Bella
"Natürlich wussten nur wir bescheid. Und ich habe kein weiteres Wort darüber verloren, wenn andere Ohne dabei waren. Es könnte Fine selbst, oder einer seiner Soldaten gewesen sein. Ich werde auch sie befragen lassen.", entgegnete Bella. Dabei huschten ihre Blicke immer wieder zu den Hasenzähnen, der Schweinenase und der Stromfrisur, die aussah, wie ein vertrockneter Busch. Da dürfte kein Kamm was richten können.
Und aufeinmal grunzte die Prinzessin auch noch, was Bella kurz zusammenzucken ließ. Mit Mühe konnte sie ihr Lachen unterdrücken. Und Posy ebenso. Die flog lieber schnell hinter Bellas Haube, um sich da zu verstecken.
Bella seufzte. "Prinzessin, der Fluch dauert nun schon eine Weile an, doch ist er erst am Anfang. Was soll bis zum besagten Lebenstag des Königs noch alles geschehen, eher der Fluch das Reich zerbrechen und sich von selbst lösen wird? Ihr werdet als Arme Frau enden, die aus dem Land gejagt wird. Und was wird zwischendurch mit euren Körper und Geist geschehen? Wir sollten die Suche nach der Perle verschärfen. Wärt ihr bereit, ein wenig Gold fließen zu lassen?"
Die Königsfamilie war stinkreich, auch wenn das Gold eher dem König gehörte, so hatte auch Maira ihre Ansprüche und Verwendungsrechte. Notfalls würde sie halt einfach so in die Schatzkammer greifen. Soll der König sich doch schwarz ärgern. Natürlich musste Bella erklären, wofür sie das Gold bräuchte. Nicht, das sie sich damit einfach nur neue Kleider kaufte, und durch die Straßen von Königsstadt stolzierte, währen die Prinzessin hier grunzend im Schloss saß.
"Ich hörte von einer speziellen Söldnergruppe, die ihre Dienste dem höchsten Gebot bietet. Bestärkt auch durch ihren Glauben, eine treue Truppe, die den Verrat verabscheut. Vielleicht eine Alternative zu Fine und seinen Soldaten. Denkt bitte darüber nach."
König Sirius
Der heutige Tag war sowohl erfrischend, als auch überraschemd scheußlich gewesen. Deys Anwesen erblühte in rot, während Dörfer der Prinzessin in einem strahlenden Weiß erblühten. Das erklärte wohl auch, warum der König sein Mittagessen heute alleine genießen durfte. Er später über den langen Tisch zum anderen Ende, an dem für gewöhnlich die Prinzessin saß und dinierte. Außer natürlich sie war zu krank, um das Bett zu verlassen. Aber davon hörte er nichts.
Ein Diener füllte seinen Weinkelch.
"Wo ist die Prinzessin?", fragte der König. "Hat sie nichts verlauten lassen?"
Der Diener verneigte sich demütigst. "Nein, euer Majestät. Selbst der Koch hat ihr ein Mahl bereitet. Es wartet nur darauf serviert zu werden."
"Hmmmm, seltsam."
Was hatte die Prinzessin wohl diesesmal für Probleme? Sie wird jedenfalls nicht unsichtbar geworden sein, und ihm hier einen Streich spielen wollen.
Naja, er dinierte dennoch zufrieden und ließ sogar mal wieder den Koch loben. Irgendwann erfuhr er, das man der Prinzessin das Essen auf ihrem Zimmerservierte.
Und auch am Rest des Tages bließ die Prinzessin außer Sichtweite. Ansich nichts ungewöhnliches, da es Alltag war, sich selten zu sehen. Aber die gemeinsamen Räumlichkeiten wurden häufig auch gemeinsam genutzt, wie eben der Speisesaal.
Der König ging zu seinem Tagesplan über. Seine gute Laune ließen ihm seine nervige Schwester rasch vergessen. Bestimmt hatte sie pulsierende Pickel, die ständig platzen. Der Fluch bot ja so einiges an Schauspielkunst.
