[2er RPG] Burning Desire

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    • Für viele Menschen war eine Stadtführung etwas Unspektakuläres, vielleicht sogar etwas, was sie niemals selbst mitmachen würden, weil es ihnen zu langweilig war. Doch für Julia war es etwas neues und spannendes. Und die Tatsache, dass Carson bei ihr war, machte alles noch ein wenig besser. Es war schön zu sehen, wie sehr der Mann sich amüsierte und wie interessiert er dem Guide zuhörte. Außerdem schien er es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, ständigen Körperkontakt zu Julia zu halten. Wenn er nicht ihre Hand hielt, hatte er den Arm um ihre Schulter gelegt, als hätte er Angst, dass sie ihm unterwegs verloren ging. Eigentlich mochte Julia es nicht, wenn man sie einengte, aber bei Carson war das etwas anderes. Sie fühlte sich bei ihm geborgen und es war irgendwie süß, dass er versuchte auf sie aufzupassen. Auch wenn sie das ihm gegenüber nicht aussprach.
      Stattdessen kaufte sie ihm den kitschigsten und unmännlichsten Schlüsselanhänger, den sie im Souvenirladen finden konnte. Sie hätte ihm lieber etwas persönlicheres oder hübscheres geschenkt, aber sie fand sein ungewöhnliches Hobby so lustig, dass sie sich nicht zurück halten konnte. Und so kam es, dass Carson am Ende der Führung in Besitz eines kleinen Teddybären war, der ihn hoffentlich an ihren Ausflug durch New York erinnerte.

      Als die beiden das Restaurant verließen, in dem ihre Führung geendet hatte, war die Nacht bereits herein gebrochen. Auch wenn es in der Stadt nie wirklich dunkel war - bekanntlich schlief sie ja nie - herrschte nun eine ganz andere Stimmung. Julia verschränkte ihre Finger mit denen von Carson. "Ich hatte viel Spaß heute." antwortete sie auf seine Frage. "Obwohl ich sowas alleine wohl nie machen würde. Aber mit dir zusammen würde ich es sogar nochmal machen." sie lächelte zu ihrem Begleiter hinauf und hoffte, dass sie nicht rot wurde. Wann hatte sie das letzte mal etwas so kitschiges gesagt? Sie konnte sich nicht daran erinnern.
      Entspannt schlenderte Julia neben Carson durch die Straßen, bis sie auf einmal von einer Stimme angehalten wurden. "Na, wen haben wir denn da?" Die junge Frau sah sich verwundert um und ihr Blick fiel auf einen blonden Mann, der auf sie zukam und dabei selbstsicher grinste. Augenblicklich änderte sich Carsons Stimmung, sein Körper spannte sich an und er machte einen Schritt vor Julia, als wollte er sie vor dem fremden Mann abschirmen. "Was willst du, Cooper?!", noch nie hatte sie Carson in so einem Tonfall reden gehört. Er klang gereizt, wie ein Hund, der noch knurrte, sich aber bereits darauf vorbereitet dem anderen an die Kehle zu springen. Und dies wurde während des Rests ihrer Unterhaltung leider nicht besser - im Gegenteil. Julia bildete sich ein, die Anspannung in der Luft förmlich greifen zu können und die Wut, die in Carsons Stimme mitschwang ließ ihr einen kalten Schauer den Rücken hinunter laufen.

      Der Austausch der beiden Männer dauerte nur wenige Minuten, doch er kam Julia wie eine Ewigkeit vor. Als der Fremde endlich wieder zurück in eines der Gebäude gegangen war, stand die junge Frau ein wenig eingeschüchtert neben ihrem Begleiter, der sie keines Blickes würdigte. Man konnte ihm ansehen, dass er immer noch sehr aufgebracht war, was Julia sehr beunruhigte. Sie wusste nicht genau, wie sie mit der Situation umgehen sollte und so sagte sie nichts, sondern folgte Carson schweigend zum Wagen.
      Nachdem Austin angefahren war, herrschte im Inneren des Autors ein Schweigen, das so dick über ihnen hing, dass Julia glaubte sie würde daran ersticken. Aber sie traute sich nicht Carson anzusprechen. Sie hatte gerade eine Seite an ihm gesehen, die sie nicht einschätzen konnte und der ängstliche Teil von ihr wusste nicht, wie er sich nun verhalten sollte. Nervös faltete die junge Frau ihre Hände auf dem Schoß zusammen und sah aus dem Fenster. Wenn sie sich nicht bewegte und Carson nicht störte, würde er irgendwann sicher wieder ruhig werden und seine Wut nicht an ihr auslassen. Sie musste nur vorsichtig sein und ihn nicht verärgern, dann würde ihr bestimmt nichts passieren.
      Julia betrachtete die Lichter der Reklametafeln, die an ihnen vorbei zogen, während sie sich in ihrem Kopf immer wieder vorsagte, dass ihr nichts geschehen würde. Carson war so nicht. Er hatte immerhin versprochen, dass er sie beschützen würde. Und sie wollte ihm so gerne glauben, leider fiel es ihm im Moment sehr schwer.
    • Irgendwann streckte Carson seine Hand nach denen von Juliana aus. Aber das reichte ihm nicht und schon lag er auf der Rückbank, die Beine angezogen aufgestellt, der Kopf auf ihrem Schoß. Er griff hinauf nach ihrem gesicht. Sie hatte Angst. Hatte sie Angst vor ihm?
      "Hey", sagte er sanft und zwang sie sanft dazu, ihn anzusehen, "Tut mir leid. Es ist nur... dieser..."
      Er biss sich selbst auf die Zunge, um sich nicht Rage zu reden. Er hasste Cooper, ja, aber jetzt über ihn nachzudenken würde ihm nur Aufmerksamkeit geben, die er nicht verdiente.
      "Er ist kein netter Mensch und ich will nicht, dass er in deine Nähe kommt", sagte Carson kurz angebunden, als er sich wieder gefasst hatte, "Ich werde nicht zulassen, dass er dir zu nahe kommt."
      Er zog sie zu sich herunter und küsste sie liebevoll.
      "Dir wird niemals etwas passieren, solange ich da bin, Juli", schwor er an ihren Lippen.
      Mit der freien Hand spielte er an dem grässlichen Teddyanhänger herum, den sie ihm gekauft hatte. Dieses Ding bedeutete ihm jetzt schon mehr als das das meiste andere, was er besaß. Er hatte zwar keinen Schlüssel, an den er das Ding machen konnte, aber er würde schon ein Plätzchen für ihn finden.


