Flowers and Oranges (Stardust x Arktos)

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    • Flowers and Oranges (Stardust x Arktos)

      Hier geht es zur Vorstellung: Flowers and Oranges (Stardust x Arktos)

      Nico Robin:

      Die Sonne brannte unbarmherzig auf das Wüstenreich Alabasta herab, doch Nico Robin spürte kaum die Hitze. Sie schritt durch den flirrenden Sand wie ein Schatten, präzise, unaufhaltsam, jeder Schritt durchdacht. Ihr Auftrag war klar: Die Strohhutpiraten, observieren und eliminieren. Kein Raum für Zweifel, kein Platz für Sentimentalität. Die endlose Wüste wirkte wie ein Spiegel ihrer eigenen Gedanken: trocken, leer, erbarmungslos. Sie konnte hören, wie der Sturm in der Ferne an Stärke zunahm, ein Vorbote von Chaos, das sie schon so oft gesehen hatte. Doch ihr Herz blieb still. Gefühle hatten hier keinen Platz. Dann sah sie das kleine, taumelnde Bündel inmitten des Sandes. Nami. Allein, erschöpft, orientierungslos. Robin beobachtete die Strohhutpiratin, ihre Bewegungen, jede kleine Regung, jede Atempause. Der Auftrag schrie in ihrem Kopf, doch irgendetwas, eine winzige, unbedeutende Regung ließ sie innehalten. Warum zögerte sie? Robin konnte es nicht erklären. Es war nicht Mitleid, nicht Schwäche. Vielleicht war es Neugier. Vielleicht ein winziger, unbewusster Gedanke, dass da etwas in diesem Mädchen war, das ihr selbst fremd geblieben war: Hoffnung. Der Sandsturm näherte sich, wilder, unerbittlicher. Robin spannte ihre Finger, bereit, den tödlichen Schritt zu vollenden. Doch dann, im Augenwinkel, sah sie Nami nicht wie ein Ziel, sondern wie… etwas anderes. Fragil. Lebendig. Unbeugsam, auch wenn der Sturm alles zu verschlingen drohte. Ein leiser Hauch von… Unsicherheit? Oder vielleicht… etwas, das Robin selbst nicht benennen konnte, durchzuckte sie. Ihr Plan, ihr Auftrag, die Pflicht, alles schien für einen Moment unwichtig. Sie atmete tief ein und ließ den Moment wirken. „Du solltest tot sein“, murmelte sie fast unhörbar, mehr zu sich selbst als zu Nami. Und doch tat sie keinen Schritt, um das Urteil auszuführen. In der Wüste standen sie einander gegenüber. Nami, erschöpft und verletzlich, ein Funken von Mut in den Augen; Robin, tödlich und präzise, und dennoch für einen Moment gefangen zwischen Pflicht und etwas, das sie noch nicht verstand. Für einen kurzen, flüchtigen Augenblick war die tödliche Hand, die ihr Leben bestimmen sollte, wie gelähmt. Vielleicht war dies der Anfang von etwas, das weit gefährlicher war als jeder Auftrag - Die Begegnung mit einer eigenen, längst verschütteten Menschlichkeit. Der Sandsturm raste heran, wirbelte Sand und Hitze umher, so dicht, dass die Welt um sie herum zu verschwimmen schien. Nami taumelte, der Wind riss ihr die Haare ins Gesicht. Ihr Körper schien kurz davor, den Widerstand aufzugeben. Robin beobachtete sie, analysierte jede Bewegung, jeden Atemzug. Instinktiv wusste sie, dass Nami allein keinen Moment länger überleben würde. Ein Funken Entschlossenheit, den Robin selbst kaum verstand, ließ sie handeln. Mit einer fließenden Bewegung streckte sie die Arme aus, ihre Hände bewegten sich wie von unsichtbarer Magie gesteuert. Sand wirbelte auf, doch plötzlich schienen Teile davon stillzustehen, als Robin ihre Kraft einsetzte, um Nami zu stabilisieren. Sanft, aber bestimmt packte sie die Strohhutpiratin an den Schultern, zog sie aus dem direkten Strudel des Sturms, setzte sie hinter sich in eine kleine Vertiefung, wo der Wind kaum noch durchdrang. „Halte dich fest“, sagte Robin, ihre Stimme klang leise, ruhig, unaufgeregt. Nicht kalt und auch nicht streng, sondern eher fest wie Stein, der zugleich Schutz versprach....

