[2er RPG] Burning Desire

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    • Carson lächelte verschlagen.
      "Nur aus Höflichkeit", gab er zurück und schob sich einen Löffel Eis in den Mund.
      Für seinen Geschmack war das viel zu wenig von allem, aber wer wäre er, wenn er sich darüber beschweren würde?
      Die Karamell"waffel" war selbstverdtändlich das Beste an dem Nachtisch, Carson konnte verstehen, warum Alexander die zuerst gegessen hatte.
      Carson war vor allen anderen fertig. Er hatte keine Selbstbeherrschung in diesen Dingen... Er lehnte sich entspannt zurück und legte seinen Arm wieder auf die Rückenlehne von Julias Stuhl.
      Er überlegte gerade, wie lange sie noch bleiben mussten, um nicht unhöflich rüber zu kommen, als Alexander plötzlich aufstand und eine Sekunde später zusammenbrach.
      Carson war der Erste auf den Beinen und an der Seite des Autoren.
      "Alexander! Alexander, hören Sie mich?"
      Er zückte sein Einstecktuch und reichte es dem verwirrten Autoren; er hatte nicht bemerkt, dass er Nasenbluten hatte.
      "Rufen Sie einen Krankenwagen", ordnete er irgendjemanden an.
      Einer der Zwillinge hatte das Smartphone schon am Ohr.
      "Ganz ruhig, mein Freud. Hilfe ist unterwegs."


    • Julia betrachtete die Szene mit großen Augen. Unbewusst legte sie eine Hand auf ihren Brustkorb, in einem kläglichem Versuch ihr viel zu schnell schlagendes Herz wieder zu beruhigen. Es gelang ihr aber nicht besonders gut. Ihr Blick wanderte zu der Partnerin des Autoren, die nun neben ihm auf dem Boden saß. Ihr Gesicht war so weiß, dass es beinahe schon durchsichtig wirkte und für einen Moment überlegte Julia, ob man nicht vielleicht auch gleich einen Notarzt für sie rufen sollte. Doch dann sah sie, wie die junge Frau sich auf die Unterlippe biss und versuchte sich zusammen zu reißen und sie verwarf diese Gedanken wieder.

      Inzwischen waren auch die anderen Gäste auf den Zwischenfall aufmerksam geworden und das Stimmengewirr im Raum schien noch zuzunehmen. Julia glaubte die Blicke der anderen Menschen förmlich auf sich spüren zu können. Es war ein unangenehmes Gefühl. "Können Sie vielleicht dafür sorgen, dass wir hier ungestört sind?", wandte sie sich an den Zwilling, der gerade nicht aufgebracht in sein Handy sprach. "Diese neugierigen und aufgebrachten Leute schaden nicht nur Alexander, sondern werden auch die Arbeit der Ärzte erschweren, wenn sie hier eintreffen." Im Grunde wusste Julia nicht, ob diese Aussage der Wahrheit entsprach, doch sie hasste Schaulustige, die nicht halfen, und konnte sich vorstellen, dass es dem Autoren nicht anders ging.
    • "Sie bleiben bei ihm", befahl Carson, "Wir kümmern uns um alles."
      Der nächste Anruf des Zwillings ging an Eric, den Agenten Alexanders, während der andere alle Leute raus in den Innenhof des Gebäudes scheuchte. Carsons Aufmerksamkeit lag weiterhin auf dem Mann vor ihm, der zwar aufrecht an den Tisch gelehnt saß, aber kaum bei Bewusstsein war. Er legte Alexander die Hände an die Wangen, um einen guten Blick auf ihn werfen zu können. Würde er es nicht besser wissen, würde er sagen, der Autor war zugedröhnt. Sein Puls war normal, soweit Carson das beurteilen konnte, aber er war kein Arzt.
      "Schön wach bleiben, Alexander", forderte Carson.

