Das Königreich der Rosen

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    • Das Königreich der Rosen


      DAS KÖNIGREICH DER ROSEN
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      Tief, hinter einem dunklem Wald, liegt ein verwunschenes Königreich, das Reich des Rosenkönigs.
      Einst lebte hier ein König, der ein prachtvolles Schloss erbauen ließ. Dabei nahm er die Hilfe der Zwerge aus den Bergen an. Es sollte auf einem Berg erbaut werden, der inmitten seines neues Reiches stand. Doch die Zwerge weigerten sich zunächst, einem Menschen zu dienen. Und auch die Feen des Waldes rieten davon ab. Aber der König hatte einen Plan, um das Problem zu lösen. Er bot den Zwergen an, alle Schätze, die beim Abtragen der Berspitze gefördert werden, und alle Schätze, die beim Graben der Tunnel und Katakomben des Schlosses gefunden werden, zu behalten. Und so willigten die Zwerge schließlich ein, und erbauten das Schloss. Trotz ihrer Fähigkeiten, dauerte der Bau ganze Zehn Jahre, ehe das Schloss fertig war, und der König den Thron besteigen konnte.


      Während der Bauzeit kamen weitere Menschen in das Land, um dem König zu dienen, und gründeten mehrere Dörfer und eine große Stadt, welche unweit des Schlosses in den Ebenen erbaut wurde. Eine prächtige Straße wurde errichtet, die Straße des Königs. Sie führte direkt zum Schloss. Verzweigte sich aber gelegentlich an Kreuzungen, die in die Wälder aber auch bis zu den Zwergen in die Berge führten, die das Reich zu zwei Seiten umgaben.
      Auf der Straße des Königs kamen alle Einwohner des Landes herbei, um an dem Fest des Schlosses, und der Thronbesteigung teilzunehmen. Auch die Zwerge hatte man geladen, denn sie verlangten nun ihren versprochenen Tribut. Tief in den Gewölben unter dem Schloss lagerten alle Schätze, welche sie bekämen, wenn das Schloss erbaut wurde. Alles was sie gefunden haben, ob Gold oder Kristalle, alles lagerte dort.
      Doch als der König sich von seinem Thron erhob, ordnete er an, die Zwerge hinauszuwerfen. Wie könnten sie es wagen, ihm Forderungen zu stellen? Er war hier schließlich der König. Er hatte die Zwerge betrogen, und sie seines Reiches verwiesen. Seine Soldaten scheuchten sie bis in ihre Berge zurück, und drohnten damit, jeden Zwerg, der sich ohne Erlaubnis in das Königreich begiebt, einzusperren. Oder Schlimmeres.
      Auch die Feen bekamen mit, was die Menschen mit den Zwergen trieben, und ihre damals ausgesprochene Warnung bestätigte sich.
      Der Feenwald lag westlich vom Schloss, zwischen Schloss und Westgebirge, in dem die Erbauer lebten. Heimlich schickten die Feen Boten zu den Zwergen, um mit ihnen über die Menschen zu beraten. Doch eine Lösung schien fern.


      Inzwischen regierte der König mit eiserner Faust. Die Menschen hatten es im Vergleich zu den anderen Wesen des Reiches noch recht gut. Sie arbeiteten hart, zahlten ihre Steuern und wurden von den Soldaten sowohl überwacht, als auch beschützt. Doch gab es immer wieder Aufständische, die ihren Zorn frei herausbrüllten. Sie alle wurden nieder gemacht, oder gar eingesperrt und verurteilt. Mancheiner verlor dabei seinen Kopf.
      Östlich vom Schloss gab es ebenfalls einen Wald, der zum Teil von vernebelten Sümpfen durchzogen war. Ein ungastlicher Ort, den man ambesten nicht aufsuchte. Dieser Ort führte bis zum Ostgebirge, wo eine finstere Zwergensippe lebte, die Dunkelzwerge. Sie blieben neutral, standen dem König weder bei, noch bekämpften sie ihn. Boten schickte der König, denn auch sie waren handwerklich begabt, und könnten einiges bewerkstelligen. Oder auch bei anderen Angelegenheiten behilflich sein. Aber sie verlangten viel, wenn sie wenig helfen sollten. So behielt der König sie vorerst für Notfälle im Hintergrund.


      Der Süden vom Schloss hatte fruchtbare Ebenen, und einen dichten Wald, der irgendedwann wieder in den dunklen Wald übergehen würde, wenn man sich tiefer in ihn wagen würde, welcher das Königreich umgab. In den Wäldern lebten die sonderbarsten Kreaturen und Wesen, von denen viele Gut, aber auch einige böse sein konnten. Einige glichen Menschen, andere waren bloß die Bewohner des Waldes, Tiere usw.. Die Wälder wurden auch Rosenwälder genannt. Denn hier gab es überall Büsche aus Dornenranken, die das ganze Jahr in voller Blüte standen. Den Schnee gab es nur in den höheren Bergregionen. Hier im Königreich war es immer angenehm warm und fruchtbar - das ganze Jahr über. Seen und Flüsse boten ebenfalls Fisch und Wasserquellen. An Hunger würde hier niemand sterben, aber die harte Arbeit, und die hohen Abgaben, ließen oftmals zu, das der ein oder andere den Gürtel enger schnallen musste. Besonders die Bauern.
      Auch sie machten ab und zu mal ihren Unmut laut. Manchmal wurden sie ergriffen und eingesperrt, und dann verurteilt. So verlor manch Bauer dabei auch mal seinen Kopf.
      Doch schreckte das weder die Aufständischen, noch die Bauern davor ab, ihren König zu kritisieren.
      So ließ der König nördlich am Schloss ein großes Labyrhint erbauen. Dafür nutzte er die Dunkelzwerge. Wie schon die Zwerge konnten sie in beachtlich kurzer Zeit viel erreichen. Das Bauwerk schöpfte schließlich Eindrittel seiner Schatzkammer leer. Aber dieses Labyrhint war es wert gewesen. Der Zugang lag beim Schloss. Es gab drei Ausgänge. Einer führte an die Füße der Westberge zu den Zwergen, und zum dortrigen angrenzenden Feenwald. Wer dort hinaus kam, war möglicherweise sicher.
      Ein weiterer Weg führte in die östlichen Wälder zu den Nebelsümpfen. Wer dort hinaus kam, würde vermutlich versinken, oder wenn er die Sümpfe überlebt, von Dunkelzwergen überfallen werden, und gar sterben oder versklavt werden.
      Der nördliche Ausgang jedoch bot die Freiheit, und die Möglichkeit, das Reich zu verlassen. Das Labyrhint führte bis zu den nördlichen dunklen Wäldern. Wer sie erreichte, kam mit großen Chancen mit dem Leben davon. Denn einst kamen die Menschen schließlich von dort. Doch nun ist der Weg durch das Labyrhint versperrt. Keiner kommt hinein - keiner hinaus. Außer man findet den richtigen Weg. Doch freiwillig würde es keiner betreten, da dort auch unzählige Fallen und weitere Gefahren lauern.
      So konnte der König die erhobenen Stimmen des Volkes fast vollständig verstummen lassen.


      Einestages jedoch hatten die Feen mit den Zwergen, die das Schloss erbauten, eine Einigung getroffen, und einen Racheplan geschmiedet, denn die Feen hatten entgültig genug von der Regentschaft des Königs. Während seine Macht wuchs, schmolz die ihre dahin.
      Eine mächtige Fee würde sich opfern, um das Reich zu verzaubern. Allerdings betraf es alle, die hier lebten, oder her kamen, denn keiner könnte das Reich verlassen, solange der Fluch bestünde. Doch die Zwerge, kamen sie selbst auf keine andere Lösung, willigten schließlich ein. Zusätzlich würde die Feenkönigin in einen tiefen Schlaf fallen, und mit dem Zauber verwoben werden. Tief in den Bergen bei den Zwergen sollte sie sicher verwahrt werden, damit der König sie nie finden, und als Erpressung verwenden könnte. Sie würde erst erwachen, wenn eines von zwei Ereignissen geschehen, und so den Zauber brechen würden.
      Das erste Ereignis war, das der König sich besinnt, und fortan in Frieden und Gleichberechtigung mit allen Völkern lebt.
      Das zweite Ereignis war, den Zauber selbst zu brechen. Doch dieser hatte es in sich.
      Das Reich wurde verwunschen mit einem Rosenzauber. Überall wuchsen plötzlich Rosen im Land. Viele Bereiche endeten in dichten Wäldchen voller Dornen und Rosenblüten in Rot und Weiß.
      Gleichzeitig wurde die Königin schwanger, und gebar zunächst einen Sohn. Zwei Jahre später folgte dem Sohn eine Schwester. Prinz und Prinzessin wurden hoch gefeiert, doch trübte ihre Geburt ein mächtiger Zauber.
      Der Prinz würde den weißen Rosen verfallen. Und die Prinzessin würde den roten Rosen ihr Herz schenken.
      Sollte der Prinz es schaffen, alle Rosen im Land in weiß erblühen zu lassen, ohne das die Prinzessin in tiefe Trauer verfällt, so sei der Zauber gebrochen. Und sollte die Prinzessin ebenso alle Rosen im Land in Rot erblühenlassen, ohne den Prinzen misszustimmen, war es ebenso. Doch waren beide gleichermaßen auf ihre Aufgabe fixiert, und verfielen in regelmäßige Streitigkeiten, denn jeder war dem anderen im Wege, und keiner wollte von seinem Wege abweichen.
      Der Prinz wuchs auf, und bekam später zu seiner Krönung von den Feen eine magische Rose überreicht, die sich verfärben würde. Wann immer eine Sorte Rosen mehr war, als die andere, wurde sie weißer oder rötlicher, verfärbte sich von der Spitze an rötlich verlaufend, als würde Blut auf ihr tropfen.
      König und Königin des Reiches starben beim Versuch, den Zauber der auf ihrer Familie lastete, mit Gewalt zu brechen. Und so wurde der kleine Prinz noch in jungen Jahren zum Thronfolger - zum König, genauer gesagt, zum Rosenkönig, ernannt.


      Nachdem der Prinz zum König gekrönt wurde, kam ein letzter Feenbote zum Schloss, und verkündete, das es eine weitere Möglichkeit gäbe, den Fluch zu brechen.
      Wenn der Rosenkönig das Herz einer Frau erobern könnte, das aus Liebe zu ihm schlägt, so wäre der Fluch gebrochen, der alle Anwohner daran hindert, das Königreich zu verlassen.
      Aber es gab dabei noch eine Hürde. Er musste es noch vor seinem 25 Geburtstag schaffen. Zudem musste auch die Prinzessin aus freiem Herzen einer Hochtzeit zustimmen, und die werdene Königin aufrichtig mögen.
      Dazu brachte der Bote eine magische Rose mit goldenen Blättern am Stil, zum Schloss mit. Er überreichte sie dem Rosenkönig, und sprach:
      "Neun mal dürft ihr der Frau euren Herzens die Frage stellen, ob sie eure Frau werden will. Neun Blätter in Gold verwandeln sich in Asche. Ist das letzte Blatt gefallen, bleibt nur noch übrig, die Rosen erblühen zu lassen. Solltet ihr es vor eurem 50sten Lebensjahr nicht schaffen, den Fluch zu lösen, wird dieses Reich zerfallen. Und ihr, verehrte Prinzessin, werdet kränklicher, je mehr weiße Rosen es gibt. Und ihr, verehrter König, werdet zorniger, hasserfüllter, je mehr rote Rosen es gibt. Aber auch für euch Prinzessin, gibt es einen Lösungsweg, der euer Leben retten kann. Findet die Perle der Gesundheit. Sie gehört den Feen. Sie ist irgendwo in diesem Land versteckt. Ist sie nicht in eurem Besitz, so werdet ihr sterben, wenn die letzte rote Rose weiß gefärbt ist."
      Voller Wut ließ der Rosenkönig den Boten hinrichten. "AB MIT SEINEM KOPF!"
      Das Blut jedoch verlangte die Prinzessin, und der König gewährte ihr diesen Wunsch.
      "Wann immer in diesem Schloss Blut vergossen wird, so sei es dein."
      Dankend nahm sie das Geschenk an. Doch wusste der Prinz nicht, das sie mit dem Blut seiner Opfer zukünftig die weißen Rosen tränkte.
      Nun begann er, der Wettlauf gegen die Zeit.


      Würde der Rosenkönig das Herz einer Frau gewinnen, und den Zauber brechen können, ohne dabei seine Schwester opfern zu müssen? Und würde die Prinzessin selbst, voller Verzweiflung so an ihrem Leben hängen, das sie den Rosenkönig zum zornigsten und unfreundlichsten Mann im ganzen Land verkommen lassen würde, auf das er nie das Herz einer Frau für sich gewinnen könnte?
      Und auch das Volk war zwiegespalten, denn alle wussten um den Fluch bescheid.
      Weiße Rosen nahmen der Prinzessin die Lebenskraft, und ließen sie erkranken, und rote Rosen wiederum ließen beim König den Hass im Herzen aufkeimen. Und aufgrund der Regeln, durfte weder der König noch die Prinzessin sterben. verzweiflung machte sich breit. Und ein erbitterter Wettkampf begann.
      Zudem ließ der König nach geeigneten Frauen suchen, die zudem auch noch die Gunst der Prinzessin erwerben konnten. Doch er musste äußerst vorsichtig sein. Drei Frauen hatte er schon zu sich geladen, doch er kam nichtmal zu Frage, da warfen sie ihm seine Geschenke vor die Füße und flohen zornig aus dem Schloss, während die Prinzessin voller Schadenfreude lachte.
      Das machte den König um so zorniger, denn er konnte nicht verstehen, warum sie sein Herz verdunkelte. Und sie konnte nicht akzeptieren, das er sie leiden lassen wollte, um fröhlich genug zu sein, um das Herz einer Frau zu erobern. Sie fürchtete den Schmerz der Krankheiten, und verlangte, das man die besagte Perle finden und verwenden würde. Nicht einen Tag vorher würde sie gestattet, die Rosen im ganzen Land in weiß erblühen zu lassen. "Solle der König doch zur Hässlichkeit mutieren." Dann wäre der Fluch gebrochen. Der König aber fürchtete, das er auch nach dem Fluch ein hasserfüllter Mensch bleiben würde, und weigerte sich selbst, diesen Schritt zu gehen - schon aus dem Grunde, das es rote Rosen im Land gab, die seinem Herzen verboten, sich selbst zu opfern.
      Und so lebten sie hasserfüllt Seite an Seite, um ihre persönlichen Ziele zu erreichen. Der junge König erreichte sein 20stes Lebensjahr, und die Prinzessin ihr 18tes.
      Und der Rosenkrieg hatte seinen Höhepunkt gerade erst erreicht ........




