[2er RPG] I Hate You - I Love You

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    • Alais

      Ich hätte mit einer ganz anderen Reaktion seitens meines Freundes gerechnet, aber nie und nimmer mit so etwas.. heißem und schon ein wenig romantischen. Er zog mich noch näher zu sich und küsste meinen Hals, ich schmolz einfach dahin und seufzte halblaut.„Ich brauch nicht eifersüchtig zu sein.. und wenn ich es irgendwann bin, wirst du es deutlich spüren“. Seine Nähe machte mich ein wenig sanfter, ich brauchte so nicht hart durchzugreifen, aber es war schwer wenige wirklich zuzugeben. Nun, ich versprach ihm, immer ehrlich zu sein..
      „Nun, vielleicht ein wenig.. aber nur, weil sie so süß ist.. ich glaube, ich würde ihr selbst verfallen..“. Ich seufzte wieder und schüttelte ein wenig den Kopf, bevor ich mir die Pommes von meinem Freund klaute. Er beugte sich vor, biss von dieser selbst ab und mein Mund war seinem so nah, aber gleichzeitig so fern. Mein Herz fing an zu rasen.. ich hatte das Gefühl, dahin zu schmelzen, während sich die Mädchen am Nachbartisch nicht entscheiden konnten, ob sie weggucken oder weiter schauen sollten.
      Provokant sah ich Luciel in die Augen und griff mit einer Hand langsam nach den Pommes, um sie ebenfalls in den Mund zu nehmen. „Willst du wirklich nicht mit mir Schwänzen?“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      "Ach nein?", hauchte ich ihr spielerisch ins Ohr, bemerkte genau die Blicke seitens des Nachbartisches, welche so rote Köpfe besaßen, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis sie anfingen zu dampfen. Herrlich! So etwas liebte ich ja, Leute aus der Fassung zu bringen. Das meine Freundin ebenso reagierte, sich immer noch von mir entwaffnen lies und so dahin schmelzte, war für mich das höchste der Gefühle. Ich liebte das und ich liebte ihre Reaktion auf mich ungemein. "Ich stehe drauf wenn du eifersüchtig bist.", daraufhin küsste ich erneut sanft ihren Hals und grinste sie spielerisch an. "Ach du wechselst zum anderen Ufer, obwohl du mich haben kannst? Ich bin schockiert." Ich löste mich erst von ihr, als sie mir eine Pommes klaute und ich mir diese auf meine Art wiederholte. Zufrieden biss ich auf der Pommes, ehe sie wohl erneut einen Gegenangriff plante, welchen ich mir einem heißen Grinsen kommentierte. "Wenn ich immer nachgebe wäre es doch langweilig.", schnurrte ich auf ihre Bitte hin zum schwänzen. "Es macht viel mehr Spaß, wenn du dich den ganzen Tag nach mich verzerrst und es kaum abwarten kannst, als wenn du es gleich haben kannst.", schnurrte ich ihr zu, was den Mädels wohl den Rest gab, denn diese starrten uns so hochrot an, dass sie schnell aufstanden und den Tisch verließen.


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    • Alais

      Ich wurde nicht rot, wenigstens gelang mir das, denn innerlich war die Hölle los. Meine Gefühle waren durcheinander, am liebsten hätte ich Luciel die Klamotten ausgezogen und wäre über ihn gefallen, er brachte mich einfach um den Verstand und das wusste er ganz deutlich. Er hatte einfach eine Ahnung, was er mit welcher Aktion anstellte und das fühlte sich ungemein gut an, auch wenn es doch ein wenig unangenehm war, wenn alle dabei zusehen konnten. Andererseits.. Es war ihm egal, also konnte es auch mir egal sein.
      „hmm..“,überlegte ich für einen Moment, als er meinte, ich würde zum anderen Ufer wechseln. „Nein.. ich könnte nicht auf dich verzichten“. Er löste sich nicht sofort von mir, was mir die Möglichkeit ließ, mit meinen Lippen sanft seine Wange zu streichen..
      Ich biss mir auf die untere Lippe, musste aufpassen nicht allein bei dem Gedanken, was wir nachher anstellen könnten zu seufzten, oder vielleicht auch sanft zu stöhnen. Das würde sicherlich nicht so gut ankommen, die Mädels verzogen sich schon. Daraufhin konnte ich nur blöd grinsen, beugte mich aber vor und strich über Luciels Brust, bevor ich meinen Mund an sein Ohr bewegte. „Wenn du so weiter machst.. reiße ich dir die Klamotten vom Leib“.
      Ein braves Lächeln war auf meinen Lippen zu sehen, als ich mich von meinem Freund entfernte, den Blick aber nicht von ihm las. Vielleicht muss ich doch gar nicht eifersüchtig sein, scheinbar interessiert er sich wirklich mehr für mich, als für andere Mädels.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Es machte Spaß dieses kleine Spiel zwischen uns. Es war ein Spiel das ich liebte und mir deutlich mehr lag, als dieser romantische Quatsch. Ich war leider kein romantischer Mensch. Natürlich würde ich meiner Freundin Blumen kaufen oder sie auf ein Date einladen, aber ich tat mir mit dem Ganzen extrem schwer. Die meisten Frauen stehen auf arrogante Kerle, aus welchem Grund auch immer. Sind sie aber dann mit einem zusammen, ist die Hölle los. Niemand will mit einem Mann zusammen bleiben, der es nicht mal auf die Reihe bekommt Händchen zu halten. Da bin ich auch nicht unbedingt der Typ für, aber zugegeben gebe ich mir für Alais echt Mühe. Wehe die Kleine weiß das nicht zu schätzen. "Natürlich kannst du nicht auf mich verzichten. Ich bin scharf.", schnurrte ich ihr amüsiert ins Ohr. Es waren eben diese Spielereien, welche ich an ihr so liebte. Sie konnte auf solche Dinge eingehen, hatte ebenfalls ihren Spaß und machte mit. "Mh, das genau vergöttere ich so an dir.", grinste ich sie an, gab ihr einen Kuss auf die Stirn und deutete auf unser Essen. "Lass uns Essen Süße, zugegeben verhungere ich gerade tatsächlich." Ich drehte mich also zu meinem Essen nach unserem heißen Flirt, zwinkerte ihr frech zu und begann zu Essen. Unsere Pause endete immerhin demnächst und davor wollte ich wenigstens etwas im Magen haben. Hungrig war ich nicht zu Höchstleistungen fähig, das bezog sich auch aufs Ärgern. Nur mal so am Rande erwähnt. Das wir beide aus den Augenwinkeln erneut beobachtet wurden, fiel mir allerdings nicht auf. Vielleicht wäre es besser gewesen, ich hätte all diese kleinen Dinge zuvor bemerkt ...


