[2er RPG] Burning Desire

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    • Carson zog seinen Arm ein wenig zurück, um Julianas Finger mit seinen verschränken zu können. Zeitgleich küsste er sie sanft und ausnahmsweise einmal nicht, als wolle er sie gleich und vor Ort von ihren Klamotten befreien und um Kopf und Kragen vögeln. Es war ein normaler, liebevoller Kuss, wie es bei Pärchen üblich war.
      "Ich dich auch", antwortete er ihr mit einem charmanten Lächeln.
      Dann aber wandte er sich seinem Eis zu, dass er etwas umständlich mit der linken Hand löffelte, da die Rechte für Julia reserviert war.
      "Schatz, nicht so schnell, sonst wird dir wieder schlecht", ermahnte Claire ihren Sohn und nippte vornehm an ihrem Tee.
      "Mom..."
      "Ja ja, ich weiß. 'Ich bin keine zwölf mehr, Mom. Ich esse schon nicht zu schnell, Mom. Mein Kopf tut weh, Mom!' Die Diskussion führen wir schon seit Jahren."
      Sie war eindeutig überlegen in diesem familiären Wortstreit. Und Carson wusste das, weswegen ihm nichts weiter übrig blieb, als kleinbei zu geben und zu schweigen. Er drosselte sein Tempo und schlang sein Eis nicht mehr so und siehe da: kein Hirnfrost.


    • Julia betrachtete den Austausch zwischen Carson und seiner Mutter mit einem leichten Lächeln auf den Lippen. Sie mochte diese kleinen Gespräche und Geschichten, die so normal waren, dass sie nicht mehr daran erinnert wurde, wie teuer und prunkvoll ihr Umfeld war. In diesen Momenten kam sie sich nicht mehr ganz so fehl am Platz vor.
      Da sie langsam aß, war sie noch nicht einmal ganz mit ihrer zweiten Kugel Eis fertig, als Carson bereits seine Schale geleert hatte. Sie schob ihren Nachtisch ein wenig in seiner Richung, als stumme Nachricht, dass sie bereit war ihm etwas abzugeben. Zwar war das Eis sehr lecker, doch es war offensichtlich, dass Carson es wesentlich lieber mochte als sie.
      "Sag mal, gibt es hier sowas wie ein Programm? Ich war ja noch nie auf sowas...", fragte sie Carson leise und hoffte, dass keines der anderen Familienmitglieder sie hörte.
    • Carson war wirklich versucht, das Angebot seiner Begleiterin anzunehmen, entschloss sich dann aber dazu, sie erstmal essen zu lassen und die eventuellen Reste zu essen.
      "Programm?", fragte er noch einmal nach, bei weitem nicht so diskret wie Julia.
      "Nicht, dass ich wüsste. Onkel Charles lädt ein paar Leute ein und sorgt für gutes Essen und nette Musik, ansonsten plant er eigentlich nichts. Er arbeitet lieber."
      Carson zuckte mit den Schultern und lehnte sich zurück. Er war zwar nicht wirklich satt, aber das zu schaffen war sowie so ein Ding der Unmöglichkeit.
      "Ich hoffe doch sehr, dass du über mich redest und nicht über dich in der dritten Person", lachte der Teufel, von dem gesprochen wurde, als er an den Tisch zurückkehrte.

      Zu Erstaunen aller verlief der Abend friedlich. Es kam noch ein-, zweimal vor, dass Carson auf Cooper traf und Cooper wurde mit verstreichen der Zeit wieder provokanter, was aber auch an seinem Alkoholspiegel liegen könnte. Gegen Mitternacht war er betrunken genug, um leicht zu lallen, während er sich über seinen Cousin beschwerte und ihn zu provozieren versuchte. Carson war so kurz davor zu explodieren, dass seine Mutter angespannt die Luft anhielt. Glücklicherweise griff Charles erneut durch und schickte seinen Sohn auf sein altes Zimmer. Der grummelte, fluchte, als er stolperte und zog von dannen. Um Carson zu beruhigen, schob Angelica ihm das aktuelle Ultraschallbild ihrer Murmel zu. Er war vollkommen fasziniert.
      Viel länger trieb aber keiner den Spaß. Die meisten Gäste waren schon gegangen und nachdem Cooper so einen Aufriss gemacht hatte, beschlossen Chase und Angelica, dich ebenfalls auf den Weg zu machen. Carson wollte noch solange bleiben, bis seine Mutter die Heimreise antrat, aber das war praktisch zeitgleich. Charles machte sich auf, Steve zu finden.
      Alles in allem ein gelungener Abend ohne Blutvergießen. Sehr löblich. Sowohl Claire, als auch Charles verabschiedeten sich herzlich von Julia, heimlich begeistert davon, dass Carson nun doch jemanden gefunden zu haben schien. Dieses Strahlen in seinen Augen war neu. Das hatte er damals am College nicht gehabt.

