Between Fangs and Claws [Kürbis vs Dämon]

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    • "Du magst es warm, hm? Hört sich für mich an, als ob dir kalt ist. Mir auch. Dämlicher Regen."
      Cal schloss seine Arme enger um Ilya und stand auf, ohne sie auf dem Boden abzusetzen. Tatsächlich warf er sie sich im nächsten Moment einfach über eine Schulter und stampfte die Treppe nach oben. Er hielt sie einfach fest, selbst als er das Wasser anmachte, um die große Badewanne zu befüllen. Erst dann setzte er sie ab. Ohne zu zögern zog er sich sein Shirt über den Kopf und schlüpfte aus seinen Hosen. Zwei Schritte später ließ er sich in die Wanne sinken. Bevor das Wasser seinen Verband erreichen konnte, nahm er ihn ab. Die Wunde würde zwar noch eine Weile brauchen, um richtig zu verheilen, aber ein bisschen Wasser war schon okay.
      "Worauf wartest du?" fragte er, als er sich zurücklehnte. "Das Wasser ist warm. Und, laut deiner Aussage, ich auch."
      Er breitete die Arme auf dem Wannenrand aus. Die Badewanne war wirklich riesig. Cal hätte hier wahrscheinlich als Wolf reingepasst, wenn er sich klein machte. Mehr als genug Platz für sie beide also.


    • ”Hey!” Ilya protestierte zwar nicht, war aber trotzdem leicht empört als er sie nicht nur hochhob, sondern über seine Schulter warf wie einen Sack Kartoffeln. Ungemütlich war es nicht, aber gemütlich nun mal auch nicht.
      Vielleicht hätte sie sich ein wenig mehr beschwert, wenn er nicht auf die glorreiche Idee eines heißen Bades gekommen wäre. Wasser konnte kalt sein. Und warm. Sehr warm. Duschen war auch immer gut gewesen. Gebadet hatte sie tatsächlich noch nicht so oft, jetzt, wo sie so drüber nachdachte.
      Durch halbgeöffneten Augenlieder beobachtete sie ihn, wie er das Wasser einließ. Als er sie absetzte war Ilya schon so erschöpft, dass sie ein paar Momente brauchte um gerade zu stehen. Dabei war der Anblick, den er ihr mal wieder bot, auch nicht gerade hilfreich um sich selbst zu fassen.
      Wie angewurzelt beobachtete sie ihn dabei, wie er sich seines Verbandes entledigte und dann in die Wanne stieg. Erst, als er sie ansprach, schien bei ihr eine Lampe anzugehen. “Oh, ja stimmt.” Ilya schüttelte den Kopf einmal kurz. Das waren bestimmt noch Nachwirkungen von ihrer kleinen Hypnose-Session mit Ash und nicht die komische häusliche und familiäre Situation mit Calder. Ja genau, das war es bestimmt.
      Sie legte schnell ihre eigenen, nassen Klamotten ab bevor sie langsam zur Wanne trat. Etwas zögerlich tunkte sie ihren linken Fuß in das Wasser um die Temperatur zu testen. Es war warm. Fast ein bisschen zu warm. Heiß. So wie er.
      Ilya stieg langsam in die Wanne, auch wenn der Temperaturunterschied die Härchen auf ihrer Haut wieder zum stehen brachte. Erst nach einer Zeit ließ sie sich sinken und lehnte sich zögerlich gegen Calders Brust. “Sorry, bin’s nicht so gewöhnt zu baden,” Nuschelte sie als sie seinen Geruch einatmete. Zusammen mit den Dämpfen des Bades war dieser schon nahezu benebelnd. Lecker. Beruhigend und aufreibend zu gleich. Genauso wie er. Wie seine Existenz.