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    • Alais


      Mit einem Lächeln auf den Lippen widmete ich mich meinem Essen zu und aß auch liebend gerne den Salat, auch wenn es wirklich abscheulich war. Hier schmeckte so gut wie gar nichts, doch neben Luciel zu sitzen machte einfach alles besser. Vielleicht war ich einfach viel zu verknallt in ihn? Er hatte jedenfalls eine magische Wirkung auf mich, ich konnte sie so wirklich nicht in Worte fassen, es war schon etwas.. magisches..
      Aus dem Augenwinkel heraus bemerkte ich, dass jemand zu uns rüber starrte.. Ich bemerkte dieses rosa Haar, welches fast schon in den Augen schmerzte, bei diesem Licht in der Cafeteria.. Ich sagte Luciel nichts, er würde es sicherlich nicht gern haben, wenn ich jetzt eine auf Drama machen würde, somit schwieg ich. Im Nachhinein weiß ich, dass es schlauer gewesen wäre, es von vorne herein anzusprechen, dann hätte ich mit Sicherheit einigem vorbeugen können, aber ob mein Freund mich so wirklich ernst genommen hätte?

      Nach der Pause zog ich ihn mit mir mit, ich nahm den längeren Weg, um ihm noch einen Kuss zu stehlen, bevor ich vor ihm in die Klasse lief. Ich bemerkte aber nicht, dass mir jemand von hinten scheinbar Messer in den Rücken werfen wollte, nur um mich aus dem Weg haben zu können.. Aber jetzt seien wir mal ehrlich, wer konnte Luciel schon widerstehen?
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Mal ehrlich niemand würde erwarten, dass er einen Stalker hat oder? Natürlich war mir aufgefallen das ein rosaner Haarschopf welcher nicht meiner Freundin gehörte öfter um mich herum schlich, aber ich dachte mir nichts dabei. Wozu auch? Dann war das Mädchen eben in den 5 Minuten Pausen, während ich Rauchen war ebenfalls auf dem Pausenhof obwohl sie nicht rauchte und starrte mich während des Unterrichts pausenlos an. Irgendwann gewöhnt man sich an alles und selbst nachdem ich sie angeschrien hatte, tat sie es weiterhin. Wozu also unnötige Nerven verschwenden? Wenn es die Kleine glücklich macht, meinetwegen. Wie allerdings Alais damit umging war wieder ein ganz anderes Thema und sie diesbezüglich zu fragen, war mir dann doch etwas zu ungemütlich. Wer hätte gedacht, dass der kleine Zwerg richtig unheimlich werden konnte, wenn ihr etwas nicht in dem Kram passte? Und offenbar hatte sie das zierliche Mädchen mit dem Porzellangesicht und den großen blauen Augen schon direkt auf Ihrer ´Dich hasse ich übrigens auch ´-Liste. Bislang war ich der Meinung, dass nur ich so eine Liste führte. Nun ... man konnte sich bekannt irren.
      Ohnehin hatte ich momentan genug anderes zu tun, als mich darum auch noch zu kümmern. Es hatte einen geschlagenen Monat gedauert, meiner Mutter die Nachricht beizubringen, dass ich dieses Mal garantiert ausziehe und nicht wieder wegen irgendeinem Liebeskummer ihrerseits zurückkommen werden. Die Beziehung mit Alais Vater hielt überraschend lange, auch wenn ich der festen Überzeugung bin das sie irgendwann in die Brüche gehen würde. Das war kein Pessimismus, sondern pure Erfahrung. Auf Grund des Umzugsstress, hatte ich meine Jungs öfter zu Gesicht bekommen als meine Freundin und wir gehen immerhin in eine Klasse. Die Jungs halfen mir beim packen, umziehen und renovieren. Glücklicherweise war die neue Wohnung welche mir Simon organisiert hatte ziemlich gut in Schuss und man musste nicht noch Zeit mit Streichen verbringen. Lediglich die alten Möbel hatten mir die ein oder andere Migräne verursacht und wir durften sämtliches Zeug austauschen, neu kaufen und durch die Gegend schleppen. Ich hatte während einiger Tage auch den Unterricht geschwänzt, weil ich sonst kaum Zeit gefunden hätte alles mit dem Vermieter und sonstigem abzuklären. Es war ein einziges Drama und offenbar hatte meine Klasse zwischenzeitlich irgendwelche blöden Gelder gesammelt für Projekt ´Mir unbekannt´. Nicht das es mich interessieren würde, aber irgendein erneutes Drama war ausgebrochen und das Geld verschwunden, kaum war ich seit langem mal wieder in der Schule. Offenbar Grund genug für die Meisten anzunehmen, dass ich lange Finger bekommen hätte und mal eben geklaut hätte - vielen fucking dank auch.
