[2er RPG] Burning Desire

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    • "Für die Reise zu packen wäre zu früh. Ich rede von Kartons und sowas. Ich will dir helfen, heute hab ich Zeit. In zwei Wochen ist es zu spät."
      Carson machte gerade Pläne für alles mögliche und wusste nicht, wohin mit sich. Das war der Verstand eines Workaholics. Er konnte nicht aufhören. Er machte diese Pläne und wollte sie alle ausführen.
      "Wir müssen natürlich nicht. Wir könnten aich ins Kino. Und danach ins Restaurant. Oder davor. Oder bist du eher der Theater-Typ? Das hab ich dich nie gefragt. Ich hab dich nit den Filmen irgendwie überfallen."
      Er dachte zu viel nach und dann auch noch laut. Carson seufzte und lehnte den Kopf gegen die Wand hinter dem Bett. Er musste sich dazu zwingen, sich zu bremsen, seinen Verstand auszubremsen.
      "Zu viel, oder?", fragte er, "ich mache zu viele Pläne für zu wenig Zeit..."


    • Gedankenverloren kaute Julia auf einem Stück Banane herum, während sie über Carsons Vorschlag nachdachte. "Natürlich kannst du mir helfen, wenn du möchtest.", gab sie letztendlich nach, auch wenn sie die Vorstellung immer noch etwas seltsam fand. Doch da sie nichts vor ihm zu verbergen hatte, gab es keinen Grund, um ihm seinen Wunsch auszuschlagen. "Bist du sicher, dass du mit so etwas deinen freien Tag verbringen willst? Das klingt nicht besonders entspannend." Sie steckte sich den letzten Bissen Banane in den Mund und nutzte die Zeit, in der ihr Mund voll war, um über ihre nächsten Worte nachzudenken. Es dauerte einige Sekunden, bevor sie Carsons Redeschwall in ihrem Kopf sortiert hatte und eine Antwort formulieren konnte.
      "Wenn du willst, können wir ein wenig in meiner Wohnung zusammen packen und danach etwas essen gehen. Und vielleicht machen wir uns dann einen ruhigen Abend mit einem deiner Filme? Ich mag das eigentlich sehr. Und um deine letzte Frage zu beantworten: Ich mag Kino lieber als Theater, weil ich mich da nicht so schnell fehl am Platz fühle.", sie lachte leise und lehnte ihren Kopf dann an Carsons Schulter. "Hoffentlich habe ich nichts vergessen. Es tut mir leid, dass ich nicht so schnell denken kann wie du."
    • "Das zwingt mich wenigstens dazu, langsamer zu denken", gab Carson zurück und küsste Julias Schläfe, "Dein Plan klingt gut. Und Kisten packen IST entspannend. Da muss man nicht denken, nur Tetris spielen. Darin bin ich übrigens grauenhaft."
      Er lachte leise und schnickte sich eine Traube in den Mund. In Videospielen war er noch nie gut gewesen. Vielleicht, weil er seine Nase immer nur in Bilanzen gesteckt hatte.

      Nach dem Frühstück zwang sich Carson zu einer entspannten Morgenroutine. Er hatte einen Plan für den Tag, aber keinen Zeitdruck, das musste er sich immer wieder in Gedanken rufen. Und dass er dafür nicht schick aussehen musste. Also griff er auf eine langweilige Jeans, ein Band Shirt und eine alte Collegejacke zurück. Er sah aus wie ein Student seiner Generation, nur dass so heute keiner mehr rumlief. Seine Haare ignorierte er geflissentlich, sodass sie machten, was sie wollten. Er brauchte mal wieder einen Haarschnitt. Und wie immer, wenn er darüber nachdachte, dachte er auch darüber nach, sich die Haare blondieren zu lassen.


    • Es war für Julia immer noch etwas ungewohnt Carson in legerer Kleidung zu sehen, auch wenn sie zugeben musste, dass er trotzdem noch viel zu gut aussah. Anscheinend konnte er alles tragen, worauf die junge Frau ein wenig neidisch war. Um sich seinem Stil ein wenig anzupassen, zog sie selbst auch nur eine einfache Jeans und eine hellblaue Bluse an. Ihre Haare band sie in einem Pferdeschwanz zusammen, auch wenn sie inzwischen gelernt hatte, dass Carson es lieber mochte, wenn sie ihr Haar offen trug. Aber beim Packen von Kisten würde es ihr nur ins Gesicht fallen und sie dadurch stören.

