Wollte sich Ember tatsächlich mit Perley messen? Ganz bestimmt nicht. Wenn dieser Typ eine ernsthafte Gefahr für Zauberer darstellte, dann würde sie ihm maximal den kleinen Finger brechen können bevor er sie regelrecht zerfleischte. Und selbst wenn ihre geschätzten Kollegen sich dafür interessierten, was hier gesprochen würde, so änderte es nichts daran, dass die standardisierte Security aller höchstens für die Penner reichte, die sich manchmal hierher verirrten. Hätte einer ernsthaft versucht Perley zu stoppen, würde derjenige seinen Kopf vermutlich nicht mehr ganz so hoch oben tragen.
Schlagartig veränderte sich der Gesichtsausdruck des Mannes vor ihr und wechselte von dieser schneidenden Kälte zu etwas anderem, auf das Ember nicht ganz kommen wollte. Dafür erschrak sie, als die Tür in ihrem Rücken erzitterte, kaum schlug Knight mit seiner Faust dagegen. Es war, als hätte man diesen Kerl regelrecht gerufen. Den wollte sie ganz bestimmt nicht in ihrem Büro wissen, wenn Perley hier gerade wütete. Apropos wüten; der Butler entpuppte sich vor ihren ungläubigen Augen als wahres Chamäleon. Es waren keine sonderlich großen Handgriffe, die Perley vollzog, aber sie reichten aus, dass selbst sie daran zweifelte, dass vor ihr ein Jäger stand. Wenn sie es sich recht überlegte, hatte sie ihn noch nie ohne Fliege oder gar mit einem offenen Hemd gesehen. Umso verblüffter war sie, als seine Verwandlung komplett war und er sogar noch eine Bäckerstüte wortwörtlich aus dem Ärmel schüttelte. Das war ja nicht zu fassen...
Erneut forderte der Commissioner nach Aufmerksamkeit und jetzt musste sie sie ihm gewähren. Trockenen Mundes drehte sie sich um und öffnete die Tür, um dem Wahnsinn seinen Lauf zu lassen. Dass das keine Untertreibung gewesen war, durfte sie Sekunden später bezeugen. Alles, was Ember tun konnte, war starren wie ein debiles Kind.
Perley lächelte. Breit.
Ember fühlte sich völlig im falschen Film als Perley überschwänglich Knights Hand packte und sie schüttelte. Dieses Attentat der anderen Sorte schien selbst bei dem steifen Sack von Commissioner zu ziehen, denn der war eher perplex als alles andere. Allerdings konnte sie sehr gut nachvollziehen, wie er sich fühlen musste, als er Perley seine Hand regelrecht entriss.
„Sorry, dass du mir wieder nachräumen musstest. Wir sehen uns später“, stimmte sie Perley zu, nahm die Tüte entgegen und schmunzelte ihn peinlich berührt an.
Wie auch immer in Gottes Namen sie das zu Stande gebracht hatte.
Beide schauten dem frohlockenden Gang des uneingeladenen Gastes nach ehe sich ihre Blicke untereinander wieder trafen. „Sir, es tut mir leid. Colin ist ein wenig... na ja, ungestüm, wenn ich das mal so sagen darf. Es kommt nicht wieder vor, ich werde ihn daraufhin gehend noch mal ansprechen.... Allerdings frage ich mich allen Ernstes, wie er mit Johnson.... Ach, auch egal. Kann ich etwas für Sie tun?“
Der Rest des Arbeitstages verschwamm in einer undeutlichen Masse von Eindrücken. Knight hatte tatsächlich nur von dem 'Eindringling' gehört und wollte dem auf den Grund gehen, um sich danach wieder zurückzuziehen und seinen eigenen Angelegenheiten nachzugehen. Was Ember ganz recht kam, denn sie war nicht mehr ganz pässlich. Noch zwei weitere Male hörte sie leise wie einen Nachhall ihren Namen und die Gewissheit traf sie härter als geahnt. Sie hatte August versprochen, dass sie käme wenn er nach ihr rief. Und genau das tat er jetzt.
Also gestand sie Ruairi, dass sie ihren Plan mit den Castern doch nicht umsetzen würde. Weil es wohl doch zu riskant war und er es ihr auch abgeraten hatte. Ein kleines Zeichen, dass sie nicht wirklich ihren Dickkopf immer und überall durchsetzen musste. Stattdessen hatte sie sich bei ihm für seine ständige Unterstützung bedankt und sich anschließend in den Feierabend verabschiedet.
