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  • Irgendwie war es seltsam, dass ausgerechnet Ilya hier diejenige war, die so kurz angebunden war. Normalerweise schmiss sie doch nur so um sich mit ihren Worten. Er folgte ihr auch weiterhin, bis sie schließlich vor einem Gebäude stehen blieb, das aussah wie alles, nur nicht wie ein Lagerhaus. Perfekt also, um eine größere Ladung Drogen zu verstecken. "Was aufgenommen? Wenn du mit wem reden willst lass mich das am besten machen. Die Vampire hier sind nicht gut auf euch Wölfe zu reden." Natürlich …

  • Cal lachte leise, ertappt. "War nicht unbedingt geplant, das mit dem Blut. Wie gesagt, ich war wütend. Ich hoffe, ich hab nicht die ganze Bar für euch zugemieft?" Seine Stimme war rau, ein Hauch von Selbstironie schwang darin mit, doch seine Augen verrieten, dass der Zorn noch immer unter der Oberfläche brodelte, auch wenn er sich mittlerweile wieder besser im Griff hatte. Die Erinnerung an Embers leblosen Körper, an das Blut, das den Boden tränkte, ließ seine Muskeln erneut anspannen; er konnte…

  • Calder hatte ihren Blick gesehen. Natürlich hatte er ihn gesehen. Wölfe kommunizierten ohne Worte, alles über Körpersprache - entsprechend gut war er darin, andere Leute zu lesen. Und Ilya konnte er manchmal lesen wie ein Buch. Immer wenn ihre hübsche Porzellanmaske verrutschte, schrie sie ihre Gedanken geradezu in die Nacht hinein. "Warum so angespannt? Ich weiß, dass ich einen schicken Hals hab." Er zuckte mit den Schultern, wandte den Blick wieder von ihr ab, um ihr das bisschen Raum zu geben…

  • Ein heiseres Seufzen entwich Santi, als er Lewis' Hände nur eine Sekunde nach seiner Bitte auf seinen Schenkeln spürte. Das war genau das, was er gewollt hatte. Aus dem Seufzen wurde ein ersticktes Keuchen, als Lewis seine Hände auf seiner Brust platzierte. Scheiße, das sollten sie öfter machen... Santi schloss die Augen und ließ sich in das Gefühl hineinsinken, ließ sich davon tragen. Sein Körper entspannte sich weit genug, um auf die neue Stimulation zu reagieren und schon bald rauschte die Lu…

  • Calder hob eine Braue. "Okay, hab mich damit abgefunden. Hatte nie ein Problem damit, ehrlich gesagt." Er zuckte mit den Schultern. Nahm eine Nase seiner Umgebung. Keine alte Magie. "Hast du's eigentlich mittlerweile mal ausprobiert? Das mit dem Trinken von einem Betrunkenen, um zu gucken, ob du doch betrunken werden kannst?" Smalltalk war einfach. Smalltalk war etwas, was Calder gut konnte. Und jetzt gerade brauchte er es ein bisschen, um sich von der Jagd abzulenken. Man sollte meinen, dass da…

  • Calders Knurren verstummte in dem Augenblick, in dem sich Ilya vor ihn schob. Sowas war ihm noch nie passiert. Noch nie hatte jemand einschreiten müssen, um ihn zu unterstützen. Die meisten taten es einfach, so lief das eben im Rudel, aber normalerweise war sein Wort Gesetz. Das hier war so seltsam. "Südliches Lager," wiederholte er leise für sich. "Sigma." Der Wolf hatte ein Ziel. Aber, wie er eben gelernt hatte, war er nicht derjenige, der hier sagte, wo es lang ging. Eine interessante Erfahru…

  • Calder folgte Ilya durch die Straßen und sah sich dabei um wie ein Welpe, der zum ersten Mal einen Garten sah. Diese Seite der Stadt war ihm nicht nur fremd, weil er noch nie hier gewesen war, sondern auch, weil die Stadt eine gänzlich andere war. Chrom, Stahl, und beton beherrschten die Umgebung, Hochhäuser dominierten den Himmel, anstatt der Baumkronen, die Cal gewohnt war. Und die Leute erst: alle in Eile, alle den Boden oder ihr Smartphone anstarrend, alle so... uninteressiert. Unzusammenhän…