      Im Königsschloss
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      Trommeln schlugen, wähend der König auf dem Thron saß, und streng auf die Versammlung hinabblickte, die sich zu seinen Füßen eingefunden hatte. Und das, obwohl es genau hier im Schloss,im Thronsaal, eine Art neutralen Boden gab, an dem der König die Rosen verbannte, um sie nicht ständig sehen zu müssen. Man musste schon selbst welche mitbringen, doch tat man dies nur, wenn man keine Furcht davor hatte, sich den Zorn des Königs einzufangen. Besonders wenn es sich dabei um rote Rosen handeln würde, jenen Rosen, die seiner Schwester, der Prinzessin, die Lebenskraft gaben, ihm aber zeitgleich die Lebensfreude nahmen.
      Lediglich der weißwe Marmor, und die roten Tücher und Teppiche zeugten von der Mischung des Landes, einer Mischung aus roten und weißen Rosen, die nun überall wuchsen, und gar bekämpft wurden. Ja, sogar mit der Armee zogen König und Prinzessin in die Schlacht, um die Rosen des jeweils anderen zu tilgen. Denn jeder hatte sich geschworen, diesen fürchterlichen Fluch auf seine Weise zu brechen. Die Prinzessin fürchtete den Tod, und der König, das er zum hässlichsten Scheusal der Welt mutierte - und so blieb. Man konnte den Feen einfach nicht trauen.
      Aber auf eines konnten sich die Feen verlassen, sollte der Fluch einst gebrochen werden. Auf fürchterliche Rache! Doch blieben beiden nur noch 30 Jahre, um ihre persönliche Ziele zu erreichen. Sofern sie nicht, die Lösungswege die es zusätzlich gab, in Anspruch nehmen konnten, oder würden.
      Die heutige Versammlung war wieder einer dieser Tage, die nicht für alle glücklich enden sollten. Soldaten waren in zwei Reihen, jeweils Links und Rechts beim Läufer zum Thron aufgestellt. Dahinter versammelte sich auf dem weißen Marmorboden das Hofvolk, Adelige, Berater, Bedienstete und so weiter. Sie alle schauten dem zu, was nun kommen würde.
      Ein Tor schwang auf, Fanfaren ertönten.
      Weitere Soldaten kamen herein, voraus ein höherer Offizier. Die Soldaten selbst führten wiederum ein paar Arbeiter mit sich, die ängslich schauten. Bauern.
      Getuschel war zu vernehmen, während der König die Bauern bereits mit seinem Blick fixierte.
      Der Offizier blieb vor der unteren Treppenstufe stehen, hob die Hand zum Halt, kniete sich nieder und grüßte seine Majestät.
      "Mein König, auch heute muss ich euch Bauern bringen, die eure Vorgaben nicht erfüllen konnten, und an sich selbst dachten! Sie erwarten nun eure Gnade!"
      "Steht auf! Die Bauern sollen vortreten.", entgegnete der König.
      Unsanft schubste man sie vor und ließ sie auf die Knie fallen, während ihre Ketten rasselten, die Handgelenke und Füße verbanden.
      Jemand rollte eine Schrifft ab und räusperte sich.
      "Die Bauern Antonius, Rilbus, Meht und Ullis werden beschuldigt, den Ertrag an Vorgabe Abgaben um fehlende 5 Prozent nicht eingehalten zu haben. Des weiteren wurde ihnen auferlegt, wöchentlich die roten Rosen rund um ihre Höfe zu entfernen. Bei Besichtigungen wurden mehrere rote Büsche mit roten Rosen in volle Blüte entdeckt. Ihnen wird daher zur Last gelegt, dem König vorsätzlich zu schaden, und seinem Vorhaben, eine zukünftige Königin zu finden, zu erschweren. Aufgrund dieser Ereignisse ist es erforderlich, das der König selbst ein Urteil fällt. Gnade oder Schuld!"
      Der König starrte finster. "Hört hört, ihr Bauern. Was habt ihr dazu zu sagen? Waren die Anweisungen nicht deutlich genug? Hat man euch denn nicht gesagt, das alle roten Rosen im Reich verschwinden müssen?"
      Die Bauern zitterten, stotterten und es kamen nur Wortfetzen. Irgendwie sprachen sie von Vergebung und Gnade, und das sie sich auch um ihren Hof kümmern mussten. Und genau wegen der roten Rosen kamen sie ins Defizit.
      "SCHWEIGT!", brüllte der König voller Zorn. "Ich will nichts mehr hören. Ihr setzt euren Hof höher an, als mein Gemüt. Euer Hof ist euch wichtiger, als das Wohlergehen des ganzen Reiches. Ihr wisst, was das bedeutet?"
      Gemurmel und Getuschel, und Bauern mit fragenden Gesichtern.
      "AB MIT IHREN KÖPFEN!", forderte der König und zeigte mit dem Finger auf die Bauern, die geschockt aufschriehen.
      Die Anwesenden riefen im Chor: "Ab mit ihren Köpfen ... ab mit ihren Köpfen ... ab mit ihren Köpfen ..."
      Die Soldaten bewegten sich wie auf Kommando. Der Offizier drehte sich zu den Bauern. Fanfaren ertönten, Trommelwirbel. "Abführen!", lautete das Kommando.
      Dann verließen sie den Saal, und der König stand auf, und begab sich ebenfalls davon durch eine Seitentür zu seiner Rechten.
      Dann drehten sich auch die aufgestellen Soldatenreihen und marschierten davon. Zurück blieben die Versammelten.
      Der König durchquerte einen Flur, auf dem er ein paar seiner wichtigsten Generäle und Krieger traf.
      "Wie konnte das geschehen? Wie konnten sie das zulassen?", fauchte er wütend. Er blieb stehen, und trat dann gegen eine rote Rosenblüte, die auf dem Boden lag.
      "Wie kommt DAS hier her? Wieso liegt hier eine rote Rose herum?"
      Kein Zweifel, woher die Rose kam. Das war ein Zeichen.


      Im Schlossgarten
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      Bella Rouge

      Beobachtet hatte sie das schnelle Urteil des Königs. Wie immer eine Angelegenheit, deren Vorbereiten zehnmal länger dauerte, als die Gespräche, die dort geführt wurden. Die Bauern durften nicht mal viele Worte der Erklärung nutzen, da sprach der König ihnen schon die Schuld zu. Innerlich kicherte Bella, denn Schuld hatte in Wahrheit jemand ganz anderes. Und zwar sie selbst. Für ihre Prinzessin Maira tat sie alles, um den König Steine in den Weg zu legen. Doch waren die paar Rosenbüsche, die bis vor ein paar Tagen noch strahlend weiß erblühten, nur eine Ablenkung gewesen.
      Während die Patroullien weiter dem Weg gefolgt, hätten sie das Feld mit den roten Rosen gefunden, das die Prinzessin einst dort anpflanzen ließ. Bis heute unentdeckt geschützt hinter Bäumen und Büschen. So nah beim Schloss, und doch vom höchsten Turm nicht sichtbar. Gerade in der Nähe des Schlosses war der Kampf rot gegen weiß um so verbissener. Hier mischten sich die Farben. Und selbst im Schloss bekämpfte man sich so neutral wie möglich - mit Rosen!
      Maira, war sie vor Tagen noch ans Bett grfesselt, erfreute sie sich an ihrer Genesung, und an den erfolgreichen Vernichtungsfeldzügen gegen die weißen Rosen, die wiedermal Überhand gewonnen hatten.

      Leider war es im Schloss üblich, das sich alles mischte. Sehr zum Ärger des jeweils anderen. Man konnte es nicht gänzlich verhindern. Im Garten gab es eine Ecke mit einem Tisch, an dem die Prinzessin saß. Gedeckt mit einem Strauß roter Rosen. Diener hatten Tee und Gebäck gebracht, dessen Düfte sich mit denen des Garten mischten. Hier gab es allerlei Blumen, aber viele davon waren rote und weiße Rosen.
      "Prinzessin ... Prinzessin Maira ...", rief Bella aufgeregt, und huschte flink und grazil über die Wegplatten hinfort.
      Am Tisch angekommen eine kleine Andeutung eines Knicks, ehe sie wie üblich auch Platz nahm. Der Schirm drehte sich kurz im Kreis, während bereits die Spiegelfee erschien und Bella einen Spiegel brachte. "Huch, ich bin ja ganz aufgeregt ... ganz errötet, hihihi.", kicherte sie und zupfte an ihrem Haar.
      Jemand goss ihr Tee ein.
      "Stellt euch vor, was soeben geschehen ist. Es gab wieder ein Urteil. Gleich vier Köpfe werden rollen. Noch heute vor dem Mittagessen.", erzählte sie voller Stolz und Freude.
      Sie wusste, was das bedeuten würde. Ein Pakt war zwischen Prinzessin und König geschlossen. Jeder Kopf der Rollt hinterlässt Blut, das sie bekäme. Warum, wusste der König nicht. Aber jedesmal wenn er dachte, mit seinen Strafen seine Situation zu bessern, in dem er andere damit abschreckte, half er eigentlich nur der Prinzessin, und schadete sich selbst.
      Denn für ihre Gesundheit, ging die Prinzessin gern über Leichen. Bella hatte angeordnet, die Rosen einiger Bauern zu übermalen. Und so erblühten sie rot wie Blut, und entfesselten den Zorn des Königs.
      "Wieviel Rosenrot werden wir dafür wohl erhalten können?"
      Zehn Zerrüttete Zahme Zebragestreifte Zauberhafte Zypern Ziegen Zogen Zum Zehnten Zehnten Zukunftsorientiert Zehnmal Zähneknirschend Zehn Zentner Zerstoßenen Zucker Zum Zoo Zurück
    • Im Schlossgarten

      Prinzessin Maira

      Endlich ging es der Prinzessin wieder besser. Bis vor zwei Tagen hatte sie an einem furchtbaren, nässenden Ausschlag am ganzen Körper gelitten, dass selbst liegen oder sitzen fast unmöglich gewesen war, da sie immer wieder Blasen hatte, die schmerzten und bei kleinen Berührungen gar platzten. Man hatte sie füttern müssen, wie erniedrigend, da sie nicht mal einen Löffel oder der Gleichen hatte halten können. Natürlich hatte sie in den Tagen kaum etwas gegessen und war nun sehr schlank, was sie beim Ankleiden heute gleich gemerkt hatte. Erst gestern früh war es ihr schlagartig wieder besser gegangen und sie wussten alle den Grund: Die Rosen. Danach war ihre Genesung so schnell gegangen wie meistens, denn schon heute waren fast alle Spuren des Ausschlages verschwunden wie durch eine Wunderheilung.
      Doch jetzt galt es den Augenblick zu genießen, denn Maira wusste immerhin nie wie lange sie gesund bleiben würde. Aus diesem Grund hatte sie heute im Garten decken lassen, einem ihrer liebsten Orte im Schloss, da er sie immer an ihre guten Tage erinnerte.
      Für einen Augenblick hatte sie heute Morgen überlegt an dem Tamtam ihres Bruders teilzunehmen, nur um ihm noch mal auf die Nase zu binden, dass es ihr besser ging, denn dann würde er sich sicher schwarzärgern. Doch da sie dann auch seinen Anblick hätte ertragen müssen, hatte sie beschlossen sich diese Mühe zu sparen. Immerhin wollte sie gleich was essen und dies auch drin behalten.
      Allein schon der Gedanke daran, so fies und dunkel, ließ sie schmunzeln als sich Bella zu ihr gesellte. War sie nicht nur Leibwächterin, sondern auch noch Vertraute. Auch sie hatte heute sichtlich gute Laune und dies auch aus gutem Grund.
      Nicht mal eines Blickes würdigte Maira das Personal, dass nun Tee einschenkte und dabei auch sogleich ihre Tasse nachfüllte. Immerhin musste sie zu Kräften kommen. Stattdessen war nun ihre ganze Aufmerksamkeit auf Bella gerichtet und sie schenkte dieser ein finsteres Lachen. „Gleich vier Köpfe? Was für eine Ausbeute.“, sagte sie freudig und normalerweise sollte man sich nicht daran freuen, wenn Leute starben, doch in ihrem Fall half es ihr gesund zu bleiben und wer war schon gerne krank und hatte Schmerzen?
      „Wenn dieser Idiot wüsste, dass er mir damit so in die Hände spielt.“, meinte sie triumphierend und hörte da auch schon die Frage von Bella. Die reinste Freude und Selbstherrlichkeit zeichneten sich da auch schon auf dem Gesicht der Prinzessin ab. „Hoffentlich genug, dass ich die nächste Zeit nicht wieder im Zimmer bleiben muss. Zu gerne wäre sie einfach zu ihm gegangen und hätte ihm diese Tatsache auf die Nase gebunden, nur um sein dummes Gesicht dabei zu sehen, doch dann würde es ja wissen und unterbinden.
      „Wir sollten aber schon mal unseren nächsten Streich planen, findest du nicht? Irgendwelche Ideen?“ Sie spielten dieses Spiel schon so lange, dass sie schon eine ganze Menge an Dingen ausprobiert hatten und auch Dinge hatten, die sie immer wieder mal hervorholten, da sie gut funktionierten.
    • G'eldriia Baenre:

      Die Dunkelelfe betrachtete das Geschehen und musste lächeln. Sie liebt das Chaos und dieses Königreich ist voll davon. Ein Herd voller Chaos und Möglichkeiten. Der König und die Prinzessin hassen sich bis aufs Blut. Da wäre es doch gelacht wenn hier nicht was für die Spinnenkönigin und den Dunkelelfen nicht was abspringen würde. Hier ist en Platz voller Intrigen und Intrigen sind etwas, was Dunekelelfen beherrschen. Eine Intrige innerhalb der Intrige einer Intrige. Das Chaos, das dabei entsteht ist einfach nur herrlich. Ein leichtes Lächeln war auf ihrem Gesicht zu sehen, als sie die Hinrichtung hörte. Seit einigen Jahren ist sie hier an dem Hof und sie hat sich dem König angeschlossen. Sie hilft ihm durchaus, aber sie hat auch ihre eigenen Pläne. Ob er es sich gemerkt hat? Das ist ihr egal. Im Moment steht sie im Schatten. Beobachtet das Gespräch zwischen Bella und Maira. Der Vorteil einer kleinen Spinne ist, dass man sie eher ignoriert und das verschafft ihr einen Vorteil. Diese kleinen Spinnen waren überall in dem Königreich verteilt. es sind ihre kleinen Spione. Durch Magie sind sie mit G'eldriia verbunden. Magie welche nur sehr schwer zu entdecken ist. Langsam tritt sie aus den Schatten heraus. Sah den König an. "Eure Majestät." sagte sie zu dem König. "Ich glaube wir wissen alle, wer dahinter steckt. Nur während einige hier entweder Unwillens sind oder gar unfähig sind was zu unternehmen, habe ich schon ein paar Pläne für die Vergeltung umgesetzt. Habt Ihr mit den Leichen der Verräter schon was vor?" Das was sie vorhat wird in den nächsten Nächten umgesetzt. Sie ist gespannt, wie die Prinzessin und ihre nichtsnutzige Leibwächterin damit umgehen werden. Es leben die Flüche. Zum glück kann man die gegen jede Art von Lebewesen einsetzen. Auch gegenüber von Pflanzen. Das Leben ist schön und die Spinnenkönigin, ihre Göttin, wird das ganze hier genießen.



