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Vincent schmunzelte. Die Beziehung zwischen Nora und Thomas war wirklich eine interessante. Er würde sich da nicht einmischen, solange es nicht handgreiflich zwischen den beiden wurde. "Die Menschen auf dem Land sind widerstandsfähig, als du annimmst. Aber ja, hier und da wird es ein bisschen eng. Ein, zwei Familien sind mutig genug, um uns um Hilfe zu bitten, wenn der alte Dr. Clark mal nicht zur Verfügung steht. Sie haben mitbekommen, wie manche Leute hier ankommen wie gut wir uns um sie kümme…
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Vincent lehnte sich nach hinten gegen Thomas, genoss dessen Nähe. Er konnte riechen, dass der Mann erst vor kurzem noch draußen gewesen war. "Ja," antwortete er auf Thomas' Frage. "Alles ist in bester Ordnung und aus irgendeinem Grund irritiert mich das ungemein." Er drehte sich in Thomas' Griff um und musterte den Mann. Er zeigte eindeutige Zeichen von jemandem, der vor noch nicht allzu langer Zeit in der Kälte des Winters herumgestapft war: seine Wangen und Nasenspitze waren noch ein wenig ger…
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Vincent sah Thomas nach, ein leichtes Lächeln auf den Lippen. "Das ist doch ganz gut gelaufen," meinte er zu sich selbst und hob die Bücher wieder vom Boden auf, bevor er die Leider nach oben kletterte und seine Arbeit wieder aufnahm. Vincent würde lügen, wenn er sagte, dass er sich nicht schon mehr als einmal den Kopf darüber zerbrochen hatte, wie Thomas seinen Haushalt erklären sollte. Aber jetzt hatte er es ja hinter sich. Außer Nora und Esther gab es keine weiteren Überraschungen. Gut, man k…
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"Ich hätte dich vorwarnen können, ja, aber dann hättest du deine Lektion ja gar nicht gelernt. Ich dachte, du bist Akademiker?" neckte Vincent. Ein Teil von ihm wollte lauthals loslachen angesichts der Tatsache, wie Thomas da gerade vor seinen Augen im Boden zu versinken versuchte. Ein anderer Teil fühlte sich durchaus schuldig dafür, ihn nicht vorgewarnt zu haben. Keine dieser beiden Teile gewann schlussendlich die Überhand. Thomas wusste, was Vincent von der Hinterhältigkeit der High Society h…
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Vincent legte Thomas nun beide Hände an die Wangen und brachte dessen Gesicht ganz nahe an sein eigenes. "Glaubst du wirklich, dass ich Nora irgendetwas vorschreiben könnte? Sie kann jederzeit Nein sagen, wenn ich sie um etwas bitte, aber sie hat sich dazu entschieden, meine Haushälterin zu sein. Und nur, weil du der Meinung bist, sie wäre hervorragend für die Vernichtung von Vampiren geeignet: meinst du nicht, dass das auch ihre Entscheidung ist? Du hast selbst gesagt, dass du keine Ahnung von …
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Vincent nahm Thomas Hand von seinem Mund und drückte einen Kuss auf die Innenfläche, bevor er sie losließ. "Was willst du denn mit der Information anfangen, dass ich vor zweihundert Jahren mal eine Hexe war?" neckte er. Dann küsste er Thomas' Kiefer, um dessen Gedanken wieder ein bisschen zu bremsen und vielleicht sogar zu fokussieren. Der würde sich sonst noch in den Hintern beißen, wenn sich Vincent wiederholen musste. "Magie ist wie die Elemente: Ein Teil der Natur. Zumindest hat mir meine Mu…
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Vincent bekämpfte den Drang, Thomas zu unterbrechen, während dieser all die Gründe aufzählte, warum Hexen nicht existieren konnten. Er war so davon überzeugt, es war wirklich eine Komödie in drei Akten, die sich da vor Vincents Augen abspielte. Lächelnd nahm er Thomas ein weiteres Buch ab und schob es ins Regal zurück, während er darauf wartete, dass der Mann sich endlich so sehr um Kopf und Kragen geredet hatte, dass er den Punkt selbst fand. Was er dankenderweise auch gleich darauf tat. Vincen…