  • Briar und Daisy sahen zu Cal, anstatt direkt zu antworten. Cal nickte ihnen zu, daraufhin nickten auch die beiden. Briar schloss sich mit Miklas zusamen, Daisy musterte Altair unverhohlen von oben bis unten. Cal knurrte sie kurz an, die machte einen halben Satz zurück, den Kopf leicht gesenkt. Sie würde sich benehmen. "Meldet euch, wenn ihr was findet," befahl Cal. "Jagen ja - erlegen nein. Verstanden?!" Wieder nickten seine beiden Wölfe. Die beiden Vampire nahmen seine Wölfe mit zu Orten, wo di…

  • Cal starrte in den Nachthimmel. Sterne waren hier keine zu sehen. Aber der Mond war stark genug, um der Lichtverschmutzung zu widerstehen. Er war nicht mehr ganz voll, das war letzte Nacht gewesen, aber sein Einfluss war noch immer stark. Nach Vollmond war es einfacher, mit allem umzugehen, als direkt davor, aber der Wolf war immer noch da, direkt unter der Oberfläche. Das Versprechen einer Jagd war alles, was ihn in Schach hielt. "Benehmt euch, klar?" wies Cal die beiden Wölfe - Briar und Daisy…

  • Kaum erreichten sie das Naturschutzrevier, da riss Cal schon die Tür seines SUVs auf und stürzte sich nach draußen. Seine Knochen brachen, seine Muskeln rissen entzwei. Es war nicht unangenehm, es passierte einfach. Und dann, nur einen Augenblick später, stand ein riesiger Wolf, wo vorher noch ein junger Mann gestanden hatte. Und dann rannte er los. Er rannte und rannte, heulte in die Nacht hinein und sein Ruf wurde vom Rest des Rudels erwidert. Heute Nacht waren mehr Wölfe unterwegs, mehr Leute…

  • Cal lächelte bitter. "Ich krieg keinen Babysitter?" Er leerte sein Bier und glitt von seinem Backhocker. Er bemerkte das Blut an seiner anderen hand und schnappte sich eine dieser kleinen Cocktailservietten, um es schnell abzutupfen. Gut, dass er zu Hause so viel zerschlagen konnte, sonst wären seine Handflächen in den letzten paar Tagen noch mehr in Mitleidenschaft gezogen worden. "Ich dachte, wir arbeiten ab jetzt zusammen?" Er ließ die Serviette auf der Theke liegen und schob die Hände in die…

  • "Zugang kannst du haben. Aber nur du. Wenn du mehr Wölfe mitnehmen willst geben wir dir Vampire in der gleichen Anzahl mit." Cal war drauf und dran, von seinem Barhocker aufzuspringen und loszulegen. Aber er wusste, dass es nicht so einfach war. Es gefiel ihm zwar nicht, aber er musste bleiben, musste verhandeln. Und irgendwie musste er dabei einen klaren Kopf behalten. "Unsere Routen? Als ob wir die nicht selbst überprüfen können."So viel zum klaren Kopf. Er atmete noch einmal tief durch, nahm …

  • Ein leises Knurren drang aus Cals Kehle, doch er stoppte sich, bevor es zu laut wurde. Er schloss die Augen, packte die Theke mit beiden Händen und zwang sich dazu, einmal tief durchzuatmen. Er drückte seine Wut so tief runter, wie er konnte - was nicht viel war, aber Kleinvieh machte ja bekanntlich auch Mist. Ihm war trotzdem nicht nach reden zumute. "Informationen? Schön. Unbekannte Akteure schleichen sich in unsere Geschäfte, obwohl wir extra Maßnahmen ergriffen haben. Kommt dir bekannt vor, …

