Die Zeit, während ein Servant verstrich, während er nicht von einem Master beschworen war, verlief vermutlich für jede Heldenseele anders. So war es für Diarmuid wie eine Art Schlaf. Zumeist friedlich und ohne jegliches Bewusstsein. Doch von Zeit zu Zeit zeigten sich Erinnerungen aus seinen Lebzeiten. Intensiv so als würden diese erneut stattfinden und doch in dem Wissen, dass er den Verlauf der Ereignisse in keinster Weise verändern konnte. Trotz des damit verbundenen Schmerzes war es jedes Mal aufs Neue eine schöne Erfahrung. Ein Zeugnis, dass er einst existierte. Erinnerungen an vergangene Schlachten, die Flucht und auch seine einstige Liebe Grainne. Dazwischen immer nichts. Kein Bewusstsein, keine Gedanken, einfach gar nichts.
Wie viel Zeit mag wohl vergangen sein. Jahrzehnte, vielleicht Jahrhunderte oder gar ein Millennium. Lancer selbst wusste dies nicht. Doch änderte sich etwas. Ein Licht erglühte. Der Ruf des Grals als Antwort auf die Beschwörung einer Magierin. Wie ein unsichtbares Tuch umwickelte die Essenz der Magie die Seele des Helden und begann erneut seinen Körper zu formen. Er konnte das Artefakt spüren, welches den Katalysator bildete. Es war ein Ring, welcher seiner Ehefrau gehört hatte. Wie dieser in den Besitz einer Magierin kam, war ungewiss. Es war nicht einmal von Belang, auch wenn es einen Funken der Neugier in Diarmuid weckte. Die Person welchen ihn in diesem Moment beschwor, war seine Gebieterin, wie es die Ehre des Ritter verlangte. Das Licht umhüllte ihn vollkommen und verlosch. Kühle Luft berührte die Haut des Mannes, welcher in der Position eines Kniefalls erschien. Die Augen geschlossen und das erste Mal seit Jahrzehnten Luft einsog. Der Gral hatte ihm bereits Informationen mitgeteilt. Die Zeitepoche und auch wo er sich befand. Fuyuki der Schauplatz, für den letzten Gralkrieg in welchem Lancer gekämpft hatte. 33 Jahre waren vergangen, jedoch selbst mit dem Wissen konnte er sich nicht an seinen letzten Master oder genaue Ereignisse des vergangenen Krieges erinnern. Doch die Scham seines Todes hatte ihm der Gral gelassen. In einem zunächst ehrenhaften Kampf, durch einen hinterhältigen Trick, war Diarmuid gefallen und sein Wunsch ihm verwehrt geblieben. Eine neue Chance, darauf ehrenhaft für seine neue Gebieterin zu streiten. Die Lider öffneten sich und der Blick des Ritters erhob sich leicht, wobei sein Kopf gesenkt blieb. “Meine Gebieterin als euer Servant und meiner Ehre schwöre ich euch meine ergebene Treue. Ich Diarmuid Ua Duibhne, erster Speer der Ritter von Fianna, gelobe euer Speer zu sein, der eure Feinde zu Fall bringt und ebenso der Schild, welcher euer Leben schützt.” sagte Diarmuid in Überzeugung. Seine Worte enthielten die reine Wahrheit, denn Lügen oder gar Verrat wären Dinge welche unverzeihlich wären für die Ehre eines wahren Ritters.
Love is something entirely without any logic but an important part of human nature. The wish that the one you care for is happy. Something someone willingly take sacrifices for to ensure it even if it results in their own pain.