      "Was hast du gesagt, Arschloch?", fauchte ich genervt und packte einen meiner Mitschüler am Kragen seines beschissenen Polohemdes. Schmieriges Arschloch mit hässlichen zurück gegelten Haaren und Zahnpastelächeln. Aus welchem schlechten Film war der bitte entsprungen?
      "Ich sagte nur, dass es verdächtig ist das, dass das Geld gerade dann fehlt wenn DU wieder hier bist. Und jetzt lass mich los!" der Idiot begann daraufhin vor sich hin zu strampeln, so dass ich ihn grob los ließ und er so auf seinen Hintern auf dem Boden landete.
      "Was will ich mit eurem fucking Geld, du Pisser?"
      "Kannst du dich auch normal unterhalten?!", kläffte er zurück. "Ist doch klar, dass jeder glaubt das du es warst!"
      "Hör auf damit!". Perplex blickte ich zu der neuen rosahaarigen Schülerin, die sich offenbar als echter Popularität-Magnet entpuppt hatte. Nicht mal nach einem Monat war die Kleine unfassbar beliebt, war Präsidentin irgendeines Schulclubs und war mit dem Großteil der Schule bereits befreundet. Ich wusste nicht ob ich beeindruckt sein sollte oder ob mir das eher Angst machte.
      "Aber Alice...du verteidigst ihn?", stammelte der Junge perplex, woraufhin auch ich sie skeptisch ansah.
      "Du hast keine Beweise und solche Anschuldigungen sind sehr verletzend.", antwortete Alice und drehte sich zu mir, um etwas zu sagen, woraufhin ich nur den Kopf schüttelte.
      "Lass gut sein.", ich winkte ab und setzte mich daraufhin genervt auf meinen Platz, musste aber zugegeben das ihr Verhalten irgendwie ... nett war. Wann war das schüchterne Mädchen eigentlich so selbstbewusst geworden?


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    • Alais

      Die Wochen gingen verdammter schnell herum und ich musste zugeben, dass ich ein wenig an der Beziehung mit Luciel zweifelte. Klar, er war mit dem Umzug beschäftigt und klar,er hatte auch viel zu tun, aber wie sollte ich mich fühlen, wenn er mir ständig absagte, weil etwas anderes wichtiger war. Dabei wollte ich nicht viel, ich wäre sogar bereit mitzuhelfen, ihm zur Hand zu gehen und letztendlich nur neben ihn einzuschlafen.. aber selbst das war nicht in Ordnung, ich sollte die Jungs noch nicht kennenlernen, dafür gab es wann anders Zeit.
      Wir sahen uns kaum die letzten vier Wochen, aber ich schob kein Drama, nicht ein einziges Mal hatte ich einen Streit angefangen, ich sagte Luciel eher direkt, was mich ankotzte. Er nahm es nicht ganz ernst, wie es schien, letztendlich wollte er selbst in den fünf Minuten, die er fürs Rauchen nutzte alleine sein, da sah er selbst die Neue, die ganz weit oben auf meiner Hassliste stand, viel mehr, als mich und ich war noch so etwas wie seine Freundin. Er würde bald auch ganz oben auf der Liste stehen, wenn er so weiter machen würde, aber noch nahm ich alles in Ruhe einfach auf und sagte mir, dass es sich bessern würde, wenn er umgezogen war. Daran hielt ich fest, es sollte doch schon nächste Woche sein, wenn ich mich nicht irrte..

      Na gut, ich war auch nicht ganz fair, was die Beziehung anging..ich verheimlichte so gut wie jedem, den ich kannte, dass ich tatsächlich einen möglichen Platz an der Musikhochschule bekam, an der ich mich beworben hatte. Sie waren interessiert und luden mich zu einem Vorstellungsgespräch ein, oder eher einem Vorspielen und Vorsingen, der Termin war aber erst in einem Monat.. ich nahm mir fest vor, Luciel es zu sagen, aber wir hatten bisher keinen Abend für uns alleine, er war entweder totmüde oder hatte gar keine Zeit für mich. Die andere Sache war auch noch die.. die Schule lag eine gute Stunde entfernt und nach seinen Vorstellungen, dass ich zu ihm ziehen würde nach der Schule würde es nicht gerade einfach sein ihn zu verklickern, dass ich unter der Woche womöglich in der Schule wohnen würde, wenn unsere Beziehung überhaupt so lange halten würde. Zumal dieses rosa etwas mir tierisch auf den Geist ging.. sie war überall, saß immer neben Luciel, wenn ich nicht da war und sah ihn von morgens bis nachmittags ständig an.. als ich Luciel noch einmal erwähnt hatte, dass sie auf ihn steht hatte er es nur abgewunken aber ich hatte schon ein wenig Angst, vor allem nachdem er sich so zurück gezogen hatte. Hoffentlich würde es sich alles legen...