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    • "Ernsthaft? Du hast alle Zeit der Welt, für alles, was du machen willst, und du badest nicht?"
      Cal lachte leise, legte seinen Kopf dann auf ihrer Schulter ab.
      "Dafür gibt's doch bestimmt ein Wort. Para-irgendwas. Keine Ahnung. Ist auch eigentlich egal. Du musst auftauen, damit ich mir nicht die Eier abfriere."
      Er schlang seine Arme wieder um Ilyas schlanke Form und drückte sie ein bisschen fester gegen sich. Er stellte das Wasser ab, sobald es hoch genug war.
      Wusste er, dass das hier so ziemlich das exakte Gegenteil von dem war, was er tun sollte? Ja. Aber das war ihm egal. Nach dem Tag, den er gehabt hatte, nach den Wochen, da wollte er einfach mal seinen Kopf ausschalten und das machen, was sich für ihn richtig anfühlte. Nicht für das Rudel. Nur einmal. Morgen konnte er immer noch versuchen, einen chinesischen Dämon zu jagen. Hier, jetzt, da wollte er einfach nur ein warmes Bad nehmen und sich an jemanden kuscheln, ohne dass jemand irgendwelche Erwartungen an ihn hatte.
      "Du hast Hunger, oder? Deine Augen sind schon wieder so dunkel geworden."
      Er hob seinen Arm aus dem Wasser.
      "Ein bisschen geht bestimmt. Sorg einfach nur dafür, dass ich nicht in der Badewanne ertrinke, okay?"


    • "Machst du dich gerade über mich lustig?" Ilya grummelte ein wenig, seufzte dann aber tief als er sie an sich ran zog. "Kann ja auch nichts dafür, dass meine Körpertemperatur nicht so hoch ist wie deine." Sie schloss ein wenig die Augen und genoss die Wärme und seine Arme um sie herum.
      Irgendwie war es schon ungewöhnlich. Ilya hatte in ihrem Leben noch nie wirklich Körperkontakt mit irgendwem gepflegt. Die meisten Vampire respektierten sie zu sehr und ihre Eltern waren zu oft weg, zu kaltherzig, als dass man sich oft umarmte oder so. In Ash's Gedanken hatte sie aber gesehen, wie die Werwölfe miteinander umgingen, kuschelten und zusammen schliefen. Manchmal mehr in einem komischen felligen Haufen wie sie auf dem Sofa mit den Hunden als in einem breiten weichen aber kalten Bett.
      War es deswegen so einfach für Calder sie in seiner Arme zu schließen? So oder so beschwerte sie sich nicht. Es war angenehm. Ungewohnt, aber angenehm.
      Sie war schon fast irgendwo in die Traumlande abgedriftet, als Calder seinen Arm hob und ihr einen Bissen anbot. Scheiße. Sie hatte es gerade geschafft ihre Gedanken davon abzulenken. Schließlich wollte sie ihn wirklich nicht leer saugen und wenn sie bald auf den Dämon treffen sollten konnte Calder vermutlich alles an Blut selbst gebrauchen. Daher zögerte sie kurz ein bisschen, bevor sie sich ein wenig zur Seite drehte um ihn ansehen zu können.
      An seinem Gesichtsausdruck konnte sie erkennen, dass er das nicht zum Spaß gesagt hatte. Natürlich meinte er das ernst. Natürlich.
      "Du verwöhnst mich ja richtig," murmelte sie mit einem schiefen Lächeln. "Pass auf, sonst gewöhn ich mich noch daran." Ihr Blick glitt zwischen seinem Arm und seiner Kehle hin und her. Auch wenn er ihr den Arm anbot mochte sie seinen Hals eigentlich lieber. Viel lieber. Es war intimer irgendwie. Etwas, was sie sonst bei niemand anderem machen wollte.


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    • Cal lehnte sich ebenfalls ein bisschen zurück, um Ilyas Blick begegnen zu können. Beim Anblick ihrer Augen schrien seine Instinkte auf. Raubtier, brüllten sie. Feind. Aber Cal rührte sich nicht, weil er es besser wusste.
      "Du hast dich doch schon längst dran gewöhnt. Und wenn wir einen chinesischen Dämon oder sowas jagen müssen, dann wär's mir lieber, wenn dein Arm dran bleibt."
      Er zuckte mit den Schultern, als sei es keine große Sache, ihr sein Blut anzubieten. Und irgendwie war es das auch nicht. Aus irgendeinem Grund, das hatte Cal ja schon bemerkt, sah er sie als Teil des Rudels an. Und im Rudel half man sich eben gegenseitig. Sie brauchte sein Blut, um richtig zu funktionieren? Dann gab er es ihr. Solange es ihm gut ging, konnte er das ja einfach. Sicher, zwischen diesem verdammten Wildschwein und der gestrigen Nacht sollte er es wahrscheinlich ein bisschen langsamer angehen lassen, aber ihm ging es gut und er konnte helfen - also wollte er genau das tun.
      Cal bemerkte Ilyas Blick, wie er zu seiner Kehle hinabglitt. Er sollte das nicht so heiß finden, aber er konnte auch nicht verhindern, dass ihm wärmer wurde. Er wusste nicht, ob er es mit Absicht machte oder nicht, aber er legte seinen Kopf ein bisschen weiter zur Seite, nicht viel, aber genug.


