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Ezra “Alles okay?” Ezra sah runter zu Max, der sich an seine Hand klammerte, als ob sein Leben davon abhängen würde. Mit seinem anderen Arm hielt er Niko, der deutlich entspannter als sein Bruder war und sich die letzten Minuten damit beschäftigt hatte, Ezras Frisur zu zerstören. Sie standen vor der Klinik des Kinderpsychologen, den Adas Schulkontakte ihr empfohlen hatten. Sie hatten Glück mit den Terminen gehabt - es war wohl zufällig zeitnah ein Termin frei geworden. Einziger Nachteil war, das…
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Caleb “Ich versuche nicht darüber nachzudenken”, antwortete Caleb knapp, während er sich fast instinktiv in Richards Berührung hinein lehnte. Irgendwann fühlte es sich immer so an, als ob das alles jemand anderen passiert wäre, oder als ob man es in einem Film gesehen hätte. Fremd halt. Man musste nicht darüber nachdenken, was für ein Leben der Tote bis dahin gehabt hatte, ob er Familie hatte. Nichts von dem fühlte sich wirklich real an. Die ersten Jahre hatte er sich jeden einzelnen Tod so sehr…
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Caleb "Ich hatte auf ein bisschen mehr Kreativität gehofft. Du kannst dich gerne jederzeit melden, falls dir etwas Besseres einfällt. Ich lasse leichter mit mir verhandeln, als du dir vielleicht denkst." Solange eben alles nach ihrem Kopf ging. Niamh warf Richard ein vollkommen humorloses Lächeln zu, während sie sich ihre Tasche über die Schulter hängte. "Wie dem auch sei - anders als der Rest meiner Familie habe ich absolut überhaupt kein Verlangen danach, mich in fremde Beziehungen einzumische…
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Caleb Das war genau der Grund, warum sie eigentlich beschlossen hatten, nicht über die Arbeit zu reden, oder? Weil sie in keinerlei Hinsicht auch nur annähernd kompatibel waren und es nie sein würden. Diese ganze Diskussion war vollkommen sinnlos. Es stand nicht in Calebs Macht, irgendwas zu verändern und Richard würde nicht plötzlich seine Moral aus dem Fenster werfen. Sie würden sich einfach immer weiter im Kreis drehen. "Natürlich könnte ich einen Schlussstrich ziehen. Wir könnten sofort zurü…
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Caleb Heeeey, wunderbare Nachricht! Er war offenbar noch nicht am Tiefpunkt des Tages angekommen! Caleb erstarrte, als Richard ihm von Valentin erzählte, den er schon wieder komplett aus seinem Kopf geschmissen hatte. Er dachte selten über die anderen Stammgäste des Pubs nach. Warum auch? Sie waren nicht befreundet, oder so. "Nein. Ich wusste nicht, dass er für deine seltsame Organisation arbeitet. Wir kennen uns nicht so gut. Ich habe nie nachgefragt, was er überhaupt beruflich macht." Aber das…
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Caleb "Könnte man so sagen", antwortete Niamh, ohne Richard anzusehen. Ihr Blick war stur auf Caleb gerichtet. Ihre Augen schienen ihm das 'Mum und Dad hätten dich wirklich in der Mülltonne lassen sollen, in der sie dich gefunden haben' förmlich entgegen zu schreien. Caleb tat sein bestes, um nicht ganz so schuldbewusst auszusehen. Er hatte gehofft, dass Richard später heim kommen würde. "Danke", antwortete Caleb aufrichtig, als Richard ihm die Plastiktüte vors Gesicht hielt. "Ich würde dich küs…
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Caleb Es dauerte ungefähr zehn Minuten bis Caleb sich wieder daran erinnerte, warum er den Abstand zu seiner Familie so genossen hatte. Niamh war wie immer dezent genervt von allem und jedem, aber das war er gewohnt gewesen. Die passiv-aggressiven Kommentare seines Vaters darüber, wie umständlich es gewesen war, dass Caleb ein kleines bisschen Unabhängigkeit und Lebenswillen entwickelt hatte, waren deutlich schlimmer. Caleb biss sich selbst auf die Unterlippe als er irgendwann realisierte dass e…
