My Idol, My Nemesis

"He hated her by day, but sang her songs by night"
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Genre: Romanze, SoL, Drama
Rollen:
X - @Yumia
Y - @Taru
Vorstellung
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X und Y gehen in dieselbe Klasse und das schon seit dem Kindergarten.
Warum auch immer, schon damals fing es an: Y konnte es einfach nicht lassen, X ständig zu ärgern, und X? Die ließ es sich gefallen, meist nicht ohne Widerworte. Seitdem stehen die beiden regelmäßig Kopf an Kopf, liefern sich hitzige Wortgefechte und tun so, als könnten sie sich absolut nicht ausstehen.
Was Y jedoch nicht weiß: X führt ein Doppelleben.
Außerhalb der Schule ist sie niemand Geringeres als seine Lieblingssängerin. Ihre Stimme kennt er in- und auswendig, ihre Lieder begleiten ihn durch Höhen und Tiefen, doch dass hinter all dem X steckt, ahnt er nicht im Geringsten.
Durch eine familiäre Verbindung bekommt Y schließlich die einmalige Gelegenheit, für seine Idol-Sängerin als sogenannter "Errand Boy" kleine Aufgaben zu übernehmen, nichts Großes, aber nah genug, um ihr ganz persönlich zu begegnen. Und so treffen sich X und Y plötzlich nicht nur in der Schule, sondern auch in der glamourösen Welt von Musikproben, Backstage-Pässen und geheimen Auftritten.
X tut natürlich alles, um ihre Identität geheim zu halten.
Sie hat sich bewusst dafür entschieden, nicht jedem von ihrer Karriere zu erzählen, schon gar nicht Y. Denn was würde er tun, wenn er wüsste, dass sein größter Schwarm und seine nervigste Mitschülerin ein und dieselbe Person sind?
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Arisa
Die Sonne schien gnadenlos grell durch den Fensterspalt, den sie gestern Abend zu faul gewesen war, richtig zu schließen. Arisa blinzelte verschlafen in das Licht, als würde sie selbst das Tageslicht als persönlichen Angriff empfinden. Ihr Körper fühlte sich an, als hätte man ihn durch einen Fleischwolf gedreht. Jeder Muskel zog, spannte, protestierte.
"He hated her by day, but sang her songs by night"
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Genre: Romanze, SoL, Drama
Rollen:
X - @Yumia
Y - @Taru
Vorstellung
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X und Y gehen in dieselbe Klasse und das schon seit dem Kindergarten.
Warum auch immer, schon damals fing es an: Y konnte es einfach nicht lassen, X ständig zu ärgern, und X? Die ließ es sich gefallen, meist nicht ohne Widerworte. Seitdem stehen die beiden regelmäßig Kopf an Kopf, liefern sich hitzige Wortgefechte und tun so, als könnten sie sich absolut nicht ausstehen.
Was Y jedoch nicht weiß: X führt ein Doppelleben.
Außerhalb der Schule ist sie niemand Geringeres als seine Lieblingssängerin. Ihre Stimme kennt er in- und auswendig, ihre Lieder begleiten ihn durch Höhen und Tiefen, doch dass hinter all dem X steckt, ahnt er nicht im Geringsten.
Durch eine familiäre Verbindung bekommt Y schließlich die einmalige Gelegenheit, für seine Idol-Sängerin als sogenannter "Errand Boy" kleine Aufgaben zu übernehmen, nichts Großes, aber nah genug, um ihr ganz persönlich zu begegnen. Und so treffen sich X und Y plötzlich nicht nur in der Schule, sondern auch in der glamourösen Welt von Musikproben, Backstage-Pässen und geheimen Auftritten.
X tut natürlich alles, um ihre Identität geheim zu halten.
Sie hat sich bewusst dafür entschieden, nicht jedem von ihrer Karriere zu erzählen, schon gar nicht Y. Denn was würde er tun, wenn er wüsste, dass sein größter Schwarm und seine nervigste Mitschülerin ein und dieselbe Person sind?
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Arisa
Ein gequälter Laut verließ ihre Lippen, als sie sich aus dem Bett wälzte.
Das Training am Vorabend hatte sich stundenlang hingezogen. Immer und immer wieder hatte sie denselben Tanzschritt wiederholt, bis ihre Knie weich wie Gummi waren und ihr T-Shirt an ihr klebte. Nur die schneidende Stimme ihrer Mutter hatte sie schließlich zur Vernunft gezwungen. „Arisa, das reicht. Du musst schlafen, wenn du morgen funktionieren willst.“ Und obwohl sie innerlich weitergetanzt hätte, war sie gefolgt. Wie immer.