    • ”Oder ich übe einfach mehr, ihn wieder anzuheilen.” Das war natürlich ein halber Witz. Tatsächlich fehlte Ilya die Erfahrung um so effizient wie ältere Vampire zu sein, aber sie hatte jetzt auch nicht vor andauernd irgendwelche Gliedmaßen zu verlieren. Vor allem nicht, wenn sie dann immer Calder anzapfen musste wie ein Fass Bier.
      Ihre Augen weiteten sich, wenn auch minimal, als er als Reaktion seinen Kopf zur Seite lehnte. Verdammt. Er verwöhnte sie wirklich viel zu sehr. War das normal? Oder war das nur er? Und nur sie?
      Instinktiv drehte sie sich nun ganz um und rutschte näher an ihn. Dabei versuchte sie zumindest ihre nackten Körper zu ignorieren als sie ihre Hände aus dem Wasser und wieder in Richtung seines Kopfes hob. Den Blickkontakt brach sie dabei nicht. Zu verführerisch war der Anblick, wie er sich ihr anbot.
      Ob sich so die Vampire fühlten, die ihre Gefährten gefunden hatten? Langsam verstand Ilya, warum Vampire nur ungerne jene wieder los ließen.
      Fast schon automatisch, wie als gehörte sie in seine Arme, in seine Umarmung, glitt sie näher und versenkte ihre spitzen Zähne in seiner Halsbeuge. Ilya seufzte leise, genießend, als der viel zu vertraute Geschmack ihre Zunge benetzte und ihren Körper aufwärmte. Scheisse. Nach diesem Gefühl, nach diesem Geschmack konnte sie süchtig werden.


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    • Cal seufzte genüsslich, als Ilya ihn biss. Er versuchte, sich auf den Biss selbst zu konzentrieren. Ihre Zähne spürte er eigentlich gar nicht, nachdem sie zugebissen hatte. Da war nur das Gefühl von Ilyas weichen Lippen auf seiner Haut und das von seinem warmen Blut, und wie sie es aus ihm heraussaugte.
      Während dieser Überlegungen wurden ihm auch noch andere Dinge bewusst: dass sie praktisch auf seinem Schoß saß, zum Beispiel. Ihre Hände auf seinen Schultern. Seine Hände an ihren Hüften. Ihr Brust, die sich gegen seine drückte.
      Cal brummte und schob eine Hand über Ilyas Rücken hinauf bis ihn ihren Nacken. Er drückte sie ein bisschen fester gegen seinen eigenen Hals, warum, das konnte er nicht sagen. Aber es fühlte sich gut an und hatte er dieses Bad nicht mit dem Gedanken eingelassen, einmal etwas für sich selbst zu tun? Ja, warum also nicht dafür sorgen, dass er sich gut fühlte?
      "Fester," murmelte er leise und verstärkte zeitgleich seinen Griff um Ilyas Nacken ein wenig.


    • Ilya hatte ihre Augen längst geschlossen, während sein Blut langsam ihren Rachen hinunterlief und ihren Magen wärmte. Hoffnungen auf mehr hatte sie sich kaum ausgemalt, vor allem, nachdem Calder sie beim letzten Mal so entschlossen abgewiesen hatte. Nun allerdings war sie sich da nicht mehr so sicher. Schließlich war da nicht mehr viel Platz zwischen ihren nackten Körpern.
      Als er sie jedoch an sich ran zog und fester zudrückte, weitete sie überrascht jene und zögerte kurz. Ein bisschen fühlte es sich wie ein momentärer Kurzschluss an. Wusste er was da tat? Was er da mit ihr tat? Sein Blut vernebelte ihre Sinne. Sie wollte mehr. Hatte es schon die ganze Zeit gewollt und nur unterdrückt. Ihr war wieder heiß, fast schon zu heiß, als sie ihren Körper an seinen gepresst spürte. Ihre Hände griffen fester zu und sie konnte ein leises Stöhnen gegen seine warme Haut gar nicht mehr unterdrücken. Sie biss fester zu, drückte sich näher an ihn ran, wollte ihn spüren, alles spüren. Er hatte gesagt, dass das falsch sei. Das sie das nicht tun sollten. Aber wie konnte etwas falsch sein, dass sich so gut anfühlte?