      Als sie einige Zeit später Julias Wohnung erreichten, blieb die junge Frau erst einmal ein wenig unschlüssig im Wohnzimmer stehen. Jake hatte ihr schon vor einige Zeit ein paar Umzugskisten organisiert, doch Julia war noch nicht dazu gekommen diese zu packen. Eigentlich sollte sie also Carson für seine Hilfe dankbar sein. Aber im Moment wusste sie nicht genau, wo sie anfangen sollte. "Ich werde viele Dinge gar nicht mitnehmen, weil ich sie nicht mehr brauche...", begann sie langsam. "Aber wir können sie trotzdem zusammen packen, damit die Leute von Safe Heaven nicht so viel Arbeit haben. Ich werde sie nämlich der Organisation übergeben. Du könntest natürlich auch meine Kleider packen, da Dana die schon vorsortiert hat...", kurz hielt sie inne, da ihr bewusst wurde, dass Carson dann vermutlich auch ihre Unterwäsche sehen würde. Auch wenn sie das inzwischen eigentlich nicht mehr stören sollte, war der Gedanke ihr trotzdem ein wenig peinlich. "Oder du siehst dich einfach um und schaust, ob du etwas findest, was ich mitnehmen solltest... oder eben nicht." Sie zuckte ein wenig hilflos mit den Schultern und war Carson einen entschuldigenden Blick zu. "Es tut mir leid, ich bin nicht gut in sowas. Bei meinem letzten Umzug hatte ich nichts, was ich packen musste."
    • "Na dann ist es ja gut, dass ich dir helfe.", gab Carson schlicht zurück und schnappte sich eine der Pappkisten.
      Mit geschickten Bewegungen faltete er sie zusammen und stellte sie auf die Couch. Er stellte noch zwei weitere daneben, dann überlegte er kurz, so er anfangen wollte.

      Nach drei Stunden hatte Carson ordentlich was eingepackt. Hauptsächlich Dinge, von denen er mit ziemlicher Sicherheit wusste, dass Julia sie mitnehmen wollte. Bücher, Souveniers, sowas eben. Die gefüllten Kisten stapelte er gekonnt neben der Tür, sodass man sich noch frei bewegen konnte.
      Carson ließ sich auf die Couch fallen und schnappte sich ein Kissen, dass er leicht umarmte. Es klang seltsam, aber er mochte es hier, weil hier alles nach Julia schrie und auch nach ihr roch. Sein Verstand hatte sich die letzten Stunden zurückgehalten und sich nur mit der effizientesten Packstrategie befasst, aber jetzt, wo er wieder Zeit zum denken hatte, kamen die Ideen wieder. Sie könnten schon ein paar Kisten mit ins Penthouse nehmen. Sie könnten welche zu Safe Haven bringen. Sie könnten essen gehen. Essen holen. Bestellen.


    • Es erstaunte Julia, wie leicht ihr Leben sich in Kisten verpacken ließ und wie wenige sie nur dafür brauchte. Als sie nach ein paar Stunden ihren nun fast leeren Kleiderschrank betrachtete, fühlte sie einen leichten Stich in ihrem Herzen. Es war schwer etwas Vertrautes einfach so aufzugeben. Aber sie wusste, dass ihr gemeinsames Zuhause mit Carson wesentlich schöner werden würde. Und das lag nicht an dem Geld oder Luxus. An der Seite ihres Freundes würde sie sich sogar in der ungemütlichsten Hütte wohl fühlen. Immerhin schien alles schöner und wärmer zu sein, so lange Carson bei ihr war.