      Die Familie Takamachi

      Niedlich *Q* Niedlich *Q* Niedlich *Q*

    • König Sirius / Dey Mercury

      Und wieder rollten Köpfe von den Schultern. Dey fand das schon fast langweilig. Es war nichts Neues. Das geschsh regelmäßig ubd es war einfach Routine. Früher noch war es ein großes Ereignis für ihn, und nur zu gern sah er aus einem Fenster zu, wenn das Beil hinabrauschte. Doch heute kümmerte ihn das nicht mehr. Es waren ohnehin nur Bauern. Niederster Pöbel, der den ganzen Tag im Dreck wühlte. Wie Tiere. Widerlich. Und sie hatten doch nur eine lächerliche Zusatzaufgabe. Nur ein paar weiße Rosen erblühen zu lassen. Und dann machten sie Rote daraus. So ein Jammer. Unverzeihlich. Ein gerechtes Urteil vom König.
      Die Tür schwang auf und polterte an die Wand. Ein wütender König stiefelte herbei und fluchte. Dabei trat er gegen eine rote Rosenblüte, und fragte, wie sowas hierher käme.
      Dey kannte die Antwort. Bella war vorhin hier gewesen, und hatte ihn wie üblich beinahe vollständig ignoriert, und war mit erhobener Nase den Gang entlang geschwebt.
      Leider war das Schloss neutral, sonst hätte er der arroganten Dame gern auch mal was gestutzt. Aber die klebte ja sonst auch immer an der Prinzessin, wie Honig an einem Löffel.
      Dey wollte gerade etwas sagen, da huschte noch jemand aus dem Schatten hervor. Eine Drow. Eines der Wesen, das gern in der Dunkelheit kauerte, und vor nichts zurück schreckte. Dey mochte sie nicht, aber sie kämpfte für den König. Daher war sie zumindestens willkommen.
      Niederträchtiges Weib. Was wollten die bloß alle mit den Überresten der Verurteilten? Die Prinzessin zapfte das Blut. Jetzt fregte dieses Weib nach den Leichen.
      Der König hiel inne und lauschte den Worten der Drow.
      Er überlegte kurz. "Jaaa, ich weiß wer dafür verantwortlich ist. Meine Schwester. Sie besitzt die Frechheit mich damit zu nerven. Zur Hölle mit ihr. Möge sie an ihren Pusteln ersticken."
      Die Dunkelelfe erwähnte etwas von Plänen, um Vergeltung zu üben. Der König schien sich aufzuhellen. "So? Ihr habt bereits Pläne geschmiedet? Interessant. Ganz anders, als so manch weiterer meiner Mannen.", sprach der König und liueß seinen Kopf leich in Dey`s Richtung wandern.
      Dey, der gerade seine glänzenden gerüsteten Fingerkuppen begutachtete, hielt inne, und sah auf.
      "Majestät?"
      "Was habt ihr vor? Rumsitzen und den Glanz eurer Rüstung bewindern?", fragte der König. Dey funkelte kurz zur Elfe hinüber. Bloß weil sie gerade in diesem Gemütsmoment eine Einschleimung beim König verübte, wurede er zum Ziel seiner Ungeduld.
      "Selbstverständlich habe ich auch Pläne. Aber diesesmal lasse ich gern der Drow den Vortritt. Wenn sie versagt, werde ich ihren Fehler gut machen."
      "Gut. Gehen wir in den Beratungssaal. Dort könnt ihr mir euren Plan offenbaren. Und was die Leichen betrifft, sobald Maira ihr Blut hat, dürft ihr die Überreste gern behalten. Was auch immer ihr mit ihnen anstellen wollt, ihr habt meine Erlaubnis. Hauptsache, das deren Kadaver mein Schloss nicht länger als nötig beschmutzen."
      Dey erhob sich, grinste G'eldriia scharf an, und wies mit der Hand ihr den Vortritt.
      Gemeinsam begaben sie sich dann zum Beratungssaal.


      Schlossgarten
      Bella Rouge

      Mit einer Handbewegung wies sie Posy an, mit dem Spiegel zu verschwinden. Zumindestens diesen fortzuschaffen. Posy gehorchte, und flatterte dann zum Tisch hinüber, wo die Keksschale stand, und machte sich daran, einen gekringelten Keks aus der Schale zu stehlen. Bella selber roch am Tee und fand ihn ausreichend. Aber er hätte besser sein können.
      "Dämlicher Buttler. Lass den Tee noch 30 Sekunden länger ziehen, damit er sein volles Aroma preisgeben kann. Für die Prinzessin nur das Beste.", nörgelte sie zum Bediensteten. Der nickte mit einer deutlichen Verbeugung.
      "Wo bleibt der Kuchen?" "Sehr wohl, Mylady."
      Bella schüttelte den Kopf, als der Diener sich ans Werk machte, wandte sich dann der Prinzessin zu. "Verzeiht, aber das Personal scheint stark nachzulassen. Alles muss man ihnen extra sagen. Haaaaahhhh...", seufzte sie.
      Bella meinte, das sie etwas mehr Honig in den Tee geben sollten.
      Dann überlegte Bella. Die Prinzessin fragte nach einer Idee für eine weitere Aktion gegen König Sirius. Sie hielt den Zeigefinger an ihr Kinn und grübelte etwas.
      "Hmmmm, in drei Tagen gibt es in einem seiner Ortschaften ein Fest. Es werden Wagen über die Königsstraße rollen. Händler, Verkäufer eigener Waren. Ich bin mir sicher, das daruner auch Blumenverkäufer sind, um die Örtlichkeit zu schmücken. Wenn wir diese abfangen und durchsuchen lassen, könnten wir ihnen schnellwachsene rote Rosen unterjubeln, hihihi. Die Samen der Weißen vernichten wir. Und wenn er sie pflanzt werden sie über Nacht wachsen, und am Festtag ihre Blüte in Rot präsentieren. Das dürfte dem dortigen Bürgermeister teuer zu stehen kommen. Was haltet ihr davon? Wen sollten wir schicken?"
      Zehn Zerrüttete Zahme Zebragestreifte Zauberhafte Zypern Ziegen Zogen Zum Zehnten Zehnten Zukunftsorientiert Zehnmal Zähneknirschend Zehn Zentner Zerstoßenen Zucker Zum Zoo Zurück
    • Im Schlossgarten

      Prinzessin Maira/Jonathan Fine
      Manchmal ging ihr Bella ziemlich auf die Nerven, vor allem, wenn sie so nach Kuchen verlangte. Maira fand es frech, dass ich Bella so benahm, war es immerhin ihr Recht die Bediensteten zu maß regeln und sie hatte sich irgendwie gefreut ihnen selbst zu sagen und sie rumzuscheuchen. Immerhin hatte sie lange genug mal wieder nur krank im Bett gelegen und musste so ihre Stärke und Dominanz zeigen, wann immer es ihr gut ging.
      Doch dieser Frust über Bellas Verhalten hielt wie immer nicht sehr lange, denn ihre Vertraute wusste genau wie sie die Prinzessin besänftigen konnte. Schnell bildete sich also wieder ein leichtes, grausames Lächeln auf den Lippen der jungen Frau.
      „Wie ich sehe bist du vorbereitet.“ Es war für Maira normal, dass sie gesiezt wurde und Bella mit du ansprach, immerhin stand sie unter ihr. „Die Idee ist ganz passabel, immerhin bringt er uns auch wieder neues Blut ein.“ Sie wollte Bella nur nicht zu viel loben, auch wenn ihr diese Idee wirklich gut gefiel. So würden sie ihrem Bruder mal wieder richtig in die Suppe spucken können.
      „Schicken wir Fine, er ist immerhin treu und bis jetzt sehr gewissenhaft. Er und seine Männer werden sicher ihren Dienst machen.“ Nun wedelte sie einmal mit der Hand als Zeichen. Wenn sie hier war, dann war Fine nie weit weg, außer er hätte eine Mission von ihr. Dieser Mann war ihr sehr ergeben.
      Und sie hatte Recht, denn wenig später stand er bei ihrem Tisch und verbeugte sich tief. „Eure Hoheit, Lady Rouge.“, grüßte er die Damen und stellte sich dann zu voller Größe auf, ehe er auf Befehle wartete.
      „Wir haben einen Plan.“, meinte sie und tat so, als hätte sie etwas dazu beigetragen, ehe sie mit der Hand wedelte. „Bella, erkläre es ihm.“ Sie war eben ganz Prinzessin und Fine wand seinen Blick zu Lady Rouge.
    • G'eldriia Baenre:

      Sie seufzte innerlich. Dieser dumme Mensch zweifelt ihre Fähigkeiten an. Äußerlich lässt sie nichts anmerken. Aber sie bekommt die Leichen. Das ist sehr gut. So kann sie neue Dryder erschaffen. Spinnen mit menschlichen Körpern. Stumm betrachtete sie den Menschen in seiner Rüstung. Ruhig betrat sie den Beratungsraum. Sah Dey an. "Ich nehme an, Ihr wolltet dem König zuerst erklären wie Eure Pläne aussehen." Sprach sie direkt und blieb im Schatten stehen. Wenn sie sich bewegt, dann hört man sie nicht. Sie ist es gewohnt leise zu laufen. Sie verfolgte dem Kriegsrat des Königs und lässt die anderen erstmal reden. Eine ihrer Spinnen verfolgt gerade das Gespräch der Prinzessin. Es wird langsam interessant. Als drow ist sie es gewohnt sich nichts anmerken zu lassen. Es kommt ganz darauf an, was sie erfährt. Erst dann wird sie entscheiden wie sie sich verhält. Ruhig hörte sie den anderen zu. Sie seufzte als sie an der Reihe ist. Doch G'eldriia will nicht, dass sie ihre Pläne erfahren. "Eure Majestät. In ein paar Tagen wird es vermehrt zu weißen Rosen kommen. Im Gegensatz zu anderen handelt eine Baenre, anstatt einfach nur zu reden." Sie konnte nicht anders. Sie weiß genau, dass sie eben arrogant rüber gekommen ist. Aber das ist ihr egal. Wo sie herkommt sind Menschen Sklaven. Schwertfutter. Sie sind einfach nichts wert in ihren Augen.

      Gwannis Schwarzstahl:

      Die Dunkelzwergin betrat die Taverne. Ruhig ging sie zum Tresen und setzte sich hin. Mit einem kurzen Nicken bestellte sie sich ein Krug Bier und was deftiges zu essen. Ihr Clan und ihre Familie sind vor einigen Jahrzehnten in das Königreich ausgewandert. Sie wollten in Ruhe leben. Einige Zeit hat es geklappt. Sie konnten in Frieden leben und war soweit glücklich. Doch so langsam beginnt hier die gleiche Scheiße wie im Underdark. Die mächtigen streiten sich ständig und die Bevölkerung leidet darunter. Als sich jemand sie setzte legte sie einen Beutel auf dem Tresen. Es war frisches Saatgut für die Bauern. "Mir freundlichen Grüßen von der Königsfamilie. Die Rosen habe ich vernichtet." Es war Gwannis ein Vergnügen ein paar der Wachen ein paar blaue Flecke und Knochenbrüche zu verpassen. So konnten sie glaubhaft versichern, dass sie sich gegen Gwannis gewehrt haben. Der Mann neben ihr hatte den Beutel genommen und verschwand. Die Menschen hier in der Taverne werden nichts verraten. Sie kämpfen ums Überleben. Sie wollen wissen ob sie am nächsten Tag noch was zu essen haben oder nicht. Nach dem Essen steht Gwannis auf. Hinterlässt ein paar Münzen und verlässt die Taverne. Ihren Kopf hat sie mit einer Kapuze verdeckt. Ihre Füße führen sie zu ihrer eigenen Schmiede, wo sie ihre Arbeit als Schmied beginnt. Als Teil der Gemeinschaft.



      Die Familie Takamachi

      Niedlich *Q* Niedlich *Q* Niedlich *Q*

    • Bella Rouge

      Das Lob der Prinzessin stimmte Bella schon wieder deutlich fröhlicher. Mit einem selbstgefälligem Grinsen nahm sie das Lob auf, alleine schon, weil die Prinzessin die Idee direkt annahm und bereits jemanden auserwählt hatte, diese umzusetzen. Keine weitere Diskussion nötig.
      Sie ließ einen Ritter herbei eilen. Fine. Ein treuer Ritter, der schon zahlreiche Dienste für die Prinzessin erfüllt hatte. Tatsächlich jemand, dem man die Sache anvertrauen konnte, und mit guter Umsetzung und Erfolg rechnen kann.
      Dann überließ Maira Bella das Wort.
      Bella klappte plötzlich einen Fächer auf und wedelte sich etwas Luft zu, nach dem der Ritter die Damen begrüßt hatte. Sie verbarg ihr Gesicht halb dahinter.
      "Sehr wohl, eure Hoheit.", antwortete Bella, schaute dann über den Rand des Fächers zu Fine, der darauf wartete ihre Worte aufzusaugen.
      "Hört zu, Ritter Fine. Ein simpler Plan. In der Ortschaft Danroo gibt es in drei Tagen eine größere Festlichkeit. Vielleicht eine Hochzeit, oder jemand tritt ein hohes Amt an. Was auch immer. Es werden jedenfalls Händler kommen, um ihre Waren anzupreisen. Und da es eine Ortschaft des Königs ist, werden sie sicher seine Gunst fördern wollen. Daher ist davon auszugehen, das auch ein Blumenhändler dort seine Waren anbieten wird, und mit äußerst hoher Wahrscheinlichkeit weiße Rosen dort erblühen sollen. Fang den Händler an. Durchsucht ihn. Lasst euch Gründe einfallen. Nehmt etwas magische Blutfarbe mit, um bereits aufkeimende weiße Rosen damit zu tränken. Wenn ihre Wurzeln die Farbe aufsaugen, werden sie in einem wundervollem Blutrot erblühen. Lasst es den Händler aber nicht sehen, das ihr auch die Samen austauscht mit schnellwachsenden roten Rosen. Ich werde euch einen Beutel vorbereiten lassen, mit Samen, die in drei Tagen voll erblühen. Euer Auftrag ist erledigt, wenn dem König die Galle hoch kommt, sobald er davon erfährt. Hihihihi."
      Sie blickte forschend auf eine Antwort wartend über den Rand des Fächers.
      Danach klappte sie ihn wieder zusammen und richtete sich an die Prinzessin. "Seit ihr zufrieden damit, Prinzessin?"
      Der Teeduft kitzelte bereits Bellas Nase und das Stück Kuchen auf ihrem Teller sah zum anbeißen aus. Sahne. Gab es hier denn keine Sahne? Ein Diener fürchtete bereits ihr Nörgeln, da sie schon Luft holte, und schon stellte dieser die Sahne auf den Tisch. Es war doch alles auf den Servicewägen.
      Natürlich durfte die Prinzessin zuerst zulangen.