Zeit eben diesen Fluch wieder in Angriff zu nehmen. Während Dey mit seinem Anwesen beschäftigt war, und nach dem Schuldigen suchte, ließ der König seinen Beraterstab einberufen. Zeit für ein neues Fest im Schloss. Eine Brautschau. Man sollte noch heute verkünden, das heiratswürdige Damen das Schloss aufsuchen sollten. In zwei Tagen sollte das Fest statt finden. Eine kurze Vorbereitung war nötig. Swnn bald würden die weißen Rosen in den Örtlichkeiten seiner Schwester wieder vergehen. Ihr Zustand würde sich bessern, und seiner verschlechtern. Er brauchte Zeit. Vielleicht fand er ja diesesmal die zukünftige Königin, bei der auch Maira den Segen erteilte. Ausgerechnet das war auch noch nötig. Wenn Maira sie nicht anerkannte, würde ein Blatt fallen. Außerdem musste er verhinder, zu unfreundlich zu werden. Das würde jede Frau verschrecken.
Also ab in die Höhle des Löwen. Ein Raum, der ihn anwiederte, seit dem Geschenk, welches Maira einst mal erhalten hatte.
Doch der Fluch hatte es bisher nicht erlaubt, das sie ihr Geschenk selbst nutzen konnte.
Als es bereits dunkel war, würde er die Prinzessin im Musikzimmer treffen. Der Raum war in rote Rosen gehüllt, as den König nervte. Aber so war es halt im Schloss. Bis auf wenige Örtlichkeiten, die immer gleich erstrahlten, waren seine und ihre Diener in einem Kampf verwickelt, die Bereiche des Schlossen in rot und weiß zu hüllen. Ein Gang, ein Raum, ein Garten, sogar Mauern oder ein Tor. Und manchmal auch die Soldaten. Aber da hatten sie eine Dauerlösung gefunden. Die Soldaten beider Seiten waren in glänzenden Rüstungen die weiß und silbern waren, gehüllt. Im Gegenzug waren sie mit roten Rosen geschgmückt und verzeiert. Manche teil der Rüstung, manche echt, und sie wurden regelmäßig erneuert. Man sah sie im ganzen Land, und sie präsentierten sowohl den Fluch alls auch das gemeinsame Ziel diesen zu lösen. Und natürlich auch die Rivalitäten und Verzweiflung beider Seiten. Keine wollte nachgeben, und den anderen gewähren lassen. Zu groß war die Angst, das der König ewig ein Scheusal blieb, oder die Prinzessin ihr Leben geben müsste, für das Königreich. Oder dauerhaft verunstalltet bliebe. Die Feen waren hinterhältig. Einestages würden sie dafür noch büßen müssen. Noch waren sie wegen dem Fluch geschützt. Zu Hölle mit ihnen.
Die großen Türen zum Musikzimmer schwangen auf. Kerzen erhellten den Raum. Mondlicht schien durch die Fenster. Im Schloss war es deutlich ruhiger geworden. Sirius betrat den Raum, und ließ die Türen zufallen. Draußen standen Wachen vor der Tür, und eine Dienerin, die jederzeit auf Befehl der Prinzessin abrufbar war.
Maira selbst saß auf einer gemütlichen Sitzbank in eine flauschige Decke eingehüllt. Links und rechts ein Netzkissen, gestopft mit roten Rosenblüten. Wohl auch eine Art Glücksbringer.
"Hallo, Schwester.", grüßte er kurz, und spähte zu ihr rüber. Sie sah unglücklich und genervt aus. Und zudem .... etwas gewöhnungsbedürftig. Sirius schmunzelte. "Ahja, deshalb hatte ich heute mal wieder alleine essen dürfen. Es schmeckt alles ein wenig fade, ohne dein ständiges Jammern und Meckern.", fügfte er hinzu und ging grinsend an ihr vorbei, zu dem, was sie einst geschenkt bekommen hatte, aber nie spielen erlernen konnte. Ein Flügel.
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Natürlich grüßte die Prinzessin zurück, wenn auch nicht gerade hoch erfreut, und begleitet mit einem Grunzen zum Konter. Schon oft hatten sie sich in diesem Raum getroffen. Seit ihrem 16ten Geburtstag stand dieser Flügel nun schon hier, und bisher hatte sie nie mehr getan, als mal ein paar Tasten erklingen zu lassen. Mehrfach schon sollte sie mal Musikunterricht erhalten. Aber jedesmal kam ihr der Fluch dazwischen. Hände, groß wie Serviertablets, Schwächeanfälle, verwirrtheit, einmal war sie so aufgedunsen, das sie nicht mal durch die Türen passte, und an einem Band schwebend festgebunden über dem Bett kreiste. Fett wie ein Ballon. Oder sie lag einfach nur schwach im Bett, oder war mit dem Kampf gegen Sirius beschäftigt.
