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Die Sterne von Caelin
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Y ist eine junge Frau, die in den endlosen Steppen eines Nomadenstammes aufwuchs. Ihre Mutter war einst die Tochter des Grafen von Caelin, doch sie gab Rang und Titel auf, um der Liebe zu folgen – a die Seite des stolzen Anführers des Stammes.
Vor wenigen Monaten änderte sich alles: Eine finstere Organisation, bekannt als die Black Fang, stieß auf den Stamm. In einem erbarmungslosen Gefecht wurden fast alle Nomaden niedergemetzelt – nur wenige entkamen dem Massaker, darunter Y.
Während sie um ihr Überleben kämpfte, erhielt der Graf von Caelin Nachricht vom Schicksal seiner Tochter und erfuhr, dass eine Enkelin existierte. Er beauftragte zwei junge Ritter, Y zu finden und sicher nach Caelin zu bringen. Als die Ritter sie schließlich aufspürten, zögerte Y nicht lange – der Graf war die einzige Familie, die ihr noch geblieben war.
Gemeinsam traten sie den gefährlichen Rückweg an, verfolgt von den Black Fang, die scheinbar alles daransetzten, Y in ihre Gewalt zu bringen. In einer kleinen Stadt, in der sie für kurze Zeit untertauchten, wurden sie schließlich umzingelt – bis plötzlich X und sein Gefährte auftauchten und das Blatt wendeten...
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x - @Nio
y - @DeeplyRouge
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Naia
Ihre Hände streichen unentwegt sanft über den weichen, warmen Hals ihres großen Begleiters.
„Meint Ihr, es fühlt sich beengt?“. Ihre Augen wandern zu einem der Reiter, welcher nur ein leises „Hm?“ von sich gibt, verwirrt von der Frage. „Ein Pferd benötigt eine solche Ausstattung nicht. Meint Ihr, dass es sich dadurch gefangen fühlt? Ich habe schon viel über diese Materialien gelesen, aber noch nie ein Pferd an Zügeln geführt“.
Bei genauerer Betrachtung liegen die Zügel unberührt auf dem Rücken des Pferdes; Naia berührt diese nicht leitend. Sie fährt mit ihren Fingern nur über das weiche Leder.
Wieder und wieder suchen ihre Augen ein neues Ziel, lassen nichts außen vor, denn alles könnte potentiell die Intention haben die letzte Überlebende der Astralys aufzuspüren und dem Stamm sein endgültiges Ende zu setzen. Jedes Geräusch lässt Naia aufmerksam werden, stellt es sich auch nur als Windzug heraus.
Langsam dreht sie ihren Körper nach hinten und jede Bewegung fühlt sich an, als würde sie in Zeitlupe passieren.
Ihre Sicht in die Weite ist verschwommen, sie kann nicht erkennen, was hinter ihnen passiert. Wer sind diese Leute? Und warum pocht ihr Herz so schnell?
Plötzlich spult jemand die Zeit vor, Naias innerer Zeiger dreht sich ununterbrochen und rasant. Sie wird aus ihrer ruhigen Vorstellung zurück in die Realität gerissen.
Ja! Stimmt! Sie werden verfolgt und der Feind ist ihnen dicht auf. Als sie sich nach vorne dreht, sitzt einer der Ritter vor ihr. Ihre Hand gleitet an ihren Bogen und mit der anderen zückt sie einen ihrer Pfeile.
Sie spannt ihn. Wäre doch nur ihre Sicht nicht so verschwommen. Ihre Hände sind ruhig und ihr Pfeil visiert ihr Ziel genau an. Aber tut er es wirklich? Das Pfeifen des Pfeils im Flug ist auch für das Ziel unüberhörbar, als er das Ohr des Feindes passiert und sein Gesicht nur kurz streift.
Verfehlt! Oder wollte sie ihn gar nicht treffen?
Sie spannt den nächsten Pfeil. Sie darf nur bloß, unter keinen Umständen, das Pferd treffen! Ihre Augen fokussieren nicht. Ihr Sichtfeld bebt und wankt.
Ergeben senkt sie Pfeil und Bogen.
Sie weiß, dass sie nicht töten kann. Ihr Körper und Verstand wehren sich vehement dagegen.
Aber ihren Stamm konnte sie nicht retten. In ihrer Brust wütet ein Sturm von Scham und Enttäuschung. Das Bild ihrer toten Geliebten breitet sich vor ihrem inneren Auge aus.
Sie muss lernen sich zu verteidigen, um zu verstehen welche Monster ihr ihre Familie genommen hat. Sie muss sich in die dunklen Gedanken dieser Menschen begeben, um Gnade für diese Taten walten lassen zu können.
Denn gerade fühlt sie einzig und allein Hass und er wird zu einem Verlangen nach Rache, mit welchem sie sich nicht mehr fühlt wie sie selbst.
Sie sieht nach vorn in der Hoffnung, dass der Reiter ihr den Weg in Sicherheit leiten kann.
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