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Es dauerte einen Moment, bis Theresa ihn wieder ansah, und als sie es tat, blickte Chester zurück in das einst fröhliche, glückliche Paar Augen, das vor Freude nur so gefunkelt hatte. Damals. Denn jetzt war das Glitzern aus den Augen gewichen und hatte einer trüben Niedergeschlagenheit Platz gemacht. Genauso wie bei Toby, schoss es Chester bei dem Anblick durch den Kopf. Er war zwar nicht dem allgemeinen Aberglauben des Zirkus unterlegen, dass Tobys Heimweh ansteckend war, aber wenn er jemanden …
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Lewis zappelte mit allem, was das Zeug hielt. Das war schon eine merkwürdige Situation; wer hätte denn gedacht, dass er sich jemals mit einer solchen Inbrunst aus Santiagos Griff befreien wollen würde? "Du musst es besser versuchen, Lewis." Er schnaubte empört und stemmte sich gegen die verflucht starken Arme an. Die ausgeprägten Muskeln fühlten sich unter seinen Fingern wie Stahl an, keine besonders hilfreiche Tatsache. Sonst war es sexy, jetzt war es frustrierend. "Glaubst du wirklich, du kann…
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Chester war alleine. Alleine mit seinen Gedanken. Alleine mit seinen Gefühlen. Alleine in dem Ring aus Zuschauern, als Theresa nach draußen marschierte und Toby einen Versuch unternahm, zu ihr aufzuschließen. Alleine unter den betroffenen Blicken, die sich schnell abwandten, als er herumwirbelte. Alleine mit seinen Wünschen. Alleine mit seinen Ängsten. Wir alle verbringen den Rest unserer Tage hier, bis wir eines Tages hier sterben werden. Aber Theresa, liebste, naive Theresa. Wie konnte sie auc…
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"Nein. Wie kannst du es wagen!?" Bei der unerwartet lauten Antwort der zierlichen Frau, schnappten einige Leute hörbar nach Luft. Sogleich verschwand wieder das Getuschel und alle Anwesenden starrten mit riesigen Augen auf die Neue, die sich Chester mit größerem Mut entgegen stellte als der größere Mann zuvor. Das Blitzen in ihren Augen machten dem des Direktors alle Ehre. "Wie kannst du es wagen nach drei Monaten - Herrgott, Chester, drei verdammte Monate! - der Funkstille aus deinem Loch zu kr…
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Aufgeregtes Getuschel ging durch das Zelt, begleitet von erschrockenen Gesichtern und überraschten Lauten. Der kleine Unfall sorgte für Schock bei all den umstehenden Leuten, nachdem er so lebensgefährhlich war. Theresa trug nicht viel mehr als einen kleinen Schnitt davon, aber wo der Schnitt saß, war überaus furchteinflößend. Mit einem Mal war die ganze Sache nicht mehr so lustig und unterhaltsam. Mit einem Mal wurde man sich des großen Risikos bewusst. Roy bahnte sich bereits einen Weg zu ihne…
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Sobald klar war, dass Santiago nicht mehr fahren würde, drängte ihm Lewis ein paar Gläser mehr auf und dann hatten sie auch schon größtenteils vergessen, was außerhalb ihrer kleinen Welt aus dröhnendem Bass, schallender Musik und fließendem Alkohol vor sich ging. Zu Lewis' absoluter Begeisterung hatte der Mann auch dieses Mal seine Farben dabei und so konnte er sich wieder über seinen Körper hermachen. Der Reiz der ganzen Aktion war keineswegs verloren; Lewis kicherte und lachte und gab hirnlose…
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Lewis stieß ein lautes, geradezu theatralisches Stöhnen aus. "Man, ich bin gern bei dir, echt gern, aber ich kann nicht die ganze Zeit in der Bude hocken. Da werd' ich noch wahnsinnig. Kann ich nicht einfach... weiß nicht. In andere Clubs gehen? Kannst du mir nicht einen Passagierschein fürs Crypt besorgen? Hier ist es doch bestimmt sicher." Er versuchte sich an einem halben Lächeln. Die Vorstellung, die nächsten Tage auch noch in diesem Quarantäne-ähnlichen Zustand wie bisher zu verbringen, war…