Und eben ihr Bruder war es letztenendes, der gelernt hatte, mit IHREM Geschenk zu spielen. Es kam übrigens aus dem Hause Mercury. Dey hatte keine Verwendung dafür. Und das frustete Maira sicher um so mehr, ein Geschenk von Dey nichtmal nutzen zu können. Aber ihr Bruder Sirius konnte es wohl mal eben so erlernen. So eine Frechheit.
Er ging auf das Instrument zu und nahm Platz, klappte den Deckel der Tasten hoch und prüfte mit einem Tastendruck den Klang. Es war wie immer perfekt gestimmt. Jeden Tag staubte man es ab, prüfte die Rosen, und das Gerät selbst.
Dann fing er an zu spielen.
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"In zwei Tagen werde ich erneut nach einer geeigneten Königin suchen.", begann er, während er für Maira spielte. "Selbstverständlich ist es deine Pflicht, ebenfalls an der Feier teil zu nehmen. Das ist dir ja sicherlich bewusst."
Und das galt natürlich auch, egal wie sie aussah. Und da war das erste Problem. Sirius würde über ihre Scham hinweg gute Laune vorlegen wollen.
"Du weißt, das wir den Fluch auch so lösen könnten, nicht wahr? Also verdirb mir nicht das Fest! Ich hörte von weißen Rosen in deinen Dörfern. Lass sie blühen, bis die Braut gefunden wurde."
Natürlich war das eine Bitte, aber er hätte es auch befehlen können. Er stand schließlich über ihr. Aber im Rosenkrieg war alles erlaubt. Selbst Befehlsverweigerung, zu ihrem Voreteil hin.
"Und sicher hast du schon von Dey gehört. Sein Anwesen erblühlt blutrot. Du nweißt nich zufällig warum? Und selbst wenn, es wäre mir schon fast egal. Ich kann leider auf dich keine Rücksicht nehmen. Diese Rosen müssen WEG! Dey wird sie vernichtet haben bis zur Brautschau."
Er grinste schelmisch. Er würde die Prinzessin wohl auch mit ihrem Bett in den Saal schieben lassen, sollte se noch so kränklich enden.
"Es wäre also besser, wenn du mich einfach unterstützen würdest. Habe ich eine passende Dame gefunden, musst du sie nur akzeptieren. Und schon ist alles vorbei."
So so. Sein Vergnügen über ihre Unannehmlichkeiten. Und am Ende haben die Feen gelogen. So einfach sollte der Fluch sich brechen lassen? Es würde den König nicht ändern. Und er würde sich an den Feen rächen. Bestimmt diente das nur zur Belustigung der Feen. Nichts würde passieren, außer das sie leiden müsste, während er fröhlich lacht. Sicher würde sie auch noch mit Bella darüber sprechen. Wenn er mitten beim Fest einen Wutausbruch bekäme, und sich schrecklich benehmen würde ...... keimte da ein Plan auf?
Königsstadt
Maskierter Fremder
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Was ist nur aus diesem Land geworden? Das hatte er sich schon häufig gefragt. Wie ein Handeln eines Königs, und ein Fluch, ausgesprochen von Feen, ein ganzes Land spalten konnte. Überall trauer, Hass, Wut und Verzweiflung. Und mittendrin tanzte die Fröhlichkeit. Eine Fassade, die immer wieder zusammenbrach. Besonders hier in dieser Stadt. Das Schloss thronste erhöht auf einem Hügel, dem Rest eines Berges, den einst die Zwerge abtrugen, und das Material für den Bau nutzen. Und unter dem Hügel lag ihr Erbe. Ein Berg aus Schätzen, Gold, Diamanten und anderen wertvollen Dingen. Und kein König würde es her geben. Erstrecht nich dieser hier.
Gerüchte brachten ihn schließlich an dieser Ort. Vielleicht würde er sich einem der beiden anschließen. Aber er war schlecht ausgerüstet. So konnte er dem Adel nicht gegenübertreten.
