[2er RPG] I Hate You - I Love You

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • Alais

      Es war der richtige Moment, Luciel zu sagen, was ich wirklich in der Aula vor hatte, aber meine Brust verengte sich, genauso wie meine Kehle. Es bildete sich eine Angst, er könnte mich womöglich auslachen, oder kein Verständnis dafür haben, was ich tun wollte. Ein wenig schüchtern wurde ich dann schon und vor allem zurückhaltend, spielte nervös mit meinen Haaren und blickte meinen Freund an. „Ich wollte.. nur.. ein wenig auf dem Klavier üben..“,gab ich ehrlich zu und musterte meinen Freund im Gesicht. Er sah wütend aus, oder eher genervt, es musste wohl mit der Klasse zusammenliegen und dem verlorenen Geld, warum regte es ihn überhaupt auf? Ihm war es doch sonst auch immer egal gewesen, was andere von ihm dachten und sagten. „Du kannst auch nur eine Dreiviertel Stunde bleiben!“, sagte ich auf seine letzte Bemerkung hin und schmunzelte ein wenig. Ja, frech konnte ich noch sein..
      Es donnerte wieder und ich erschreckte mich für einen Moment, bevor ich kopfschüttelnd lachte. „Aber ich halte dich nicht auf, ich kann’s verstehen, wenn du kein Bock auf Schule hast..“. Es war die Wahrheit, doch ein Teil von mir erhoffte es sich einfach, dass er vielleicht einen anderen Vorschlag hatte. Er könnte mich ja jetzt zu sich einladen, wir könnten vielleicht ein wenig reden.. die letzten Wochen über hatte ich gefragt und ihn eingeladen, er hatte mir abgesagt gehabt, oder mich stehen lassen.. nun war es in seinen Händen mich vielleicht einzuladen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Als Alais davon sprach in der Aula auf dem Klavier üben zu wollen, sah ich sie perplex an. "Du hast ein Klavier Zuhause, warum willst du hier spielen?", ich verstand nicht so ganz was das sollte, aber gut musste sie wissen. Es war zwar ein wenig bescheuert als ihr Freund, aber ich hatte wirklich keine Lust mich ewig lang in die Aula zu sitzen, nur weil sie spielen wollte. Mir hatte der Tag für heute gereicht. Für gewöhnlich interessierte mich die Meinung der anderen Leute nicht, aber ich hatte in den letzten Wochen so viel Stress das es mir einfach viel zu viel wurde. "Entschuldige Süße, ich möchte nicht hier bleiben. Ich zwinge dich natürlich nicht deine Pläne zu verschieben, aber dann mach ich mich auf dem Weg. Falls es später immer noch regnet und du eine Fahrgelegenheit brauchst, ruf mich an.", bot ich ihr dann an. "Du kannst auch mit zu mir kommen, ich bin allerdings nicht im Besitz eines Klaviers. Such es dir aus.", daraufhin war ich dann an ihr vorbei gelaufen aus der Klassenzimmertür und wollte mich auf den Weg in das Foryeer der Schule begeben um endlich von hier weg zukommen. Ich frage mich bis heute noch, was zur Hölle ich hier eigentlich mache ...


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    • Alais

      Ja, der beste Moment, um Luciel von der Einladung zum Vorspielen löste sich in diesem Augenblick, in welchem er mich perplex ansah und kein Verständnis dafür hatte, dass ich hier bleiben wollte. „Ich habe zuhause ein Klavier.. und hier habe ich einen Flügel.. das ist, als würde ich fast schon ein Ukulele mit einer Gitarre vergleichen.. oder ein Banjo mit einer Gitarre..“, argumentierte ich sachlich und sogar relativ freundlich, aber es reichte nicht aus. Er lief an mir vorbei, ich bekam nichts. Keinen Abschiedskuss, kein Tschüss und auch kein Wuscheln durch mein Haar, welches ich doch vorher immer von Luciel bekommen hatte. Dazu kam es noch oben drauf, dass er mich ‚Süße‘ nannte. Wann hatte er es zuletzt gemacht?! Er nannte mich sonst Prinzessin. PRINZESSIN verdammt noch einmal und nicht Süße, wie bestimmt jedes andere Mädchen!