      Austin fuhr ohne Umwege zurück in die Stadt und ignorierte den Weg zu Julias Wohnung. Er fuhr zum Davis Tower, wo er die beiden absetzte und ihnen noch eine gute Nacht wünschte - der Höflichkeit wegen.
      Carson legte Juliana einen Arm um die Schultern und zog sie in einen Kuss. Jetzt war dieser allerdings nicht mehr so unschuldig. Kaum war der Privataufzug zum Penthouse da, drückte er Juliana mit seinen Hüften gegen die Wand des kleinen Kastens. Blind tastete er nach dem kleinen Bedienfeld, dass den Abdruck seines rechten Daumen scante, ehe sich die Türen schlossen und der Kasten sich nach oben bewegte.
      "Ich hab noch mehr Überraschungen für dich", hauchte er an ihrem Ohr, als er sich für eine Sekunde von ihren Lippen losreiße konnte.
      Reiß dich zusammen Carson. Nur fünf Minuten!
      "Hier oben war noch keine Frau. Nicht einmal Dana, meine Assisstentin."
      Die Türen des Aufzuges öffneten sich und enthüllten einen breiten Flur, in dem einige Bilder hingen, der aber ansonsten kaum etwas aussagte. Rechts gingen zwei Türen ab, links eine. Carson brauchte einen Moment, um sich von Juliana zu lösen und sie aus dem Aufzug zu führen. Die bwiden ersten Türen rechts ignorierte er. Sein Ziel war die ganz hinten links. Und dahinter lag sein Domizil.
      Das Penthouse war wesentlich persönlicher gestaltet als die Wohnung in New York. Die Möbel waren nicht aus einer Kollektion, sondern eher wild zusammengewürfelt. Faszinierenderweise passte trotzdem alles zusammen. Vieles in dieser Wohnung war ein Unikat und alles überstieg die Preisklasse eines Normalsterblichen, aber es war zu erkennen, dass hier mehr auf Details geachtet und alles genutz wurde. Wohnzimmer, Esszimmer und Küche waren in einem großen Raum vereint. Die Küche, rechts von der Flurtür liegend, trennte sich mittels Theke von den anderen ab, das Wohnzimmer, links, lag zwei Stufen tiefer als der Rest. Etwa auf höhe des Esstisches hinter der Küche befand sich links eine elegante Treppe, unter der einige Gitarren standen. Die Treppe selbst schien aus freischwebenden Stufen gefertigt zu sein. Sie führte hinauf ins Schlafzimmer des Geschäftsmannes, das einen großen, begehbaren Kleiderschrank und ein großes Badezimmer beinhaltete. Noch dazu konnte man von dort oben mittels einer weiteren Treppe den Dachgarten betreten, zu dem ein recht bekannter Autor ihn inspiriert hatte. Vor der Panoramascheibe des Schlafzimmers befand sich noch dazu ein Pool, der den Unendlichkeitseffekt beherrschte, wie kein Zweiter. Es war immer wieder atemberaubend, auf die Skyline San Franciscos zuzuschwimmen und zu glauben, gleich über den Rand des Gebäudes zu fallen.
      "Willkommen in der Casa de Davis", verkündete Carson und umarmte Julia von hinten, vergrub sein Gesicht in ihrem Nacken.


    • Als sich die Tür des Aufzugs öffnete und Carson ihren Kuss löste ließ er eine atemlose und errötete Juliana zurück. "Hier oben war noch keine Frau. Nicht einmal Dana, meine Assistentin." Die sanfte Stimme ihres Begleiters sorgte dafür, dass sich die Härchen auf Julias Unterarmen aufstellten und ihr Herz einen aufgeregten Hüpfer machte. Sie griff nach Carsons Hand und ließ sich ins Innere des Penthouses führen. Dabei war sie auf einmal so aufgeregt wie ein Teenager auf seinem ersten Date.
      Mit großen Augen sah sie sich um. Es war anders eingerichtet, als sie erwartet hatte und doch musste sie zugeben, dass der Stil zu Carson passte. Es war elegant eingerichtet und doch individuell, man konnte sehen, dass der Geschäftsmann sich viele Gedanken darüber gemacht hatte. Die ganze Wohnung war etwas besonderes - genau wie ihr Bewohner.

      "Willkommen in der Casa de Davis", Juliana legte ihre Hände auf die von Carson, da es ihre einzige Möglichkeit war seine Umarmung halbwegs zu erwidern. "Hier ist es wunderschön.", sagte sie leise, konnte dabei ihren Blick aber nicht von der überwältigenden Aussicht abwenden, die sich ihr durch das Panoramafenster hindurch bot. "Danke, dass ich hier sein darf." Sie wusste nicht, womit sie es verdient hatte, dass Carson sie mit in sein Penthouse genommen hatte, aber sie ahnte, dass es keine leichte Entscheidung für ihn gewesen sein musste. Es kostete sie einiges an Willenskraft, aber schließlich schaffte sie es eine Hand von Carson zu lösen und mit ihr nach hinten zu greifen, damit sie ihm durch das Haar fahren konnte. "Ich weiß, dass du es nicht magst, wenn ich mich bedanke. Aber danke, dass du mir deine Familie vorgestellt hast. Hoffentlich habe ich dich nicht blamiert.", sie lächelte etwas, da der letzte Teil des Satzes eigentlich als Scherz gemeint war. Alle Mitglieder von Carsons Familie waren sehr nett zu ihr gewesen - abgesehen von einer Ausnahme, an die sie nun aber nicht mehr denken wollte. Nicht, wenn sie endlich alleine mit ihrem Partner an einem so schönen Ort war.
    • Er küsste Julianas Hals.
      "Du hättest sie sowie so kennenlernen müssen", lautete seine sinnlose Antwort.
      Alles, was er jetzt wollte war, aus dem Anzug zu kommen. Und im Idealfall Julia von ihrem Kleid zu befreien.
      "Die Aussicht aus dem Schlafzimmer ist noch besser", raunte er und knapperte an ihrem Ohrläppchen.
      Er ließ ihr praktisch keine Wahl, als er sie langsam in Richtung der Treppe führte. Und dann äbermannte ihn seine Ungeduld. Er hob Julia von den Füßen und trug sie die Stufen hinauf. Das Schlafzimmer war gefühlt so groß wie Julias gesamte Wohnung und wurde von einem luxuriösen Kingsizebett beherrscht. An einer Wand neben der Tür stand ein großes Regal, in denen Carson seine kitschigen Souveniers lagerte. Sie waren alle genau richtig in Szene gesetzt. Hier stand auch der kitschige Schlüsselanhänger, den Julia ihm geschenkt hatte. Er saß neben einem Puzzlemodell des Empire State Buildings.
      Carson setzte Julia am oberen Ende der Treppe ab, küsste sie und grinste, als er sich von ihr löste. Mit einer einfachen Bewegung löste er seine Fliege und warf sie auf eine Kommode. Das Jackett folgte und dann knöpfte er auch schon sein Hemd auf. Nur einen Augenblick später war er wieder bei Julia, zog sie an sich, küsste sie. Er wollte den Abend mit ihr in seinen Armen ausklingen lassen.
      "Habe ich dir eigentlich schon gesagt, wie unglaublich gut du aussiehst?", raunte er ihr zu und strich auf ihrem Rücken über den weichen Stoff, den er ihr am liebsten vom Leib reißen würde. Aber er zügelte sich, hatte er mittlerweile doch begriffen, dass Julia nicht unbedingt daran interessiert war, den ganzen Tag mit Bettgymnastik zu verbringen.