Welch ein Segen, das ihm in dieser Straße eine Schmiede über den Weg fiel. Im Handwerksviertel sicher auch irgendwie zu erwarten, aber diese lag noch etwas weiter davor, und hatte etwas mehr freie Sicht. Und was war das? Ein Golem? Ein seltsamer Golem. Er hatte Lichter. Magische Lichter, die blinkten. Und er machte komische Geräusche. Leute versammelten sich um ihn, klatschten, oder jammerten. Offenbar betrieb der Golem Glücksspiele. Aber man verstand ihn nicht. Er dudelte und klackerte. Ein Bauer jubelte plötzlich, als ihm Münzen wie ein Wasserfall in einen Sack flossen. Fröhich tanzte er damit davon, und wurde beklatschte. Dann versuchte es natürlich ein reich aussnhender Mann. Er verlor natürlich. Er fluchte wild, gab noch einen Beutel Münzen her, und verlor erneut. Zumindestens fast. Ein paar Kupfermünzen bekam er wohl als Trost zurück, das ihm etwas Gold abhanden gekommen war. Der Fremde kicherte hinter seiner Maske.
In der Schmiede hörte er das übliche Klingen vom Hammer. Also war der Schmied da. Es überraschte ihn, hier eine Dunkelzwergin vorzufinden. Also gehörte der Golem sicher zu ihr. Dunkelzwerge nutzen viele dieser Diener.
Er betrat die Schmiede und grüßte.
"Guten Tag. Ob ich ihre Dienste in Anspruch nehmen dürfte?"
Er holte ein Schwert heraus. Es war aus silbrigem Metall. Mithril. Auch seine grauschwarze Kleidung war geschmückt davon.
"Ich benötige eine Erneuerung meines Schwertes. Und ich möchte ein magisches Update dazu. Ich zahle gut."
Er würde einen Geschwindigkeitszauber verlangen. Dazu müssten natürlich Diamanten mit eingearbeitet werden. Und zufällig hatte er welche dabei. Er warf der Zwergin diesen auf den Tresen. "Hier. Ich denke das ist ausreichend. Ihr dürften den Rest sogar behalten, da ich keine weitere VErwendung dafür habe. Was sagt ihr? Und wie schnell könnt ihr das erledigen? Schafft ihr es bis morgen Mittag?"
"Natürlich wussten nur wir bescheid. Und ich habe kein weiteres Wort darüber verloren, wenn andere Ohne dabei waren. Es könnte Fine selbst, oder einer seiner Soldaten gewesen sein. Ich werde auch sie befragen lassen.", entgegnete Bella. Dabei huschten ihre Blicke immer wieder zu den Hasenzähnen, der Schweinenase und der Stromfrisur, die aussah, wie ein vertrockneter Busch. Da dürfte kein Kamm was richten können.
Und aufeinmal grunzte die Prinzessin auch noch, was Bella kurz zusammenzucken ließ. Mit Mühe konnte sie ihr Lachen unterdrücken. Und Posy ebenso. Die flog lieber schnell hinter Bellas Haube, um sich da zu verstecken.
Bella seufzte. "Prinzessin, der Fluch dauert nun schon eine Weile an, doch ist er erst am Anfang. Was soll bis zum besagten Lebenstag des Königs noch alles geschehen, eher der Fluch das Reich zerbrechen und sich von selbst lösen wird? Ihr werdet als Arme Frau enden, die aus dem Land gejagt wird. Und was wird zwischendurch mit euren Körper und Geist geschehen? Wir sollten die Suche nach der Perle verschärfen. Wärt ihr bereit, ein wenig Gold fließen zu lassen?"
Die Königsfamilie war stinkreich, auch wenn das Gold eher dem König gehörte, so hatte auch Maira ihre Ansprüche und Verwendungsrechte. Notfalls würde sie halt einfach so in die Schatzkammer greifen. Soll der König sich doch schwarz ärgern. Natürlich musste Bella erklären, wofür sie das Gold bräuchte. Nicht, das sie sich damit einfach nur neue Kleider kaufte, und durch die Straßen von Königsstadt stolzierte, währen die Prinzessin hier grunzend im Schloss saß.
"Ich hörte von einer speziellen Söldnergruppe, die ihre Dienste dem höchsten Gebot bietet. Bestärkt auch durch ihren Glauben, eine treue Truppe, die den Verrat verabscheut. Vielleicht eine Alternative zu Fine und seinen Soldaten. Denkt bitte darüber nach."
