s i l e n t n i g h t

"Opposite in every way, yet drawn by the same fire."
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Genre: Drama, Fantasie, Romanze
Rollen:
X (Aazria)- @Yumia
Y (Kyren) - @Mau♥Mau
Vorstellung
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Azaria entstammt einem alten Adelsgeschlecht – der Familie Crusia. Diese einflussreiche Dynastie ist nicht nur in Politik und Wirtschaft, sondern auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen stark vertreten. Doch neben ihr gibt es weitere mächtige Familien, die nach Einfluss streben und im Verborgenen um Macht konkurrieren.
Azaria jedoch besitzt keine übernatürlichen Kräfte – ein Umstand, der sie in ihrer eigenen Familie zur Außenseiterin macht. Vor der Öffentlichkeit verborgen, lebt sie im Schatten ihrer jüngeren, talentierten Halbschwester und steht unter der ständigen Kontrolle ihrer strengen Stiefmutter. Innerhalb des Hauses wird sie wie eine einfache Bedienstete behandelt, isoliert hinter verschlossenen Toren.
Eines Tages gelingt ihr die Flucht. Doch sie bleibt nicht unbemerkt: Wächter nehmen sofort die Verfolgung auf, verwunden sie, verlieren jedoch schließlich ihre Spur. Unwissentlich flüchtet Azaria auf das Anwesen von Kyren, einem jungen Adligen, der ebenfalls aus einem hoch angesehenen Haus stammt. Gerüchten zufolge hat er mit seiner unterkühlten Art bereits jede potenzielle Braut vergrault.
Azaria bricht erschöpft und verletzt auf seinem Grundstück zusammen. Kyren findet sie bewusstlos und bringt sie in eines der Gästezimmer. Dort überlässt er sie der Fürsorge seiner Haushälterin.
Unter ihrer zerschlissenen Kleidung trägt Azaria ein Tuch, das mit dem Wappen ihrer Familie bestickt ist – ein Symbol, das Kyren sofort erkennt. Seine Familie verbindet mit dem Haus von Azaria eine lange, konfliktreiche Geschichte. Dennoch sieht Kyren in ihr zunächst nur eine Fremde, zu schwach, um eine Bedrohung darzustellen.
Doch mit der Zeit mehren sich Gerüchte und Zweifel. Wer ist diese junge Frau wirklich? Je mehr Kyren sich mit ihr beschäftigt, desto stärker beginnt er, an ihrer wahren Identität zu zweifeln. Gleichzeitig beginnt sich auch Azaria zu verändern, etwas in ihr erwacht. Langsam, fast unmerklich, regen sich Kräfte, von denen selbst sie nichts ahnte…
Azaria
Azaria saß regungslos im Dunkel eines fremd wirkenden Zimmers, eingehüllt in eine Stille, die schwer auf ihren Schultern lastete. Die Luft war kalt und stand still, so als hielte selbst das Haus den Atem an. Ihr Herz pochte laut und hektisch in ihrer Brust, jeder Schlag ein schmerzhafter Widerhall dessen, was sie gerade erfahren hatte. Immer wieder durchlebte sie in Gedanken die letzten Minuten, als wäre sie darin gefangen, unfähig, sich davon zu lösen. Sie wollte sich selbst einreden, dass sie sich verhört hatte, dass es eine absurde Sinnestäuschung gewesen war. Doch je öfter sie die Worte in ihrem Kopf hörte, desto klarer wurde ihr: Es war real.
"Opposite in every way, yet drawn by the same fire."
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Genre: Drama, Fantasie, Romanze
Rollen:
X (Aazria)- @Yumia
Y (Kyren) - @Mau♥Mau
Vorstellung
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Azaria entstammt einem alten Adelsgeschlecht – der Familie Crusia. Diese einflussreiche Dynastie ist nicht nur in Politik und Wirtschaft, sondern auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen stark vertreten. Doch neben ihr gibt es weitere mächtige Familien, die nach Einfluss streben und im Verborgenen um Macht konkurrieren.
