Als die Tür aufging, hob Arisa, in ihrer Yusa-Persona, den Kopf vom Smartphone. Ein einstudiertes, freundliches Lächeln legte sich wie automatisch über ihre Lippen.
Und dann…
…nein.
Es war, als hätte jemand die Temperatur im Raum schlagartig um zwanzig Grad gesenkt. Vor ihr stand niemand anderes als Migimoto Murai. Ausgerechnet. Der Schulhof-Dauerbrenner. Der Typ, der sie schon morgens mit seiner Dauerplapperei in den Wahnsinn trieb, der keine Schamgrenze kannte, wenn es um Yusa ging.
Arisa spürte, wie ihr Magen kurz rebellierte und sich ein kalter Schauer den Rücken hochschlich. Innerlich wollte sie ihr Gesicht in ein Kissen pressen und so lange schreien, bis sie in Ohnmacht fiel. Das darf nicht wahr sein. Eine ganze Woche… nicht nur in der Schule, sondern auch hier? Sie zwang sich, das Lächeln beizubehalten, selbst als Migi mit einer Theatralik sprach, die selbst für ihn zu viel war:
Innerlich knirschte sie mit den Zähnen. Ich werde dich ganz bestimmt nicht „Migi“ nennen. Migimoto, jedes verdammte Mal. Sein Auftreten war so übertrieben ehrerbietig, dass es fast schon weh tat, zuzusehen. Jede Silbe klang, als hätte er sie für ein kitschiges Idol-Drama geprobt. Wenigstens, tröstete sie sich, würde er vor „Yusa“ wohl noch ein bisschen auf seine Manieren achten. Wenn er sich hier auch nur halb so respektlos wie in der Schule aufführte, war die ganze Preiswoche schneller vorbei, als er „Selfie“ sagen konnte, und das garantiert nicht zu seinen Gunsten.
„Es freut mich ebenfalls, Migimotot“, erwiderte sie in ihrem perfekten, sanften Yusa-Tonfall, während ihr Kopf eigentlich schrie:
Nur eine Woche, Arisa. Eine. Woche. Du schaffst das. Doch tief in ihrem Inneren wusste sie: Diese Woche würde sich verdammt lang anfühlen. Konnte sie sich nicht für eine Woche einfach sich krank melden? Dann müssten sie womöglich die Woche nachholen.
Leider hatten sie genug Zeit sich auszutauschen, doch Arisa wusste nicht recht was sie da noch sagen sollte, ohne gleich zu offenbaren, das sie von seiner präsenz genervt war. "Sicherlich wurde dir schon alles erklärt, aber hast du denn noch Frage dazu?" Sie wollte sicher gehen, dass er ja auch alles verinnerlicht hatte. Sie hatte keinen Nerv für zusätzliche Schwierigkeiten.
"Heute wird es nicht unbedingt spannend für dich sein. Ich werde danach Tanzen müssen und Singen. Aber ich denke für den EInstieg sollte das passen oder? Wenn aber was ist, sag ruhig Bescheid, ja?" Wäre es jemand anderes als Migi, dann wäre ihre Hilfsbereitschaft ehrlicher gewesen und nicht vorgespielt. Doch sie musste alles daran setzen, dass Migi keine Bindung zwischen Arisa und Yusa fand. Wie viel Pech musste man auch haben, dass außgerechnet Migi den Preis gewonnen hatte?
Und dann…
…nein.
Es war, als hätte jemand die Temperatur im Raum schlagartig um zwanzig Grad gesenkt. Vor ihr stand niemand anderes als Migimoto Murai. Ausgerechnet. Der Schulhof-Dauerbrenner. Der Typ, der sie schon morgens mit seiner Dauerplapperei in den Wahnsinn trieb, der keine Schamgrenze kannte, wenn es um Yusa ging.
Arisa spürte, wie ihr Magen kurz rebellierte und sich ein kalter Schauer den Rücken hochschlich. Innerlich wollte sie ihr Gesicht in ein Kissen pressen und so lange schreien, bis sie in Ohnmacht fiel. Das darf nicht wahr sein. Eine ganze Woche… nicht nur in der Schule, sondern auch hier? Sie zwang sich, das Lächeln beizubehalten, selbst als Migi mit einer Theatralik sprach, die selbst für ihn zu viel war:
Innerlich knirschte sie mit den Zähnen. Ich werde dich ganz bestimmt nicht „Migi“ nennen. Migimoto, jedes verdammte Mal. Sein Auftreten war so übertrieben ehrerbietig, dass es fast schon weh tat, zuzusehen. Jede Silbe klang, als hätte er sie für ein kitschiges Idol-Drama geprobt. Wenigstens, tröstete sie sich, würde er vor „Yusa“ wohl noch ein bisschen auf seine Manieren achten. Wenn er sich hier auch nur halb so respektlos wie in der Schule aufführte, war die ganze Preiswoche schneller vorbei, als er „Selfie“ sagen konnte, und das garantiert nicht zu seinen Gunsten.
„Es freut mich ebenfalls, Migimotot“, erwiderte sie in ihrem perfekten, sanften Yusa-Tonfall, während ihr Kopf eigentlich schrie:
Nur eine Woche, Arisa. Eine. Woche. Du schaffst das. Doch tief in ihrem Inneren wusste sie: Diese Woche würde sich verdammt lang anfühlen. Konnte sie sich nicht für eine Woche einfach sich krank melden? Dann müssten sie womöglich die Woche nachholen.
Leider hatten sie genug Zeit sich auszutauschen, doch Arisa wusste nicht recht was sie da noch sagen sollte, ohne gleich zu offenbaren, das sie von seiner präsenz genervt war. "Sicherlich wurde dir schon alles erklärt, aber hast du denn noch Frage dazu?" Sie wollte sicher gehen, dass er ja auch alles verinnerlicht hatte. Sie hatte keinen Nerv für zusätzliche Schwierigkeiten.
"Heute wird es nicht unbedingt spannend für dich sein. Ich werde danach Tanzen müssen und Singen. Aber ich denke für den EInstieg sollte das passen oder? Wenn aber was ist, sag ruhig Bescheid, ja?" Wäre es jemand anderes als Migi, dann wäre ihre Hilfsbereitschaft ehrlicher gewesen und nicht vorgespielt. Doch sie musste alles daran setzen, dass Migi keine Bindung zwischen Arisa und Yusa fand. Wie viel Pech musste man auch haben, dass außgerechnet Migi den Preis gewonnen hatte?
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