    • Es war nicht das erste Mal, dass Julia von Carson durch die Gegend getragen wurde, trotzdem war es für die junge Frau immer noch ein ungewohntes Gefühl. Sie griff mit ihren Händen nach dem Stoff des Jacketts, um sich daran fest zu halten. Es war jedoch mehr ein Reflex, als aus Angst, dass er Carson sie fallen lassen könnte.
      Im Schlafzimmer angekommen war Juliana erst einmal so überwältigt von dem riesigen Raum, dass sie gar nicht bemerkte, dass Carson begann sich von seinem Anzug zu befreien. Erst als er sie wieder an sich zog und küsste, richtete sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf den Mann. Sie schlang ihre Arme um seine Hüfte, seine Haut war warm und sie konnte die Bewegung seiner Muskeln spüren. "Ich muss dir ja nicht sagen, dass du gut aussiehst. Das weißt du ja." sie lächelte zu ihm hinauf. Die Lichter der Stadt, die durch das riesige Fenster in den Raum fielen, schienen Carson einzuhüllen. Es war ein faszinierender Anblick und einen Moment lang verlor Julia sich in seinen wunderschönen Augen. Doch dann fiel ihr wieder ein, dass sie nicht hier war um ihren Partner anzustarren.
      Sie löste sich ein wenig von ihm und begann ihre Ohrringe auszuziehen, da sie immer noch Angst hatte eines dieser teuren Schmuckstücke zu beschädigen und sie ahnte, dass Carson auf so etwas keine Rücksicht nehmen würde, wenn er erst einmal in Fahrt gekommen war. "Was für ein Glück, dass du da bist. Ich hatte schon überlegt, wie ich alleine den Reißverschluss von meinem Kleid aufbekommen soll...", sagte sie zu ihm und sah ihn gespielt unschuldig an. Sie wusste, dass sie gerade das Monster freiließ, das tief in Carson schlummerte, aber sie beschloss, dass er sich nach dem heutigen Tag wirklich eine Belohnung verdient hatte.
    • "Was für ein Glück, dass du da bist. Ich hatte schon überlegt, wie ich alleine den Reißverschluss von meinem Kleid aufbekommen soll..."
      Hatte sie das gerade wirklich gesagt, oder hatte er schon Halluzinationen? So viel hatte er eigentlich nicht getrunken. Aber egal, ob er sich diesen Satz eingebildet hatte oder nicht, Zurückhaltung war nun ein Fremdwort.
      Er zog Julia zurücknin seine arme, in einen wilden Kuss, während er nach dem Reisverschluss tastete. Er zog ihn in einer schnellen Bewegung runter und schob ihr die Ärmel über die Schultern. Das Kleid fiel zu Boden. Carsons Hemd folgte.
      "Ich will dich schmecken, Juli...", hauchte er und zog eine Spur aus heißen Küssen über ihren Hals, ihre Schulter und als er in die Knie ging über ihren flachen, perfekten Bauch.
      Seine Finger strichen über ihre Flanken und zogen ihr Hösschen runter. Carsons Küsse endeten nicht, stattdessen zeichnete er mit seiner Zunge ein Unendlichkeitszeichen direkt unterhalb ihrer Gürtellinie, ehe er seine Lippen auf die empfindliche Stelle zwischen ihren Beinen legte. Ihr Geschmack explodierte in seinem Verstand und entlockte ihm ein leises Stöhnen. Seine Hände packten ihren Hintern. Er wollte nicht, dass sie ihm wegrannte oder sie umfiel. Er wollte alles von ihr in sich aufnehmen.


    • Ein leises Klimpern war zu hören, als Carson Julia mit einem Ruck an sich zog und sie dabei die Ohrringe auf den Boden fallen ließ, die sie kurz davor noch in der Hand gehalten hatte. Aber die junge Frau achtete nicht darauf, da der Kuss ihres Partners jeden klaren Gedanken aus ihrem Kopf vertrieb. Die kühle Luft des Zimmers strich über ihre Haut, als das Kleid zu oben fiel, nur um kurz darauf von der warmen Berührung von Carsons Händen ersetzt zu werden.
      Obwohl sie wusste, was er vorhatte und wo der Weg seiner Küsse enden würde, entwich Julia doch ein erschrockener Laut, der dann jedoch in ein Stöhnen überging. Obwohl sie noch nicht oft die Nacht zusammen verbracht hatten, schien Carson ihren Körper bereits sehr gut zu kennen. Die Blondine fühlte, dass ihre Beine weich wurden und nachdem der Mann sich noch etwas länger ihrer empfindlichen Stelle gewidmet hatte, konnte auch der Griff seiner Hände sie kaum noch aufrecht halten. "Carson... w-warte.", brachte sie mühsam heraus und schaffte es ihre Hände auf seinen Kopf zu legen und leicht gegen ihn zu schieben. Sie wusste, dass sie nicht die Kraft besaß, um ihn von sich zu lösen, doch sie hoffte, dass er auf ihre Geste reagieren würde. Ihr Verstand war zu benebelt, um einen ganzen Satz heraus zu bringen, oder um ihm zu sagen, dass sie sich ein wenig einsam fühlte, wenn sie ihn nicht in den Armen halten konnte. Alles was sie heraus brachte war. "Bett... bitte."
    • Carson knurrte leise, als er aufstehen musste, um diesem simplen Wunsch Folge zu leisten. Er packte Julia und warf sie auf's Bett. Nur Sekundenbruchteile später lag er auf ihr, küsste sie wild, begierig, sehnsüchtig. Etwas ungeschickt entfernte er ihren Büstenhalter, seine Hände waren zu zittrig für diese nervige Präzisionsarbeit. Er riss sich nur von ihr los, um sich aufzurichten und seinen Gürtel zu öffnen. Er konnte seine Hose gar nicht schnell genug loswerden. Die deutliche Beule in seiner seinen Boxershorts tat beinahe schon weh.

      Drei Runden brauchte es, um seinen Körper zufrieden zu stellen. Dreimal machte er Julia glücklich. Und das machte ihn auch glücklich. Es war wohl aber auch ein bisschen Revierverhalten dabei gewesen, zumindest beim ersten Mal. Immerhin konnte er so Cooper endlich aus seinen Gedanken verbannen.
      Danach rollte er sich, völlig erledigt, von ihr herunter. Er nahm sich noch die Zeit, Julia und sich selbsr sauber zu machen, aber Kraft für eine Dusche hatte er jetzt nicht mehr. Er warf den Waschlappen lieblos ins Badezimmer zurück, ehe er neben Julia ins Bett zurücksank, die Decke über sie beide zog und mit Julia in den Armen einschlief. Er war glücklich, sie gefunden zu haben. Und er war glücklich, dass seine Familie, seine Mutter, sie mochte. Er war einfach glücklich. Für nicht einen Augenblick in dieser Nacht ließ er sie los.