    • Julia wusste nicht wie lange sie schweigend im Wagen gesessen und versucht hatte sich einzureden, dass ihr hier nichts passieren würde. Dabei war sie so sehr auf ihre eigenen Gedanken vertieft, dass Carsons Berührung sie völlig unerwartet traf. Erschrocken sah sie zu ihm und ein Teil von ihr befürchtete, dass sie nun doch seine Wut abbekommen würde. Doch die Hände des Mannes waren sanft und anstatt sie festzuhalten, legte er stattdessen seinen Kopf auf ihrem Schoß ab. Es war eine so kindliche und vertrauensvolle Geste, dass es Julia kurz die Sprache verschlug. "Tut mir leid. Es ist nur... dieser...", Carson hielt kurz inne, sein Kiefer spannte sich an, als würde er einige Schimpfwörter hinunter schlucken. "Er ist kein netter Mensch und ich will nicht, dass er in deine Nähe kommt. Ich werde nicht zulassen, dass er dir zu nahe kommt.", sagte er letztendlich und zog die junge Frau vorsichtig zu sich herunter, um sie zu küssen.
      Julia hatte ähnliche Aussagen schon von ihrem Ex-Freund gehört, doch die Worte klangen anders, wenn Carson sie aussprach. Er befürchtete nicht, dass sie ihn betrügen könnte, sondern war stattdessen um sie besorgt und wollte sie beschützen. Zumindest wollte sie das glauben.

      "Wenn du das sagst, dann werde ich vorsichtig sein und nicht in seine Nähe gehen.", sagte sie, da es in diesem Moment die richtige Antwort zu sein schien. Zwar glaubte sie nicht, dass sie den seltsamen Mann wieder sehen würde, doch sie wollte nicht, dass Carson sich weiter deswegen Sorgen machte. Sie strich mit ihren Fingerspitzen sanft über seine Stirn, bevor sie diese durch sein Haar wandern ließ. "Geht es dir etwas besser?" fragte sie, nachdem sie diese Bewegung für ein paar Minuten lang still wiederholt hatte. "Er hat dir nicht den Abend verdorben, oder?"

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    • "Würde ich mir von ihm die Laune verderben lassen, hätte er gewonnen und das steht ihm nicht zu", gab Carson zurück und grinste breit.
      Als ob er sich von seinem Cousin reinreden lassen würde. Sollte er es doch versuchen, Juliana würde er nicht bekommen! Und Cooper tat gut daran, es gar nicht erst zu versuchen, denn das würde ihm mehr schaden als Carson.

      Austin setzte die beiden vor dem Hotel ab. Carson half Juliana aus dem Wagen und legte dann gleich seinen Arm um sie, als müsste er sicherstellen, dass sie ihm nicht von irgendwem geklaut wurde. Ihm war bewusst, dass er gerade vielleicht ein bisschen zu besitzergreifend war, aber das war ihm egal. Lieber war er vorsichtig.
      Austin verabschiedete sich für die Nacht und verschwand mit dem Wagen. Er würde ihn wahrscheinlich im Parkhaus unterbringen und dann auf sein Zimmer gehen und irgendein Footballspiel oder sowas gucken. Carson wünschte ihm eine gute Nacht und bot Juliana an, sich noch ein bisschen in der Hotelbar rumzudrücken. Allerdings wies er ausdrücklich darauf hin, dass er keinerlei Versuche anstellen würde, zu verhindern, dass es wie das letzte Mal in einer Bar lief. Sie war einfach zu verführerisch.