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Valentin Oh. Das klang ziemlich demotivierend. Die Nachricht, dass Godwin - endlich - die Leitung abgegeben hatte, hatte sich wie ein Lauffeuer unter ihnen verbreitet, bevor sie überhaupt die offizielle Mail dazu erreicht hatte. O'Hern hatte sich ziemlich darüber aufgeregt, dass er als Leitung der Dubliner Branche nicht weit im Voraus informiert worden war. Der Rest von ihnen hatte gehofft, dass er sich so sehr mit dem Neuen anlegen würde, dass er direkt rausfliegen würde. Offenbar konnte Valent…
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Valentin "Warst du schon dabei, als Sorcha die Statistik über die Steine, die wir nicht bergen konnten, präsentiert hat? Ungefähr 80% der Fehlschläge gehen auf Calebs Familie zurück. Agenten die die Seite wechseln, Agenten die verschwinden, Agenten, die einfach nicht schnell genug waren. Ich habe keine Angst vor ihm, aber ich will nichts mit seiner Familie zu tun haben." Valentin zuckte kurz mit den Schultern. Dass Richard ihn offenbar trotzdem ohne Hintergedanken datete, irritierte ihn mit jede…
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Valentin Es war nicht als Beleidigung gemeint gewesen, sondern als bloße Feststellung, die vielleicht im Nachhinein ein kleines bisschen beleidigend gewesen war. Trotzdem blieb er dabei. Man musste einen gehörigen Schuss haben, um jemanden aus der Bailey Familie zu daten. Obwohl Valentin langsam aber sicher das furchtbare Gefühl bekam, dass Richard sich dessen vielleicht überhaupt nicht bewusst war. Wenn er nicht an Caleb klebte, um ihn zu überwachen bestand immerhin noch die Chance, dass er ein…
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Valentin Okay. Bei der Reaktion fielen ein paar mögliche Erklärungen für die seltsame Beziehung zwischen Richard und Caleb weg. Offenbar war Richard vollkommen irre und stand tatsächlich auf ihn. Valentin hatte kurz mit dem Gedanken gespielt, dass ihre Beziehung vielleicht ein höheres Ziel verfolgte. Überwachung, oder etwas ähnliches. Aber das schien nicht der Fall zu sein. Er sah Richard kurz nachdenklich hinterher, als dieser sich von ihm weg drehte und die Toilette ansteuerte. "Sorcha?" Valen…
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Valentin Meetings waren das Beste, was die Menschheit je erfunden hatte. Valentin würde das nie laut aussprechen, weil er sich ziemlich sicher war, dass Mateo ihn direkt in die nächste Anstalt fahren würde. wenn er es tat, aber es stimmte einfach. Zwei Stunden lang saß man zusammen und unterhielt sich angespannt über irgendwelche Themen, nur damit sofort danach die eine Hälfte schon wieder vergessen hatte, was sie besprochen hatten und die andere Hälfte eh das tat, was sie wollte. Es war die eff…
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Caleb Scheiße. Das war nicht so gut gelaufen. Caleb kaute auf seiner Unterlippe herum, als Richard offenbar loslief, um sich zu übergeben. Eine ziemlich gerechtfertigte Reaktion, aber das machte es nicht besser. Es konnte eigentlich nichts passieren. Caleb war sich immer noch sicher. Das half allerdings auch irgendwie nicht. Er blieb sitzen und tippte eine kurze Nachricht an Niamh, dass er später kommen würde. Er saß immer noch auf dem Boden, als Richard kurze Zeit später wiederkam. "Tabletten s…
