„Jetzt nimmt er mir auch noch meine Arbeit weg…“
Das war wohl der erste Gedanke, der Emiko durch den Kopf schoss, als Kaoru die Schüsseln und Stäbchen einsammelte – nur um sie im nächsten Moment bereits abzuspülen.
Sie schnaubte leise, war aber insgeheim froh, dass er – ohne sie zu verraten – auch ihre Schüssel geleert hatte.
Also konnte sie ihm das gerade noch mit zusammengekniffenen Augen verzeihen.
Sie verstand selbst nicht, was los war… aber seit Kaorus Ankunft am Vortag reagierte sie auf einmal viel intensiver – selbst auf die kleinsten Dinge.
Mit einem leisen Seufzen erhob sie sich schließlich von ihrem Platz – doch dann hörte sie seinen Kommentar.
Ihre Augen zuckten zu Kaoru – und verengten sich abermals gefährlich.
„Jetzt reicht’s!“, schoss es ihr durch den Kopf.
Mit schnellen, stampfenden Schritten stürmte sie zum Besen in der Ecke, schnappte sich diesen – und donnerte los:
„Jetzt aber raus! Das Training wartet nicht! RAUS AUS MEINER KÜCHE!“
Ayumi, zunächst überrascht, weitete leicht die Augen – doch dann brach sie in schallendes Gelächter aus.
„Also Emiko! Was ist denn plötzlich in dich gefahren?“, fragte sie belustigt und zog beide Augenbrauen fragend hoch.
Emiko erstarrte. Hastig versteckte sie den Besen hinter ihrem Rücken. „I-ich … ich muss die Wäsche machen gehen!“, nuschelte sie und machte auf dem Absatz kehrt.
Dabei huschte sie so schnell aus der Küche, dass sie beinahe wieder mit dem Türrahmen kollidierte.
Ayumi versuchte, ihr Lachen zu unterdrücken – vergeblich. Gerade als Säule sollte sie vielleicht ein wenig mehr Autorität ausstrahlen…
aber meistens fühlte sie sich selbst kaum wie eine.
Also atmete sie durch, richtete den Blick auf den Garten und nickte in dessen Richtung.
„Komm. Wir fangen an. Bevor Emiko noch etwas Schlimmeres holt als einen alten Besen.“
Mit einem Grinsen auf den Lippen trat sie hinaus ins Freie.
~~~
Kohane hatte gerade wieder beherzt in das Fleisch gebissen, als sie bei der Frage ihres Lehrmeisters inne hielt.
War das eine Herausforderung? Oder doch eher eine Provokation?
Zunächst sagte sie nichts. Kaute in aller Ruhe zu Ende, schluckte herunter – während das Blut des Tieres ihr über das Kinn lief
und an ihrem Mund klebte.
Für einen winzigen Moment spielte sie mit dem Gedanken, das halb angesabberte Stück Fleisch in ihrer Hand einfach gegen seinen Kopf zu pfeffern. Doch dann erinnerte sie sich an seine Drohungen… und verwarf die Idee lieber wieder. Ihr Kopf fühlte sich auf ihren Schultern
eigentlich ganz wohl.
Außerdem war es schlicht Verschwendung, kostbares Essen einfach wegzuwerfen.
Also verdrehte sie demonstrativ die Augen und zuckte mit den Schultern. „Sorgen? So’n Quatsch. Mir ist mein eigener Arsch immer noch am nächsten.“, murrte sie leise, sah ihm dabei aber nicht in die Augen.
„Und natürlich würde ich diesen riesigen Hirsch auch ganz alleine schaffen.“
Sie machte eine kurze Pause, biss erneut ins Fleisch und wandte das Gesicht demonstrativ ab – damit er nicht sah, dass sie bei ihrer ersten Aussage - bezüglich ihres Hinterteils - vielleicht doch ein kleines bisschen geflunkert hatte.
„Aber es bringt halt nichts, wenn du hier halb verhungerst rumstehst, oder?“, brummelte sie noch – diesmal schon deutlich leiser.
