Mein Verlangen nach dir.
Slice of Life / Dramatic / Romance / Forbidden Love
Vorstellung/Steckbriefe
@Shio
~ ~ ~
„Wenn ihr heute auffliegt, kenne ich euch nicht.“, murmelte ich noch ziemlich verschlafen und schob Tortellini sanft zurück in den Käfig. "Ich lass euch nach den heutigen Vorlesungen wieder raus. Versprochen.", fügte ich hinzu und beobachtete, wie die beiden Frettchen es sich in ihren Nestern bequem machten. Slice of Life / Dramatic / Romance / Forbidden Love
Vorstellung/Steckbriefe
@Shio
~ ~ ~
Ich wollte mich gerade wieder abwenden, als mich ein neuer Gedanke innehalten ließ und mein Blick wieder zu den zwei Frettchen glitt. „Und bitte-“, begann ich und zeigte mit meinem Zeigefinger vorwurfsvoll erst auf Tortellini und dann auf Ravioli. „Es ist schon schwer genug, euch beide geheim zu halten. Ich kann hier noch nicht noch mehr Frettchen beherbergen, kapiert?“, sagte ich – und wusste natürlich nur zu gut, dass Tortellini und Ravioli kein einziges Wort von dem verstanden hatten, was ich gerade gesagt hatte.
Der erste Tag des neuen Semesters – und ich begann ihn damit, meine illegalen Mitbewohner zu belehren. Großartig.
Ich warf einen Blick auf die Uhr und zuckte dann innerlich leicht zusammen, als ich bemerkte, wie spät es eigentlich schon war. „Fuck!“, fluchte ich leise unter meinem Atem und zog schnell meine Lederjacke über die Schultern.
Nachdem ich meinen Rucksack geschultert und meinen fertigen Thermosbecher mit meinem geliebten schwarzen Kaffee geschnappt hatte, verließ ich mein Zimmer und verschloss die Tür.
Ich konnte von Glück sprechen, dass ich ein Zimmer auf dem Campus hatte und nicht außerhalb wohnte. Andernfalls könnte ich es mir nicht leisten, jeden einzelnen Morgen so zu trödeln. Den Apfel, den ich als Frühstück auf die kleine Kommode an meiner Haustür gelegt hatte, hatte ich natürlich wieder einmal vergessen. Vielleicht würde er irgendwann zu einer natürlichen Deko mutieren.
Der Weg zum Hörsaal meiner ersten Vorlesung verlief ohne weitere Vorkommnisse. Immer wieder grüßte ich Freunde und andere Kommilitonen, die ich über die Ferien nicht gesehen hatte. Der Herbst war bereits im vollen Gange: kühle Luft und bunte Blätter, die durch den Wind umhergetragen wurden und den Boden bedeckten. Ich liebte den Herbst – meiner Meinung nach war er mit Abstand die beste Jahreszeit.
Beim Hörsaal angekommen, setzte ich mich auf meinen üblichen Platz, entledigte mich meiner Lederjacke und nahm einen großen Schluck aus meinem Termosbecher. Doch der Moment des Friedens hielt nicht lange, als ich plötzlich spürte, wie jemand meinen Arm von der Seite packte und heftig daran rüttelte.
„Rachel! Hast du es schon gehört?!“, flüsterte eine Stimme, die jedoch schon an der Grenze zum Schreien war.
Gerade noch so schaffte ich es, mich nicht an meinem Kaffee zu verschlucken, spuckte jedoch erschrocken ein wenig von dem flüssigen Gold wieder aus.
„Verdammt, Amber! Erschreck mich doch nicht so!“, zischte ich hustend, griff nach ihrem Arm und wischte mir den Mund an ihrem Ärmel ab.
Amber verzog das Gesicht und riss ihren Arm zurück. „Igitt, du Schwein!“, meckerte sie, doch schon kehrte ein aufgeregtes Grinsen auf ihre Lippen zurück. „Also hast du es noch nicht gehört?“
Ich ignorierte die liebevolle Beleidigung meiner besten Freundin und unterdrückte ein Augenrollen. „Nein, was denn? Na sag schon, bevor du gleich platzt.“
Amber zog leicht die Augenbrauen zusammen. „Ha-ha. Egal! Jedenfalls—“, sie senkte die Stimme zu einem verschwörerischen Flüstern und kam ein Stück näher, als würde sie jeden Moment ein Staatsgeheimnis verraten. „Wir haben ab heute einen neuen Dozenten… und so wie ich gehört habe, soll er verdammt gut aussehen…“