      Ich kam ein wenig später als sonst in der Klasse ab, seit Luciel mal in der anderen Wohnung übernachtete, um alles fertig zu kriegen musste ich anfangen mit dem Bus zur Schule zu fahren, was irgendwie ok war. Ich setzte mich auf meinen Platz neben ihn und seufzte, wenigstens ließ die Kälte nach. „Morgen..“,begrüßte ich meinen Freund und zog meine Sachen aus, um ihn anschließend einen Kuss auf die Wange zu drücken. Ich bemerkte die bedrückte Stimmung.. „Was ist los?“.
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    • Luciel

      War die komplette Klasse nun verrückt geworden? Also starrten sie mich an als wäre ich der Teufel in Person. Zugegeben war ich nicht gerade ein Engel, aber selbst die Mädchen die mich sonst anfunkelten, starrten mich an als hätte ich ihnen weiß der Teufel etwas angetan. Das war doch ein schlechter Witz. Wozu bin ich heute überhaupt aufgestanden? Ich hätte direkt im Bett liegen bleiben sollen und dieses schwachsinnige Teenager-Drama wäre mir erspart geblieben. Es war zwar irgendwie süß das sich Alice für mich einsetzte, aber eine ganze Klasse zu beruhigen würde wohl deutlich länger dauern als nur ein paar Minuten. Sie sah mir besorgt hinterher als ich zu meinem Tisch zurückkehrte, während sie der Klasse direkt eine Moralpredigt hielt. Ob ich mich bei ihr später bedanken sollte? Jetzt im Moment jedenfalls war meine Stimmung an ihrem offiziellen Tiefpunkt angelangt. Als hätte ich nicht genug andere Probleme im Moment. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll und nun auch noch irgendein pubertärer Schwachsinn? Wenn sie in mir den bösen Mann sehen wollte - bitte. Genervt spielte ich mit meinem Bleistift auf dem Tisch, lies ihn auf der Fläche hin und her rollen nur um nicht direkt wieder abzuhauen, da spürte ich einen sanften Kuss auf der Wange. Mein Blick wanderte zur Seite und entdeckte meine Freundin welche sich zu mir setzte. Richtig mit Alais lief es im Moment auch eher etwas holprig. Ich meinte es nicht böse mit dem Zeitmangel, aber ich wollte mich wirklich erst um alles andere kümmern und da ich schon immer eher der Einzelgänger war, war die Inanspruchnahme meiner Freundin für solche Aufgaben eher ungewöhnlich für mich. Dafür hat man seine Freunde und um ehrlich zu sein, war es deutlich witziger einfach Jungsabende nach der Arbeit zu haben, ein paar Bierchen zu trinken und zu zocken. Dennoch war ich dankbar für ihre Sorge, weswegen ich auch versuchte so ruhig es ging zu antworten. "Ich hasse diese Klasse.", antwortete ich patzig und lehnte mich mit verschränkten Armen am Stuhl zurück. "Offenbar ist euer beschissenes Geld für was auch immer flöten gegangen und ich darf dafür herhalten, nur weil euer Kassenwart zu dumm ist seine Aufgabe zu erledigen."


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    • Alais

      Ich seufzte innerlich, natürlich musste mich die schlechte Laune Luciels treffen und nicht eine nette Begrüßung, die ich mir seit Tagen erhoffte. Er war nicht mehr der selbe, er zog sich zurück und auch wenn er nie sehr romantisch war, so hatten wir nun gar nichts mehr. Nicht einmal ein Lächeln für mich, weil ich seine Freundin war, war drin, weil diese beschissene Laune natürlich vor allem stand,vor allem vor mir. Alles stand inzwischen an einer wichtigeren Stelle, als vor mir, aber ich sagte nichts. Ich hatte schon einmal versucht mit Luciel drüber zu reden aber.. er hat es nicht wirklich verstanden oder wollte es nicht verstehen. Es brach mir schon fast das Herz und ich konnt nicht wirklich sagen, ob da noch irgendetwas außer der negativen Gefühle da war.
      Luciel antwortete mir, da hörte ich schon die ersten Kommentare von den Reihen weiter hinter mir.
      „Du solltest mal deinen Freund besser erziehen, Alais“. Ich verdrehte regelrecht die Augen, denn die Art und Weise, wie mein Name ausgesprochen und in die Länge gezogen wurde schon ganz schön kindisch war. Eigentlich wollte ich mir auf die Zunge beißen, aber ich war schon wieder genervt von dem Tag, der gerade erst angefangen hatte, aber ich konnte meine Gefühle so ein wenig laufen lassen.
      „Und du solltest mal lieber deine beschissene Klappe halten.. bevor ich mich vergesse...“. Ich sagte selten etwas, seit ich mich von der Mädchenclique distanziert habe, es war für die klasse verwundernd, dass ich überhaupt etwas sagte.. UND Luciel in Schutz nahm. Sie waren still, wenigstens für einen Moment, in welchem ich mich fassen und meine Bücher rausholen konnte. Dann fing der Unterricht auch an, es waren alle dazu gezwungen leise zu sein, aber hinten hörte ich wieder dieses blöde kichern und am liebsten wäre ich einfach aufgestanden und nach Hause gegangen. Dann dürfte ich mir aber sicherlich von Luciel einen Vortrag anhören, dass ich ständig vor Problemen weglief, dabei tat er es! Er hatte sich nicht einmal mit mir hingesetzt und darüber geredet, dass er nun keine oder nur wenig Zeit für mich haben wird, er sagte einfach nur noch ab.. und nachdem ich aufhörte zu fragen kam auch nichts mehr von ihm. Ich glaube, das war nicht einmal mehr eine Beziehung, die wir führten..
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    • Luciel

