Für viele Menschen war eine Stadtführung etwas Unspektakuläres, vielleicht sogar etwas, was sie niemals selbst mitmachen würden, weil es ihnen zu langweilig war. Doch für Julia war es etwas neues und spannendes. Und die Tatsache, dass Carson bei ihr war, machte alles noch ein wenig besser. Es war schön zu sehen, wie sehr der Mann sich amüsierte und wie interessiert er dem Guide zuhörte. Außerdem schien er es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, ständigen Körperkontakt zu Julia zu halten. Wenn er nicht ihre Hand hielt, hatte er den Arm um ihre Schulter gelegt, als hätte er Angst, dass sie ihm unterwegs verloren ging. Eigentlich mochte Julia es nicht, wenn man sie einengte, aber bei Carson war das etwas anderes. Sie fühlte sich bei ihm geborgen und es war irgendwie süß, dass er versuchte auf sie aufzupassen. Auch wenn sie das ihm gegenüber nicht aussprach.
Stattdessen kaufte sie ihm den kitschigsten und unmännlichsten Schlüsselanhänger, den sie im Souvenirladen finden konnte. Sie hätte ihm lieber etwas persönlicheres oder hübscheres geschenkt, aber sie fand sein ungewöhnliches Hobby so lustig, dass sie sich nicht zurück halten konnte. Und so kam es, dass Carson am Ende der Führung in Besitz eines kleinen Teddybären war, der ihn hoffentlich an ihren Ausflug durch New York erinnerte.
Als die beiden das Restaurant verließen, in dem ihre Führung geendet hatte, war die Nacht bereits herein gebrochen. Auch wenn es in der Stadt nie wirklich dunkel war - bekanntlich schlief sie ja nie - herrschte nun eine ganz andere Stimmung. Julia verschränkte ihre Finger mit denen von Carson. "Ich hatte viel Spaß heute." antwortete sie auf seine Frage. "Obwohl ich sowas alleine wohl nie machen würde. Aber mit dir zusammen würde ich es sogar nochmal machen." sie lächelte zu ihrem Begleiter hinauf und hoffte, dass sie nicht rot wurde. Wann hatte sie das letzte mal etwas so kitschiges gesagt? Sie konnte sich nicht daran erinnern.
Entspannt schlenderte Julia neben Carson durch die Straßen, bis sie auf einmal von einer Stimme angehalten wurden. "Na, wen haben wir denn da?" Die junge Frau sah sich verwundert um und ihr Blick fiel auf einen blonden Mann, der auf sie zukam und dabei selbstsicher grinste. Augenblicklich änderte sich Carsons Stimmung, sein Körper spannte sich an und er machte einen Schritt vor Julia, als wollte er sie vor dem fremden Mann abschirmen. "Was willst du, Cooper?!", noch nie hatte sie Carson in so einem Tonfall reden gehört. Er klang gereizt, wie ein Hund, der noch knurrte, sich aber bereits darauf vorbereitet dem anderen an die Kehle zu springen. Und dies wurde während des Rests ihrer Unterhaltung leider nicht besser - im Gegenteil. Julia bildete sich ein, die Anspannung in der Luft förmlich greifen zu können und die Wut, die in Carsons Stimme mitschwang ließ ihr einen kalten Schauer den Rücken hinunter laufen.
Der Austausch der beiden Männer dauerte nur wenige Minuten, doch er kam Julia wie eine Ewigkeit vor. Als der Fremde endlich wieder zurück in eines der Gebäude gegangen war, stand die junge Frau ein wenig eingeschüchtert neben ihrem Begleiter, der sie keines Blickes würdigte. Man konnte ihm ansehen, dass er immer noch sehr aufgebracht war, was Julia sehr beunruhigte. Sie wusste nicht genau, wie sie mit der Situation umgehen sollte und so sagte sie nichts, sondern folgte Carson schweigend zum Wagen.
Nachdem Austin angefahren war, herrschte im Inneren des Autors ein Schweigen, das so dick über ihnen hing, dass Julia glaubte sie würde daran ersticken. Aber sie traute sich nicht Carson anzusprechen. Sie hatte gerade eine Seite an ihm gesehen, die sie nicht einschätzen konnte und der ängstliche Teil von ihr wusste nicht, wie er sich nun verhalten sollte. Nervös faltete die junge Frau ihre Hände auf dem Schoß zusammen und sah aus dem Fenster. Wenn sie sich nicht bewegte und Carson nicht störte, würde er irgendwann sicher wieder ruhig werden und seine Wut nicht an ihr auslassen. Sie musste nur vorsichtig sein und ihn nicht verärgern, dann würde ihr bestimmt nichts passieren.