    • Julia lächelte erleichtert, als Carson ihr den Arm um die Schulter legte, kaum dass sie aus dem Wagen ausgestiegen waren. Es erleichterte sie, dass seine Laune eindeutig wieder besser war und deshalb störte es sie auch nicht, dass der Mann wieder eindeutige Anspielungen machte, als er sie an die Bar einlud. Im Gegenteil - es war sogar schön zu sehen, dass er wieder zu seiner alten Form zurück gefunden hatte.
      Sie winkte Austin zum Abschied zu, der ihr mit einem kurzen Nicken antwortete, bevor er den Wagen davon fuhr. "Du weißt aber, dass unser erstes Treffen an der Bar nicht besonders gut lief, oder?" sagte sie schließlich und sah zu Carson hinauf. "Möchtest du wirklich dass ich wütend davon wandere und mich bei meiner Freundin über dich beschwere?" sie grinste und zwinkerte ihm zu, um zu zeigen, dass ihre Aussage nur als Scherz gemeint war. Inzwischen hatten sie den Eingangsbereich des Hotels erreicht, in dem ein Angestellter ihnen höflich die Tür aufhielt. "Ich hätte nichts dagegen noch kurz an die Bar zu gehen." sagte Julia schließlich, da sie ahnte, dass Carson mit ihrer ausweichenden Antwort nicht zufrieden sein würde. "Dann könntest du mir zeigen, wie du dich benimmst, wenn du keine fremden Frauen ansprichst."
    • "Das letzte Mal hat aber auch zu diesem Mal geführt", gab Carson nur selbstsicher zurück und schlenderte mit Julia in Richtung der Bar.
      Er ließ den Blick kurz durch das dämmrig beleuchtete Etablissement wander und zog die Blondine dann zu einer kleinen Sitzecke, die aus zwei bequemen, sich gegenüberstehenden Sesseln und einem kleinen Holztisch zwischen ihnen bestand.
      Der Geschäftsmann schnappte sich die Cocktailkarte und suchte ein bisschen darin herum, fand aber nichts, worauf er spontan Lust hatte. Also würde es wohl beim altbewehrten Scotch bleiben. Die Klassiker gingen immer.
      "Dir steht schlechte Beleuchtung", sagte er, als er über den Rand der Karte schielte.
      Schließlich legte er sie wieder auf den Tisch, überschlug die Beine und verschränkte die Finger ineinander, die Ellenbogen auf die Armlehnen gestützt. Sein blick ruhte einzig und allein auf der Frau vor ihm, die schon wieder zu leuchten schien. Er wollte, dass sie für ihn leuchtete...


    • Julia legte leicht den Kopf zur Seite, während sie über Carsons Antwort nachdachte. Wenn es nach ihr gegangen wäre, hätte sie damals das Hotel nie wieder betreten und den Geschäftsmann nie wieder gesehen. Inzwischen war sie froh, dass es anders gekommen war, auch wenn sie sich weigerte an Schicksal zu glauben. "Meinst du wirklich, dass es das letzte Mal war und nicht die Konferenz?" gab sie schließlich zurück, obwohl sie eigentlich nicht mit dem Mann diskutieren wollte. Am Ende würde er sowieso gewinnen- so wie er es bisher immer getan hatte "Und du solltest wirklich an den Sprüchen arbeiten, mit denen du Frauen aufreist..." flüsterte sie ihrem Begleiter zu, während sie an einer der Bedienungen vorbei zu der kleinen Sitzecke gingen. Erst nachdem sie die Worte ausgesprochen hatte, wurde Julia bewusst, dass sie das eigentlich gar nicht wollte. Wenn es nach ihr ging, würde Carson keine andere Frau mehr anmachen. Auch wenn es natürlich nicht ihre Entscheidung war.

      Nachdem sie in dem bequemen Ledersessel Platz genommen hatte, überschlug Juliana die Beine und sah in die Cocktail-Karte vor sich. Normalerweise würde sie etwas schlichtes bestellen, da sie sich mit Mixgetränken nicht gut auskannte. "Wenn du einer Frau einen Drink ausgibst, was würdest du ihr bestellen?" fragte sie ihr Gegenüber und warf ihm einen kurzen Blick über die Karte hinweg zu. Erst jetzt fiel ihr auf, dass Carson seine bereits zur Seite gelegt hatte und sie stattdessen so durchdringend anschaute, als wollte er durch sie hindurch sehen. Sie hatte diesen Blick schon ein paar Mal bei ihm gesehen und er verunsicherte sie immer ein wenig. "Ist etwas?" fragte sie deshalb vorsichtig und legte fragend den Kopf zur Seite.
    • "Nun", begann Carson absolut ruhig, ohne sich auch nur einen Millimeter zu bewegen, "Du kennst die Antwort darauf schon. Ich setze mich nebendran und bestelle das Gleiche noch einmal."
      Ein kleines Lächeln schlich sich auf seine Lippen, als er sich daran zurück erinnerte, wie ihr erstes Treffen in seiner Hotelbar abgelaufen war. Damals hatte er gedacht, es sei nur für eine nacht, aber als sie ihn auf ihre eigene Art abgelehnt hatte, hatte das irgendetwas in seinem Inneren eingeschaltet, von dem Carson gedacht hatte, es aus dem Stromkreislauf gerissen zu haben. Aber es war noch da. Und jjetzt gehörte es einzig und allein Juliana.
      "Wenn du dich nicht entscheiden kannst, dann nimm einfach den, der dich vom Obst her am ehesten anspricht."
      Völlig unverhohlen wanderte sein Blick über Julianas Körper. Unbewusst leckte er sich über die Lippen.
      "Erdbeeren", sagte er leise, "Ich will dich Erdbeeren essen sehen..."