      Es kotzte mich an, all diese ganzen Idioten hier. Warum zur Hölle hatte ich nur die Schule gewechselt? Das hatte ich mich praktisch jeden Tag gefragt, seit ich hier war. Ich hatte meine alte Klasse geliebt und das soll bei jemanden wie mir schon etwas heißen. Ich hatte Alais erklärt, weshalb ich so genervt war, aber keine sonderliche Reaktion diesbezüglich erhalten. Auch gut. In letzter Zeit war sie ohnehin eingeschnappt, weil ich nicht so viel Zeit mit ihr verbrachte wie sie gerne hätte. Ja, gut ich hätte mehr Zeit aufbringen müssen das sehe ich ja ein, aber ich bin einfach nicht der Typ für diesen ganzen Kitsch. Das war ohnehin abgesehen von Rachel meine längste Beziehung, aber zugegeben auch meine komplizierteste. Seufzend wollte ich gerade etwas zu ihr sagen, wenigstens dieses Drama mit ihr gerade biegen, da hatte so ein Idiot sich direkt einmischen müssen. "Quatsch meine Freundin nicht so dumm von der Seite an, wenn du ein Problem mit mir hast.", antwortete ich ich dem Kerl genervt, auch wenn Alais meiner Meinung nach gut reagiert hatte. Dennoch schien auch sie nicht die beste Laune zu haben, weswegen ich das Gespräch vorerst nach hinten verschob. Ohnehin hatte sich nun auch der Lehrer eingeklinkt und die Klasse war gezwungen endlich die Klappe zu halten. Ich war noch nie so froh, einen Lehrer zusehen. Mathe gehörte zwar nicht zu meinen Lieblingsfächern, aber ich war dennoch gut darin weswegen es mir also egal war. Der Unterricht hätte sich meinetwegen noch ewig ziehen können, immerhin war so zumindest das Thema vorerst auf Eis gelegt. Es hinderte aber die Klasse nicht daran mich weiterhin dumm anzustarren. Gott, wie mir das alles auf den Sack ging. Als es endlich zur 5 Minutenpause klingelte, hatte ich mir direkt meine Jacke geschnappt und wollte einfach nur noch meine Zigarette genießen, bevor ich jemanden endgültig aus dem Fenster werfe. Da Alais allerdings aussah, als würde sie das am liebsten mit mir tun, drehte ich mich zu ihr. "Ich gehe rauchen, willst du mitkommen?"


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    • Alais

      Ich hätte mir am liebsten ins Gesicht geschlagen, um zu prüfen ob ich wirklich wach war, oder es nicht doch ein Traum von mir war. Natürlich, am liebsten hätte ich darauf gehofft, dass das letzte halbe Jahr nur ein Traum war, denn so langsam bereute ich fast jede Entscheidung, die ich getroffen hatte. Aber es war kein Traum, es war eine weitere Mathestunde, anderthalb Stunden Ruhe vor der Klasse, der dämlichen Alice und vor allem vor Luciel. Auch wenn er meinte mich beschützen zu müssen.
      Die Doppelstunde war aber leider irgendwann rum, ich war bereit meine fünf Minuten mit einem Buch zu verbringen, wie die letzten Wochen und meinen Apfel dabei zu essen, aber Luciel sprach mich an und sofort Schoß mein Blick zu ihm. Er hatte mitten beim Gehen angehalten,ein wenig perplex sah ich ihn an. Am liebsten hätte ich bitter gelacht, das war sowas von ironisch, aber stattdessen schnappte ich mir meine Jacke und folgte meinem Freund raus. Kaum waren wir draußen schon zog ich die Jacke noch enger an mich und verstecke mich vor der Kälte, die draußen noch herrschte.
      „Wem darf ich für die Ehre danken? Dem Präsidenten?“,fragte ich ziemlich sarkastisch bevor ich über den Schulhof sah. „Oder doch gleich dem Papst?“. Ich hatte den Sarkasmus von Luciel abbekommen, er machte dauernd solche Bemerkungen,aber mein Blick ging zu Luciel und ich wartete drauf, was er mir sagen wollte.
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    • Luciel