      Enttäuschung überrollte mich, aber ich schaffte es, meine Sachen einzupacken. Ich war die letzte.. „Ja, kein Problem, ich schreibe dir..“,murmelte ich mehr zu mir selbst, als zu irgendjemanden. „Nein, du brauchst dir keine Sorgen zu machen..“, murmelte ich weiter und verließ den Klassenraum. „Bis später, pass bitte auf dich auf.. es ist nass draußen..“. Ich seufzte laut und schlenderte in Richtung der Aula. Auf dem Weg nahm ich mein Handy raus und wählte eine bestimmte Nummer, nicht die von Luciel.. auch nicht die von meinem besten Freund. Es gab noch ein kleines Geheimnis, welches ich Luciel zusammen mit der Nachricht sagen wollte, dass ich zur Probe eingeladen bin. Ich traf mich nun mit Derrek.. nicht, weil ich wirklich was von ihm wollte, ich hatte erfahren, dass er ebenfalls auf der gleichen Schule studieren wollte und er ebenfalls eine Einladung bekommen hatte. Er war ein guter Sänger, hatte eine weiche, angenehme Stimme und er spielte Gitarre.. klar, mein Freund tat es auch, aber er ignorierte mich ja, warum sollte ich ihn fragen? Das Ziel meiner Treffen mit Darrek war es eigentlich, ein wenig üben zu können und eine direkte Meinung von jemanden zu bekommen, der sich mit Musik auskannte. Nun, er wollte bisher nichts weiter von mir und ich war eine theoretisch freie Frau, ich tat nichts verbotenes damit, mit ihm zu üben,Oder nicht?
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel
      Etwas war anders zwischen uns, dass erkannte ich natürlich auch. Die meiste Zeit ging mir Alais nur noch auf die Nerven und auch wenn ich versuchte freundlich zu sein, reichte es nicht aus. Ich erkannte ihre unzufriedenen Blicke, fragte mich was ich bitte sonst noch tun sollte und bemerkte immer mehr was nicht stimmte. Waren wir schon immer so extrem unterschiedlich und genervt voneinander? War sie schon immer so zickig gewesen und war ich schon immer so unfähig gewesen damit umzugehen? Irgendwie überforderte mich das Ganze komplett. Ich sollte mir wohl einen weiblichen Rat suchen ...
      Es glich mehr einer Flucht vor unserem Problem als ich mich von ihr verabschiedete, während ich auf ihre Worte lediglich nickte. "Bis dann...ich hoffe ich sehe dich dann bei mir.", danach war ich durch den Regen zu meinem Wagen gerannt.

      Zuhause angekommen warf ich mich direkt mit dem Gesicht voraus in die Kissen auf mein Sofa, während Simon lediglich die Brille auf seiner Nase hoch schob und schwer seufzte. Mein anderer Kumpel saß auf dem Boden und zockte. Irgendwie war mein Zuhause ein Treffpunkt für die Jungs geworden ohne das ich selbst davon wusste. "Luciel mal ehrlich, wenn du nicht glücklich mit ihr bist, dann rede offen mit ihr statt sie so zu behandeln. Du schiebst das eigentliche Problem nur vor dich hin.", erklärte mir Simon, während Kyle sich Chips in den Mund stopfte. "wstvt ich mfzu.", schmatzte er. "Schluck runter Idiot."
      "Ich sagte ich stimmte zu.", antwortete Kyle und sah mich vorwurfsvoll an. "Du bist begehrt. Such dir eben eine andere so wie früher, aber beende es ordentlich." Wie war das nochmal mit dem weiblichen Rat? "Wer zur Hölle hat gesagt das ich es beenden will? Es ist momentan nur kompliziert. Ich hab das Gefühl das wir absolut nicht mehr auf einer Wellenlänge sind.", ich schnappte mir eine meiner Zigaretten und machte mich auf dem Weg auf den Balkon. Kyle hatte Recht ... ich muss mit Alais reden, so ging das nicht weiter. Nur waren solche Gespräche absolut nicht meine Stärke.


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    • Alais

      Ich ließ mich erschöpft in der Aula auf der Bühne nieder und seufzte. Es fühlte sich an, als wäre ich einen Marathon gelaufen.. meine Gefühle spielten jedenfalls so verrückt. Ich wusste nicht mehr weiter, ich wusste nicht, wie ich Luciel alles noch einfacher klären sollte. In den letzten paar Wochen versuchte ich doch mehrmals mit ihm zu sprechen.. aber er hatte abgeblockt.
      Eine halbe Stunde wartete ich auf Darrek, bis er auftauchte und mich musterte. „Bist du wieder von dem idiot versetzt worden?“, fragte er vorwurfsvoll und kletterte auf die Bühne.
      „Nein, er hat mir heute noch nicht einmal hallo oder Tschüss gesagt.. als wäre ich Luft quasi..“. Ich seufzte genervt und ließ mir auf die Beine helfen, bevor ich mich zum Flügel setzte. Der Brünette musterte mich, er tat es in letzter Zeit sehr oft, vor allem wenn ich mich versuchte für Luciel ein wenig herauszuputzen. „Du hast Make-up drauf..“,stellte er fest und kniff die Augen ein wenig zusammen.
      „ich hatte gehofft, dass mein Freund es bemerkt, dass ich mich für ihn aufbrezle..aber er hatte mich nicht wirklich angesehen heute..“. Damit war das Thema beendet, denn ich griff zu meinen Noten und spielte drauf los.


      Drei Stunden waren vergangen, als wir mit der Probe durch waren. Ich seufzte zufrieden, wir hatten eine Menge geschafft.
      „Das war wirklich gut!“,stellte Darrek fest und drückte meine Schulter sanft, während ich meine Sachen einpackte. Ich nickte ihm mit einem Lächeln zu und holte mein Handy raus. Es fühlte sich gut an, dass die Probe heute gut gelaufen war, da war ich sogar bereit mit Luciel was zu machen. Ich wählte seine Nummer und schrieb ihm kurz:
      „Bin fertig. Wenn du also noch Lust hast..“.