      Als die Rettungskräfte endlich eintrafen überließ Carson den Experten das Feld und erklärte rational und gefasst, was passiert war. Scheinbar war er der einzige, der noch Anwesenden, der dazu in der Lage war.
      Er zog Chloe auf die Füße und setzte sie einige Meter entfernt auf einen Stuhl, damit sie nicht im Weg war, aber immer noch einen Blick auf ihren Freund hatte.
      "Eric kommt direkt zum Krankenhaus, wir fahren auch hin. Sie kommen mit uns. Machen Sie sich keine Sorgen, Alexander ist in den besten Händen", versuchte er Chloe zu beruhigen, während er zeitgleich Julias zitternde Hand ergriff.
      Auch ihr galt diese Erklärung. Sie würden mitfahren, sie würden dort warten, sie würden Alexander die beste Hilfe zukommen lassen. Mit einem medizinischen Hintergrund diesen Ausmaßes war nicht zu spaßen.


    • Carson hatte dafür gesorgt, dass Alexander alles an Behandlung zukam, was er brauchte. Nur um dann die Flucht des Autoren mitzuerleben. Er machte sich nichts draus. Stattdessen legte er beschützend den Arm um Julia, ließ sich von Alexanders Agenten alles erklären und bedankte sich dann bei dem verwirrten Neurologen.
      Austin wartete unten mit dem Wagen. Carson schob Julia hinein und setzte sich neben sie. Eisernes Schweigen herrschte auf dem Weg zurück ins Hotel. Er machte sich ein bisschen Sorgen um Julia. Das Ganze war ja dann doch nicht unbedingt harmlos und stressfrei gewesen.
      Oben in der Suite warf Carson sein Jackett über die Sofalehne und nahm Julia fest in den Arm. Er brauchte das auch irgendwie selbst. In Stresssituationen bewahrte er die Ruhe, aber wenn alles vorbei war dann... Das Adrenalin verließ den Kreislauf und plötzlich war man erschöpfter denn je.


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    • Julia war unglaublich erleichtert, als Carson ihre Hand ergriff. Erst jetzt merkte sie, wie sehr sie seine Nähe und seinen Beistand brauchte. Sie festigte ihren Griff um seine Hand ein wenig, während sie sich innerlich vorsagte, dass alles gut werden würde, so lange Carson bei ihr war. Es sah so aus, als hätte er die Sache erstaunlich gut im Griff und Julia bewunderte ihn für seine Organisationstalent und die Fähigkeit sogar jetzt noch einen klaren Kopf zu behalten. Das war eindeutig eine der vielen Stärken des Geschäftsmanns.

      Kurz beobachtete Julia die Sanitäter, die gerade Alexander auf der Liege festschnallten, um ihn ins Krankenhaus zu bringen. Dann wandte sie ihre Aufmerksamkeit wieder Chloe zu und ihr Herz zog sich schmerzhaft zusammen, als sie das blasse und ängstliche Gesicht der andere Frau sah. Sie wirkte gerade wie ein kleines Kind, das man irgendwo alleine ausgesetzt hatte. Julia hatte diesen Ausdruck schon oft bei den Frauen gesehen, die gerade im Frauenhaus ankamen. Sie fühlten sich verloren und hilflos, sie wusste nicht, wie sie sich verhalten sollten und fühlten sich fehl am Platz.
      Bevor Julia sich davon abhalten konnte, hatte sie bereits ihre freie Hand ausgestreckt und sie auf die Schulter der jüngeren Frau gelegt. "Es kommt alles wieder in Ordnung.", hörte sie sich selbst sagen. Die Worte verließen wie selbstverständlich ihren Mund, es war beinahe so, als wäre sie gerade auf der Arbeit. Sie wusste, dass es nicht viel gab, was sie für die andere tun konnte, aber sie wollte zumindest versuchen sie zu beruhigen. Es half niemandem, wenn Chloe sich hier so sehr sorgte, dass sie einen Nervenzusammenbruch hatte. Im Moment konnte sie nur hoffen, dass man im Krankenhaus gut für Alexander sorgen würde.

