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„Knight.“ Zugegeben, Ember hatte nicht damit gerechnet, direkt in Knights Hände zu laufen. Beinahe manisch suchte sie die anwesenden Caster nach Ruairi ab, fand ihn jedoch nicht. Erleichterung traf sie, die noch gar nicht angebracht war. Denn es krachte hinter ihr und bugsierte sie etliche Schritte nach vorn, die die Caster, die ohne schon angespannt waren, noch weiter reizte und sie nervös zucken ließ. Ember stieß derweil ein Dankesgebet aus, dass Henry immerhin auf sie gehört hatte. Dann war K…
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Diese Waschung erinnerte eher an ein sorgfältiges Abtasten. Tatsächlich nutzte Kassandra die Situation, um besser beurteilen zu können, inwiefern sie Zoras berühren konnte, ohne dass er auf die Barrikaden ging. So tastete sie sich mit Hilfe des Lappens über seinen gesamten Körper, prägte sich die Stellen ein, die ihn besonders verspannen ließen. Es lag kein Lächeln auf ihrem Gesicht oder gar die Leichtfertigkeit wie früher. Aber ihre Augen waren butterweich während sie sich vorarbeitete. Stetig …
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Wie beiläufig begegnete Ember Hakims Blick. Dass selbst in seinen Augen Erstaunen stand, war nicht wirklich als positiv zu werten. Scheinbar hatte wirklich noch keiner auch nur einen Gedanken daran verschwendet, die Brücke zu den Castern zu schlagen. So sehr verabscheuten sich die Zauberer sogar untereinander. Es waren drei Fronten, keine zwei. Mit sichtbarem Erschrecken rückte Ember ein wenig weiter zur Seite, als Siobhan ihren Unmut kundtat und Risse erzeugte. Risse, die keinen natürlichen Urs…
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Aus dem hinteren Abteil kicherte Helena trocken. „Hat die Welt gerade die Polizistin geadelt? Ich glaube, sie sollte noch ein bisschen mehr über die Wörter lernen, mit denen sie um sich wirft.“ Ihr Begleiter legte ihr eine große Hand auf die Schulter, damit der Streitwagen nicht noch genau das provozierte, was in ihrem Titel mitschwang. Ember hingegen hatte kein Gehör mehr für Helena sondern starrte Siobhan finster an. Was sollte bedeute, er würde keine Gefahr darstellen? Wollte sie allen ernste…
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Jedes Wort, was nun über Kassandras Lippen gekommen wäre, war das Zeugnis darüber, wie sehr sie die Taten ihres Artgenossen verurteilte. Noch immer befand sie sich in dem Spagat aus Genugtuung und Reue, einen der ihren getötet zu haben. Aus purem Zorn, all dem, was einen Phönix nie erreichen sollte. Also schwieg sie, zumindest bis zu dem Augenblick, als Zoras auch die letzte stoffliche Hülle fallen ließ und ihr Blick wie magisch angezogen auf das schwarze Mal an seiner Hüfte fiel. Es war grobsch…
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Zoras' Reaktion verdeutlichte Kassandra, dass sie noch immer überschätzte, was er von Göttern zu wissen gedachte. Früher hatten die Menschen bei ihrem Anblick ihr Wunder zugeschrieben oder die schlimmsten Katastrophen der Weltgeschichte. Es gab nichts in der Welt, was sich dem Wirken eines Gottes entziehen könne. Und so wie sich Kassandra ganz einfach unsichtbar unter die Menschen mischen konnte, so einfach konnte man deren Bewusstsein manipulieren. Ihre reine Präsenz reichte aus, um den Körper …
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Unverkennbar erschien die Begeisterung auf Zoras' Gesicht, als er nur daran dachte, wie sie sich ein Zimmer mit ihm teilen wollte. Oder weil es ein Gasthaus war? Oder dachte er einfach mit derselben Melancholie wie Kassandra es auch tat? Ihr fiel auf, dass es wirklich vieles schwieriger machte, nicht mehr alle Gedanken mitanzuhören zu können. Also beschloss sie in der Zeit, in der die Menschen ihre Beute an den Mann brachten, darüber zu sinnieren. Bis jetzt hatten sie beide nur spärliche Zweisam…