      @Stardust_Rose
    • Nami

      Dass der Weg von Piraten tatsächlich in eine Wüste führte, war eine Art der Ironie, welche es schwer war zu überbieten. Nun eventuell konnte man argumentieren, dass Choppers Anwesenheit dabei sogar die Krönung war. Ein Rentier inmitten von Sand. Zumindest aber schienen sie voranzukommen. Ein Umstand, den die Crew Nami zu verdanken hatte. Sie hatte sich durchgesetzt, als Zorro den Weg vorgeben wollte. Der Orientierungssinn des Schwertkämpfers war dermaßen schlecht, dass es schon an ein verstecktes, wenn auch suboptimales Talent reichte. Schließlich waren sie einige Zeit gelaufen, als ein Sandsturm die Piraten unvorbereitet erwischte. Ein jeder wurde in eine andere Richtung geweht und zunächst wurde es der jungen Frau schwarz vor Augen.

      Es war ungewiss, wie viel Zeit vergangen war, als Nami ihr Bewusstsein wieder erlangte. Ihre Glieder schrien innerlich vor Schmerz und der Sand hatte ihr Kratzer über die freiliegende Haut verteilt. Was hätte sie in diesem Moment für ein heißes Bad gegeben. Doch weil dies keine Option war, raffte die Navigatorin sich auf. Mit einem Stab, welcher als Stütze herhielt, wurde der Weg fortgesetzt. Anhand dem Stand der Sonne konnte die Piratin die Richtung bestimmen, in der es zur Hauptstadt gehen sollte. Schritte wurden zunehmend anstrengender und es schien sie ihre Kraft verlassen zu haben. Jedoch war aufzugeben undenkbar. Nami musste ihre Freunde wieder finden. Hier zu verweilen und warten wäre sinnlos. Es war unwahrscheinlich, dass jemand sie hier finden würde, geschweige von den Gefahren, die in der Wüste selbst lauerten. Nur langsam schritt die Piratin voran. Es war beinahe überhaupt ein Wunder, dass sie noch gehen konnte. Taumelnd und zitternd vor Erschöpfung, wäre es vermutlich ein erbärmliches Bild. Sollte es doch, denn es musste weitergehen, egal wie schwach sich die Orangehaarige fühlte. Immer mal wieder musste kurz inne gehalten werden, um zu Atem zu kommen. Von der Feindin, welche sie im Blick hatte, bemerkte die Navigatorin bis zu diesem Zeitpunkt nichts. Doch dann hob die junge Frau ihren Blick. Waren es vielleicht ihre Augen, die sie trügen wollten. Dort stand eine Frau. Dies war zunächst alles, was sie erkennen konnte. Nach einigen weiteren Schritten aber dämmerte die Erkenntnis, wer ihr gegenüber stand. Miss All Sunday, eine Agentin der Baroque Works. Nami schluckte. Die Situation schien zunehmend übler zu werden. Ein direkter Kampf wäre mit ziemlicher Sicherheit aussichtslos. War dies nun ihr Ende. Zur Überraschung der Braunäugigen griff die Schwarzhaarige noch nicht an. Von Glück war dennoch nicht zu sprechen, denn selbst wenn Nami angreifen würde und damit Erfolg hätte, so würde sie unterliegen und dies galt dafür, wenn sie bei Kräften war. Weitere Gedanken wurden im Keim erstickt, als ein weiterer Sandsturm die Orangehaarige erfasste. Der Schmerz begann unerträglich zu werden und ein Keuschen entrang ihren Lippen, welches sich in einem erstickten Schrei verlief. Doch ebbte ihre Stimme schnell ab, denn selbst dafür schien die Kraft zu fehlen. Nun war es ohne Zweifel, dies würde ihr sandiges und raues Grab werden. Nami’s Beine gaben schließlich nach und dann begann der Fall…. zumindest war es, was sie erwartet hatte. Doch etwas schien die junge Frau zu halten. Es fühlte sich an wie Hände und diese zogen an ihr. Die Rettung vor dem sicheren Ende. Durch die Erschöpfung war es kaum möglich, das Geschehene komplett zu realisieren. Der Sturm hatte er geendet. Mit einem Heben des zitternden Kopfes und dem Öffnen der Augen zeigte sich, wer ihre Retterin war. Miss All Sunday. Mit kaum hörbarer Stimme formte die Piratin das eine Wort der Frage, welche sich in ihrem Kopf ergab “Wieso?” Doch wagte sie nicht den Rat der Anderen zu ignorieren und hielt sich an dieser fest, soweit es ihre kaum vorhandene restliche Kraft zuließ.
      Love is something entirely without any logic but an important part of human nature. The wish that the one you care for is happy. Something someone willingly take sacrifices for to ensure it even if it results in their own pain.
    • Nico Robin:

      Der Sandsturm brach zusammen, als hätte jemand die Welt für einen Moment angehalten. Die rotgoldenen Körner segelten zu Boden, der Wind verlor seinen Atem und das einzige Geräusch war das heisere, gebrochene Keuchen der jungen Navigatorin, die in Robins Armen hing. Zwischen den abklingenden Wellen des Sturms standen sie dort... die geschwächte Piratin und die Frau, die eigentlich ihr Ende hätte besiegeln sollen. Robins Hände, oder vielmehr die Hände, die aus dem Sand, aus Luft und aus ihrer Teufelskraft entstanden waren, hielten Nami sanft, fast unerwartet vorsichtig. Als der letzte Windstoß verebbte, ließ sich die Agentin zu ihr herab, bis sie auf Augenhöhe war. Schwarzhaarige Strähnen wehten über ihr Gesicht, doch ihre Augen blieben ruhig wie ein stiller Ozean. Nami hauchte das eine Wort, das ihr noch blieb..„Wieso…?“ Robin beobachtete sie einen Atemzug lang, so lange, dass es fast unangenehm war, als würde sie tief in die junge Frau hineinblicken und all ihre Erschöpfung, ihre Angst, ihren Kampfgeist erkennen. Robin antwortete mit einer Stimme, die weich klang, aber keinerlei Schwäche kannte „Weil du sonst gestorben wärst.“ Kein Spott, kein Lächeln, sondern nur diese schlichte, fast schon grausam ehrliche Feststellung. Robin führte Namis Arm sanft über ihre Schulter, stützte sie mit einer unerwarteten Sorgfalt, die nicht zur Rolle einer Baroque-Agentin passte. „Ich habe kein Interesse an sinnlosen Toden.“ Ihre Finger strichen eine Sandspur von Namis Wange, ein fast zärtlicher, aber auch analytischer Kontakt. „Schon gar nicht an deinem.“ Sie wandte den Blick zum Horizont, prüfend, wachsam, immer auf der Hut, egal wie ruhig sie wirkte. „Crocodile möchte Antworten, keine Leichen, die die Wüste verschluckt hat.“

      Eine Halbwahrheit. Eine, die leicht über die Lippen kam. Sie senkte wieder den Blick auf Nami, deren Augen schwer vor Erschöpfung flatterten. „Und ich“, fuhr Robin leiser fort, „bin neugierig, Navigatorin.“ Langsam setzte sie Nami stabiler auf ihre Beine, hielt sie aber fest genug, damit sie nicht erneut in den Sand sinkt. „Du hast trotz allem weitergemacht.“ Ein Hauch von Anerkennung lag in ihrer Stimme, das war selten und kostbar. „Andere wären längst gefallen.“ Ihre Finger strichen kurz über Namis Handgelenk, prüften Puls, Temperatur, ein fast ärztlicher, aber überraschend sanfter Kontakt. Dann neigte sie leicht den Kopf. „Wenn du möchtest, dass du und deine Freunde weiterleben…“ein geheimnisvolles Lächeln, kaum zu sehen „…dann solltest du vorerst bei mir bleiben.“ Sie richtete sich auf, die Silhouette einer Frau, die wusste, wer sie war, was sie konnte und was sie nicht zeigte. Der Wind griff erneut in ihre Haare, aber diesmal war er mild. „Komm“, sagte sie ruhig, ihre Hand nun offen ausgestreckt. „Ich bringe dich in Sicherheit.“ Ein letzter Blick fiel auf Nami und dieser schien tief, durchdringend und fast warm. „Und später,“ flüsterte sie, „kannst du mir deine Fragen stellen.“ Mit diesen Worten schaffte sie Nami aus dem Sturm Richtung einer paradiesischen Oase mit eisklarem blauen Wasser, hohen grünen Palmen, welche dicke saftige Kokosnüsse trugen und dunkle kalte Schatten warfen. Sie legte Nami unter einer der Palmen ab und hielt ihr eine aufgebrochene Kokosnuss vor die ausgetrockneten Lippen.
    • Nami