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    • Irgendwas zwischen einem Stöhnen und einem Knurren sprudelte aus Calders Kehle, als Ilya seinem Wunsch nachkam und ihre Zähne fester, tiefer in sein Fleisch drückte. Der Schmerz schoss direkt zu seiner Wirbelsäule und breitete sich von dort aus durch seinen gesamten Körper aus. Verdammt, fühlte sich das gut an!
      Er schob seine Hand in ihre Haare, mit der anderen packte er Ilyas wohlgeformten Hintern. Fest.
      "Wir sollten das nicht tun," hauchte er.
      Aber seine Worte waren nur eine dieser vielen Plattitüden, die man einfach so sagte. Er meinte es nicht so. Er sagte es bloß für ein unsichtbares Protokoll. Ihm war vollkommen egal, welchen moralischen Wert das hatte, was sie hier taten. Dann war es eben verwerflich. Ihm doch egal. Die Alten konnten ihn ja sowie so schon nicht leiden. Was hatte er schon zu verlieren?
      Er drückte Ilyas Lenden gegen seine, versuchte gar nicht erst zu verstecken, was sie mit ihm anstellte. Er wollte, dass sie es spürte. Dass sie wusste, welche Macht sie über ihn hatte.


    • Für seine Worte war es längst zu spät. Es war bestimmt schon zu spät gewesen, als er ihr das erste Mal sein Blut angeboten hatte. Dann ein zweites Mal zu spät gewesen, als sie in ihrer Wohnung gewesen waren. Und nun hier, in seinem Bad in seinen Händen? Über ihm, als würde er nur ihr gehören? Fuck. Der Mann, der Wolf, der Daisy in Sekunden mit bloßer Kraft überwältigt hatte, ließ sich von ihr dominieren. Alleine das war genug, um den letzten Funken Anstand über Bord zu werfen.
      Ilya zögerte nicht, als sie sich gegen seine Erektion rieb, das Wasser zwischen ihnen weder hilfreich noch störend. Sie hatte ihn gewollt, seitdem er aus ihrem Bett gestiegen und aus ihrer Wohnung geflohen war. Und jetzt? Jetzt wollte sie ihn auf jeden Fall. Vollkommen.
      “Dafür fühlt es sich viel zu gut an.” Keuchte sie gegen seinen Hals als sie kurz von ihm abließ. Die Einstichlöcher ihrer Zähne waren klein, doch sie finden direkt wieder an zu bluten. Schnell leckte sie darüber, ließ keinen Tropfen verschwendet, als sie sich an ihn rieb, fast schon verzweifelt. Sie wollte noch mehr, wollte ihn jetzt. “Cal-“ ihre Stimme glich mehr einem Quengeln. Dabei war es eine Bitte und eine Einladung zugleich. “Ich will dich.”


