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Maledictio Draconis [CodAsuWin]
Asuna - - Gruppen RPGs
BeitragDevons Gesicht war das reinste Kriegsgebiet. Mehr als nur froh war er darüber, dass Malleus keinen ausgiebigen Blick auf sein Gesicht erhaschen konnte. Zu viel Emotionen, die er üblicherweise unterdrückte, lagen bar in seinen Zügen. „Das kann ich nicht annehmen“, protestierte Malleus und Devon war heilfroh, dass Nishilia das nicht verstand. Sie warf ihm wegen des Tonfalls zwar einen Blick zu, hinterfragte es jedoch nicht, da Malleus den Poncho nicht unmittelbar auszog. „Kannst du bitte für mich …
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„Ich vermisse die himmlischen Chöre. Aber hör nur, menschliche Musik ist auch nicht zu verwerfen. So roh und unangetastet – ganz frei von jeglicher Perfektion.“ „Dann solltest du die Balladen hören, die auf menschlichen Schlachtfeldern gesungen werden.“ Kassandra hielt mit einer Selbstverständlichkeit gegen Apollos Worte, die nur unter Göttern so leichtfertig ausfallen konnte. Wenn es stimmte und er wirklich die Chöre vermisste, dann war er dem Himmel schon länger fremd, und das sicherlich nicht…
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Schon der Tag darauf war eher nach Kassandras Geschmack. Die elendigen Tage der Tatenlosigkeit hatten endlich ihr Ende gefunden, als sie mit breiten Schwingen über der Erde schwebte, um dem kolossalen Fehler der Menschen einen Riegel vorzuschieben. Wenn sie dachten, dass sie einfach die Grenzen einer Göttin überschreiten konnten, dann hatten sie sich geschnitten. Ihr einfaches Erscheinen hatte genügt, um den Vorstoß zum Stoppen zu bringen. Doch da war noch nicht die Endstation gewesen. Es zog si…
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Maledictio Draconis [CodAsuWin]
Asuna - - Gruppen RPGs
BeitragNishilia war ein ganzes Stück älter als Devon, das konnten Malleus und Tava allein an der Tatsache festmachen, dass sie Escholons Mutter war. Erschreckend war dennoch, dass man bei diesem Alter überraschend wenig Anzeichen eben jenes finden konnte. Ihre Haut war gebräunt durch die Sonne, über und über war auch ihr Körper mit Geschichten bestückt, wo auch immer ein freies Stückchen Haut zu sehen war. Nur in ihrem Gesicht sah man schließlich das Fehlen von jugendlichen Zügen. Anzeichen von Falten …
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Maledictio Draconis [CodAsuWin]
Asuna - - Gruppen RPGs
BeitragDevons Haut brannte. Nicht von Feuer. Nicht von sichtbaren Wunden oder Prellungen. Es waren die Blicke, die überall um den Platz herum von Seinesgleichen ihm zugeworfen wurden. Er spürte Skepsis, er roch Abscheu, unterdrückte Wut. Wie denn jemand diesen Ritus vollziehen konnte, der nicht einmal mehr Teil des eigentlichen Stammes war. Der so… anders aussah. So gänzlich anders. Und da wurde ihm ein weiteres Mal bewusst, dass die Rassisten eigentlich sein eigenes Volk waren. Sie verurteilten jeden,…
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Als ob Zoras es nötig hätte? Selbstverständlich nicht. Jeder, der ihn auch nur ein wenig kannte wusste, dass Familie ein extrem hohes Wertebild bei ihm innehatte und sich deswegen auch nie an Kindern vergreifen würde. Da sie beide jedoch seit Beginn ihrer Regentschaft und sogar davor mächtig mit bösen Zungen zu kämpfen hatten, hinterfragte Kassandra seinen Gedanken hierbei nicht. Für sie war schließlich nur wichtig, wie sie ihn kannte. Als er sich darüber hinaus noch die Stirn rieb, konnte sie s…
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Maledictio Draconis [CodAsuWin]
Asuna - - Gruppen RPGs
BeitragDevon bekam eine winzige Sekunde, die er nutzte, um sein Schwert aus der Scheide zu ziehen. Das Grün der Malachitklinge blitzte auf, brach das Licht in dutzende schillernde Farben, ehe Stein auf Eisen traf. Es knirschte, als er den Speerstoß zur Seite ablenkte und den Zorn in Schalessas Augen aus unmittelbarer Nähe sehen konnte. Worte gab es keine mehr zu finden, als er einen großen Schritt zur Seite machte und sich wegdrehte, ihr eine kleinere Angriffsfläche bot. Immer wieder stach sie zu, imme…