      Dass sie überhaupt noch lebendig war, schien bereits eine Art Wunder zu sein. Der Schmerz war unerträglich gewesen. Ohne Zweifel war es extrem knapp gewesen und der Grund, weshalb die Wüste nicht die Navigatorin verschlungen hatte, war die andere Frau bei ihr. Miss All Sunday, eine Agentin der Baroquer Works und ohne Zweifel eine Feindin ihrer Crew. Doch genau dieser Umstand machte es so verwirrend. Das Wüten des Sandsturms ließ nach und schließlich schien die Wüste wieder friedlich. Die Augen der Schwarzhaarigen waren ruhig und die Seelenspiegel Nami’s sahen in diese. Die Art wie Miss All Sunday sprach, wirkte paradox. Von einer Agentin wie ihr, hätte man Skrupellosigkeit erwartet und doch konnte man beinahe denken, es wäre tatsächlich eine Sorge darin. Dieser Gedanke allein war absurd. Doch das, was folgte, löchte die falsche Annahme direkt aus. Vom Opfer eines Sandsturms hin zu einer Gefangenen. Sicher nicht der glanzvollste Wechsel, jedoch sicherte es fürs erste wahrscheinlich das Überleben der Orangehaarigen. Es war ihr nicht möglich eine Aussage in Worten zu formen, weshalb die junge Frau zunächst sprachlos blieb. Der Gedanke, eine Geisel zu sein, widerte die Piratin an, doch blieb überhaupt eine andere Wahl. Crocodile wollte Antworten. Ein Mann der gefährlicher war als die Agentin selbst. Aber wenn er Antworten wollte, verblieb eine Option für einen möglichen Handel und wenn es keinen solchen geben sollte, so könnte Nami zumindest Zeit erspielen, in der Hoffnung, dass Ruffy sie retten würde.

      Der Blick der jungen Frau änderte sich zunächst zu Überraschung. Neugier war nichts, dass sie in dieser Situation erwartet hätte. Mit der Hilfe der Hände, die aus dem Sand wuchsen, konnte sich Nami aufrichten, aber blieb aufmerksam. “Ich konnte nicht aufgeben. Meine Freunde brauchen mich und ich werde mich durch nichts daran hindern lassen.” erwiderte die Navigatorin, wobei ihre Stimme zwar weiterhin schwach klang, aber trotzdem überzeugt klangen. Die Strohhut-Piraten waren nicht nur eine Gruppe, die gemeinsam unter ihrem Captain segelten, nein da war mehr. Freundschaft und man konnte sogar von einer Art Familie sprechen. Für einen Moment herrschte vollkommene Stille. In dieser spürte sie die Finger von Miss All Sunday an ihrem Handgelenk. Überraschenderweise war es nicht unangenehm. Dann folgte schließlich, was ihr bereits klar war. Es hieß, die Gefangene der Agentin zu werden. Es war ja bereits klar gewesen und dennoch erfüllte die Navigatorin eine Anspannung. Es wäre pure Illusion gewesen, zu denken, es gäbe eine Wahl. Die Schwarzhaarige hatte zweifellos die Kontrolle über die Situation und es war für den Moment sogar die sicherste Option. Zur Antwort nickte sie stumm und ergriff die Hand der Agentin. Eine Aussicht auf Antworten brachte etwas Kraft zurück.