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    • "Du hast mich doch schon längst," entgegnete Cal und verwickelte Ilya in einen Kuss, der seinesgleichen suchte.
      Er biss ihr sanft in die Unterlippe, erbat auf diese Weise still Einlass. Und sie gewehrte ihm das. Er presste ihrer beider Körper aneinander, schlang seine Arme um sie, als sei sie das Einzige, was ihn vor dem Ertrinken retten konnte.
      Mit einer schnallen Bewegung beförderte er sie auf die andere Seite der Wanne, drückte nun Ilya gegen den Rand. Er ließ von ihren Lippen ab, küsste stattdessen ihren Kiefer, ihren Hals, ihre Schulter. Er drückte seine Nase in ihre Halsbeuge, inhalierte tief, als sei sie die beste Droge der Welt. Warum roch sie auch so verdammt gut?!
      Die ganze Zeit über presste er seine Hüften gegen ihre, verwehrte ihnen allerdings beiden die so süße Reibung, nach der sie sich beide sehnten.
      Cal hob den Kopf, lehnte mit geschlossenen Augen seine Stirn gegen Ilyas. Seine Hände ruhten beide auf dem Wannenrand, zu beiden Seiten neben ihr.
      "Du warst in Ashs Kopf. Du weißt jetzt, wie Wölfe ticken," murmelte er. "Du weißt, dass wir uns nach Körperkontakt sehnen. Du weißt, dass wir mit Leib und Seele fühlen."
      Er öffnete die Augen, begegnete aber nicht Ilyas Blick. Stattdessen sah er auf die noch immer hässliche Narbe an ihrem Arm. Vorsichtig, als könnte er ihr wehtun, wenn er nicht aufpasste, strich er mit einer seiner rauen Fingerspitzen darüber.
      "Ich weiß nicht, was genau ich fühle, wenn du da bist," gestand er. "Aber ich habe den geradezu übermächtigen Drang, dich zu beschützen. Nicht auf die bevormundende Art. Ich will einfach nur, dass es dir gut geht. Das macht überhaupt keinen Sinn, aber... was macht schon Sinn mit uns beiden? Du stehst auf mein Blut und ich gebe es dir viel zu bereitwillig. Ich zeige dir Orte, an die ich nur selten Leute von außerhalb mitnehme und mache mir keine zwei Gedanken darüber, was das Rudel denkt."
      Er seufzte und schloss die Augen wieder.
      "Ich tue immer nur das, was gut für das Rudel ist," fuhr er fort, seine Stimme kaum mehr als ein Flüstern. "Ich tanze immer nur nach der Pfeife anderer, um es ihnen Recht zu machen."
      Warum sagte er all das? Warum erzählte er Ilya all das? Und warum jetzt? Brauchte er jemanden, egal wen, der ihm sagte, dass es okay war, einmal in seinem Leben egoistisch zu sein? Einmal etwas für sich selbst zu tun und nicht für andere?


    • Ein leichtes Lachen entglitt ihr, als er ihr entgegen kam. "Du hast mich doch schon längst." Oh, wie dieser Satz ein Kribbeln in ihr auslöste. Wie das gemeint war? Wie er es meinte? Sein Kuss, sein Körper an ihrem, so nah und doch so fern, ließen kaum Zweifel daran übrig. War es Liebe? Vermutlich nicht. Aber etwas anderes.
      So instinktiv wie ihr Verlangen nach seinem Blut. So tief in ihr vergraben wie das Bedürfnis ihn für sich zu behalten. Niemand anderem zu zeigen. Mit niemand anderem zu teilen. Calder hatte Recht. Sie hatte wesentlich mehr in Ash's Kopf gesehen, als die verhängnisvolle Nacht. Sie hatte gesehen, wie Ash und Daisy mit einander umgingen. Hatte gefühlt und gespürt, wie Werwölfe im Rudel agierten und was es für sie bedeutete Teil davon zu sein.
      Ihre Augen folgten seinen Fingern und seine Berührung war angenehm warm auf dem immer noch etwas tauben Arm. Die Narbe war schlimmer geworden. Würde vermutlich auch nicht mehr voll ausheilen. Damit war sie wohl einer der wenigen Vampire mit Narben. Wirklich verfangen konnte sie sich nicht in dem Gedanken, als Calder weiter sprach. Und sie verstand was er meinte. Schmerzhaft und allgegenwärtig.
      Ilya hatte der Ash's Vertrauen in Calder gespürt als wäre es ihr eigenes. Die Unterwerfung aus Prinzip, der Instinkt ihm zu gehorchen nicht nur, weil er der Rudelführer war, sondern weil Ash an ihn glaubte. Die Realisierung kam schleppend, dämmerte ihr langsam, sank tiefer in ihre kalten Muskeln, dass Calder mehr mit sich trug, als eine einzelne Person tragen sollte und konnte.
      Die Verantwortung für sein Rudel. Das ständige hin und her mit Wölfen, die jemand anderen an der Spitze sehen wollten. Er hatte sich damit rum schlagen müssen, seitdem er auf die Welt gekommen war.
      Für Ilya, die zwar auch Verantwortung trug, wohlgleich aber mehr eine Erwartung zu erfüllen hatte, schien Calders Schicksal um einiges härter. Unfairer, in einer Welt die niemals vorgegeben hatte fair zu sein.
      "Cal." ihre Stimme war viel sanfter, als sie es von sich selbst kannte. Hatte der Wolf es tatsächlich geschafft die Eisprinzessin vollends schmelzen zu lassen? Das Image hatte sie bei ihm ja schon längst aufgegeben. Es lag ihr fern, ihm nicht die Wahrheit zu sagen. Ihre Meinung. Was er damit tat? Das war seine Entscheidung.
      "Hier ist niemand außer uns." ihre mittlerweile wieder fast silbernen Augen glitzerten ihn an als sie ihn leicht anlächelte. "Du musst dein Rudel beschützen. Aber jetzt? Hier? Du musst kein Rudelführer sein. Nicht in diesem Moment. Nicht für mich und nicht für dich."