    • Julia hob leicht die Augenbrauen. Ein Teil von ihr hatte bereits damit gerechnet, dass Carsons Antwort so ausfallen würde. Aber dem anderen Teil von ihr gefiel es nicht, dass er bei ihr nur eine seiner Maschen angewandt hatte, die er vermutlich schon bei hunderten von Frauen benutzt hatte. Je länger sie darüber nachdachte desto weniger bereute sie, dass sie ihn damals abblitzen gelassen hatte. Kurz schoss ihr durch den Kopf, dass er so etwas auch in Zukunft wieder tun könnte, der Gedanke gefiel ihr gar nicht. Er löste einen seltsamen, bitteren Geschmack in ihrem Mund aus und Julia fragte sich, seit wann sie so egoistisch geworden war.

      "Wenn du dich nicht entscheiden kannst, dann nimm einfach den, der dich vom Obst her am ehesten anspricht.", hörte sie Carson sagen und nickte automatisch. Sie brauchte wirklich etwas zu trinken, um in der Realität zu bleiben und nicht mehr über unangenehme Dinge nachzudenken. Allerdings fiel es ihr schwer sich zu entscheiden, da ihr Gegenüber sie noch immer intensiv musterte. Und auf einmal fiel ihr auf, dass in seinem Blick wieder der Ausdruck lag, mit dem er sie während ihres gemeinsamen Abendessens angesehen hatte. Er war so durchdringend, als wollte er direkt in sie hinein blicken - oder zumindest durch ihre Kleidung hindurch - und sorgte dafür, dass sich die junge Frau etwas unwohl fühlte.
      "Ich will dich Erdbeeren essen sehen..." Julia warf Carson einen fragenden Blick zu. Einen Moment lang glaubte sie, dass sie sich die leisen Worte nur eingebildet hatte. Doch als sie sah, wie seine Augen ihren Körper hinunter wanderten und er sich über die Lippen leckte, wurde ihr bewusst, dass er wirklich gesprochen hatte.
      Ein wenig unsicher strich sie sich eine Haarsträhne hinters Ohr. Sie wusste beim besten Willen nicht, was sie auf so eine Aussage erwidern sollte. "Nun... ich mag Erdbeeren.", sagte sie schließlich und kam sich etwas dumm dabei vor. "Ich könnte einen Dink mit Erdbeeren bestellen. Das wäre doch ein Kompromiss, oder?" bot sie an, auch wenn sie ahnte, dass sich Carson damit nicht zufrieden geben würde.

      Doch noch bevor ihr Begleiter eine Diskussion darüber anfangen konnte, dass Erdbeeren in flüssiger Form nicht mit dem Original zu vergleichen waren, erschien der Kellner an ihrem Tisch, um die Bestellung aufzunehmen. Innerlich dankte Julia ihm dafür, da er zumindest kurzfristig dafür sorgte, dass Carson seinen Blick von ihr lösen musste. Sie warf einen kurzen Blick in die Karte, da sie den Kellner aber nicht warten lassen wollte, beschloss sie ihr Versprechen einzuhalten und bestellte einen Strawberry Daiquiri. Vorsichtig sah sie zu Carson, doch sie konnte seinen Ausdruck nicht so recht deuten, auch wenn sie sich sicher war, dass es ihm gefiel wie gut sie auf ihn hörte.
      Und Carsons Wunsch sollte mehr in Erfüllung gehen, als Julia beabsichtigt hatte... Als nur wenige Minuten später ihre Getränke gebracht wurden, staunte die junge Frau nicht schlecht. Das elegante Glas, das mit dem fruchtig riechenden Cocktail gefüllt war, war am oberen Rand mit einer Erdbeere und rotem Zucker verziert, der im Licht der gedimmten Lampen glitzerte. Und als hätte Carson den Keller stumm seine Bitte mitgeteilt, stand das Glas dazu auf einem silbernen Teller, auf dem ebenfalls einige Erdbeeren angerichtet waren. Julia verzog leicht das Gesicht. Schon wieder sah Carson sie mit diesem fordernden Blick an und sie erkennte, dass sie gerade erneut in eine seiner Fallen getappt hatte. Sie hatte sich auf sein Spiel eingelassen und musste nun die Konsequenzen dafür tragen.
      "War das wirklich dein Ernst?", fragte sie vorsichtig, erkannte aber sofort, dass sie sich auf dieser Situation nicht mehr hinaus winden konnte. Es war ihre Bestellung und es wäre zu unhöflich sie wieder zurück gehen zu lassen, nur weil ihr die Dekoration nicht passte.