      „Soll ich dich vielleicht nach Hause fahren?“. Ich sah auf und betrachtete ihn für einen Moment. „Ich denke, ich fahre jetzt mit dem Bus zu dem Idiot..“, so nannte er ihn immer. Ich war bereit rauszugehen, da hielt er mich auf. „ich kann dich auch so ein Stück fahren.. es regnet und auf den Bus zu warten ist scheiße..“.
      Letztendlich fuhr ich mit ihm zusammen zu Luciel, jedenfalls in die Richtung. Ich schrieb meinem Freund noch:
      „Wäre in fünfzehn Minuten da..“.
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    • Luciel
      "Warst du etwa jemals auf einer Wellenlänge mit einer Frau außer Rachel?", hakte Simon seufzend nach. "Ihr beide wart das perfekte Paar und du warst nie in so einer Verfassung. Was ist los Luciel, du warst doch so verknallt in Alais. Ich meine hallo? Handyhintergrund?", hakte sich Kyle mit ein während er weiter irgendwelche anderen Süßigkeiten die er nun zusätzlich gefunden hatte in sich hinein stopfte. Wo zur Hölle konnte er das eigentlich hin essen? Der Typ war ein totaler Lauch, dürr und nahm praktisch nie zu. Ich war bezüglich der Worte meiner Freunde fast schon ein wenig beleidigt. Natürlich war das mit Rachel eine ganz andere Geschichte gewesen, aber es hätte nicht sein sollen. Wir verstanden uns immer noch perfekt und sie war die einzige Ex mit der ich Kontakt pflegte. Außerdem mochte sie Alais und würde uns nie im Weg stehen. "Ich hab Alais immer noch als Hintergrund.", brummte ich fast schon verteidigend, packte mein Handy heraus um es peinlicher weise zu beweisen, wobei ich mich fragte warum ich das überhaupt tat. Ich meine mal ehrlich sie sind meine Freunde, aber das ging sie doch eigentlich überhaupt nichts an. Wenn ich eine Beziehungskrise hatte war das eine Sache zwischen mir und meiner Freundin.
      Als ich allerdings auf mein Handy blickte hatte ich eine Nachricht von der Kleinen tatsächlich auf dem Handy. Perplex las ich die Zeilen und seufzte leicht. "Ich denke ich werde jetzt mit ihr reden. Sie will vorbei kommen.", erklärte ich den Jungs, die daraufhin nickten. "Klär das Alter. Wir sind deine Freunde ob du es glaubst oder nicht, wir wollen das du glücklich bist." Simon klopfte mir verständnisvoll auf die Schulter woraufhin ich doch irgendwie lächeln musste. Egal wie viel ich auch schimpfte, ich liebte diese Kerle.
      "Danke.", murmelte ich leise und antwortete Alais auf ihre Nachricht.

      ´Natürlich. Soll ich dich holen?´


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    • Alais


      „Du bist nervös..“,stellte mein Fahrer fest und sah immer wieder zu mir, während ich mit meinen Fingern auf dem Amaturenbrett tippte.
      „Bin ich nicht..“,antwortete ich und zog die Hand wieder weg. Okay, ich war scheiße nervös. Ich wollte endlich mit Luciel einen reinen Tisch machen, dass war einfach die beste Möglichkeit, wenn nicht jetzt könnte es morgen auch schon zu spät sein. Er schrieb mir, ich seufzte innerlich und schrieb zurück.
      „Ich werde gefahren, Danke.. 10 Minuten..“.
      Ich schickte ihm noch ein Herz hinterher, was ich schon länger nicht gemacht hatte und eigentlich auch nicht machen wollte. Aber es war mir beim Tippen einfach rausgerutscht.. ich habe es geklickt, aber nun, dann war es halt so.

      „Er verdient dich nicht..“,sprach mein Fahrer und für einen Moment bereute ich es, dass er mich fuhr.
      „Warum nicht, du Allwissender?“. Ich war jetzt schon leicht genervt..
      „Guck dich mal an.. der Kerl meint es nicht einmal, dich abholen zu müssen.. und..“. Ich unterbrach ihn: „er hätte mich abgeholt..“.
      Darrek seufzte. „Guck mal wie hübsch du bist.. wie hübsch du heute aussiehst..“. Er sah noch immer immer wieder zu mir rüber. „Er kann es nicht einmal wertschätzen.. ich wette, es wird sich jetzt alles nur um Sex drehen und du sprichst sowieso nicht mit ihm..“. Ich verstummte, vielleicht weil er recht hatte.. vielleicht auch, weil ich nicht mit ihm über dieses Thema reden wollte. Am liebsten wäre ich zu meinem besten Freund gefahren..