      Einige Sekunden lang sah Chloe Julia still an, während sie deren Worte auf sich wirken ließ. "Es kommt alles wieder in Ordnung.", wiederholte sie dann, als könnte sie sich so selbst Mut zusprechen. Julia nickte und schaffte es sogar ein wenig zu lächeln. "Genau. Wir werden im Krankenhaus warten, bis sie Alexander entlassen und ihn dann in Empfang nehmen. Und Carson wird dafür sorgen, dass sich alle besonders gut um ihn kümmern. Darin ist er sehr gut." Ihr Versucht mit diesem kleinen Scherz die Stimmung etwas aufzulockern scheiterte zwar, doch zumindest sorgte er dafür, dass Chloe es endlich aufstehen konnte und ihnen bereitwillig zum Wagen folgte.

      Julia mochte Krankenhäuser nicht besonders, da sie diese mit vielen negativen Erinnerungen verband. Sie konnte schon nicht mehr zählen, wie oft sie sich irgendwelche Ausreden einfallen gelassen hatte, um ihre Verletzungen zu rechtfertigen. Und sie erinnerte sich noch sehr gut an die Blicke, die viele der Ärzte ihr zugeworfen hatten. Die meisten hatten ihr nicht geglaubt, doch am Ende hatte ihr niemand von ihnen geholfen.
      Aber diesmal stand sie nicht im Mittelpunkt, sondern konnte sich zurück halten, während die Männer sich um alles kümmerten und mit den Ärzten sprachen. Gelegentlich warf sie Chloe einen besorgten Blick zu, beschloss dann jedoch sie in Ruhe zu lassen, um sie nicht weiter aufzuregen. Stattdessen rückte sie etwas enger an Carson heran. Er war ihr Schutzschild, weshalb sie den restlichen Abend nicht von seiner Seite wich.

      Erst als sie einige Stunden später wieder im Hotel angekommen waren, schaffte Julia es sich etwas zu entspannen. Dass Carson sie in seine Arme schloss half ihr dabei sehr. "Das war unglaublich, wie du das alles gemanaged hast. Du bist unglaublich.", sagte sie ehrlich und küsste ihren Freund auf die Wange, bevor sie ihren Kopf auf seiner Schulter ablegte. Sie machte sich zwar immer noch Sorgen um den Autoren, doch so lange ihr Freund bei ihr war, schien die Welt viel besser zu sein und sie schaffte es daran zu glauben, dass am Ende alles gut ausgehen würde. Genauso wie in einem von Alexanders Büchern.
    • Carson erwiderte nichts. Er hielt Julia einfach nur fest im Arm. Für eine kleine Weile standen sie so da, dann hob er den Kopf und löste sich von ihr.
      "So viel zu einem ruhigen Abend", sagte er, als er sich abwandte, um die Krawatte zum Jackett zu legen. Er knöpfte wie immer die ersten drei Knöpfe an seinem Hemd auf und öffnete auch die Manchetten, damit er die Ärmel hochkrempeln konnte.mirät einem Seufzen fuhr er sich durch die Haare, legte den Kopf in den verspannten Nacken. Die Situation im Saal hatte er im Griff gehabt, aber jetzt war er so erschöpft, dass er das Gefühl hatte, die Kontrolle zu verlieren. Zeitgleich war er aber so aufgeputscht, dass er nicht einfach ins Bett gehen und es verschlafen konnte.
      Er wandte sich wieder Julia zu, angelte nach ihrer Hand. Sie war sein Anker.
      "Willst du, dass ich dich wegen Alexander auf dem Laufenden halte?", fragte er und zog sie sieder an sich, einfach nur um sie zu spüren.