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Vincent gefiel sein neuer Alltag. Früher war er allein durch die schier endlosen Hallen seines Anwesens gewandelt, hier und da unterbrochen von einem kurzen Gespräch mit dieser oder jenem Angestellten. Ja, das Haus war in gewisser Weise immer voll gewesen, aber Vincent war trotzdem immer einsam geblieben. Mit Thomas hatte sich das geändert. Vincent erwischte sich immer öfter dabei, wie er seine eigene Arbeit unterbrach und einfach nur dabei zusah, wie Thomas die Stirn in Falten legte, am Ende ei…
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Vincent schnurrte, als er Thomas' warme Lippen auf seiner Brust spürte. "Himmel, bist du attraktiv, wenn du den Akademiker raushängen lässt," sagte er, packte Thomas am Kragen und küsste ihn erneut, diesmal ein wenig energischer, ungezügelter. Er hatte schon viele Seiten an Thomas kennengelernt - den schüchternen Mann, den Arzt, den Jäger, den talentierten Liebhaber - aber wann immer er selbstbewusst auftrat, schickte es einen wohligen Schauer Vincents Rückgrat hinunter. Und dieser Thomas, der s…
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Vincent stellte die Öllampe auf dem Schreibtisch ab, damit Thomas etwas sehen konnte, und überließ ihn seinen Studien. Er machte das Feuer im Kamin noch an - er konnte Thomas ja nicht einfach erfrieren lassen - dann überließ er ihn für eine Weile sich selbst. Thomas reagierte kaum, als Vincent ihm zum Abschied einen Kuss auf den Scheite drückte, was er nur belächeln konnte. Vincent kam später noch einmal wieder, um Thomas etwas vom Abendessen und eine Kanne Tee zu bringen. Einen Moment lang beob…
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Vincent lehnte sich gegenüber der Tür an die kalte Steinwand des Ganges und beobachtete Thomas, wie der sich umsah. Er wirkte wie ein kleines Kind, dem man gerade etwas wundervolles geschenkt hatte. Er machte sich eine geistige Notiz: wenn er mal nicht wusste, was er Thomas schenken sollte, kaufte er ihm einfach ein Schwert oder ein Messer. Er lächelte Thomas an und stahl sich einen Kuss. "Oh nein. Mein Freund will ein Buch lesen. Wie furchtbar," scherzte er, drehte sich aber wieder um und führt…
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Vincent nahm den Schlüssel entgegen und nahm Thomas mit zu der versteckten Tür zum Keller. Mit jedem Schritt weiter nach unten wurde es kälter. "Deine Sorge ist durchaus berechtig," meinte Vincent auf ihrem Weg nach unten. "Aber du musst dir wirklich keine Sorgen um meine Belegschaft machen. Das ist nicht das erste Mal, dass wir einem alten Vampire gegenübertreten. Du erinnerst dich doch bestimmt daran, wie ich dir sagte, dass dieses Haus Geister hat, als du das erste Mal hier warst, oder? Ich m…
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Vincent kippte das Blut in seiner gewohnten Geschwindigkeit herunter und stellte das Glas weg. "Das hast du also den ganzen Tag über in der Kutsche gemacht. Meine Frisur ruiniert und einen ganzen Schlachtplan entworfen," kommentierte er und lehnte sich gegen die Arbeitsfläche. Aber eigentlich machte sich Vincent gar nicht darüber lustig. Es war gut, dass Thomas die Sache so ernst nahm. Es beruhigte ihn ein wenig. "Simon musst du dir mit Nora hier teilen. Er ist derjenige, der sich für uns im Dor…