      Nach einem Fußweg kamen sie an einer Oase an. Unter anderen Umständen wäre es einfach nur traumhaft gewesen. Miss All Sunday, legte sie im Schatten der Palmen ab.. Der Schatten war kühl und war ein einziger Segen. Eine Abkühlung in der Wüste, welche ansonsten von sengende Hitze beherrscht war. Als die Kokosnuss vor ihren Lippen war, dachte Nami nicht nach. Sie trank hastig, aufgrund des enormen Durstes, den die junge Frau verspürte. “Danke.” kam es von ihr. Ein aufrichtiges Wort. SIe verdankte der Anderen ihr Leben. Dabei war es egal zu welchem Zweck die Schwarzhaarige so gehandelt hatte. Doch nun kamen auch Fragen auf. Mit dem Blick auf die Agentur gerichtet fragte sie “Du bringst mich zu Crocodile? Warum, ich meine welches Wissen versprecht ihr euch davon?”
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    • Nico Robin:

      Robin richtete sich langsam auf, strich sich eine Strähne dunklen Haares aus dem Gesicht und sah Nami mit einer undurchdringlichen Ruhe an, die ihr so eigen war. Die feinen Schatten der Palmen zeichneten Muster auf ihre Haut, während die warme Brise ihre Worte beinahe davonzutragen schien. „Crocodile glaubt, dass eure Crew mehr weiß, als sie zugibt,“ begann sie leise, beinahe sanft. „Informationen über Alabasta, Über die Prinzessin und über die Bewegungen der Rebellen.“ Sie setzte sich aufrecht hin, verschränkte die Arme vor der Brust, doch ihr Blick blieb merkwürdig weich und nicht kalt, nicht feindselig, eher neugierig, als würden sie Namis Antworten mehr interessieren als das, was Crocodile aus ihr herauszwingen wollte. „Er irrt sich selten… aber ich halte es für möglich, dass er sich dieses Mal täuscht.“ Robin neigte leicht den Kopf, ein kaum sichtbares Lächeln spielte um ihre Lippen. „Ihr seid Piraten und sehr… direkte Piraten, Ich glaube nicht, dass ihr die Art seid, die sich in politische Intrigen verstrickt.“ Einen Moment lang wirkte sie, als würde sie etwas abwägen, ein Gedanke, der zu heikel war, um ihn offen auszusprechen. „Was er sich von dir verspricht?“ fuhr sie schließlich fort „Antworten, die ihn seinem Ziel näherbringen, vielleicht eine Gelegenheit, euch zu brechen, bevor ihr ihm im Weg steht.“ Ihre Finger glitten von Namis Handgelenk, als sei ihre Aufgabe fürs Erste erfüllt. Sie deutete auf die Oase, auf das Wasser, auf den Schatten, als wäre es selbstverständlich... „Du solltest so viel Kraft wie möglich sammeln, Nami. Crocodile wird keine Rücksicht nehmen… und ich bin nicht deine Freundin.“ Ein Windstoß fuhr durch die Palme über ihnen. Robin stand auf, wandte ihr den Rücken zu, doch ihre Stimme klang, als würde sie sich gegen ein eigenes Bedürfnis stellen. „Aber ich sehe keinen Sinn darin, jemanden sterben zu lassen, der nicht versteht, wofür er sterben soll.“ Sie wandte sich leicht um, ihr Blick traf Namis mit ruhiger Klarheit „Also… ruh dich aus. Die Antworten, die er sucht, könnten sich letztlich als weniger wichtig herausstellen als die Antworten, die du findest.“ meinte Robin und lächelte sanfter, ehe sie etwas von ihrer Kokosnuss trank.
    • Nami