      Vor dem Block, in welchem Luciels Wohnung sein sollte hielt er dann an. Ich schrieb meinem Freund, dass ich da wäre und nahm meine Sachen zusammen. „Danke, Darrek“. Ein Lächeln umspielte meine Lippen.
      „Viel Glück.. und wenn du nachher einen Fahrer brauchst..ich warte auf deine Nachricht“.
      Seufzend schlug ich die Tür zu und wartete auf eine Nachricht von Luciel.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel
      Sie wurde also gefahren? Ich erinnere mich nicht daran, dass Alais Freundinnen mit Auto hatte oder war es der beste Freund der mich angeblich hasst? Nun es interessierte mich nicht. Vorrangig war das ich mit ihr sprach. Wir müssten das Klären, bevor es noch in einem riesen Streit enden würde und dafür hatte ich bei aller Liebe die Nerven nicht. Meine Jungs waren glücklicherweise so verständnisvoll und waren gegangen, während mein Wohnzimmer dank Ihnen aussah wie in einer typischen Männer-WG - na vielen Dank. Seufzend sammelte ich die ganzen leeren Chipstüten und Bierflaschen ein, als mein Handy erneut vibrierte.
      ´Ich hole dich unten ab´
      schickte ich ihr als Nachricht zurück, stopfte das Zeug in den Mülleimer in meiner Küche und lüftete noch einmal schnell durch. Da 10 Minuten ziemlich schnell um waren, hatte ich mich schon direkt vor meine Haustür begeben und erkannte Alais wie sie aus einem Wagen mit einem Kerl stieg, den ich zuvor noch nie gesehen hatte. Er ging nicht auf unsere Schule, ob das dieser beste Freund war?
      "Hey.", begrüßte ich sie dann als sie sich mir näherte und hauchte ihr einen Kuss auf die Lippen. "Wer war das?", fragte ich sie interessiert und ging zu meiner Haustüre um dort aufzuschließen und mit meiner Freundin in den dritten Stock zu Laufen, in der sich meine Wohnung befand.


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    • Alais

      Luciel wartete schon unten auf mich, er musste damit sicherlich mitbekommen haben, dass ich von jemanden anderen gefahren wurde. Er küsste mich zur Begrüßung, was war jetzt mit ihm plötzlich los? Er hatte mich heute früh nicht einmal beachtet gehabt, aber vielleicht war es auch nur ein wenig..Eifersucht?
      "Es ist ein Kollege..",antwortete ich und zuckte mit den Schultern. "Er wollte nicht, dass ich beim Regen laufen muss..und fuhr zufällig in die Richtung..". Es waren vielleicht ein wenig zu viele Informationen, aber ich biss mir erst danach auf die Lippen.

      Luciel zeigte mir seine Wohnung, öffnete die Tür, bevor ich eintreten und mich umsehen konnte. Zuerst zog ich mir die Schuhe und die Jacke aus, bevor ich mich dann darauf konzentrierte mir alles genau anzusehen. Die Wohnung war richtig hübsch eingerichtet, für einen Mann natürlich. Jede Kleinigkeit sah ich mir genau an und lächelte vor mich hin. "Echt schön hier..",murmelte ich zwischendurch, bevor wir im Wohnzimmer ankamen und ich Luciel ansah. Es roch nach Zigaretten, auch wenn die frische Luft durch das offene Fenster kam. Es war jetzt meine Chance.. auch wenn mein Herz sich zusammenzog und es nicht wollte.
      Meine Augen musterten Luciel, dann setzte ich mich auf das Sofa und seufzte leise. "Wir müssen reden, Luciel..".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      "Ich habe dir angeboten dich zu fahren.", antwortete ich ihr, aber offenbar wollte sie nicht von mir gefahren werden. Das Verhältnis zwischen uns war angespannt und merkwürdig, anders konnte man es wirklich nicht definieren. Es war nicht mehr so wie es mal war, etwas hatte sich geändert. Ich wusste nicht genau welches Problem zwischen uns lag, aber es gab offenbar mehr als nur eines und wenn wir das nicht irgendwie klärten, würde es ein böses Ende nehmen. Ich würde mit ihr reden müssen, ob ich es nun wollte oder nicht.
      Zusammen mit ihr war ich also in meine Wohnung eingetreten. Auch wenn es eine reine Männerwohnung ohne sonderlich viel Deko war, war sie ordentlich. Nun abgesehen von dem Zeug das meine Jungs hatten stehen lassen. Das Wohnzimmer war eigentlich recht groß, ich besaß ein schwarzes Ledersofa und einen Glastisch. Mein Fernseher thronte auf einer weißen Kommode die mit blauen LED-Lichtern beleuchtet war. Eine Konsole war ebenso zu erkennen und meine Gitarren die ich liebevoll an der Wand hatte aufgehängt. Mein Wohnzimmer war mit der Küche verbunden, welche eher klein war, aber alles nötige besaß was ich brauchte. Alais schien es zu gefallen, als sie eingetreten war. "Danke, setz dich.", bot ich ihr an und deutete auf mein Sofa. Gerade als ich sie fragen wollte ob sie etwas Trinken wollte, hatte sie schon ausgesprochen. "Ich wollte ebenfalls mit dir reden."


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    • Alais

      „Ich weiß, dass du das hast.. aber ich saß schon in seinem Wagen, als du es mir angeboten hast..“,entgegnete ich, während ich mir die Wohnung ansah. Sie sah tatsächlich besser aus, als ich gedacht hatte, um ehrlich zu sein hatte ich das Victor nicht zugetraut, dass er das so hinkriegen würde.
      Ich setzte mich im Schneidersitz auf einen Teil des Sofas und betrachtete einen Moment lang die Inneneinrichtung, während Luciel mir deutlich machte, dass er ebenfalls mit mir sprechen wollte. Mein Blick blieb auf ihm haften, ich seufzte innerlich, jetzt gab es kein zurück mehr.