      Natürlich war mein Einfluss auf Alais eine absolute Katastrophe. Es war kein Wunder das die Leute davon sprachen, dass ich ihr alles andere als gut tat. Ihr Vater hasste mich immer noch und wäre meine Mutter nicht die Frau welche der Mann liebte, dann hätte er mich sicherlich schon nachts irgendwann auf der Straße erschlagen. Es würde wie ein Unfall aussehen und seine Tochter wäre wieder das liebe Kind das er sich wünschte. Ich weiß das ich alles andere als Boyfriend-Material bin. Ich hasse es zu sein wie andere mich gerne haben wollen und vielleicht lag mein mieser Charakter auch einfach daran, dass mir dieser Umzug hier her nicht gut getan hatte. Abgesehen davon das ich Alais kennen gelernt hatte, war es hier schrecklich für mich. Ich hätte nie gedacht meine alte Schule zu vermissen, meine alte Klasse, meine Freunde und dieses Gefühl wurde von Tag zu Tag immer stärker. Jetzt kamen diese Idioten zum krönenden Abschluss auch noch darauf, dass ich irgendwelches Geld geklaut hatte nur weil ich die letzten Tage nicht da war - vielen fucking dank auch.
      "Du kannst mich gerne König nennen, das würde mir besser gefallen.", antwortete ich der Rosahaarigen trocken und zündete mir meine Zigarette in Ruhe an. Es war nicht einmal eine Minute die wir draußen verbrachten da war Alice hinaus in die Kälte gekommen, ohne Jacke und lediglich in ihrem dünnen weißen Pullover, der ihre zierliche Figur umspielte. "Geht es dir gut? Tut mir Leid wegen den anderen. Das war schrecklich unfair.", sprach mich die Rosahaarige dann an und seufzte leicht. Sie war nun etwas länger als einen Monat hier und war mit Abstand eines der beliebtesten Mädchen hier geworden, erstaunlich. Kein Vergleich zum ersten Tag. "Interessiert mich nicht.", antwortete ich ihr murrend und zog an meine Zigarette, woraufhin sie leicht lächelte. "Naja ich wollte nur sagen, dass ich dir glaube.", daraufhin war sie auch schon wieder verschwunden.


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    • Alais

      Ich hätte platzen können, so wütend war ich letztendlich, als ich dieses hässliche rosa Geschöpf rauskommen und auf uns zukommen sah. Sie sprach allen ernstes mit Luciel und zum krönenden Abschluss antwortete er ihr auch noch. Das würde mich ja sonst nicht stören, mit wem er sprach, aber ich hatte gehofft in den fünf Minuten alles zu klären, was zwischen uns war. Letztendlich blieben mir vielleicht noch zwei, damit konnte ich so gut wie gar nichts klären. Ich hielt auch meine Klappe, lehnte mich lieber an die Wand und schloss meine Augen für einen Moment. Wenn Luciel nicht mit mir sprechen wollte, warum hatte er mich dann danach gefragt, ob ich nicht mitkommen wollte? Er hätte es sich sparen können?
      "Wie läuft der Umzug?",fragte ich ein wenig beiläufig und öffnete die Augen, um ihn wieder anzusehen. Ich wusste ja so gut wie gar nichts darüber, wie sein Leben nun ablief, irgendwie fühlte es sich auch merkwürdig an neben ihm zu stehen. Meine Gedanken waren nicht mehr bei ihm, nicht einmal mehr freute sich mein Herz darüber, dass er bei mir war, aber es war mir auch nicht gleichgültig. Es verzog sich einfach alles in mir, als würde ich mich jeder Zeit übergeben müssen, es war vielleicht auch der Stress.
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    • Luciel

      Ich konnte es nicht leugnen das es irgendwie nett war, dass Alice sich um mich sorgte. Mal ehrlich mein werte Freundin hat ja nicht einmal ihren Mund auf bekommen und irgendetwas gesagt, als die Klasse weiter gesprochen hatte obwohl sie anwesend war. Extrem scheiße, aber ich musste gestehen das ich momentan ohnehin etwas überfordert mit dieser Beziehung war. Ich war nie ein Typ für Langzeitbeziehungen das war schon immer mein Problem, aber im Moment sehnte ich mich einfach viel zu sehr nach meinem alten Leben. Ich vermisste es einfach ich selbst zu sein und Alais war mir mit ihrer zickigen Art wahrhaftig keine Hilfe. Am liebsten hätte ich sie ja angeschnauzt, aber das brachte ohne hin nichts. Ja, ich war momentan eben nicht rund um die Uhr an ihrer Seite, aber mal ehrlich ich hatte auch ein Privatleben und mir ging es im Moment auch nicht unbedingt gut. All diese Dinge interessierten sie aber nicht weil sich die Welt nur um sie drehen musste. Nun was erwartete ich auch? Sie verhielt sich so wie ich sie ganz zu Beginn kennengelernt hatte. Die verwöhnte Göre. Ich wollte aber keinen Streit vom Zaun brechen, wahrscheinlich war ich momentan einfach nur so drauf weil mir alles zu viel wurde und selbst ich wusste, dass ich das nicht an ihr heraus lassen sollte, auch wenn sie einen Teil dazu beitrug. Ich rauchte also meine Zigarette weiter und versuchte ihre Frage normal zu beantworten. "Ich bin so gut wie fertig. Die Jungs haben gute Arbeit geleistet. Ich wollte dich eigentlich fragen ob du am Samstag kommen willst. Ich schmeiße eine Einweihungsparty. Du kannst auch früher kommen und siehst dir die Wohnung an?", bot ich ihr dann an und drückte meine zu Ende gerauchte Zigarette aus.