      Königsschloss - Beratungssaal

      Die Türen zum Saal schwang auf und gaben ein dumpfes *WOOOMS* von sich, als sie gegen die Wände rauschten, und der König, gefolgt von den anderen, eintret. Mit strammen Schritten begab der König sich zu seinem Platz. Dey wurde noch von der Drow angesprochen. Aber sie hatte wohl nicht zugehört?
      "Eigentlich wollte ich euch den Vortritt lassen. Ich sagte es doch vorhin?", giftete er ein wenig. Dann nahm auch er Platz. Viele waren sie nicht. nur zu Dritt. Aber der König wollte Pläne hören.
      "Majestät.", begann Dey. "Wie ihr sicher schon wisst, gibt es in den Ortschaft seit einigen Wochen vermehrt Unruhen. Es wurden schon ein paar Unruhestifter festgenommen und verhört. Einigen konnte aufgrund harter Strafen der Gemütszustand wiederhergestellt werden. Dennoch ist es seltsam, das derartige Fälle in unterschiedlichen Orten nahezu zeitgleich statt finden."
      Der König nickte. "Ja, das ist mir auch durch den Kopf gegangen. Vielleicht steckt mehr dahinter. Oder, hehe, ich vermute, das ein bestimmter Jemand dahinter steckt." Das Gesicht des Königs verfinsterte sich. Dey nickte. "Ihr meint sicher Prinzessin Maira, nicht wahr? Wenn dem so sein sollte, werde ich es herausfinden."
      "Tut das. Dann werde ich es ihr beim Abendessen als Salz in die Suppe spucken."
      Dey fuhr fort. "Immerhin wurden dabei auch rote Rosen gefunden. Zumindestens bei zwei der Übeltäter. Ich werde Durchsuchungen anordnen, und jede rote Rose beschlagnahmen und vernichten lassen. Selbstverständlich durch eine Weiße ersetzen. Wir dürfen nicht zulassen, das innerhalb der Stadt und den umliegenden Ortschaften Chaos ausbricht. Verlasst euch da bitte auf mich."
      Der König nickte. "Sehr gut. Und wie steht es mit euch, G'eldriia? Habt ihr etwas beizutragen?"
      Sie sprach von vermehrt auftretenden weißen Rosen. Und von Handlungen ihrerseits. Dey knirschte etwas mit den Zähnen. Die Dunkelelfe trug dick auf, und versuchte ihn wohl als einen nutzlosen Redner hinzustellen.
      Aber sie erreichte die Aufmerksamkeit des König. "Vermehrt weiße Rosen? Wo? Das sind gute Neuigkeiten. HA! Vielleicht werden diese Rosen eine äußerst üble Krankheit bei meiner Schwester auslösen. Hehe, vielleicht bekommt sie große Ohren. Die kann ich ihr dann langziehen, und sie auslachen. HAHAHA!"
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    • Schlossgarten

      Hinter dem Visier seines Helmes huschten Jonathans Augen von der Prinzessin zu Lady Bella, auch wenn er wusste, dass dies nicht lange so sein würde. Mit jedem Tag, so schien es ihm, wurde sie Agnes (seine verlorene Liebe) ähnlicher. Zum Glück konnte man dank dem Visier und auch weil die Damen saßen, nicht sehen, wohin er blickte.
      Doch ihm entging nicht wie zufrieden die Lady das Lob der Prinzessin aufnahm und er verstand es auch zu gut. All dies hieß es nun aber zur Seite zu schieben und den Worten zu lauschen, immerhin würde er sich den Plan, simpel oder nicht, so merken müssen. Bloß nichts Schriftliches, denn dies konnte man abfangen. Aus diesem Grund machte er sich nun gedanklich Notizen, während Lady Bella sprach.
      Also würde es in die Ortschaft Danroo gehen. Er würde wie immer einige Männer mitnehmen und es natürlich schaffen, dass es wie eine normale Kontrolle aussah. Zum Glück war das Volk meistens so verängstigt dank dem König, dass sie nie einen Ritter und dessen Anweisungen in Frage stellen würden. Der Plan war wirklich einfach und doch gut.
      Kurz huschte sein Blick zur Prinzessin, ob diese noch etwas hinzuzufügen hatte, doch diese genoss ihren Tee und sah aus, als würde sie nicht mal annähernd etwas mit der ganzen Sache zu tun zu haben. „Natürlich. Ich werde alles dafür tun, damit der Plan funktioniert und die Rosen rot erblühen werden.“, antwortete er Lady Rouge, die daraufhin die Prinzessin fragte, ob sie zufrieden war.
      Erst jetzt schenkte Maira ihren beiden Vertrauten einen Blick und langsam schlich sich ein Lächeln auf die Lippen der Prinzessin. „Äußerst passend. Ich freue mich schon auf das Gesicht meines Bruders, wenn er das Resultat sieht.“, meinte sie und machte eine wedelnde Handbewegung. „Ihr könnt gehen, Fine. Bella wird euch die Samen und die Farbe zukommen lassen.“ Fine verbeugte sich darauf hin und ging wieder, immerhin war der Wunsch der Prinzessin Befehl.
      Während Fine ging, wurde endlich Sahne gebracht und die Prinzessin sagte extra laut und klar: „Ich wünschte alle Bediensteten wären so fleißig und zuverlässig wie Ritter Fine oder Lady Bella.“ Dies sollte deutlich zeigen, dass sie mit der Arbeit des Dieners sehr unzufrieden war und wenn sie unzufrieden war, dann konnte sie fast so schlimm wie ihr Bruder werden. Doch nun nahm sie sich etwas von der Sahne und wenig später landete auch schon der erste Bissen in ihrem Mund, jedoch erst nachdem sie Lady Rouge noch eine Frage stellte. „Und wie geht es danach weiter?“, forderte sie schon den nächsten Plan, da sie lange genug krank gewesen war.
    • G'eldriia Baenre:

      Menschen. Sie sind einfach nur dumm. Sie sind nicht umsonst nichts weiter als Sklaven. Wie lange muss sie sich noch mit so einem dummen Menschen und dazu auch noch einen Mann ärgern? Am liebsten würde sie ihn zu Tode foltern. Er würde einen wunderbaren Dryder abgeben. Nur Lolth weiß, warum sie sich das antun muss. Beide sind so darauf fokussiert, die Prinzessin zu vernichten, dass sie auch eine andere vergessen. Dass sich einige zu einem Widerstand zusammen geschlossen haben könnten. Und innerlich bedankte sie sich für die wunderbaren Informationen von der Prinzessin und ihren Dienern. Sie sah den König an. "Sagt es ihr nicht, Eure Majestät. Soll sie denken, dass ihre Pläne Erfolg haben. Umso größer ist die Erkenntnis, wenn Ihr es schon wusstet." Sagte sie direkt. Sie stand ruhig da. "Eure Schwester plant was mit dem Ort Danroo. Lasst sie machen. Lasst Euch nichts anmerken und bringt auch niemanden um." Sie lächelte sanft. Sah beide an. "Weil am gleichen Tag, wenn die roten Rosen von Danroo erblühen auch die weisen Rosen in vier von den Dörfern erblühen, welche Eurer Schwester nahe stehen." Sie verbeugte sich kurz. Die hingerichteten Bauern. Um die kann sie sich auch später kümmern. Sie sind gut verwahrt. "Wenn Ihr mich entschuldigen würdet. Ich habe noch einiges zu erledigen, da ich auch für den König langfristige Pläne habe." Mit diesen Worten verließ sie die Besprechung. Sie hatte zwei Dinge vor. Erst will sie sich um den Ritter der Prinzessin kümmern. Sie wird ihn nicht töten, aber etwas durcheinander bringen. Sollen sie vermuten, dass sie ein Ahnung haben könnte, was sie vorhaben. Und dann will sie noch versuchen Kontakt zum Widerstand aufzubauen, falls es sowas geben sollte. Es wird Zeit für die nächste Phase.



      Die Familie Takamachi

      Niedlich *Q* Niedlich *Q* Niedlich *Q*

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    • Schlossgarten
      Bella

      Endlich war dieser grobe Ritter fort. Irgendwie passte er nicht in einen Garten voller Blumen. Er hatte den Plan schnell verstanden, und würde alles mit seinen Soldaten besprechen, und später noch die nötigen Mittel von Bella erhalten. Aber jetzt wollte sie auch erstmal Kuchen und Tee genießen. Zusammen mit der Prinzessin im Garten sitzen, und dann auch noch mit Lob überhäuft zu werden, war wie Honig, der ihre Kehle hinabfloss.
      Die Prinzessin hatte bestimmt eine quälende Woche in ihrem Zimmer verbringen müssen. Aber jetzt war sie wieder gesund. Zumindestens so weit gesund, das sie am Leben teilhaben konnte. Dieser verdammte Fluch. Würde der König doch nur für einen Moment zum göttlichen Scheusal werden, und alle Rosen nur in Ror wachsen lassen, wären doch alle Probleme vom Tisch. Stattdessen macht er sich in die Hose, und glaubt, das er immer so bliebe. Was ja durchaus sein könnte. Aber um das zu vermeiden würde er lieber die Prinzessin mit dem Tode tanzen lassen. Was für eine Krankheit würde sie wohl dahinraffen lassen, wenn es nur noch weiße Rosen gäbe? Für alle war es klar. Dann würde Maira sterben. Und die Prinzessin wollte lieber leben, als zu leiden und zu verrecken.
      Vielleicht wäre sie auch für immer entstellt? Vielleicht sollte sich einer opfern, damit das Reich überlebt?
      Niemals würde sie ihrem Bruder den Gefallen tun, das wusste Bella.
      Und es gab ja noch weitere Hoffnungen. Ein Seil, an dem tatsächlich beide zogen. Aber keiner baute darauf, das es klappen würde.
      Eine magische Perle, die vor allen Krankheiten schützt. Von den Feen irgendwo versteckt. Wäre sie gefunden, wäre es doch kein Problem, alle Rosen weiß werden lassen. Aber ohne die Perle würden sie alles tun, um die roten Rosen nach Möglichkeiten in der Überzahl erblühen zu lassen.
      Oder diese ominöse mächtige Fee, die sich für den Fluch opferte, und irgendwo die Feenkönigin in einen tiefen Schlaf versetzte. Irgendwo bei den Zwergen sollte sie liegen. Es könnte jahrzenhte dauern, das Geheimversteck zu finden. Die Zwerge hassen die Menschen aufgrund des Verrats. Und nur ein paar Wenige kennen überhaupt den Ort, wo sie ruht.
      Und natürlich könnte die Prinzessin ihre Gesundheir ruinieren, und eine würdige Braut für den König akzeptieren. Aber dazu müsste er ja erstmal freundlich genug werden. Und sie müsste die Braut auch noch mögen. So eine gab es doch nicht in diesem Land. Garantiert nicht.
      Das würde die Prinzessin gar nicht erst zulassen!
      Außerdem, könnte sie ja auch zur Königin gekrönt werden, wenn der König voller Zorn zu einem nicht regierungsfähigen Scheusal mutiert, und so bleibt. Das wäre doch allemal besser, als den Lösungsweg des Königs zu gehen.
      Bella seufzte. "Ich habe leider keine weiteren Vorschläge. Ich ließ mich informieren über die Suche nach der Perle der Gesundheit. Doch bislang ohne Erfolg. Es gibt außer den Geschichten und Gerüchten keine einzige Spur. Und die Feen werden es uns nicht verraten. Aber sie könnte überall in diesem Reich sein. Da wir sie suchen und finden dürfen, kann sie gar nicht außerhalb des Reiches sein. Dort kommt ja niemand hin, wegen dem Fluch. Wer es versucht, kehrt unweigerlich um. Viele haben es versucht. Sie kommen einfach nicht weiter, als stünden sie in einer Sackgasse."
      Bella sah etwas traurig aus, weil sie der Prinzessin keine guten Nachrichten präsentieren konnte.