    • Hätte Julia gewusst, was sie mit ihrem simplen Satz auslöste, hätte sie ihn vermutlich anders formuliert.
      Aber so lag sie nach einigen Stunden atemlos auf dem riesigen Bett und war beinahe nicht mehr in der Lage sich zu bewegen, gleichzeitig fühlte sie, dass sie morgen definitiv Muskelkater haben würde. Sie konnte wirklich nicht mit Carson mithalten...
      Als Carson mit einem Waschlappen zum Bett zurück kehrte und mit ihm über ihren Körper strich, war die junge Frau schon fast eingeschlafen. Trotzdem rollte sie sich wie selbstverständlich zur Seite, als der Mann sich wieder neben sie legte, um ihn in ihre Arme zu schließen und den Kopf an seine Brust zu lehnen. "Schlaf gut.", murmelte sie automatisch, während sie seine warme Haut an der Stelle küsste, an der ihre Lippen gerade lagen. Sie war zu müde, um den Kopf noch einmal zu heben. Dann ließ sie ihre Augen zufallen und schlief ein.
    • Um fünf rollte sich Carson vorsichtig aus dem Bett, um Julia nicht zu wecken. Über einem Kaffee widmete er sich ein paar geschäftlichen E-Mails. Nur eine Stunde später kam sein Koch Ricardo, wünschte ihm einen guten morgen und fragte ihn, ob er für heute irgendwelche Wünsche hätte. Carson verneinte dies, informierte ihn aber darüber, dass er einen Gast hatte. Ricardo sah ihn kurz verwundert an, nickte dann aber und machte sich an die Arbeit. Carson entschloss sich, ein bisschen an überschüssiger Energie loszuwerden, um nicht gleich wieder über Julia herzufallen. Er schlüpfte in seine Sportshorts und verließ die Wohnung, um zwei Stockwerke weiter unten Gebrauch von dem Gebäude eigenen Fitnesscenter zu machen. Während er auf dem Laufband rannte, konnte er auch nebenher noch mit Dana telefonieren und ein paar Angelegenheiten deligieren.
      "Sir? Ist es eine gute Idee gewesen, Miss Kinnley mit in Ihre Wohnung zu nehmen? Ich war immer noch nicht in der Lage, herauszufinden, sas hinter dem Gerichtsverfahren von vor einigen Jahren steckt", meldete Austin nun endlich verbal seine Zweifel an.
      Der Mann stand artig hinter Carson, um ihn nicht noch mehr zu stören, als er es so schon tat.
      "Wie du siehst, lebe ich noch", schnaufte Carson, "Sie wird mich schon nicht umbringen. Außer vielleicht mittels eines Herzinfarktes von zu viel Sex."
      "Sir, das war wieder zu viel Information."
      "Entschuldige."
      "Offen gesagt mache ich mir auch weniger Sorgen wegen Miss Kunnley selbst. Nicht alles zu wissen ist es, was mich beunruhigt. Das sind unkalkulierbare Risiken."
      "Und die magst du nicht, ich weiß. Lass gut sein Austin, du wirst mich nicht umstimmen. Also entweder versucht du weiterhin, rauszubekommen, was damals los war, oder du vergisst die Sache und kümmerst doch darum, deinen Doppelgänger zu finden, damit ich Juli endlich in Sicherheit weiß."
      "Ja, Sir. Entschuldigen Sie die Störung."
      Austin entfernte sich und machte sich daran, beide Aufgaben zu erfüllen. Er achtete sehr auf Sicherheit und ein Risiko wegen Informationslücken konnte er sich nicht erlauben! Carson wusste das. Wäre Austin nicht so seinem Job verschrieben, hätte er ihn nicht als Sicherheitschef und Bodyguard. Er umgab sich immer nur mit dem Besten, nicht dem Mittelmäßigen.


    • Als Julia am nächsten Morgen aufwachte fielen gerade die ersten Sonnenstrahlen durch das Fenster und tauchten den raum in ein warmes, orangenes Licht. Einen Moment lang betrachtete die junge Frau fasziniert den Blick über die Stadt, die so friedlich schien, als wäre sie eine Zeichnung in einem Kinderbuch.
      Aber dann bemerkte Julia, dass sie alleine im Bett lag. "Carson?", fragte sie, während sie sich verwirrt umsah. Doch von dem Mann fehlte jede Spur. Lediglich ihre verstreute Kleidung auf dem Boden des Schlafzimmers erinnerte daran, dass sie hier gemeinsam die Nacht verbracht hatten und sorgte dafür, dass Julia etwas rot wurde.

      Mit einem leisen Gähnen stand sie auf und hob das Kleid auf, das nicht weit von ihr entfernt lag. Julia hatte zwar nicht vor es anzuziehen, aber es schmerzte sie ein wenig etwas so schönes so achtlos herumliegen zu sehen. Ein letztes Mal strich sie über den weichen Stoff, bevor sie es vorsichtig auf einen Sessel legte. Die Ohrringe landeten auf ihm.
      Nachdem diese Tat vollbracht war, stand die junge Frau einige Sekunden lang unschlüssig in dem riesigen Schlafzimmer. Sie fühlte sich ein wenig verloren, aber anscheinend hatte Carson nicht bemerkt, dass sie aufgestanden war. Letztendlich entschloss Julia sich dazu erst einmal zu duschen und richtig wach zu werden.
      Nachdem sie herausgefunden hatte, wie die riesige Dusche funktionierte, stand Julia wenige Minuten später vor einem anderen Problem; Sie hatte nicht damit gerechnet, dass Carson sie mit in sein Penthouse nehmen würde und deshalb auch keine Kleider mitgenommen. Ein wenig frustriert schüttelte sie den Kopf. Sie musste wirklich lernen, dass kein Tag mit Carson so verlief, wie sie erwartete und sich deshalb besser vorbereiten.

