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Aretis Blick lag unentwegt auf Faia. Die Frau war der Inbegriff von Leid und Schmerz, das in Wellen in der Nacht bis zu der Phönixin herüber geschwappt kam. So sehr war diese Frau von dem Tod einer ihrer Mitmenschen mitgerissen worden und für einen Augenblick wünschte sich Areti, selbst einmal einen Schmerz dieses Ausmaßes empfinden zu können. Doch dann tauchte immerzu das Bild ihrer Mutter vor ihrem geistigen Auge auf und sie verwarf diesen Gedanken alsbald. Denn dieser Wunsch ging damit einher…
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Endlich hörte Ember von August persönlich, was sie immer nur über Ecken und Kanten erfahren hatte. Wie tragisch es wirklich gewesen war, denn wer konnte es ihm schon übel nehmen wissen zu wollen, woher die plötzliche Entdeckung der Magie stammte? Warum die Menschen erst so spät diese Fähigkeiten erhielten. Dass er dabei zuerst seine Familie verlor und diese wiederzubeschaffen suchte, war ebenso wenig vorzuwerfen. Wenn Ember es gekonnte hätte, wäre sie den gleichen Weg gegangen. Und wie sich hera…
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Es dauerte ein paar Augenblicke ehe die Erkenntnis zäh wie Honig in Embers Verstand sickerte. Newgate hatte sie nicht beide nicht verletzt, weil August es nicht wollte. Es war vielmehr seine eigene Persönlichkeit gewesen. Was wiederum bedeutete, dass andernfalls sie beide dort in diesem Alptraum hätten ebenfalls zu Staub zerfallen können. „Ja, Ruairi wäre wohl zweifellos dort gestorben. Es wäre egal gewesen, wer dort gelegen hätte. Für jeden Einzelnen hätte ich dich gerufen weil derjenige nur...…
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Ich werde dich nicht so gut schützen können wie August. Ob Hakim vergaß, dass der Teufel nicht mehr lange machte? Sein Ablaufdatum war festgeschrieben und Jaspers Zukunft ausladend genug, als dass er sich darum Gedanken machen musste. Er wollte in Zukunft niemanden haben, der ihn schützte. Er würde auf sich selbst aufpassen müssen. „Vielleicht bin ich ja immun? Wer weiß das schon“, grinste Jasper unstet nachdem Hakim ihm seine Bitte nicht abgeschlagen hatte sondern sogar daran dachte, sie zu erf…
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Jasper hatte es tatsächlich geschafft. Wie auch immer er es angestellt haben mochte, Augusts Aura und Puls waren noch da. Irgendwann im Laufe des Prozesses war er ohnmächtig geworden und so konnte Ember nur dabei zusehen, wie die beiden Männer ihn raus aus dem Koffer und hoch in sein Zimmer trugen. Neben ihr folgte Jasper, der schwer atmete und sich nicht ansatzweise bewusst war, was er da gerade geleistet hatte. Zu sehr waren sie alle darauf fixiert, dass August noch immer ohne Bewusstsein war.…
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„Er sagt, dass es das sei. Ich hab bisher nur Bilder davon gesehen, aber nichts sah vergleichbar aus.“ Perley hatte Ember und August wieder zu Boden genötigt, wo sie neben ihm Platz genommen hatte. Seine deutlich kältere Hand war noch immer von der ihren umfasst während sie selbst die schwarzen Adern betrachtete. Diese Dornen... das war doch nicht mehr normal. Perley reagierte frustriert, verständlich, doch es reichte nicht wirklich an Ember heran. Die Angst, dass es doch keinen Weg hinaus gab, …
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Gab es sowas wie magische Transfusionen? Konnte man das, was in den schwarzen Adern steckte, einfach auswaschen und ersetzen? Lag das im Bereich des Möglichen? Was hätte Ember nicht alles dafür gegeben, auf diese Fragen Antworten zu haben. Mit absoluter Sicherheit sagen zu können, dass alles wieder gut werden würde. Dass sie noch Zeit hatten. Zeit... „Hör auf von deinem Herzen als schwarzen Klumpen zu sprechen“, zischte sie ihn leicht angegriffen an, das Resultat von der ständig anhaltenden Ansp…