      Einige Sekunden lang zögerte Julia, bevor sie letztendlich beschloss, dass sie genauso gut die Erdbeere selbst essen konnte, bevor Carson ihr noch das letzte Bisschen Würde nahm und sie fütterte. Deshalb griff sie langsam nach der Frucht, die den Rand des Glases zierte. Ein letztes Mal sah sie die Erbeere an, als wäre sie vergiftet, steckte sie sich dann jedoch zur Hälfte in den Mund und biss ein Stück ab. "Und... bist du nun zufrieden?", fragte sie, nachdem sie herunter geschluckt hatte.

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    • "Nein."
      Carson lehnte sich vor und nahm sich eine de dekorativen Erdbeeren, um sie selbst zu kosten. Sie waren süß, aber nicht zu süß. Sie waren rot, aber nicht zu rot. Auch die Konsistenz war einwandfrei. Wenn man bedachte, welche Art von Kundschaft sich hier herumtrieb, dann war das allerdings auch zu erwarten.
      Der Geschäftsmann lehnte sich mit der verbliebenden Hälfte seiner Erdbeere zurück und zückte sein Smartphone, um Austin eine kurze Nachricht zu schreiben:

      Besorg mir einen Schokobrunnen.
      Küchenformat, keine ganze Parkanlage

      Das Telefon landete in seiner Tasche, die Erdbeere in seinem Mund, sein Blick wieder auf Julianas Lippen.
      "Daran müssen wir noch arbeiten", sagte er, nur halb im Scherz gemeint, "Aber für heute lasse ich dich damit in Ruhe. Nicht, dass ich dich noch mit diesen Köstlichkeiten verwechsle. Du bist eindeutig die bessere Wahl..."
      Er war sich durchaus bewusst, dass er gerade wieder viel zu dick auftrug, aber warum sollte ihn das interessieren. Juliana wusste, dass er nicht von ihr loskam und dass er gern übertrieb.
      Sein Blick rutschte weiter runter in ihren Schritt. Wie gern er sie jetzt kosten würde. Genau da...
      "Du machst mich wahnsinnig, Juli..."


    • Julia hatte sich gerade die andere Hälfte ihrer Erdbeere in den Mund gesteckt, als Carsons Worte dafür sorgten, dass sie beinahe das Kauen vergessen hätte. Sie war sich nicht sicher, was er noch üben wollte, aber es war bestimmt keine gute Idee ihn danach zu fragen. Im schlimmsten Fall würde er es ihr demonstrieren - direkt hier in der Bar, vor allen Leuten...
      "Aber für heute lasse ich dich damit in Ruhe. Nicht, dass ich dich noch mit diesen Köstlichkeiten verwechsle. Du bist eindeutig die bessere Wahl...", fuhr Carson fort und bestätigte sie damit in ihrer Vermutung. Wieder einmal ließ er seine Augen an ihrem Körper hinunter wandern und erneut traf der fordernde Ausdruck in seine Augen, den sie schon so oft bei ihm gesehen hatte. "Du machst mich wahnsinnig, Juli..."
      Unbewusst schlug die Blondine ihre Beine übereinander. Auf einmal fühlte ihr Mund sich sehr trocken an und sie nahm einen Schluck von ihrem Cocktail. Er schmeckte genauso gut wie er aussah. "Und du verunsicherst mich.", murmelte sie ehrlich und zog ihre Unterlippe in den Mund, um einige Tropfen des Dinks von ihr abzulecken, die dort hängen geblieben waren. "Du wirst dieser Sprüche niemals müde, oder?", sie hatte nicht vorgehabt zu lächeln, dennoch fühlte sie, dass sich ihre Mundwinkel leicht nach oben hoben. Inzwischen war sie seine Sprüche anscheinend schon so sehr gewohnt, dass sie diese belustigend fand.
    • Carson lächelte lasziv.
      "Sollte ich das denn?", stellte er die Gegenfrage.
      Bisher schien es Juliana nichts weiter als diese überforderte Schüchternheit entlockt zu haben. Sie wurde rot, senkte den Blick, kicherte leise in sich hinein... er mochte das. Sie war süß, wenn sie nicht wusste, wie sie mit dem umgehen sollte was carson ihr lieferte.
      "Juli, wenn du dich unwohl fühlst, sag es mir. Ich will nicht, dass du dich unwohl fühlst."
      Wieder lehnte er sic vor, wieder griff er über den kleinen Tisch, doch diesmal waren Julianas Hände sein Ziel, die er sanft, aber bestimmt in seine nahm.
      "Ich hab das im Auto ernst gemeint. Und auch das gestern Abend. Ich werde nicht zulassen, dass dir irgendetwas passierst, dass dich irgendjemand belästigt, dass dich irgendetwas runterzieht. Ich werde alles tun, was du von mit verlangst, alles, nötig ist, um dich glücklich zu machen."
      Er legte ihr eine hand an die Wange und zwang sie dazu, seinem Blick zu begegnen. Er wollte, dass sie ganz genau sehen konnte, wie ernst es ihm war.
      "Du musst es nur sagen", wisperte er.