      "Und, hast du schon all meine Geheimverstecke gefunden?", scherzte sie, nachdem sie die letzte Kiste im Schlafzimmer ordentlich abgestellt hatte und zurück ins Wohnzimmer kam, um nach Carson zu sehen. Sie war sich nicht sicher, ob Carson irgendetwas gefunden hatte, was ihn interessierte. Eigentlich hielt sie ihre Wohnung für ziemlich schlicht und langweilig. Kurz zuckte Julia zusammen, als ihre Stimme ein wenig von den Wänden wiederhallte. "Du hast wirklich eine Menge zusammen gepackt. Wer hätte gedacht, dass es in meiner winzigen Wohnung mal ein Echo geben würde." Sie ging um das Sofa herum und strich Carson über den Kopf. "Danke für deine Hilfe.", sagte sie sanft, bevor sie sich zu ihm hinunter beugte und seinen Scheitel küsste.
    • "Nicht direkt Geheimnisse, aber ich weiß jetzt, was du gern ließt und habe eine ganze Liste an Orten, wohin wir mal reisen werden. Deine Souveniers, die keine Souveniers sind, sind ziemlich verräterisch."
      Er hob den Kopf, um Julia richtig küssen zu können.
      "Jetzt haben wir nur ein Problem. Ich hab schon wieder nichts zu tun und bin nur am denken, denken, denken. Lenk mich ab."
      Er setzte seinen besten Hundeblick mitsamt Schmollmund auf. Es war das erste Mal, dass er wünschte, kein Workaholic zu sein. Er brauchte einfach was zu tun!

      Carson überredete Julia dazu, bei einer Pizzeria in der Nähe etwas zu essen. Austin verrieten sie nichts von ihrem Abstecher. Er würde durchdrehen, wenn er davon erfahren sollte.
      Nach dem Essen setzten sie sich damit auseinander, was Julia Safe Haven spenden wollte und räumten es ins Auto, um es gleich rüber zu fahren. Carson und Austin räumten die Kisten rein, während Julia mit den Frauen und ihrem Chef quatschen konnte.

      Zwei Wochen später hatte Carson Julia irgendwie dazu gebracht, ihre Koffer rechtzeitig zu packen. Er traf sie am Flugplatz, nachdem er früher Feierabend gemacht hatte. Im Flugzeug selbst zog er sich um, tauschte den Dreiteiler aus dem Büro gegen ein legereres Model.
      In New York machten sie sich dann einen schönen Nachmittag in seinem Hotel, packten aus, gingen unten im Restaurant etwas essen. Ganz entspannt. Carson schaffte es sogar, seinen Verstand runterzufahren und nicht ständig Pläne zu machen. Vielleicht, weil er wusste, dass bereits alles geplant war?

      Am Samstag Morgen schlief er aus. Wirklich. Es war schon nach sieben und er lag immer noch im Bett, die Arme unter sein Kopfkissen geschoben, das Gesicht halb hinein gedrückt. Scheinbar war er im Urlaubsmodus. Er war zwar gegen etwa vier einmal aufgewacht, aber ein Flas Wasser später war er neben Julia schon wieder eingenickt. Wer brauchte schon Beruhigungsmittel oder Schlaftabletten, wenn man so eine Frau haben konnte? Allein ihre Anwesenheit beruhigte ihn. Znd hier in New York, weit weg von seinem geliebten Büro, konnte er das auch endlich genug genießen und sich wirklich entspannen.


    • Es war nicht das erste Mal, dass Carson Julia irgendwo hin entführte, doch diesmal fühlte es sich anders an. Vielleicht war es die Tatsache, dass er sie früh über diese Reise informiert und ihr sogar Zeit zum packen gegeben hatte. Aber leider half das nicht, um die junge Frau zu beruhigen, denn so hatte sie zwei Wochen lang darüber nachgedacht, was sie in New York tun würden. Zwei Wochen, in denen Carson ihr kein Wort verraten hatte.

      Deshalb schlief Julia in ihrer ersten Nacht im Hotel auch etwas unruhig. Lediglich Carson Wärme schaffte es letztendlich, dass sie endlich aufhörte sich Gedanken zu machen und ins Land der Träume abdriftete. Trotzdem war sie am nächsten Morgen bei weitem nicht so wach wie gewöhnlich. "Guten Morgen.", murmelte sie verschlafen, nachdem sie festgestellt hatte, dass der warme Körper ihres Freundes noch immer neben ihr auf der Matratze lag. Also sie jedoch keine Antwort erhielt, hob sie leicht den Kopf und stellte verwundert fest, dass Carson noch schlief. Es war ein so ungewohnter Anblick, dass Julia einen Moment lang überlegte, ob sie nicht doch noch träumte.
      Dann konnte sie jedoch ein Lächeln nicht unterdrücken. Sie strich dem Mann ganz leicht über den Kopf, bevor sie sich wieder an ihn kuschelte und die Augen schloss. Zwar konnte sie nicht mehr schlafen, aber sie wollte seine Nähe so lange wie möglich genießen.