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"Das war kein normaler Einbruch, die haben nicht nach irgendwas gesucht. Die haben nach jemandem gesucht. Nach dir. Die Frage ist nur, warum." Lewis starrte Santiago ungläubig an. Er hatte seinem Freund nur davon erzählt, weil er seinen Ärger irgendwo ablassen und sich vielleicht ein bisschen darüber aufregen wollte, was für ein Pissloch diese Stadt manchmal sein konnte. Er hätte niemals gedacht, dass der andere es so ernst nahm. Oder in Verbindung mit ihrer Verfolgungsjagd brachte. Das waren do…
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Lewis ließ sich höchst vergnügt von Santi ins Crypt und dann auch noch durch die Menge hindurch leiten. Sie bekamen einen freien Tisch im Restaurant, wie schon beim letzten Mal, und wie beim letzten Mal war auch Trixie wieder da. Ihre Haarfarbe schien jetzt in der Düsternis zu leuchten und ihr eigenes Licht zu verströmen. Lewis fand das cool. "Muss ja was ernstes sein, wenn Santi dich mehr als einmal mitbringt." "Das will ich doch hoffen. Sonst war all meine Mühe bisher umsonst." Er grinste erst…
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Toby warf Theresa einen Blick über den Rand seines Glases hinweg zu, der zu bedeuten schien: Na wenn das mal jemand anderes zu hören bekommt. Über ihren bisherigen Neujahrsvorsatz lachte er nicht mit, aber er gönnte ihr den Spaß, diesen kleinen, bitteren Humor, der darin lag. Humor war schließlich eine von Tobys Stärken; womöglich hatte er sie auch ein bisschen damit angesteckt. Wie sollte man wohl sonst den Alltag des Zirkus überleben, wenn nicht mit Humor? Er nahm auch noch einen Schluck und h…
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Maledictio Draconis [CodAsuWin]
Codren - - Gruppen RPGs
BeitragDurch das Gespräch lernte Tava mehrere neue Dinge über die Signa Ignius. Zum einen hatten sie - und allen voran wohl Amentia - es geschafft, mehr Anhänger anzuwerben. Wie viel das in genauen Zahlen war, erfuhr Tava nicht, aber sie hatte eine vage Vorstellung davon, gemessen an all den Leuten, die sie hier nun in Empfang genommen hatten. Und das waren auch nur jene, die hier drinnen geblieben waren; draußen, bei Adrastus, liefen sicher noch etliche mehr herum. Zum anderen hatten die Signa Ignius …
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Die Antwort kam keine fünf Minuten später: - Nicht viel. Ich hab gerade angefangen, über Abendessen nachzudenken. Willst du mitkommen? Lewis las sie und fühlte einen Schwung Erleichterung. Santiago hatte ihn noch nie im Stich gelassen und das würde er wohl auch in Zukunft nicht. Irgendwann würde er sich ordentlich bei ihm revanchieren müssen. - Immer doch. Crypt??? ;) Er war nicht mehr gewesen, seit Santiago ihn dorthin entführt hatte und wenn er die Nacht noch beim Feiern verbringen würde, wäre…
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Lewis erwiderte das Grinsen mit gleicher Intensität. “Wieso tust du es dann nicht einfach?” Er schob sich den Toast in den Mund und kaute mit vielversprechender Miene. “Du bist doch ein Mann deiner Worte, nicht? Oder sind das leere Versprechungen, die ich da höre?” Wie es sich herausstellte, war Santiago ein Mann seiner Worte und es waren keine leeren Versprechungen. Lewis verließ seine Wohnung sechs Stunden später als geplant und trug stolz zwei rote Striemen an den Handgelenken - selbstverstän…
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Maledictio Draconis [CodAsuWin]
Codren - - Gruppen RPGs
