[2er RPG] Das magische Portal

    • "Du willst also zum Tyrann, gegen diesen kämpfen und Jiro befreien?", gab Aki kurz wieder und sah nachdenklich aus. Der Gestaltwandler wusste, genau wie der Blonde, wie gefährlich es werden würde. Eine offensichtliche Falle. "Noel hat wahrscheinlich wieder einen Blick in die Zukunft geworfen. Dies tut er oft und ich kenne ihn schon lange. Ich habe ihn außerdem nach eurer Außeinandersetzung verfolgt... Er hat wieder dieses Schwert herausgeholt aus dem Versteck..." Der Junge erzitterte leicht, bei dem Gedanken an diese rote Klinge. Diese besondere Waffe hatte mehr Blut geschmeckt als viele anderen. In dem Krieg habe sie oft den Besitzer gewechselt, doch am Ende war sie in die Pfoten des Wanderers gelangt, der sich in dieser Zeit genau jenen Namen gemacht hatte. Und damals wollte so gut wie niemand dem Wanderer über den Weg laufen...
    • "Das ist mir so egal. Schwert hin oder her, dieser Mistkerl erzählt doch nie, was los ist. Und genau deswegen kann man ihm nicht vertrauen. Niemand weiß, wo er herkommt, niemand weiß, was er schon getan hat oder wie er tut, was er nun mal tut. Er ist selbst dran Schuld. Und wenn er gehen will, dann ist das seine Sache. Mir kann er gestohlen bleiben, aber wenn er abhaut, wie er es immer tut, dann ist er bloß ein jämmerlicher Feigling, der weder für die, die auf ihn angewiesen sind, noch für seine Freunde da ist. Er lässt sie alle im Stich."
    • Doch Aki schüttelte erstaunlicherweise den Kopf. "Ich weiß etwas über ihn und Eren wusste auch ein klein wenig. Wir beide kannten ihn nämlich schon vor der Herrschaft des Tyrannen. Doch es ist nicht viel...", meinte der Gestaltwandler zu dem Thronerben vor sich. Da ja kaum jemand von Aki wusste, hatte ihn auch niemand gefragte, ob er irgendetwas über Noel wusste. Doch nun schien die Zeit wohl gekommen etwas Licht in die dunkle Vergangenheit des Katers zu werfen...
    • Es schien einfach keinen Sinn zu machen, Dante etwas zu besänftigen. Der Blonde überlegte sich, wie es die Situation retten konnte. Schließlich meinte er: "Noel lebte früher eine lange Zeit im Schloss und kannte deine Eltern. Eren hatte es mir gesagt." Wieso der Gestaltwandler so plötzlich nun damit an kam, schien der Junge selber nicht zu wissen. Da dies so unerwartete kam, herrschte einen Moment lang stille. "Eren hat es dir nicht gesagt, oder?", erkundigte sich der Blonde schließlich zögerlich bei dem Thronerben.
    • "Nicht ganz. Noel kennt deine Eltern sogar noch länger als Eren.", sagte der Gestaltwandler zu dem blonden Prinzen. Aki hatte schon so eine Ahnung, was gleich kommen würde... "Was willst du von mir genau wissen?", fragte der Blondhaarige so Dante.
    • "So ziemlich alles. Ich soll dieses Land später regieren, wenn es nach dem Rat geht. Allerdings habe ich absolut keine Ahnung, was hier so los ist. Wäre schon praktisch, was zu wissen. Auch über die eigenen Eltern."
      Nun was Dante wieder ganz ruhig. Naja, fast.
      Seine Gefühle fuhren noch ein wenig Achterbahn aber sonst war alles in Ordnung.
    • Der Gestaltwandler überlegte kurz, wo er am besten anfangen sollte. "Nach dem großen Krieg waren viele der bekannten Arten ausgestorben oder es war nur noch ein jämmerlicher Rest von den einst so stolzen Rassen übrig. Eine schlimme Zeit für jeden. Und genau in dieser Zeit gelangte der erste menschliche König an die Macht. Obgleich viele seiner Art von der anderen Seite der Tore stammten und Tausende von den der hier Lebenden getötet hatten, fiel die Wahl auf einen Menschen. Denn man konnte ihn Notfalls schnell wieder vom Thron stoßen und zum anderen, weil seine Art nicht all zu lange lebte. Obwohl sich die Wahl als äußerst gut zeigte, vertrauten viele Rassen dem König nicht. Manche sogar wiedersetzten sich ihm, da es ja die Menschen waren, die viele Tote zu verschulden hatten. Doch schließlich gelang es dem fünften König doch noch langsam das Gegenteil zu beweisen. Nach weiteren fünf Königen wurde dann etwa der Brauch mit dem Schwur eingeführt.Doch es dauerte noch viele weitere Generationen von Königen und Königinnen um die schlimmsten Schaden, den der Krieg damals angerichtete hatte, zu beseitigen. Mit der Zeit erlangte die Königsfamilie besondere Fähigkeiten und die Geisternebelkatzen, als ihre Begleiter. Sie wurden mächtig, doch auch verloren sie sich niemand in dem Machtdurst. Denn bis heute sind die vielen Spuren des Krieges noch immer da und erinnern jeden an damals, der es miterlebt hatte.