Das war wohl der erste Gedanke, der Emiko durch den Kopf schoss, als Kaoru die Schüsseln und Stäbchen einsammelte – nur um sie im nächsten Moment bereits abzuspülen.
Sie schnaubte leise, war aber insgeheim froh, dass er – ohne sie zu verraten – auch ihre Schüssel geleert hatte.
Also konnte sie ihm das gerade noch mit zusammengekniffenen Augen verzeihen.
Sie verstand selbst nicht, was los war… aber seit Kaorus Ankunft am Vortag reagierte sie auf einmal viel intensiver – selbst auf die kleinsten Dinge.
Mit einem leisen Seufzen erhob sie sich schließlich von ihrem Platz – doch dann hörte sie seinen Kommentar.
Ihre Augen zuckten zu Kaoru – und verengten sich abermals gefährlich.
„Jetzt reicht’s!“, schoss es ihr durch den Kopf.
Mit schnellen, stampfenden Schritten stürmte sie zum Besen in der Ecke, schnappte sich diesen – und donnerte los:
„Jetzt aber raus! Das Training wartet nicht! RAUS AUS MEINER KÜCHE!“
Ayumi, zunächst überrascht, weitete leicht die Augen – doch dann brach sie in schallendes Gelächter aus.
„Also Emiko! Was ist denn plötzlich in dich gefahren?“, fragte sie belustigt und zog beide Augenbrauen fragend hoch.
Emiko erstarrte. Hastig versteckte sie den Besen hinter ihrem Rücken. „I-ich … ich muss die Wäsche machen gehen!“, nuschelte sie und machte auf dem Absatz kehrt.
Dabei huschte sie so schnell aus der Küche, dass sie beinahe wieder mit dem Türrahmen kollidierte.
Ayumi versuchte, ihr Lachen zu unterdrücken – vergeblich. Gerade als Säule sollte sie vielleicht ein wenig mehr Autorität ausstrahlen…
aber meistens fühlte sie sich selbst kaum wie eine.
Also atmete sie durch, richtete den Blick auf den Garten und nickte in dessen Richtung.
„Komm. Wir fangen an. Bevor Emiko noch etwas Schlimmeres holt als einen alten Besen.“
Mit einem Grinsen auf den Lippen trat sie hinaus ins Freie.
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Kohane hatte gerade wieder beherzt in das Fleisch gebissen, als sie bei der Frage ihres Lehrmeisters inne hielt.
War das eine Herausforderung? Oder doch eher eine Provokation?
Zunächst sagte sie nichts. Kaute in aller Ruhe zu Ende, schluckte herunter – während das Blut des Tieres ihr über das Kinn lief
und an ihrem Mund klebte.
Für einen winzigen Moment spielte sie mit dem Gedanken, das halb angesabberte Stück Fleisch in ihrer Hand einfach gegen seinen Kopf zu pfeffern. Doch dann erinnerte sie sich an seine Drohungen… und verwarf die Idee lieber wieder. Ihr Kopf fühlte sich auf ihren Schultern
eigentlich ganz wohl.
Außerdem war es schlicht Verschwendung, kostbares Essen einfach wegzuwerfen.
Also verdrehte sie demonstrativ die Augen und zuckte mit den Schultern. „Sorgen? So’n Quatsch. Mir ist mein eigener Arsch immer noch am nächsten.“, murrte sie leise, sah ihm dabei aber nicht in die Augen.
„Und natürlich würde ich diesen riesigen Hirsch auch ganz alleine schaffen.“
Sie machte eine kurze Pause, biss erneut ins Fleisch und wandte das Gesicht demonstrativ ab – damit er nicht sah, dass sie bei ihrer ersten Aussage - bezüglich ihres Hinterteils - vielleicht doch ein kleines bisschen geflunkert hatte.
„Aber es bringt halt nichts, wenn du hier halb verhungerst rumstehst, oder?“, brummelte sie noch – diesmal schon deutlich leiser.