      Da Julia nicht in Unterwäsche durch das Haus laufen wollte, wickelte sie eines der riesigen Badetücher um ihren Körper, die sie in einem der Schränke im Badezimmer gefunden hatte. Barfuß und vorsichtig stieg sie die Treppe hinunter. Nun, da sie alleine war, kam ihr der Flur noch länger vor als am Abend zuvor. Alles war ungewohnt und sah so teuer aus, dass Julia sich auf einmal wie ein Fremdkörper fühlte.
      Deshalb war sie auch sehr erleichtert, als sie Carson endlich entdeckte. "Hey, können wir nachher zu mir nach hause fahren? Ich habe nämlich nichts zum an...", setzte sie ein, während sie die Küche betrat, hielt dann jedoch inne, als der Mann, der vor dem Herd stand sich umdrehte. Beinahe hätte Julia entsetzt aufgeschrien, als sie auf einmal anstatt Carson einem völlig Fremden gegenüber stand.

      Einige Sekunden lang standen die beiden sich wie erstarrt gegenüber und sahen sich erschrocken an, es war offensichtlich dass keiner von ihnen mit dieser Begegnung gerechnet hatte. Letztendlich war es der fremde Mann, der seine Sprache als erstes wiederfand. "Guten Morgen." Julia fühlte, wie seine Augen an ihrem Körper herunter wanderten, während er sich offensichtlich gerade ausmalte, warum sie hier so spärlich bekleidet herum lief. "G-Guten Morgen.", brachte sie heraus und wich einen Schritt zurück. "Also... ähm... es ist nicht so wie es..." erneut hielt sie inne, da ihr bewusst wurde, dass diese Aussage nicht stimmte. Es war genau so wie es aussah.
      Der Mann lachte leise und bestätigte Julia damit in ihrer Befürchtung, dass auch er ihr diesen Satz nicht glaubte. Aber sein Lachen war nicht hämisch, stattdessen trat ein freundlicher Ausdruck auf sein Gesicht. "Mr. Davis ist zum Sport gegangen, er sollte aber bald zurück sein." erklärte er und sorgte damit dafür, dass sich die unangenehme Atmosphäre zwischen ihnen etwas beruhigte. "Anscheinend hat er Sie nicht vorgewarnt. Mein Name ist Ricardo und ich bin der Koch von Mr. Davis. Das Frühstück ist noch nicht fertig, aber ich könnte Ihnen schon einmal einen Kaffee anbieten." Automatisch schüttelte die Blondine den Kopf. Sie wagte nicht den Saum ihres Handtuchs loszulassen und konnte deshalb unmöglich keine Tasse festhalten.
      Sie räusperte sich einmal verlegen. "Es freut mich sie kennen zu lernen.", sagte sie nach einer kurzen Pause, um zumindest ein klein wenig Normalität in diese Situation zu bringen und nicht völlig unhöflich zu sein. "Sie dürfen gerne Julia zu mir sagen." Das Lächeln auf dem Gesicht des Mannes wurde etwas breiter. "Nur wenn sie mich dutzen.", gab er zurück. "Nun Julia, wenn du möchtest kannst du gerne hier auf Mr. Davis warten." Die Angesprochene riss erschrocken die Augen auf. "Ähm... nein, vielen Dank. Ich warte lieber im Wohnzimmer... oder irgendwo." sagte sie, bevor sie den Raum verließ. Hinter sich konnte sie ein leises Lachen hören, das sie jedoch ignorierte.

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    • Seine Waden standen in Flammen und er hatte das Gefühl, bei jedem weiteren Schritt einzuknicken und schmerzhafte Bekanntschaft mit dem Boden zu machen. Genauso fühlte sich eine gute Runde Sport an. Sofern man Sex nicht als Sport klassifizierte.
      Carson sprang vom Laufband, schaltete es aus und gönnte sich erst einmal einen gewaltigen Schluck Wasser. Er bekam eine Nachricht von Dana und schrieb ihr, dass er gleich selbst vorbeikommen würde. Das Stockwerk zwischen seiner Wohnung und dem Studio war sein Büro. Dana würde dort auf ihn warten.
      Die dunkelhäutige Schönheit von Sekretärin war keineswegs verwundert, als ihr Chef halbnackt und völlig verschwitzt im Büro aufschlug. Sie reichte ihm eine dunkelblaue Papiertüte und nach einem prüfenden Blick befand Carsln, dass sie ihre Arbeit wie immer hervorragend erledigt hatte. Er bedankte sich bei ihr und überließ sie dem Rest ihrer Aufgaben.
      "Willkommen zurück, Sir", grüßte Ricardo, als der die Wohnungstür zufallen hörte.
      Carson war allerdings nicht an ihm oder dem, was er da gerade auf die Teller legte interessiert. Die Frau auf seiner Couch, die lediglich ein Handtuch um hatte und gerade in etwa so rot war wie ein Hydrant, war weitaus fesselnder. Er ging zu ihr, legte ihr eine Hand unter das Kinn, zog ihren Kopf zurück und küsste sie über die Rückenlehne gebeugt.
      "Ich liebe es, wenn du rot wirst", flüsterte er mit einem frechen, aber charmanten Lächeln.
      Die Tüte ließ er neben sie auf die Couch fallen.
      "Rick! Kann ich noch duschen gehen oder muss ich stinkend essen?", fragte er über seine Schulter.
      "Ich brauche noch zehn Minuten, Sir."
      Also erst duschen. Carson drückte Julia noch einen Kuss auf die Wange, dann hechtete er die Treppe hinauf und verschwand im Badezimmer. Er duschte znd rasierte sich wie jeden Morgen und schlüpfte dann in einen seiner maßgeschneiderten Anzüge, heute dunkelgrau. Das Jackett und die Krawatte legte er, als er wieder unten war, über die Couchlehne.
      "Austin wird dich nachher nach Hause fahren. Und heute Abend gehen wir essen. Ich habe endlich einen Griechen aufgetrieben. Ich hole dich um zwanzig vor acht ab. Dana besorgt dir gerade ein Kleid."
      Er schielte noch einmal auf sein Handy. Seine Assistentin fragte, ob es eher hellblau oder rot sein sollte. Carson schrieb ihr zurück, dass es blau sein sollte. Als er wieder aufsah, stellte Ricardo gerade das fertige Frühstück auf den Esstisch.
      "Bon apetit", wünschte das drollige Kerlchen (das beinahe so groß wie Carson war), und machte sich daran, die Küche aufzuräumen und das Mittagessen vorzubereiten.