Azaria jedoch besitzt keine übernatürlichen Kräfte – ein Umstand, der sie in ihrer eigenen Familie zur Außenseiterin macht. Vor der Öffentlichkeit verborgen, lebt sie im Schatten ihrer jüngeren, talentierten Halbschwester und steht unter der ständigen Kontrolle ihrer strengen Stiefmutter. Innerhalb des Hauses wird sie wie eine einfache Bedienstete behandelt, isoliert hinter verschlossenen Toren.
Eines Tages gelingt ihr die Flucht. Doch sie bleibt nicht unbemerkt: Wächter nehmen sofort die Verfolgung auf, verwunden sie, verlieren jedoch schließlich ihre Spur. Unwissentlich flüchtet Azaria auf das Anwesen von Kyren, einem jungen Adligen, der ebenfalls aus einem hoch angesehenen Haus stammt. Gerüchten zufolge hat er mit seiner unterkühlten Art bereits jede potenzielle Braut vergrault.
Azaria bricht erschöpft und verletzt auf seinem Grundstück zusammen. Kyren findet sie bewusstlos und bringt sie in eines der Gästezimmer. Dort überlässt er sie der Fürsorge seiner Haushälterin.
Unter ihrer zerschlissenen Kleidung trägt Azaria ein Tuch, das mit dem Wappen ihrer Familie bestickt ist – ein Symbol, das Kyren sofort erkennt. Seine Familie verbindet mit dem Haus von Azaria eine lange, konfliktreiche Geschichte. Dennoch sieht Kyren in ihr zunächst nur eine Fremde, zu schwach, um eine Bedrohung darzustellen.
Doch mit der Zeit mehren sich Gerüchte und Zweifel. Wer ist diese junge Frau wirklich? Je mehr Kyren sich mit ihr beschäftigt, desto stärker beginnt er, an ihrer wahren Identität zu zweifeln. Gleichzeitig beginnt sich auch Azaria zu verändern, etwas in ihr erwacht. Langsam, fast unmerklich, regen sich Kräfte, von denen selbst sie nichts ahnte…
Azaria
Vor nicht allzu langer Zeit war sie, wie so oft, leise durch die langen, dämmerigen Gänge des Anwesens geschlichen. Es war ihre Aufgabe, sicherzustellen, dass alle Kerzen gelöscht waren, eine Aufgabe, die sie still und unsichtbar wie ein Schatten verrichtete. Niemand sollte sie hören, niemand sollte sie sehen. Das hatte man ihr immer wieder deutlich gemacht. Und so bemerkte auch niemand ihre Anwesenheit, als sie sich einer halb geöffneten Doppeltür näherte, aus der flackerndes Licht in den Flur fiel. Im Schein der letzten Flammen erkannte sie die Silhouetten zweier Frauen: ihre Stiefmutter und Silvia. Ihre Stimmen trugen leise, aber deutlich, durch den Türspalt.
Zunächst wollte sie sich zurückziehen. Das Gespräch drehte sich um Silvias Verlobung ,ein Thema, das sie nichts anging. Sie war kein Teil dieser Welt, hatte keine Stimme, kein Recht, gehört zu werden. Doch dann fiel ein Name. Nicht irgendeiner,es war der Familienname ihrer verstorbenen Mutter.
Azaria hielt den Atem an.
Sie konnte nicht anders, als zu lauschen. Es war nicht nur Neugier, sondern ein inneres Beben, das sie dazu zwang, jedes Wort aufzusaugen. Man sprach über das Erbe, über Blutslinien, über Stand und Einfluss. Ihre Mutter , einst Teil eines angesehenen Hauses, schien mehr Gewicht zu haben als die Familie ihrer Stiefmutter. Und genau deshalb, sagte man, solle Azaria an einen einflussreichen, älteren Mann verheiratet werden, damit Azaria keinerlei Einfluss auf das Erbe haben wird. Sie kannten seinen Namen. Und Azaria auch. Zwar hatte sie das Anwesen nie verlassen dürfen, doch Gerüchte waren wie Fliegen, sie fanden immer ihren Weg. Und was sie über diesen Mann gehört hatte, ließ ihr das Blut in den Adern gefrieren: gewalttätig, jähzornig, ein Mann mit vielen Gesichtern und noch mehr Geliebten.