      Nun den, etwa 10 oder 11 Generationen vor deinen Eltern tauchte Noel auf. Man fand ihn zufällig mehr Tod als lebendig in einem der schlimmsten Winter der Geschichte, in der offenen, weißen Ödnis. Es war außergewöhnlich, da man bis zu dem Zeitpunkt geglaubt hatte, seine Art seihe, wie die anderen Ausgestorben. Der König brachte ihn ins Schloss und lies ihn dort von den Heilern behandeln. Doch kaum war der Kater wieder erwacht, griff er jeden an, der sich ihm nährte. Er hasste jeden, aber besonders die Menschen und war ein noch schlimmerer Geselle, mit dem man lieber nicht die Zeit verbrachte... Doch er änderte sich mit den Jahren langsam und wurde ein sehr guter Freund der Königsfamilie, die ihn aufgenommen hatte. Nach seiner Veränderung traf ich ihn zufällig noch einmal und er wirkte vollkommen anders als früher. Noel kennt jeden der Königsfamilie über die Generationen hinweg, die er nun schon bei ihr lebte.
      Ich weiß aber nicht, was an dem Tag, als man die Königsfamilie stürzte genau passiert ist. Eigentlich hätte er seine Heimat und seine Freunde bis zu dem Tod verteidigt, so wie ich ihn kennengelernt habe, bei unserem zweiten Treffen..."
    • "Das hat er auch...", murmelte Dante.
      Jetzt wurde ihm klar, was ihm dieser Traum all die Jahre gezeigt hatte.
      Noel hatte ihm das Leben gerettet, indem er ihn auf die andere Seite gebracht hatte.
      Der Kater hatte den letzten der Königsfamilie in Sicherheit gebracht, um die zukunft zu retten.
      "Du musst mir unbedingt einen Gefallen tun!", meinte Dante nun.
      "Kannst du Noel für mich finden? Ich muss mich bei ihm entschuldigen. Und das ziemlich dringend. Würdest du das für mich tun?"
      Er selbst würde etwas anderes versuchen.
    • "Äh, ja, ich kann es versuchen...", meinte Aki und verwandelte sich zurück in einen Raben. Der schwarze Vogel schlug kurz mit den Flügeln, verlies dann schleunigst den raum, um sich draußen in die Luft zu erheben und sich auf die Suche nach Noel zu machen. Wo steckte der den nun bloß?
    • (Aura Guardian?)

      Der Rabe suchte überall die Umgebung in der Nähe ab. So entfernte er sich schließlich immer weiter vom Lager der Rebellen. Und es musste nun wirklich auch so kommen. Ein Greif der Feinde hatte ihn erspäht und sich dann gierig auf den kleineren Vogel gestürzt. Dieser hatte seine einzige Verteidigung genutzt und sich plötzlich, vor den Augen des übrraschten Feindes in eine große und giftige Schlange verwandelt, die sich zischend um die Klaue gewickelt hatte. Vor Panik versuchte der Greif das Reptiel los zu werden und zu fliehen. Dann verschwand Aki wieder und flog als Rabe geschwind weiter. Der Greif hinter ihm hatte genug und würde seinen Anführern von dieser Begegnung in Kenntnis setzen. Die Rebellen besaßen wohl noch einen dieser wertvollen Gestaltwandler...
      Schließlich wurde Aki doch noch fündig und glaubte den Gesuchten in der Ferne ausgemacht zu haben.
    • Nachdem der Rabe Noel eingeholt und diesen angehalten hatte, folgte ein langes Gespräch. Irgendwie gelanges dem Gestaltwandler den Kater zum umdrehen zu bewegen. Wieder ging es durch Feindesland. Am Abend waren beide dann aber endlich zurück.
    • Noel seufze, schloss die Augen und sprach leise zwei längere Sätze in der alten Sprache. Den dritten Satz, der eigentlich folgen sollte, lies er aus.
      Augenblicklich wurden Dante Träume ruhiger.
      Der Heiler sah überrascht zu dem Kater, der noch immer mit geschlossenen Augen auf seinem Platz dort hockte.
      Auch Aki sah überrascht aus. Dann sprang der Rabe zu dem schlafendem Dante und besah sich diesen vom Nahen.
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