      „Irgendetwas mit uns läuft falsch“, sprach ich und räusperte mich, zog meinen Pullover ein wenig zurecht. „Ich meine, ich kann es sehr gut verstehen, dass du viel Stress mit dem Umzug hattest.. ich hatte mich oft genug angeboten, um dir zu helfen.. ich bin nicht so blöd, wie ich aussehe..ich kriege sehr wohl auch was hin..“. Der nächste Seufzer war dann doch deutlich zu hören. „hör mal, ich will dir keine Szene machen, obwohl ich genug Gründe dafür hätte.. ich habe kein einziges Mal eine Szene gemacht, als du mich einfach versetzt hast.. aber mir gefällt es nicht, wie du mit mir umgehst.. ich werde früh morgens nicht einmal begrüßt, es wird alles als Selbstverständlichkeit genommen und ich habe keine Ahnung warum..“. Jetzt sprudelte es einfach aus mir raus. Ich behielt den Blick auf Luciel. „Ich halte mich zurück und lass dich einfach tun, dann ist es falsch.. ich mische mich in deine Angelegenheiten, es ist falsch.. ich mische mich nicht in deine Angelegenheiten ein ist es genauso falsch! Wenn ich dir dann endlich sage was ich will, bin ich eine Zicke.. Gott Luciel, ich habe keine Ahnung mehr, was du willst, was ich tun soll und wie ich dich unterstützen kann.. klar, ich könnte die ganze Zeit schweigen und dir alles mögliche verheimlichen, aber das bin nicht ich.. keine Ahnung, gibt es eine andere? Hast du keinen Bock mehr auf mich? Sag es mir einfach, bitte.. dann werde ich wenigstens endlich mal eine Nacht durchschlafen können, ohne mir ständig Gedanken darüber zu machen, was bei uns falsch läuft..“. Mein Ton war relativ ruhig, mein Gesicht sah eher bedrückt aus.. ich hatte es ausgesprochen, was ich die letzten Wochen mit mir getragen habe. „Ich vermiss dich einfach.. uns.. auch wenn unsere Beziehung noch nie normal war..“.
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    • Luciel
      Ich wusste das ich dieses Gespräch hassen würde, es war schon vorprogrammiert das wir uns gegenseitig verletzende Worte ins Gesicht brüllen werden und keiner irgendwie Einsicht haben wird. Entweder läuft es nun komplett aus dem Ruder oder aber es bewirkt das Gegenteil und die Ehrlichkeit wird uns gut tun. Ich hoffte ja inständig, dass wir diese emotionale Blockade die wir beide im Moment hatten, mit diesem Gespräch einreißen würden.
      So hatte ich also meine Freundin los legen lassen. Im ersten Augenblick war ich von dem was sie sagte unfassbar genervt, aber ich versuchte mich zu beherrschen und sie auszusprechen zu lassen. Es war wichtig, dass wir uns alles sagten was uns gerade im Kopf vor ging und das ohne die Wahrheit zu verschleiern. Joey, ein alter Schulfreund, sagte mal das Streit ebenso gesund für eine Beziehung ist und man mit seinem Partner auch diskutieren können muss, damit es funktioniert. Es sei hierbei zu erwähnen, dass seine emotionalen 5 Minuten hatte und so weise Ratschläge selten kamen, außer er hatte getrunken.
      Ich wartete also ab, bis sie fertig war und rang innerlich mit mir jetzt nicht direkt eine Rauchen zu gehen. Aber ich hielt mich zurück. "Es gibt keine andere.", antwortete ich zunächst um damit anzufangen. "Gäbe es eine, hätte ich es dir gesagt. So ehrlich solltest du mich zumindest einschätzen." Ich fuhr mir ein wenig überfordert durch das dunkle Haar und lies mich auf dem Sofa nieder. "Alais ich bin nicht alleine mit meinem Verhalten. Du bist im Moment furchtbar anstrengend. Du sagst du gibst mir Zeit aber das tust du nicht, du erwartest und erwartest und erwartest. Ich kann nicht für alles was du tust Verständnis haben oder von allem beeindruckt sein. Wenn ich dir sage, dass ich meine Ruhe brauche, habe ich direkt 5 verpasste Anrufe auf meinem Handy. Wenn ich dir nicht jeden Tag sage, wie wundervoll du bist, bekommst du direkt Defizite. Ich weiß auch das du eine wundervolle Musikerin bist, aber Alais bei aller Liebe ich muss nicht ständig bei allem was du tust dabei sein. Mir hat dieser Umzug gut getan, es war nichts gegen dich, sondern einfach mal um Zeit mit meinen Jungs zu verbringen. Es fehlt mir. Meine Jungs fehlen mir, meine alte Schule fehlt mir. Für mich war es nicht einfach in der neuen Schule und plötzlich eine Beziehung zu führen. Ich wollte mein altes Leben zurück, aber ich wusste das es dir gegenüber nicht fair ist, also hab ich einfach etwas Zeit für mich gebraucht. Zeit die du aber nicht akzeptiert hast. Es ging immer nur um dich und wenn ich mal nicht so reagiert habe, wie du es dir in den Kopf gesetzt hast, war ich das Arschloch. Verdammt Alais ich habe dir von Anfang an gesagt, dass ich kein perfekter Freund bin und es auch nie sein werde. Ich kann nicht so reagieren wie du es immer willst." Es war aus mir ebenso viel heraus gesprudelt wie es aus ihr und vielleicht war das auch richtig so. Vielleicht mussten wir uns diese Dinge einfache sagen.
      Seufzend griff ich nach ihren Händen. "Ich vermisse dich auch, das kannst du mir glauben. Ich will diesen Streit nicht."