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Embers Finger schlossen sich immer fester um das runde Objekt in ihrer Hand. Bis zu der Sekunde, in der die Härte aus Prestegaards Gesicht abfiel. Eine Spur Erleichterung konnte sie nicht verbergen, als sich ihre Finger wieder entspannten und sie dabei zusah, wie sich alle anderen Arkana von ihren Plätzen erhoben. „Viel zu jung“, stimmte sie leise zu ehe Siobhan die entstandene Stille durchbrach. Träge ging Embers Blick zu Ruairis Schwester noch während sie das runde Objekt ungesehen wieder an s…
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Es war unmöglich, nicht auf die Blicke zu reagieren, die allesamt Ember zu durchlöchern schienen. Sie konnte die Gänsehaut unter den zahlreichen Stoffschichten nicht bekämpfen und ihrem Körper neue Regeln aufzwingen. Aber ihre Stimme konnte sie manipulieren, wie sie sich gab war manipulierbar. Öfter als sie sich daran erinnern konnte stand sie vor Opfern und Tätern, die sie mit weniger Boshaft anblickten, aber trotzdem eine Wirkung entfaltet hatten. Folglich war ihr von der ersten Silbe an bewus…
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Erstaunlich schnell vibrierte Embers Handy in ihrer Tasche. Sie zog es nur halb hervor, um die Nachricht aus dem Augenwinkel zu lesen und nickte kaum merklich. Natürlich war ihm nichts passiert. Ihr Gefühl hatte sie nicht getäuscht. Dass es aber einer seiner Männer war, machte es nicht unbedingt besser. Ohne zu zögern befolgte sie seine Anweisung und schaltete das Handy auf Flugmodus. Schließlich lag die Aufmerksamkeit aller auf dem Heiler, der offensichtlich mehr Kunde darüber hatte, was mit de…
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Während des gesamten Fluges war Kassandra wie vom Teufel verfolgt geflogen. Ihr missfiel das Gefühl, wie Zoras mit seinen Schuhen in ihrem Nacken saß und sich seine Kleidung an ihr rieb. Wie er wackelte, was ohne ihre Anweisung auch nicht unbedingt verwerflich war, und ständig Ängste litt, doch hinab zu stürzen. Noch schlimmer waren nur noch die beiden Sterblichen an ihren Krallen. Wie Zecken klammerten sie sich in ihr fest und litten noch stärkere Todesängste, als es überhaupt möglich sein soll…
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Schlagartig stellte Ember fest, dass es nicht unbedingt das Klügste war, einem angesäuerten Siegfried den Rücken zu zukehren. Es kostete sie jegliche Ressource, sich nicht zu ihm umzudrehen, als er sich offenkundig von ihr angegriffen fühlte. Stur hielt sie ihren Blick auf Siobhan gerichtet, die mit ihrem gehässigen Lächeln eigentlich einen Schlag ins Fressbrett verdient hätte. Jedenfalls sah Ember das so. Allerdings sah man an ihrer Miene, die sich passend verengenden Augen wie mit Kopfschmerz,…
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Schon bei ihrem ersten Treffen war Ember Gallows als durchaus sympathisch erschienen. Egal, wie kryptisch er sich ausdrücken mochte oder wie verwirrend sie seine Fähigkeiten fand. So kam sie auch nicht dazu, das amüsierte Lächeln vollständig zu kaschieren, als er dachte, sie würde ihn anmachen. Nicht den Part mit den hübschen Frauen. „Ich hatte zwar eher an ein unaufregendes Café gedacht, aber Ihre Erinnerungen werden Sie wohl nicht trügen“, sagte Ember stattdessen und musste sich stark daran er…