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Caleb Richard schien sich an relativ wenig erinnern zu können. Was gut war, oder? Caleb konnte ihm einfach eine etwas problemfreiere Version des gestrigen Abends erzählen und Richard musste sich keine Sorgen machen. Nicht, dass sie sich überhaupt Sorgen machen müssten. Es war alles in bester Ordnung. Caleb seufzte und setzte sich neben ihn auf den Boden, so nah, dass sich ihre Arme berührten. "Halb zehn", antwortete er, als Richard nach der Uhrzeit fragte. Er sog seine Unterlippe zwischen seine …
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Caleb Richard schien sich nicht mehr bewegen zu wollen. Was okay war, solange er noch atmete. Caleb gab sich noch einen Moment, bevor er leicht wackelig zum Bad ging. Es wäre übertrieben zu sagen, dass er duschte. Es war mehr ein kurzes unters Wasser Stellen, bis er nicht mehr das Gefühl hatte zu kleben. Es half. Irgendwie. Er hatte das Gefühl unter dem lauwarmen Wasser den Kopf ein bisschen frei zu bekommen. Er ließ sich trotzdem keine Zeit und torkelte kurz darauf ins Wohnzimmer zurück. Jepp. …
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Caleb Caleb stieß ein kleines, neutrales "Mhm" aus, als Richard von einer zweiten Runde sprach. Irgendwie hatte die Sache mit dem Kondom im Nachhinein jedes bisschen Rest-Romantik zerstört, das er noch gehabt hatte. Eigentlich war er froh, wenn er duschen und dann ins Bett gehen konnte, um morgen nochmal ordentlich über das alles nachdenken zu können. Er hatte das Gefühl, dass diese Logik nicht ganz lückenlos war, aber sein Kopf schwamm und die Wohnung musste sich tatsächlich irgendwie drehen. "…
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Caleb Es war zu viel. Zu viele Eindrücke, zu viel Gefühl. Caleb hatte erneut das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen. Alles in ihm zog sich zusammen, als er kam. Seine Beine zitterten unkontrolliert, sein Herz schien jeden Moment explodieren zu wollen und Richard in sich kommen zu spüren fühlte sich unfassbar heiß an. Caleb stöhnte so laut, dass er sich sicher war, morgen heiser zu sein. Fuck. Sie hätten das immer so machen sollen. Er wusste nicht, ob er je so hart gekommen war. Er hatte keine K…
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Caleb Gott, ja. Das war genau das, was er wollte! Calebs Atem setzte kurz aus, als Richard härter in ihn stieß. Er war unfassbar froh, dass sie die Position wechselten, bevor er kommen konnte. Er wollte nicht, dass dieser Moment so schnell vorbei ging. Die Scheibe war lauwarm, als sein Rücken gegen sie gedrückt wurde. Er nutzte die neue Position sofort aus, um Richard an sich zu ziehen und ihn stürmisch zu küssen. Seine Finger gruben sich in Richards Schultern, während er sich an ihn klammerte u…
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Caleb Caleb stöhnte sanft auf, als er Richards Zunge zwischen seinen Beinen spürte. Das sollten sie öfter machen. Sie sollten generell alles öfter machen. Irgendwie konnte Calebs Kopf immer noch nicht ganz verarbeiten, dass er das hier für den Rest seines Lebens haben könnte, wenn es gut lief. Er hatte immer noch das Gefühl, dass er ihre komplette Beziehung in eine Woche quetschen und dabei alles herausholen musste, was er konnte. Was nicht der Fall war. Hoffentlich. Aber irgendeinen Stress brau…
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Caleb Natürlich meinte er das ernst. Caleb war zu betrunken, um lügen zu können und hoffentlich auch zu betrunken, um sich morgen daran zu erinnern, was er gesagt hatte. Richard war das Beste, was ihm je passieren konnte. Mit Abstand. Das machte die ganze Beziehung ja so schlimm. Er hätte weitaus weniger Angst davor, ihn irgendwie zu verlieren, wenn er ihn nur okay finden würde. Zum Glück hatte Caleb keine Chance, das Richard direkt zu erklären. Stattdessen stieß er ein kleines überraschtes Gerä…