      @Insane Pumpkin

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    • Er spürte, dass sie neben ihm lag, ohre Finger in seinem Haar. Grummelnd rollte er sich auf die Seite und schlang die Arme um diese wundervolle Frau, ehe er sich weiter auf den Rücken drehte. Sie lag nun auf ihm und das war die beste Decke die er haben konnte. Er sagte nichts. Seine Finger strichen bloß träge über ihren Oberkörper.
      "Guten Morgen", murmelte er verschlafen.
      Ihm war nicht nach aufstehen. Ihm war nicht nach Frühstück. Ihm war nur nach Juliana. Wahrscheinlich war er noch am Schlafen. Sehr wahrscheinlich. Er wusste nicht einmal, wo er war.

      Er brauchte eine Stunde, um seinen Weg in die Realität zu finden. Eine angenehme, ruhige, entspannte Stunde, in der er mit Julia kuschelte. Der Ruf der Natur, zerrte ihn aus dem Bett und jetzt, wo er schon stand, konnte er auch wach bleiben.
      "Was willst du frühstücken?", fragte er, als er sich auf der Bettkante niederließ, sich über die Augen und durch die Haare strich.
      Da er der prestigeträchtigste Gast dieses Hotels war, kümmerte man sich natürlich um ihn. Der Roomservice war bereits da gewesen, das Frühstück wartete im angrenzenden Wohnzimmer der Suite.


    • Julia machte einen erschrockenen Laut, als Carson sie plötzlich auf sich zog, doch schnell beruhigte sie sich wieder. "Guten Morgen.", wiederholte sie ihre Begrüßung, da ihr Freund nun wach war und sie auch hören konnte. Dann legte sie ihren Kopf in seiner Halsbeuge ab und lauschte seinem ruhigen Herzschlag. Automatisch schlossen sich ihre Augen, als sie Carsons Finger spürte, die sanft über ihre Haut fuhren. Alles war so gemütlich, dass sie beinahe noch einmal eingeschlafen wäre.

      Als sie und Carson sich nach einer Stunde dann doch von dem Bett trennen mussten, blieb Julia noch einen Moment lang auf der Bettkante sitzen, während ihr Partner ins Bad verschwand. Sie streckte sich, bevor sie mit einem leisen Seufzter aufstand und mit den Händen durch ihr Haar strich, um es in Ordnung zu bringen. "Frühstück klingt gar nicht so schlecht.", sagte sie zu sich selber, bevor sie ihren Weg in den Nebenraum der Suite machte, in dem sie bereits einen Servierwagen voller elegant angerichteter Speisen vorfand. Erstaunt musterte die junge Frau die Auswahl und schüttelte leicht den Kopf. An diese Sonderbehandlung, die Carson erhielt, würde sie sich vermutlich niemals gewöhnen.

      Als ihr Freund aus dem Bad zurück kam, saß Julia auf der Couch und einen Becher mit Kaffee in den Händen. Sie hatte noch nichts gegessen, da ihr das irgendwie falsch vorkam. Aber die warme Tasse entschädigte sie etwas dafür, dass sie das gemütliche Bett verlassen hatte. "Verrätst du mir denn jetzt, was wir vor haben? Du kannst mir nicht weiß machen, dass du hierher gekommen bist, ohne vorher etwas geplant zu haben.", sagte sie und lächelte Carson an.
    • Er hatte gar nicht mitbekommen, dass Julia gar nicht mehr Schlafzimmer war. Kurz überlegte er, ob er sich etwas überziehen sollte, entschied sich für jetzt aber dagegen. So kam er halb nack, wie er auch geschlafen hatte, rüber ins Wohnzimmer. Er lehnte sich über die Rückenlehne der Couch und küsste Julia auf die Schulter, ehe er sich dem Speisewagen zuwandte.
      "Als ob ich jemals etwas ungeplantes mit dir unternehmen würde, wenn ich es ankündige", sagte er, "es sird dir gefallen. Diesmal ist es ganz auf deiner Wellenlänge."
      Mehr sagte er nicht dazu. Stattdessen reichte er Julia eine Schale mit geschnittenem Obst über die Lehne hinweg. Als er sich setzte hatte er einen Teller mit belgischen Waffeln und Pancakes in der Hand. Er beladen. Gestapelt. Turmbau zu Babel.