    • Julia war unendlich erleichtert, als Carson endlich wieder zur Haustür hinein kam und sie nicht mehr alleine mit dem Koch in der Wohnung war, der ihr jedes Mal einen neugierigen Blick zuwarf, wenn er den Raum durchquerte, um den Tisch zu decken.
      Doch leider machte Carson nur einen kurzen Zwischenstop beim Sofa und ließ seine Freundin sofort wieder allein, um duschen zu gehen. Obwohl Julia das verstehen konnte, sorgte das nicht dafür, dass sie sich wohler in ihrer Haut fühlte.
      Einen Moment lang musterte sie die blaue Tüte neben sich auf der Couch, brachte aber nicht den Mut auf hinein zu sehen. Stattdessen seufzte sie leise und setzte sich an den Tisch, den Ronaldo so hübsch hergerichtet hatte. Inzwischen hatte sie sogar eine Möglichkeit gefunden, um ihr Handtuch etwas sicherer zu befestigend, worauf sie insgeheim sehr stolz war.

      "Austin wird dich nachher nach Hause fahren. Und heute Abend gehen wir essen. Ich habe endlich einen Griechen aufgetrieben. Ich hole dich um zwanzig vor acht ab. Dana besorgt dir gerade ein Kleid.", erklärte Carson, als er ins Zimmer zurück kehrte. Er trug einen dunklen Anzug, der ihm unglaublich gut stand. Und nicht nur sein Aussehen hatte sich verändert, auch sein Tonfall und sein Auftreten spiegelten den Geschäftsmann wieder, der er unter der Woche war. Automatisch nickte Julia, als Carson ihr weitere Angaben für den Verlauf ihres Abends gab. Sie war zwar ein wenig enttäuscht darüber, dass er nicht den Tag mit ihr verbringen würde, aber anscheinend musste er noch arbeiten. Sie fragte sich, ob er wegen der Geburtstagsfeier wohl einige Arbeit vor sich hergeschoben hatte, oder ob sein Samstag immer so geschäftig war. Letztendlich beschloss sie aber ihn nicht danach zu fragen, da sie nicht undankbar erscheinen wollte. Sie hatte kein Recht ihn zu ermahnen, dass er mehr auf sich achten und sich auch mal frei nehmen sollte. Stattdessen wollte sie die wenige Zeit, die sie noch gemeinsam hatten, so gut wie möglich genießen.
      "Vielen Dank, Ricardo. Das sieht sehr gut aus.", sagte sie zu dem Koch und erhielt ein strahlendes Lächeln als Antwort. Einen Moment lang sah es so aus, als wollte er noch etwas erwidern - Julia befürchtete, dass es ein Witz über ihr Aussehen war - schien sich jedoch dann dagegen zu entscheiden.

      Sie schlug die Beine übereinander und betrachtete den gut gedeckten Tisch, während sie darauf wartete, dass Carson sich zu ihr setzte. "Hast du gut geschlafen?", fragte sie und lächelte ihn an. "Es tut mir leid, dass ich hier so herum sitze, aber ich wollte nicht das teure Kleid anziehen. In Zukunft werde ich daran denken, mir Ersatzkleidung mitzunehmen, wenn ich irgendwo mit dir hingehe." Sie lachte leise, inzwischen war ihr der Zwischenfall nicht mehr ganz so peinlich.

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    • Carson sah überrascht auf und deutete über die Schulter ins Wohnzimmer.
      "In der Tüte wären Klamotten gewesen. Ich wusste nicht, was du bevorzugst, also hab ich Dana eine kleine Auswahl holen lassen. Jeans, Rock, Bluse, Pullover, Top, frische Unterwäsche. Turnschuhe stehen an der Tür."
      Wäjrend seiner Erklärung schaufelte er sich eine gefühlte Wagenladung an Essen in den Mund. Das Training hatte ihn hungrig gemacht. Er glich einem Fass ohne Boden.
      "Dana bringt dir für heute Abend auch noch was vorbei", fügte er hinzu und dankte Ricardo für den Smoothie, den der Halbitaliener gerade vor ihm abstellte, ehe er ihn zu Hälfte leerte.
      Als Carsons Handy vibrierte, griff er schneller danach als nach seinen Süßigkeiten.
      "Hm. Vielleicht bringe ich es dir auch selbst vorbei. Gerade wurde ein Meeting abgesagt."
      Seine Finger flogen nur so über den den Touchscreen, als er binnen weniger Sekunden eine Antwoet verfasste.
      "Allerdings sollte ich dann Ersatzkleidung mitnehmen...", murmelte er bei dem Gedanken an das, was er mit Julia in einer Stunde so alles tun könnte.
      Und natürlich meldete sich bei der Gelegenheit sein Untergeschoss und verlangte nach Aufmerksamkeit. Sein Blick huschte zu Julia, wie sie da in ihrem Handtuch saß. Er müsste nur die Hand ausstrecken und leicht daran ziehen. Ricardo würde gar nichts bemerken und selbst wenn, wer interessierte sich schon für den Koch?


    • Während Carson sein Frühstück förmlich inhalierte, saß Julia vor ihrem Omelett und aß es mit kleinen Bissen. "Du musst mir nicht ständig Anziehsachen kaufen.", warf sie ein, obwohl sie nicht sicher war, ob Carson ihr überhaupt zuhörte. Gerne hätte sie gesagt, dass sie einfach ein paar Kleider hier deponieren könnte, aber das kam ihr dann doch etwas übereilt vor. Sie wollte nicht so klingen, als hätte sie vor hier einzuziehen. Deshalb nahm sie lieber einen Schluck von ihrem Kaffee und beobachtete Carson, der sich seinem Handy widmete und sie gleichzeitig weiter den Tagesablauf plante.
      Unwillkürlich musste Julia an die Morgende denken, die sie mit Simon verbracht hatte. Auch er hatte es gehasst Zeit zu verschwenden, weshalb er Julia bereits während des Frühstücks darüber informiert hatte, was er für den Tag geplant hatte und wie sie sich zu benehmen hatte. Allerdings waren sie dann gemeinsam zur Arbeit aufgebrochen. Heute würde sie wohl alleine nach hause fahren und artig darauf warten, dass Carson sich Zeit für sie nahm. Sie nahm einen weiteren Bissen von ihrem Omelett und betrachtete dann ihren Partner. Es musste schwer sein, wenn man sich um so viele Dinge kümmern musste, dass man nicht einmal am Wochenende entspannen konnte.