König Sirius
Der heutige Tag war sowohl erfrischend, als auch überraschemd scheußlich gewesen. Deys Anwesen erblühte in rot, während Dörfer der Prinzessin in einem strahlenden Weiß erblühten. Das erklärte wohl auch, warum der König sein Mittagessen heute alleine genießen durfte. Er später über den langen Tisch zum anderen Ende, an dem für gewöhnlich die Prinzessin saß und dinierte. Außer natürlich sie war zu krank, um das Bett zu verlassen. Aber davon hörte er nichts.
Ein Diener füllte seinen Weinkelch.
"Wo ist die Prinzessin?", fragte der König. "Hat sie nichts verlauten lassen?"
Der Diener verneigte sich demütigst. "Nein, euer Majestät. Selbst der Koch hat ihr ein Mahl bereitet. Es wartet nur darauf serviert zu werden."
"Hmmmm, seltsam."
Was hatte die Prinzessin wohl diesesmal für Probleme? Sie wird jedenfalls nicht unsichtbar geworden sein, und ihm hier einen Streich spielen wollen.
Naja, er dinierte dennoch zufrieden und ließ sogar mal wieder den Koch loben. Irgendwann erfuhr er, das man der Prinzessin das Essen auf ihrem Zimmerservierte.
Und auch am Rest des Tages bließ die Prinzessin außer Sichtweite. Ansich nichts ungewöhnliches, da es Alltag war, sich selten zu sehen. Aber die gemeinsamen Räumlichkeiten wurden häufig auch gemeinsam genutzt, wie eben der Speisesaal.
Der König ging zu seinem Tagesplan über. Seine gute Laune ließen ihm seine nervige Schwester rasch vergessen. Bestimmt hatte sie pulsierende Pickel, die ständig platzen. Der Fluch bot ja so einiges an Schauspielkunst.
Zeit eben diesen Fluch wieder in Angriff zu nehmen. Während Dey mit seinem Anwesen beschäftigt war, und nach dem Schuldigen suchte, ließ der König seinen Beraterstab einberufen. Zeit für ein neues Fest im Schloss. Eine Brautschau. Man sollte noch heute verkünden, das heiratswürdige Damen das Schloss aufsuchen sollten. In zwei Tagen sollte das Fest statt finden. Eine kurze Vorbereitung war nötig. Swnn bald würden die weißen Rosen in den Örtlichkeiten seiner Schwester wieder vergehen. Ihr Zustand würde sich bessern, und seiner verschlechtern. Er brauchte Zeit. Vielleicht fand er ja diesesmal die zukünftige Königin, bei der auch Maira den Segen erteilte. Ausgerechnet das war auch noch nötig. Wenn Maira sie nicht anerkannte, würde ein Blatt fallen. Außerdem musste er verhinder, zu unfreundlich zu werden. Das würde jede Frau verschrecken.
Also ab in die Höhle des Löwen. Ein Raum, der ihn anwiederte, seit dem Geschenk, welches Maira einst mal erhalten hatte.
Doch der Fluch hatte es bisher nicht erlaubt, das sie ihr Geschenk selbst nutzen konnte.
Als es bereits dunkel war, würde er die Prinzessin im Musikzimmer treffen. Der Raum war in rote Rosen gehüllt, as den König nervte. Aber so war es halt im Schloss. Bis auf wenige Örtlichkeiten, die immer gleich erstrahlten, waren seine und ihre Diener in einem Kampf verwickelt, die Bereiche des Schlossen in rot und weiß zu hüllen. Ein Gang, ein Raum, ein Garten, sogar Mauern oder ein Tor. Und manchmal auch die Soldaten. Aber da hatten sie eine Dauerlösung gefunden. Die Soldaten beider Seiten waren in glänzenden Rüstungen die weiß und silbern waren, gehüllt. Im Gegenzug waren sie mit roten Rosen geschgmückt und verzeiert. Manche teil der Rüstung, manche echt, und sie wurden regelmäßig erneuert. Man sah sie im ganzen Land, und sie präsentierten sowohl den Fluch alls auch das gemeinsame Ziel diesen zu lösen. Und natürlich auch die Rivalitäten und Verzweiflung beider Seiten. Keine wollte nachgeben, und den anderen gewähren lassen. Zu groß war die Angst, das der König ewig ein Scheusal blieb, oder die Prinzessin ihr Leben geben müsste, für das Königreich. Oder dauerhaft verunstalltet bliebe. Die Feen waren hinterhältig. Einestages würden sie dafür noch büßen müssen. Noch waren sie wegen dem Fluch geschützt. Zu Hölle mit ihnen.