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Es war erst, nachdem sie aus dem Feuer trat, dass Ember bemerkte, wie blind sie damals bei ihrem ersten Besuch des Zwielichtsaals gewesen war. Wie ein Schlag traf sie die Erkenntnis, da hatte sie noch nicht einmal einen Schritt auf den schwarzen Boden des Saales gesetzt. Schon damals war sie ehrfürchtig, wenn nicht sogar etwas ängstlich gewesen. Aber der Druck, der nun wortwörtlich in der Luft lag, war ihr damals entfallen. Vielleicht lag es ja an dem Training, dass sich sämtliche ihrer Härchen …
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„Nicht immun, nein. Aber wesentlich empfindlicher in Bezug auf die Wahrnehmung von Giften.“ Das war ein durchaus nützlicher Effekt gewesen, als Kassandra ihre Essenz abgelegt hatte. Damals bedachte sie Shukran mit einem Schutz, nachdem Gifte überdurchschnittlich häufig eingesetzt wurden, um Widersacher aus dem Weg zu räumen. Da dieser Effekt aber grundlegend durch die Magie der Phönixe bestimmt wurde, traf der Effekt nicht mehr über einen Schwur zu. Kassandra konnte jegliches Gift heilen, war ab…
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Sylea wusste es mit jeder Faser ihres Körpers besser. Mit keinen Redekünsten der Welt hätte Cain seinen Freund, und das war Jace, von seinem Vorhaben abbringen können. Das, was in den Augen des Hackers gelegen hatte, ließ keinen anderen Rückschluss zu und selbst Ascan brachte diese Annahme nicht ins Wanken. Immerhin hatte er direkt und unverfälschten Kontakt zu Jace gehabt. Im Gegensatz zu Sylea. Du kannst ihm seine Last nehmen. Du weißt, wie es geht. Syleas Lippen zuckten obzwar des Säuselns in…
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Des Öfteren war Ember bereits aufgefallen, dass sich Augusts Wortschatz abänderte, sobald er anfing über Themen zu sprechen, die auch nur entfernt die Tore behandelten. Manchmal hätte sie viel dafür gegeben, nur ein einziges Mal in seinen Kopf blicken und das sehen zu können, was er in der Zeit im Tor getan hatte. Nicht, weil sie neugierig darauf war, wie es dort war. Sondern was es mit dem Mensch angestellt hatte, den es verschlungen hatte. Aber immerhin hatte sie nun drei Namen, die erschrecke…
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Kassandra war in der Eisfeste zweifellos vergewaltigt worden. Körperlich, mental und seelisch. Aber dieser Kuss mit Zoras auf der zerklüfteten Klippe, wo der Wind mit all seiner Macht an ihnen riss, bewies ihr, dass man ihr nicht alles hatte nehmen und suggerieren können. Telandir hatte sie geliebt, auf seine ganz eigene Art und Weise. Aber er wäre niemals so weich geworden in ihren Armen, hätte sich führen lassen und sämtlichen Widerstand aufgegeben. Dieser Kuss ließ in Zoras keine Alarmglocken…
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Da war es. Da war dieses Glitzern, wenn einem ein Licht aufging. Jenes Glitzern, das Ember schon öfter in Augusts Augen gesehen hatte und endlich in der Lage war, es fehlerfrei zu erkennen. Was auch immer er mit seinem schier maßlosen Wissen aus den Worten kombiniert hatte, schien mehr Sinn zu ergeben als das, was sich in ihren Windungen abspielte. Spätestens, als er Perley anwies, die Caster in einem anderen Raum bis zum Abend zu verbarrikadieren, wusste sie, dass das Wissen prekär sein musste.…
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Es dauerte schon eine gefühlte Ewigkeit. Ember wusste, wie es ablief, wenn Noland auf Informationsbeschaffung ging. Je nach Stärke des Geistes und Kooperationsbereitschaft ging es schneller oder langsamer vonstatten. Dass er jetzt aber schon fast zehn Minuten in völliger Starre mit dem Caster verbrachte, war für den aktuellen Stand zu lange. „Es dauert zu lange“, merkte sie deshalb auch für August hörbar an, der selbstverständlich nicht wissen konnte, was gewöhnlich war und was nicht. „Es sollte…