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„Warum hast du nichts gesagt?“ Kassandra stemmte die Hände in die schmalen Hüften und musterte Zoras, wie er sich halbherzig aus seiner eigenen Gewandung zu schälen suchte. Ja, warum hatte sie nichts gesagt? Weil sie wusste, dass es schneller von statten gehen würde. Dass er nicht in ihrer Nähe bleiben müsste und es besser wäre, wenn so wenige Menschen wie möglich davon wussten, dass sie praktisch nicht da gewesen war. „Weil ich dich nicht aus wichtigen Sitzungen reißen wollte und mir bewusst wa…
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Nur einen Tag später ging Kassandra in flammender Hitze auf. Sie hatte sich in ihr gemeinsames Gemach zurückgezogen, wo sie schließlich von züngelnden Flammen verschluckt worden war. Ihr Körper zerfiel, ihr Antlitz verschwand von dieser Welt, als sie zu dem Haufen Asche wurde, den Zoras bereits einmal in seinem Leben gesehen hatte. Dieses Mal war ihm Der Zeitpunkt nicht genannt worden, als sie sich einfach aufgelöst hatte. Unbemerkt hatte sie sich in Asche verwandelt und nur ein anwesender Gott …
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Nach dem Vorfall mit Hermes nahmen mehrere Dinge zeitgleich ihren Lauf. Zum einen schritt Kassandras Zyklus unaufhaltsam voran. Anders als beim letzten Mal verlief er nun wie gewohnt und berechenbar, nicht chaotisch und abrupt wie zu der Zeit, als sie noch ein Champion war. Sie spürte ganz genau, wie sich der Kreislauf in seine Stränge auflöste, nur um sich anschließen wieder neu zu weben. Nichts Unheimliches, auch wenn sie diesen Zeitpunkt stets am wenigsten gern ertrug. Ihre Haare ergrauten vo…
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Maledictio Draconis [CodAsuWin]
Asuna - - Gruppen RPGs
Beitrag„Willkommen zurück, Devon.“ Für einen sehr langen Herzschlag vergaß Devon, wie man atmete. Für ihn war das Hören seiner Stammessprache, gerade hier im Dorf, absolut nichts Ungewöhnliches. Überall sprachen sie es fließend, aber nicht einer von ihnen hatte SEINEN Namen darin benutzt. Die so andersartige Sprache jetzt aus Malleus‘ Mund zu hören, ließ Devon einen kurzen Schauer erfahren. Wieso war ihm nicht ganz klar. Kaum dass ihm auffiel, dass er Malleus anstarrte, zuckte sein Blick zurück zum Feu…
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„Selbstredend verärgert. Hermes wird von den kleinsten Dingen angegriffen und in der Regel beschäftigt sie sich nicht mit Sterblichen“, sagte Kassandra, womöglich eine Spur zu barsch, aber sie befürchtete noch immer Hermes in den Schatten des Schlosses zu wissen. Sie war nicht wie Zoras aus dem Wasser gestiegen, sondern zurückgeblieben. Bis zum Hals trieb sie im warmen Wasser, das sich kalt für sie anfühlte. Dieser gesamte Umstand schmeckte ihr nicht. Weder, dass Hermes sich einen Spaß daraus ge…
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Asuna - - Gruppen RPGs
BeitragWer soll es sonst getan haben, wenn nicht du? Devon schnaubte abfällig. Wenn er eines mittlerweile gelernt hatte, dann war es die Medaille immer von beiden Seiten zu betrachten. Selten war die einfachste Lösung auch die richtige, weshalb er nur müde den Kopf schütteln konnte, dass Schalessa sich genau daran festhielt. Sie hatte nicht gesehen, in welcher schäbigen Kiste die Haut eingerollt war. Musste nicht die duzenden toten Blicke aus leeren Augen ertragen, als sie anklagend durch die Luft gefl…
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Maledictio Draconis [CodAsuWin]
Asuna - - Gruppen RPGs