      "Du willst dann vermutlich gleich los, oder? Dann ist es besser, wenn ich mich anziehe, damit du nicht auf mich warten muss.", beschloss sie, stand jedoch nicht auf, da ihr das unhöflich vorkam. Stattdessen drehte sie ihre halbleere Kaffeetasse zwischen den Händen hin und her, während sie auf Carsons Antwort wartete. Die Situation war einfach zu vertraut für sie und auf einmal war sie sich nicht mehr sicher, ob sie überhaupt aufstehen durfte - oder konnte - bevor der Mann es ihr nicht erlaubt hatte.
    • "Wir sitzen genau über meinem Büro, mach dir mal keinen Stress. Außerdem kannst du so lange hier bleiben, wie du willst."
      Carson zuckte mit den Schultern und nippte an seinem Smoothie. Das Zeug schmeckte nicht unbedingt gut, aber es half gegen Muskelkater, bevor er entstand, also trank er es. Mskelkater im Büro war der Horror.
      "Ich dachte nur, dass du vielleicht nach Hause und deiner Freundin erzählen willst, dass du den Davis Tower von innen gesehen hast oder sowas. Sie ist doch so ein Klatschmaul."
      Carson war durchaus bewusst, dass er das eigentlich nicht wissen dürfte, hatte er die andere Frau doch noch nie getroffen und Julia auch kaum von ihr erzählt. Austin war es, der seine Arbeit gründlich erledigt hatte. Deswegen wusste Carson so einiges über Julia.
      "Du musst auch gar nicht gehen, wenn du lieber hier bleibst. Allerdings kann ich dann nicht versprechen, dass ich nicht zwischendrin herkomme und bestimmte Dinge tue..."
      Wieder legte sich sein Blick auf den Rand des Handtuchs und die sanfte Wölbung ihrer Brüste genau darunter. Er biss sich auf die Unterlippe, als könne das gegen das nervöse Zucken in seiner Hüfte helfen.
      Er riss sich von dem Anblick und von den Bildern in seinem Kopf los. Nicht jetzt, schalte er dich innerlich.
      "Ricardo hat betimmt nichts dagegen, dir was zum Mittag zu machen, oder Rick?"
      "Mit Nichten, Sir."
      "Siehst du? Wenn du gehen willst, kannst du jederzeit Austin anrufen. Neben der Tür hängt ein Telefon. Die eins verbindet dich mit Dana, die zwei mit Austin. Dana wird dich wahrscheinlich direkt zu mir weiterleiten, aber ich kann nicht versprechen, dass ich ran gehe. Mich erreichst du besser per Nachricht auf dem Handy, wenn ich arbeite.
      Wieder vibrierte sein Handy. Dana hatte ihm ein Bild von einem Kleid geschickt. Es sah gut aus, aber irgendwas sagte Carson, dass es nicht das richtige für Julia war. Kurz darauf kam die Nachricht, dass es ein ähnliches Kleid auch rückenfrei gab und der Geschäftsmann verlangte sofort nach einem Foto. Dana machte sich auf die Suche.
      "Hast du Schuhe, die auf ein blassblaues Kleid passen? Sonst schicke ich Dana noch in einen Schuhladen."


    • Julia legte leicht den Kopf zur Seite, während sie über Carsons Vorschlag nachdachte. "Bist du sicher, dass es eine gute Idee wäre, wenn ich jemandem davon erzählen würde, dass ich hier war?", fragte sie ein wenig besorgt. "Ganz davon abgesehen, dass mir niemand glauben würde.", fügte sie noch mit einem Lächeln hinzu. Auch sie konnte diese Tatsache noch immer nicht ganz glauben, wieso sollte es dann jemand anderes tun?
      "Es reicht mir schon, dass Leah mich am Montag ausfragen wird, ich denke ich genieße noch die wenigen Tage, an denen ich meine Ruhe habe." Ihr Lächeln wurde etwas breiter. Sie war sich sicher, dass ihre Kollegin es kaum erwarten konnte sich jedes Detail von Julias Wochenende erzählen zu lassen und sie würde verzückt von der Geschichte sein. Immerhin klang es beinahe wie ein Märchen. Das arme Mädchen, das von dem reichen Geschäftsmann gerettet und in sein edles Haus gebracht wurde... leider war Julia sich nur noch nicht sicher, ob sie ein Happy End verdient hatte.

      Einen Moment lang schwieg die junge Frau, während sie ihre Optionen abwägte. Sie wollte niemandem unnötig Umstände machen und sie wusste nicht einmal wie weit ihr Haus von hier entfernt war. Auf der anderen Seite wusste sie nicht, was sie den ganzen Tag in der Wohnung tun sollte, die so edel eingerichtet war, dass sie sich kaum traute etwas anzufassen. "Ich denke, ich fahre nach hause. Wenn das in Ordnung ist.", beschloss sie letztendlich, nachdem sie zu dem Schluss gekommen war, dass ihr niemand diese Entscheidung abnehmen würde. "Ich möchte nicht Schuld sein, wenn du dich nicht auf deine Arbeit konzentrieren kannst." Sie leerte ihre Kaffeetasse. "Was die Schuhe betrifft... ich weiß nicht genau, was zu dem Kleid passt. Ich habe weiße die gehen könnten. Oder vielleicht gehen auch die, die ich gestern anhatte?"
    • "Ich schicke Dana los", beschloss Carson.
      Auf gut Glück würde er hier gar nichts versuchen. Und die schuhe von gestern kamen auch nicht in Frage. Darin hatte er sie ja gerade erst gesehen! Er war niemand von der Sorte einmal und nie wieder, aber er hatte schon gern eine Pause zwischen dem einmal und dem wieder.
      "Wie gesagt, Austin fährt dich, sobald du soweit bist."
      Carson stand auf, schrieb Dana, dass sie auch noch Schuhe kaufen sollte, und leerte seinem Smoothie.
      "Ich muss dann los, Papierkram erledigen. Denk dran: zwanzig vor acht. Du weißt, ich hasse Unpünktlichkeit."
      Er kam noch einmal um den Tisch herum, beugte sich zu Julia herunter und küsste sie. Er küsste sie lange, das war nicht einfach nur ein kurzer Abschiedskuss.
      "Ein bisschen Ablenkung schadet nie", murmelte er mit rauer Stimme und verführerischem Lächeln, ehe am Saum des Handtuchs zupfte.
      Er ging, bevor er sich doch noch alles vom Leib riss und Ricardo die Show seines Lebens gab.
      Der Koch verabschiedete sich freundlich von Carson und räumte den Tisch ab. Er stürzte sich auch nicht gleich auf die Frau, die offenkundig etwas mit seinem Chef angestellt hatte, was er noch nie zuvor an dem Mann gesehen hatte. Er machte einfach brav mit dem weiter, wofür er bezahlt wurde.