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    • Alais

      Es störte mich inzwischen alles an ihm. Seine Art und Weise wie er mit mir umging ganz besonders, denn er war vorher nicht so. Klar, er war ein arsch, seit Anfang an, aber er war nicht ein eiskaltes Miststück, denn andere Worte fand ich nicht für ihn. Ich meine, mein Freund sah es nicht einmal ein, mir guten Morgen zu sagen, oder mich generell zu begrüßen, wenn ich da war... er sah nicht ein auf meine SMS zu reagieren, dabei wollte ich gar nicht so viel! Ich wollte doch nur wissen, wie es ihm ging und wie es lief, aber es schien, als wäre selbst das schon zu viel.
      Sein Angebot überraschte mich schon ein wenig, ich hätte nicht erwartet, dass er mich bei so etwas dabei haben will. Die paar Worte, die wir gewechselt hatten fühlten sich dennoch fremd an und ich könnte jetzt schon sagen, dass ich da nicht mit wollte, wie es schien, aber es könnte sich noch alles ändern.

      Ein Lächeln bildete sich auf meinen Lippen und ich nickte sanft. „Ich sage gerne zu beiden Angeboten ja..“. Meine Freundlichkeit war nicht einmal gespielt, ich bekam Hoffnung.. Hoffnung darauf, dass es vielleicht doch wieder besser werden würde. Die Wohnung wollte ich schon sehr lange sehen, er hatte mir auch immer wieder gesagt, dass er sie mir zeigen will, aber dann doch immer abgesagt.
      Es klingelte, die Pause war vorbei und ich stellte mich wieder hin, um von der Wand wegzukommen und wieder in die Klasse zu laufen. Vielleicht hatten wir doch noch eine Chance?
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    • Luciel

      "Sehr gut. Komm früher, ich habe etwas für dich.", antwortete ich ihr sanft um die Wogen ein wenig zu glätten. Diese Beziehung die wir im Moment pflegten war alles andere als in Ordnung, dessen war ich mir ebenfalls bewusst. Ganz gleich wie sehr mir Anisa auf die Nerven ging, ich wollte nicht das es so lief zwischen uns. Wir hatten deutlich schönere Zeiten gehabt, nicht alles war so schwierig gewesen wie im Augenblick und es konnte doch nicht so schwer sein, dass wieder zu haben oder? Ich war nie der Beziehungstyp und ich wollte nie einer werden, aber wenn ich mir Mühe gab vielleicht tat sie es ebenfalls und wir würden auf einen gemeinsamen Nenner kommen? Es war noch zu früh um voreilige Schlüsse zu ziehen, aber das war nichts was eine Party und ein wenig Alkohol nicht richten konnten.
      Hoffte ich zumindest ...

      Als die Pause vorbei war hatten wir uns wieder zurück ins Klassenzimmer begeben und meine anfänglich etwas bessere Laune war rapide in den Keller gewandert. Alice versuchte zwar die Klasse zu beschwichtigen wofür ich ihr dankbar war, aber ich bemerkte die Blicke auf mir. Ernsthaft hielten mich die Leute tatsächlich für einen Dieb? Das war so lächerlich. Genervt blickte ich aus dem Fenster und betete das die Schule heute schnell vorbei ging.


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    • Alais

      „Ich kann gerne schon Freitag kommen und du kannst es mir zeigen..“, entgegnete ich und zwinkerte Luciel zu, damit er verstand, worauf ich hinaus wollte. Meine Laune war eine deutlich bessere, seit er mich gefragt hatte, aber es änderte nichts daran, dass ich noch immer sauer auf ihn war. Aber vielleicht würde es einfacher werden, wenn ein wenig Alkohol im Spiel war, wir mussten es einfach versuchen, jedenfalls würde ich einen Schritt auf ihn zu machen, dessen war ich mir sicher.

      Der Unterricht ging weiter, ich setzte mich hin und gab mein bestes, um mich zu konzentrieren. Meine Gedanken hingen daran, was Luciel wohl für mich hatte, oder was er sich überlegt hatte, ich beschäftigte mich auch mit der Party.. wer wohl alles eingeladen war? Wen würde ich denn kennenlernen? Würde es wirklich etwas bringen, dahin zu gehen und mit Luciel ein wenig.. zu feiern? Er würde ja sowieso nicht nur Zeit für mich haben.. die Blicke der anderen bemerkte ich, aber da Luciel erwachsen war, wie er es immer so schön sagte sagte ich nichts dazu. Ich war immerhin reingekommen, als das meiste schon vorbei war und hatte deshalb keine Ahnung, warum sie ihn wirklich als Dieb bezeichneten. Nun, ich würde es ihm nicht zutrauen, alles andere, aber nicht so etwas.