    • Julia sah Carson hinterher, als er durch das Hotelzimmer ging und sein Jackett auszog. Es würde ihr wohl für immer ein Rätsel bleiben, wie es jemand schaffen konnte erschöpft und heiß zugleich auszusehen. Doch dem Geschäftsmann gelang dies mit Leichtigkeit.
      Erst als Carson wieder nach ihrer Hand griff, schaffte Julia es ihn nicht mehr anzustarren. Stattdessen strich sie mit ihrem Daumen über seinen Handrücken. "Das wäre nett.", beantwortete sie seine Frage. "Ich hoffe, dass es Alexander schnell wieder besser geht. Das heute sah gar nicht gut aus." Julias Meinung nach, hätte er zumindest noch für die Nacht im Krankenhaus bleiben sollen, doch sie kannte Alexander zu wenig, um sich in seine Angelegenheiten einzumischen. Und außerdem hatte Carson ihr gezeigt, dass ein unvernünftiger Mann sowieso nicht auf sie hören würde, wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hatte.
      Deshalb ließ sie das Thema erstmal fallen und schmiegte sich stattdessen an ihren Freund. "Ich sollte es mir auch gemütlicher machen.", stellte sie fest, machte jedoch keine Anstalten sich zu bewegen. Dazu fühlte sie sich im Moment einfach zu wohl.

      "Möchtest du vielleicht einen Film gucken oder so etwas?", fragte die Blondine, nachdem sie einige Zeit einfach still zusammen gestanden hatten. "Ich glaube nicht, dass ich jetzt schlafen kann."
    • "Klar. Warum nicht", antwortete Carson und zog den Reißverschluss hinten an Julias Kleid herunter, als er sich von ihr löste, sodass es ganz aus Versehen von ihrem wohlgeformten Körper glitt.
      Als ob er es nicht bemerkt und nicht mit Absicht gemacht hätte, ging er um die Couch herum und schaltete den Fernseher ein. Zeitgleich, um für ein bisschen Ausgleich zu sorgen, knöpfte er sein Hemd weiter auf und warf es zu dem Rest seiner Klamotten.
      "Was willst du gucken?", fragte er unschuldig, ja beinahe schon desinteressiert an der vielen nackten Haut im Raum, während er durch die Filme skipte.
      Am liebsten würde Carson sich in eine seiner Flanellhosen zum Schlafen werfen, aber die Treppe schien gerade eine unüberwindbare Hürde zu sein.


    • Einen Moment lang stand Julia ein wenig überrumpelt im Zimmer und sah ihrem Freund hinterher. Es verwirrte sie ein wenig, wie unbeteiligt ihr Freund auf einmal wirkte, auch wenn ein Teil von ihr wusste, dass er das mit Absicht machte. Es war bei Weitem nicht das erste Mal, dass Carson sie auszog, aber bisher hatte er sie noch nie einfach so stehen gelassen.
      Erst als das Geräusch des Fernsehers die Stille im Raum störte, schaffte Julia es sich aus ihrer Starre zu lösen. Vorsichtig stieg sie über das Kleid und streifte sich die Schuhe ab. Barfuß ging sie nun auch zur Couch, blieb jedoch hinter der Rückenlehne stehen. "Danke für deine Hilfe.", sagte sie lächelnd und lehnte sie ein wenig nach vorne, damit sie Carson auf die nun nackte Schulter küssen konnte. "Soll ich mich so zu dir setzen oder wäre es dir lieber, wenn ich mir etwas anderes anziehe?" Die Blondine ahnte wie die Antowort auf ihre Frage ausfallen würde, trotzdem wollte sie Carson diese Entscheidung überlassen. Nachdem er in den letzten Stunden für so vieles die Verantwortung übernommen hatte, dass es beinahe schon an Arbeit grenzte, wünschte Julia sich, dass sie etwas für ihn tun könnte. Und wenn dies bedeutete, dass sie sich von ihm kontrollieren ließ, hatte sie überhaupt nichts dagegen.
    • Carson ließ sich auf die Couch fallen und klopfte auf das bisschen Platz, dass er neben sich gelassen hatte.
      "Nein. Du siehst wundervoll aus, wie du bist", antwortete er nüchtern und schob einen Arm hinter den Kopf.
      Er hatte extra so wenig Platz gelassen, damit sich Julia es zwangsläufig auf ihm bequem machen musste. Er war selbst überrascht, dass er sich das Grinsen verkneifen konnte. Zwar stand ihm ausnahmsweise nicht der Sinn nach Bettgymnastik, aber er wollte sie trotzdem spüren. Lebendig und an seiner Seite. Oder eben auf ihm drauf.
      "Du hast mir meine Frage noch nicht beantwortet", sagte er und hielt die Fernbedienung in die Höhe.
      Im Hintergrund lief gerade der Trailer von irgendeinem Bond-Film, einer von den 'neuen' mit Daniel Craig.