    • Julia blickte in Carsons Augen, die so blau waren wie das Meer. Sie hätte den Blick nicht abwenden können, selbst wenn sie es gewollt hätte.
      Es war einer der seltenen Momente, in denen der Mann auf einmal ernst wurde und plötzlich so aufrichtig klang, dass Julia ihm wirklich glauben wollte. Und genau wie jedes andere Mal, traf dieser Stimmungsumschwung sie auch jetzt völlig unerwartet. Sie spürte seine warme Hand, die ihre umschloss und seine Fingerspitzen an ihrer Wange, die sie so vorsichtig berührten, als bestünde ihre Haut aus Porzellan. "Ich fühle mich nicht unwohl.", brachte sie nach einer kurzen Pause heraus, die ihr jedoch wie eine Ewigkeit vorkam. "Ich weiß einfach nicht genau, wie ich mich verhalten soll. So wie du hat mich noch nie jemand behandelt und ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll." Sie hätte gerne verlegen zur Seite gesehen, aber Carsons Blick hielt sie davon ab. "Im Gegensatz zu dir komme ich mir manchmal wie ein verunsichertes Kind vor und das ist peinlich."
    • Carson lächelte sanft und beugte sich noch weiter vor, um diese unglaubliche Frau zu küssen.
      "Sei doch einfach du selbst. Ich finde es süß, wenn du wie ein verunsichertes Kind bist. Dann nimmst du es mir nämlich nicht übel, wenn ich auf dich aufpasse und dich beschütze."
      Er lehnte sich zurück und kehrte wieder in seine Ursprungsposition zurück. Er leerte seinen Drink in einem Zug und bestellte sich noch einen, mit zwei Eiswürfeln.
      "Wäre es dir lieber, über etwas anderes zu sprechen, als Erdbeeren und meine Fantasie, wie du sie isst?", fragte er und schielte noch einmal zu ihren Lippen, ehe er sich selbst zusammenriss und ist wieder in die Augen sah.
      Lenke dich selbst nicht ab, dann kannst du auch ein ernstes Gespräch führen, ohne an Sex zu denken. Jetzt hast du an Sex gedacht. Oh Gott, das nimmt kein Ende mehr...
      Er räusperte sich und lächelte freundlich. Eine kalte Dusche wäre jetzt ganz praktisch, stattdessen aber fand er sich damit ab, an einem der Eiswürfel aus seinem Glas herumzulutschen. Es machte seine Zunge taub und lenkte ihn genügend ab. Geradeso.


    • Carsons Lippen waren weich und schmeckten noch ein wenig nach der Erdbeere, die er kurz zuvor gegessen hatte. Es war ein sanfter Kuss, nicht so fordernd wie die Blicke, die er ihr den ganzen Abend lang zugeworfen hatte. Julia spürte ein warmes Gefühl in ihrem Magen aufsteigen und sie hätte nichts dagegen gehabt ihren Begleiter noch ein wenig länger zu küssen. Aber genauso schnell, wie er sich zu ihr gebeugt hatte, lehnte er sich auch schon wieder zurück und griff nach seinem Glas. Julia tat es ihm gleich, da sie aber wesentlich langsamer trank als er, musste sie sich kein neues Getränk bestellen.
      "Wäre es dir lieber, über etwas anderes zu sprechen, als Erdbeeren und meine Fantasie, wie du sie isst?" Da war er wieder... der durchdringende Blick, der deutlich zeigte, woran Carson gerade dachte. Julia nahm noch einen Schluck von ihrem Cocktail, während sie überlegte, ob es falsch war, sich auf seinen Scherz einzulassen. Vermutlich.

      "Das kommt darauf an, worüber du sprechen möchtest.", sagte sie schließlich, während sie sich noch eine Erdbeere von ihrem Teller nahm. Kurz bevor die Frucht ihre Lippen berührte, hielt sie kurz inne und sah Carson an. "Wenn ich dir nicht antworten will, kann ich den Abend auch mit essen verbringen. Im Grunde kann ich also nur gewinnen." sie lächelte und biss dann endlich von der Erdbeere ab.
    • Carsons Augen verengten sich für einen kurzen Augenblick, als Juliana eine weitere Erdbeere aß. Dieser Schokoladenbrunnen stand besser in seinem Hotelzimmer, wenn er gleich wieder hinging!
      "Wenn essen weiterhin aus Erdbeeren besteht, fürchte ich, dass das nicht abendfüllend wird, Juli", sagte er vollkommen ernst und zwang sich erneut, den Blick von Julianas Lippen zu reißen.
      Er wusste, dass ermit dem Schwanz dachte, aber der hatte im Augenblick leider viel zu gute Argumente! Bequemes Bett, wunderschöne Frau, angenehmer Abend...
      Carson biss sich auf die Zunge. Kein Sex! Das kann doch nicht so schwer sein! Nur womit sollte er sich ablenken? Juliana war das einzig Interessante hier in der Bar und seine Gedanken wollten sich einfach nicht davon abhalten lassen, in diese eine Richtung zu gehen.
      "Ich bin gerade unglaublich scharf auf dich. Die Erdbeeren machen es nicht besser. Alles, woran ich denken kann ist, dich auf das Hotelbett zu werfen und dich zum Schreien zu bringen. Ohne die Hose auszuziehen."
      Er nippte an seinem Drink und begann damit, auf dem zweiten Eiswürfel herumzukauen.