      Irgendwo in der Wildniss der östlichen Wälder
      Molda

      Die östlichen Wälder erstreckten sich auch vom Schloss und Königsstadt aus bis hin zu den Bergen, wo die Dukelzwerge lebten. Die Wälder selbst waren wieder unterteilt, mündeten noch vor den Bergen in sumpfigen vernebelten Gebieten.
      Aber davor war es einfach nur ein riesiger Wald.
      Und dort, innerhalb des Waldes, nur ein paar Kilometer vom Schloss entfernt, stand auf einer Lichtung ein üppig gedeckter Tisch voller Speisen.
      table.jpg

      Er wirkte nicht sonderlich auffällig, abgesehen von der Tatsache, das es ansonsten keine Grünee gab, hier irgendwo im Wald köstlich an einem Tisch sitzend zu essen.
      Zur Mittagszeit stand die Sonne am höchsten, doch die Baumkronen spendeten genügend Schatten, damit hier niemand ins Schwitzen kam.
      Es gab keine Bediensteten, die auftischten. Alles schien wie von allein vorbereitet darauf zu warten, genutzt zu werden.
      Es waren aber einige Personen anwesend. An einer Tischspitze saß eine Fungu, und schlürfte an einer Tasse Tee. Sie hatte noch einen kleineren Tisch neben sich stehen, auf dem ein Teekessel über einem Stöfchen vor sich hin dampfte.
      Die Fungu hieß Molda. Sie war aber eher unter den Namen Giftmischerin bekannt, da sie ihren Namen ungern verteilte. Zufrieden grinsend saß sie auf ihrem Stuhl und begutachtete den gedeckten Tisch. Ein köstlicher Duft verteilte sich. Ein Hühnerschenkel lag auf ihrem Teller. Dazu ein paar bunte Beilagen, von Früchten bis Zuckerperlen.
      "Köstlich.", ließ sie verlauten.
      "Du bist doch die Giftmischerin, oder?", ertönte eine weitere Stimme. Sie stammte von einem Zauberer, der ein paar Stühle weiter saß, und ebenfalls eine Teetasse, die vor ihm auf dem Tisch stand, begutachtete. Es war Voxius, der blaue Zauberer, der irgendwo südlich im Reich einen Turm hatte, in dem er residierte.
      Voxius.jpg
      Molda sah auf und grinste. "Ja, selbstverständlich. Wieso fragst du?"
      Er sah kurz zu ihr, dann zur Teetasse.
      "Der Tee ist von dir." "Ja, exakt. Wieso? Stimmt irgendwas nicht mit ihm? Ist er zu kalt?"
      "Nein. Es ist nur .... du könntest mich ja vergiften wollen."
      Molda lachte auf. "Und das Treffen hier in den Sand setzen? HAHAHA. Aber du hast trotzdem recht. Ja, ich will euch alle vergiften. Aber, ihr Einfallspinsel denkt bei Giften immer automatisch an den Tod. Wie langweilig."
      "Das tun Gifte im Grunde auch. In der Regel töten sie.", erwiderte der Zauberer.
      Molda seufzte, stellte ihre Tasse auf den Unterteller und sah ihn an. "Gifte sind so vielfältig wie Blumen. Oder Insekten. Manche töten, manche helfen. Und manchmal kann man sie auch einfach nur als Genuzssmittel verwenden. Trinkt nur, ehrenwerter Voxius. Trinkt. Ich haben den Tee selbst angebaut. Es ist ein Blaukringel Tee. Der Blaukringel ist ein Pilz. Wird sein Hut noch vor der Verschleimung geerntet, zerstoßen und getrrocktet, kann man ihn prima für einen Aufguss verwenden. Er hat ein besonders mildes Aroma."
      "Hmmmm...."
      Voxius war unsicher. Aber sie hatte auch irghendwie recht. Irgendwer hat sie alle eingeladen, weil man sie für würdig hielt. Denn offenbar teilten sie Ansichten. Ansichten das Reich betreffend. Vor vielen Jahren hatten sich die Menschen hier eingenistet, und die Macht an sich gerissen. Das Volk der Zwerge wurde verraten, und die Feen verloren an Macht. Mit dem Fluch wollten sie die Menschen bekehren, doch inzwischen ist daraus eine wahre Qual geworden. Es war kein Geheimnis, das König und Prinzessin sich erbittert bekämpften. Mit Rosen weiß wie Schnee oder rot wie Blut. Sie wuchsen nahezu überall im Land. Noch mehr, seit der Fluch das Reich in ein Gefängnis verwandelte. Einjeder kam rein, aber niemand wieder heraus. Gäbe es hier eine Katastrophe, würden alle umkommen.
      "Na gut. Ich werde wohl als Leiche kaum taugen, um weitere Gäste anzulocken. Daher werde ich dir wohl trauen müssen."
      Er nahm die Tasse und nippte daran. "Ja, er ist mild. Aber ich mache doch besser noch etwas Honig hinein."
      Molda grinste. "Ja, mit Honig wird seine Wirkung noch intensiver."
      "WIEBITTE?", blaffte Voxius. "Der Genuss. Der Geschmack. Sein Aroma und die Entspannung."
      "Achso ... ja, das stimmt natürlich. Der Genuss."
      Gerade als Voxius im Tee rührte, polterte ein weiterer Gast auf die Lichtung. Sie wirkte etwas gehetzt und übersah dabei eine Wurzel, an der sie selbstverständlich mit dem Fuß hängen blieb, und sich bäuchlings voran auf den Boden beförderte.
      "PUUUHHHffffff...."
      Die Luft entwich ihren Lungen, und sie quietschte kurz, nörgelte etwas, und stand flink wieder auf um sich abzuklopfen. Dann blickte sie auf, sah Moldas und Voxius Gesichter,und blickte sich kuerz nach Links und Rechts um.
      "Bin ich zu spät? Ist noch Zeit?"
      "Wer bist du?", fragte Molda. Voxius rührte weiter klimpernd in der Teetasse herum.
      Treena.jpg
      Ich bin Treena, sehr erfreut. Ich komme aus Danroo. Ich erhielt eine Nachricht. Eine Einladung. Puh, das ist ganz schön anstrengend. Wisst ihr den nicht, was bei uns los ist? Alle bereiten ein Fest vor. Und ich werde hierher bestellt. Inmitten im Nirgendwo."
      Sie nahm die fette Uhr an ihrem Kleid und starrte auf die Zeit. "Fünf vor Lakritz. Ja, ich denke das passt. Ohhh was ist das denn?"
      Sie kam zum Tisch und starrte das Essen an. "Ist das für uns?"
      Die beiden anderen nickten. "Nimm doch Platz.", meinte der blaue Mann.
      "Tee?", fragte die Pilzfrau.
      "Wirklich? Oh ja, gern.", grinste Treena und nahm auch platz.
      Es waren noch weitere Gäste vorgesehen. Molda meinte, das sie wohl noch etwas warten sollten.
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    • Schlossgarten
      Prinzessin Maira
      Reine Höflichkeit ließ die Prinzessin nicht gleich was sagen und erstmal Bella ausreden lassen. Sicher, diese war schon lange an ihrer Seite und ihre Vertraute und doch ging ihr Bella gerade jetzt sehr auf die Nerven. Gefühlt endlos redete sie von den Feen und dem Fluch, alles Dinge, die gerade Maira zu gut wusste. Und wenn es etwas gab, dass sie noch mehr hasste als krank zu sein bzw. gegen ihren Bruder zu verlieren, dann war es wie dumm behandelt zu werden.
      „Du erzählst mir nichts Neues und manchmal ist es besser den Mund zu halten, wenn man nichts zu sagen hat.“, meinte sie deshalb auch schnippisch und schob sich das Stück Kuchen in den Mund, dass sie auf der Gabel hatte. Für sie war die Unterredung beendet und Bella sollte sich lieber um ihre Aufgaben kümmern, statt Unsinn zu reden.


      Erst: Unweit vom Schlossgarten, etwas später
      Nachher: Etwas vor Danroo
      Ritter Fine
      Endlich hatte Fine alle Dinge zusammen und konnte sich auf den Weg machen. Zwei seiner Männer, denen er bedingungslos vertraute, hatte er denk Plan grob schon mal verraten, um Schwierigkeiten zu vermeiden.
      Sie würden mit einer kleinen Gruppe reiten und sich dann die Händler vornehmen. Nicht jeder aus dem Trupp würde von den eigentlichen Gründen und den ganzen Plan kennen, denn immerhin wären dies nur potenzielle Fehlerquellen.
      Sie würden gleich aufbrechen, denn die Händler würden nun schon bald anreisen, um in Ruhe ihre Stände aufzubauen. Er und seine Männer würden einfach einige Tage dort Stellung beziehen und alle Anreisenden etwas kontrollieren, so würde kein Verdacht aufkommen.
      Schnell war die Strecke mit Hilfe von den Pferden überbrückt und der Posten etwas vor dem Dorf Danroo eingenommen. Und wie Fine gedacht hatte, kamen auch schon die ersten Händler, die gestoppt wurden. Zuerst waren es nur normale Händler und Reisende, doch schon bald kam auch der Blumenhändler, den Fine nun selbst durchsuchte, um die Samen auszutauschen und alles zu tränken, was er fand. Den Rest der Blutfarbe würde er nachher auch noch im Dorf verteilen, wenn er einen Spaziergang machte. Alles für die Prinzessin.

      Irgendwo in der Wildnis der östlichen Wälder
      Hugo, der Kater
      Der Kater war schon eine ganze Zeit da, doch noch nicht so lange wie Molda und die meiste Zeit, die er gewartet hatte, hatte er dann doch mit einem Nickerchen auf einem Baum verbracht. Natürlich unsichtbar, wie sich versteht, denn dies hatte er früh in dieser Welt gelernt: Man blieb besser unsichtbar.
      Es war das Poltern und der Lärm, den der weibliche Neuankömmling mit der Uhr machte, der ihn nun hatte aufschrecken lassen und müde blinzelnd schlängelte sich sein Schwanz, ehe er wieder sichtbar wurde und runtersprang. Er hatte sich mit Absicht einen Baum etwas weiter weg gesucht, weshalb ihm keiner gesehen hatte wie er wieder sichtbar wurde. Man sollte auch nie alle seine Ticks am Anfang verraten. „So, so… endlich sind wir ein paar mehr und jetzt habe ich auch Hunger.“ Ohne auf die anderen zu achten, ließ er sich nun auf einen der Stühle nieder und nahm sich etwas zu Essen. „Ich bin Hugo.“, meinte er frech und fing an zu essen ohne Manieren. „Kommt noch wer oder sind wir alle?“
    • G'eldriia Baenre:

      "Wenn Ihr nichts weiter zu besprechen habt, so werde ich mich zurück ziehen und mit meiner Arbeit beginnen. Vielleicht muss Sir Dey vorher noch seine Rüstung polieren oder er schickt gleich Patrouillen aus um das Reich zu sichern." Sie verbeugte sich vor dem König. Sie verbeugte sich so, dass es noch respektabel ist. Soll Dey fluchen und schimpfen. Soll er versuchen sie zu hintergehen. In dem Spiel der Intrigen ist sie besser als jeder Mensch. Dunkelelfen lernen das Spiel schon seit ihrer Geburt an. Ohne eine Miene zu verziehen verlässt sie den Kriegsrat und geht in ihre Räumlichkeiten im Keller des Schlosses. Ihre Räume haben sehr wenig Licht. Was braucht sie auch das Licht? Sie kann im Dunkeln sehen. G'eldriia betrat einen bestimmten Raum. Langsam zog sie sich aus und überprüfte den Raum. Gut niemand war hier. Dann sah sie zu der Statue im Inneren des Raumes. Es war eine sehr attraktive weibliche Drow mit dem Körper einer Spinne. Sie stand vor der Statue und fing an laut zu lachen. Hier war sie sicher. Keiner von den Menschen kommt hier in diesen Raum. "Oh mächtige Lolth. Meine Königin. Meine Herrin. Meine allmächtige Herrin." Sprach sie im alten Dialekt der Dunkelelfen aus ihrer Heimat. "Die Menschen sind einfach nur dumm. Der König vertraut mir etwas und lässt mir freie Hand. Lieber streitet er sich mit seiner Schwester als zu merken, dass wir dabei sind sein Reich zu übernehmen. Du hattest Recht als du meintest, dass Menschen nichts weiter als nützliche Sklaven und Marionetten sind." Sprach sie lachend und sah die Leichen der Bauern. Sie grinste hämisch. "Auch ihr werdet der mächtigen Lolth dienen." Und sie fing an ein Ritual zu wirken. Als dann am Abend die Sonne im Westen versank verließ G'eldriia das Schloss. Sie hatte noch was zu erledigen. Soll die Prinzessin Danroo als Erfolg bekommen. Diesen Sieg wird sie haben. In ihrem Räumen konnte man das klackern von 8 Beinen pro Kreaturen hören, wenn man sehr genau hin hört.

      3 Tage später bei Daroo:

      Die Drow sah sich um. Durch einen einfachen, aber sehr schwer zu erkennenden Zauber war sie wie eine menschliche Bäuerin gekleidet. Eine Frau die durch die Reiche zieht. In den letzten drei Tagen hat G'eldriia immer wieder ihr Aussehen verändert. Säckchen voller gold wechselten mehrmals die Besitzer. Damit niemand zurück verfolgen können. Nur damit die vier Dörfer, welche der Prinzessin Nähe stehen, in einem Meer wie weißem Rosen baden. Und niemand wird erkennen können, dass sie dahinter steckt. Die Drow musste subtil vorgehen. Damit niemand weiß, wer dahinter steckt. Oh sie wird sich an dem ergötzen, was sie sieht. Auch für Dey hat sie eine Überraschung. Wenn irgendwann jemand zum König geht und ihn darüber informiert, dass Dey rote Rosen auf seinem Anwesen hat. Wie sie das Chaos liebt. Und alles für Lolth. Lolth die Spinnenkönigin.

      Gwannis Schwarzstahl:

      Es ist einige Zeit vergangen, seit die Duergar dem Bauern geholfen hat. In der Zeit hatte sie in der Schmiede gearbeitet. Jackpot hat einige Adlige ausgenommen und das Gold wurde verteilt. Aber die Adligen wurden so ausgenommen, dass es keiner gemerkt hatte. Dann kam eine mysteriöse Nachricht. Eine Einladung zu einem Treffen. Ein Treffen von Wesen, welche die Schnauze voll haben von diesem Streitigkeiten. Nun betrat sie das Treffen. Jackpot begleitet sie. Aus ihrer Zeit im Unterreich ist sie es gewohnt sich leise zu bewegen und immer bewaffnet zu sein. Mit ihrem großen Hammer betrat sie die Lichtung. "Ich weiß nicht ob sie spielen wollen, Jack." Jack ist die Abkürzung für Jackpot. Sie weiß nicht warum, aber irgendwie kann sie Jackpot verstehen. Sie sah sich um. "Gwannis Schwarzstahl. Das ist Jackpot." Stellte sie sich und ihren Begleiter vor. Ruhig setzte sie sich mit Jackpot an einen Platz. Der Hammer neben ihr und griffbereit um zu kämpfen, wenn es sein muss. Nach außen hin entspannt nahm sie sich was zu essen.