    • Julias Lächeln wurde ein wenig breiter. Mit wenigen Schritten ging sie um das Sofa herum, um es sich neben Carson bequem zu machen. Die stellte sich jedoch als kein leichtes Unterfangen heraus und schnell stellte die junge Frau fest, dass sie nur genug Platz auf der Couch finden würde, wenn sie einen Teil von ihrem Freund als Matratze benutzte. Nicht dass sie das besonders störte...
      Letztendlich fand Julia eine bequeme Position, bei der sie zur Hälfte auf Carson lag, ein Bein zwischen seinen und den Kopf auf seinem Brustkorb abgelegt hatte.

      Sie machte einen nachdenklichen Laut, während sie über seine Frage nachdachte. "Das klingt jetzt vermutlich albern, aber ich glaube ich würde gerade gerne was aus der Fantasy-Richtung sehen. Für heute hatte ich genug Realität.", sagte sie schließlich. Auch wenn Carsons Nähe sie sehr beruhigte, war sie noch immer ein wenig aufgewühlt von den Ereignissen an diesem Abend und wollte nichts sehen, was sie noch einmal daran erinnern könnte. Dann würde sie vermutlich in dieser Nacht gar nicht mehr schlafen.
      "Ich kenne mich da nicht aus, weil ich sowas früher nie gesehen habe...", begann sie, schloss dann aber ihren Mund wieder. Kurz schloss sie die Augen, um zu verhindern, dass ihre Gedanken von einem unangenehmen Thema zum nächsten wanderten. "Wenn du dich auch nicht entscheiden kannst, können wir durch die Bibliothek zappen und den ersten Fantasy-Film gucken, den wir da finden.", schlug sie vor.
    • Sobald Julia bequem lag, legte Carson seinen Arm um sie. So lag er am Liebsten auf der Couch. Er tippte sich mit der Fernbedienung durch dir Menüs, bis er bei den Fantasyfilmen gelandet war. Dort drückte er auf den wundervollen Menüpunkt 'Zufällige Wiedergabe' und startete damit irgendeinen Film, der in seiner praktisch unendlich großen Videothek schlummerte. Es war Der Herr der Ringe - Die zwei Türme. Er war kein besonders großer Fan dieser Reihe. Die Filme waren viel zu langatmig und stellenweise so langweilig, dass man perfekt einschlafen konnte. Aber vielleicht war das genau das richtige.
      Carson legte die Fernbedienung weg und streifte seine Schuhe ab. Er beobachtete, wie Frodo und seine Freunde über den Bildschirm rannten, Armeen sich bekriegten und Sauron seine Kontaktlinse oder sowas suchte. Geistig anwesend war er dabei eher weniger.


    • Im Nachhinein war Julia nicht mehr sicher, ob ihr Vorschlag wirklich so sinnvoll gewesen war. Denn da sie den ersten Teil der Serie nicht kannte, machten einige Dinge in dem Film nur wenig Sinn für sie. Doch da es ihre Idee gewesen war, schwieg sie und versuchte der Handlung so gut wie möglich zu folgen. Da ein Großteil des Films aus Kämpfen bestand, war das zum Glück nicht ganz so schwer.
      Nach ein paar Minuten rutschte Julia ein wenig mehr auf Carson hinauf, da ihr Rücken mit der alten Position nicht zufrieden gewesen war. "Wir gucken oft Filme, aber ich weiß gar nicht, was du magst.", sagte sie leise, als gerade eine Horde Orks über das Schlachtfeld stürmte. "Du lässt immer mich entscheiden und musst dann irgendwas gucken. Ich möchte nicht, dass du dich langweilst."
      Kurz hielt sie inne und begann gedankenverloren mit einem Finger kleine Kreise auf Carsons nackte Brust zu zeichnen. "So lange wir zusammen sind, bin ich glücklich. Mehr brauche ich nicht."
    • Er war überrascht, dass er noch anwesend genug war, um Julias Frage mitzubekommen.
      "Ich hab keinen speziellen Filmgeschmack. Ich habe Filme immer nur mit anderen geguckt. Ich gucke immer das, was andere sehen wollen."
      Er beobachtete, wie sich CGI-Kreaturen gegenseitig die Köpfe einschlugen.
      "Nach dem College habe ich Filme nur noch geguckt, um Hintergrundbeschallung zu haben. Hilft beim Denken. Scheine ich mir am College so angewöhnt zu haben."
      Er küsste Julia auf den Scheitel, einfach so. Er hinterfragte sein Verhalten nicht mehr, seit das Krankenhaus verlassen hatten.