BeitragMit Nachsicht konnte Tava nicht viel anfangen, nicht, wenn eine ganze Schar von Menschen heran drängten und ihre Köpfe präsentierten. Wie konnte Malleus das nur aushalten? Wurde er etwa immer so empfangen? Aus dem ganzen Aufruhr kristallisierte sich bald eine einzelne Stimme heraus, die die Macht dazu besaß, die ganzen Fanatiker wie Schafe vor sich her zu leiten. Schnell wichen Menschen beiseite und Tava hob den Kopf ein Stück an, um zu sehen, wer sich hier der Versammlung näherte. Ob Malleus au…
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Mittlerweile entwickelte Lewis fast schon ein Gefühl dafür, wann Santiago einschlief und seine Albträume litt. Eigentlich war es traurig, dass er für sowas ein eigenes Gespür entwickelte, aber das ließ sich nunmal nicht mehr ändern. Lewis wachte auf und wusste gleich, was los war. Ohne richtig zu wissen, in welchem Stadium sich Santiago bereits befand, tastete er sich an seinem klammen Körper entlang, befreite ihn etwas von der erhitzten Decke und befühlte seine schweißnasse Stirn. Santiago zuck…
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“Mmh-hm.” Lewis fläzte auf der Couch, beide Beine auf der Rückenlehne, den Kopf runterhängend. Aus der Küche hörte er das Brutzeln und gelegentliche Zischen der Pfanne, während Santiago das Essen zubereitete. Es roch natürlich fantastisch. “Ich muss sie nicht tragen, aber so geht's schneller. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie oft meine Magie unfreiwillig getriggert wird, da würde es ohne ewig dauern, bis es wieder okay ist.” Seine Kopfschmerzen waren jetzt schon eine Stufe schwächer und au…
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Lewis fielen keine sehr guten Argumente dagegen ein, während Santiago sogar 10 dafür zum Einsatz brachte. Die Welt würde doch nicht untergehen, wenn er ein bisschen weniger Nachrichten ansah, oder? Also seufzte er ein wenig und kuschelte sich noch näher an ihn. “Okay. Is’n gutes Argument.” Er lächelte und genoss das Auf und Ab der starken Finger, das Hin und Her und die unermüdlichen Kreisbewegungen. Wer hätte schon gedacht, dass ihm etwas derart Einfaches so gefallen könnte? Aber das tat es und…
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Lewis wandte erstmal eine beträchtliche Zeit damit auf, es sich auf Santiagos Schoß gemütlich zu machen. Dann schmiegte er sich der Länge nach an ihn und legte seinen Kopf auf Santiagos Bauch ab, wo er ihm gleich mit den Fingern durch die Haare strich. Lewis seufzte bequem und wohlig. "Nur der Kopf oder willst du gleich eine Ganzkörpermassage?" "Hmmm du willst mich schon wieder verwöhnen." Er schob die Hände unter Santiagos Shirt. "Aber nur der Kopf, das reicht mir." Und Santiago tat wie gehieße…
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Lewis ließ sich auf einen Barhocker gleiten und nahm die triefende Köstlichkeit in beide Hände. Santiago bereitete sich derweil wirklich einen Salat zu, worum er ihn keineswegs beneidete, während er in seinen Burger beißen durfte. Allein schon vom Zusehen drohte ihm das Fett über die Finger zu laufen und das war doch viel besser als ein paar mickrige Salatblätter. "Wie wär's, wenn du dir morgen frei nimmst? Du hast selbst gesagt, dass das Schlimmste vorbei ist.” Lewis verzog das Gesicht. “Aber -…
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Lewis blieb bei den ganzen Ausstellungsstücken zurück, während Santiago mit dem Kerl in seinem Büro verschwand. Vermutlich durfte er hier nicht kiffen, aber seine Kopfschmerzen waren zu groß, alsdass er sich um andere Leute gekümmert hätte, und er tat es trotzdem. Wenn sie ihn doch rauschmissen, würde er eben draußen warten, aber so lange brauchte sein Freund sowieso nicht. Fünf Minuten, dann kam er mit zwei Helmen wieder heraus, munter und frisch und ganz sicher nicht mehr das Monstrum, das Lew…