      Die nächsten beiden Stunden waren rum, ich seufzte zufrieden, bis jemand bekannt gab, dass die nächsten Stunden ausfielen. Eine Lehrerin war krank, Erdkunde war auch nicht mein Lieblingsfach. Während alle anderen zufrieden waren und sich darüber freuten, blieb ich sitzen. Ich wollte meine Sachen in Ruhe einpacken und vielleicht auch ein wenig spielen gehen, damit hätte ich den Nachmittag Zeit und könnte etwas sinnvolles zuhause machen, aufräumen zum Beispiel... Oder mir darüber klar werden, wie ich es Samstag wirklich angehen soll, mit Luciel.
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    • Luciel

      Die Schule war glücklicherweise schneller aus als erwartet, ein Umstand den ich mehr als nur begrüßte. Ich wollte so gut es ging diesen Blicken welche sich förmlich durch mich bohrten ausweichen. Natürlich könnte ich auch alle zusammen zum Mond schießen, aber mal ehrlich das waren mir diese Idioten nicht wert. Ich fragte mich ja wirklich was mich nur dazu geritten hat die Schule zu wechseln, eindeutig der größte Fehler meines Lebens. Als man uns verkündete das wir endlich nach Hause konnten, war ich direkt aufgestanden und hatte damit begonnen mein Zeug in die Tasche zu packen. System hatte es keins und ich musste mit Gewalt die Schultasche zukriegen, aber das war mir im Moment mehr als nur gleichgültig. Ich wollte weg bevor ich noch jemanden erschlage. Mein Blick wanderte noch einmal kurz aus dem Schulfenster, eines meiner neuen Hobbys wie ich festgestellt hatte. Zumindest war es besser als den Rücken einer dieser Idioten anzustarren , welcher vor einem saß. Es regnete wie aus Eimern. Regentropfen prasselten erbarmungslos gegen das Schulfenster und die Bäume auf dem Schulhof bogen sich in ungesunde Himmelsrichtungen. "Soll ich dich Heim bringen?", fragte ich meine Freundin dann und drehte mich zu ihr, in der Hoffnung sie würde schnell ihre Tasche packen damit wir verschwinden konnten.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Alais

      Das Gewitter draußen ließ mich eher kalt, ich wusste ja, dass ich zunächst nicht mit dem Bus nach Hause fahren musste. Die ersten aus der Klasse liefen auch raus, um den Bus zu bekommen und schnellst möglich nach Hause zu kommen, aber ich hatte es nicht eilig. Ein wenig verwundert war ich dann dich, als Luciel mich danach fragte, ob er mich heim fahren sollte. Einerseits eine tolle Idee, aber das würde meine Pläne durchkreuzen.. aus dem sehr verwunderten Gesichtsausdruck bildete sich ein Lächeln, ein sehr sanftes und liebevolles. „Danke, aber ich glaube, ich habe noch was zu tun.. ich würde die Aula nutzen, solange sie frei ist.. du kannst natürlich gerne mitkommen!“. Wobei ich nicht dachte, dass Luciel es gerne tun würde, ich würde ihn dennoch mit mir mitnehmen. „Ich habe immer gerne jemanden an meiner Seite.. vor allem dich..“.
      Seine Einladung über die Party und den Abend nur für uns hatte meine Stimmung ein wenig gelockert, jedenfalls meine. Ich war sanfter, nicht mehr genervt, aber innerlich noch immer ein wenig enttäuscht, das würde sich aber auch legen. Nachdem meine Sachen eingepackt waren erhob ich mich und griff zu meiner Jacke, während ich auf eine Antwort von Luciel wartete. Draußen war ein Donner zu hören, ich zuckte zusammen, er war laut und ich hatte es nicht erwartet.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Alles in mir schrie danach dieses verdammte Gebäude endlich zu verlassen. Warum ich mir heute überhaupt diesen verfluchten Tag angetan hatte, war mir nach wie vor ein Rätsel. Es gibt Tage da bleibt man eindeutig besser im Bett und heute war so ein Tag. Der einzige Pluspunkt war, dass ich mich mehr oder weniger mit Alais versöhnt hatte. Allerdings hatte ich das Gefühl das dieser Scheinfrieden nicht von langer Dauer sein wird, irgendwie finden wir beide absolut immer einen Grund uns gegenseitig an die Gurgel zu springen. Wie wir beide überhaupt zusammen gekommen sind, versteht wohl auch keiner von uns beiden. Was sich liebt das neckt sich würde Simon jetzt sagen, vielleicht war es tatsächlich der Grund? Ein dramatischer Donner im Hintergrund, gefolgt von einem hellen Blitz erleuchtete das Klassenzimmer fast klischeehaft unheilvoll. Nun zu dem Gebäude passte es eindeutig gut. Ich war in absoluter Rekordzeit in meine Jacke geschlüpft und hatte mein Schulzeug gepackt, ehe mich die Antwort der Rosahaarigen direkt davon abhielt und ich sie anstarrte, als wäre sie verrückt geworden. "Warum willst du hier bleiben?", hakte ich verwirrt nach. "Ich würde dir zwar gerne Gesellschaft leisten, aber nicht hier. Entschuldige.", antwortete ich ihr ehrlich und fuhr mir leicht überfordert durchs Haar. "Noch eine Stunde in diesem fucking Gebäude und ich brenne es nieder."


      ღ For my lovely Warlock ღ
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