Wieso nur, konnte man ihm nichts leicht machen? "Nun hör zu, eigentlich wollte ich nicht sofort damit heraus rücken, aber... Du musst jetzt mit mir kommen! Sofort!"
Dante sagte nichts, als er aufstand, sich eine Sweatshirtjacke überzog und eine Basecap aufsetzte.
Das musste er auch gar nicht, sein Blick verriet schon alles.
Auch wenn Dante ihn so ansah, Noel würde es einfach ignorieren und mit Dante zu ihrem Ziel gehen.
Hoffentlich würde sich jeder auf der anderen Seite an das halten, was er gesagt hatte. Nun ja, zumindest die, die er in der Sache mit Dante eingeweiht hatte...
Lustlos schob der junge König seine Hände in seine Hosentaschen und folgte Noel.
Chris war wenig begeistert von dem stillen Verschwinden seines Bruders.
Immerhin war er es, der sich immer wieder neue Ausreden einfallen lassen musste.
Aber Chris würde Dantes Verschinden sowieso erst einige Stunden später bemerken.
Jetzt lag er noch mit seiner Frendin im Bett und schlief zufrieden.
Gemeinsam erreichten sie schließlich den Spiegel, so Noel kurz anhielt. "Dieser Spiegel ist ein Tor. Es führt auf die andere Seite. Jene ist ein wenig... anders, als diese Seite. Das erste was dir wohl auffallen wird, bin ich und unsere neue Umgebung. Was aber auch immer sein sollte, sag es mir. Und hau nicht ab um alleine auf Erkundung zu gehen. Das wirst du schon früh genug tun können.", sagte der Kater kurz.
Noel lies sich das nicht zweimal sagen und verschwand nach ein paar gemurmelten Worten durch den Spiegel und dem Tor.
Auf der anderen Seite wartete er dann in seiner üblichen katzenartigen Form.
Dante spielte kurz mit dem Gedanken, einfach wieder zu verschwinden, doch dan packte ihn seine Neugier und er folgte dem Kater.
Auf der anderen Seite sah er sich kurz um.
"Und jetzt?", fragte er leicht desinteressiert.
Keine Interesse, trotz all dieser Veränderungen und der Tatsache, dass Dante ohne mit der Wimper zu zucken durch ein Tor/Spiegel gegangen ist?
Scheinbar war das mit seinem Gedächtnis doch noch irgendwie zu retten... "Folgen.", sagte Noel kurz darauf knapp und führte Dante zu seinen Schlafgemächern. Immerhin wollte der ja auf der anderen Seite noch etwas schlafen...
Eigentlich hätte Dante am liebsten geschrien so aufregend war das hier.
ABer er wollte dem kater nicht diese Genugtuung geben.
Er würde warten, bis er unbeobachtet war.
Auf dem Weg in irgendein gigantisches Schlafzimmer, kratzte er sich an seinem Handgelenk.
Irgendwie brannte es und er konnte das nicht lassen.
Noel mochte alt werden, aber das hieß noch nicht, dass seine Sinne groß schwanden oder er dumm war. Er bemerkte das Dante sich am Kratzer begann zu kratzen. "Sage ich nicht, du sollst mir sagen, wenn etwas anders ist... Tut es weh?" Er brauchte Angaben, sonst würde er nichts tun können.
Nun, eigentlich konnte er wirklich überhaupt nichts tun... Oder?
"Soll ich dir jetzt auch schon Bescheid geben, wenn ich popeln will?!"
Dante warf sich auf das bequem wirkende bett und schob seinen Ärmel leicht hoch.
"Brennt 'n bisschen. Als hätt' mich 'ne Brennnessel gestochen oder sowas." gab er dann aber zu.
Oh man. Der Kater schüttelte leicht den Kopf. Soweit natürlich nicht. "Nicht schön...", murmelte er nur. "Ich gehe und du bleibst hier. Sollte etwas sein, nun... Ich denke Nibia würde mich davon in Kenntnis setzen."
Schon ging der Kater mit den Flügeln.
"Wer is' n das jetzt schon wieder? !", rief ihm Dante hinterher, doch Noel war schon weg.
Seufzend ließ der unwissende König den Kopf in die Kissen fallen.
Kurz dachte er darüber nach, was er gegen seine Langeweile tun könnte, dach dann nickte er auch schon ein.
Sein Körper wollte dann wohl doch seine verdiente Pause haben.
In seinem Zimmer beschäftigte der Kater sich weiter mir den einem Problem. Diese Flüssigkeit von damals hatte nur für eine kurze Zeit gewirkt. Vielleicht konnte man den Effekt strecken? Nein...
Man musste etwas anderes tun. Doch er war am Ende mit seinen Ideen. Bis auf eins...
Kurzerhand bat er Nibia zu sich.