Der Weg ins Bad war anstrengend gewesen. Die heiße Dusche war ihre einzige Rettung. Dampf, Wärme, ein paar Minuten Stille.
Nachdem sie sich abgetrocknet hatte, griff sie zur Schmuckschatulle und begann, einen nach dem anderen ihrer kleinen silbernen Ohrringe in die vorbereiteten Piercings zu stecken. Sechs auf einer Seite, vier auf der anderen. Es war fast ein Ritual, ein Teil ihres Schul-Ichs. Schwarz folgte auf Schwarz. Hose, Shirt, Jacke.
In der Küche roch es bereits nach leckerem Frühstück, ein vertrauter Duft, der beinahe ein wenig Geborgenheit schenkte. Ihre Mutter stand am Herd, makellos wie immer. Die Schürze perfekt gebunden, der Blick streng und durchdringend.
„Guten Morgen, Arisa.“ Ihre Stimme war sachlich, aber nicht lieblos. Sie stellte den dampfenden Teller mit einer eleganten Bewegung auf den Tisch. „Wie fühlst du dich?“
Arisa ließ sich mit einem müden Seufzen auf den Stuhl fallen und rieb sich den Nacken. „Als hätte ein Laster mich überrollt. Ich glaub, meine Oberschenkel haben sich von meinem Körper verabschiedet.“
Ihre Mutter schnaubte leise, aber ein kleines, kaum sichtbares Lächeln huschte über ihre Lippen. „Wenn du willst, mache ich dir einen Termin beim Masseur. Dein Zeitplan heute ist nicht so eng.“ Arisa hob überrascht die Augenbrauen. „Echt jetzt? Danke. Ich schwöre, wenn ich heute noch eine Treppe steigen muss, rutsch ich einfach wie ein nasser Lappen runter.“
Mit neuem Appetit begann sie zu essen. Das warme Frühstück tat gut, füllte zumindest ein bisschen die Energiereserven auf, die sie sich gestern aus dem Leib geübt hatte. Sie aß schnell, aber nicht gehetzt, trank noch einen Schluck Wasser und schnappte sich dann den Schulrucksack.
Der Weg zur Schule war wie immer. Menschen, Lärm, Autos, Stimmen. Die Stadt war zu wach für das, was Arisa fühlte. Ihr Inneres schrie nach Ruhe, nach Schlaf, nach einer Pause von all dem. Und irgendwo dazwischen kam wieder dieser eine Gedanke hoch, den sie nur selten laut zu Ende dachte: Wie schön es wäre, einfach nur Arisa zu sein. Keine Yusa. Keine Kamera. Keine Maske. Aber natürlich war das keine Option. Nicht solange sie auf dieser Bühne stehen wollte. Nicht solange Erwartungen auf ihr lasteten. Nicht solange ihr Herz schlug, sobald sie ein Mikrofon in der Hand hielt.
Auf dem Schulhof angekommen, schlug ihr das gewohnte Chaos entgegen. Stimmengewirr, schrilles Lachen, das dumpfe Klatschen eines Basketballs irgendwo weiter hinten. Arisa schloss kurz die Augen. Sie wollte einfach nur zurück ins Bett. Sie zwang sich, den Rücken zu strecken und einen Schritt nach vorne zu machen. Schul-Arisa durfte keine Müdigkeit zeigen. Nicht zu viel zumindest. Die, die sie hier sahen, sollten keine Verbindung zu Yusa ziehen. Und wenn das bedeutete, dass sie heute wieder besonders zickig war, dann war das eben so. Aber sie versuchte ihren Stress, den sie in ihrer Sänger Karriere aufsammelte, sie nicht in der Schule zu belasten und sie nicht von Klienigkeiten reizen zu lassen. Doch das gelang ihr leider nicht immer, wie sehr sie sich manchmal anstrengte. Sie war auch am Ende des tages nur ein Mensch, die nur so viel unterdrücken konnte.
Und da hörte sie ihn. Diese Stimme, die sie auf die Palme bringen konnte, selbst wenn er nur „Guten Morgen“ sagte.
Ihr Blick glitt über die Köpfe hinweg, suchte, fand. Natürlich. „Wenn man vom Teufel spricht“, murmelte sie und verdrehte genervt die Augen. Sie wusste bereits jetzt schon, dass die innere Ruhe, die sie momentan noch verspürte, in den nächsten Minuten verschwinden wird und frühstens ein bissiger Kommentar ihm gegenüber aus ihren Lippen entfliehen wird.