    • Kurz dachte Julia über Carsons Worte nach, entschloss sich dann jedoch nicht weiter nachzufragen. Sie hätte sowieso nicht mehr aus ihm herausbekommen. "Na gut, dann lasse ich mich überraschen.", sagte sie, allerdings sprach sie eher zu sich selbst.
      Nachdem sie einige Zeit lang gemütlich gefrühstückt hatten, verschwand Julia auch kurz ins Bad, um sich frisch zu machen und mit einer Dusche die letzte Müdigkeit aus ihrem Körper zu vertreiben. Da sie sich beeilte, dauerte es keine zehn Minuten, bis die junge Frau mit handtuchtrockenem Haar wieder zurück ins Wohnzimmer kam. Im Gegensatz zu Carson war sie jedoch nicht halbnackt, sondern hatte sich einen der weichen Bademäntel angezogen, die das Hotel bereit gelegt hatte.
      Auf dem Weg zur Couch nahm sie sich noch einen frischen Kaffee, bevor sie sich wieder neben ihren Geliebten setzte.
    • Carson sah sich die Nachrichten im Fernsehen an, während Bulia unter die Dusche hüpfte. Nichts weltbewegendes, aber vor allem nichts über deine Firmen. Und die Aktienkurse sahen auch gut aus, soweit er das von dieser schlichten Zusammenfassung für Normalsterbliche aus beurteilen konnte.
      Als seine Angebetete zurückkehrte, stellte er den fernseher auf lautlos.
      "Hmm", schnurrte Carson und ließ sich zur Seite fallen, sodass er mit dem Gesicht auf Julias Oberschenkel zum liegen kam, "du riechst gut."
      Er schob den Bademantel ein stück zur Seite und küsste Julias Oberschenkel verhältnismäßig unschuldig.
      "Warum hast du mich nicht mitgenommen?", fragte er gespielt beleidigt.
      Die Unschuld hatte genau fünf Sekunden gehalten. Seine Hand wanderte die Innenseite von Julias anderem Oberschenkel auf und ab. Die Berührung war nur ganz zart, kaum vorhanden.
      "Ich hätte dir helfen können, an die schwierigen Stellen zu kommen."
      Sein Finger strich ein bisschen weiter nach oben, als noch als sittsam durchgegangen wäre.


    • Julia lächelte leicht, als Carson seinen Kopf auf ihrem Schoß ablegte und automatisch begann eine ihrer Hände durch sein weiches Haar zu fahren. Sie kicherte leise, da seine Berührung sie ein wenig kitzelte. "Ich dachte, dass wir heute vielleicht noch einmal das Hotelzimmer verlassen wollen.", gab sie zurück, ließ dabei jedoch ihre Hand ein wenig weiter nach unten wandern, so dass sie Carson im Nacken kraulen konnte und zeigte damit eindeutig, dass sie nicht vor hatte in nächster Zeit aufzustehen.
      Kurz wanderte ihr Blick zu dem stummen Fernseher, auf dem gerade eine Frau über das Wetter zu sprechen schien. "Aber so lange du mir nicht verrätst, was wir heute vorhaben, weiß ich leider gar nicht, was ich anziehen soll.", fügte Julia noch hinzu und grinste leicht.
    • "Ja schon, aber erst später", erwiderte Carson.
      Er drehte sich auf den Rücken, um zu Julia hinaufsehen zu können. Selbst jetzt war sie so atemberaubend schön, dass es ihm beinahe den Atem raubte. Er griff hinauf an ihre Wange und streichelte sie sanft.
      "Heute Abend werde ich dich ausführen und ich bin mir ziemlich sicher, dass du es lieben wirst. Sehr viele mehr als sonst. Heute ist es nämlich weniger der Ort, der faszinierend ist."
      Carson grinste schelmisch. Beim Packen der Umzugskartons hatte sich seine Vermutung deutlich bestätigt. Julia würde aus allen Wolken fallen, wenn sie bei dem Essen ankamen.