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Die Schritte, die Ember auf August zu machte, wirkten wie ein Marathon. Wie eine unglaublich lange Strecke, deren Ende immer wieder in die Ferne rückte. Eisern hielt sie ihren Blick auf den Mann am Baum gerichtet, der sich noch immer kaum rührte. Die Adern sahen alles andere als gut aus und wirkten nicht wie etwas, das sie schnell beseitigen konnte. Hatten sie vielleicht recht gehabt, dass er hier seine letzten Momente haben wollte? Wollte er es wirklich ohne ihre Anwesenheit tun? So war der Dea…
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„Jap, Dolores lebt und führt ein sehr erfolgreiches Etablissement“, antwortete Ember mit einem Schmunzeln. „Hat August und mir schon unter die Arme gegriffen, da wusste ich noch gar nicht, wer sie war. Als er zu mir sagte, er müsse noch ins Freudenhaus, hatte ich nicht an so ein Versprechen gedacht.“ Nein, sie war stattdessen schon fast an die Decke gegangen. Wobei der Umstand damals noch ein anderer gewesen war. Das Schmunzeln in ihrem Gesicht wurde jedoch zäh als sie in das offenherzige Lächel…
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Ember konnte bis zu ihr spüren, wie Perleys Achtung für die gerade noch tiefer abwärts fuhr als der Mariannengraben. Aber darum ging es nicht. Sie wanderten jetzt schon Ewigkeiten durch diesen Gruselwald, ohne auch nur ansatzweise eine Ahnung zu haben, wie sie August fanden. Diese Ungereimtheit vor ihnen war der erste Anhaltspunkt, den sie nutzen konnten. Sofern sie ihn nicht vorher umbrachten. „Pfft, dem Tode geweiht sind wir alle, du Pfosten...“, murmelte Ember leise auf Newgates Ausruf hin un…
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„Würde es Euch gefallen, fremdbestimmt zu werden? Einzig und allein für einen bestimmten Zweck in die Existenz gebracht worden zu sein und sein Schicksal nichts selbst in die Hand nehmen zu können? Ich schätze nicht.“ Ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. War das nicht das, was jedes denkende Wesen bezweckte? Areti konnte sich damit abfinden, unter welchen Umständen sie auf die Erde gekommen war. Wie es um ihre Geschichte und Herkunft stand. Aber ihren Werdegang, wie sie ihr Leben hier zu…
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Es dauerte zu lange. Viel zu lange. So lange, dass Ember an Newgates Kopf vorbei blicken und feststellen durfte, dass Perley offensichtlich nicht unbedingt für ein Tagteam eingestellt war. Sie brachte ein ersticktes Geräusch hervor, als sich eine Hand auf ihr Gesicht zubewegte, ihre Finger schlossen sich fester um den Griff der Baretta, die noch immer in ihrer Hand war. Na gut, vielleicht hatte Perley ja doch recht gehabt und sie war noch befangen. Die Hand wurde plötzlich von ihrem Gesicht wegg…
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Dass ein Versuch sinnlos war hatte Ember schon nach etwa zwei Sekunden merken dürfen. Es schrie von allen Seiten jemand auf sie ein mit wirren Worten, die sie nicht verstand. Sie hatte aufgehört zu lauschen, da hatte Perley seinen Satz erst zur Hälfte vervollständigt. „Vielleicht hätte ich doch eine Waffe einpacken sollen. Erinnern Sie mich das nächste Mal dran, nicht unbewaffnet aus dem Haus zu gehen“, murmelte Ember und stapfte Perley hinterher, der die erste Richtung angab. Es änderte sich re…