    • Einen Moment lang spielte Julia mit dem Gedanken die angebissene Erdbeere wieder zurück auf den Teller zu legen, aber dann steckte sie sich die Frucht in dem Mund und aß sie wie ein trotziges Kind. "Ich verstehe dich manchmal nicht.", sagte sie während sie sich auf ihrem Stuhl etwas zurück lehnte und das Licht betrachtete, das sich in ihrem Getränk spiegelte. "Auf der einen Seite sagst du, dass du mich kennen lernen willst, aber immer, wenn ich dir das gerade abnehme, beweist du mir, dass du eigentlich nur herausfinden willst, was du alles mit mir in deinem Bett machen kannst... oder wo auch immer.", sie senkte die Stimme ein wenig, da sie die anderen Besucher der Bar wirklich nicht an ihrer Unterhaltung teilhaben lassen wollte.
      Sie richtete ihren Blick wieder auf den Mann ihr gegenüber und musterte ihn einen Moment lang. "Ich habe dir das bei unserem ersten Essen bereits einmal gesagt. Behandel mich bitte nicht wie eine der Hostessen, die du irgendwohin mitnimmst. Das ist sehr verletzend." Es war nicht einfach etwas so direktes zu sagen, da sie viele Jahre lang gelernt hatte keine Widerworte zu geben. Aber das kleine bisschen Stolz, das sie in den letzten Monaten im Frauenhaus zurückerlangt hatte, mochte den Gedanken nicht, dass Carson hier nur mit ihr saß, weil er darauf wartete, dass sie Sex mit ihm hatte.

      Sie nahm einen erneuten Schluck aus ihrem Glas, nur um festzustellen, dass es nun leer war. "Ich hatte einen wirklich schönen Tag und ich bin dir sehr dankbar, dass du ihn mit mir verbracht hast.", begann sie sanft und stellte ihr Glas wieder auf die Tischplatte. "Wenn das nun bedeutet, dass ich als Gegenleistung mit dir schlafen soll und dann der einzige Grund ist, wieso du mir einen Drink ausgibst, können wir die Sache auch abkürzen und gleich in deine Wohnung gehen... oder uns ein Zimmer nehmen. Dann möchte ich aber darum bitten, dass du mich morgen früh wieder nach hause bringen lässt." Julia konnte nicht leugnen, dass ihre letzte gemeinsame Nacht mit Carson sehr angenehm gewesen war und sie eigentlich nichts dagegen hatte so etwas zu wiederholen. Wenn das aber bedeutete, dass sie sich ständig von ihm bedrängen lassen musste, verzichtete sie lieber darauf. Vielleicht waren sie doch einfach zu verschieden.
    • Gerade noch hatte er krampfhaft nach einem Weg gesucht, sich nicht vorzustellen, wie Juliana ihn ritt. Jetzt brauchte er diese Ablenkung nicht mehr. Der glühende Schraubenzieher, der sich gerade in sein herz bohrte, reichte vollkommen aus.
      "Du bist keine Prostituierte, Juliana. Was lässt dich glauben, dass du das für mich bist? Dass ich all das nur tue, um mit dir ins Bett zu können?"
      Er stellte sein Glas auf dem Tisch ab und fuhr sich kopfschüttelnd durch die Haare. Hatte er etwas falsches getan? Es musste etwas sein, was er gesagt hatte, nur war sich nicht ganz klar, was. Sicher, er hatte ihr eben gerade erklärt, dass er mit ihr in die Kiste wollte, aber das war doch nur Ausdrucks eines Verlangens nach ihr gewesen.
      "Du bist keine Hostess. Und ich behandle dich auch nicht wie eine von denen. Du hast meine Wohnung gesehen. GUt, es war nur die hier in New York, aber niemand sieht meine Wohnung. Vor dir hat noch keine Frau mein Schlafzimmer betreten."
      Er presste die Kiefer aufeinander und überlegte fieberhaft, wie er das wieder in Ordnung bringen konnte.
      "Wenn du gehen willst, dann rufe ich Austin an. Er holt deinen Koffer und bringt dich zum Flugplatz", gab er dann allerdings nach und griff bereits nach seinem Telefon.
      Er drückte die Kurzwahltaste für Austins Nummer und hielt es sich ans Ohr. Zeitgleich bestellte er noch einen Scotch für sich, da er nach dieser Sache einen Drink brauchte. Kurzerhand bestellte er den Drink allerdings wieder ab, als ihm klar wurde, warum er diesen Drink wollte. Stattdessen verlangte er nach der Rechnung.