      Die Familie Takamachi

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    • Geheimtreffen ( einige Tage Rückblende )
      Jackpot

      Sie bewegten sich durchs Unterholz des Waldes. Hier gab es nicht mal einen richtigen Weg. Nur einen, der sie in die Nähe geführt hatte. Aber seit einer halben Stunde gingen sie mitten durch die Wildnis. Kein schöner Ort, wie Jackpot bemerkte. Keiner da zum Spielen. Nur Bäume und Tiere. Und Insekten. Er hatte ein paar Mücken zwischen seinewn Händen zermalmt, und meinte, das die wohl einfach nur Pech hatten.
      Und hier sollte ein Treffen stattfinden. "Meisterin, wollen die vielleicht auch ein Spiel spielen?", fragte er die Dunkelzwergin. Aber die konnte das leider nicht beantworten. Sie wusste ja nicht mal, wer dort auf sie wartete und warum genau. Die Einladung war eine Einladung für eine Beratung zur aktuellen Situation im Königreich. Das könnte alles mögliche bedeuten.
      Dann erreichten sie eine kleine Lichtung, die nur spärlich von Baumkronen bedeckt war. Sie bot Schatten genug, aber auch ausreichend Licht. Ein gedeckter Tisch erwartete sie, an dem bereits mehrere Personen saßen.
      Gwannis stellte sich und Jackpot vor. Der fuchtelte mit den Armen irgendeine Begrüßungsgeste zurecht, und grüßte ebenfalls mit "Ich bin Jackpot, ein Golem. Sehr erfreut."
      Allerdings verstand nur Gwannis, was er sagte. Die andere vernahmen nur ein paar blinkende Edelsteine und dazu ein paar Dudelgeräusche, als würde jemand an einer Laute oder sowas zupfen, oder an einer kleinen Glocke stubsen. --Düdelüd Dingding Dong Ratterratterratterklacker--
      Dabei hatte er das Karogesicht aufgesetzt, das kurz darauf zum Herzgesicht wechselte.

      Molda / Voxius / Treena

      Kurz nach dem Treena sich gesetzt hatte, und mit leuchtenden Augen ihren Teller füllte und mit Voxius auf eine Tasse Tee anstieß, gleitete plötzlich noch jemand zum Tisch und nahm ungeniert Platz. Immerhin stellte sich diese Person als Hugo vor, schien aber sonst auch eher dem Essen zugewand zu sein, als den anderen. Molda grinste nur. Seltsame Leute fanden sich hier ein.
      "Tee?", fragte sie an Hugo gerichtet. Sie goss ihm ein und reichte die Tasse durch. "Ich habe ihn selbst gemacht. Er hat ein mildes Aroma. Versuche ihn. Du kannst auch etwas Milch hinein geben, hehehe."
      Voxius mischte sich ein. "Oder du tust Honig hinein. Er passt vorzüglich dazu.", grinste der Zauberer, der zuerst noch ganz misstrauisch war, nun aber vollkommen von dem Gebräu überzeugt war.
      "Ich bin die Giftmischerin. Du hast sicher schon von mir gehört?", fragte Molda grinsend und trank einen Schluck aus ihrer Tasche. Aber Hugo kannte sie wohl noch nicht. Ja, sowas solls auch geben. Voxius hatte auch nur von ihr gehört und es auf ihr Äußeres und den Tee bezogen, und richtig geraten.
      "Und ich bin Treena, ausa Danroo. Sehr erfreut. Und hoffentlich kommen die anderen auch bald. Die Zeit ist knapp. Es ist viel zu tun in Danroo. Ein große Fest. Ein großes Fest!"
      Es knackte im Wald und jemand kam näher. Alle Blicke richteten sich auf eine kleine Dunkelzwergin und ihren großen Begleiter, der ein wenig zu viele leuchtende und blinkende Edelsteine besaß. Kurz stellte sie sich mit ihrem Begleiter vor, der irgendwas sagte, aber keiner verstand ihn.
      Die anderen grüßten zurück und stellten sich kurz vor. Molda sagte nur, sie wäre die Giftmischerin, und bot einen Tee an. Der Zauberer bezeugte die Sicherheit des Getränks. Treena hob die Tassse in die Höhe und rief: "JAAAAA, er schmeckt gut."

      Ob das schon alle waren? Oder mussten noch weitere gefunden werden? Und wer hatte denn jetzt die Einladung verschickt? Das Essen jedenfalls war vielseitig und schmackhaft.

      Jackpot saß neben Hugo, der schon ganz interessiert auf die Lichter starrte. --Dingding Ratterklacker Düdeldüdel-- ( Hallo, ich bin Jackpot. Möchtest du spielen? ) Gwannis übersetzte natürlich, und erklärte kurz, welche Funktion Jackpot eigentlich hatte, wenn er nicht auf ihre Schmiede oder sie selbst aufpasste.
      Voxius richtete dann eine Frage an alle. "Gehe ich recht in der Annahme, das wir alle hier sind, um über die Missstände im Königreich zu sprechen?"
      Treena: "Ja, der Fluch. Und der König und die Prinzessin streiten sich nur. In Danroo ist der Teufel los. Wir müssen Rosen pflanzen, für den König. Ein Staatsmann tritt in ein Amt ein. Für den König. Die Steuern sind hoch. Wir hoffen auf Vergünstigungen.", grinste sie.


      Lushila Darsu

      In der Nähe von Danroo wartete Lushila im Wald auf ihre Herrin Baenre. Sie hatte großes vor, und setzte es bereits in die Tat um. Für ein Fest, das in dieser Ortschaft geplant war, sollten wohl weiße Rosen erblühen.Und die Prinzessin wollte die Blumenhändler sabotieren, und mit roten schnleewachsenden Rosen versehen. Herrin Baenre hat von dem Plan gewusst, weil eine Spionagespinne im Schlossgarten alles mitbekommen hatte, und diese Informationen direkt weiter leitete.
      Daraus war wohl noch ein weiterer Plan entstanden. Lushila weiß jetzt aber gar nicht mehr, was ihre Herrin jetzt genau umgesetzt und verändert hatte. Weiße Rosen sollten in großer Zahl erblühen. Und irgendein General sollte die Überraschung seines Lebens erhalten. Da ging es um rote Rosen.
      Sie würde abwarten.
      Sie grinste fröhlich vor sich hin und spielte mit einer Spinne, die ihr über die Hände krabbelte und Fäden sponn.
      "Nur Gedult. Bald kommt unsere Herrin und bringt Neuigkeiten aus Danroo. Wo wir wohl dann hingehen werden? Was meinst du, kleiner achtbeiniger Freund?", summte sie vergnügt und beobachtete das beinzucken.
      Es war igrendwie chaotisch geworden. Pläne unterschiedlichster Art überkreuzten sich. Baenre hatte dem König gesagt, das rote Rosen in Dannroo erblühen. Der König schien nicht begeistert darüber zu sein, das er den Plan der Prinzessin durchgehen lassen sollte, damit Baenre einen anderen umsetzen konnte. Hoffentlich geht nichts schief. Von einer Spionage spinne wusste sie, das der König hinterher noch auf und ab lief, und sich die Haare raufte. Er musste wohl die Roten Rosen akzeptieren, schwor aber, Herrin Baenre zu bestrafen, wenn ihre Taten ihn nicht aufmuntern würden.
      Und die Prinzessin? Keine Ahnung. Schon am nächsten Tag hatte diese nervige Trulla namens Bella zufällig die Spinne gefunden, und laut kreischend das arme Tierchen pulverisiert. Seit dem wussten weder sie noch Baenre, was im Garte vor ging, da Bella Diener und Wachen rufen ließ, um das Ungezifer aus dem Garten zu jagen. Dabei waren Insekten und Spinnen doch ganz normal?
      Aber Lushila hatte auch schon wieder für Ersatz gesorgt. Nächstesmal aber ein besseres Versteck, und nicht mitten in einem Rosenstrauch, an dem Bella schnüffeln wollte.
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    • Hugo, der Kater

      Die Frage ließ er unbeantwortet und nahm jedoch den Tee entgegen, an dem er nun erstmal nur roch. So genau wusste er nicht, was er von diesem Gebräu halten sollte. Als Molda nun jedoch von Milch sprach, da war es etwas ganz anderes. Sogleich schippte der Kater den Inhalt seiner Tasse über seine Schulter in den Wald, ehe er sich über die Milch hermachte. Dies war nun mal eher nach seinem Geschmack und er machte sich keine Gedanken darüber, ob es vielleicht unhöflich rübergekommen war.
      Noch immer huschten seine Augen, über den Rand seiner nun mit Mild gefüllten Tasse, hin und her während er die Meute beobachtete. Er wusste gar nicht genau wieso er hier war, aber vielleicht lag es daran, dass er ein Dieb war und bekanntlich gerne all die Leute vom Hof auf die Schippe nahm und ihn dennoch keiner kannte.
      Noch während er versuchte sich alle Namen zu merken und auf die Reihe zu bekommen, wer von ihnen wer war, kamen noch mehr dazu. Langsam wurde es dem Kater eigentlich zu voll, denn Hugo hatte eher gerne seine Ruhe. Der blinkende Kasten hingegen faszinierte ihn mehr als die anderen Leute, auch wenn er ihn natürlich auch nicht verstand.
      Als es nun jedoch endlich um den anscheinend wichtigen Teil ging und man fragte, ob sie alle aus demselben Grund hier waren, da zuckte er mit den Ohren und passte nun doch wieder auf. Es war nicht so, dass er per se etwas gegen das Königshaus hatte. Hugo störte sich nicht am Chaos selbst, aber langsam ging es zu weit und hatte schon so manches seiner Schläfchen gestört. Außerdem hatte er ein Problem mit den ganzen Hinrichtungen des Königs.
      „Naja, da ich eh auf der Straße lebe und mache, was ich will… jedoch…“, setzte er an und trank noch mehr Milch. „wird es selbst mir langsam zu viel. Ich meine: Ich habe doch auch rosa und helle Streifen und die sehen zusammen gut aus. Wieso also der Stress?“
    • Gwannis:

      Die Zwergin sah die anderen an. Jackpot hat anscheinend mit Hugo einen neuen Freund gefunden. Sie lächelte etwas. Sie gönnt es ihrem Golem. Dann bediente sie sich und hörte erst den anderen zu. Sie ist geduldig. Dann war sie an der Reihe. "Sie kümmern sich eher um den Fluch, als um die Bevölkerung. Ich sehe die Dörfer die immer weniger haben, aber immer mehr leisten sollen. Und ich habe die Befürchtung, dass die Aasfresser noch kommen werden." Sie kennt es zu genüge. Die Aasgeier die dann kommen um ein Land noch mehr aus zu pressen. An den Gedanken was die Drows mit ihrer Heimat gemacht haben, da musste sie ihre Fäuste zusammen pressen. "Doch was wollen wir machen? Am liebsten würde ich dem König und der Prinzessin meinen Hammer in den Schädel hauen." Sagte sie direkt.

      G'eldriia

      Die Drow erkannte sie sofort. Lushila. Ihre Dienerin. Man würde sie für eine normale Elfe halten und nicht denken, dass sie ihr dient. Sie beide dienen der Spinnenkönigin. Im Aussehen einer menschlichen Frau betrat sie den Wald. Sie fand Lushila sofort. Niemand wusste, dass sie zusammen arbeiten. Und das ist auch gut so. Sie lächelte Lushila an. "Bei dem Fest in Danroo wird die Prinzessin eine Überraschung erleben. Doch es gibt welche die unseren Plänen im Wege stehen." Sie sah die andere Drow an. "General Dey ist im Weg. Er muss verschwinden. Sorge dafür, dass bei ihm rote Rosen erblühen. Er soll ein Verräter werden." Dann fing ihr Gesicht hinterhältig an zu grinsen. "Anschließend müssen wir den König irgendwie von uns abhängig machen. Es darf nicht offensichtlich sein, dass er sich verändert. Wir brauchen ihn als Marionette. Aber es soll nicht auf uns zurück fallen. Meinst du du kannst es schaffen, Lushila? Lolth will dieses Land für sich haben."



      Die Familie Takamachi

      Niedlich *Q* Niedlich *Q* Niedlich *Q*

    • Lushila

      Es dauerte nicht mehr lange, bis Herrin Baenre kam, verkleidet als Mensch. Aber Lushila wusste es bereits, und hatte sie auch gleich erkannt. Sie stand auf, und neigte kurz den Kopf, grüßte mit "Herrin.", nur um ganz sicher zu sein, nannte sie keinen Namen.
      Sogleich berichtete Baenre von der bevorstehenden Zeit, in der einige Aufgaben erfüllt werden mussten. Rote Rosen sollten in Danroo wachsen, doch nun würden es wieder weiße werden. Das dürfte den König erfreuen. Und im Gegenzug? Sie sprach General Dey Mercury an, an dem man eine verräterische Tat verüben würde. Im Gegenzug das Danroo weiß erblüht, würden die roten Rosen nun auf seinem Anwesen erblühen. Noch am selben Tag. Außerdem sollten noch ein paar Dörfer, die eher der Prinzessin zugetan sind, ebenfalls weiße Rosen erhalten. Das dürfte der Prinzessin natürlich missfallen, und dem König gütig stimmen. Allerdings dürfte es für Dey nicht ausreichen. Das zu erklären dürfte ihm sicher Lebenszeit kosten.
      "Der König wird sicher eine Brautschau abhalten. Heiratswürdige werden aus dem ganzen Land kommen. Ich vermute mal, das sich die Prinzessin rächen wird. Es werden mehr weiße Rosen, als Rote erblühen. Solch große Aktionen haben immer einen Einfluss auf Gemüt und Gesundheit. Die Brautschau wird sicher wieder ein Reinfall. Sie zerfleischen sich gegenseitig, ohne einen einzigen Schritt vorangekommen zu sein, hiihihi."
      Beides wäre wie eine Folter. Vorallem für die Prinzessin, da sie körperlich leidet, während der König nur im Geiste verseucht wird. Welch Krankheit die Prinzessin wohl diesesmal bekommt?
      Sie verneigte sich tief. "Für euch, für Lolth .... ich werde umsetzen was ihr verlangt. Am selben Tag des Festes, wird der König über rote Rosen klagen!"
      Damit zog sie sich zurück, während Baenre noch ein wenig die anderen Dörfer abklappern würde.
      Und natürlich würde Lushila den König aufsuchen, und ihn über Deys Missstand informieren. Schließlich sind die Drow ihm treu ergeben, und er kann sich auf sie verlassen. Sie werden in seinen Augen wichtiger sein, als seine Generäle. Und wenn sein Geist wieder degeneriert, ist er sicher empfänglicher für Herrin Baenres Worte.