    • Julia war erleichtert, als sie endlich wieder ihre eigenen vier Wände um sich hatte, auch wenn ihr alles nun wesentlich enger vor kam. Die Autofahrt mit Austin war wie gewohnt sehr schweigsam verlaufen und Julia bildete sich ein, dass er sie diesmal noch strenger gemustert hatte, als gewöhnlich. "Vielleicht passt es ihm nicht, dass ich seinen Boss so in Beschlag nehme.", überlegte sie halblaut, während sie in ihren Badezimmerschrank spähte und überlegte, wie sie sich für den Abend zurecht machen sollte. Die Kleider, die Carson für sie gekauft hatte, hatte sie auf der Couch in seiner Wohnung zurück gelassen. Es war ihr zwar etwas unangenehm, dass er extra für sie etwas gekauft hatte, aber so musste sie zumindest nichts einpacken, für den Fall, dass sie wieder die Nacht gemeinsam verbringen würden.
      Allein bei dem Gedanken daran, was Carson in der letzten Nacht mit ihr gemacht hatte, stieg ihr das Blut in den Kopf.

      Einige Stunden später saß Julia gerade auf ihrem Sofa und trank einen Tee, um ihre Nerven ein wenig zu beruhigen, als es auf einmal an der Tür klingelte. Auf den Stufen, die zu Julias kleiner Wohnung hinauf führten stand eine schlanke, dunkelhäutige Frau, die einige Tüten in der Hand hielt. Ihre dunklen Augen musterten Julia einen Moment lang, "Es tut mir leid, dass ich einfach so hier auftauche. Ich bin Dana, ich hoffe Mr. Davis hat mich angekündigt?", sie lächelte freundlich, doch ihr Körper behielt eine gerade, strenge Haltung. Automatisch schüttelte Julia die Hand, die Dana ihr entgegen streckte. "Es freut mich Sie kennen zu lernen. Ich bin Julia." Die Dunkelhäutige nickte leicht, bevor sie ihr Gegenüber einen Moment lang musterte. "Mr. Davis hat mit dem Kleid eine gute Wahl getroffen, es wird Ihnen ausgezeichnet stehen.", beschloss sie.
      Julia war sich nicht sicher, ob dies die ehrliche Meinung der Frau oder ein ein leeres Kompliment war, trotzdem bemühte sie sich um ein Lächeln. Sie musste sich eingestehen, dass Dana wirklich hübsch war und gleichzeitig hatte sie eine so selbstsichere Ausstrahlung, dass Julia sich von ihr sehr eingeschüchtert fühlte. "Es tut mir leid, dass Sie wegen mir so viel Arbeit haben.", die Blondine lächelte entschuldigend.

      Einen kurzen Moment lang schien Dana erstaunt zu sein, doch dann entspannte sich ihre Körperhaltung ein wenig und sie schüttelte mit dem Kopf. "Im Vergleich zu meiner sonstigen Arbeit, war das eher ein Ausflug." sie lächelte und entblößte dabei eine Reihe perfekter, weißer Zähne. "Wenn ich ehrlich sein darf, so ist es auch ganz amüsant Mr. Davis einmal so zu erleben. Er macht sich sonst nie solche Gedanken darum, wo er Essen geht oder dass er so pingelig bei der Kleiderwahl ist." Ein leises Kichern entwich ihren Lippen. Ihre dunklen Augen richteten sich auf die von Julia, als würde sie nach etwas suchen. "Ich bin nicht in der Position, um die Entscheidungen meines Vorgesetzten zu hinterfragen.", begann sie nach einer kurzen Pause. "Aber in diesem Fall denke ich, dass er eine gute Wahl getroffen hat."
      Julia legte leicht den Kopf zur Seite, sie war sich nicht sicher, ob Dana von dem Kleid sprach oder ausdrücken wollte, dass sie nichts dagegen hatte, dass sich in der Wohnung über Carsons Büro eine fremde Frau aufhielt. Trotzdem erleichterte es sie, dass die Assistentin nichts gegen sie zu haben schien.

      "Ich möchte nicht unhöflich klingen, aber es wundert mich etwas, dass Sie nach hause gefahren sind. Wäre es nicht einfacher gewesen zusammen mit Mr. Davis aufzubrechen?" fragte Dana. Julia zog leicht den Kopf ein. Erst jetzt wurde ihr bewusst, wie egoistisch ihre Entscheidung gewesen war. Aber dann fiel ihr ein, dass Carson es ihr zuerst angeboten hatte und sie entspannte sich ein wenig. "Ich wollte mich auf heute Abend vorbereiten und ich habe alle meine Sachen hier...", sagte sie ausweichend. Die Dunkelhäutige öffnete die Lippen, aber Juliana hob abwehrend die Hände und unterbrach sie, bevor sie sie darauf hinweisen konnte, dass man solche Kleinigkeiten problemlos besorgen konnte. "Immer wenn ich erwähne, dass ich etwas zu hause vergessen habe, kauft Carson es sofort für mich. Es ist ein wenig unangenehm.", gab sie zu und zuckte ein wenig hilflos mit den Schultern. "Sagen Sie ihm bitte nicht, dass ich das gesagt habe. Ich möchte nicht undankbar klingen. Es ist einfach... irgendwie unnötig." Dana hob leicht die Augenbrauen, nickte dann jedoch. "Ob Sie es glauben oder nicht, ich kann es nachvollziehen." antwortete sie und lächelte wieder ein wenig. "Hoffentlich haben Sie einen schönen Abend.", war das letzte was sie sagte, bevor sie sich verabschiedete und Julia mit den Tüten zurück ließ.

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