Die großen Türen zum Musikzimmer schwangen auf. Kerzen erhellten den Raum. Mondlicht schien durch die Fenster. Im Schloss war es deutlich ruhiger geworden. Sirius betrat den Raum, und ließ die Türen zufallen. Draußen standen Wachen vor der Tür, und eine Dienerin, die jederzeit auf Befehl der Prinzessin abrufbar war.
Maira selbst saß auf einer gemütlichen Sitzbank in eine flauschige Decke eingehüllt. Links und rechts ein Netzkissen, gestopft mit roten Rosenblüten. Wohl auch eine Art Glücksbringer.
"Hallo, Schwester.", grüßte er kurz, und spähte zu ihr rüber. Sie sah unglücklich und genervt aus. Und zudem .... etwas gewöhnungsbedürftig. Sirius schmunzelte. "Ahja, deshalb hatte ich heute mal wieder alleine essen dürfen. Es schmeckt alles ein wenig fade, ohne dein ständiges Jammern und Meckern.", fügfte er hinzu und ging grinsend an ihr vorbei, zu dem, was sie einst geschenkt bekommen hatte, aber nie spielen erlernen konnte. Ein Flügel.
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Natürlich grüßte die Prinzessin zurück, wenn auch nicht gerade hoch erfreut, und begleitet mit einem Grunzen zum Konter. Schon oft hatten sie sich in diesem Raum getroffen. Seit ihrem 16ten Geburtstag stand dieser Flügel nun schon hier, und bisher hatte sie nie mehr getan, als mal ein paar Tasten erklingen zu lassen. Mehrfach schon sollte sie mal Musikunterricht erhalten. Aber jedesmal kam ihr der Fluch dazwischen. Hände, groß wie Serviertablets, Schwächeanfälle, verwirrtheit, einmal war sie so aufgedunsen, das sie nicht mal durch die Türen passte, und an einem Band schwebend festgebunden über dem Bett kreiste. Fett wie ein Ballon. Oder sie lag einfach nur schwach im Bett, oder war mit dem Kampf gegen Sirius beschäftigt.
Und eben ihr Bruder war es letztenendes, der gelernt hatte, mit IHREM Geschenk zu spielen. Es kam übrigens aus dem Hause Mercury. Dey hatte keine Verwendung dafür. Und das frustete Maira sicher um so mehr, ein Geschenk von Dey nichtmal nutzen zu können. Aber ihr Bruder Sirius konnte es wohl mal eben so erlernen. So eine Frechheit.
Er ging auf das Instrument zu und nahm Platz, klappte den Deckel der Tasten hoch und prüfte mit einem Tastendruck den Klang. Es war wie immer perfekt gestimmt. Jeden Tag staubte man es ab, prüfte die Rosen, und das Gerät selbst.
Dann fing er an zu spielen.
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"In zwei Tagen werde ich erneut nach einer geeigneten Königin suchen.", begann er, während er für Maira spielte. "Selbstverständlich ist es deine Pflicht, ebenfalls an der Feier teil zu nehmen. Das ist dir ja sicherlich bewusst."
Und das galt natürlich auch, egal wie sie aussah. Und da war das erste Problem. Sirius würde über ihre Scham hinweg gute Laune vorlegen wollen.
"Du weißt, das wir den Fluch auch so lösen könnten, nicht wahr? Also verdirb mir nicht das Fest! Ich hörte von weißen Rosen in deinen Dörfern. Lass sie blühen, bis die Braut gefunden wurde."
Natürlich war das eine Bitte, aber er hätte es auch befehlen können. Er stand schließlich über ihr. Aber im Rosenkrieg war alles erlaubt. Selbst Befehlsverweigerung, zu ihrem Voreteil hin.
"Und sicher hast du schon von Dey gehört. Sein Anwesen erblühlt blutrot. Du nweißt nich zufällig warum? Und selbst wenn, es wäre mir schon fast egal. Ich kann leider auf dich keine Rücksicht nehmen. Diese Rosen müssen WEG! Dey wird sie vernichtet haben bis zur Brautschau."