      Geheimtreffen
      Molda

      Grinsend schlürfte sie ihren Tee. Die Neuankömmlinge waren interessant. Eine Zwergin mit einem Golem, der lustig blinkte und noch lustigere Geräusche machte. Außerdem stammte sie wohl aus Königsstadt. Und sie sah mit eigenen Augen, was in den Ortschaften geschah. Ja, die Bürger wurden häufig zu Extraarbeiten gezwungen. Rosen pflanzen. Das Gefolge des Königs hatte Befehl, weiße Rosen erblühen zu lassen, und rote Rosen zu vernichten. Die der Prinzessin umgekehrt. Häufig mussten sie ihre Arbeiten niederlegen und einen Soll erfüllen. So fehlte ihnen Geld in den Kassen. Aber sie mussten höhere Steuern abtragen. Gelder die sowohl König als auch Prinzessin nutzen, um sich gegenseitig anzugreifen. Mit Söldnern. Und auch für eine Suche. Eine erfolglose Suche.
      "Als Giftmischerin habe ich spezielle Kunden. Und einige von denen reden gern ... bei einer guten Tasse Tee, njeheee. Dennoch ist es sicher auch bereits weit verbreitet, das Wissen um die Suche der Prinzessin.", grinste sie und nippte an ihrer Tasse.

      Voxius blickte fragend auf. "Was für eine Suche? Verzeiht, aber in meinem Turm sind wenig Gäste, und ich meide oftmals die Ortschaften. Ich besuche sie in der Regel nur für Besorgungen, nicht zum Plausch."

      Treena hob die Hand in die Höhe, darin einen Hühnerschenkel am Knochen gegriffen. "Ich weiß es, ich weiß es. Wir in Danroo stehen größtenteils auf der Seite des Königs. Aber mir ist es egal, egal. Die Prinzessin, sie sucht ... eine Perle. Eine Perle. Damit sie gesund bleibt. Wenn sie sie findet, dann ist alles vorbei. Aber niemand weiß, wo sie ist. Wo sie ist. Sie gehört den Feen. Und die haben den Fluch erschaffen. Sie werden es ganz sicher nicht verraten."

      Jackpot wollte auch was sagen, aber außer ein paar Dudelgeräuschen und etwas Rattern von seiner Slotmaschine, konnte keiner das Rumgefuchtel von ihm deuten. Und warum sich sein Kopf, der aus vier seltsamen Gesichern bestand, dabei rasand im Kreis drehte, verstand auch keiner. Aber die Zwergin verstand es wohl.
      --Dingding Ratterklacker Düdeldüdel-- "Sie drehen sich im Kreis. Sie finden weder raus noch rein. Ihre Laune ist trüb. Wie ein Spiel sollte es sein. Mal gewinnt man, mal verliert man. Wir brauchen Geld. Ich beschaffe Geld. Die Steuern des Adels."
      Natürlich übersetze Gwannis was Jackpot meinte.

      Molda grinste Gwannis an. "Hört hört. Ein Hammer auf den Köpfen der Regierung. Ich jedoch bevorzuge eine saubere Methode. Frisch gekochter Tee. Jedoch, keiner von uns dürfe Erfolg damit haben, Hammer oder Tee nahe genug an Kopf und Lippen zu bringen, um den Fluch zu lösen."

      "Nicht mal meine Magie wäre dazu im stande. Und was ist mit euch, Herr Kater?", fragte Voxius letztenendes den Katzenmann. Plötzlich war er aufgetaucht, geheimnisvoll. "Habt ihr besondere Fähigkeiten, oder Informationen zu dieser Suche? Auf der Straße hört man doch sicher einiges?"
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    • Hugo
      Nachdem er seinen Teil gesagt hatte, hielt sich der Kater ruhig zurück und kümmerte sich eher darum etwas in den Magen zu bekommen. Wenn man wie er halbwegs auf der Straße lebte, dann war man immer für eine Gratis-Mahlzeit zu haben.
      Als er nun von Voxius angesprochen wurde, zuckte er heftig zusammen, da er ich ertappt fühlte, hatte er doch eben nach einem Hühnerbein gegriffen.
      „Ähm….naja… man hört so dies und dass, aber ehrlich: Ich halte mich gerne aus Ärger raus.“ Ohne die Aussicht auf Futter hätte er sich auch hier nicht blicken lassen, wobei es langsam versprach, interessant zu werden. „Vom Fluch weiß man ja. Ab und an höre ich die Leute sich beschweren oder Pläne schmieden.“ Dabei nickte er in Gwannis Richtung, denn so etwas hatte er auch schon öfter gehört.“ „Aber keiner macht es und ich kann es verstehen.“ Er zuckte mit den Schultern, ehe er von etwas reden konnte, dass er wirklich mochte: Seine Fähigkeiten.
      „Und ich kann so einiges.“ Ein freches und selbstsicheres Grinsen schlich sich auf sein Gesicht. „Ich bin ein super Einbrecher und Taschendieb.“ Wenn die Feen die Perle noch hätten, dann hätte ich sie schon längst besorgt.“ Natürlich trug er dabei dick auf, doch wer würde es nicht? Und davon ab waren die Feen in seinen Augen die wirklichen Übeltäter, auch wenn er es lieber nie laut sagte. Aber wenn diese etwas erbarmen haben würden, denn immerhin zahlten die Kinder für die Untaten des Vaters.
      Immer wieder, während er gesprochen hatte, hatte er auf das Hühnchen auf seinem Teller geschielt und gehofft nun endlich weiter essen zu dürfen.

      Danroo
      Ritter Fine
      Endlich war es so weit und der Tag der Feierlichkeiten war gekommen. Nun sollte alles für die Prinzessin in Rot, so zumindest der Plan. Fine war extra mit seinen Männern in der Gegend geblieben und würde die Feierlichkeiten mit überwachen, nur um keinen Verdacht zu sähen nach den Durchsuchungen. Doch noch als er sich nun auf dem Weg zu den Feierlichkeiten befand, da merkte er in den einzelnen Vorgärten, dass etwas nicht stimmte. Es war zu viel Weiß dabei. Dies konnte schon mal vorkommen, dachte er sich und dass es nur ein Zufall war, immerhin würde der wahre Festplatz voll von Rot sein, denn er hatte selbst die Farbe dort verteilt.
      Doch obwohl er sich dies sagte, wurden seine Schritte etwas schneller und er unruhig. Man konnte es eine Vorahnung nennen und als er den Festplatz sah, dann wusste er, dass er Recht hatte. Hier war alles voller weißer Rosen und er wusste zu gut, dass es der Prinzessin nun sicher schlechter gehen würde. Er hatte versagt und Schande über sich und seine Ehre gebracht. Wie sollte er ihr nun wieder unter die Augen treten?
    • Gwannis:

      Die Zwergin nickte ihrem Golem zu. "Jackpot kann für die Adligen ein Zeitvertreib sein. Einerseits kann er ihnen das Geld aus den Taschen ziehen und dabei auch Informationen sammeln. Das Geld können wir dem einfachen volke geben, die es eher brauchen." Sie hörte die Worte von Molda und nickte zustimmen. "Das stimmt. Aber wir können eine Untergrundorganisation aufbauen. Es wird der Tag kommen, da wird sich der Unmut des Volkes in einen Aufstand kommen. Und das müssen wir vorbereiten." Dann sah sie Hugo an. Klar trug er dick auf, aber da wird ein Stückchen Wahrheit dabei sein. "Wie wäre es, wenn du bei den Adligen so rein zufällig nach schaust und vielleicht finden sich auch aus Versehen ein paar Dinge in deinen Taschen?" Die die Zwergin hoffte, dass Hugo und die anderen verstanden. Und sie meint nicht nur Gegenstände sondern vielleicht auch Schriftstücke welche ihnen helfen könnte.

      G'eldriia:

      Die Drow nickte. Doch ihr kam noch eine Idee und sie fing an hinterhältig zu grinsen. "Lushila. Du wirst an der Brautschau teilnehmen. Überzeuge ihn von dir. Mache ihn von dir abhängig. Sorge dafür, dass er eines Tages nur uns beiden glaubt. Und was ich machen werde? Ich werde versuchen an die Prinzessin Ran zu kommen. Wäre doch zu schade wenn dieser Konflikt nicht ausgiebig ausgenutzt wird." Und innerlich hoffte die Drow, dass es auch Rebellen geben wird. Rebellen welche gegen den König und die Prinzessin Aufbegehren. Sie fing an zu lachen. Das Chaos wird immer größer. So gefällt es ihr. Sie gab ihren Illusionszauber auf. Nun fängt der Spaß erst richtig an. Sie ging zurück nach Danroo. Dort sah sie sich um und sah den Ritter Fine. Ruhig ging sie zu ihm hin. Sie war wie eine sittsame Frau gekleidet. Wie auch im Schloss. Sie sollen G'eldriia als harmlos einstufen. Das ist mit einer ihrer Waffen. "Sir Fine. Stimmt etwas nicht?" Fragt sie harmlos.



      Die Familie Takamachi

      Niedlich *Q* Niedlich *Q* Niedlich *Q*

    • Geheimtreffen

      Die Gespräche gingen noch eine Weile weiter. Ein Thema, das immer wieder über Lippen rutschte, war die Perle der Gesundheit. Überall lässt der Adel nach ihr suchen, doch gibt es weder Anhaltspunkte, noch Erfolge. Irgendwo in diesem Land, in diesem Reich, sollte sie liegen. Da sie den Feen gehört, vermutete Molda, das sie daher auch irgendwo in ihren Reichen zu finden wäre. Und dort hatten Menschen nur sehr erschwerlich Zugang. Der König könnte mit einer Armee einfallen, aber das würden die Feen wissen. Daher dürfte die Perle tatsächlich überall versteckt sein.
      Voxius schlug vor, das sie selbst auch danach suchen könnten. Würden sie die Perle finden, wäre endlich schluss mit diesem Fluch, der das ganze Reich belastet, und jeden, Feen eingeschlossen, hier einsperrte, und am Verlassen des Reiches hinderte. Zumindestens noch die nächsten 30 Jahre. Würde König Sirius das 50 Lebensjahr krönen, ohne das der Fluch gebrochen wäre, würde das Menschenreich zerfallen. Die Zwerge würden sich ihren Anteil aus den Trümmern holen. Jenen Anteil, der ihnen seit Gründung des Reiches zustünde, und nun gegen alle verwendet wird.
      Dann beendete Treena das Treffen. Ihre Uhr verriet ihr, das sie zeitig in ihre Heimat nach Danroo zurück müsste. Auch die anderen zogen es vor, erstmal wieder in ihre Gefilde zurück zu gehen. Und so blieb ein einsamer gedeckter Tisch mit Essensresten zurück, die sich mit dem Beginn der Nacht in Luft auflösten. Und als die ersten Sonnenstrahlen den Tag ankündigten, deckte sich der Tisch erneut, und wartete auf Gäste. Doch diesesmal kamen keine.


      Tag des Festes in Danroo

      Die Stimmung der Dorfleute war fröhlich wie lange nicht mehr. Zu Feier des Tages würde ein Titel verliehen werden, und der König wird sicher wohlwollend auf die Ortschaft blicken. Die nächsten Tage dürften interessant werden. Der Adel ließ sich gern feiern, was bedeutete, das es zumindestens in der Zeit mal etwas angenehmer werden würde für die Anwohner.
      Der Festplatz war reichlich geschmückt, und überall standen Blumenkübel, oder Hecken, Girlanden, und weitere Dinge, an denen Rosen erblühten. Weiße Rosen. Ursprünglich sollten sie in Rot erblühen, und eine Delegation der Prinzessin hatte es auch in die Tat umgesetzt, doch dann gab es noch eine Schandtat, die den Plan in eine andere Richtung umwälzte. Irgendwas war schief gelaufen, und die Blumenhändler hatten tatsächlich weiße Rosen gesetzt und diese in wenigen Tagen erblühen lassen.
      Der Licht der Sonne brach sich in ihnen, und sie funkelten wie Schnee an einem sonnigen Wintertag. Dabei wirkten sie so weich wie Seide und dufteten gar lieblich und angenehm.
      Die Leute stießen mit ihren Krügen an, als endlich der Duft von Gebratenem sich mit dem Duft der Blumen mischte.
      "HOCH LEBE KÖNIG SIRIUS!", rief der Bürgermeister. "AUF DASS DAS REICH IN WEIß ERBLÜHE!"
      Das Volk jubelte. Tatsächlich gab es mehrere Titel. Darunter wurde auch ein neuer Schatzmeister ernannt, der für die Dorftruhe verantwortlich wäre. Ein gemeiner Mann, der einem alle übel nahm, was ihm nicht gefiel. Vermutlich würde er die Zügel der Steuer etwas härter ziehen. Doch daran dachte das Volk jetzt nicht.

      Was keiner in Danroo wusste, das in vier Dörfern, die der Prinzessin zugetan waren, am heutigen Tage ebenfalls weiße Rosen in Hülle und Fülle erblühten. Geld war geflossen. Samensäckchen durch Hände gewandert, bis deren Inhalt den Weg in die Erde fand. Und während man in Danroo fröhlich feierte, und dem König huldigte, brach in den vier anderen Dörfern das Unglück aus. Geistige beteten. Haupftmänner brüllten Befehle und scheuchten Soldaten mit Schwertern und Äxten auf die Rosen. Gärtner rückten mit großen Scheren herbei, um diese weiße Flut der Verderbnis zu beseitigen. Sie würden sicher den ganzen Tag dafür benötigen.
      Ein paar der Gärtner hatten sogar noch etwas Farbe vorrätig, und pinselten die weiße Pracht in ein blutiges Rot, das wie ein Vorbote der Hölle im Licht der Sonne glühte.
      Doch der Fluch trug bereits seine Früchte. Der König hatte erstaunlich gute Laune. Er erfuhr gegen Mittag von den Rosen, und das sogar ein paar Dörfer der Prinzessin sich daran beteiligt hätten. Sirius lachte vor Freude das es im Thronsaal nur so schallte.
      Bis jedenfalls ..... nun, bis jemand kam, und ihm eine wichtige Mitteilung machte.
      Angeblich sei etwas Furchtbares auf Mercury Castle vorgefallen. Etwas, das unerklärbar und unentschuldbar zugleich sein sollte.
      Das Lachen verstummte, und Wut keimte auf. Jedoch brüllte der König nicht herum. Während er am Morgen noch die beste Laune hatte, war ein Teil bereits durch die Anstrengungen der Dorfbewohner, die Rosen zu vernichten, dahingeschmolzen.
      Er ließ Dey zu sich rufen. Sein General würde einiges zu erklären haben. Denn bei ihm wurden rote Rosen gesichtet. Tausende. Selbst in den Bäumen sollen sie wachsen. Die Blumenbeete sind voll von ihnen. Am Wegesrand zieren sie die Straßen. Ja sogar an den Wänden sollen Ranken emporsteigen und ihre roten Blüten öffnen. Das grenze schon an Hochverrat!