    • Einen Moment lang sah Julia still zu Carson hinab, doch dann lächelte sie. "Gut, dann freue ich mich darauf." Als ihr Freund sich auf den Rücken gedreht hatte, hatte sie ihre Hand zurück ziehen müssen, aber nun strich sie ihm wieder durch das Haar. Sie liebte Carsons Mähne und war ein wenig eifersüchtig darauf wie weich sie waren.
      "Kannst du mir nicht zumindest ein klein wenig verraten? Vielleicht ob ich etwas besonderes anziehen muss?", versuchte sie noch einmal ihr Glück, auch wenn sie ahnte, dass sie auch diesmal wieder auf taube Ohren stoßen würde. Inzwischen störte es sie auch eigentlich gar nicht mehr.
      Anstatt weiter zu bohren lehnte sie sich zu ihrem Freund hinunter und küsste ihn sanft. "Danke, dass du dir wegen mir so viel Mühe machst."
    • Carson schloss entspannt die Augen und genoss die kleine Streicheleinheit.
      "Ich verrat's dir heute Abend", gab er schlicht zurück.
      Julia wusste doch mittlerweile, dass er sie gern überraschte und sie nichts aus ihm raus bekam. Nicht einmal seine Firmengeheimnisse hielt er so sehr unter Verschluss. Davon wussten nämlich mehr Leute.

      Eine kleine Weile blieb er jetzt noch liegen und genoss die ruhige Zweisamkeit. Julias Hand in seinen Haaren hatte eine unendlich angenehme Wirkung. Eine, die ihn sein Haar nicht mehr hassen ließ.

      "Also für heute wäre schick angesagt. Nicht Gala aber auch nicht privates Essen", beantwortete Carson am Abend die Frage seiner Freundin, "Du hast ein einhalb Stunden, ich geh duschen."
      Er küsste sie grinsend auf die Wange, dann verschwand er Richtung Badezimmer und Julia flog seine Pyjama-Hose entgegen.


    • Julia schaffte es nur knapp Carsons Hose auszuweichen. Gespielt beleidigt verzog sie den Mund. "Wenn du mir das so knapp sagst, kann ich dich natürlich nicht mehr begleiten.", sagte sie grinsend und verschwand ins Schlafzimmer, um ihren Koffer nach etwas passenden zum anziehen zu durchsuchen. Die vage Vorgabe ihres Freundes half ihr nur leider nicht besonders weiter.
      Einige Minuten stand die junge Frau vor dem Bett, auf dem sie die Kleider ausgebreitet hatte, die sie mitgenommen hatte, und überlegte angestrengt, was wohl für diesen Abend passend wäre. Die Tatsache, dass sie nicht gerne Entscheidungen traf, machte das ganze noch schwerer.

      Letztendlich schaffte Julia es, sich für ein dunkelblaues Etuikleid zu entscheiden. Obwohl es sehr eng anlag, war es hochwertig genug, um nicht billig zu wirken. Dana hatte es als eine Mischung aus sexy und elegant beschrieben. Im Grunde hatte Julia es nicht kaufen gewollte, da sie sich nicht sicher war, ob ihr so etwas stehen würde. Aber letztendlich hatte Dana ein sehr überzeugendes Argument vorgebracht, indem sie grinsen "Ich bin mir sicher, dass Mr. Davis es mögen wird.", gesagt hatte.
      Und so kam es, dass Julia einige Minuten später in genau diesem Kleid vor dem großen Spiegel im Schlafzimmer stand und ihre Haare richtete.

      Als Carson endlich aus dem Bad zurück kam, drehte sie sich zu ihm und sah ihn unsicher an. "Ist das so in Ordnung?", fragte sie und meinte damit nicht nur, ob es für den Anlass passend war.

      Spoiler anzeigen

      Du musst es dir leider in dunkelblau vorstellen
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    • Carson sog scharf die Luft ein, als er Julia in dem Kleid sah. Es saß perfekt!
      "Beinahe zu perfekt", haichte er, trat an sie heran und küsste sie innig.
      Er betrachtete sie einen langen Augenblick, länger als nötig, um sich für einen passenden Anzug zu entscheiden. Da er nicht wusste, was Dana und Julia so gekauft hatten, hatte er Dana seine Outfits für den heutigen Abend einpacken lassen. Er fand genau den richtigen Anzug.
      Völlig schamlos ließ er das Handtuch von seinen Hüften gleiten und schlüpfte langsam in Unterwäsche uund Anzug. Rasiert hatte er dich schon, selbst die Haare saßen bereits, als er aus dem Badezimmer gekommen war.
      "Bist du soweit?", fragte Carson ein einhalb Stunden, nachdem er Julia ihr Zeitlimit genannt hatte und bot ihr seinen Arm an.

