, blieb dann jedoch im Türrahmen stehen, als ihr Blick auf das Bett fiel. Ihre Augenbrauen schossen nach oben, doch dann konnte sie ihr Lachen nicht mehr zurück halten. "Du hast ein Herzkissen gekauft?", brachte sie zwischen zwei Lachern heraus, die Wolldecke ließ sie erst einmal außen vor, da diese ihr gut gefiel. Doch die Tatsache, dass Carson Davis - einer der erfolgreichsten Geschäftsmänner des Landes - ein Herzkissen kaufte und damit sein Bett dekorierte, war einfach zu komisch.
      "Liebling, das ist so kitschig und gleichzeitig wirklich niedlich.", sagte sie, nachdem sie sich wieder gefangen hatte. "Wie bist du nur auf diese Idee gekommen?"
    • "Das war keine 'Idee'. Du hast mich in einen Kitschladen gehen lassen, verliebt und mit dem Wissen, das Frauen gern kalte Füße kriegen und ich keine passende Decke habe."
      Er streckte den Kopf aus dem Kleiderschrank und grinste wie die Grinsekatze. Dann verschwand er wieder und machte weiter. Als die Kiste leer war, faltete er sie zusammen und kam endlich aus dem Schrank, der so groß war, wie manch ein Schlafzimmer. Oder Wohnzimmer.
      "Alles Gute zum Einzug", raunte er, trat auf Julia zu und zog sie in einen langen, liebevollen Kuss.
      "Und jetzt gehe ich deinen Sessel in unser Wohnzimmer stellen. Jake wusste nicht, wo er den hinpacken soll, also steht er einsam drüben im Security-Büro."
      Lächelnd ließ Carson seine Freundin allein und wuchtete den Sessel aus Julias Wohnung rüber ins Penthouse. So schwer war er gar nicht, aber er war unhandlich. Er stellte ihn in einem hübschen Winkel neben die Couch. Er fügte sich perfekt ein, als gehöre er hier her. Er wusste, dass Julia dieses Ding liebte. Er konnte sich bildlich vorstellen, wie sie darin saß, die Beine angezogen, in die Sternchendecke gewickelt, und ein Buch laß. Da fiel ihm etwas ein. Er zückte sein Smartphone und hilte ein paar Informationen ein.

      "Schatz? Du wolltest doch wissen, wie es Alexander Creek geht. Ich hab mich erkundigt, soweit ist alles in Ordnung. Er geht am Montag zum Arzt", informierte er Julia, als sie wieder runterkam.
      Er half ihr, die Kisten auszuräumen und alles in der großen Wohnung unterzubringen. Am Ende wirkte es wirklich wie ein Zuhause. Ein paar Dekogegenstände mussten noch verteilt werden und das Esszimmer war von einem Stapel Pappe eingenommen worden. Allerings spielte das alles keine Rolle, als Carson einen panischen Anruf von seinem Cousin bekam.
      "Zieh sofort Schuhe an", befahl er Julia, noch bevor er wieder aufgelegt hatte.
      "Wir sind unterwegs, Chase!"
      Er steckte das Telefon weg und starrte für einen Augenblick vor sich hin, dann lachte er.
      "Ich werde Onkel!", sagte er ungläubig, "genau jetzt!"


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