      Irgendwann während der stillen Verhandlungen der Bäume war Carson eingeschlafen. Er hatte nicht bekommen, dass er müde wurde und einnickte. Er erinnerte sich nur an das regelmäßige Schlagen von Julias Herz gegen seine eigene Brust. Mitten in der Nacht, so gegen zwei, wurde er wieder wach. Groggy schaltete er den Fernseher aus und brachte Julia nach oben. Er schaffte es noch, seine Hosen loszuwerden, ehe er wieder ins Bett fiel und weiterschlief. Friedlich war allerdings etwas anderes. Er rollte sich hin und her und wachte im zwanzig bis dreißig Minuten Takt wieder auf, nur um fünf Minuten später wieder zu schlafen. Um zehn vor fünf zog er die Reißleine und stand auf.


    • Julia wusste nicht wie lange sie auf der Couch gelegen und versucht hatte dem Film zu folgen, als sie plötzlich bemerkte, dass Carsons Arme ihren Halt um sie ein wenig lockerten. Sie hob den Kopf und bemerkte, dass die Augen des Geschäftsmannes geschlossen waren und er ruhig atmete. Ein sanftes Lächeln legte sich auf ihre Lippen und sie lehnte sich so vorsichtig wie möglich nach oben, um ihm einen kurzen Kuss auf die Wange zu geben. "Schlaf gut.", flüsterte sie, bevor sie ihren Kopf wieder auf seiner Brust ablegte und ihren Blick wieder auf den Fernseher richtete. Es dauerte noch etwa eine halbe Stunde, bis die Müdigkeit letztendlich auch Julia übermannte und sie einschlief.

      Als die junge Frau am nächsten Morgen aufwachte, war es draußen noch dunkel. Lediglich die ersten Sonnenstrahlen, die versuchten die Nacht zu vertreiben, verrieten Julia, dass es bereits früher Morgen war. Verschlafen fuhr sie sich mit einer Hand über die Augen, die immer noch müde waren. Ihr Körper schmerzte, obwohl das Bett wirklich weich war und Julia fragte sich, ob sie sich wohl in der Nacht viel bewegt hatte. Sofort bekam sie ein schlechtes Gewissen und sah zu der Seite des Bettes, in der eigentlich Carson liegen sollte. Doch sie konnte ihn nicht fragen, ob sie ihn vielleicht getreten oder sogar aufgeweckt hatte, da ihr Freund nicht neben ihr lag.
      Julia seufzte leise und setzte sich dann im Bett auf. Es war zwar nichts ungewöhnliches, dass sie am Morgen alleine aufwachte, trotzdem wäre sie zumindest in ihrem gemeinsamen Urlaub gerne einmal zusammen mit ihm aufgestanden.

