Willow
Die Nacht war klar und kalt. Die Sterne tanzten am Himmel und der Mond stand hoch. Hier stand sie also, mitten in einer dunklen Gasse. Sie spürte wie die Magie durch ihre Adern zog. Willow umklammerte ihr Schwert fester, denn sie spürte das sie nicht alleine hier Draußen war.
Sie ist eine Hexe und jagte Vampire. Viele stellen sich etwas anderes unter einer Hexe vor. Dass sie eine krumme Nase hat, wohlmöglich einen Buckel besaß und mit einer schwarzen Katze reden konnte, doch sie war anders. Sie wurde oft genug in ihrem Leben belächelt, denn niemand traute ihr zu, das sie jemals in die Fußstapfen ihres Ur- Großvaters treten könnte. Und jetzt steht sie hier und wartet nur darauf den nächsten Vampir zu jagen. Willow hatte nie Angst vor diesen untoten Wesen. Auf einer Art und Weise waren sie interessant für sie. Sie studierte alles von ihnen, wie sie sich bewegten, welche Fähigkeiten sie haben konnten, wie sie ihre Beute heraussuchten und wie sich sich versteckten.
Doch eine Vampirin machte ihr die ganze Sache deutlich schwerer. Sie wusste nicht warum, aber sie scheint dieses Katz und Maus Spiel zwischen ihnen zu genießen.
Ihr Ziel wollte sie rotz all dem nicht aus den Augen verlieren. Jeder Vampir, der ein Verbrechen tätigt, wird eigenhändig von ihr gejagt und eliminiert.
In der Luft lag ein Geruch von Verwesung. Ein Zeichen, das sie nicht alleine war. Vor einigen Tagen verschwand ein Mann mittleren Alters. Die Stadtwache ging von einem Unfall aus. Doch sie wusste das er nur ein weiteres Opfer dieser Blutsauger war. Sie folgte seiner Spur bis hier hin. Ihren Umhang zog sie enger um ihre Schultern. In einem kleinen Lederbeutel an ihrem Gürtel befand sich Salz, Weihwasser und Eisenstaub. Das war genug Material um einen Vampir zu schwächen. Die Hexe blieb wachsam. Vielleicht war er auch nicht alleine.
Heute Nacht war sie der Jäger und niemand wird ihr einfach so entkommen.
Ihre Schritte hallten durch die Gasse und sie folgte dem Geruch von Blut und Verwesung weiter. In einer Ecke konnte sieden Mann ausfindig machen. Sie untersuchte ihn ausgiebig. Er hatte Bisspuren am Hals, an den Händen und an seinem Oberkörper. Sein Hemd war aufgerissen, wohlmöglich durch einen spitzen Gegenstand oder Krallen. Eventuell hat er sich hier hin geschleppt um sich zu verstecken, aber es scheint ihm nicht gelungen zu sein.
Willow richtete sich wieder auf und sah sich um. Ein Schatten huschte aus einer Ecke in der Gasse an ihr vorbei. Lautlos, viel zu elegant und geschmeidig. Mei Ihre Finger umschlossen den Griff ihres Schwertes. Sie spürte wie die Magie aus ihren Adern herausbrechen wollte.
"Ich weiß, das du da bist." Sie blieb ruhig, aber entschlossen, auch wenn ihr Herzschlag schneller wurde. Sie ging ein paar Schritte von dem Körper des Mannes weg und scannte die Umgebung ab. "Komm heraus wenn du dich traust!"

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