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    • Alais

      Ich ließ Luciel aussprechen, allein, weil er mich aussprechen lassen hat. Dennoch musste ich seufzen, weil er das alles missverstanden hatte, was ich getan hatte und es vermutlich deshalb zum Streit kam. Wir haben uns beide missverstanden.. definitiv.
      „Moment mal..“,sprach ich, nachdem Luciel fertig war und runzelte ein wenig die Stirn. „Okay, hier ist echt was falsch gelaufen.. ich habe gar nicht so gemeint.. nichts davon habe ich egoistisch gemeint..“. Ich schüttelte ein wenig den Kopf und fuhr mir dieses Mal auch durch die Haare. „Ich habe alles mit einem Gedanken an dich gemacht.. das war gar nicht so.. ich habe dich genervt, ob du nicht was mit mir tun möchtest um dich abzulenken.. ich hatte mir Gedanken gemacht, für einen schönen Abend.. zu zweit.. du kannst mir nicht sagen, dass du nicht auch untervögelt bist.. und ich habe dich nur so oft angerufen, weil du mich versetzt hattest Luciel.. ich nerve dich doch nur damit, dass du überall dabei bist damit wir wenigstens ein wenig Zeit miteinander verbringen.. und mit meinen Nachrichten habe ich dich nur genervt weil ich dir helfen wollte beim Umzug! Ich wollte dich damit nicht allein lassen.. verdammt Luciel, ich habe nichts davon böse gemeint..“. Ein wenig verwirrt und enttäuscht war ich dann doch von der Situation. „Warum hast du nicht einfach mit mir geredet? Ich habe dir doch von Anfang an gesagt, dass ich für gewöhnlich nicht das normale Mädchen bin.. ein normales Mädchen hätte dich schon längst verlassen, glaub mir“. Ich hob meine Augenbraue und nickte, um den Sarkasmus in meiner Stimme zu unterstützen. „Ich habe versucht mit dir zu reden, aber du hast mich abblitzen lassen.. jedes Mal.. und heute habe ich mich hübsch für dich gemacht, ich wollte die ganze Zeit mit Dir Neuigkeiten feiern.. die ich erfahren habe, aber du hast mich nicht einmal mehr begrüßt.. und dann habe ich mich scheiße Verhalten und.. wir sind beide echt behindert..“.
      Ich seufzte. Es war unnötig jetzt dem anderen die Schuld zu geben, wir waren neue Schuld. „Wir haben uns denke ich.. einfach nur sehr missverstanden..“. Dieses Mal blickte ich wieder Luciel in die Augen und lächelte sogar sanft. „Es tut mir leid, Luciel..“.
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    • Luciel

      "Aber ich will nicht überall dabei sein müssen Alais. Rund um die Uhr Nachrichten, Anrufe ... ich bin echt durchgedreht. Ich wollte einfach eine Zeit allein sein, den Kopf frei bekommen. Wenn mein Kopf voll ist, bin ich unausstehlich und ...", seufzend rieb ich mir durch das Haar und sah meine Freundin lange Zeit an. "Alais du bist jeden Tag wunderschön, du kannst nicht von mir erwarten das ich jede Kleinigkeit bemerke. Das kannst du eigentlich von keinem Mann erwarten. Wir sind keine Frauen, denen gleich ein neues Make Up oder neue Frisuren auffallen. Die Männer die so etwas direkt bemerken, sind entweder sehr eigenartig oder wollen dich ins Bett bekommen und erzählen dir dafür auch das der Himmel grün ist." Ich schüttelte leicht den Kopf und griff nach den Händen meiner Freundin. "Es tut mir auch Leid. Du hast damit Recht, dass ich mit dir darüber hätte reden sollen." Ich versuchte mich hier mit ebenso mit ihr zu versöhnen, hoffte inständig das wir beide es nun ein wenig besser auf die Reihe bekamen. Es war ja nicht so das ich Alais nicht liebte, ganz im Gegenteil. Sie war mir weiterhin wichtig, ich liebe und brauche sie. Allerdings war ich schon immer ein egoistischer Mensch und brauchte meine Freiräume. Sobald man mich einengte, war ich unausstehlich. Ich tue oft Dinge die ich gar nicht so meine und meistens endet das in einem absoluten Chaos. Wie jetzt. "Was sind das denn für Neuigkeiten, die du mir erzählen wolltest?", fragte ich sie dann ehrlich interessiert. Vielleicht würde es ja wieder wie vorher zwischen uns werden. Ich wollte jedenfalls daran glauben und vielleicht tat es Alais auch.