      Einige Minuten später machte Julia sich auf den Weg in den Wohnraum, um nach ihrem Freund zu suchen. Sie hatte inzwischen ihren BH ausgezogen, dass dieser auf die Dauer sehr unbequem geworden war. Stattdessen hatte sie ein weißes Negligé angezogen, dass Dana für sie ausgesucht hatte. Im Grunde war es nicht mehr als ein kurzes Nachthemd aus Seide mit Spaghettiträgern, das über den Knien aufhörte. Doch obwohl es relativ schlicht war, mochte Julia es, da der Stoff sich angenehm anfühlte. Und außerdem wollte sie damit Carson nicht verführen, sondern hatte es sich im Grunde nur angeschafft, damit sie nicht immer in einem schlabberigen T-Shirt und Shorts neben ihrem gut aussehenden Freund schlafen musste. Er hatte wirklich etwas besseres verdient.

      Obwohl sie in der Hotel-Suite wohnten, hatte diese zum Glück nicht zu viele Zimmer, so dass Julia Carson recht schnell fand. "Guten Morgen.", begrüßte sie ihn und trat an ihn heran, um ihm einen Kuss auf die Wange zu geben. "Hast du gut geschlafen?" Erst als Julia sich wieder zurück lehnte und einen besseren Blick auf das Gesicht ihres Freundes hatte, wurde ihr klar, dass diese Frage nicht nötig gewesen war. "Eher nicht, oder?", ein wenig besorgt legte sie den Kopf zur Seite. "Wenn es etwas gibt, was ich für dich tun kann, sag es mir bitte."
    • Carson stand vor dem großen Fenster der Suite und sah sich die Skyline an. Er hatte wirklich den perfekten Standort für das Hotel gefunden.
      "Guten Morgen. Hast du gut geschlafen?"
      Er beugte sich leicht herunter, damit Julia besser an ihn ran kam.
      "Nicht wirklich. Bin ständig wach geworden und auch sonst war es irgendwie nicht das Gelbe vom Ei."
      Er griff nach Julia und zog sie vor sich, damit er die Arme um sie und seinen Kopf auf ihre Schulter legen konnte.
      "Stressige Terminpläne stecke ich besser weg. Wie hast du geschlafen? Höchstwahrscheinlich besser als ich. Du hast geschlafen wie ein Baby, als ich dich rübergebracht habe."
      Er küsste ihren Hals und gemeinsam beobachteten sie den Sonnenaufgang über New York. Es war ein hübscher Anblick, der vom Zimmerservice kurz unterbrochen wurde.
      Carson reichte Julia einen Kaffee und fügte hinzu: "Du siehst heiß aus."


    • "Ich schlafe immer gut, wenn ich bei dir bin. Es überrascht mich manchmal selbst.", gab Julia zu und lächelte ein wenig. Sie legte ihre Arme um Carsons Hals und schmiegte sich an ihn. "Sollen wir es dann heute vielleicht ruhig angehen lassen, damit du dich etwas entspannen kannst, oder hast du etwas geplant?", fragte sie und hob dann eine Hand, um dem Geschäftsmann durch das Haar zu fahren. Sie liebte es, wie seidig es sich zwischen ihren Finger anfühlte.
      Julia genoss die Minuten, in denen sie einfach nur still in Carons Umarmung stand und durch das Fenster den Blick auf die Stadt genießen konnte, die von der aufgehenden Sonne inzwischen in ein goldenes Licht getaucht werden. In diesem Moment war die Welt in Ordnung und alle Sorgen schienen weit entfernt zu sein.

      Nachdem der Zimmerservice ihr gemütliches Beisammensein gestört hatte, nahm Julia dankbar den Kaffee von Carson entgegen. "Nun ja, die Freundin von Carson Davis kann ja nicht einfach in einem schlabberigen T-Shirt herum laufen.", sagte sie gespielt ernst, konnte aber ihr Grinsen nicht unterdrücken.
    • "Natürlich kann sie das", gab Carson zurück, "aber es freut Carson Davis, wenn sie es nicht tut", schnurrte er hinterher.
      Den Rest des Aufganges beobachteten sie wieder schweigend, aber irgendwann gewann der Hunger und Carsons Aufmerksamkeit wandte sich dem Speisewagen zu.
      "Die haben uns einen Schokobrunnen geschickt", stellte er fröhlich fest und schaufelte sich ein paar Pancakes auf einen Teller.
      Den ersten tunkte er tief in den kleinen Brunnen. Herrlich!
      "Willst du Pancakes? Ansonsten entsorge ich die."
      Außer Pancakes futterte Carson auch ein paar Waffeln und eine Banane für das Gewissen (die aber auch in Schokolade getaucht wurde).