  • Calder nahm einen kräftigen Schluck von seinem Bier und Ilya plapperte drauf los. Dämliche Vampire und ihre Politik. "Spar dir das Gelaber," knurrte er. "Du hattest Recht, ich lag falsch, bla bla bla. Jetzt gib mir die Zugeständnisse, meine Jungs durch euer Revier streifen zu lassen, damit ich diese Arschlöcher finden und zerfetzen kann." So, wie Calder gerade drauf war, würde er auch bis nach China schwimmen, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Sie hatten sein Rudel angegriffen.…

  • Ein ganzer Strang an Flüchen entwich Cal, als er die Antwort auf seine Nachricht erhielt und das Datum, plus die Uhrzeit sah. Aber eine andere Wahl hatte er nicht und er würde den Teufel tun und noch mehr Zeit verstreichen lassen. Das Rudel konnte auch nur so lange zurückgehalten werden, bevor auch sie Blut verlangten. Also stieg er am Abend des Vollmondes aus seinem SUV - fluchte erneut - und betrat die kleine Bar. An jedem anderen Tag hätte er sie wohl als schnucklig bezeichnet, aber heute Nac…

  • Fire and Feather [Pumi & Eari]

    Insane Pumpkin - - 2er RPGs

    Beitrag

    Aarin fristete seine Zeit in dem Café. Wie gut, dass er sehr geduldig sein konnte. Das war ja immerhin eine Tugend! Schließlich machte Kyle Feierabend - zehn Minuten zu früh... - und verließ den kleinen Laden. Aarin packte sein Notizbuch zusammen und stand ebenfalls auf. Er bezahlte ganz brav und warf dem Dämon noch einen warnenden Blick zu, bevor er auch ging. Aarin folgte Kyle. Sein Gang war entspannt, fast beschwingt – der Feierabend schien ihn zu beflügeln. Aarin folgte ihm in sicherem Absta…

  • Cal hatte sich kaum hingesetzt, da krachte seine Faust auch schon gegen das Geländer der Veranda. Das Holz splitterte, doch es war nicht genug. Nichts war genug, um das brennende Gefühl in seiner Brust loszuwerden. Wut, Schuld, Angst – alles kochte hoch, wie Lava kurz vorm Ausbruch. Er fühlte, wie sich seine Fingergelenke verschoben, wie sich seine Nägel zu Krallen verlängerten. Seine Zähne schmerzten im Kiefer, bereit, zu reißen. Sein Onkel stand nur einen Schritt entfernt, bleich, aber ruhig. …

  • Cal stand am Fenster im Arbeitszimmer seines Onkels, die Hände tief in den Taschen seiner Cargohosen vergraben. Es hatte angefangen zu regnen. Die Tropfen trommelten leise gegen die Scheibe, verzerrten das Bild der Aussicht. Die Erinnerung an das Treffen mit Ilya war noch frisch, die Worte hallten in seinem Kopf nach. Er hatte sich bemüht, ruhig und souverän zu wirken, doch innerlich war er unsicher gewesen. Das wurmte ihn. Gerade, weil es letzte Nacht noch so einfach gewesen war, mit ihr zu red…

  • Natürlich konnte sie ihm nichts versprechen, das wusste er. Sie hatte es ihm doch selbst gesagt, dass sie nur hier war, weil ein Telefonat zu unpersönlich gewesen wäre. Er erwartete auch gar keine Antwort. Er stand auf und streckte sich, ließ seinen Nacken knacken. "Wenn dann noch welche von euch übrig sind," meinte er. "Das Rudel wächst. Die Vampire fallen offensichtlich nur von Dächern." Er wandte sich ihr zu, suchte ihren Blick. Ihre Augen waren eigentlich ganz hübsch. Extrem ungewöhnlich, kl…

  • Verhandeln mit einer Geschäftsfrau. Von wegen einfach, Linden, dachte Cal. Aber es half ja alles nichts. "Das weißt du nicht," gab Cal schlicht zurück. "Wie gesagt: wir haben keine Probleme mit Drogen, weil wir keine Drogen im Revier haben. Ihr habt uns jetzt gewarnt, dass da was im Busch ist, also können wir Ausschau halten. Sobald sich was rührt, verteidigen wir uns und euer Problem ist weiterhin nur euer Problem. Ich weiß nicht, wie ihr Vampire das so handhabt, aber das Rudel agiert für gewöh…