      Das jährliche Verlagsessen fand im eigentlichen Verlagsgebäude statt, das Carson vor fünf Jahren hatte bauen lassen. Es gab im hinteren Teil des Erdgeschosses einen großen Saal, der für gewöhnlich Veröffentlichungspartys beinhaltete. Heute war der Saal, der fast vollständig aus schwarzem Marmor bestand, für das Essen hergerichtet. In der hinteren Ecke spielte eine Live-Band, der Rest des Saales war mit runden, reich verzierten Tischen gefüllt. Es war nicht zu übersehen, dass man sich an ein winterliches Thema gehalten und ausschließlich weiß und helle Blautöne verwendet hatte. Die Dekoration immitierte Schneeflocken und Eiskristalle, auf dem Snack-Buffet standen sogar ein paar Eisskulpturen herum.
      "Mr. Davis, schön, Sie auch dieses Jahr wieder hier begrüßen zu dürfen", wurde Carson am Eingang des Saales von einer hübschen Rothaarigen begrüßt.
      Die Frau ließ ihn und Julia in den Saal, wo bisher nur Leute anwesend waren, die heute auch hier gearbeitet hatten. Ein paar hochrangige Editoren und der Verlagschef, hauptsächlich. Selbiger unterbrach seine Unterhaltung, sobald er Carson erblickte.
      "Carson! Pünktlich wie immer!"
      "Zeit ist schließlich Geld, mein Lieber."
      Der Verlagschef war eindeutig älter als Carson, wirkte aber erstaunlich vital in seinem dunkelgrauen Anzug und mit dem Dunklen Haar, in dass sich schon einiges an Salz geschlichen hatte.
      "Oh Verzeihung, ich wusste nicht, dass du jemanden mitbringst! Thomás Peréz", stellte sich der Mann nun auch bei Julia vor.
      Sie unterhielten sich kurz, dann führte Carson seinw Begleitung zu ihrem Tisch, wo sie mit vier anderen Personen sitzen würden. Unteranderem Thomás und einem anderen Mann mit gleichen Nachnamen, dazu aber auch der Autor Alexander Creek und eine gewisse Chloe Harper.
      "Heute eird den ganzen Abend nur über Bücher geredet", sagte Carson, als er Julia den Stuhl zurecht rückte, "und ich habe gesehen, dass du das ein oder andere Buch von diesem guten Gentleman hier hast."
      Carson deutete auf Mr. Creeks Namensschild.





    • Julia war sehr froh, dass sie sich an Carsons Arm festhalten konnte und man ihr deshalb nicht ansah wie verloren sie sich in den großen Saal fühlte. Trotzdem musste sie zugeben, dass ihr Freund mit seinem Versprechen recht behalten hatte. Sie liebte das Dekor des Empfangs und da sie sich diesmal nicht ganz so schick machen musste wie sonst, fühlte sie sich wirklich wohler.
      Mit staunenden Augen betrachtete sie die Eisskultpuren, bis der Verlagschef sie begrüßte und sich Julia vorstellte. Die junge Frau lächelte freundlich, hielt sich jedoch aus der Unterhaltung heraus, da sie von den Themen sowieso nichts verstand. Vermutlich würde sie an diesem Abend auch als hübsches Schmuckstück herhalten, aber so lange sie an Carsons Seite war, störte sie das nicht. An seiner Seite fühlte sie sich sicher.

      Nachdem Julia am Tisch Platz genommen hatte, schlug sie die Beine übereinander und betrachtete die anderen Namenskarten. Es dauerte einen Moment, bis sie den Namen des Autoren wiedererkannte. "Stimmt, ich habe einige seiner Romane und Gedichtbände gelesen.", bestätigte sie. "Er hat einen sehr angenehmen Schreibstil und kann Landschaften so bildlich beschreiben, dass man sie beinahe schon vor sich sieht." Sie lächelte sanft, während sie sich an das letzte Buch von ihm erinnerte, dass sie gelesen hatte. Inzwischen befand dieses sich jedoch nicht mehr in ihrer Wohnung, da sie es einer Frau im Frauenhaus geliehen hatte. Fesselnde Geschichten, bei denen man für ein paar Stunden aus der Realität entfliehen konnte, waren für diese leidenden Seelen genau das richtige.
      "Was genau passiert denn heute Abend?", fragte sie Carson, während sie sich noch einmal neugierig umsah.