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"Sagt der richtige," schmunzelte Vincent und kuschelte sich an Thomas - seinen Thomas. Er schlang einen Arm um den Mann, ein Bein, klammerte sich praktisch schon an ihn, und legte seinen Kopf auf Thomas' Brust ab, wie er es so gern tat, wann immer sich ihm die Möglichkeit dazu bot, Und in den letzten zwei Tagen hatte er nicht wirklich Gelegenheit dafür gehabt. Allein schon ausgestreckt im Bett liegen zu können war Balsam für seine verspannten Muskeln. Vincent seufzte wohlig auf, sein Verstand sc…
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Mit Thomas zu tanzen glich einem Traum. Vincent hatte das Gefühl, in einen seiner Märchenbände gesaugt worden zu sein. Thomas war sein Prinz, der Musikraum ihr Ballsaal. Hier und da erlaubte sich Vincent einen etwas gewagteren Schritt, der Thomas aus dem Konzept brachte. Vincent lachte und schlang seinen Arm wieder um den Mann, half ihm zurück in den Rhythmus. Bis er es nicht mehr tat. Er brach den langsamen Schritt des Walzers, brachte Thomas zum Stolpern. Aber er fing ihn auf und presste ihn g…
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Vincent schnurrte, als er Thomas warme Hände auf seiner Hauf spürte. "Ich erinnere mich," antwortete er. "Da habe ich es zum ersten Mal gehört. Es war ein bisschen anders, überraschter irgendwie, aber sehr ähnlich. Du bist damals übrigens auch rot geworden." Er lächelte Thomas an, der genauso rot wurde wie in seiner Erinnerung. Also küsste er ihn auf die Stirn. "Du darfst mich so viel küssen und berühren, wie du willst. Solange ich das auch darf. Solange ich auch in Zukunft den Geschichten, die …
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"Dass du stark bist," antwortete Vincent ohne auch nur eine Sekunde zu zögern. "Es schlägt kräftig und regelmäßig, kein einziger Fehler im Rhythmus. Aber manchmal," Vincent lächelte geradezu verträumt, "manchmal zuckt es ein kleines bisschen. Deswegen weiß ich, dass du mich liebst. Denn dieses Zucken passiert jedes Mal, wenn du mich siehst. Wenn ich den Raum betrete, wenn ich am Abend das erste Mal meine Augen öffne. Wenn ich dich küsse." Vincent lehnte sich über Thomas' Brust und drückte einen …
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Vincent kuschelte sich eng an Thomas. Er hatte nicht das Gefühl, auf seine Essgewohnheiten stolz sein zu müssen. Aber er sagte nichts dazu, nahm das Kompliment einfach hin und genoss die Nähe seines Liebsten. "Sprach der Mann, der sich im wahrsten Sinne des Wortes Knochen gebrochen hat, um einen Punkt zu machen," gab er zurück. Er küsste Thomas' Kiefer. "Einen ziemlich guten Punkt," fügte er lächelnd hinzu und küsste Thomas' Wange. Dann kuschelte er sich wieder an die Brust des Mannes, lauschte …
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Vincent ließ sich bereitwillig an die starke, warme Brust des Mannes ziehen, den er liebte. "Wie könnte ich?" seufzte er. Er betrachtete die Karaffe. Der Geruch des Blutes, auch wenn es bloß minderwertiges Tierblut war, war mit jeder Minute verlockender geworden. Und trotzdem sträubte sich etwas in ihm dagegen, sich davon zu ernähren. Sein Kiefer schmerzte. Er war sich ziemlich sicher, dass Tierblut noch nie so ekelhaft geschmeckt hatte, seit Thomas das Silber aus ihm herausgebrannt hatte. Die N…
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Vincent warf einen Blick auf die Karaffe und seufzte. Er wollte protestieren, dass er in dieser Hinsicht schon gegessen hatte, aber welchen Unterschied machte das schon, wenn er doch immer noch hungrig genug war, beim Anblick des Blutes sein Zahnfleisch pochen zu spüren? Er versuchte immer noch, seinen Hunger zu ignorieren, Nacht für Nacht, doch irgendwann musste er sich diesem Problem stellen und es wirklich in den Griff bekommen. Vorzugsweise bevor Vlad wieder bei ihm auftauchte und seine Spie…