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    • Cal seufzte, als fiele ein schweres Gewicht von ihm ab. Ja, er hatte wirklich jemanden gebraucht, der ihm die Erlaubnis gab, wie es schien.
      Langsam öffnete er die Augen, begegnete Ilyas Blick. Ihre Augen... sie erinnerten ihn an den Mond, so hell waren sie. Langsam, ganz langsam, erwiderte er Ilyas Lächeln. Er strich ihre Arme hinab, nahm ihre Hände in die seinen.
      "Ich war noch nie was anderes," gestand er leise. "Ich weiß gar nicht, wie das gehen soll."
      Sicher, man hatte ihm Zeit gegeben, um aufzuwachsen. Aber überall da, wo sich Jungwölfe frei Schnauze ausprobieren durften, hatte Cal vorsichtig sein müssen. Überall da, wo Jungwölfe in der Sonne hatten faulenzen dürfen, hatte er seinen Onkel zu den Lagerhäusern begleiten müssen. Er war sein Leben lang daran erinnert worden, wer und was er war. Er hatte sich nie seinen Status im Rudel erkämpfen müssen, wie all die anderen Jungwölfe. Während die im Spiel und hin und wieder auch mal im Ernst über die Wiese getollt waren, hatte Cal nur am Rand gesessen und zugesehen. Denn sobald er sich eingemischt hatte, hatten sich ihm alle bereitwillig mit angelegten Ohren vor die Pfoten geworfen.


    • Ilya verschränkte langsam ihre Hände mit seinen. Als er schließlich gestand, dass er gar nicht wusste, wie er kein Anführer sein konnte, musste sie ein bisschen schmunzeln. Das war vermutlich ihre Schuld gewesen. Er war in seine Rolle geboren und hineingewachsen. Es musste in sein Blut kodiert sein.
      War es ähnlich wie als würde er sie fragen, ob sie aufhören eine reinblütige Vampirin zu sein? Vielleicht. Schließlich konnte sie das auch nicht einfach ablegen wie einen Mantel am frühen Morgen. Viele Wesen versteckten sich hinter einer Maske oder versuchten jemand zu sein, der sie nicht waren. Aber was, wenn man wie sie beide einfach so war?
      "Dann bleib so wie du bist," sagte sie sanft und lehnte ihre Stirn gegen seine. Langsam schloss sie die Augen und genoss einfach die Zweisamkeit zwischen ihnen. "Du musst niemand anderes sein." sagte sie das gerade für ihn oder für sich selbst? Das wusste sie gar nicht genau als ihre Finger seine fester griffen.
      "Aber vielleicht kannst du dich ein wenig mit mir fallen lassen. Alles, was da draußen vorgeht ist in ein paar Stunden immer noch da." Und würde für sie wohl noch eine sehr sehr lange Zeit so sein. Zeit war immerhin das einzige, was Ilya zu genüge hatte. "Hier musst du mich nicht beschützen. Zumindest vor niemand anderem außer dir selbst."


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    • Cal lachte leise und schielte zwischen sie beide. Das, was da unter der Wasseroberfläche passierte, schimpfte ihn einen Versager.
      "Ich glaube, nicht einmal das bekomme ich hin," meinte er.
      Er lehnte sich vor und küsste Ilya einmal kurz.
      "Was bist du auch so verdammt attraktiv? Verdrehst mir ja ganz den Kopf."
      Sein Blick und seine Hand kehrten noch einmal zu der dicken Narbe an ihrem Oberarm zurück. Es viel kaum auf, aber ihre Hand bewegte sich noch immer etwas träge und die Haut war auch noch ein bisschen zu blass im Vergleich zum Rest von Ilya.
      "Ich mag sie," meinte Cal geradezu gedankenverloren, als er die Narbe noch einmal mit dem Finger umfuhr. "Eine Erinnerung daran, was du schon erlebt hast. Ein Beweis, den keiner verneinen kann, dass du geblutet und überlebt hast."
      Was, zumindest für einen Wolf viel mehr bedeutete, als die Illusion von Unverwundbarkeit.
      Cal ließ von Ilyas Arm ab und legte ihr die Hand stattdessen an die Wange.
      "Und ich mag dich. Es macht keinen Sinn, aber ich mag dich."
      Er schenkte ihr ein schiefes Lächeln. Mal nicht über das Wohl des Rudels nachdenken zu müssen fühlte sich erstaunlich leicht an.