      Der ruhige Blick der Agentin, warf Rätsel auf. Wahrscheinlich war es ein Ausdruck, welcher über lange Zeit perfektioniert worden war, um sich nicht einmal die kleinste Gefühlsregung anmerken zu lassen, wenn es fehl am Platz war. Eine Eigenschaft, die es sicher auch den eigenen Verbündeten schwer machte, der Frau zu vertrauen. Die Navigatorin hörte aufmerksam zu und dachte dabei über die Worte von Miss All Sunday nach. Immer noch erschöpft lehnte sich Nami gegen ein Palme und erwiderte “Es stimmt das wir wohl eher direkt sind und um politische Dinge geht es uns nicht. Aber sobald es darum geht, einem Freund zu helfen handeln wir. Unserem Captain ist es dabei egal wie mächtig ein Gegner sein mag.” Für ein paar Sekunden musste sie inne halten. Ihre Lungen brannten und reden strengte es an. Dennoch war schweigen in dem Moment keine Option für die Orangehaarige. “Wenn Crocodile Informationen haben will, die meine Freunde in Gefahr bringen, wird er nichts aus mir herausbekommen. Ich würde eher sterben als auch nur einen von ihnen zu verraten. Egal was er mir auch antun wird. Also soll er ruhig versuchen, mich zu brechen. Ich habe schon genug durchgemacht, als das ich bei kleinen Unannehmlichkeiten einbrechen würde.” kam es von der Piratin mit einem Unterton der zeigte, dass trotz ihrer geschwächten Verfassung ihr Wille zu kämpfen ungebrochen war. Auch wenn die Braunäugige es ungern zu gab, so hatte die Schwarzhaarige Recht. Ausruhen und wieder zu Kräften kommen, würde entscheidend bei ihrem Aufeinandertreffen mit Crocodile werden. Doch brachte dies eine weitere Frage auf und sie sagte “Wenn du weißt das Crocodile mich brechen will, warum lässt du mich dann ausruhen?” Egal wie man es auch betrachtete, wäre eine geschwächte Gefangene weit einfacher zum Reden zu bringen und doch lies die Agentin sie ruhen. Es war schlichtweg widersprüchlich. Eher ein Verhalten, welches man von einem Verbündeten erwartet hätte, nicht aber von einer Feindin. Dann noch die folgenden Worte. Die Antworten die sie finden könnte. Natürlich wusste die Andere um einiges mehr, was Crocodile anging, Aber es klang fast nach einem Hinweis. Während die Gedanken der Navigatorin um die Worte von Miss All Sunday kreisten, griff die Erschöpfung nach ihr. Ohne es sich selbst bewusst zu sein schlief Nami ein ohne auch nur einen Gedanken an ihre Sicherheit vor der Anderen zu denken.
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    • Nico Robin

      Die Agentin hatte jede Regung der Navigatorin registriert. Den Stolz in ihrer Stimme, das kaum merkliche Zittern, als die Kraft sie verließ und schließlich das leise, gleichmäßige Atmen des Schlafs. Nico Robin blieb reglos stehen, ihr ruhiger Blick nun auf die schlafende Piratin gerichtet. „Du hast Recht,“ sagte sie leise, mehr zu sich selbst als zu Nami. „Eine geschwächte Gefangene ist leichter zu brechen.“ Ein kaum wahrnehmbares Lächeln legte sich auf ihre Lippen. „Doch Crocodile sucht keine leeren Worte, die aus Schmerz geboren werden. Er will Überzeugung. Wahrheit.“ Sie ging ein paar Schritte näher, blieb jedoch auf Abstand, als wäre selbst der Schlaf der Anderen etwas, das man respektieren musste. „Und außerdem,“ fuhr sie fort, ihre Stimme ruhig wie immer, „würde ein Mensch, der wirklich nichts mehr zu verlieren hat, auch unter Folter schweigen. Deine Entschlossenheit ist keine Fassade. Sie ist echt.“ Robin wandte den Blick ab und sah hinauf zu den Palmenkronen, die sich sacht im Wind bewegten. „Vielleicht,“ murmelte sie, „gibt es Antworten, die man nicht erzwingen kann und vielleicht will ich sehen, ob eure Art zu kämpfen… tatsächlich existiert.“ Für einen Moment lag wohl so etwas wie Nachdenklichkeit in ihren Augen. Dann setzte sie ihre gewohnte Maske wieder auf, welche ruhig und unlesbar war. „Schlaf, Nami,“ sagte sie schließlich. „Kraft wird man bald genug brauchen.“ Mit diesen Worten wandte sie sich ab und lehnte sich an die andere Seite der Palme, dass sie wenigstens für diesen kleinen Moment Ruhe fand. Vielleicht hatte Robin die Chance in der Hand durch Nami und würde endlich aus ihrem Käfig ausbrechen und die Flügel ausbreiten können. Ob die Strohhutpiraten wirklich eine Chance gegen Crocodile und die Baroque Firma hatten? Sie mussten unglaublich große Kräfte besitzen wenn sie es bis hierher geschafft haben. Dennoch der Krieg würde sich jetzt nicht mehr aufhalten lassen. Die Stunden flogen dahin und Robin musste Nami mit einer sanften Geste ihrer Hand wecken. Kurz tippte sie ihren Kopf an und strich ihr zärtlich durch das Orangene Haar...
    • Nami