Er grinste schelmisch. Er würde die Prinzessin wohl auch mit ihrem Bett in den Saal schieben lassen, sollte se noch so kränklich enden.
"Es wäre also besser, wenn du mich einfach unterstützen würdest. Habe ich eine passende Dame gefunden, musst du sie nur akzeptieren. Und schon ist alles vorbei."
So so. Sein Vergnügen über ihre Unannehmlichkeiten. Und am Ende haben die Feen gelogen. So einfach sollte der Fluch sich brechen lassen? Es würde den König nicht ändern. Und er würde sich an den Feen rächen. Bestimmt diente das nur zur Belustigung der Feen. Nichts würde passieren, außer das sie leiden müsste, während er fröhlich lacht. Sicher würde sie auch noch mit Bella darüber sprechen. Wenn er mitten beim Fest einen Wutausbruch bekäme, und sich schrecklich benehmen würde ...... keimte da ein Plan auf?
Königsstadt
Maskierter Fremder
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Was ist nur aus diesem Land geworden? Das hatte er sich schon häufig gefragt. Wie ein Handeln eines Königs, und ein Fluch, ausgesprochen von Feen, ein ganzes Land spalten konnte. Überall trauer, Hass, Wut und Verzweiflung. Und mittendrin tanzte die Fröhlichkeit. Eine Fassade, die immer wieder zusammenbrach. Besonders hier in dieser Stadt. Das Schloss thronste erhöht auf einem Hügel, dem Rest eines Berges, den einst die Zwerge abtrugen, und das Material für den Bau nutzen. Und unter dem Hügel lag ihr Erbe. Ein Berg aus Schätzen, Gold, Diamanten und anderen wertvollen Dingen. Und kein König würde es her geben. Erstrecht nich dieser hier.
Gerüchte brachten ihn schließlich an dieser Ort. Vielleicht würde er sich einem der beiden anschließen. Aber er war schlecht ausgerüstet. So konnte er dem Adel nicht gegenübertreten.
Welch ein Segen, das ihm in dieser Straße eine Schmiede über den Weg fiel. Im Handwerksviertel sicher auch irgendwie zu erwarten, aber diese lag noch etwas weiter davor, und hatte etwas mehr freie Sicht. Und was war das? Ein Golem? Ein seltsamer Golem. Er hatte Lichter. Magische Lichter, die blinkten. Und er machte komische Geräusche. Leute versammelten sich um ihn, klatschten, oder jammerten. Offenbar betrieb der Golem Glücksspiele. Aber man verstand ihn nicht. Er dudelte und klackerte. Ein Bauer jubelte plötzlich, als ihm Münzen wie ein Wasserfall in einen Sack flossen. Fröhich tanzte er damit davon, und wurde beklatschte. Dann versuchte es natürlich ein reich aussnhender Mann. Er verlor natürlich. Er fluchte wild, gab noch einen Beutel Münzen her, und verlor erneut. Zumindestens fast. Ein paar Kupfermünzen bekam er wohl als Trost zurück, das ihm etwas Gold abhanden gekommen war. Der Fremde kicherte hinter seiner Maske.
In der Schmiede hörte er das übliche Klingen vom Hammer. Also war der Schmied da. Es überraschte ihn, hier eine Dunkelzwergin vorzufinden. Also gehörte der Golem sicher zu ihr. Dunkelzwerge nutzen viele dieser Diener.
Er betrat die Schmiede und grüßte.
"Guten Tag. Ob ich ihre Dienste in Anspruch nehmen dürfte?"
Er holte ein Schwert heraus. Es war aus silbrigem Metall. Mithril. Auch seine grauschwarze Kleidung war geschmückt davon.
"Ich benötige eine Erneuerung meines Schwertes. Und ich möchte ein magisches Update dazu. Ich zahle gut."
Er würde einen Geschwindigkeitszauber verlangen. Dazu müssten natürlich Diamanten mit eingearbeitet werden. Und zufällig hatte er welche dabei. Er warf der Zwergin diesen auf den Tresen. "Hier. Ich denke das ist ausreichend. Ihr dürften den Rest sogar behalten, da ich keine weitere VErwendung dafür habe. Was sagt ihr? Und wie schnell könnt ihr das erledigen? Schafft ihr es bis morgen Mittag?"
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