Der Fahrtweg zum Dusk & Dawn war binnen Sekunden für sie gefühlt zurückgelegt und als sie ihren Wagen geparkt hatte und ausgestiegen war, brodelte es in ihr. Perley hatte recht, dass es ihre Schuld war, dass sich August praktisch in Luft aufgelöst hatte. Einzig und allein der Schluss blieb übrig, dass er sich in seiner eigenen Magie irgendwie verrannt hatte. Andernfalls würde sie seine Stimme wohl kaum hören und Perley solche Schwierigkeiten haben, ihn aufzuspüren. Wie auch immer es sein mochte, sie würde ihn zurückholen.
Schlagartig veränderte sich der Gesichtsausdruck des Mannes vor ihr und wechselte von dieser schneidenden Kälte zu etwas anderem, auf das Ember nicht ganz kommen wollte. Dafür erschrak sie, als die Tür in ihrem Rücken erzitterte, kaum schlug Knight mit seiner Faust dagegen. Es war, als hätte man diesen Kerl regelrecht gerufen. Den wollte sie ganz bestimmt nicht in ihrem Büro wissen, wenn Perley hier gerade wütete. Apropos wüten; der Butler entpuppte sich vor ihren ungläubigen Augen als wahres Chamäleon. Es waren keine sonderlich großen Handgriffe, die Perley vollzog, aber sie reichten aus, dass selbst sie daran zweifelte, dass vor ihr ein Jäger stand. Wenn sie es sich recht überlegte, hatte sie ihn noch nie ohne Fliege oder gar mit einem offenen Hemd gesehen. Umso verblüffter war sie, als seine Verwandlung komplett war und er sogar noch eine Bäckerstüte wortwörtlich aus dem Ärmel schüttelte. Das war ja nicht zu fassen...
Erneut forderte der Commissioner nach Aufmerksamkeit und jetzt musste sie sie ihm gewähren. Trockenen Mundes drehte sie sich um und öffnete die Tür, um dem Wahnsinn seinen Lauf zu lassen. Dass das keine Untertreibung gewesen war, durfte sie Sekunden später bezeugen. Alles, was Ember tun konnte, war starren wie ein debiles Kind.
Perley lächelte. Breit.
Ember fühlte sich völlig im falschen Film als Perley überschwänglich Knights Hand packte und sie schüttelte. Dieses Attentat der anderen Sorte schien selbst bei dem steifen Sack von Commissioner zu ziehen, denn der war eher perplex als alles andere. Allerdings konnte sie sehr gut nachvollziehen, wie er sich fühlen musste, als er Perley seine Hand regelrecht entriss.
„Sorry, dass du mir wieder nachräumen musstest. Wir sehen uns später“, stimmte sie Perley zu, nahm die Tüte entgegen und schmunzelte ihn peinlich berührt an.
Wie auch immer in Gottes Namen sie das zu Stande gebracht hatte.
Beide schauten dem frohlockenden Gang des uneingeladenen Gastes nach ehe sich ihre Blicke untereinander wieder trafen. „Sir, es tut mir leid. Colin ist ein wenig... na ja, ungestüm, wenn ich das mal so sagen darf. Es kommt nicht wieder vor, ich werde ihn daraufhin gehend noch mal ansprechen.... Allerdings frage ich mich allen Ernstes, wie er mit Johnson.... Ach, auch egal. Kann ich etwas für Sie tun?“
Der Rest des Arbeitstages verschwamm in einer undeutlichen Masse von Eindrücken. Knight hatte tatsächlich nur von dem 'Eindringling' gehört und wollte dem auf den Grund gehen, um sich danach wieder zurückzuziehen und seinen eigenen Angelegenheiten nachzugehen. Was Ember ganz recht kam, denn sie war nicht mehr ganz pässlich. Noch zwei weitere Male hörte sie leise wie einen Nachhall ihren Namen und die Gewissheit traf sie härter als geahnt. Sie hatte August versprochen, dass sie käme wenn er nach ihr rief. Und genau das tat er jetzt.
Also gestand sie Ruairi, dass sie ihren Plan mit den Castern doch nicht umsetzen würde. Weil es wohl doch zu riskant war und er es ihr auch abgeraten hatte. Ein kleines Zeichen, dass sie nicht wirklich ihren Dickkopf immer und überall durchsetzen musste. Stattdessen hatte sie sich bei ihm für seine ständige Unterstützung bedankt und sich anschließend in den Feierabend verabschiedet.
Der Fahrtweg zum Dusk & Dawn war binnen Sekunden für sie gefühlt zurückgelegt und als sie ihren Wagen geparkt hatte und ausgestiegen war, brodelte es in ihr. Perley hatte recht, dass es ihre Schuld war, dass sich August praktisch in Luft aufgelöst hatte. Einzig und allein der Schluss blieb übrig, dass er sich in seiner eigenen Magie irgendwie verrannt hatte. Andernfalls würde sie seine Stimme wohl kaum hören und Perley solche Schwierigkeiten haben, ihn aufzuspüren. Wie auch immer es sein mochte, sie würde ihn zurückholen.
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Asuna ()