    • Julia legte leicht den Kopf zur Seite, während sie beobachtete wie Carsons Gesichtsausdruck innerhalb von Sekunden von verletzt, zu verwirrt und dann zu frustriert wechselte. Die Aussage seiner Begleiterin schien ihn völlig unerwartet getroffen zu haben und erst jetzt realisierte Julia, dass er in seinem Verhalten überhaupt nichts schlechtes sah. Vermutlich war es für ihn sogar normal.
      Natürlich sorgte sein gutes Aussehen und sein Erfolg dafür, dass ihm die Frauen in Scharen zu Füßen lagen. Sogar hier in der Bar hatten ihm bereits einige Damen interessierte Blicke zugeworfen. Die meisten von ihnen hätten sich sicherlich geschmeichelt gefühlt, wenn ihnen so ein Mann offen sagte, dass er mit ihnen schlafen wollte. Und dann wären sie ihm widerstandslos in sein Bett gefolgt. Oder auf die Toilette, oder in einen Besenschrank...

      Julias Gedanken wurden jäh unterbrochen, als Carson in sein Jackett griff und sein Handy heraus zog. "Wenn du gehen willst, dann rufe ich Austin an. Er holt deinen Koffer und bringt dich zum Flugplatz". Julias Augen weiteten sich erschrocken und für einen Moment lang wusste sie nicht, ob sie ihn so verletzt hatte, dass er sie rauswarf oder ob er beschlossen hatte, dass sie seine Zeit nicht mehr wert war. Beide Vorstellungen waren nicht angenehm, aber am schlimmsten war das kalte Gefühl, das in ihr Aufstieg und ihr zuflüsterte, dass sie Carson vielleicht nie mehr wieder sehen würde, wenn sie sich nun trennten.
      "Warte", noch bevor sie wirklich darüber nachdenken konnte, lehnte Julia sich über den Tisch und drückte Carsons Arm nach unten, den er gerade gehoben hatte, um sein Handy ans Ohr zu halten. "Es tut mir leid." Sie wusste nicht, ob er schon gewählt hatte, aber im Grunde war es ihr egal, ob Austin sie hören konnte. "Es tut mir leid. Das war ungerecht von mir.", wiederholte sie und sah dabei vorsichtig zu Carson hinauf. Sie hasste es sich zu streiten und deshalb tat sie das, was sie am besten konnte: Sie machte sich klar, wo sie einen Fehler gemacht hatte und entschuldigte sich dafür. Es war ein vertrautes Terrain, auf dem Julia sich sicher fühlte.
      "Ich hätte das nicht sagen sollen, nachdem du dir heute so viel Mühe gegeben hast.", erst jetzt merkte sie, dass sie bei ihrer Aktion von ihrem Stuhl aufgestanden war, um Carson besser erreichen zu können. Ein wenig verlegen setzte sie sich wieder, nahm jedoch nicht ihre Hand von seinem Arm. "Vermutlich meinst du das als Kompliment... es ist für mich nur schwer es auch so zu verstehen." Sie ließ ihre Finger auf seinem Arm nach vorne rutschen, bis sie auf seiner Hand zu liegen kamen. "Bitte, lass uns nach hause gehen... also zu dir nach hause. Wir sollten uns nicht so trennen." Sie erinnerte sich daran, dass Carson es nicht mochte, wenn sie sich entschuldigte und sie presste deshalb die Lippen zusammen, um sich davon abzuhalten etwas zu sagen, was ihn noch weiter verärgern könnte.
    • Für einen langen Augenblick schwieg Carson. Einen sehr langen Augenblick. er legte seine Hand auf Julianas und betrachtete das Bild. Ihm wurde klar, dass sie nicht so weitermachen konnten. Sie hatte Recht. Alles, woran er denken konnte, wenn sie bei ihm war, war sie beide nackt in seinem Bett. Er hatte ihr gesagt, er wolle ein Teil ihres Lebens werden, aber wie sollte er das schaffen, wenn er sie immer nur allein irgendwohin brachte und etwas mit ihr unternahm, was dann in einer gemeinsamen nacht endete? So funktionierte das nicht.
      Er beendete den Anruf bei Austin, steckte das Telefon weg und bezahlte die Rechnung. Als sie aufstanden, um zu gehen, legte er Juliana eine Hand um die Hüfte und lehnte seinen Kopf gegen ihren.
      "Ich hätte auf dich hören sollen, weißt du?", sagte er, als sie auf der Rückbank eines Taxis standen, dass er spontan herangewunken hatte.
      Er hielt Julianas Hand, die Finger ineinander verschränkt. Wieder malte er dieses Symbol auf ihre haut, wieder bekam er es gar nicht mit. Den Kopf hatte er auf die Rückenlehne gelegt, die Augen geschlossen.
      "Du hast mir gesagt, dass du aus einer anderen Welt kommst, dass du meine nicht verstehst. Du hattest Recht und ich hätte einfach auf dich hören sollen. Ich werde es wiedergutmachen, wenn du mich lässt. Nur bitte geh noch nicht, ja?"
      Er ließ seinen Kopf auf ihre Schulter sinken, als sei er plötzlich unendlich müde und nur die Nähe zu ihr könnte ihm erholsamen Schlaf verschwaffen.


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