Ein Schock durchfuhr sie wie ein Blitz. Sie wich instinktiv einen Schritt zurück, ihre Atmung wurde flacher und dann ein scharfes Einatmen. Ein einziges, kaum hörbares Geräusch.
Doch es genügte.
Drinnen wurde es plötzlich still. Schritte hasteten zur Tür. Noch bevor die Türflügel aufgerissen wurde, riss Azaria sich aus ihrer Starre. Ihr Körper bewegte sich von allein, angetrieben vom nackten Überlebensinstinkt. Sie rannte. Ohne Ziel, ohne Plan. Nur weg. Weg von der Wahrheit, die sie eingeholt hatte. Weg von den Wänden, die sich wie ein Käfig um sie schlossen.
Die Luft im Haus war dick wie Nebel, ihr Herzschlag dröhnte in ihren Ohren. Sie war den Schmerz gewohnt, die Verachtung, die Kälte, die ständigen Zuweisungen niederer Aufgaben. Doch das hier war anders. Das war der Verrat an der letzten Hoffnung, die sie noch gehegt hatte. Ein Schicksal, das ihr aufgezwungen werden sollte. Verkauft. Verschenkt. Verschachert.
Sie konnte das nicht zulassen.
In einem der vielen ungenutzten Zimmer suchte sie Zuflucht, verborgen hinter schweren Vorhängen und staubigen Möbeln. Ihre Hände zitterten, als sie sich gegen die Wand lehnte und zu lauschen begann. Stimmen. Rufe. Schritte. Sicherheitsleute. Sie hatten bereits mit der Suche begonnen.
„Man wird mich einsperren“, dachte sie. „Damit ich nicht fliehen kann.“
Dieses Haus war einst ihr Zuhause gewesen, der letzte Ort, der sie an ihre Mutter erinnerte. Doch was war von diesem Zuhause noch geblieben? Ein düsteres Mausoleum gefüllt mit Erinnerungen, Lügen und Schatten.
Tränen stiegen in ihr auf, heiß und brennend. Ihre Wangen waren bereits feucht, bevor sie es selbst bemerkte. „Es tut mir leid“, flüsterte sie in die Nacht, an niemanden gerichtet – oder vielleicht an ihre Mutter – und verließ das Zimmer.
Sie war nicht zum Rennen geschaffen, doch sie zwang ihren Körper dazu, alles zu geben. Ihre Beine waren wie Blei, ihre Lunge brannte bei jedem Atemzug. Der Boden unter ihren Füßen war uneben, doch sie rannte, rannte, als hinge ihr Leben davon ab, denn das tat es.
Lichtstrahlen durchbrachen die Dunkelheit, fielen wie Jagdscheinwerfer auf sie herab. Doch sie wagte nicht, zurückzublicken. In der Ferne erkannte sie andere Lichter, ein Ort, vielleicht ein Haus, vielleicht Sicherheit. Hoffnung.
Dann, ein stechender Schmerz. Wie ein heißes Eisen, das sich in ihren Oberschenkel bohrte. Sie schrie auf, verlor das Gleichgewicht, stolperte und fiel den Hang hinab. Ihr Körper rollte über Laub und Stein, bis ihr Kopf aufschlug. Der Aufprall ließ die Welt um sie schwanken.
Doch ihr Körper reagierte weiter. Noch bevor der Schmerz sie einholen konnte, zwang sie sich auf die Beine, torkelte dem Licht entgegen. Ihre Sicht wurde schwächer, ein Schleier legte sich über die Welt. Etwas Warmes rann ihr das Bein hinab, Blut.Doch noch ehe sie nachsehen konnte, was geschehen war, noch ehe sie Hilfe rufen oder um Gnade bitten konnte, wurde alles schwarz.
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Yumia ()