      Während das Bewusstsein der Piratin in den Schlaf hinüber dämmerte, registrierte sie noch das Miss All Sunday sprach. Die Worte aber, die dabei fielen, blieben ihr verborgen. In Gegenwart einer Feindin jegliche Wachsamkeit vollkommen fallen zu lassen schien töricht, jedoch hatte die Schwarzhaarige sie gerettet. Für den Augenblick war diese wohl sogar ihr größter Schutz, denn wenn die Agentin den Auftrag hatte Nami lebend zu Crocodile zu bringen, so würde diese sie auch schützen wenn nötig. Eine Garantie gab es nicht, doch letztendlich war es nicht von belang, denn die Erschöpfung war einfach zu groß.

      Mit Tränen in den Augen und auf dem Boden kniend, sah die Diebin auf. Ruffy der Pirat welchen sie verriet, hatte ihr seinen Strohhut aufgesetzt. Der erbarmungslose Kampf zwischen ihm und Arlong, dem Fischmenschen, welcher Nami’s Insel als Geisel hatte und sie jahrelang erpresste, begann. Immer hatte Arlong unbesiegbar gewirkt, doch dieser Mann, Monkey D. Ruffy schaffte es und besiegte ihn. Ihre Insel, ihr Dorf und sie selbst waren nach Jahren der Unterdrückung frei. Selbst ihren Verrat, vergaben Ruffy, Zorro, Lysopp und Sanji ihr. Ihr echtes Leben als Mitglied der Strohhutpiraten an Seite ihrer Freunde hatte tatsächlich begonnen. Dann wurde es kurz schwarz und das Bild, wo sie alle um das Fass herumstanden. Jedes Mitglied der Crew schwor seinen Traum zu verwirklichen auf der Reise welche auf der Grand Line vor ihnen lag.

      Eine sanfte Berührung. Es war zärtlich und beinahe wie eine Geste, welche liebevoll und behütend war. Hatten ihre Freunde sie etwa gefunden. Langsam hoben sich die Lieder der Navigatorin. Doch hatte sie nicht erwartet, dass es Miss All Sunday war, welche sie auf eine solch sanfte Art weckte. Innerlich kam eine leichte Verlegenheit auf, welche es jedoch zu überschatten gab. Die noch vorhandene Verschlafenheit war daher durchaus gelegen. “Wie lange habe ich geschlafen?” fragte die Orangehaarige. Die einzigen Worte, welche ihr auf die Schnelle eingefallen waren. Schlaftrunken richtete Nami sich sitzend auf und nahm ein paar ruhige Momente. Es war offensichtlich, dass die Agentin plante aufzubrechen. Langsam aufgestanden schien sich ihre Verfassung im Vergleich zu vorhin deutlich verbessert zu haben, wenn auch immer noch fern von gut. Aber es würde genügen müssen. “Ich bin bereit.” sagte sie. Spiel auf Zeit war sinnlos, weil es unvermeidbar sein würde Crocodile zu treffen. Ein anstehendes Ereignis was die junge Frau jedoch mit Sorge erfüllte.
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    • Nico Robin:

      Sie musterte sie einen Moment lang schweigend. In ihrem Blick lag nichts Spöttisches, auch nichts Feindseliges sondern eher diese ruhige, schwer zu deutende Nachdenklichkeit, die Nami schon zuvor beunruhigt hatte. Dann lächelte sie leicht, was kaum mehr als ein Hauch war . „Nicht lange,“ antwortete Miss All Sunday ruhig. „Gerade lang genug, damit dein Körper nicht vollkommen zusammenbricht.“ Ihre Hand glitt zurück, als wolle sie Nami bewusst wieder Raum lassen. „Und bereit…“ Sie ließ das Wort einen Augenblick wirken. „…ist ein dehnbarer Begriff, aber ich werde mich nicht einmischen. Es ist deine Entscheidung.“ Robin wandte sich halb ab, griff nach ihrem Mantel und blickte noch einmal über die Schulter. „Crocodile duldet keine Verzögerungen. Doch solange du unter meinem Schutz stehst, wird dir niemand etwas antun. Zumindest nicht, ohne vorher an mir vorbeizumüssen.“ Ein kurzes Innehalten folgte, dann fügte sie noch leiser hinzu „Ruh dich auf dem Weg so gut es geht aus, Nami. Die Begegnung, die vor dir liegt, verlangt mehr als nur Wachsamkeit, denn er wird dich prüfen und mit deiner Angst spielen, aber ich bin mir sicher das du stark genug sein wirst, um ihm entgegen zu treten, immerhin bist du nicht alleine auf dieser Welt und hast Freunde..." Ihre Worte klangen traurig, vielleicht schwang in Robins Worten sogar ein leichter Funken Eifersucht mit, welche sie so gut es ging, zu verbergen versuchte. Mit raschen Schritten ging die Baroque Agentin los und hinaus in die endlose Wüste Alabastas. Rainbaise war nicht mehr all zu weit entfernt. Sie konnte sich keine Verspätung leisten.
    • Nami

      Wenn ihr Leben davon abhinge zu erahnen, was in der Schwarzhaarigen vorging, so wäre Nami zweifellos verloren. Es war schlichtweg nicht möglich. Diese Ruhe, welche fern von Feindlichkeit, aber auch jeglichen anderen Eindrücken war. Das Einzige was die Piratin zumindest ein wenig beruhigte, war die Tatsache, dass Miss All Sunday nicht ihren Tod wollte. Jedenfalls galt dies fürs Erste und ob sich das änderte sobald die Beiden bei Mr. Crocodile angekommen waren, stand offen. Alleine hatte sie nicht den Hauch einer Chance, sowohl gegen die Agentin als auch ihren Boss. Obwohl der Schlaf wohl nur von kurzer Dauer war, so hatte er einen großen Unterschied gemacht. Es vergingen einige Momente nach den Worten der Anderen. Ihr eigener Körper schrie quasi nach mehr Erholung, doch hätte es wohl keinen Unterschied gemacht. Es war vermutlich die bessere Entscheidung, Crocodile nicht unnötig warten zu lassen, denn ihn wütend zu machen war wohl eines der letzten Dinge, die in ihrem Interesse standen. Mit einer seltsamen Art von Entschlossenheit, welche gleichsam aber auch von Unsicherheit behaftet war, nickte die junge Frau. Für ein paar Momente stand die junge Frau verwirrt. Warum riet ihr eine Feinden sich auszuruhen? Weshalb gab die Schwarzhaarige Hinweise, was Nami erwarten würde? Es war eher ein Verhalten, welches sie von einer Verbündeten erwartete, nicht aber von einer Agentin, die für einen Mann arbeitete, der wohl den Tod ihrer Crew im Sinn hatte, weil sie ein Hindernis für seine Pläne darstellten. Der Tonfall aber wie Miss All Sunday sprach, als sie die Freunde der Navigatorin erwähnte, war anders. Schwer zu benennen, jedoch wirkte es, als würden darin mehr Emotionen stecken. Nami folgte ihr in etwas Abstand. Die Braunäugige versuchte, diese Frau zu begreifen, denn es schien mehr in ihr zu sein als die skrupellose Agentin, von der sie gehört hatte. Doch hätte es überhaupt einen Sinn gemacht, Fragen zu stellen. Nach ein paar Minuten tastete Nami an ihr Bein und zu ihrer Überraschung war ihr Klima-Taktstock noch dort. Somit schien es zu sein, dass die Agentin in ihr keine Bedrohung sah. “Wie weit ist es, bis wir ankommen?” fragte sie. Die Wüste war ruhiger als zuvor, doch die Hitze brannte erbarmungslos weiter.
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