    • "Touché." Ilya seufzte leise, als er sie küsste und sich wieder von ihr löste. Das Vampire allgemein schön waren, war ja keine Neuheit. Aber es tat trotzdem gut zu hören, dass er sie attraktiv fand. Es erfüllte sie mit mehr Stolz, als sie erwartet hatte, denn Calder hatte sich selbst nicht zu verstecken.
      "Immerhin einer von uns," ihre Augen folgten seiner Hand und dem Anblick der Narbe. Doch bevor sie noch etwas weiteres dazu sagen konnte war seine Hand schon an ihrer Wange. Instinktiv lehnte sie sich dagegen, genoss die Wärme und die Intimität der Geste.
      "Und ich mag dich. Es macht keinen Sinn, aber ich mag dich."
      Kurz weiteten sich ihre Augen. Nach der ganzen Zeit, die sie damit verbracht hatten um einander herum zu tanzen wie irgendwelche Vögel auf der Balz hatte sie nicht erwartet, dass er das hier, in dieser Situation, so einfach zugab. Es erfüllte ihr Herz mit etwas ungewohntem. Wie eine Bestätigung, die sie nie aktiv gesucht aber dennoch immer drauf gewartet hatte. Und da war es wieder. Das komische Zusammenspiel von körperlichen Instinkten und ihrem Verstand. Ilya mochte ihn auch. Nicht nur sein Blut, auch wenn alleine das ihren Kopf schon verdrehte. Nein. Sie mochte Calder, weil er so anders war wie alle um sie herum.
      Er war warm. Warm nicht nur körperlich sondern auch seelisch. Sie hatte immer gelehrt bekommen, dass Vampire ziemlich gleichgültig Ihresgleichen gegenüber waren. Calder hatte sie vom Gegenteil überzeugt. Zumindest für ihn. Für ihn würde sie auch ihre Hand ins Feuer legen, wenn es ihm nur etwas Seelenfrieden gab.
      Schüchterner, als sie es von sich selbst gewohnt war lächelte sie zurück. "Ich mag dich auch. Nicht nur dein Blut, sondern dich."


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    • Mit einem leisen Lachen schüttelte Cal den Kopf, bevor er eben jenen auf Ilyas Schulter - der mit dem gesunden Arm dran - ablegte.
      "Man könnte meinen, wir sind Teil von irgendso einer Highschool-Schnulze, wenn man uns so zuhört," scherzte er.
      Aber vielleicht war da ja auch was dran. Das war noch so eine Erfahrung, die Cal nie gemacht hatte. Weil ihm immer eingebläut wurde, dass er auf all die anderen Wölfe aufpassen müsse, hatte er sie immer nur als Familie und als Rudel angesehen. Da war nie auch nur der Gedanke an eine Romanze gewesen. Nicht einmal, als er angefangen hatte, Wanderern ein Zuhause zu bieten. Sie waren zwar noch nicht Teil seines Rudels, nur weil sie in seinem Territorium lebten, aber irgendwie galt diese eine Regel für sie alle. Intim war er schon geworden, nur eben nie mit einem anderen Wolf. Daran stören tat sich niemand. Als Rudelführer sollte er seine eigene Familie sowieso mit einer Wanderin gründen. Und laut dem Gesetz der Wölfe stand es ihr dann offen, ob sie bleiben oder weiterziehen wollte, sobald der Nachwuchs auf der Welt war. Und eigentlich, wenn Cal jetzt so darüber nachdachte, wollte er gar nicht weiter darüber nachdenken. Heute Nacht sollte doch frei von Rudelverpflichtungen sein!
      "Wo wir uns gerade schon so verletzlich geben: Ich hatte noch nie ein Date," gestand er ganz offen und lehnte sich in der Wanne wieder zurück.
      Allerdings behielt er eine Hand auf Ilyas wundervoll langem Bein und strich geistesabwesend über ihre glatte Haut, auf und ab zwischen Knie und Knöchel. Ganz der Wolf eben.