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    • Alais

      Ich hatte natürlich irgendwie vorausgesetzt, dass Luciel es verstehen würde, dass ich mich nur um ihn sorgte, aber er tat es nicht, denn er war ein Mann und mit seiner Ansprache konnte er mir die Augen öffnen. Er war ein nur Mann, dass musste man einfach mehrmals betonen, ich hatte einfach ein wenig zu viel von ihm verlangt, deutlich zu viel, deshalb musste ich seufzen, als er nach meinen Händen griff. "Mein Gott.. Luciel.. Rede das nächste Mal einfach mit mir, bitte.. Sag mir direkt, dass du einfach Zeit für dich brauchst und versetze mich nicht einfach so..okay?". Ich seufzte noch einmal, aber ein Lächeln bildete sich auf meinen Lippen, während meine Hände seine festhielten. Lange musste ich nicht überlegen, dann beugte ich mich vor und drückte meine Lippen auf seine, um diese Versöhnung irgendwie offiziell zu machen. Ich ließ auch seine Hände los und ignorierte zunächst seine Frage, einfach nur um meine Hände auf seine Wangen zu legen und ihn leidenschaftlich zu küssen. Es war ein wundervolles Gefühl, sich mit ihm endlich wieder versöhnen zu können, als wäre mir einfach ein Stein vom Herzen gefallen.
      Damit ich jedoch nicht allzu unhöflich wirkte, ließ ich den Herren auch mal wieder los und sah ihm in die Augen. Ein breites Lächeln bildete sich auf meinen Lippen. "Ich habe dir etwas verschwiegen..", fing ich an und lehnte mich auch wieder zurück auf meinen Platz. "Ich.. Hatte mich für die renommierte Universität für Musik und Kunst beworben.. und ich hatte dich ein paar Mal mit Nachrichten genervt.. weil.. sie mich zu einem Vorsingen und zu einem Vorspiel eingeladen haben.. Als eine von dreißig anderen Leuten..".
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    • Luciel

      Ich nickte auf ihre Bitte hin und grinste leicht. "Ich werde mich daran halten. Sei du nur so gut und bombardiere mich nicht jeden Tag mit Nachrichten okay? Du bedeutest mir sehr viel, auch ohne hundert geschriebene Worte am Tag." Das war natürlich nicht böse gemeint, lediglich eine Bitte und sie hatte ja gesagt, ich solle ihr in Zukunft solche Dinge sagen. Ich war erleichtert das wir uns alles mehr oder weniger von der Seele geredet hatten. Bei ihrer zärtlichen Berührung auf meiner Wange, schloss ich sogar einen Moment die Augen und genoss das sanfte Gefühl. Ich hatte es ehrlich gesagt tatsächlich vermisst. Ich hatte sie vermisst. Erst als sie sich zu mir beugte um mich zu küssen, hatte ich sie direkt in meine Arme gezogen und erkundigte mich nach den Neuigkeiten die es gab. "Ich erinnere mich.", murmelte ich nachdenklich und blickte sie dann mit großen Augen an. "Du bist angenommen? Das sind fantastische Neuigkeiten Alais! ich freue mich sehr für dich." Zärtlich küsste ich ihr in das volle Haar, legte meine Arme weiterhin um sie während ich das schöne Gefühl genoss. Ich ging einfach mal davon aus, dass sie angenommen worden war, sonst würde sie daraus ja wohl kaum so einen Wirbel machen oder? Hoffentlich irrte ich mich damit jetzt nicht ... "Du...wurdest doch angenommen oder?"


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    • Alais

      Er freute sich, er freute sich wirklich und ich musste selbst breit lächeln. Über seine bitte konnte ich nur nicken, ich würde ihm viel mehr Freiraum lassen und ihn nicht mehr so viel nerven, wie bisher, auch wenn ich es nicht so empfand.
      Ich lächelte ein wenig verlegen und wartete die Reaktion meines Freundes ab. „noch nicht ganz.. es haben sind mehrere hundert Personen beworben.. und es gibt nur exakt maximal dreißig Plätze.. ich muss Vorspielen und vorsingen, live.. vor dem Rektor und den Lehrkräften.. wenn es ihnen auch in live gefällt, habe ich den Platz sicher.. verkacke ich es, wird mein Platz jemandem anderen gegeben..“. Ich seufzte leise. „Deshalb übe ich in letzter Zeit sehr viel.. es heißt schon was, dass sie mich eingeladen haben..und wir können auch alle dreißig einen Platz bekommen, aber mein Platz steht noch in Klammern...“. Meine Hand strich wieder über seine Wange, die leichten Stoppeln, die aus der Hand ragten. „Und wenn ich ihn bekomme.. könnte ich ein Stipendium kriegen.. du bist auch mit der erste und mit der einzige, der davon weiß.. nicht einmal mein bester Freund weiß davon, ich wollte es..nämlich Dir als erster sagen..“.
      Ich schluckte und biss mir leicht auf die Lippe, während ich den Herren betrachtete.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel
      Während mir Alais erklärte wie genau dieses Vorsingen statt fand, hatte ich sie auf meinen Schoss gezogen und ihr schweigend zugehört. "Nicht ´wenn´du wirst ihn bekommen,Prinzessin.", antwortete ich ihr zuversichtlich und genoss die kleinen Streicheleinheiten, welche sie mir schenkte. "Wenn du es möchtest, werde ich da sein und dich anfeuern. Ich gebe einen ziemlich heißen Cheerleader ab.", schlug ich ihr lachend vor und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. "Dann ist mein kleines Geschenk das ich für dich habe sogar passender als ich erwartet habe." Ich schob sie sanft von meinem Schoss und stand auf. "Warte kurz." Daraufhin war ich in mein Zimmer verschwunden und mit einer kleinen weißen Schachtel zurück gekehrt, die ich ihr in die Hand drückte. "Ich hab es in einem Laden gesehen und fand es sehr passend. Sieh es als Glücksbringer." In der kleinen Schatulle befand ich eine silberne Kette mit einem Notenschlüssel der in ein Herz eingearbeitet war. Ich stand zwar nicht auf so kitschige Sachen, allerdings hat selbst mir die Kette gefallen und ich musste sofort an Alais denken. Das ist doch ein gutes Zeichen oder? "Mach es auf."