BeitragSchalessa und das Kind, vermutlich ihre Schwester, verließen das Vorzelt als Erste. Kaum hatte der Älteste seine Hand vom Kopf des Jägers zurückgezogen, erhob sich dieser zu seiner vollen Größe. Tarroshk, der gut anderthalb Köpfe kleiner war als Devon, betrachtete den so andersartigen Lacerta einen Augenblick lang. „Hätte ich gewusst, dass deine Worte nicht leer gewesen sind, hätte ich dich einfach ziehen lassen“, sagte der Älteste und schenkte Devon eines seiner seltenen Lächeln ehe sich der Al…
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Maledictio Draconis [CodAsuWin]
Asuna - - Gruppen RPGs
BeitragAls Devon sich aus dem Dunkel seiner Hütte ins Licht nach draußen beförderte, wirkte das Kind, das ihn abholte, gleich noch mal viel kleiner. Und das, obwohl es für menschliche Maßstäbe sogar verdammt groß geraten war. Dem Kind gebührte jedenfalls keine Gram, weswegen Devon es nicht mit seiner üblichen griesgrämigen Miene bedachte, sondern ihm als Zeichen der Anerkennung kurz zu nickte. Sofort peste das Mädchen davon, während Devon sich alle Zeit der Welt ließ. Ihm war jeder Blick, der auf ihm l…
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Maledictio Draconis [CodAsuWin]
Asuna - - Gruppen RPGs
Beitrag„Willst du mir sagen, dass sie mich schwängern wollen?! Wie soll das denn gehen?! Ich meine –„ Devon verstand Tavas Ausbruch nur allzu gut. Er wusste nicht einmal, ob rasseübergreifende Schwangerschaften generell möglich waren, aber das war ja nicht einmal der Punkt. Es ging einfach nur darum, dass sein Stamm zu urzeittypischen Verhaltensweisen zurückkehrte und Devon, nachdem er gesehen hatte, wie andere Kulturen funktionierten, davon regelrecht abgeschreckt war. Dazu kam der Punkt, dass er niem…
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„Im Dienste des Rates? Ja klar. Solange ihr ihn unterhaltet, bleibt der auch da.“ Hermes reagierte darauf leichtfertig, so als wäre der Umstand einer, den der Gott des Weines eigenständig gewählt hatte. Diese verdeckte Information fing Kassandra sofort auf. Also war bis jetzt wirklich Dionysus am längeren Hebel gewesen und nicht seine Träger. Er hatte sie manipuliert, so wie es ihm beliebte und solange es ihm nicht den Kopf kostete, blieb er auch auf der Erde. Das alles war das reinste Spektakel…
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Immer wieder sah Hermes zu Zoras, der sich zwar bedeckte, aber nicht minder unangenehm berührt wirkte. Wo Kassandra stocksteif wie eine Statue an ihrem Platz verharrte, rutschte der Mann nur so umher. Als hielte er es auf seinem eigenen Platz nicht mehr aus. „Ich könnte das bestimmt“, bestätigte Hermes Zoras‘ Nachfrage leichtfertig und planschte weiter mit ihren Beinen im Badewasser herum. Die Wellen trafen auf eine schroffe Küstenlandschaft, die sich Kassandra nannte. „Aber Kassy hat da schon g…
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Maledictio Draconis [CodAsuWin]
Asuna - - Gruppen RPGs
BeitragDass Tava und Malleus von Drachen überrascht worden waren, wunderte den Jäger nicht im Geringsten. Schließlich hatte er sie genau vor diesen Szenarien gewarnt. Der Wald war voll von diesen Monstern und zu viele von ihnen hatte Devon nicht einmal gesehen. Das riesige Ungetüm, das friedsam durch die Bäume gebrochen war, war ihm ein Begriff. Dieser existierte schon seit Ewigkeiten im Wald, doch die Schlange war ihm neu. Drachen, die sich so gut tarnen konnten, stellten eine immense Gefahr dar und e…
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So gebrechlich Kassandra zurzeit auch wirken mochte – ihrer Haltung tat dies kaum einen Abbruch. Schließlich war und blieb sie eine Göttin, weshalb sich diese erhabene Aura ihrerseits nie verflüchtigen würde. Doch bei Hermes war dies anders. Hermes wirkte wie eine schwarze, ganz gewöhnliche Frau, die irgendwo in einer Taverne einsaß und dort einen Met trank. Völlig und absolut unauffällig. Jemand, den man gerne übersah. „Natürlich. Bedient Euch.“ Zoras an Kassandras Seite entspannte sich. Amarti…