Julia betrachtete die Lichter der Reklametafeln, die an ihnen vorbei zogen, während sie sich in ihrem Kopf immer wieder vorsagte, dass ihr nichts geschehen würde. Carson war so nicht. Er hatte immerhin versprochen, dass er sie beschützen würde. Und sie wollte ihm so gerne glauben, leider fiel es ihm im Moment sehr schwer.
Stattdessen kaufte sie ihm den kitschigsten und unmännlichsten Schlüsselanhänger, den sie im Souvenirladen finden konnte. Sie hätte ihm lieber etwas persönlicheres oder hübscheres geschenkt, aber sie fand sein ungewöhnliches Hobby so lustig, dass sie sich nicht zurück halten konnte. Und so kam es, dass Carson am Ende der Führung in Besitz eines kleinen Teddybären war, der ihn hoffentlich an ihren Ausflug durch New York erinnerte.
Als die beiden das Restaurant verließen, in dem ihre Führung geendet hatte, war die Nacht bereits herein gebrochen. Auch wenn es in der Stadt nie wirklich dunkel war - bekanntlich schlief sie ja nie - herrschte nun eine ganz andere Stimmung. Julia verschränkte ihre Finger mit denen von Carson. "Ich hatte viel Spaß heute." antwortete sie auf seine Frage. "Obwohl ich sowas alleine wohl nie machen würde. Aber mit dir zusammen würde ich es sogar nochmal machen." sie lächelte zu ihrem Begleiter hinauf und hoffte, dass sie nicht rot wurde. Wann hatte sie das letzte mal etwas so kitschiges gesagt? Sie konnte sich nicht daran erinnern.
Entspannt schlenderte Julia neben Carson durch die Straßen, bis sie auf einmal von einer Stimme angehalten wurden. "Na, wen haben wir denn da?" Die junge Frau sah sich verwundert um und ihr Blick fiel auf einen blonden Mann, der auf sie zukam und dabei selbstsicher grinste. Augenblicklich änderte sich Carsons Stimmung, sein Körper spannte sich an und er machte einen Schritt vor Julia, als wollte er sie vor dem fremden Mann abschirmen. "Was willst du, Cooper?!", noch nie hatte sie Carson in so einem Tonfall reden gehört. Er klang gereizt, wie ein Hund, der noch knurrte, sich aber bereits darauf vorbereitet dem anderen an die Kehle zu springen. Und dies wurde während des Rests ihrer Unterhaltung leider nicht besser - im Gegenteil. Julia bildete sich ein, die Anspannung in der Luft förmlich greifen zu können und die Wut, die in Carsons Stimme mitschwang ließ ihr einen kalten Schauer den Rücken hinunter laufen.
Der Austausch der beiden Männer dauerte nur wenige Minuten, doch er kam Julia wie eine Ewigkeit vor. Als der Fremde endlich wieder zurück in eines der Gebäude gegangen war, stand die junge Frau ein wenig eingeschüchtert neben ihrem Begleiter, der sie keines Blickes würdigte. Man konnte ihm ansehen, dass er immer noch sehr aufgebracht war, was Julia sehr beunruhigte. Sie wusste nicht genau, wie sie mit der Situation umgehen sollte und so sagte sie nichts, sondern folgte Carson schweigend zum Wagen.
Nachdem Austin angefahren war, herrschte im Inneren des Autors ein Schweigen, das so dick über ihnen hing, dass Julia glaubte sie würde daran ersticken. Aber sie traute sich nicht Carson anzusprechen. Sie hatte gerade eine Seite an ihm gesehen, die sie nicht einschätzen konnte und der ängstliche Teil von ihr wusste nicht, wie er sich nun verhalten sollte. Nervös faltete die junge Frau ihre Hände auf dem Schoß zusammen und sah aus dem Fenster. Wenn sie sich nicht bewegte und Carson nicht störte, würde er irgendwann sicher wieder ruhig werden und seine Wut nicht an ihr auslassen. Sie musste nur vorsichtig sein und ihn nicht verärgern, dann würde ihr bestimmt nichts passieren.
Julia betrachtete die Lichter der Reklametafeln, die an ihnen vorbei zogen, während sie sich in ihrem Kopf immer wieder vorsagte, dass ihr nichts geschehen würde. Carson war so nicht. Er hatte immerhin versprochen, dass er sie beschützen würde. Und sie wollte ihm so gerne glauben, leider fiel es ihm im Moment sehr schwer.