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Ro grummelte leise als Dane ihn an den Haaren zog, sodass er seinen Blick aufwärts richten musste. Allerdings hielt er sich so gut es ging in Dane's Armen, nicht gewillt ihn großartig von sich selbst abrücken zu lassen. Angesichts seiner nun folgenden Worte war er sich allerdings nicht mehr ganz so sicher, ob er das tun sollte oder nicht. Seine Atmung wurde abrupt flacher als seine eigene Fantasie ihn zu hintergehen begann. Mit jedem Gedanken, den Dane spannte, baute Ro's Fantasie das dazugehöri…
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Nach rems Erklärung nach hatte sich August im wahrsten Sinne des Wortes verrannt. Er war irgendwo stecken geblieben oder gelandet und wusste vermutlich selbst nicht einmal, wo er sich befand. Sollte dieses eingebildete Abbild doch behaupten, dass sie ihm nicht mehr helfen konnte. Dann würde sie dem dämlichen Abbild zeigen, dass ihre veralteten Theorien in der Zeit stecken geblieben waren und sie gefälligst an ihren eigenen Worten ersticken sollte. Gott, wie sie dieses Abbild nicht ausstehen konn…
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Anfänglich musterte Ember interessiert die Gestalt im Spiegel, deren Augen nicht von dieser Welt zu stammen schienen. Sie wies deutlich die Züge auf, wie man sie von einer Person im wahren Leben erwarten würde, und doch wurde die Detective den Eindruck nicht los, dass hier noch andere Dinge am Werk waren. Ember wusste, dass es nur eine Essenz war, die hier im Spiegel eingeschlossen war und demnach hielt sie Rem für ein Echo ihrer Selbst. Eine Figur, die nach Augusts Vorstellungen so festgehalten…
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Das, aus dem Areti entstammte und wo sie viel zu schnell erwachsen geworden war, konnte man nicht als Haushalt bezeichnen. Das war ihr ebenfalls erst viel später aufgefallen. Unter den Göttern gab es keinen Haushalt, keine Verpflichtungen und Regeln in gewöhnlichem Sinne. Im Himmelsreich lebte man nach Dekreten und vergeudete die Zeit, von der es sowieso sinnlos viel gab. In ihrer kurzen Existenz hatte Areti noch kein Gefühl dafür, wie schnell die Zeit auf Erden verging und Leben dahin raffte. D…
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Aretis sanfter Ausdruck bekam plötzlich einen angespannten Unterton. Sie hatte sich nicht verhört als Zoras erwähnte, sie könne ihre Essenzverschenken. Hatte er denn noch immer nicht verstanden, was dies bedeutete? Hatte er nicht an Kassandra gesehen, was es mit den Göttern anstellte? Es gab unter den Menschen kaum Gute, und die die es waren, fielen zu schnell und rissen ihre Essenzen mit sich in den Abgrund. Niemals würde Areti einen Teil ihrer Seele abspalten. Niemals würde ein anderer Gott od…
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„Der Würfel.“ „Was für'n Würfel?“, schaltete sich Jasper dazwischen und sein Blick sprang zwischen Ember und Perley hin und her. Irgendetwas stimmte nicht und erst jetzt dämmerte er ihm, dass es etwas damit zu tun haben könnte, dass er August den ganzen Tag nicht einmal gesehen hatte. „Oh Scheiße. Ist August was passiert?“ „Wahrscheinlich“, kappte Ember den Satz kurzerhand und biss sich auf die Unterlippe. Vielleicht hätte sie doch nicht einfach so den Würfel würfeln sollen. Das käme ganz bestim…
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Babumm. Babumm. Dies war einer der ursprünglichsten Rhythmen, die es auf der Welt gab. Nichts konnte jemanden die gleiche Sicherheit vermitteln wie der gleichmäßige Herzschlag eines Lebewesens. Es bedeutete das Leben, die helle Seite der Medaille und all das Gute, das es auf Erden gab. Solange dieser Rhythmus unter ihrer Handfläche schlug, fühlte sich Sylea sicher und bestätigt. Gar furchtlos, wenn er an ihrer Seite stand. Nur widerwillig ließ sie zu, dass Cain ihre Hand von seiner Brust löste d…