    • "Da sind wir schon zwei." Ilya lachte leise, als er sich an sie lehnte und zugab, dass Romantik für ihn Neuland war. Ein bisschen überraschte sie es. Calder war doch genauso alt wie sie. Und in Vampirjahren war er zumindest schon mal am Ende seines ersten Drittel. Andererseits war er vermutlich zu eingespannt gewesen. Zumindest für richtige Romantik.
      Ilya allerdings...war in ihrer Gesellschaft noch ein Baby. Zwar war sie körperlich und mental so erwachsen, wie man sein konnte, doch in der Vampirwelt? Da würde man sie vor ihrem ersten Jahrhundert noch nicht mal ernst nehmen. Leb erstmal. Würden sie sagen. Erleb erstmal. Würden sie sagen. Wie als wäre Erfahrung etwas, was vom Himmel fiel nur weil mein lebte.
      "Ich habe ja nicht so viel mit anderen zu tun. Zumindest mit Menschen. Vampire finden mich nicht attraktiv und ich sie ehrlich gesagt auch nicht. Für die ist das, als würden sie ein Baby anfassen und ich fühl mich, als würde da ein alter Opa vor mir stehen, weißt du?" erklärte sie, während sie den Kopf gegen seinen lehnte. Eine ihrer nassen Haarsträhnen hatte sich in ihr Gesicht verirrt, weshalb sie diese zuerst genervt versuchte wegzublasen. Schließlich strich sie die Strähne mit der linken Hand zurück.
      "Außerdem haben sie Angst davor, dass ich ihnen doch mal in den Kopf gucke. Oder sie manipuliere. Dabei macht mir das auch keinen Spaß. Und ein Date mit Menschen? Die wollen immer Essen gehen oder so. Zumindest in den Filmen und Essen und ich sind....nicht so gute Freunde wie du weißt."


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    • Calder brummte und erinnerte sich an den Gesichtsausdruck, den Ilya die ganze Zeit zu verstecken versucht hatte, als er sich sein Frühstück beziehungsweise Abendessen reingezogen hatte. Besonders unauffällig war sie nicht gewesen.
      "Oh man," meinte er und schlug sich die Hand theatralisch vor die Stirn. "Ich glaube, wir hatten heute ein Date. Überleg mal: wir waren ganz romantisch im Wald spazieren und so. Theoretisch habe ich dich sogar meiner Mutter vorgestellt..."
      Er schüttelte sich ebenso theatralisch.
      "Wie kitschig."
      Daraufhin lachte er aber gleich wieder.
      "Ich muss aber ehrlich gestehen, dass ich es gar nicht so schlecht fand," fügte Cal dann ernster hinzu. "Ich weiß nicht. Hat irgendwie gepasst, dich da zu haben. Ich glaube nicht, dass ich was dagegen hätte, dich nochmal mitzunehmen. Nur, wenn du willst, natürlich."
      Er zuckte ein bisschen verlegen mit den Schultern.


    • "Jetzt wo du es sagst..." Ilya lachte leise. Ihr Oberkörper bebte ein wenig, als sie sich der ganzen Situation ein wenig bewusster wurde. "Du hast total Recht." Der Spaziergang, auch wenn er mehr spazieren gegangen war als sie, war ziemlich schön gewesen. Ilya hatte nie wirklich Natur, Wald und Bäume gesehen, bevor sie Calder kennen gelernt hatte. Nun allerdings wusste sie gar nicht genau, ob sie die Betonstadt, die ihre Artgenossen errichtet hatten, so toll fand. Zugegebenermaßen fand sie die noch nie besonders schön.
      Sie hatte bislang nur keine Alternative gekannt.
      "Wenn deine Wunden geheilt sind würde ich gerne mit dir mal richtig laufen gehen. Naja, du weißt schon. Dass du läufst und ich auf dir sitze. Ich glaub kaum, dass ich mit dir mithalten kann, wenn du mal richtig los legst." Jetzt grinste sie ihn an. "Ich bin zwar schnell, aber ich hab keinen Allradantrieb." Ein wenig zog sie die Knie an und lehnte sich näher an ihn ran.
      "In Ash's Erinnerungen sah es auf jeden Fall befreiend aus."


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