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    • Alais

      Ein wenig rot wurde ich dann schon, als mein Freund mich wieder mit den typischen Kosennamen ansprach. Wie lange ich das nicht mehr gehört habe.. Ich hatte es wirklich vermisst, dass er mich wie eben seine Prinzessin behandelte, da kamen so langsam die schönen Gefühle hoch. "Du kannst gerne mein Cheerleader sein!". Ich grinste letztendlich, seine Zuversicht half mir ein wenig meine Ängste, die ich bezüglich des Termines hatte zu bekämpfen. Auf seinem Schoß zu sitzen verhalf dem sowieso noch viel mehr, ich war bereit ihm alles zu verzeihen, was passiert war, wenn ich es nicht schon längst getan habe. Doch, ich habe es schon längst getan.
      Ein wenig skeptisch wurde ich allerdings, als Luciel sich erhob und meinte, er hätte was für mich. Das war scheinbar die kleine Überraschung, von der er heute in der Pause gesprochen hatte.. Lange brauchte er allerdings nicht, dann drückte er mir eine Schatulle in die Hand. Ich runzelte ein wenig die Stirn, er meinte, ich solle es aufmachen aber ich konnte mir nicht vorstellen, was er da für mich geholt hatte. Mein Freund war definitiv nicht romantisch, er konnte somit alles mögliche sein.. Ich öffnete es dennoch und war im selben Moment, im welchen ich die Kette erblickte, total sprachlos. Luciel schenkte mir eine Kette, eine sehr wunderschöne Kette, die mich in einem Zeichen beschreiben konnte.
      Mein Blick schoss zu ihm hoch, dann sah ich wieder auf die Kette. Ich konnte mir doch nicht vorstellen, dass Luciel das ernst meinte, dass er mir so etwas schenkte.. Aber ich machte keinen großen Fass auf, ich schmunzelte einfach nur breit, mit den leicht rosigen Wangen und hielt sie ihm hin. "Machst du sie mir um, bitte?". Es war eine einfache Bitte, ich wartete ab, bis Luciel dieser nachging, bevor ich mich ihm um den Hals warf, um ihn einen Kuss, als Dankeschön zu geben.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel
      Nun tatsächlich war eine Herzchenkette alles andere als üblich für mich, aber auch ich konnte solche Geschütze auffahren wenn mir danach war. Die Kette hatte zu meiner Freundin gepasst und vielleicht wollte ich innerlich schon viel früher mit diesem Streit abschließen. Ich war nicht talentiert in einer Versöhnung die sich rein auf Worte bezog. Auf den Mund gefallen war ich zwar noch nie, aber liebe versöhnende Worte lagen mir nicht unbedingt. Vielleicht hatte ich daher schon diese Kette gekauft, die seit sicherlich zwei Wochen in meiner Nachttischschublade lag und auf den richtigen Zeitpunkt wartete. Ich war dankbar das Alais diesbezüglich keine weiteren Worte verlor. Sie wusste, dass ich mir damit nicht gerade leicht tat und hatte mich lediglich gebeten ihr die Kette anzulegen. Einer Bitte der ich sehr gerne nach kam. "Natürlich." Ich nahm ihr die zarte silberne Kette aus der Hand und legte ihr diese um den schmalen Hals. Ein kleiner Kuss auf ihren Halsrücken konnte ich mir dann doch nicht nehmen lassen, schloss danach aber den Verschluss der Kette, so das ihr das Schmuckstück schön am Hals an lag. "Es steht dir.", flüsterte ich leise und deutete auf den Hausflur, in welchem sich ein Spiegel bei der Garderobe befand. "Möchtest du sie dir ansehen?" Bevor ich meine Worte zu Ende sprechen konnte, hatte sich ein rosahaariger Wirbelwind schon um meinen Hals geworfen. Lachend drückte ich sie an mich. "Gerne Prinzessin.", erwiderte ich ihre Art Danke zu sagen und schenkte auch ihr einen Kuss.


      ღ For my lovely Warlock ღ
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