      König Sirius / Dey

      Schwere Schritte hallten durch den Thronsaal, als Dey Mercury, die Silberrose, den roten Teppich entlang lief, mit dem Blick zum Thron, auf dem der König saß. Alleine schon die rote Farbe vom Teppich war wie ein Weg der Schande für ihn. Mit jedem Schritt erinnerte er ihn daran, was am heutigen Tage auf seinem Hof geschah.
      Vor der Treppe hielt er inne, ging auf ein Knie herunter, neigte sein Haupt. "Ihr... ihr ließet mich rufen, Majestät?"
      Der König grinste, und neigte sich etwas vor. "Ja, das habe ich, Dey. Den Grund dafür kennst du sicherlich? HAHA, ja, du wirst ja heute morgen selbst davon überzeugt worden sein, ... als du aus dem Fenster sahst!"
      Der Blick vom König war eiskalt. Dey spürte, wie ihm hundert Dornen durchs Herz gestoßen wurden. Er blickte etwas auf und versuchte sich zu erklären. "Majestät, ihr .... ihr müsst mir glauben. Ich würde niemals Verrat an euch üben. Ich kann es mir nicht erklären, warum das geschehen ist. Es ... es muss etwas mit der Prinzessin zu tun haben. Ja genau, sie war es!"
      "SCHWEIG, DU NARR!", brüllte der König. Dey zuckte zusammen. Der König fuhr etwas ruhiger fort.
      "Ich soll dir abkaufen, das meine Schwester ungehindert auf deinem Anwesen rote Rosen pflanzen kann? In der Menge sind hundert Gärtner nötig. Und die wären den ganzen Tag beschäftigt. Wo sind eure weißen Rosen geblieben? Selbst diese wurden entfernt. Oder hatte sie sie ummalen lassen? Was haben eure Wachen und Diener getrieben, das sie das nicht mitbekommen haben? Haben sie .... hehehe, haben sie es vielleicht SELBST GETAN?"
      Dey zuckte erneut zusammen. Was der König sagte, ergab Sinn. Seine Bediensteten mussten es gewesen sein.
      "Mein König, ich verspreche euch, den wahren Schuldigen zu finden. Irgendwer muss mich verraten haben. Ich schwöre, das sein Kopf rollen wird, um den meinen zu retten. Die Rosen werden noch heute Nacht verschwunden sein."
      "Guuuut. Das will ich dir auch geraten haben, Dey. Beseitige den Unrat, finde den Schuldigen bis morgen Mittag um Punkt Zwölf Uhr. Ich will ihn hier knien sehen. Dann werde ich euch vergeben. Wenn nicht, dann wird sich meine Schwester über euer Blut freuen. Hinfort, General!"
      Dey schlug mit der Faust auf seine Brustrüstung und verneigte sich.
      "Sehr wohl, mein König. Morgen Mittag wird ein Verräter vor euch knien. Ich schwöre es!"
      Dann flüchtete Dey förmlich und eilte zurück zu seinem Anwesen.


      Im Zimmer der Prinzessin am frühen Morgen
      Bella

      Hastig tippelten ihre kleinen Füße auf dem Boden des Gangs, während sie zielstrebig auf das Zimmer der Prinzessin zu lief. Posy folgte ihr dicht, und sah besorgt aus. Und auch ein wenig ängstlich.
      Zwei Wachen standen vor der großen Tür, und öffneten sie bereitwillig, um Bella sofortigen Zugang zu gewähren.
      "Prinzessin ... Prinzessin ....", schnaufte sie noch bevor sie um die Ecke bog. Als sie in das Zimmer stürmte, blickte sie schon auf den Rücken des Arztes, der bereits anwesend war.
      "Prinzessin Maira! Habt ihr schon gehört?", rief sie und kam hurtig zum Bett, in dem die Prinzessin lag. Bella faste sich kurz, und verneigte sich, oder besser einen Knicks? Zur Vorsicht lieber beides. Posy schwebte über ihrer Schulte und kippte verbeugend nach vorn.
      Der Arzt hatte Schweisperlen auf der Stirn, und wusste keinen Rat, bei dem Anblick, der sich ihm bot. Er konnte viele Krankheiten Heilen, aber bei so einem Fluch versagten auch seine Künste.
      Bella war ebenso erschrocken. Aber das war kein Wunder, das die Prinzessin mal wieder .... speziell leiden würde. Und das durfte sich Bella erstmal anhören, bevor die Prinzessin dann nach dem fragte, was Bella ihr sagen wollte.
      "Verzeihung, euer Hoheit. Aber es gibt zwei sonderbare Nachrichten. Eine eher sonderbar, die andere dürfte der Grund für euer ... eure aktuelle Situation sein. Stellt euch vor, bei des Königs General Mercury ... sein ganzer Hof, und der Wald umgeben, überall erblühen rote Rosen. Ich weiß nicht, ob das ein Scherz sein soll. Er hast rote Rosen. Ich denke er wird später noch zum König geladen."
      Das erklärte wohl, warum es der Prinzessin schon in der letzten halben Stunde immer schlechter erging. Bella meinte, das sie bereits die Rosen beseitigten. Aber es erklärte nicht, warum es ihr das SO seltsam getroffen hat, mit dieser Fluchkrankheit.
      Bella traute sich kaum, es auszusprechen.
      "Der Plan.... der Plan mit Danroo. Er ist missluungen. Euer Ritter Fine hat versagt! Dieser unfähige Tölpel hat es allen ernstes geschafft, das in dem Ort weiße Rosen blühen. Mit den Roten bei Mercury wäre das ein Ausgleich gewesen, aber eure .... Situation ... hat einen noch viel schlimmeren Grund."
      Die Prinzessin war geschockt, als sie das hörte. Und es sollte noch schlimmer kommen, als ein Versagen Fines? Sie musste Bella förmlich anschreien, damit sie es endlich ausspuckte.
      "Nun ja, offenbar haben vier eurer Gemeinden ebenfalls am Fest von Danroo teilgenommen, und überall weiße Rosen erblühen lassen. Alle roten Rosen sind verschwunden. Manche wurden zertrampelt. Das Gleichgewicht wurde gestört. Wir ... wir wurden verraten!"
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    • Hugo (erst Geheimtreffen, später Danroo)

      Der gestreifte Kater war erstaunt, dass man ihn nicht gleich dumm anmachte wegen seiner Lebenseinstellung. Die meisten Menschen verurteilten viel zu schnell und gerade, wenn man, wie er eben, zugab sich wenig darum zu kümmern was mit anderen war. Umso erstaunter war er also als nun auch noch Gwannis, die er irgendwie bis jetzt als zickig eingeschätzt hatte, mit einem Vorschlag kam. Wenn er ehrlich war, dann würde es ihn nicht stören, doch hieß dies auch, dass man sich in die Häuser begeben musste, denn wer würde so etwas schon mit sich schleppen. Seine Ohren zuckten immer wieder etwas hin und her als er nachdachte. „Ich kann ja mal schauen, was ich so finde und mitbekomme.“, meinte er und tat eher gleichgültig, doch in Wahrheit war er eher sogar dankbar, dass er nun einen neuen Ansatz hatte. Katzen konnten sich nämlich furchtbar schnell langweilen.
      Danach ging das Treffen noch eine Zeit lang weiter, doch der Kater, der nun eine neue Aufgabe hatte, verbrachte die meiste Zeit nur damit zu essen, denn wann bekam man immerhin schon Gratisessen.
      Als sich nun ihrer aller Wege erstmal wieder trennten, da schlug auch er den Weg Richtung Danroo ein, denn immerhin war ihm auch das Fest zu Ohren gekommen und wo viele Leute auf der Straße waren, da wurden sie unachtsam und noch besser: Die Häuser recht leer. Unauffällig schlich er über der Masse an Menschen auf den Dächern umher oder mischte sich unter sie.
      Er saß soeben auf einem der Dächer von dem aus er den Festplatz im Blick hatte als der Bürgermeister den neuen Schatzmeister ernannte und Hugos Haare sträubten sich. Der Instinkt sagte ihm, dass dies kein guter Mensch war, aber vielleicht war sein Haus ja dennoch einen Besuch wert.



      Ritter Fine (Danroo)

      Noch immer war der Ritter fassungslos, doch nun direkt etwas zu tun und zu sagen war unmöglich, auch weil das Dorf immerhin hinter dem König stand und seinen Kopf wegen Hofverrat zu verlieren würde der Prinzessin in ihrer Lage auch nicht helfen. Er würde sich nur entschuldigen können und musste dann auf ihre Gnade hoffen, etwas anderes blieb ihm nicht übrig.
      Was ihm nun jedoch Kopfzerbrechen bereitete war die Tatsache, dass er nur seinen Männern den Plan gesagt hatte, denen er bedingungslos vertraute und die Prinzessin hatte sicher auch nicht geredet. So blieb nur Lady Bella als bekannte Mitwissende, doch auch der Lady vertraute er aus vollem Herzen und war in seinen Augen über jeden Zweifel erhaben.
      Dies ließ ihm nur die Schlussfolgerungen übrig, dass entweder jemand vorsorglich die Rosen ausgetauscht hatte in der Stadt oder eben jemand von ihrem Plan erfahren hatte, dem sie nicht trauten und der gegen sie war. Nur wie? Er würde mit den Ladyschaften reden, sobald er zurück war.
      Noch in diesen Gedankengängen wer hinter dieser Schandtat steckte wurde er auf einmal angesprochen und erblickte sogleich eine Frau vor sich. Natürlich erkannte er die Drow so nicht und als Ritter von einem gewissen Stand war es kein Wunder, dass ihn Menschen erkannten, die er selbst nicht kannte. „Nein, nein. Es ist alles in bester Ordnung.“ Man hatte immerhin gelernt offen keine Farbe zu bekennen oder zumindest nicht zu offensichtlich. „Auch wenn dieses Fest für die Prinzessin sicher nicht sonderlich schön wäre.“ Dies war die Art wie man hier redete um seine Position zuzugeben.



      Maira (Zimmer der Prinzessin)

      Da diesmal die Symptome vom Fluch nicht wirklich gesundheitlicher Art waren, wachte die Prinzessin noch recht guter Dinge auf. Es war eines ihrer beiden Zimmermädchen, dass mit seinem entsetzen Schrei sie wissen ließ, dass etwas nicht stimmte und so wie diese Magd geschrien hatte, wusste Maira, dass es etwas sehr Schlimmes sein musste. Sofort befahl sie ihr einen Spiegel zu bringen, doch die Magd war noch so neben sich, dass sie Maira nur noch wütender machte. Zum Glück kam in diesem Augenblick die zweite Magd, die schon etwas älter war und deshalb nicht so leicht zu erschüttern, immerhin hatte sie schon so einige Dinge bei der Prinzessin mitbekommen. Ohne zu zögern reichte sie dieser einen Handspiegel. Wenn sie gedurft hätte, hätte sie die Prinzessin auch sicher gewarnt, doch einfach so das Wort zu ergreifen stand ihr nicht zu.
      Danach ging alles so schnell und ging seinen fast schon eingeübten Gang, so oft hatte man den Arzt schon rufen müssen, auch wenn er sicher nutzlos sein würde wie immer, kam es dabei Maira in den Sinn und sie behielt Recht.
      Noch während dieser da war kam schon Bella herein und Maira beneidete sie oft, immerhin waren sie fast gleich alt und doch hatte sie alleine die Last des Fluches zu tragen. Als Bella nun den Mund aufmachte und anfing, da war Maira schon kurz davor sie zu unterbrechen, denn sie konnte sich schon denken wieso sie so verunstaltet war, doch die erste Nachricht überraschte sie wirklich. Auch wenn sie Bella vertraute, so hatte sie nicht mal dieser es bis jetzt erzählt, aber irgendwie war sie General Mercury zugetan. So war es auch kein Wunder, dass ihr Herz einen kleinen Hüpfer machte, auch wenn sie wusste, dass er sicher nicht mit Absicht die Rosen in ihrer Farbe bei sich am Schloss hatte.
      Der Arzt erhob sich nun auch und zog sich zurück noch während Bella sprach. So gab er den Blick frei auf Maira, die mit einer Schweinenase und Hasenzähnen diesmal einen ganz furchtbaren neuen Part des Fluches abbekommen hatte, dazu waren ihre Haare wuschelig wie beim Struwwelpeter und zwar so, dass sicher keine Bürste der Welt sie hätte bändigen können. Hoffentlich sagte Bella nun nichts falsches, denn auch wenn sie sich keine Blöße gegeben hatte vor den beiden Mägden und dem Arzt, so kamen ihr nun, da sie beide alleine waren, etwas die Tränen in die Augen.
      „Aber der Plan war doch perfekt und nur wir wussten davon.“, meinte sie und ihre Stimme brach deutlich, da sie gegen die Tränen kämpfte. Zurzeit fühlte sie sich so als hätte ihr Bruder immer die Oberhand. Erst vor wenigen Tagen hatte sie sich endlich wieder gut genug gefühlt um das Bett zu verlassen und nun war sie fast postwendend wieder hier gefesselt, denn so würde sie sicher nicht vor die Tür gehen. Auch hatte sie so wenig Kraft, dass ihr Kopf nicht mal auf Ideen kam und diese von Bella mit Danroo hatte sich so sicher angehört gehabt.
      Doch dann spannte sie Bella langsam zu sehr auf die Folter und ihre Miene wurde nur noch düsterer. „Nun sag es schon.“, befahl sie herrisch, auch zu Recht, denn wozu war Bella sonst hier reingestürmt am frühen Morgen. Seufzend ließ sie sich wieder in ihre Kissen sinken. Nun war ihr definitiv nicht mehr danach aufzustehen, denn wer wusste schon, ob nicht noch etwas nachkommen würde. Dennoch sagte eine kleine Stimme in ihr, dass sie Mercury verdankte, dass es ihr nicht so schlecht ging und sie dadurch nicht ganz ans Bett gefesselt war. „Finde Fine und stelle ihn zur Rede. Ich will antworten wie es kommen konnte und diese sofort.“ Von den vorhin fast kommenden Tränen war nichts mehr zu sehen außer einem leichten Glitzern in ihren Augen, die nun Wut zeigten. Doch diese Wut ließ sie lauter werden und schnell reden, weshalb ihr sogar ein Grunzer entwich, der sie sogleich leicht rot werden ließ. Was für eine Schande als Prinzessin.
      Fuck bein' good, I'm a bad bitch
      I'm sick of motherfuckers tryna tell me how to live
      (Megan Thee Stallion - Girls in the Hood)