      "Also Pläne habe ich heute keine. Ich dachte, wir machen uns einen entspannten Tag, gehen einkaufen oder sowas. Ich schick dich immer nur mit Dana los. Ich wollte so tun, als ob wir ein normales Pärchen sind und ganz langweilig Klamotten im Urlaub kaufen oder sowas. Ich verspreche auch, nicht mit der schwarzen Kreditkarte rumzufuchteln. Ich nehm nur die goldene mit."
      Grinsend legte Carson seine nackten Füße auf den Couchtisch und schaltete die Nachrichten ein. Nichts interessantes, die Börse war auch langweilig. Also alles perfekt für einen weiteren Urlaubstag!





      Während Carson Davis und seine Schnalle im Urlaub waren und sich eine nette Woche machten, war er dabei, seinen Plan in die Tat umzusetzen. Er hatte jetzt freie Bahn, um den nächsten Schritt zu machen. Niemand bekam es mit. Manchmal war es erschreckend, wie licht er sich unsichtbar machen konnte. Ihm war es nur recht.
      Er platzerte alles exakt dort, wo es hin musste, setzte alle Teile zusammen. Jetzt musste der reiche Sack nur noch zurückkommen und die Falle würde zuschnappen...




      @Enija


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    • "Was heißt denn hier entsorgen?" Julia hob fragend die Augenbrauen. "Du glaubst doch nicht, dass du die alle alleine essen darfst." Mit einem Lächeln auf dem Gesicht nahm auch sie sich einen Teller und stapelte ein paar Pancakes darauf. Allerdings konnte die Menge, die sie zum Frühstück schaffte nicht ansatzweise mit der von Carson mithalten. Auch wenn die Pancakes köstlich waren, schaffte die junge Frau nur drei von ihnen, bevor sie sich dem Obst zuwandte. "Ich glaube, ich habe noch nie von einem Schokoladenbrunnen gegessen." überlegte sie laut, bevor sie in eine mit Schokolade überzogene Erdbeere biss und sich anschließend über die Lippen leckte.

      "Ich habe nichts dagegen, wenn wir uns einfach einen entspannten Tag machen. Das klingt nach einem guten Plan.", sagte sie, nachdem sie ihren Kaffee ausgetrunken hatte. "Auch wenn ich nicht genau weiß, was für Klamotten du kaufen möchtest. Willst du für mich Unterwäsche aussuchen?" Sie kicherte leise bei dem Gedanken.
    • "Ist das ein Angebot?"
      Es wäre sehr viel verführerischer rüber gekommen, wenn Carson nicht gerade einen halben Pancake im Mund und Schokolade im Gesicht gehabt hätte.
      "Ich dachte eigentlich an was harmloses. Sommerklamotten oder Schuhe oder sowas. Keine Ahnung. Wir können auch... Brettspiele kaufen, was immer du willst."
      Er verschluckte sich vor Lachen an seinem Pancake. Daher beschloss er, erstmal leerzukauen, bevor er wieder sprach.
      "Wir müssen auch nicht shoppen gehen. Der Central Park ist wundervoll, auch wenn's ein bisschen kalt ist. Laut Wetterbericht soll es heute nicht regnen und der Wind hält sich im Zaum."

      Nach dem Frühstück sprang Carson kurz unter die Dusche. Er fuhr wieder seine inkognito Schiene und verzichtete auf's Rasieren und eine ordentliche Frisur. Er rockte den Fresh out of bed Style. Er passte perfekt zu dem braunen Langarmshirt und der Jeans. Er wirkte wie ein normalsterblicher Bürger dieses Landes, nicht wie einen milliardenschwärer Firmenchef.
      "Also, was wollen wir machen?", fragte er, während er barfuß aus dem Bad tapste, die Haare noch feucht.


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